Maluku

Provinz in Indonesien

Maluku (dt. Provinz der Molukken) ist eine indonesische Provinz und liegt im Osten des Landes. Sie nimmt nur den südlichen Teil der Inselgruppe der Molukken ein, seitdem die Nordmolukken 1999 als eigene Provinz abgetrennt wurden.

Maluku
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 46.914 km²
Einwohner: 1.864.335
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner/km²
Hauptstadt: Ambon
Gouverneur Murad Ismail
Lage in Indonesien
SingapurBruneiMalaysiaMalaysiaPhilippinenOsttimorAustralienPapua-NeuguineaThailandAcehSumatra UtaraRiauSumatra BaratJambiBengkuluSumatra SelatanLampungKepulauan RiauBangka-BelitungBantenJakartaJawa BaratYogyakartaBaliJawa TengahJawa TimurNusa Tenggara BaratNusa Tenggara TimurMaluku UtaraSulawesi UtaraMalukuPapua BaratPapuaKalimantan BaratKalimantan TengahKalimantan SelatanKalimantan TimurKalimantan UtaraSulawesi BaratGorontaloSulawesi TenggaraSulawesi SelatanSulawesi TengahMaluku in Indonesia (special marker).svg
Über dieses Bild
Website: www.malukuprov.go.id

GeographieBearbeiten

 
Karte der Inseln der Molukken mit den Provinzen Maluku und Maluku Utara

Die wichtigsten Inseln sind Ambon, Seram, Buru, die Banda-Inseln, die Barat-Daya-Inseln mit Wetar, die Kei-Inseln, die Aru-Inseln und die Tanimbarinseln.

EinwohnerBearbeiten

Die Bevölkerung setzt sich annähernd aus 53 % Muslimen und 46 % Christen zusammen, was in jüngerer Vergangenheit zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen, insbesondere auf der Insel Ambon geführt hat. Ethnisch zählen die Bewohner meist zu den Malaien oder Alfuren.

Wappen und FlaggeBearbeiten

 
Flagge Malukus

Das Wappen der Provinz Maluku hat die Form eines dreikantigen Schildes. In einem roten Kreis auf grünem Grund befinden sich zwei Palmenblätter. Ein Blatt der Sagopalme, da Sago ein Grundnahrungsmittel in der Region ist, und ein Blatt einer Kokosnusspalme, da die Kokosnuss ein Hauptprodukt der Provinz darstellt. Ebenfalls eins der Hauptgüter sind Perlen, die in der Mitte abgebildet sind. Der Speer im Hintergrund symbolisiert die Tapferkeit der Bewohner von Maluku. Der Berg, das Meer und das Boot stellen die Gegebenheiten der Provinz dar, die voller bergiger Inseln ist. Das Motto Siwa Lima bedeutet so viel wie gemeinsames Eigentum.

GeschichteBearbeiten

 
Flagge der Republik Maluku Selatan

1512 kamen die Portugiesen als erste Europäer an, im 17. Jahrhundert fiel die Region an die Niederlande. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie von den Japanern nach der Schlacht von Ambon (1942) besetzt. Nach dem Krieg verhandelte die Bevölkerung mit den Niederländern über die Unabhängigkeit und rief 1950 die Republik der Südmolukken (Republik Maluku Selatan) aus. Die indonesische Armee eroberte das Gebiet und verleibte es dem neuen Staat ein. 1998/99 und erneut ab 2002 kam es zu Spannungen und Konflikten zwischen Christen und Muslimen, die tausende Todesopfer und hunderttausende Flüchtlinge forderten.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Provinz Maluku teilt sich in neun Regierungsbezirke (Kabupaten) und zwei Städte (Kota).

Kabupaten/Kota

Regierungsbezirk/Stadt[1]

Regierungssitz Lage Kecamatan

Distrikte

Desa/Kelurahan

Gemeinden

Fläche [km²] Bevölkerung (2010)[2] Einw./km² (2011)
Kota Ambon Ambon   5 50 298,61 329.071 1102
Aru-Inseln (Kepulauan Aru) Dobo   10 119 8.152,42 83.504 10
Buru (Kabupaten Buru) Namlea   10 82 4.932,32 108.039 22
Ostseram (Seram Bagian Timur) Dataran Hunimoa (de jure), Bula (de facto)   15 198 4,465,79 98.667 22
Südburu (Buru Selatan) Namrole   6 79 3.780,56 52.661 14
Südostmolukken (Maluku Tenggara) Langgur   11 191 1.031,81 96.297 93
Südwestmolukken (Maluku Barat Daya) Tiakur   17 118 4.581,06 70.675 15
Tanimbarinseln (Kepulauan Tanimbar) Saumlaki   10 82 4.465,79 105.093 24
Kota Tual Tual   5 30 254,39 57.855 227
Westseram (Seram Bagian Barat) Dataran Hunipopu (de jure)

Piru (de facto)

  11 92 5.033,38 164.332 33
Zentralmolukken (Maluku Tengah) Masohi   18 192 7.963,81 360.711 45

WeblinksBearbeiten

Commons: Provinz der Molukken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Liste der Verwaltungseinheiten Indonesiens bis runter auf die Desas 2010 (Memento vom 6. April 2013 im Internet Archive) (englisch; PDF; 5,9 MB)
  2. Peringatan. Abgerufen am 7. Januar 2021.

Koordinaten: 3° 45′ S, 128° 0′ O