Manfred Haidinger

österreichischer Politiker (FPÖ) und Gewerkschafter (AUF)

Manfred Haidinger (* 12. Jänner 1963[1]) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ) und Gewerkschafter (AUF). Er war von April 2016 bis Februar 2020 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag. Am 16. Oktober 2020 wurde bekannt, dass er von Parteiobmann Norbert Hofer aus der Partei ausgeschlossen wurde.[2] Der Ausschluss wurde vom Landesparteigericht aufgehoben.[3]

LebenBearbeiten

Ausbildung und BerufBearbeiten

Manfred Haidinger besuchte nach der Volksschule das Stiftsgymnasium Melk und für drei Jahre die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt St. Pölten. Widersprüchlich sind die Angaben über seine Ausbildung. Einerseits wird eine Matura und ein abgebrochenes Studium angegeben, andererseits eine Beamtenaufstiegsprüfung (B-Matura).[4] Nach dem Präsenzdienst war er zunächst Zeitsoldat beim Bundesheer und wurde bis zum Oberleutnant befördert.[1][5]

PolitikBearbeiten

2004 war er Mitbegründer der Allgemeinen Fachgewerkschaft Heeresangehöriger (AFH), am 23. Juli 2004 wurde er zum Präsidenten der Bundesheergewerkschaft gewählt.[5] Von 2005 bis 2015 war er Bezirksrat in Wien-Favoriten.[6][5] Seit 2009 ist er Mitglied im Zentralausschuss im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport. Seit 2012 ist er Gemeinderat in Halbturn.[7] Im Jänner 2016 wurde er zum geschäftsführenden Obmann der FPÖ im Bezirk Neusiedl am See gewählt.[8]

Am 14. April 2016 wurde er in Nachfolge von Gerhard Kovasits in der XXI. Gesetzgebungsperiode als Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag angelobt, wo er als Obmannstellvertreter im Sozialausschuss und als Sprecher für die Bereiche Sicherheit, Verwaltung, Arbeitnehmer, Gesundheit und Soziales sowie Wohnbau fungierte.[4]

Bei der Landtagswahl 2020 kandidierte er hinter Alexander Petschnig und Karin Stampfel auf dem dritten Listenplatz im Landtagswahlkreis 1.[9] Nach der Landtagswahl 2020 schied er aus dem Landtag aus.[10] Im Februar 2020 gab er neben Petschnig, dem designierten Nachfolger von Johann Tschürtz, seine Kandidatur für den Landesparteivorsitz der FPÖ Burgenland beim Landesparteitag am 7. März bekannt.[11] Petschnig bat FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer die FPÖ Burgenland als Obmann anzuführen,[12] am 7. März 2020 wurde Norbert Hofer zum Landesparteiobmann gewählt.[13]

Nachdem Norbert Hofer am 15. Oktober 2020 verkündete, nicht mehr als Landesobmann der FPÖ Burgenland zur Verfügung zu stehen, wurde einen Tag später bekannt, dass Manfred Haidinger von der FPÖ Burgenland ausgeschlossen wurde.[2] Der Ausschluss wurde vom Landesparteigericht aufgehoben.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b BVZ: Rocharden - FPÖ: Molnár neuer Klubobmann. Artikel vom 11. April 2016.
  2. a b Hofers letzter Akt als FPÖ-Parteichef: Haidinger ausgeschlossen. In: Kurier.at. 16. Oktober 2020, abgerufen am 16. Oktober 2020.
  3. a b FPÖ Burgenland: Weitere Turbulenzen um Haidinger. In: Kurier.at. 6. Mai 2021, abgerufen am 6. Mai 2021.
  4. a b Burgenländischer Landtag - FPÖ-Klub: Manfred Haidinger. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  5. a b c Arbeitsgemeinschaft freiheitlicher Heeresangehöriger (AFH): ADir Manfred Haidinger. Abgerufen am 17. März 2020.
  6. Protokoll über die konstituierende Sitzung der Bezirksvertretung des 10. Bezirks vom 25. November 2015. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  7. Gemeindevorstand und Gemeinderäte - Gemeinde Halbturn. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  8. Zurndorf: Bezirksparteitag der FPÖ. Artikel vom 31. Jänner 2016, abgerufen am 4. Mai 2017.
  9. Landtagswahl: FPÖ-Kandidaten fix. In: ORF.at. 20. Dezember 2019, abgerufen am 21. Dezember 2019.
  10. Viele Neue im Landtag. In: ORF.at. 31. Januar 2020, abgerufen am 17. Februar 2020.
  11. FPÖ Burgenland vor Kampfabstimmung: Petschnig gegen Haidinger. In: Kurier.at. 24. Februar 2020, abgerufen am 25. Februar 2020.
  12. Hofer soll FPÖ-Landesparteiobmann werden. In: ORF.at. 5. März 2020, abgerufen am 5. März 2020.
  13. Hofer als FPÖ-Landesparteichef gewählt. In: ORF.at. 7. März 2020, abgerufen am 7. März 2020.
  14. Festakt in Eisenstadt: Ehrenzeichen für Politiker. In: BVZ.at. 23. September 2020, abgerufen am 23. September 2020.