Makulierung bedeutet, Bücher unentgeltlich aus dem Verkehr zu ziehen. Ein Grund dafür kann wirtschaftlicher Natur sein, wenn ein Verkauf trotz sehr niedrigen Preises keine Erlöse einbringt. Die Restbestände werden dann eingestampft. Manchmal werden Bücher auch aus rechtlichen Gründen zurückgerufen, beispielsweise bei Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Makulierung erfolgt auch, wenn eine gewisse Anzahl der Druckauflage extrem beschädigt ist (Mängelexemplar) und ein Verkauf dieser Exemplare an die Modernen Antiquariate erfolglos geblieben ist.

Nach Schätzungen aus dem Jahr 2001 werden jährlich etwa 16 Millionen Bücher makuliert.[1]

WortherkunftBearbeiten

Im Mittellateinischen bedeutet maculatura „beflecktes, schadhaftes Stück“, was sich vom Lateinischen maculare „fleckig machen, besudeln“, bzw. macula „Makel“ ableitet.[2]

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Uwe Czubatynski: „Betriebsorganisation. Konservierung, Zentralkatalogisierung, Kassation: Zum Problem der Aussonderung“, Bibliotheksdienst 38/12 (2004), DOI: https://doi.org/10.1515/bd.2004.38.12.1612., Seiten 1612–1616.
  • Helmut Hiller, Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. 7. Auflage. Frankfurt 2006, ISBN 978-3465034957.
  • Wagner, Roland: „Aussonderungen an Universitätsbibliotheken“, Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft 333 (2012), online.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahl nach Focus Nr. 50 (2001)
  2. Duden | makulieren | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft. Abgerufen am 5. März 2020.