Manifestationsindex

Der Manifestationsindex – von lat. manifestus (offenbar) und index (Anzeiger) –, gibt anhand einer Maßzahl an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine mit einem Erreger infizierte Person (oder im weiteren Sinne: ein Lebewesen) manifest, also erkennbar erkrankt.

Je kleiner der Manifestationsindex, umso mehr Infektionen verlaufen klinisch stumm. Bei Infektionskrankheiten wird in diesem Fall auch von einer stillen Feiung gesprochen, wenn der Organismus dazu in der Lage war, auch eine ausreichende Immunantwort zu bilden. Sofern diese Immunität in späterer Folge nicht wieder verloren geht, ist der Organismus somit vor einer Erkrankung geschützt. Das Prinzip der stillen Feiung wird im Übrigen auch bei der Schutzimpfung angewendet.

Siehe auch: Kontagionsindex, Morbidität, Mortalität.