Hauptmenü öffnen

Mara Wilson

US-amerikanische Filmschauspielerin
Mara Elizabeth Wilson (2017)

Mara Elizabeth Wilson (* 24. Juli 1987 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die vor allem als Kinderdarstellerin bekannt wurde.

LebenBearbeiten

Mara Wilson ist das zweitjüngste von fünf Kindern. Ihre drei älteren Brüder heißen Danny (* 1979), Jon (* 1980) und Joel (* 1982), ihre jüngere Schwester heißt Anna (* 1993).

Nachdem ihr Bruder Danny bereits erste Erfahrungen als Schauspieler in diversen Werbespots sammelte, entschloss sich Wilson, es ihm gleichzutun. Auch sie fing zunächst als Darstellerin für Werbespots (u. a. für Texaco, Bank Of America) an. Mit fünf Jahren startete sie ihre professionelle Schauspielkarriere. 1993 war sie in der erfolgreichen amerikanischen Seifenoper Melrose Place zu sehen. Noch im selben Jahr bekam sie dann im Alter von sechs Jahren ihre erste große Kinofilmrolle. Sie spielte im sehr erfolgreichen Kinofilm Mrs. Doubtfire (1993) die jüngste Tochter der beiden Hauptcharaktere, gespielt von Robin Williams und Sally Field.

Im darauffolgenden Jahr spielte sie in dem Fernsehdrama Und die Zeit heilt alle Wunden, welches auf einer wahren Geschichte beruht, die Tochter einer jungen Frau, die mit Anfang 30 einen Schlaganfall erleidet. Wilsons großer Durchbruch kam Ende 1994 mit dem Weihnachtsfilm Das Wunder von Manhattan, der Neuverfilmung des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1947. Sie spielte darin die Rolle der 7-jährigen Susan Walker (1947 von Natalie Wood verkörpert), die nicht an den Weihnachtsmann glaubt und durch diesen schließlich doch die Wahrheit des Weihnachtsmannes kennenlernt. Ironischerweise ist Wilson Jüdin und wurde demnach nicht erzogen, an den Weihnachtsmann zu glauben, doch laut Produzent John Hughes passte dies gut zur Rolle der Susan, da ihr Statement, dass es keinen Weihnachtsmann gäbe, glaubwürdig rüberkam.

1996 folgte ihre wohl bekannteste Rolle: Ihre Darstellung der Titelrolle in Danny DeVitos Verfilmung des Roald-Dahl-Romans Matilda wurde von der Kritik positiv aufgenommen. Wilson verlor während der Dreharbeiten zu diesem Film ihre Mutter, die an Brustkrebs starb.

In den darauffolgenden zwei Jahren folgten noch jeweils ein Kinofilm (Der Zauberwunsch, 1997) und ein Fernsehfilm (Harveys Zauberballons, 1999). Ihre für lange Zeit letzte Kinofilmrolle hatte sie im Jahr 2000 als Enkeltochter von Peter Fonda in Thomas, die fantastische Lokomotive. Dieser Kinofilm war an den Kinokassen ein Misserfolg, woraufhin Wilson sich dazu entschloss, ihre Schauspielkarriere zunächst zu unterbrechen und sich hauptsächlich auf die Schule und ihr Privatleben zu konzentrieren.

Im Juni 2005 schloss Wilson schließlich die Burbank Highschool erfolgreich ab und spielte im August desselben Jahres die Hauptrolle in einer Bühnenproduktion von Richard Rodgers & Oscar Hammersteins Musical Cinderella. Von 2005 bis 2009 studierte sie an der New York University Schauspiel und Theater. In einem Interview mit NYU Local erzählte sie Anfang 2009, dass sie sich durchaus vorstellen könne, später in Independent-Filmen mitzuspielen, allerdings würde es keine Mainstream-Filme wie Mrs. Doubtfire oder Matilda mehr mit ihr geben, da sie keine Lust habe, prominent zu sein.

2013 schrieb sie das Theaterstück Sheeple, das auf dem New York International Fringe Festival uraufgeführt wurde.[1] 2015 wirkte sie, das erste Mal nach 15 Jahren, wieder in einem Kinofilm mit. In dem Independentfilm Billie Bob Joe des Regisseurs Joe Kowalski übernahm sie die Hauptrolle.[2]

2016 ließ Wilson verlauten, dass sie bisexuell sei, und veröffentlichte ihre Autobiografie Where Am I Now?: True Stories of Girlhood and Accidental Fame. Sie gilt als Kritikerin von US-Präsident Donald Trump.[3]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1995: ShoWest Award als Young Star of the Year
  • 1997: Nominierung zum Saturn Award als Bester Nachwuchsschauspieler (Best Performance by a Younger Actor) für Matilda
  • 1997: Nominierung zum Young Artist Award als Beste Hauptdarstellerin in einem Spielfilm (Best Performance in a Feature Film – Leading Young Actress) für Matilda
  • 1997: YoungStar Award als Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie (Best Performance by a Young Actress in a Comedy Film) für Matilda
  • 1998: Nominierung zum Saturn Award als Bester Nachwuchsschauspieler (Best Performance by a Younger Actor) für Der Zauberwunsch
  • 1998: Young Artist Award als Beste Hauptdarstellerin in einem Spielfilm (Best Performance in a Feature Film – Leading Young Actress) für Der Zauberwunsch
  • 1998: Nominierung zum YoungStar Award als Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie (Best Performance by a Young Actress in a Comedy Film) für Der Zauberwunsch
  • 2000: Nominierung zum YoungStar Award als Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie (Best Young Actress/Performance in a Motion Picture Comedy) für Thomas, die fantastische Lokomotive
  • 2001: Nominierung zum Young Artist Award als Beste Hauptdarstellerin in einem Spielfilm (Best Performance in a Feature Film – Leading Young Actress) für Thomas, die fantastische Lokomotive

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sheeple. In: NYC-Arts.org. 10. August 2013. Archiviert vom Original am 15. Juni 2016. Abgerufen am 13. Juni 2013.
  2. Billie Bob Joe (2015) auf imdb.com, aufgerufen am 25. August 2018
  3. So sieht Kinderstar Mara Wilson heute aus, stylebook.de, aufgerufen am 25. August 2018

WeblinksBearbeiten