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Marcion oder Markion (altgriechisch Μαρκίων Markíōn, Aussprache seit spätlateinischer Zeit ˈmaʁtsɪɔn; * zwischen etwa 85 n. Chr. und 100, vielleicht in Sinope in Pontus (Paphlagonien); † um 160 n. Chr.) war der Begründer des Markionismus, einer einflussreichen christlichen Richtung des 2. Jahrhunderts mit gnostischen Anklängen. Seine religiösen Bestrebungen und Lehren wurden im Prozess der Selbstdefinition der Alten Kirche als irreführend (‚häretisch‘) bekämpft.

Die Alte Kirche orientierte sich beim Aufbau ihrer theologischen Positionen u. a. am Platonismus und adaptierte auch gnostische und marcionistische Positionen in ihr Glaubenssystem.[1]

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

 
Territoriale Ausdehnung des Imperium Romanum im Jahr 150, zur Zeit der Regierung des Antoninus Pius

Genaue biografische Daten sind nicht überliefert, die wenigen Angaben stammen zudem meist von Gegnern.[2] Aus der „Häretikerlegende“, welche die altkirchlichen Autoren aus seinen Schriften herleiteten, wurden biographische Daten in der nachfolgenden Geschichtsschreibung unter dem Regime seiner Gegner weiter tradiert. Marcions Geburtsjahr ist nicht überliefert, in der wissenschaftlichen Literatur werden die Jahre um 85 n. Chr. bis hin ums Jahr 100 vermutet. Er sollte laut älteren Quellen der Region Pontus entstammen, damals konnte damit das Schwarzmeergebiet insgesamt wie auch eine Region gleichen Namens an dessen Südküste gemeint gewesen sein, mit ihrer wichtigsten Handels- und Hafenstadt Sinope am Schwarzen Meer. Diese wird in jüngeren Marcion-Quellen der Spätantike zu seinem Geburtsort, eine plausible Hypothese, da Marcion Reeder und Seekaufmann (ναύκληρος nauklēros) gewesen sein soll.[3] Ein solcher Seekaufmann war zumeist ein Schiffseigner oder Kapitän eines eigenen oder gemieteten Schiffes (Schiffe der Antike), mit dem er in eigenem Namen Handel betrieb.[4] Marcion soll außerdem wegen Verführung einer Jungfrau von seinem Vater, dem dortigen Bischof, aus der Gemeinde von Sinope ausgeschlossen worden sein – sehr wahrscheinlich eine antihäretische Fiktion, wie sie Epiphanios von Salamis später verbreitete.[5][6]

Marcion begab sich um 135/140 auf dem Weg nach Rom, wo Hyginus in der Zeit von 136 bis 140 Bischof war. Es gibt keine einheitliche oder dominierende Meinung dazu, ob Marcion bereits Christ gewesen war, als er nach Rom kam.[7] Marcion brachte als erfolgreicher Kaufmann ein ungeheures Vermögen in seine Gemeinde ein, tradiert werden Summen von 100.000 oder 200.000 Sesterzen. Dort entwickelte er auch seine eigene Theologie. Ob Marcion Ansichten wie jene vom 'schlechten Weltenschöpfer' und fremden, guten Gott vom Gnostiker Addru Cerdo (Κέρδων Kerdōn) übernommen hat, wie es beispielsweise der Marcion-Gegner Irenäus nahelegte, ist anscheinend ungewiss bzw. nicht wahrscheinlich.[8][9]

Im Jahr 144 kam es in Rom zum Bruch wohl wegen Marcions kompromissloser Gegenübersetzung von Altem Testament und Evangelium[10], als Folge davon zur Spaltung seiner römischen Kirchengemeinde oder der römischen Kirchengemeinden in Anhänger und Gegner sowie zur Gründung seiner eigenen kirchlichen Glaubensgemeinschaft, Marcion wurde sein Geldgeschenk zurück gegeben. Durch Reisen Marcions breitete sich seine Lehre rasch bis nach Ägypten und Persien aus. Marcion selbst starb wohl noch vor dem Amtsantritt Mark Aurels um 160,[11], doch sind in der aktuellen Marcion-Forschung weder Sterbeort, noch Sterbejahr konkret bekannt.

TheologieBearbeiten

Marcion hat einen grundlegenden Unterschied behauptet zwischen dem „guten Gott der Liebe“ des Neuen Testamentes, wie er vom „guten Gott“ durch Christus verkündigt und gelebt sei, und einem „bösen Gott“ des Alten Testamentes bzw. des Tanach, der für Schöpfung, Gesetz und Gericht verantwortlich sei. Christus galt bei Marcion nicht als der vorausgesagte Messias des Schöpfergottes, sondern als ein göttliches Wesen mit einem Scheinleib (Doketismus), (altgriechisch δοκεῖν dokein, „scheinen“), der (unerwartet) vom guten, unbekannten Gott als dessen Sohn herab gesandt worden war. Er opferte in größter Güte sein Leben durch den Kreuzes-Tod, um damit die in der Schöpfung des Schöpfergottes an Gesetz und Sünde gefesselten Menschen durch seine Gnade und Liebe davon zu befreien[12] – teils eine paulinische Vorstellung.

Alttestamentarischer und fremder, neuer Gott des EvangeliumsBearbeiten

Wie vielfach in der Gnosis fasste Marcion das Materielle als schlecht auf und postulierte zwei Götter. Anders als in der Gnosis jedoch enthält Marcions Theologie nichts vom ausgedehnten Mythos zur Genese von Menschheit und Welt, sowenig wie die gnostische Idee eines Anteils am göttlichen Pneuma, eines göttlichen Lichtfunkens im Mensch.[13] Vielmehr erlangte der Mensch nach Marcion Erlösung durch Glauben und nicht wie in den gnostischen Systemen durch Erkenntnis und Wissen.[14]

Nach Marcion hatten der von ihm Demiurg genannte „böse Gott“ oder „bekannte Gott“ und der „gute Gott“, „unbekannte, fremde Gott“ oder der Gott der Liebe anscheinend keinerlei Beziehung und Kenntnis zueinander, der „Gott der Liebe“ war vor seiner Offenbarung in Christus vollkommen unbekannt (ignotus). In dieser Welt des Gesetzes und der Sünde, der minderwertigen Schöpfung des Demiurgen bzw. Schöpfergottes, lebe der Mensch und ihm zeige sich überraschend der „fremde Gott“ bzw. Christi Wesen und Evangelium der frohen Botschaft in erbarmender Liebe, ihm zeige sich seine Wirksamkeit in Selbstoffenbarung, die identisch ist mit Erlösung von der unvollkommenen Schöpfung des Demiurgen und seinen Gesetzen. Der Demiurg ist bei Marcion kein grundsätzlicher Widersacher des fremden, guten Gottes und die Schöpfung ist entlang Marcion nicht satanisch. Vielmehr ist sie so gut, wie eben eine mit Gesetz und Strafe entstandene, unvollkommene Schöpfung sein kann. Infolgedessen wies Marcion das gesamte Alte Testament (Tanach) zurück, da es nur vom Demiurgen und seinen Gesetzen Zeugnis ablegte, den er, ähnlich wie in der Gnosis, als „bösen Gott“ auffasste, vor allem aber sei JHWH als ein „Gott des Gesetzes“ anzusehen. Dennoch blieb das Alte Testament wahrscheinlich auch aus Marcions Sicht mit der von der Christusoffenbarung ausgehenden neuen Gnadenbotschaft mit seinem Erlösungsgeschehen verbunden, um das Neuartige dieser Offenbarung zu zeigen und durch sie wiederum die ganze Dimension von Gesetz und Sünde sowie Schöpfung zu verstehen.[15] Vom Gesetz bzw. dem Bösen können sich die Menschen bei Marcion nicht aus eigener Anstrengung durch Gesetzesbefolgung befreien und Gutes bewirken, sondern nur individuell mittels des scheinbar zum Menschen gewordenen Gottessohnes Christus, der sich am Kreuz geopfert hat, um die Menschen vom Gesetz des Schöpfergottes zu erlösen. Für Marcion war Jesus, der mit einem Scheinleib ausgestattete Gottessohn der „guten Gottes“, die Liebe in Reinform und kein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut, das wie andere Menschen in Zorn geraten, leiden und sterben konnte.

Zwischen den (rekonstruierten) Ansichten in Marcions Antithesen und den von Paulus bestehen Ähnlichkeiten. So sah Marcion einen fundamentalen Gegensatz zwischen mosaischem Gesetz und Evangelium, bei Paulus löste der Heilsweg des Glaubens jenen des Gesetzes ab.[16] Die Auslegung[17] der Heilung eines Aussätzigen (wahrscheinlich Leprösen) (Lk 15,12–16 EU) bewies nach Marcions Überzeugung, dass es unmöglich sei, das „Evangelium“ zu praktizieren, ohne das „Gesetz“ zu übertreten. Die Zwei-Gott-Lehre bei Marcion, der „gute Gott“ des Evangeliums, des Glaubens und der „Gott des Gesetzes“, kann daher in Zusammenhang mit Marcions Radikalisierung paulinischer Theologie mit ihrem Gegensatz von Gesetz und Evangelium gestellt werden.[18]

Die Erlösung durch den guten, unbekannten Gott des Evangeliums
Für Aland[19] ist das Wesen der Sünde zu klären. So sei nach Marcion dem Bösen der Tat-Sünden durch die Gesetze des Schöpfergottes, der den Menschen geschaffen hat, nicht beizukommen. Der Mensch befolge damit nur, soweit es geht, die Gesetze, erarbeite sich, als erwarteten Lohn, Straffreiheit, verstricke sich aber nach Marcions Vorstellung schließlich in einen Kreislauf von Gesetz und Sünde, referiert Aland sinngemäß. Aus der gewohnten Belohnungshaltung bei Befolgung der Gesetze des Schöpfergottes entstehe zudem fast unvermeidlich die Grundsünde, die Gnade der Liebe und Erlösung durch Sündenvergebung des fremden jesuanischen, guten Gottes nicht annehmen zu wollen und zu können. Dem guten Gott sei der Mensch so wichtig, dass er sich bzw. Christus durch die Sünder an das Kreuz anschlagen lasse, um sie damit vom Schöpfergott, seinen Gesetzen frei zu bekommen. Dem, der diese Gnade nach tiefer Verstrickung in Gesetz und Sünde angenommen habe, der die Macht dieser Gnade so erst habe richtig erkennen können, dem werde eine andere Gottesbeziehung offenbart; er vermeide die Sünde nicht mehr durch Gesetzesbefolgung, er will und tut sie einfach nicht mehr.

Marcion’sche ExegeseBearbeiten

Marcion soll die damals altkirchlich vorherrschende allegorische Exegese oder gleichnishafte Auslegung der Schriften des Alten Testaments verworfen haben, da er durch das Wortwörtlich nehmen besonders einzelner Textstellen das Alte Testament als Zeugnis des schlechten Schöpfergottes in Gegenüberstellung zu Textstellen seiner christlichen Evangeliums-Sammlung als Zeugnis des fremden, guten Gottes habe charakterisieren wollen.[20] Sichtbar wird dies an den Textfragmenten, welche Marcions Antithesen zugerechnet werden, da sie hauptsächlich alt- und neutestamentliche Aussagen, wortwörtlich genommen, in ihren Widersprüchen oder Entgegensetzungen gegenüberstellen.[21] Das Wortwörtlich nehmen in den Antithesen zeigt für den Neutestamentler Ulrich Schmid allerdings mehr einen in der Antike typischen Kunstgriff für diese Literaturgattung, und weniger etwa umfassende Belege einer generellen Allegorie-Ablehnung Marcions.[22]

AskeseBearbeiten

Der Ablehnung bzw. Distanz zur Schöpfung, zur geschaffenen, materiellen Welt des Demiurgen entsprach Marcions Forderung der Askese, so beispielsweise der Verzicht auf die Ehe und die sexuelle Abstinenz in ihr, auf Fleisch und Wein. Die Ehe galt für Marcion anscheinend als eine „porneia“ („Unzucht“, abgeleitet von altgriechisch πόρνη pórnē Hure) und führe geradewegs in „phthora“ (altgriechisch ϕϑορά phthorá‚Vernichtung, Zerstörung, Tod und Verderben‘). Aus dieser Haltung heraus verbot er seiner Gemeinde streng jegliche Form von Heirat oder Geschlechtsverkehr.[23] Nur solche Taufbewerber (Katechumenen) sollten getauft und zur Kommunion zugelassen werden, die den Zölibat gelobten oder, falls sie schon verheiratet waren, auf sexuelle Beziehungen verzichteten und völlig enthaltsam lebten. Damit sollte auch die 'Vermehrung' der vom Demiurgen geschaffenen Welt, zu welcher die Menschen gehörten, eingeschränkt werden.[24]

Wirken und WirkungBearbeiten

Seine Lehren hatte Marcion unter anderem in den Antithesen niedergelegt, die eine Kommentierung zu seiner Schriftsammlung darstellten. Nach Norelli[25] müssten die Antithesen folgendes enthalten haben:

  • eine wahrscheinlich kommentierte Liste von Widersprüchen (= „Antithesen“) zwischen „Gesetz“ und „Evangelium“, und dadurch zwischen dem „bösen Gott“ des Alten Testaments (Demiurgen) und dem „guten Gott der Liebe“ des Neuen Testaments als Urheber beider Größen;
  • eine Skizze der Anfänge des Christentums, die Paulus als den einzigen echten Apostel des Evangeliums Jesu darstellen wollte;
  • eine Erläuterung der Widersprüche innerhalb des kirchlichen Evangeliumtextes, um zu belegen, dass er interpoliert war;
  • Bemerkungen bzw. kurze Kommentare zum Instrumentum-Text, mit welchen er aus Sicht der markionitischen Theologie erläutert wird.

Die Werke Marcions sind nicht durch Handschriften überliefert, sondern nur durch Zeugnisse seiner Gegner, vor allem bei Tertullian. Die Aussagen und Behauptungen sind bei ihnen ungenau, teils widersprüchlich und lückenhaft sowie von Polemik durchzogen, daher ist eine Rekonstruktion seine Werke und Ansichten nur teilweise möglich und sicher.[26] In der Alten Kirche des Römischen Reiches beschleunigten Marcions Schriften (‚Marcion-Evangelium‘) in den nachfolgenden Jahrzehnten vor allem die Bildung eines umfangreichen biblischen Kanons, verbunden mit einer Renaissance oder Neuentdeckung der besonders von Paulus betonten Auferstehung Christi und des auferstandenen, erschienenen Christus als christlicher Glaubensgrund.[27]

Aus wirkungsgeschichtlicher Sicht ist der Kirchen- und Dogmengeschichtler Adolf von Harnack zu nennen, der sich in seinem großen Marcion-Buch aufgeschlossen für die Grundanliegen Marcions zeigte – und u. a. die Auseinandersetzung Marcions mit seiner Gemeinde in Rom mit der Konfrontation auf dem Wormser Reichstag 1521 verglich.

Die Paulusbriefe wurden von Beginn an gesammelt. Aus Bemerkungen Tertullians (Adversus Marcionem 5,2–21) lässt sich schließen, dass Marcion um die Mitte des 2. Jahrhunderts erstmals eine Paulusbriefsammlung, der „Apostolos“, mit zehn Briefen, darunter die wohl sieben authentischen, herausgegeben hat. Marcion war zudem anscheinend der Erste, der einen Text εὐαγγέλιον euangelion genannt hatte[28] (siehe Evangelium als Buch der Bibel); seine Rolle bei der Bildung des Kanons des Neuen Testaments sowie im Hinblick auf die Diskussion um das synoptische Problem wird aktuell wissenschaftlich unterschiedlich eingeschätzt.

Die ‚marcionitische Kirche‘Bearbeiten

Wahrscheinlich lebte Marcion seit 139 n. Chr.[29] in Rom. Wohl endgültig im Juli 144 n. Chr. scheiterten seine Bemühungen, dort womöglich auf einem Presbyter-Konvent der einzelnen stadtrömischen kirchlichen Hausgemeinden seine Reform durchzusetzen.[30] Die Spaltung der römischen Kirchengemeinden in Anhänger und Gegner sowie die Gründung seiner eigenen kirchlichen Glaubensgemeinschaft folgte, für die Marcioniten das Gründungsdatum ihrer von der Alten Kirche getrennten Organisation.[31] Marcion schuf eine Organisationsstruktur mit bischöflicher Verfassung und sammelte Anhänger um sich, altkirchliche Bischöfe und Priester schlossen sich an. Im Unterschied zu den gnostischen Sekten war die Gemeinschaft der Marcioniten straff organisiert; sie konnte gerade dadurch für die entstehende Alte Kirche zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz werden.[32]

Die Entstehung und Konsolidierung der Alten Kirche verlangsamte dann die weitere Ausbreitung, ebenso die sich entwickelnde anti-marcionitische und altkirchliche Theologie, und bereits in der ersten Hälfte des 3. Jahrhundert kam es bei den marcionitischen Gemeinden im Westen des Römischen Reiches zum Rückgang. Im 4. Jahrhundert, verstärkt ab etwa der Mitte, kam es auch im Osten des Römischen Reiches zum Rückgang des Marcionismus, in Syrien wie Armenien prägte dieser aber die nicht-griechischsprachigen Gebieten noch bis in die ersten Jahrzehnte des fünften Jahrhunderts deutlich.[33]

Johannes Chrysostomus berichtete, dass einige christliche Sondergemeinschaften, so die Marcioniten, aber auch die Kerinthianer, Montanisten im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus die Vikariats- oder Totentaufe als stellvertretende Form der Taufe geübt hatten. Die Totentaufe wurde im Jahr 397 auf der Dritten Synode von Karthago letztlich untersagt. Paulus erwähnte das Ritual einer stellvertretenden Taufe für Verstorbene (1 Kor 15,29 EU) als ein Argument im Kontext einer Diskussion über die leibliche Auferstehung. Paulus nimmt hierzu weder eine ablehnende noch eine zustimmende Stellung ein. Viele der Gemeinden gingen im Manichäismus auf. Traditionen der marcionitischen Kirche fanden sich nach Petros Sikeliotes bei den Paulikianern. Inwieweit diese innerchristlichen, zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen auch die spätere Ausbreitung des Islam in diesen Regionen gefördert oder ermöglicht haben, ist umstritten.

Die Taufe in der marcionitischen KircheBearbeiten

Allgemein war die vorherrschende Bedeutung der Taufe im früheren Christentum die eines totalen Bruchs im Leben eines glaubenden Menschen. Laut Becker (2011) ließen sich in den antihäretischen Schriften der Gegner Marcions keine Hinweise darauf finden, dass die Taufe in den marcionitischen Gemeinden in spezifischer Weise, also anders als in nicht-marcionitischen Gemeinden, praktiziert wurde. So deutete vieles darauf hin, dass Marcion an der Bedeutung und am Ernst der Taufe festhielt, weil er sie als Bekenntnis zum „guten Gott“ verstand, dem nur derjenige wirklich zustimmen konnte, der sich zuvor vom Schöpfergott (Demiurgen), und damit auch von der im Leib verkörperten sündhafen Existenz, getrennt hatte.[34]

Schüler MarcionsBearbeiten

Schon Marcion brachte innerhalb seiner Gemeinde und Kirchenstruktur bedeutende Schüler hervor, die über die Zeit jeweils mehr oder weniger stark ihr eigenes theologisches Profil entwickelten. Ob Apelles als bedeutendster Schüler tatsächlich als Schüler gelten kann, ist aktuell in der Forschung umstritten;[35] vielleicht war er in Rom einer von Marcions Schülern, jedenfalls wandte sich Apelles ausdrücklich gegen Marcions Positionen und gründete eine eigene Schule, lehrte und lebte auch Alexandria, wo er ein gnostisches System entwickelte. Markus und Lucan, Megethius und Prepon waren weitere Schüler.[36]

Das ‚marcionitische Evangelium‘Bearbeiten

Über ein nach den kanonischen Evangelientexten bzw. dem Lukas-Evangelium entstandenes „Marcion-Evangelium“ wird seit dem 19. Jahrhundert diskutiert. Nach einer inzwischen wissenschaftlich überholten Vorstellung des zwanzigsten Jahrhunderts soll Marcion den Bestand kursierender christlicher Texte auf einen Bestand kompiliert und zu einer marcionitischen 'Bibel' zusammen geführt haben, welche als ein erster biblischer Kanon zehn Paulusbriefe sowie ein gereinigtes Evangelium, das sogenannte ‚marcionitische Evangelium‘, enthalten haben soll. Dieses steht vermutlich in großer Nähe zum Lukas-Evangelium (εὐαγγέλιον κατὰ Λουκᾶν), enthält jedoch keine Verweise auf das Alte Testament.[37][38]

Es besteht in der neutestamentlichen Forschung inzwischen ein zunehmender Konsens darüber, das Marcion als erster ein ‚Evangelium‘[39][40] zusammengestellt oder rezipiert hat.[41][42] Wissenschaftler wie Matthias Klinghardt oder Markus Vinzent postulieren weiterhin, die kanonischen Evangelien seien in Anlehnung an das von Marcion rezipierte Evangelium (Klinghardt) entstanden bzw. von Marcions geschaffenem Evangelium aus entwickelt worden (Vinzent).[43][44]

Das ‚Evangelium des Marcion‘ umfasste die folgenden Schriften:[45]

Jüngere Rezeption und WirkungsgeschichteBearbeiten

In die Kirchengeschichte ging er als ‚Ketzer‘ ein, entfaltete aber schon insofern große Wirkung, als ihm eine reiche apologetische Literatur gewidmet wurde. Adolf von Harnack versuchte 1924[47] zum Teil eine Rehabilitation Marcions als eine Art frühkirchlichen Religionsstifters oder als Reformator, wie ihn später Hans von Campenhausen 1968[48] benannte. Nach Einschätzung von Röhl[49] unternahm Marcion den Versuch, das frühe Christentum aus seinen synkretistischen Bindungen an die griechische Philosophie, aber mehr noch aus der Verankerung im Judentum zu lösen und zu einer eigenständigen, umfassenden Religion mit einer Offenbarungskunde zu führen.

Nach Meinung von Hans Jonas (1958)[50] wurde im Ergebnis erstmals in einer christlichen, (marcionitischen) Kirche nicht nur eine textkritische Methode angewandt, also das rigorose Auswählen von Texten, um das Echte von dem was er für Verfälschungen hielt zu scheiden, sondern auch die Idee eines Kanons überhaupt umgesetzt.

Marcion zählte im zweiten Jahrhundert zu den bedeutendsten Theologen, so Karl Suso Frank[51], bzw. als Zeitgenosse des Basilides zu den originellsten Theologen des Christentums, so zuvor Kurt Rudolph.[52]

Für Detering wurde 1995 Marcion weniger zu einem Schüler des Apostels Paulus, als vielmehr Paulus zu einem gebändigten Apologeten des Markionismus.[53]

Der britische Papyrologen und Bibliothekars Theodore Cressy Skeat (1997)[54] untersuchte die Papyri  4,  64 und  67. Bei diesen Papyri handelte es sich um einen einlagigen, aber zweispaltig geschriebenen Codex, der wahrscheinlich alle vier Evangelien umfasste.[55] Skeat kam bezüglich der Datierung zu dem Schluss, dass die Entstehung der Evangelien in das 2. Jahrhundert zu legen sei.[56] Hinweise auf ein reifes Produkt eines weit fortgeschrittenen Umgangs mit dem Vier-Evangelien-Codex würden sich aus dem Textaufbau, der effektiven Ausnutzung und dem planerischen Aufbau des Codex ergeben. Ulrich Schmid stellte die These auf, dass Marcion diese Papyri kannte und aus diesen Texten das Evangelium nach Lukas deswegen für sein Kompilat nutzte, weil u. a. dessen Abendsmahlparadosis (von altgriechisch παράδοσης paradosis „Überlieferung“) an Paulus anknüpfte. Ferner habe er in Lukas auch Anklänge an die paulinische Rechtfertigungslehre gefunden (Lk 16,15 EU, Lk 18,9.14 EU, Lk 16,15 EU, Lk 18,14 EU).

Eduard Lohse widersprach im Jahr 2011[57] Einschätzungen, die Marcion gewissermaßen als den Schöpfer eines ersten Entwurfs für ein Neues Testament ansähen. Für Lohse war es wahrscheinlicher, dass die Ansätze zu einer Kanonbildung schon in die Zeit vor Marcion zurückreichten. So habe der Märtyrer Justin, ein Zeitgenosse Marcions, der sich auch kritisch mit der Lehre Marcions auseinandersetzte, bereits die Vierzahl von Evangelien gekannt.

Jason BeDuhn (2012)[58][59] rekonstruierte einen englischsprachigen Text des ‚Marcion-Evangeliums‘ und untersuchte seine Auswirkungen auf das Evangelium nach Lukas und der Apostelgeschichte des Lukas, der Zweiquellentheorie und der Logienquelle Q (Q-Hypothese). BeDuhn postuliert, dass das Evangelium nach Lukas von Markion keineswegs aus theologischen Gründen verändert wurde, wie verschiedene Kirchenväter dies behaupteten, da für jedes einzelne Motiv und Textstelle, aus dem eine Passage weggelassen worden sein soll, eine Passage mit gleichwertigem Inhalt gefunden werden kann, die zuvor nicht vorhanden war.[60] Markions Version sollte daher besser als eigenständige Variante des Lukes Evangelium angesehen werden, die von demselben Vorläufer abstammt, wie das spätere kanonisierte Evangelium.[61] BeDuhn merkt auch an, dass viele der „Minor Agreements“ zwischen den Evangelien des Matthäus und des Lukas nicht in Markions Evangelium enthalten sind, ebenso wie die sehr geringe Anzahl von erzählerischen Episoden, die sie mit dem Material der Logienquelle Q gemeinsam haben.

Markus Vinzent postuliert 2014 für Marcion und dessen Evangelium eine überragende Bedeutung für die Entstehung des Christentums:

„(…)Markion spielte hierbei eine herausragende Rolle. Seine Entdeckung der paulinischen Briefe und die Publikation dieser Briefe in Verbindung mit einem Evangelium unter dem Titel „Neues Testament“ als Antithese zum „Alten Testament“ provozierte, wie wir gesehen haben, und ermöglichte erst die christliche Identitäsfindung einerseits, aber auch Abgrenzung zum Judentum andererseits. […] Justin hatte Markions Vorstellung von der Existenz zweier Testamente akzeptiert, wobei das Neue nicht nur höher eingeschätzt hatte als das Alte, sondern er ging über Markion hinaus, indem er nicht nur das Neue den Christen zuschrieb, sondern auch das Alte für sich reklamierte.[…] Ähnlich sind auch die Überlegungen des Irenäus, der nun jedoch eine sich direkter gegen Markion richtende Position entwickelt und stärker noch als Justin formuliert, dass Christus gekommen sei, „das Gesetz zu erfüllen“. Er sieht die Phasen in eine universale Heilsgeschichte eingebunden, und doch akzeptiert auch er Markions antithetische Vorstellung und Interpretation, wie sie sich in seinem Evangelium niedergeschlagen hatte und wie man sie etwa in Lk 16,16 EU lesen kann, wonach das jüdische Gesetz ein Ende gefunden habe.“

Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder, Freiburg 2014, ISBN 978-3-451-31212-0, S. 238–239.

Judith M. Lieu (2015)[62] sieht Marcion in die innerchristliche Diskussion des 2. Jahrhunderts eingebunden. Auch für sie ist Marcion und dessen Werk nur durch seine Kontrahenten erkennbar, so das dementsprechend jeder seiner Widersacher aus der jeweils unterschiedlichen Perspektive eine etwas andere Darstellung seiner Theologie darbietet. Für Lieu zählt die Sichtweise des Justins in besonderer Weise, weil Justin ein ungefährer Zeitgenosse Marcions war und er ebenfalls zeitweise in Rom als christlicher Lehrer wirkte. Für sie ist das endgültige kanonische Evangelium nach Lukas ein Ergebnis einer redaktionellen Gesamtentwicklung, die mit einer bzw. der Textausgabe in Zusammenhang mit Marcion erstmalig greifbar wird und die sich sowohl auf der Ebene der Textvarianten darstellt als auch in den wahrscheinlich hinzugefügten umfangreicheren Passagen ihren Ausdruck findet.[63]

Roth publizierte 2015 eine Rekonstruktion des ‚Marcion-Evangeliums‘.[64] Um den Text mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit genau wiederzugeben und zu rekonstruieren, wurden die Textstellen dreier Hauptquellen untersucht: den Adversus Marcionem von Tertullian, das Panarion (oder Adversus haereses) von Epiphanios von Salamis sowie den Adamantius-Dialog (Περὶ τῆς εἰς θεὸν ὀρθῆς πίστεως Peri tēs eis theon orthēs pisteos), um Textstellen miteinander abzugleichen, die das marcionitische Evangelium wiedergeben können. Diese drei Quellen weisen Zitate aus dem ‚marcionitischen Evangelium‘ auf.

Matthias Klinghardt postuliert in seiner 2015 erschienenen Untersuchung zum von Marcion rezipierten vorkanonischen und vorlukanischen Evangelium[65], das von ihm rekonstruierte Evangelium repräsentiere einen vorkanonischen Textzustand, von dem alle vier kanonischen Evangelien abhängig seien. Das von Marcion genutzte Evangelium sei demnach nicht, wie die vorherrschende Meinung annimmt, aus den ihm angenehmen Passagen des Lukasevangeliums selbst zusammengestellt, sondern umgekehrt seien das Lukasevangelium und in Teilen auch die übrigen kanonischen Evangelien überarbeitete Erweiterungen einer von Marcion rezipierten Text-Ausgabe.[66]

Rekonstruiertes Marcion-Evangelium und das synoptische ProblemBearbeiten

 
Modell Relation Marcion-Evangelium zu den Synoptikern nach Matthias Klinghardt (2015); blaue Pfeile: starke Abhängigkeit, graue Pfeile: schwächere Abhängigkeit.[67]

Sämtliche Informationen, die man über Marcion zusammentragen konnte, stammen ausschließlich aus Werken und Texten seiner Gegner.[68] Die Hauptzeugen gegen die vermeintliche Häresie Marcions sind nach Klinghart[69] in der Reihenfolge ihrer Bedeutung Tertullian, Epiphanius und ‚Adamantius‘. Ihre Aussagen stellten das tragfähigste Quellenmaterial dar, die, obzwar sie keine vollständige Rekonstruktion des Evangelium Marcions („Mcn“) zuließen, verlässliche Information zur Rekonstruktion lieferten. Neben diesen drei Hauptquellen sind noch weitere patristischen Quellen vorhanden, sie bieten allerdings nur einige wenige, nicht kontrollierbare und damit unsichere, nicht verwendbare Hinweise auf das „Mcn“.[70][71] Somit wären die Aussagen hinsichtlich des Verhältnisses von Quelle und Rekonstruktion nur so zu verstehen, das Tertullian, Epiphanius und 'Adamantius' etc. erklärten bzw. andeuteten, dass diese oder jene Textstellen in entsprechender Weise in ‚Markions Evangelium‘ standen.

Über die zeitliche und entstehungsgeschichliche Beziehung eines rekonstruierten „Marcion-Evangeliums“ zu den übrigen vier Evangelien bzw. dem Evangelium nach Lukas gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert intensive Diskussionen. Sowohl Dieter T. Roth[72] als auch Matthias Klinghardt[73] legten im Jahr 2015 jeweils eine Rekonstruktion des marcionitischen Evangeliums vor. Obzwar beide damit unterschiedliche Zielsetzungen verfolgten und von unterschiedlichen methodischen Voraussetzungen ausgingen sowie unterschiedliche Kriterien bei der Erstellung der Rekonstruktion anwendeten, erstand im Ergebnis ein Versuch der Rekonstruktion des „Evangeliums nach Markion“.[74][75]

Klinghardts Ziel ging über die eigentliche Rekonstruktion hinaus; er versuchte durch die Rekonstruktion das synoptische Problem zu lösen sowie eine Antwort auf die Frage nach der Bearbeitungsrichtung zwischen dem Evangelium nach Lukas und dem rekonstruierten Marcion-Evangelium zu finden. Dazu bezog er Textkritik und Überlieferungsgeschichte aufeinander und entwickelte ein umfassendes überlieferungsgeschichtliches Modell. Die Rekonstruktion des marcionitischen Evangeliums („Mcn“) nahm hierbei eine Kontroll- und Beweisfunktion ein. Die Entscheidung zugunsten der „Marcion-Priorität“ war bei Klinghardt die Grundlage für alle weiteren Überlegungen.

Die These der „Marcion-Priorität“ hatte weitere Folgen. Denn wenn „Mcn“ die wichtigste Quelle des kanonischen Lukas war, dann stellte sich die Frage nach dem Verlauf der synoptischen Überlieferung völlig neu.[76] Da „Mcn“ vor dem Lukas-Evangelium entstand, somit älter sei und von diesem als seine Hauptquelle genutzt und redaktionell bearbeitet worden war, läge für die Überlieferungsgeschichte der synoptischen Evangelien erstmals eine zusätzliche Quelle vor. Sie stünde dann im Unterschied zu der aufgrund eines methodischen Postulats im Horizont der Zweiquellentheorie nur hypothetisch zu erschließenden Logienquelle Q. Damit würde das Marcion-Evangelium aus dem 2. Jahrhundert zur Primärquelle aller nachfolgenden kanonischen Evangelien; die „Markuspriorität“ würde durch „Marcionpriorität“ abgelöst, die Annahme einer Logienquelle erübrige sich.

Die Marcionpriorität impliziert zugleich ein Modell der Spätdatierung der neutestamentlichen Evangelien in das 2. Jahrhundert – eine These, die auf David Trobisch zurück geht, der 1996[77] in der in Heidelberg angenommenen Habilitationsschrift die Auffassung bzw. These einer frühen, einheitlichen Endredaktion des neutestamentlichen Kanons im 2. Jahrhundert vertrat.[78]

WerkeBearbeiten

(alle verschollen)

LiteraturBearbeiten

ÜbersichtsdarstellungenBearbeiten

Gesamtdarstellungen und UntersuchungenBearbeiten

  • Eve-Marie Becker: Taufe bei Marcion – eine Spurensuche. In: David Hellholm, Tor Vegge, Øyvind Norderval, Christer Hellholm (Hrsg.), Ablution, Initiation, and Baptism: Late Antiquity, Early Judaism, and Early Christianity. Band 2, BZNW 176/II. de Gruyter, Berlin 2011, S. 871–894.
  • Christoph Dohmen: Zwischen Markionismus und Markion. Auf der Suche nach der christlichen Bibel. Aktualität einer scheinbar zeitlosen Frage. Biblische Zeitschrift (2017), Band: 61, Heft: 2, S. 182–203
  • Pier Angelo Gramaglia: Marcione e il Vangelo (di Luca). Un confronto con Matthias Klinghardt. Academia University Press, Turin 2017, ISBN 978-88-99982-37-9 archive.org auf archive.org.
  • Adolf von Harnack: Marcion. Das Evangelium vom fremden Gott. Texte und Untersuchungen zur altchristlichen Literatur, 3. Reihe, 15. Band. J. C. Hinrich'sche Buchhandlung, Leipzig 1924, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Marcion, 2. Aufl. 1924http://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3DAdolfHarnack.MarcionDasEvangeliumVomFremdenGott%2Fharnack~MDZ%3D%0A~SZ%3Dn4~doppelseitig%3D~LT%3D%27%27Marcion%27%27%2C%202.%26nbsp%3BAufl.%201924~PUR%3D
  • Uta Heil (Hrsg.): Themenheft Marcion and His Gospel, Zeitschrift für Antikes Christentum / Journal of Ancient Christianity, Band 21, Heft 1 (Mai 2017).
  • Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9.
  • Matthias Klinghardt: „Gesetz“ bei Markion und Lukas. In: Dieter Sänger, Matthias Konradt (Hrsg.): Das Gesetz im frühen Judentum und im Neuen Testament. (FS Chr. Burchard), NTOA 57, Göttingen/Fribourg 2006, S. 99–128
  • Judith M. Lieu: Marcion and the Making of a Heretic: God and Scripture in the Second Century. Cambridge University Press, Cambridge 2015, ISBN 978-1-108-43404-1
  • Gerd Lüdemann: Ketzer. Die andere Seite des frühen Christentums. Radius, Stuttgart 1995, ISBN 3-87173-085-8, S. 154–174;
  • Gerhard May, Katharina Greschat (Hrsg.): Marcion und seine kirchengeschichtliche Wirkung / Marcion and His Impact on Church History. De Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-017599-1.
  • Sebastian Moll: The Arch-Heretic Marcion. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, Band 250. Mohr Siebeck, Tübingen 2010, ISBN 978-3-16-151539-2.
  • Dieter T. Roth: The Text of Marcion’s Gospel. New Testament Tools, Studies and Documents, Band 49, Brill, Leiden and Boston 2015, ISBN 978-90-04-28237-7.
  • Dieter T. Roth: Towards a New Reconstruction of the Text of Marcion’s Gospel: History of Research, Sources, Methodology, and the Testimony of Tertullian. A Thesis Submitted for the Degree of Ph.D. in New Testament and Christian Origins, University of Edinburgh 2009 (era.lib.ed.ac.uk, PDF; 1,58 MB, 314 Seiten).
  • Ulrike Margarethe Salome Röhl: Der Paulusschüler Markion. Eine kritische Untersuchung zum Antijudaismus im 2. Jahrhundert. Band 8, Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Tectum, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3344-9.
  • Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos. Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur Neutestamentlichen Textforschung, Band 25. Walter de Gruyter, Berlin New York 1995, ISBN 978-3-11-088934-5.
  • Markus Vinzent: Marcion and the Dating of the Synoptic Gospels. Studia Patristica Supplements 2, Peeters Publishers, Leuven 2014, ISBN 978-90-429-3027-8.
  • Markus Vinzent: Marcion the Jew. In: Judaïsme Ancien – Ancient Judaism, International Journal of History and Philology. 1, 2013, S. 159-201 (academia.edu).

Streitschriften antiker und spätantiker Gegner Markions (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Eine – in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion überholte – Auffassung wurde von Gerd Lüdemann: Ketzer: Die dunkle Seite des frühen Christentums. 2. Auflage. Klampen, Springe 2016, ISBN 978-3-86674-531-5, S. 226, 267 wiedergegeben. Hiernach gäbe es ohne Marcion kein Neues Testament und keine Paulusbriefe. Ferner Gerd Lüdemann: Wie entstand der Kanon der Bibel? Reader zum Workshop am 10. Juni 2006 im Theologicum, Universität Göttingen (gwdg.de, PDF; 233 KB, 29 Seiten) hier S. 14, 21.
  2. Enrico Norelli, Averil Cameron: Markion und der Biblische Kanon. Hans-Lietzmann-Vorlesungen, Heft 11. De Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-037405-6, S. 7.
  3. Gerhard May, Der 'Schiffsreder' Markion. In: Katharina Greschat, Martin Meiser (Hrsg.), Gerhard May, Markion. Gesammelte Aufsätze (= Veröffentlichungen des Instituts für europäische Geschichte Mainz. Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Beiheft 68.) Philipp von Zabern, Mainz 2005. S. 51-62, S. 58 f. Erstmals 1989 in Studia Patristika, Band 21, S. 142-153 veröffentlicht.
  4. Peter Lampe: Die stadtrömischen Christen in den ersten beiden Jahrhunderten. Untersuchungen zur Sozialgeschichte. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, 2. Reihe; 18, 2. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 1989, ISBN 978-3-16-145422-6, S. 204 f.
  5. Epiphanius: Panarion 42,1
  6. Adolf von Harnack: Marcion: Das Evangelium vom Fremden Gott. Eine Monographie zur Geschichte der Grundlegung der Katholischen Kirche. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. J. C. Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig 1924, S. 23.
  7. Beispielsweise Matthias Klinghardt, Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien, S. 388, hält beides für möglich; Enrico Norelli, Markion und der Biblische Kanon, S. 8, geht wiederum davon aus, Marcion sei bereits Christ gewesen.
  8. David W. Deakle, Harnack and Cerdo: A Reexamination of the Patristic Evidence for Marcion’s Mentor. In: Gerhard May, Katharina Greschat und Martin Meiser (Hrsg.), Marcion und seine kirchengeschichtliche Wirkung / Marcion and His Impact on Church History: Vorträge der Internationalen Fachkonferenz zu Marcion gehalten vom 15.–18. August 2001 in Mainz. Walter de Gruyter, New York, Berlin 2002, S. 177–190, S. 189 f.
  9. Carl Andresen, Adolf Martin Ritter: Geschichte des Christentums. I/1, Altertum, Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln 1993, ISBN 3-17-011710-6, S. 22.
  10. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Band I: Untersuchung. Franke Verlag, Tübingen 2015, S. 383, S. 391.
  11. Adolf von Harnack: Marcion. Das Evangelium vom fremden Gott. Texte und Untersuchungen zur altchristlichen Literatur, 3. Reihe, 15. Band. J. C. Hinrich'sche Buchhandlung, Leipzig 1924, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, S. 28
  12. Barbara Aland: Marcion und die Marcioniten. In: Barbara Aland, Was ist Gnosis? Mohr Siebeck, Tübingen 2009, S. 330-332. Erstmals erschienen in Theologische Realenzyklopädie. Band 22, Walter de Gruyter Verlag, Berlin/New York 1992, S. 89–101.
  13. Wolf-Dieter Hauschild, Volker Henning Drecoll: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 1. Alte Kirche und Mittelalter. 5., vollständig überarbeitete Neuausgabe. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, S. 148.
  14. Hans Leisegang: Die Gnosis. A. Kröner, Leipzig 1924 (2. Auflage 1936; 5. Auflage, Stuttgart 1985), ISBN 3-520-03205-8, S. 271–280.
  15. Wolf-Dieter Hauschild, Volker Henning Drecoll: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 1. Alte Kirche und Mittelalter. 5., vollständig überarbeitete Neuausgabe. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, S. 146, S. 147–148.
  16. Barbara Aland, Marcion und die Marcioniten. In: Barbara Aland, Was ist Gnosis?. Mohr Siebeck, Tübingen 2009, S. 326 f. Erstmals erschienen in Theologische Realenzyklopädie, Bd. 22, Walter de Gruyter Verlag, Berlin/New York 1992, S. 89–101.
  17. Tertullian: Adversus Marcionem um 207, 4,9,3–15, vor allem 10.
  18. Barbara Aland, Marcion und die Marcioniten. In: Barbara Aland, Was ist Gnosis?. Mohr Siebeck, Tübingen 2009, S. 327. Erstmals erschienen in Theologische Realenzyklopädie, Band 22, Walter de Gruyter Verlag, Berlin/New York 1992, S. 89–101.
  19. Barbara Aland: Sünde und Erlösung bei Marcion und die Konsequenz für die sogenannten beiden Götter Marcions. In: Was ist Gnosis?: Studien zum frühen Christentum, zu Marcion und zur kaiserzeitlichen Philosophie. Mohr Siebeck, Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149967-8, S. 341–352. Erstmals erschienen in: Georg May, Katharina Greschat (Hrsg.): Marcion und seine kirchengeschichtliche Wirkung. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2002, S. 147–157.
  20. Barbara Aland: Marcion/Marcioniten (ca. 85–160). In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 22, de Gruyter, Berlin/New York 1992, ISBN 3-11-013463-2, S. 89–101 (hier S. 92).
  21. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos. Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Walter de Gruyter, Berlin New York 1995, S. 257 f.
  22. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos. Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Walter de Gruyter, Berlin New York 1995, S. 258.
  23. Ines Stahlmann: Der gefesselte Sexus. Weibliche Keuschheit und Askese im Westen des Römischen Reiches. Akademie Verlag, Berlin 1997, S. 174 f.
  24. Adolf von Harnack: Marcion: Das Evangelium vom Fremden Gott. Eine Monographie zur Geschichte der Grundlegung der Katholischen Kirche. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. J. C. Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig 1924, S. 148 f.
  25. Enrico Norelli, Averil Cameron: Markion und der biblische Kanon / Christian Literature and Christian History. Hans-Lietzmann-Vorlesungen, De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-037405-6, S. 8, Anmerkung 11.
  26. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Band I: Untersuchung. Franke Verlag, Tübingen 2015, S. 29.
  27. Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder Verlag, Freiburg 2014, S.138–139
  28. Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-451-31212-0, S. 117.
  29. nach manchen Angaben schon von 135 n. Chr. an
  30. Peter Lampe: Die stadtrömischen Christen in den ersten beiden Jahrhunderten. Untersuchungen zur Sozialgeschichte. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, 2. Reihe; 18, 2. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 1989, S. 339.
  31. Kurt Rudolph: Die Gnosis. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-8252-1577-6, S. 339.
  32. Walther von Loewenich: Die Geschichte der Kirche, I, Altertum und Mittelalter. 4. Auflage. Siebenstern Verlag, Hamburg 1971, S. 44.
  33. Barbara Aland: Marcion/Marcioniten (ca. 85–160). In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 22, de Gruyter, Berlin/New York 1992, ISBN 3-11-013463-2, S. 89–101 (hier S. 98 f.).
  34. Eve-Marie Becker: Taufe bei Marcion – eine Spurensuche. In: David Hellholm, Tor Vegge, Øyvind Norderval, Christer Hellholm (Hrsg.): Ablution, Inititian, and Baptism, Alte Antiquity, Early Judaism, and Early Christianity. Band 2, BZNW 176/II. de Gruyter, Berlin 2011, S. 871–894 (academia.edu abgerufen am 24. Mai 2019 auf www.academia.edu) hier S. 888.
  35. Wolf-Dieter Hauschild, Volker Henning Drecoll: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 1. Alte Kirche und Mittelalter. 5., vollständig überarbeitete Neuausgabe. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, S. 147.
  36. Barbara Aland, Marcion und die Marcioniten. In: Barbara Aland, Was ist Gnosis?. Mohr Siebeck, Tübingen 2009, S. 335 f. Erstmals erschienen in Theologische Realenzyklopädie, Band 22, Walter de Gruyter Verlag, Berlin/New York 1992, S. 89–101.
  37. Bernd Kollmann: Neues Testament kompakt. 1. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 3-17-021235-4, S. 16.
  38. Im lukanischen Teil des Evangeliums von Marcion wurde nichts hinzugefügt; siehe hierzu Paul-Gerhard Klumbies: Marcion als Paulus- und Lukasinterpret. In: Markus Lang (Hrsg.): Ein neues Geschlecht? Entwicklung des frühchristlichen Selbstbewusstseins. Band 105 Novum Testamentum et Orbis Antiquus / Studien zur Umwelt des Neuen Testaments, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 978-3-647-59364-7, S. 101–121. Die wichtigsten festgestellten Auslassungen sind folgende:
    • Das gesamte erste Kapitel des bekannten Lukas-Evangeliums fehlt: sowohl das Vorwort, in dem ausdrücklich gesagt wird, dass es eine Revision ist, als auch die Erzählung der Geburt des Täufers, die Verkündigung sowie das Magnificat (Lobgesang der Maria (Lk 1,46–55 EU)) und das Benedictus (Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68–79 EU)).
    • Das gesamte zweite Kapitel fehlt mit der Erzählung der Geburt und Kindheit Jesu (Lk 1,26 EU, Lk 2,1 EU).
    • Im dritten Kapitel fehlen die Einladung zum Aufstand des Täufers und die Genealogie von Jesus (Lk 3,1 EU, Lk 4,13 EU, Lk 3,23 EU).
    • Verschiedene Sätze in den Zwischenkapiteln, alle mit Bezug auf Israel und das Alte Testament, fehlen.
    • Fast das gesamte letzte Kapitel 24 (Lk 24 EU) und insbesondere die Erzählung der Erscheinungen fehlen.
  39. Tertullian: Adversus Marcionem. IV 5,4
  40. So sprach Tertullian in seinen Adversus Marcionemdavon, dass Marcion das Evangelium zusammengestellt habe und sah dieses als etwas Neues und Eigenes vom ihm an.
  41. Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder, Freiburg 2014, S. 137
  42. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9, S. 24–25, 29 f., 351 f.
  43. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9, S. 24–25, 29 f., 351 f.
  44. Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder, Freiburg 2014, S. 137
  45. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos: Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung, Band 25, De Gruyter, Berlin 1995; ISBN 978-3-11-014695-0, S. 243–245.
  46. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, S. 22.
  47. Adolf von Harnack: Marcion: Das Evangelium vom Fremden Gott. Eine Monographie zur Geschichte der Grundlegung der Katholischen Kirche.http://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3DAdolfHarnack.MarcionDasEvangeliumVomFremdenGott~MDZ%3D%0A~SZ%3Dn4~doppelseitig%3D~LT%3D%27%27Marcion%3A%20Das%20Evangelium%20vom%20Fremden%20Gott.%20Eine%20Monographie%20zur%20Geschichte%20der%20Grundlegung%20der%20Katholischen%20Kirche.%27%27~PUR%3D 2., verbesserte und vermehrte Auflage. J.C. Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig 1924.
  48. Hans von Campenhausen: Die Entstehung der christlichen Bibel. Mohr, Tübingen 1968; Nachdruck 2003.
  49. Ulrike Margarethe Salome Röhl: Der Paulusschüler Markion. Eine kritische Untersuchung zum Antijudaismus im 2. Jahrhundert. Band 8, Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Tectum, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3344-9, S. 416.
  50. Hans Jonas: Gnosis: Die Botschaft des fremden Gottes. Verlag der Weltreligionen, Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 2008 (2. Aufl. 2018), ursprünglich in englischer Sprache 1958, ISBN 978-3-458-72008-9, S. 181–182.
  51. Karl Suso Frank: Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche. Ferdinand Schöningh, Würzburg 2002, ISBN 978-3-506-72601-8, S. 155.
  52. Kurt Rudolph: Die Gnosis. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-8252-1577-6, S. 337.
  53. Hermann Detering: Der gefälschte Paulus. Das Urchristentum im Zwielicht. Patmos, Düsseldorf 1995, ISBN 978-3-491-77969-3, S. 139 f
  54. Theodore Cressy Skeat: The Oldest Manuscript of the Four Gospels? New Testament Studies 43 (1997), S. 1–43.
  55. Ulrich Schmid: Marcions Evangelium und die neutestamentlichen Evangelien. Rückfragen zur Geschichte und Kanonisierung der Evangelienüberlieferung. In: Gerhard May, Katharina Greschat (Hrsg.): Marcion und seine kirchengeschichtliche Wirkung / Marcion and His Impact on Church History: Vorträge der Internationalen Fachkonferenz zu Marcion, gehalten vom 15.–18. August 2001 in Mainz. Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur, Band 150. Walter de Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-090559-5, S. 67–77 (books.google.de Textauszug).
  56. Theodore Cressy Skeat: The Oldest Manuscript of the Four Gospels? New Testament Studies 43 (1997), S. 15.
  57. Eduard Lohse: Vom einen Evangelium zu den vier Evangelien. Zu den Anfängen urchristlicher Literatur. Vorgelegt von Eduard Lohse in der Sitzung vom 7. Januar 2011. In: Werner Lehfeldt (Hrsg.): Studien zu Geschichte, Theologie und Wissenschaftsgeschichte, Band 18, Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Walter de Gruyter, Berlin 2012, S. 55–76, hier S. 73 (PDF; 429 KB, 24 Seiten auf rep.adw-goe.de).
  58. Jason BeDuhn: The Myth of Marcion as Redactor: The Evidence of “Marcion’s” Gospel. Against an Assumed Marcionite Redaction. Annali di Storia dell'Esegesi (ASE) 29/1 (2012) 21–48 PDF; 324 KB, Seiten 28
  59. Jason BeDuhn: The First New Testament: Marcion's Scriptural Canon. Polebridge Press, Salem (Oregon) 2013, ISBN 978-1-59815-131-2
  60. Jason David BeDuhn: The First New Testament: Marcion's Scriptural Canon. Polebridge Press, Salem (Oregon) 2013, ISBN 978-1-59815-131-2, S. 83.
  61. Jason BeDuhn: The First New Testament: Marcion's Scriptural Canon. Polebridge Press, Salem (Oregon) 2013, ISBN 978-1-59815-131-2, S. 86–92.
  62. Judith M. Lieu: Marcion and the Making of a Heretic: God and Scripture in the Second Century. Cambridge University Press, Cambridge 2015, ISBN 978-1-108-43404-1, (gnosis.study PDF; 2,89 MB), 520 Seiten .
  63. Judith M. Lieu: Marcion and the Making of a Heretic: God and Scripture in the Second Century. Cambridge University Press, Cambridge 2015, ISBN 978-1-108-43404-1, S. 209 f.
  64. Dieter T. Roth: The Text of Marcion’s Gospel. New Testament Tools, Studies and Documents 49, Brill, Leiden 2015, ISBN 978-90-04-24520-4.
  65. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Band I: Untersuchung. Tübingen 2015.
  66. Berthold Seewald: Ältestes Evangelium aus Ketzer-Bibel rekonstruiert. In: Die Welt, 21. Juli 2015, abgerufen am 28. Januar 2019.
  67. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke Verlag, Tübingen 2015, S. 191.
  68. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos. Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung Band 25, De Gruyter, Berlin 1995, ISBN 978-3-11-088934-5, S. 6.
  69. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9, S. 41–55.
  70. So beispielsweise Irenäus von Lyon, Isidor von Pelusium, Justin der Märtyrer, Ephräm der Syrer, Filastrius von Brescia, Rufinus von Aquileia und Origenes.
  71. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9, S. 55.
  72. Dieter T. Roth: The Text of Marcion’s Gospel. New Testament Tools, Studies and Documents, Band 49, Brill, Leiden/Boston 2015.
  73. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9.
  74. Daniel Dalke: Vergleich der Rekonstruktionen des Mcn von Roth und Klinghardt – Ergebnisse. Veröffentlicht am 11. Juni 2018 auf Eastern Non-Interpolations. Digital Humanities und Neues Testament in Sachsen enipolatio.hypotheses.org
  75. Mogens Müller, Heike Omerzu: Gospel Interpretation and the Q-Hypothesis. Bloomsbury Publishing, London / New York / Sydney / Delhi 2018, ISBN 978-0-567-67004-5.
  76. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, ISBN 978-3-7720-8549-9, S. 191, 183.
  77. David Trobisch: Die Endredaktion des Neuen Testamentes: eine Untersuchung zur Entstehung der christlichen Bibel. Universitäts-Verlag, Freiburg, Schweiz; Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, zugl.: Heidelberg, Univ., Habil.-Schr., 1994, ISBN 3-525-53933-9 (Vandenhoeck & Ruprecht), ISBN 3-7278-1075-0 (Univ.-Verl.) (= Novum testamentum et orbis antiquus 31).
  78. Jan Heilmann, Matthias Klinghardt (Hrsg.): Das Neue Testament und sein Text im 2. Jahrhundert. (TANZ 61), Narr Francke Attempto, Tübingen 2018, S. 9.
  79. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos: Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung, Band 25, De Gruyter, Berlin 1995, S. 1.
  80. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos: Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung, Band 25, De Gruyter, Berlin 1995, S. 243–245.
  81. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien. Untersuchung – Rekonstruktion – Übersetzung – Varianten. 2 Bände. Francke, Tübingen 2015, S. 22.
  82. Matthias Klinghardt: Das älteste Evangelium und die Entstehung der kanonischen Evangelien: Band I Untersuchung. Francke Verlag, Tübingen 2015, S. 50 f.
  83. Ulrich Schmid: Marcion und sein Apostolos. Rekonstruktion und historische Einordnung der marcionitischen Paulusbriefausgabe. Arbeiten zur Neutestamentlichen Textforschung, Band 25. Walter de Gruyter, Berlin New York 1995, S. 150 f.
  84. Markus Vinzent: Die Auferstehung Christi im frühen Christentum. Herder Verlag, Freiburg 2014, S. 131 f., S. 280 f.
  85. Rhodon war ein Schüler des Tatian, überliefert nur bei Eusebius von Cäsarea: Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica), Fünftes Buch, 13. Kapitel.'
  86. Otto Bardenhewer: Geschichte der altkirchlichen Literatur. Erster Band: Vom Ausgang des Apostolischen Zeitalters bis zum Ende des zweiten Jahrhunderts. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg i. Br. 1913, 2., umgearbeitete Auflage. S. 392.