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Mariager (deutsch „Marienacker“) liegt am Südufer des gleichnamigen tief eingeschnittenen Fjordes und ist eine kleine jütländische Stadt mit 2523 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019[1]) und einem Hafen. Mariager gehörte bis zur Kommunalreform am 1. Januar 2007 zum Århus Amt und war Hauptsitz der gleichnamigen Kommune. Seit der Kommunalreform gehört Mariager zur Mariagerfjord Kommune in der Region Nordjylland.

Dänemark Mariager
Wappen von Mariager
Mariager (Dänemark)
Mariager
Mariager
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Nordjylland
Kommune
(seit 2007):
Mariagerfjord
Koordinaten: 56° 39′ N, 9° 59′ OKoordinaten: 56° 39′ N, 9° 59′ O
Einwohner:
(2019[1])
2.523
Postleitzahl: 9550
Die Kirche in Mariager
Die Kirche in Mariager

In Mariager werden Rosen gezüchtet und Salzlager im Untergrund ausgespült, daher ist Mariager in Dänemark als die Stadt der Rosen (Großgärtnereien) und des Salzes (Salzmuseum) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

In der gut erhaltenen Altstadt ist die St. Peders Kirke, ebenso wie die Kirchenruine im nahen Dorf Hou, nur noch als Grundmauer erkennbar. Die frühe Geschichte des Ortes ist eng mit dem Ende des 15. Jahrhunderts erbauten Kloster des Birgittinerordens verknüpft. Die Kirche stammt noch aus dieser Zeit; das Kloster ist weitgehend verschwunden. Mariager erhielt 1592 die Stadtrechte und blühte auf. Munkholm (dt. Mönchs Holm) ist eine Parkanlage im Südteil von Mariager mit Wald und der Heilquelle „Helligkilden“ (Heilige Quelle), die heute Helenenquelle heißt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Veteranenbahn, die im Sommer von Mariager nach Handest (15 km) verkehrt, ist ebenso eine Reise wert wie eine Fahrt mit dem Raddampfer "Svanen" auf dem etwa 30 km langen Fjord, der sich zum Angeln von Aalen besonders eignet. Der längste ostjütländische Fjord ist ein Kerbfjord, der in der Mitte 30 m tief ist.

Die UmgebungBearbeiten

Der Ort ist von Äckern, Wäldern, Heide und Stränden umgeben. Am Aussichtspunkt Hohøj nahe der Stadt, in einer Höhe von 110 m befindet sich Dänemarks größtes bronzezeitliches Hügelgrab. Entlang des Fjordes reihen sich, vor allem auf der Südseite Vorzeitdenkmäler von der Stein- bis in die Wikingerzeit:

LiteraturBearbeiten

  • Karen Marie Christensen: Archaeological Sites and Monuments in the Mariager Area. Hrsg.: Arhus Amt. 1994, ISBN 978-87-90099-08-4.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mariager – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien