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Marc Blume (* 28. Dezember 1973 in Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, Deutschland) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet des TV Wattenscheid 01 Leichtathletik, der schon in den 1990er Jahren zu den besten Sprintern in Deutschland zählte.

In Zusammenarbeit mit seinem Trainer Ronald Stein hat Marc Blume auf europäischer Ebene zwei Medaillen erlangt. 1996 wurde er Hallen-Europameister über 60 Meter und 2002 gewann er mit der 4-mal-100-Meter-Staffel bei den Europameisterschaften in München die Bronzemedaille. Allerdings wurde sie ihm und seinen Mannschaftskollegen nicht überreicht, da der Titelgewinn den Briten erst 2006 durch das Doping-Geständnis Dwain Chambers aberkannt wurde und die deutsche Staffel auf Platz drei vorrücken ließ. 2007 beendete Blume seine lange Karriere, um bei seinem Heimatverein TV Wattenscheid eine Stelle als Nachwuchstrainer anzutreten.

Marc Blume hatte bei einer Größe von 1,80 m ein Wettkampfgewicht von 75 kg. Blume ist Bürokaufmann, ausgebildet bei der Firma Steilmann, deren Chef Klaus Steilmann als Mäzen des TV Wattenscheid 01 dem Verein immer wieder Sportlerstellen (Training wird gewährleistet) zur Verfügung stellte. Marc Blumes Zwillingsbruder Holger war auch Sprinter in Wattenscheid, kam an die Leistungen seines Bruders allerdings nie heran.

ErfolgeBearbeiten

  • 1993: 6. Platz Weltmeisterschaften (4 × 100 m), Deutscher Meister (100 m)
  • 1994: 6. Platz Europameisterschaften (100 m), Deutscher Meister (100 m)
  • 1995: 5. Platz Hallenweltmeisterschaften (60 m), Deutscher Meister (100 m, 200 m)
  • 1996: Hallen-Europameister (60 m), Deutscher Meister (100 m, 200 m)
  • 1997: Deutscher Meister (100 m, 200 m)
  • 1998: 5. Platz Europameisterschaften (4 × 100 m), Deutscher Meister (100 m)
  • 1999: 2. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften (60 m)
  • 2000: Deutscher Meister (100 m, 200 m), Teilnehmer der Olympischen Spiele (100 m)
  • 2001: 3. Platz Deutsche Meisterschaften (100 m), 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften (60 m)
  • 2002: Deutscher Meister (100 m, 200 m, 4 × 100 m), Deutscher Hallenmeister (60 m, 4 × 200 m); Europameisterschafts-Teilnehmer (100 m – Aus im Halbfinale, danach Operation eines doppelten Leistenbruchs), Bronzemedaille in der 4 × 100-m-Staffel
  • 2003: 5. Platz Hallen-Europacup (60 m), Deutscher Meister (4 × 100 m), 2. Platz Deutsche Meisterschaften (100 m)
  • 2004: Deutscher Hallenmeister (4 × 200 m), Deutscher Meister (4 × 100 m)
  • 2005: Teilnehmer an den Hallen-Europameisterschaften (60 m – im Halbfinale ausgeschieden)
  • 2006: Deutscher Hallenrekord mit der 4 × 200-m-Staffel (1:23,98 min)

Persönliche BestleistungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten