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Margarete Zimmermann

deutsche Romanistin und emeritierte Hochschullehrerin

Margarete Zimmermann (* 7. Juni 1949 in Bad Oeynhausen) ist eine deutsche Romanistin und emeritierte Hochschullehrerin.[1]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Margarete Zimmermann wuchs in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen auf und studierte ab 1969 Romanistik, Germanistik und Komparatistik in Paris, Freiburg, Hamburg, Perugia und Bordeaux. Sie legte 1975 das Staatsexamen in Germanistik und Romanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ab.

Von 1975 bis 1988 war Zimmermann an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster tätig, wo sie 1978 promovierte und 1985 habilitierte.

Nach verschiedenen Vertretungsprofessuren wurde sie von 1988 bis 2002 als Professorin für Romanische Philologie (Französische und Italienische Literaturwissenschaft) an die TU Berlin berufen.

Seit 2006 war sie Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaft am Frankreich-Zentrum der FU Berlin und von 2008 bis 2014 Direktorin des Frankreich-Zentrums.

Zimmermann wurde 2010 zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt.[2]

ForschungBearbeiten

Zimmermanns Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die französische Gegenwartsliteratur sowie Probleme der Literaturgeschichtsschreibung, der historischen Gender Studies und des Kulturtransfers. Sie hat 1986 Christine de Pizans Werk Le Livre de la Cité des Dames ins Deutsche übertragen und kommentiert sowie zahlreiche Texte zu dieser Autorin veröffentlicht.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Vom Hausbuch zur Novelle. Didaktische und erzählende Prosa im Frankreich des späten Mittelalters (= Studia humaniora. Düsseldorfer Studien zu Mittelalter und Renaissance. Bd. 12). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-0813-8 (Zugleich: Münster, Universität, Habilitations-Schrift, 1985: Studien zur erzählenden Literatur im spätmittelalterlichen Frankreich.).
  • „Wirres Zeug und übles Geschwätz“. Christine de Pizan über den Rosenroman. Rosenmuseum Steinfurth, Bad Nauheim-Steinfurth 1993, ISBN 3-929319-03-9.
  • als Herausgeberin: Wege in die „Stadt der Frauen“. Texte und Bilder der Christine de Pizan. Leib & Seele Mediaconcept, Zürich 1996, ISBN 3-906715-16-7.
  • Salon der Autorinnen. Französische „dames de lettres“ vom Mittelalter bis zum 17. Jahrhundert. Erich Schmidt, Berlin 2005, ISBN 3-503-07957-2.

Rundfunk- und FernsehbeiträgeBearbeiten

  • 1981:„Die Schlacht des Schweigens“. Literatur im politischen Untergrund – am Beispiel der französischen Résistance-Lyrik, WDR III, 6. Juni 1981, 20h15-22h.
  • 1989:„Die Frauen im 14. Jahrhundert“, RIAS I, 22. Mai 1989, 23h-23h30 Reihe RIAS-Funkuniversität: „Das 14. Jahrhundert“; erneut gesendet auf SWF III, Juli 1989.
  • 1994:„Céline“. Rundfunkgespräch gemeinsam mit Hanns Grössel, Walter van Rossum, Vincent von Wroblewski zum 100. Geburtstag des Autors, Deutschlandradio, 27. Mai 1994, 19h15-20h.
  • 1996:„Leben Sie wohl, meine Tochter...“. Zum 300. Todestag der Madame de Sévigné", WDR III, „Am Abend vorgestellt“, 17. April 1996, 22h30-23h.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freie Universität Berlinː Margarete Zimmermann, CV der FU, abgerufen am 22. Juni 2014
  2. Elke Niedringhaus-Haasper: Eine Ritterin aus Bad Oeynhausen. In: Neue Westfälische vom 16. Mai 2010, abgerufen am 22. Juni 2014