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Mainfranken-Thüringen-Express

Mainfranken-Thüringen-Express (RE 7)
Mainfranken-Thüringen-Express fährt, von Erfurtkommend, in den Bahnhof Grimmenthal ein
Mainfranken-Thüringen-Express fährt, von Erfurt
kommend, in den Bahnhof Grimmenthal ein
Streckenlänge: 207 km
Verlauf
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0 Würzburg Hbf
   
44 Schweinfurt Hbf
   
47 Oberwerrn (einzelner Zug)
   
54 Poppenhausen (einzelner Zug)
Bahnhof, Station
58 Ebenhausen (Unterfr)
   
63 Rottershausen (einzelner Zug)
Bahnhof, Station
73 Münnerstadt
   
76 Burglauer (einzelner Zug)
Bahnhof, Station
83 Bad Neustadt (Saale)
Bahnhof, Station
97 Mellrichstadt Bf
   
108 Rentwertshausen (einzelne Züge)
Bahnhof, Station
123 Grimmenthal
   
130 Rohr (Thür) (einzelner Zug)
Bahnhof, Station
143 Suhl
Bahnhof, Station
149 Zella-Mehlis
Bahnhof, Station
154 Oberhof (Thür)
Bahnhof, Station
170 Gräfenroda
Bahnhof, Station
176 Plaue (Thür)
Bahnhof, Station
184 Arnstadt Hbf
Bahnhof, Station
194 Neudietendorf
Kopfbahnhof – Streckenende
207 Erfurt Hbf

Der Mainfranken-Thüringen-Express ist ein Regional-Express-Zuglauf zwischen der unterfränkischen Regierungsbezirkshauptstadt Würzburg und der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Bei der Deutschen Bahn wird er als Linie RE 7 geführt.

Inhaltsverzeichnis

Strecke und BahnhöfeBearbeiten

Mit acht Zugpaaren täglich bewältigt der Mainfranken-Thüringen-Express im Zweistundentakt die Verbindung zwischen Würzburg und Erfurt in einer Fahrzeit von zwei Stunden und 21 Minuten (Würzburg–Erfurt) beziehungsweise zwei Stunden 22 Minuten in der Gegenrichtung. Die 207 Kilometer lange Strecke befindet sich jeweils etwa zur Hälfte in Bayern und Thüringen.

 
Hauptbahnhof Würzburg
 
Hauptbahnhof Erfurt

Folgende Orte werden bei jeder Fahrt bedient: Würzburg, Schweinfurt, Ebenhausen, Münnerstadt, Bad Neustadt an der Saale, Mellrichstadt, Grimmenthal, Suhl, Zella-Mehlis, Oberhof, Gräfenroda, Plaue, Arnstadt, Neudietendorf, Erfurt. An Tagesrandzeiten hält der Regional-Express zusätzlich in Burglauer (einmal morgens Richtung Würzburg), Rottershausen (einmal morgens Richtung Würzburg), Poppenhausen (einmal morgens Richtung Würzburg), Oberwerrn (einmal morgens Richtung Würzburg), Rentwertshausen (je einmal morgens und abends Richtung Erfurt und einmal morgens Richtung Würzburg) und Rohr (einmal morgens Richtung Würzburg). Zwischen dem Bahnhof Grimmenthal und dem sieben Kilometer entfernten Bahnhof Meiningen verkehren im Zweistundentakt Zubringerzüge der Süd-Thüringen-Bahn (STB), die den direkten Anschluss der Kreisstadt Meiningen an den Mainfranken-Thüringen-Express herstellen.

Das Angebot wird in den Teilabschnitten Würzburg–Schweinfurt sowie Neudietendorf–Erfurt durch andere versetzt angeordnete Regional-Express-Linien auf einen Stundentakt verdichtet. Weiterhin verkehrt auf dem Abschnitt Erfurt–Grimmenthal morgens und abends der RE 45 Erfurt–Meiningen. Da die Regional-Express-Züge nicht alle Stationen bedienen, werden sie mit Regionalbahnen auf den Streckenabschnitten Würzburg–Schweinfurt–(Bad Kissingen) mit der DB Regio Franken, Schweinfurt–Ritschenhausen–(Meiningen) mit der Erfurter Bahn (Unterfranken-Shuttle) und (Meiningen)–Grimmenthal–Erfurt mit der Süd-Thüringen-Bahn ergänzt.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 werden sechs Zugpaare des Mainfranken-Thüringen-Express ab Erfurt als RE 3 über die Thüringer Bahn und die Bahnstrecke Weimar–Gera nach Altenburg und eines nach Greiz verlängert.

Bediente StreckenBearbeiten

FahrzeugeBearbeiten

Auf dem Mainfranken-Thüringen-Express kommen ausschließlich Dieseltriebwagen der Baureihe 612 mit Neigetechnik zum Einsatz. Die Züge starten in Würzburg in Dreifachtraktion, der hintere Triebwagen wird bereits in Ebenhausen (Unterfr) von den beiden übrigen getrennt und fährt von dort weiter nach Bad Kissingen.

Da der Regional-Express für die etwa 200 Kilometer lange Strecke einst zwei Stunden und 45 Minuten benötigte, war er – insbesondere nach der kompletten Inbetriebnahme der Bundesautobahn 71 zwischen Schweinfurt und Erfurt – nicht sehr wettbewerbsfähig im Vergleich zum Auto gewesen. Um die Fahrtzeit zu beschleunigen, wurde die Strecke bis Ende 2008 für bogenschnelles Fahren ausgebaut, womit abschnittsweise Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h möglich sind und die Fahrtzeit beispielsweise zwischen Grimmenthal und Erfurt um rund 20 Minuten gesenkt werden konnte. Nach im August 2004 festgestellten Radsatzrissen musste bis auf weiteres die Neigetechnik abgeschaltet bleiben, seit Ende 2005 wurde sie jedoch sukzessive wieder in Betrieb genommen. Seit Dezember 2006 können alle Züge des Mainfranken-Thüringen-Express auf den dafür ausgebauten Streckenabschnitten wieder bogenschnell fahren. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 benötigte der Mainfranken-Thüringen-Express nun eine Fahrzeit von zwei Stunden 20 Minuten bis zwei Stunden und 26 Minuten, seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 sind es zwei Stunden 21 Minuten bis zwei Stunden 22 Minuten.

Nachdem die Dieseltriebwagen der Baureihe 612 den Fahrgästen verstärkt Probleme bereiteten, wurden Ende 2009 vorübergehend einige Zugläufe des Mainfranken-Thüringen-Express durch lokbespannte Züge ersetzt. Jene Züge verkehrten jedoch nur von Erfurt Hbf bis Schweinfurt Hbf. Zum Einsatz kamen Diesellokomotiven der Baureihe 232. Als Wagenmaterial dienten verkehrsrote n-Wagen. Zusätzlich befand sich meist noch ein Wagen des Thüringer Traditionsvereins am Zug. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wurde dieser Ersatzverkehr jedoch wieder eingestellt. Seither werden wieder alle Regional-Express-Zugläufe von Dieseltriebwagen der Baureihe 612 übernommen. Alle Züge der Linie RE7 verkehren nun auch wieder von Erfurt Hbf bis Würzburg Hbf.

Siehe auchBearbeiten