Mariä Himmelfahrt (Walting)

Kirchengebäude in Pleinfeld
Ansicht von Mariä Himmelfahrt

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine katholische Kirche in Walting, einem Ortsteil von Pleinfeld im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die denkmalgeschützte Chorturmkirche hat die Adresse Walting 94. Die Pfarrei Walting gehört zum Bistum Eichstätt.

GeschichteBearbeiten

Seit 1557 ist die im Kern mittelalterliche Kirche die Pfarrkirche des Ortes. Restauriert wurde sie 1774 im Stil des Barock.[1]

1817 und 1869 wurde bei Stürmen das Kreuz des Kirchturms verbogen. 1874 brannte der Kirchturm nieder; Der Neubau bekam einen höheren Kirchturm, der von einem Spitzhelm gekrönt wird.[2]

InnenausstattungBearbeiten

Der Hochaltar stammt aus dem Neobarock und besitzt eine spätgotische Marienfigur von 1500. Aus dem 16. Jahrhundert stammen Statuen der heiligen Petrus, Paulus und Sebastian.

DeckengemäldeBearbeiten

 
Zentrales Bild im Deckengemälde

Das Deckengemälde breitet sich nahezu über das gesamte Kirchenschiff aus, einzig über der Empore ist keine sichtbare Bemalung vorhanden. Im zentralen Gemälde ist die Himmelfahrt Mariens zu sehen. Maria wird umrahmt von Gott-Vater, Jesus und dem hl. Geist sowie einer Vielzahl an Engeln.

Das zentrale Bild des Deckengemäldes wird von 8 Heiligen umrahmt. Als Bistumsheilige sind der hl. Willibald und die hl. Walburga zu sehen. Ebenfalls zu sehen sind: Papst Gregor der Große, Ambrosius, Hieronymus, Wendelin, Leonhard und Augustinus.

Das zentrale Deckengemälde ist mit Stuck umrahmt.

OrgelBearbeiten

 
Die Orgel

1818 wurde eine Orgel aus dem säkularisierten Franziskanerkloster Ellingen in die Westempore eingebaut, die Anton Bayr 1745 gebaut hatte. Hinter dem Prospekt von 1745 wurde im Jahr 2002 von Siegfried Schmid ein neues Orgelwerk eingebaut. Die historischen Pfeifen und Windladen kamen ins Orgelzentrum Valley, wo das Instrument hinter dem nachgebauten Prospekt wieder rekonstruiert wurde.

GlockenBearbeiten

Die Glocken wurden 1953 von Friedrich Wilhelm Schilling gegossen. Das Geläut hat die Schlagtöne e′, g′, a′ und h′.[3] Der bayerische König Ludwig II. schenkte der Pfarrei Beutekanonen aus dem Deutsch-Französischen Krieg für den Neuguss der zerstörten Glocken. Nach der Restaurierung 1948 durch Othmar Lux[4] riss ein Sturm 1986 das Kreuz vom Turm.

SonstigesBearbeiten

St. Bartholomäus, die Nachbarkirche in Walting, wurde im Jahr 1807 geschlossen.[5]

LiteraturBearbeiten

  • Gotthard Kießling: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band V.70/1). Karl M. Lipp Verlag, München 2000, ISBN 3-87490-581-0.

WeblinksBearbeiten

Commons: Mariä Himmelfahrt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. in Pleinfeld (Walting)
  2. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. Mai 2015; abgerufen am 31. August 2019. Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege scheint gerade (August 2019) seine Website umzubauen ("Bayerischer Denkmal-Atlas" als Nachfolger des "BayernViewer", noch nicht verfügbar, vgl. Bayerischer Denkmal-Atlas). Der Link dürfte später (2021?) von der Originalquelle rekonstruierbar sein.[veraltet]
  3. Glocken im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  4. Beschreibung der Kirche auf der Internetseite von Pleinfeld
  5. St. Bartholomäus

Koordinaten: 49° 6′ 8,1″ N, 11° 3′ 36,8″ O