Mailand–Sanremo

Radsportveranstaltung
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Mailand–Sanremo ist ein italienisches Eintagesrennen im Straßenradsport, das erstmals im Jahr 1907 ausgetragen wurde. Traditionell findet es im März statt und trägt die Beinamen „La Primavera“ und „La Classicissima“.[1] Mailand–Sanremo gehört zu den fünf Monumenten des Radsports und ist Teil der UCI WorldTour.

Logo des Mailand–Sanremo
Logo des Mailand–Sanremo
Zielankunft bei Mailand–Sanremo 2017 (v. l. n. r. Peter Sagan, Michał Kwiatkowski, Julian Alaphilippe)

Das Rennen wird von der RCS MediaGroup veranstaltet, die auch den Giro d’Italia sowie die Lombardei-Rundfahrt, Strade Bianche, Mailand–Turin und Tirreno–Adriatico organisiert. Es findet jährlich statt und fiel nur in den Jahren 1916, 1944 und 1945 aufgrund des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus. Während der COVID-19-Pandemie wurde Mailand—Sanremo aufgrund des alternativen Radsportkalenders im August abgehalten.

Mit sieben Siegen ist der Belgier Eddy Merckx der Rekordhalter, gefolgt von Costante Girardengo mit sechs und Erik Zabel sowie Gino Bartali mit jeweils vier Erfolgen.

Bedeutung von Mailand-Sanremo für den Radsport Bearbeiten

Mailand–Sanremo ist eines der wichtigsten Eintagesrennen und gehört zu den Monumenten des Radsports. Seit dem Jahr 1933 bildet das Rennen den Auftakt der Klassiker-Saison und findet heutzutage traditionell Ende März an einem Samstag statt, ehe in den Wochen danach mit der Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix und Lüttich-Bastogne-Lüttich weitere Monumente folgen. Mit einer Distanz von fast 300 Kilometern handelt es sich um das längste Rennen der Straßenrad-Saison. Dennoch gilt es von den Frühjahrsklassikern als das einfachste Rennen, um es zu beenden; dafür aber als das Schwierigste, um es zu gewinnen.[2] Dies liegt an der einzigartigen Streckenführung, die sowohl Klassiker-Spezialisten, Bergfahrern, Sprintern und Ausreißern eine Möglichkeit auf den Sieg bietet.[3] In den 2000er-Jahren fiel die Entscheidung meist in einem Massensprint, wodurch das Rennen auch als „Klassiker der Sprinter“ bezeichnet wurde.[4]

Im Vorfeld von Mailand–Sanremo werden kleinere Eintagesrennen wie die Trofeo Laigueglia und Mailand–Turin abgehalten. Seit dem Jahr 1966 findet eine Woche zuvor die Fernfahrt Tirreno–Adriatico statt.[5] Der Sieg bei den drei großen italienischen Radrennen (Giro d’Italia, Mailand–Sanremo und Lombardei-Rundfahrt) im selben Jahr wird als „Tripletta“ bezeichnet. Bisher schafften nur Fausto Coppi (1949) und Eddy Merckx (1972) die Tripletta.[6]

Geschichte Bearbeiten

Hintergrund und Erstaustragung 1907 Bearbeiten

Ursprünglich wurde Mailand–Sanremo als Autorennen im Jahr 1904 veranstaltet und diente der Werbung für das Kasino in Sanremo. Allerdings erreichten nur zwei Fahrzeuge das Ziel, was auf den Misserfolg der Veranstaltung hinwies.[7] Als Ersatz konzipierte die Unione Sportiva Sanremese ein Radrennen, dass sie Eugenio Costamagna, dem damaligen Leiter der Gazzetta dello Sport, vorschlugen.[8] Eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Rennens spielte auch der Sportjournalist Tullo Morgagni, auf den auch die 1905 gegründete Lombardei-Rundfahrt zurückgeht. Er übernahm das Konzept eines zweitägigen Amateur-Radrennens zwischen Mailand und Sanremo und überredete Eugenio Costamagna das Rennen an einem Tag durchzuführen.[9] Nachdem der Italiener Giovanni Gerbi (Sieger der Erstaustragung der Lombardei-Rundfahrt) die Auffahrt des Passo del Turchino (532 m) auf Anfrage der Gazzetto dello Sport selbst unter die Räder genommen und für befahrbar erklärt hatte, wurde das Rennen für den 14. April 1907 angesetzt.[10]

Am Tag der Erstaustragung regnete es, was etliche Fahrer dazu veranlasste, das 281 Kilometer lange Rennen nicht in Angriff zu nehmen. Nur 33 der gemeldeten 62 Fahrer starteten vor der Osteria della Conca Fallata neben dem Naviglio Pavese und fuhren anschließend über die schlammigen Straßen in Richtung Süden.[8] Giovanni Gerbi kristallisierte sich als der stärkste Fahrer heraus und führte über den Passo del Turchino, doch als er die Italienische Riviera erreicht hatte, wartete er auf seinen französischen Teamkollegen Lucien Petit-Breton, der wenige Minuten hinter ihm lag. Beide fuhren für das Team Bianchi, das Giovanni Gerbi im Falle eines Triumphes 2,5 Lire pro Kilometer zugesichert hatte. Lucien Petit-Breton hingegen war eine sechsmal höhere Summe versprochen worden. Der Franzose erklärte sich bereit, sein Preisgeld zu teilen, was Giovanni Gerbi dazu veranlasste, den einzigen weiteren verbliebenen Fahrer in der Spitzengruppe, den Franzosen Gustave Garrigou, rund 500 Meter vor dem Ziel am Kragen zu packen, um ihn daran zu hindern, das Rennen zu gewinnen. Mit Lucien Petit-Breton triumphierte so ein Franzose bei der Erstaustragung von Mailand–Sanremo, während Giovanni Gerbi das Ziel als zweiter mit einem Rückstand von über einer halben Minute erreichte, aufgrund seines unsportlichen Verhaltens jedoch hinter Gustave Garrigou gewertet wurde.[10][11]

1908–1915 (frühe Jahre) Bearbeiten

 
Mailand–Sanremo 1914

Nach der erfolgreichen Erstausgabe fand Mailand–Sanremo im Folgejahr erneut statt. Neben den Italienern und Franzosen kamen nun auch Starter aus Belgien und der Schweiz hinzu. Der Belgier Cyrille Van Hauwaert kam im Jahr 1908 bei widrigen Wetterbedingungen als Solist in Sanremo an und sorgte erneut für einen ausländischen Sieg.[12] Der erste italienische Triumph folgte im Jahr 1909 durch Luigi Ganna, der die Distanz von über 280 Kilometern als erster Fahrer mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von über 30 km/h absolvierte. Das Starterfeld war unterdessen auf über 100 Fahrer angewachsen.[13] Bei der vierten Austragung von Mailand–Sanremo im Jahr 1910 erreichten aufgrund des schlechten Wetters nur sieben der 63 gestarteten Fahrer das Ziel. Am Passo del Turchino herrschte Schneefall bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, was etliche Fahrer dazu veranlasste, Schutz in nahegelegenen Hütten zu suchen. Der Franzose Eugène Christophe hingegen fuhr ohne Unterbrechung weiter und gewann mit einem Vorsprung von über einer halben Stunde auf den Vorjahressieger Luigi Ganna, der im Nachhinein disqualifiziert wurde, da er einen Teil der Strecke in einem Auto zurückgelegt hatte. Danach hatte der Sieger einen Vorsprung von mehr als einer Stunde auf den Zweiten Giovanni Cocchi.[14] Eugène Christophe absolvierte die Strecke in 12 Stunden und 24 Minuten, was bis heute die langsamste Austragung des Rennens ist.[15] In den nachfolgenden Jahren waren es erneut die Franzosen und Belgier, die das Eintagesrennen dominierten. Gustave Garrigou siegte im Jahr 1911, nachdem er bei der Erstaustragung von Giovanni Gerbi behindert worden war, ehe sich Henri Pélissier (1912) und Odiel Defraeye (1913) in die Siegerliste eintrugen. Ein Jahr später sorgte Ugo Agostoni für den zweiten italienischen Triumph.[16] Die 9. Austragung von Mailand–Sanremo im Jahr 1915 wurde stark vom Ersten Weltkrieg geprägt. Nur 41 Fahrer, die alle aus Italien stammten, nahmen das Rennen in Angriff. Costante Girardengo überquerte den Zielstrich zwar als Erster, wurde jedoch im Nachhinein disqualifiziert, da er bei Port-Maurice die Strecke abgekürzt hatte. Der Titel ging somit an Ezio Corlaita über.[17] Nach dem Kriegseintritt Italiens fand Mailand–Sanremo im Jahr 1916 nicht statt.[18]

1917–1943 (Zwischenkriegszeit) Bearbeiten

 
Costante Girardengo mit seinem dritten von insgesamt sechs Siegen bei Mailand–Sanremo (1923)

Die 10. Austragung fand während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917 statt. Unter den 48 Startern war mit dem Schweizer Oscar Egg nur ein ausländischer Fahrer vertreten. Wie bereits im Jahr 1915 war das Rennen auch für Amateure geöffnet, um zumindest ein kleines Starterfeld sicherstellen zu können. Jene Athleten, die bei der 10. Austragung teilnahmen, waren entweder dem Militärdienst entgangen oder arbeiteten in unterstützenden Tätigkeiten wie der Projektil-Herstellung. Die erste Austragung nach der Unterbrechung im Jahr 1917 gewann Gaetano Belloni vor Costante Girardengo, der in den nachfolgenden Austragungen dominieren sollte.[19] Zwischen 1918 und 1928 triumphierte er sechs Mal und stand weitere vier Mal als zweiter oder dritter auf dem Podium. Dazwischen waren es Angelo Gremo (1919), Giovanni Brunero (1922), Pietro Linari (1924) und Pietro Chesi (1927), die sich in die Siegerliste eintrugen. Der erste Fahrer, der Mailand–Sanremo zweimal gewinnen konnte, war jedoch Gaetano Belloni, der nach 1917 auch im Jahr 1920 triumphierte.[16] Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrte das internationale Starterfeld zu dem Rennen zurück, wobei es bis ins Jahr 1921 dauerte, bis es wieder auf über 50 Fahrer angewachsen war.[20] Die Organisatoren des Rennens versuchten den Radsport vermehrt in Form eines Individualsports auszutragen, was sich an dem Verbot von Teams auf der Startliste zeigte. Dieses war jedoch sehr umstritten und sollte sich in den nachfolgenden Jahren nicht durchsetzen.[21]

Nach der Dominanz von Costante Girardengo setzte sich im Jahr 1929 erstmals Alfredo Binda durch, der das Rennen zuvor zweimal auf dem zweiten Platz beendet hatte. Nach Michele Mara im Jahr 1930 feierte Alfredo Binda seinen zweiten Erfolg bei Mailand–Sanremo. Auch in den nachfolgenden Jahren dominierten die Italiener mit Alfredo Bovet (1932) und Learco Guerra (1933) ihr Heimrennen, und mit dem Belgier Jef Demuysere (1934) konnte sich zwischen den Jahren 1914 und 1950 nur ein ausländischer Fahrer durchsetzen. Während sich Mailand–Sanremo in Italien großer Bekanntheit erfreute, waren es in Belgien und Frankreich die Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix, die die dortigen Radstars anlockten. Weiters wurden alle drei Rennen im Frühjahr innerhalb von wenigen Wochen ausgetragen, was eine Teilnahme an jedem der Klassiker schwierig machte.[22] Seit dem Jahr 1933 bildete Mailand–Sanremo den Auftakt der Klassiker und fand ab jenen Jahren traditionell am Josefstag (19. März) statt, der damals in Italien ein Feiertag war.[23]

Nach Angelo Varetto (1936) und Cesare Del Cancia (1937) sowie zwei Siegen von Giuseppe Olmo (1935, 1938) gewann Gino Bartali im Jahr 1939 die letzte Austragung vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Klassiker fand auch nach dem Kriegseintritt Italiens bis ins Jahr 1943 statt, wobei die Teilnehmerzahlen besonders in den letzten beiden Jahren stark abnahmen. Während im Jahr 1935 über 200 Fahrer in Mailand an den Start gegangen waren, nahmen im Jahr 1943 nur noch 55 Athleten das Rennen in Angriff.[24][25] Zudem fuhren nur noch italienische Fahrer bei dem Rennen, während im Jahr 1937 mit Joseph Magnani erstmals ein US-Amerikaner das Ziel erreicht hatte.[26] Nachdem Gino Bartali im Jahr 1940 seinen zweiten Triumph gefeiert hatte, waren es Pierino Favalli (1941), Adolfo Leoni (1942) und Cino Cinelli (1943), die in den Kriegsjahren siegreich waren.[16] Neben Gino Bartali etablierte sich sein jüngerer Teamkollege Fausto Coppi im Peloton, deren Rivalität die Austragung nach dem Zweiten Weltkrieg prägen sollte.[27]

1946–1959 (Nachkriegszeit) Bearbeiten

Die ersten fünf Austragungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurden von Fausto Coppi und Gino Bartali gewonnen. Obwohl die beiden zwischenzeitlich für verschiedene Mannschaften fuhren, kam es anders als beim Giro d’Italia zu keinem großen Duell, und beide standen nie gemeinsam auf dem Podium.[28] Fausto Coppi gewann Mailand–Sanremo in den Jahren 1946, 1948 und 1949, während Gino Bartali mit Triumphen in den Jahren 1947 und 1950 seinen dritten und vierten Sieg bei dem Klassiker feierte.[16]

Im Jahr 1948 wurde die Challenge Desgrange-Colombo eingeführt, die für einen größeren Austausch unter den Radsportnationen Frankreich, Italien und Belgien sorgte. Neben der Tour de France und dem Giro d’Italia waren auch die Klassiker Mailand–Sanremo, Paris–Roubaix und die Flandern-Rundfahrt Teil der Rennserie, die nun ein internationaleres Favoritenfeld präsentieren konnte.[29] Viele Fahrer folgten dem neuen Trend und nahmen nun vermehrt an Klassikern in anderen Ländern teil. Mit Louison Bobet war im Jahr 1951 wieder ein ausländischer Fahrer bei Mailand–Sanremo erfolgreich, ehe er wenige Wochen später bei Paris–Roubaix den zweiten Platz belegte.[30] Ihm folgte der Italiener Loretto Petrucci, der nach Costante Girardengo, Gino Bartali und Fausto Coppi als vierter Fahrer zwei Austragungen in Folge gewinnen konnte. Anders als seine Landsmänner nahm er jedoch auch an den ausländischen Klassikern teil, was sich in den nachfolgenden Jahren bei mehr und mehr Fahrern etablierte. Die daraus resultierende Internationalisierung des Radsports führte zum Ende der Dominanz der Italiener, die zwischen 1914 und 1953 mit zwei Ausnahmen alle Austragungen von Mailand–Sanremo gewonnen hatten.[16] Im Jahr 1953 betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers erstmals über 40 km/h.[31]

Im Jahr 1954 begann eine belgische Siegesserie, wobei sich mit Rik Van Steenbergen (1954), Germain Derycke (1955) und Fred De Bruyne (1956) drei unterschiedliche Fahrer durchsetzten. Die Austragungen der Jahre 1957 und 1959 gewann der Spanier Miguel Poblet, der als erster ausländischer Fahrer zwei Mal bei Mailand–Sanremo erfolgreich war. Dazwischen triumphierte mit Rik Van Looy ein weiterer Belgier.[16] Mit dem Jahr 1985 wurde die Challenge Desgrange-Colombo eingestellt und durch die Super-Prestige-Pernod-Wertung ersetzt.[29] Nach einer einjährigen Pause traten auch die italienischen Rennen der neuen Serie bei, in der die wichtigsten Radrennen vertreten waren.[32]

1960–1981 (Einführung des Poggio) Bearbeiten

Im Jahr 1960 kam es zu einer richtungweisenden Streckenveränderung bei Mailand–Sanremo. Da das Rennen in den vorangegangenen Austragungen vermehrt in Sprints aus größeren Gruppen entschieden worden war, führten die Organisatoren einen kurzen Schlussanstieg wenige Kilometer vor dem Ziel ein. Dieser führte nach Poggio (160 m) und ist bis heute ein Fixpunkt der Strecke. Die Streckenänderung wirkte sich sofort auf den Rennverlauf aus. Der Franzose René Privat griff auf dem neu eingeführten Anstieg an, ehe er als Solist in Sanremo ankam. In den Jahren darauf lösten sich auch sein Landsmann Raymond Poulidor und der Belgier Emile Daems auf der Schlusssteigung und setzten sich so in den Jahren 1961 und 1962 durch.[33] Nach einem weiteren französischen Sieg durch Joseph Groussard trugen sich mit dem Briten Tom Simpson (1964) und dem Niederländer Arie den Hartog (1965) zwei weitere Nationen in die Siegerliste von Mailand–Sanremo ein.[16] Aufgrund von Bauarbeiten auf der Via Aurelia führte die Strecke im Jahr 1965 über den sechs Kilometer langen Colle del Melogno (310 m), der rund 100 Kilometer vor dem Ziel passiert wurde.[34]

Da seit mittlerweile zwölf Jahren kein Italiener mehr gewonnen hatte, wurde im Jahr 1966 die erste Austragung der Fernfahrt Tirreno–Adriatico organisiert, um den einheimischen Fahrern eine bessere Vorbereitung auf den Klassiker zu bieten.[35] Den Sieg sicherte sich jedoch der erst 21-jährige Eddy Merckx, der bei Mailand–Sanremo seinen ersten großen Triumph feierte. Der Belgier, der später aufgrund seiner Dominanz „der Kannibale“ genannt wurde, setzte sich auch im anschließenden Jahr durch und brach mit weiteren Siegen in den Jahren 1969, 1971, 1972, 1975 und 1976 den Rekord von Costante Girardengo, der den Klassiker sechs Mal für sich entschieden hatte. Bis heute ist Eddy Merckx mit seinen sieben Siegen der erfolgreichste Fahrer des Rennens. Dazwischen trug sich Rudi Altig im Jahr 1968 als erster deutscher Sieger in die Geschichtsbücher ein. Zudem war mit Michele Dancelli im Jahr 1970 erstmals seit 17 Jahren wieder ein italienischer Fahrer siegreich. Nach dem ersten Sieg des Belgiers Roger De Vlaeminck (1973) gewann auch der italienische Radstar Felice Gimondi im Jahr 1974.[16]

Nach der Dominanz von Eddy Merckx wurde das Rennen vom Josefstag auf einen Samstag verlegt, womit eine fast 50-jährige Tradition endete. Im Jahr 1977 gewann der Niederländer Jan Raas, ehe Roger De Vlaeminck seinen zweiten und dritten Triumph in den Jahren 1978 und 1979 einfuhr. Ein Jahr später siegte der Italiener Pierino Gavazzi in einem Massensprint von 30 Fahrern, was die Organisation dazu veranlasste, die Strecke noch selektiver zu gestalten.[16][36]

1982–1996 (Einführung der Cipressa) Bearbeiten

Mit der Einführung des Anstiegs nach Cipressa (239 m) erhielt Mailand–Sanremo eine weitere entscheidende Steigung im Finale des Rennens.[37] Die Cipressa, wie sie umgangssprachlich genannt wird, ist deutlich länger als der Poggio und weist eine durchschnittliche Steigung von rund 4 % auf.[38] Bereits bei ihrer ersten Befahrung führte sie zu einer Vorentscheidung, als sich der Franzose Marc Gomez im Anstieg vom Hauptfeld absetzte, zu der Ausreißergruppe aufschloss und schlussendlich die 73. Austragung gewann.[39] Mit Giuseppe Saronni (1983), Francesco Moser (1984) und Hennie Kuiper (1985) erreichten in den Folgejahren drei Fahrer das Ziel als Solisten. Im Jahr 1986 gewann der Ire Sean Kelly den Sprint aus einer drei Fahrer umfassenden Gruppe, ehe mit Erich Mächler erstmals ein Schweizer bei Mailand–Sanremo triumphierte.[16] Mit der Saison 1988 endete die Ära der Super-Prestige-Pernod-Wertung, die durch den UCI-Straßenradsport-Weltcup ersetzt wurde. Dieser bestand aus deutlich weniger Wettbewerben, wobei Mailand–Sanremo ein Fixpunkt der höchsten Serie im Straßenradsport blieb.[40] Nach zwei Siegen durch Laurent Fignon (1988, 1989) waren es erneut die Italiener, die die anschließenden Austragungen dominierten. Gianni Bugno (1990), Claudio Chiappucci (1991), Maurizio Fondriest (1993) und Giorgio Furlan (1994) sorgten für vier einheimische Siege in fünf Jahren, die nur durch den zweiten Sieg von Sean Kelly im Jahr 1992 unterbrochen wurden. Nachdem 1995 mit Laurent Jalabert ein weiterer Franzose siegreich gewesen war, löste sich im Jahr 1996 die bislang letzte erfolgreiche Ausreißergruppe auf der Cipressa. Im Sprint setzte sich der Italiener Gabriele Colombo durch.[16][41]

1997–2016 (Klassiker der Sprinter) Bearbeiten

 
Alessandro Petacchi triumphiert im Sprint auf der Via Roma (2005)

Ab dem Jahr 1997 waren es meist große Gruppen, die die Zielgerade in Sanremo erreichten. In den Jahren 1997, 1998, 2000 und 2001 setzte sich der Deutsche Erik Zabel durch, wobei er sich 1999 nur dem Belgier Andrei Tchmil geschlagen geben musste, der sich auf dem letzten Kilometer vom Hauptfeld abgesetzt hatte und einen minimalen Vorsprung ins Ziel rettete.[16][42] Nachdem sich Mario Cipollini im Jahr 2002 ebenfalls in einem Massensprint durchgesetzt und Paolo Bettini ein Jahr später aus einer Ausreißergruppe gewonnen hatte, die sich am Poggio abgesetzt hatte, glaubte sich Erik Zabel im Jahr 2004 erneut als sicherer Sieger und riss die Arme hoch, ehe sich Óscar Freire auf den letzten Metern an ihm vorbeischob.[43] In den anschließenden Jahren gewann der Spanier auch die Austragungen der Jahre 2007 und 2010. Mit Alessandro Petacchi (2005) und Filippo Pozzato (2006) setzten sich zwei weitere Italiener durch, wobei letzterer Teil einer kleinen Gruppe war, die am Poggio angegriffen hatte.[16]

Die Tatsache, dass Mailand–Sanremo zwischen 1997 und 2007 acht Mal in einem Massensprint entschieden wurde, veranlasste die Organisatoren, mit Le Mànie (318 m) einen weiteren Anstieg ins Programm aufzunehmen. Dieser wurde rund 90 Kilometer vor dem Ziel überquert und war länger und steiler als die Cipressa.[44] Bei seiner ersten Befahrung im Jahr 2008 spielte der neue Anstieg jedoch eine untergeordnete Rolle, wenngleich der Schweizer Fabian Cancellara als Solist im Ziel ankam. Im Jahr 2009 war mit Mark Cavendish ein weiterer Sprinter erfolgreich. Der Brite setzte sich jedoch nur knapp vor Heinrich Haussler durch, der auf den letzten Metern angegriffen hatte. Cavendish reagierte als einziger Fahrer des Hauptfelds, schloss die Lücke zu Haussler und setzte sich im Fotofinish durch.[16][45] Der UCI-Straßenradsport-Weltcup war unterdessen im Jahr 2005 in die UCI ProTour umgewandelt worden, deren Reglement jedoch zu Streitigkeiten zwischen der UCI und den Veranstaltern der Rennen führte. Mit dem Ende der Saison des Jahres 2007 stiegen die italienischen Rennen der RCS MediaGroup (darunter auch Mailand–Sanremo) geschlossen aus der Rennserie aus.[46] Mit der UCI WorldTour wurde im Jahr 2011 eine neue Serie der wichtigsten Straßenrennen geschaffen, in der Mailand–Sanremo seither vertreten ist.[47]

Mit Matthew Goss gewann im Jahr 2011 der erste Nicht-Europäer den italienischen Klassiker. Der Australier war Teil einer kleinen Ausreißergruppe, die sich am Poggio absetzen konnte. Im nachfolgenden Jahr triumphierte sein Landsmann Simon Gerrans in ähnlicher Manier. Im Jahr 2013 mussten der Passo del Turchino und Le Mànie aufgrund von Schneefall aus dem Programm genommen werden. Die Fahrer hatten bereits 112 Kilometer absolviert, als das Rennen neutralisiert wurde und die Fahrer in den Mannschaftsbussen zum neuen Startort an der Italienischen Riviera fuhren. Zum dritten Mal in Folge fiel die Vorentscheidung auf dem Poggio, wo sich sieben Fahrer auf der vom Regen nassen Straße absetzen konnten. Im Sprint setzte sich überraschend der Deutsche Gerald Ciolek durch, dessen Team MTN Qhubeka keinen UCI-WorldTeam-Status hatte und von den Organisatoren eingeladen worden war.[48][49]

Im Jahr 2014 wurde der Anstieg von Le Mànie wieder aus dem Programm genommen, womit neben dem Passo del Turchino noch die Cipressa und der Poggio als größere Schwierigkeiten im Rennen verblieben.[50] In den anschließenden Austragungen setzten sich mit Alexander Kristoff (2014), John Degenkolb (2015) und Arnaud Démare (2016) drei Sprinter aus einem großen Feld durch, wobei letzterer mit Vorwürfen konfrontiert wurde, dass er sich im Anstieg der Cipressa von seinem Teamfahrzeug hatte ziehen lassen.[16][51] Seit dem Jahr 2015 geht Mailand–Sanremo wieder auf der Via Roma zu Ende, nachdem das Ziel im Jahr 2008 aufgrund von Bauarbeiten auf die Lungomare Italo Calvino hatte ausweichen müssen.[52]

2017–heute Bearbeiten

 
Mit Vincenzo Nibali gewinnt ein Rundfahrten-Spezialist im Jahr 2018

Die Ära der Sprinter endete im Jahr 2017, als der Poggio durch die Klassiker-Spezialisten wieder vermehrt ins Zentrum des Rennens rückte. Zunächst war es der Pole Michał Kwiatkowski, der sich knapp gegen Peter Sagan und Julian Alaphilippe durchsetzte, ehe 2018 der Rundfahrten-Spezialist Vincenzo Nibali als Solist in Sanremo ankam und für den bislang letzten italienischen Sieg sorgte. Zudem war er der erste Fahrer seit Francesco Moser, der mit dem Giro d’Italia, Mailand–Sanremo und der Lombardei-Rundfahrt die drei großen Rennen Italiens gewinnen konnte. Im Jahr 2019 setzte sich Julian Alaphilippe im Sprint aus einer kleinen Gruppe durch, ehe er sich Wout van Aert im nachfolgenden Jahr geschlagen geben musste.[16] Die Austragung des Jahres 2020 wurde maßgeblich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst, die dazu führte, dass der Klassiker erstmals im August abgehalten wurde. Zudem war eine Streckenänderung notwendig geworden, weil am Küstenabschnitt vor Imperia die meisten Bürgermeister während der Hauptferienzeit keine Corona-gemäße Absperrung errichten wollten. Alternativ führte die 111. Austragung über Niella Belbo (785 m) und den Colle di Nava (936 m) und war mit 305 Kilometern die längste der Geschichte.[53][54]

Im Jahr 2021 war der Passo del Turchino aufgrund von Bauarbeiten durch den Colle del Giovo (516 m) ersetzt.[55] Mit einer späten Attacke nach der Abfahrt des Poggio setzte sich der Belgier Jasper Stuyven ab und konnte das herannahende Fahrerfeld auf Distanz halten.[56] Die Ausgabe des Jahres 2022 fand auf der traditionellen Strecke des Klassikers statt, wobei sich der Slowene Matej Mohorič in der Abfahrt des Poggio absetzte und als Solist im Ziel ankam.[57]

Im Jahr 2023 wurde das Rennen erstmals nicht in Mailand, sondern im 25 Kilometer entfernten Abbiategrasso gestartet.[58] Der Sieger Mathieu van der Poel setzte sich im Anstieg des Poggio ab und kam als Solist auf der Via Roma an.[59]

Strecke Bearbeiten

 
Höhenprofil 2006
 
Hauptfeld in Diano Marina 2018

Die Streckenführung von Mailand nach Sanremo ändert sich von Jahr zu Jahr nur unwesentlich, wobei gegen Mitte des 20. Jahrhunderts kurze Anstieg im Finale des Rennens hinzugefügt wurden.[60] Im Gegensatz etwa zu Paris–Roubaix, das 80 Kilometer nördlich von Paris in Compiègne beginnt, startet Mailand–Sanremo tatsächlich in Mailand. Danach führt die Strecke durch die Po-Ebene über Pavia, Tortona, Novi Ligure, Ovada auf den Passo del Turchino, der mit einer Höhe von 532 Metern den höchsten Punkt der Strecke markiert. Im Anschluss absolvieren die Fahrer eine längere Abfahrt, die sie in der Nähe von Genua zur Mittelmeerküste leitet. Spektakulär sind vor allem die folgenden Passagen, sie führen – großteils der historischen Via Aurelia folgend – direkt an der Italienischen Riviera entlang.[61]

Rund 50 Kilometer vor dem Ziel erreichen die Fahrer die kurzen „Capi“-Anstiege (Capo Mele, Capo Cervo und Capo Berta), die zwischen Albenga und Imperia befahren werden. Diese führten in den letzten Jahren jedoch selten zu einer Selektion. Auf den letzten 30 Kilometern werden die Anstiege nach Cipressa (239 m) und Poggio (160 m) absolviert, die meist für eine Vorentscheidung sorgen. Im Radsport spricht man auch kurz von der Cipressa und dem Poggio. Die längere Cipressa weist auf 5,6 Kilometern Länge eine durchschnittliche Steigung von 4,1 % auf und ist somit länger und steiler als der Poggio. Sie wird rund 20 Kilometer vor dem Ziel überquert und eröffnet meist das Finale. Nach einem etwa 10 Kilometer langen Flachstück folgt mit dem Poggio der entscheidende Anstieg des Rennens. Trotz seiner geringen Steigungsprozente von nur 3,7 % im Schnitt findet hier meist eine Vorentscheidung statt. Die Kuppe des Poggio wird 5,5 Kilometer vor dem Ziel überquert, ehe eine technisch anspruchsvolle Abfahrt zurück auf die Via Aurelia führt.[61]

Die letzten drei Kilometer führen über breite und flache Straßen. Hier muss sich das Fahrerfeld erst neu formieren, was immer wieder zu Angriffen einzelner Fahrer führt. Nach einer Links-rechts-Kombination führen die letzten 700 Meter geradeaus Richtung Ziel, das sich auf der Via Roma befindet.[61] Die mit 305 Kilometern längste Distanz fuhren die Fahrer bisher 2020.

Alternative Streckenführung Bearbeiten

Im Jahr 2008 wurde mit Le Mànie ein weiterer Anstieg ins Programm von Mailand-Sanremo aufgenommen. Dieser war mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 % und einer Länge von 4,7 Kilometer anspruchsvoller als die Cipressa und der Poggio, wurde jedoch bereits rund 90 Kilometer vor dem Ziel passiert.[60] Im Jahr 2013 führte Mailand-Sanremo das letzte Mal über den Anstieg, ehe er aus dem Programm genommen wurde.[62]

Im Jahr 2020 kam es aufgrund der COVID-19-Pandemie zu einer weitreichenden Streckenänderung. Anstelle des Passo del Turchino, der zuvor bei jeder Austragung überquert worden war, führte die Strecke nach Alessandria über Niella Belbo (785 m) und den Colle di Nava (936 m), ehe die Cipressa und der Poggio erreicht wurden.[63] Mit einer Länge von 305 Kilometern war es die längste Austragung in der Geschichte des Rennens. Weitere Streckenänderungen fanden in den Jahren 1965 und 2021 aufgrund von Bauarbeiten statt. Damals führte die Strecke über den Colle del Melogno (310 m) bzw. Colle del Giovo (516 m).[64]

Palmarès Bearbeiten

Die meisten Siege bei der „Classicissima“ hat der Belgier Eddy Merckx aufzuweisen. Er gewann in elf Jahren zwischen 1966 und 1976 insgesamt siebenmal. Hinter Costante Girardengo (sechs Siege) und neben Gino Bartali auf Platz 3 der ewigen Rangliste liegt Erik Zabel, der zwischen 1997 und 2001 viermal in Sanremo gewann.

 JahrSiegerZweiterDritter
1907  Lucien Petit-Breton  Gustave Garrigou  Giovanni Gerbi
1908  Cyrille Van Hauwaert  Luigi Ganna  André Pottier
1909  Luigi Ganna  Émile Georget  Giovanni Cuniolo
1910  Eugène Christophe  Giovanni Cocchi  Giovanni Marchese
1911  Gustave Garrigou  Louis Trousselier  Luigi Ganna
1912  Henri Pélissier  Gustave Garrigou  Jules Masselis
1913  Odiel Defraeye  Louis Mottiat  Ezio Corlaita
1914  Ugo Agostoni  Carlo Galetti  Charles Crupelandt
1915  Ezio Corlaita  Luigi Lucotti  Angelo Gremo
1916 keine Austragung
1917  Gaetano Belloni  Costante Girardengo  Angelo Gremo
1918  Costante Girardengo  Gaetano Belloni  Ugo Agostoni
1919  Angelo Gremo  Costante Girardengo  Giuseppe Olivieri
1920  Gaetano Belloni  Henri Pélissier  Costante Girardengo
1921  Costante Girardengo  Giovanni Brunero  Giuseppe Azzini
1922  Giovanni Brunero  Costante Girardengo  Bartolomeo Aimo
1923  Costante Girardengo  Gaetano Belloni  Giuseppe Azzini
1924  Pietro Linari  Gaetano Belloni  Costante Girardengo
1925  Costante Girardengo  Giovanni Brunero  Pietro Linari
1926  Costante Girardengo  Nello Ciaccheri  Egidio Picchiottino
1927  Pietro Chesi  Alfredo Binda  Domenico Piemontesi
1928  Costante Girardengo  Alfredo Binda  Giovanni Brunero
1929  Alfredo Binda  Leonida Frascarelli  Pio Caimmi
1930  Michele Mara  Pio Caimmi  Domenico Piemontesi
1931  Alfredo Binda  Learco Guerra  Domenico Piemontesi
1932  Alfredo Bovet  Alfredo Binda  Michele Mara
1933  Learco Guerra  Alfredo Bovet  Pietro Rimoldi
1934  Jef Demuysere  Giovanni Cazzulani  Francesco Camusso
1935  Giuseppe Olmo  Learco Guerra  Mario Cipriani
1936  Angelo Varetto  Carlo Romanatti  Olimpio Bizzi
1937  Cesare Del Cancia  Pierino Favalli  Marco Cimatti
1938  Giuseppe Olmo  Pierino Favalli  Alfredo Bovet
1939  Gino Bartali  Aldo Bini  Osvaldo Bailo
1940  Gino Bartali  Pietro Rimoldi  Aldo Bini
1941  Pierino Favalli  Mario Ricci  Pietro Chiappini
1942  Adolfo Leoni  Antonio Bevilacqua  Pierino Favalli
1943  Cino Cinelli  Glauco Servadei  Quirino Toccacelli
1944–1945 keine Austragung
1946  Fausto Coppi  Lucien Teisseire  Mario Ricci
1947  Gino Bartali  Ezio Cecchi  Sergio Maggini
1948  Fausto Coppi  Vittorio Rossello  Fermo Camellini
1949  Fausto Coppi  Vito Ortelli  Fiorenzo Magni
1950  Gino Bartali  Nedo Logli  Oreste Conte
1951  Louison Bobet  Pierre Barbotin  Loretto Petrucci
1952  Loretto Petrucci  Giuseppe Minardi  Serge Blusson
1953  Loretto Petrucci  Giuseppe Minardi  Valère Ollivier
1954  Rik Van Steenbergen  Francis Anastasi  Giuseppe Favero
1955  Germain Derycke  Bernard Gauthier  Jean Bobet
1956  Fred De Bruyne  Fiorenzo Magni  Jef Planckaert
1957  Miguel Poblet  Fred De Bruyne  Brian Robinson
1958  Rik Van Looy  Miguel Poblet  André Darrigade
1959  Miguel Poblet  Rik Van Steenbergen  Leon Vandaele
1960  René Privat  Jean Graczyk  Yvo Molenaers
1961  Raymond Poulidor  Rik Van Looy  Rino Benedetti
1962  Emile Daems  Yvo Molenaers  Louis Proost
1963  Joseph Groussard  Rolf Wolfshohl  Willy Schroeders
1964  Tom Simpson   Raymond Poulidor  Willy Bocklant
1965  Arie den Hartog  Vittorio Adorni  Franco Balmamion
1966  Eddy Merckx  Adriano Durante  Herman Van Springel
1967  Eddy Merckx  Gianni Motta  Franco Bitossi
1968  Rudi Altig  Charly Grosskost  Adriano Durante
1969  Eddy Merckx  Roger De Vlaeminck  Marino Basso
1970  Michele Dancelli  Gerben Karstens  Eric Leman
1971  Eddy Merckx  Felice Gimondi  Gösta Pettersson
1972  Eddy Merckx  Gianni Motta  Marino Basso
1973  Roger De Vlaeminck  Wilmo Francioni  Felice Gimondi
1974  Felice Gimondi  Eric Leman  Roger De Vlaeminck
1975  Eddy Merckx  Francesco Moser  Guy Sibille
1976  Eddy Merckx  Wladimiro Panizza  Michel Laurent
1977  Jan Raas  Roger De Vlaeminck  Wilfried Wesemael
1978  Roger De Vlaeminck  Giuseppe Saronni  Alessio Antonini
1979  Roger De Vlaeminck  Giuseppe Saronni  Knut Knudsen
1980  Pierino Gavazzi  Giuseppe Saronni  Jan Raas
1981  Alfons De Wolf  Roger De Vlaeminck  Jacques Bossis
1982  Marc Gomez  Alain Bondue  Moreno Argentin
1983  Giuseppe Saronni  Guido Bontempi  Jan Raas
1984  Francesco Moser  Sean Kelly   Eric Vanderaerden
1985  Hennie Kuiper  Teun van Vliet  Silvano Riccò
1986  Sean Kelly   Greg LeMond  Mario Beccia
1987  Erich Mächler  Eric Vanderaerden  Guido Bontempi
1988  Laurent Fignon  Maurizio Fondriest  Steven Rooks
1989  Laurent Fignon  Frans Maassen  Adriano Baffi
1990  Gianni Bugno  Rolf Gölz  Gilles Delion
1991  Claudio Chiappucci  Rolf Sørensen  Eric Vanderaerden
1992  Sean Kelly   Moreno Argentin  Johan Museeuw
1993  Maurizio Fondriest  Luca Gelfi  Maximilian Sciandri
1994  Giorgio Furlan  Mario Cipollini  Adriano Baffi
1995  Laurent Jalabert  Maurizio Fondriest  Stefano Zanini
1996  Gabriele Colombo  Oleksandr Hontschenkow  Michele Coppolillo
1997  Erik Zabel  Alberto Elli  Biagio Conte
1998  Erik Zabel  Emmanuel Magnien  Frédéric Moncassin
1999  Andreï Tchmil  Erik Zabel  Zbigniew Spruch
2000  Erik Zabel  Fabio Baldato  Óscar Freire Gómez
2001  Erik Zabel  Mario Cipollini  Romāns Vainšteins
2002  Mario Cipollini  Fred Rodriguez  Markus Zberg
2003  Paolo Bettini  Mirko Celestino  Luca Paolini
2004  Óscar Freire Gómez  Erik Zabel  Stuart O’Grady
2005  Alessandro Petacchi  Danilo Hondo  Thor Hushovd
2006  Filippo Pozzato  Alessandro Petacchi  Luca Paolini
2007  Óscar Freire Gómez  Allan Davis  Tom Boonen
2008  Fabian Cancellara  Filippo Pozzato  Philippe Gilbert
2009  Mark Cavendish  Heinrich Haussler  Thor Hushovd
2010  Óscar Freire Gómez  Tom Boonen  Alessandro Petacchi
2011  Matthew Goss  Fabian Cancellara  Philippe Gilbert
2012  Simon Gerrans  Fabian Cancellara  Vincenzo Nibali
2013  Gerald Ciolek  Peter Sagan  Fabian Cancellara
2014  Alexander Kristoff  Fabian Cancellara  Ben Swift
2015  John Degenkolb  Alexander Kristoff  Michael Matthews
2016  Arnaud Démare  Ben Swift  Jürgen Roelandts
2017  Michał Kwiatkowski  Peter Sagan  Julian Alaphilippe
2018  Vincenzo Nibali  Caleb Ewan  Arnaud Démare
2019  Julian Alaphilippe  Oliver Naesen  Michał Kwiatkowski
2020  Wout van Aert  Julian Alaphilippe  Michael Matthews
2021  Jasper Stuyven  Caleb Ewan  Wout van Aert
2022  Matej Mohorič  Anthony Turgis  Mathieu van der Poel
2023  Mathieu van der Poel  Filippo Ganna  Wout van Aert
2024  Jasper Philipsen  Michael Matthews   Tadej Pogačar

Mehrfachsieger Bearbeiten

Mehrfachsieger[65]
# Name Siege Zweiter Dritter Siegjahre
1 Belgien  Eddy Merckx 7 0 0 1966, 1967, 1969, 1971, 1972, 1975, 1976
2 Italien  Costante Girardengo 6 3 2 1918, 1921, 1923, 1925, 1926, 1928
3 Deutschland  Erik Zabel 4 2 0 1997, 1998, 2000, 2001
4 Italien  Gino Bartali 4 0 0 1939, 1940, 1947, 1950
5 Belgien  Roger De Vlaeminck 3 3 1 1973, 1978, 1979
6 Spanien  Óscar Freire Gómez 3 0 1 2004, 2007, 2010
7 Italien  Fausto Coppi 3 0 0 1946, 1948, 1949
8 Italien  Alfredo Binda 2 3 0 1929, 1931
Italien  Gaetano Belloni 2 3 0 1917, 1920
10 Irland  Sean Kelly 2 1 0 1986, 1992
Spanien  Miguel Poblet 2 1 0 1957, 1959
12 Italien  Loretto Petrucci 2 0 1 1952, 1953
13 Frankreich  Laurent Fignon 2 0 0 1988, 1989
Italien  Giuseppe Olmo 2 0 0 1935, 1938

Stand: 18. März 2023

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Commons: Mailand–Sanremo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen Bearbeiten

  1. Mailand-Sanremo auf catenacycling.com (italienisch)
  2. Daniel: Vorschau auf Mailand-Sanremo: Das erste Monument des Jahres 2022. In: Alpecin Cycling. 18. März 2022, abgerufen am 17. März 2023.
  3. inrng: the elusive milan-sanremo. Abgerufen am 17. März 2023.
  4. ahood: Milan-San Remo: The 'sprinter’s classic' is no longer wired for sprinters. In: VeloNews.com. 18. März 2022, abgerufen am 17. März 2023 (englisch).
  5. Thomas Vergouwen / velowire.com, Thomas Vergouwen / www.velowire.com: 2023 UCI cycling calendar | Italy :: velowire.com :: (photos, videos + actualités cyclisme). Abgerufen am 17. März 2023.
  6. M. Özgür Nevres: Il Lombardia. 28. September 2016, abgerufen am 28. September 2022 (amerikanisches Englisch).
  7. Herbie Sykes: Zwei Schritte voran. Identität eines Rennens. In: Procycling, Deutsche Ausgabe. Mai, 2017, S. 70 ff. (78).
  8. a b Untitled Document. Abgerufen am 16. März 2023.
  9. Milan-San Remo: Ultimate Guide To Cycling's "Spring Classic". 9. August 2022, abgerufen am 16. März 2023 (amerikanisches Englisch).
  10. a b PelotonTales: The First Edition of Milano-Sanremo (1907). In: PelotonTales. 14. Januar 2023, abgerufen am 16. März 2023 (britisches Englisch).
  11. 14 Aprile 1907 Il diavolo ed il piccolo bretone danno il via alla Leggenda della Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023.
  12. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 5 aprile 1908 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  13. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 4 aprile 1909 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  14. Ron Couwenhoven: Wieler Klassiekers. Uitgeverij Kosmos, Utrecht 1990, S. 20 (niederländisch).
  15. Cycling Museum - 3 aprile 1910 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023.
  16. a b c d e f g h i j k l m n o p Palmares Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023.
  17. 28 Marzo 1915 La scorciatoia del Gira. Abgerufen am 16. März 2023.
  18. CyclingTips: Milan-San Remo: Moments in history. In: CyclingTips. 19. März 2020, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  19. 15 Aprile 1917 “Pronti, via, prim Bellon”. Abgerufen am 16. März 2023.
  20. 1921 Milano - San Remo results by BikeRaceInfo. Abgerufen am 16. März 2023.
  21. 16 Marzo 1924 La prima “volatona”. Abgerufen am 16. März 2023.
  22. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 20 marzo 1932 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  23. Milano-Sanremo a San Giuseppe, mai come adesso ci manca quel rito. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  24. 1935 Milano - San Remo results by BikeRaceInfo. Abgerufen am 16. März 2023.
  25. 1943 Milano - San Remo results by BikeRaceInfo. Abgerufen am 16. März 2023.
  26. Milano-Sanremo 1937 One day race results. Abgerufen am 16. März 2023.
  27. Retro radtrikots - Der legendäre Streit zwischen Bartali und Coppi | Retro Radtrikots. Abgerufen am 16. März 2023.
  28. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 19 marzo 1946 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  29. a b Challenge "Desgrange-Colombo". Abgerufen am 16. März 2023.
  30. Louison Bobet. Abgerufen am 16. März 2023.
  31. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 19 marzo 1953 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  32. Cycling Archives: Pernod - Super Prestige 1960. Abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  33. Andrew Hood: The Poggio: Milan-San Remo's most famous climb is not really a climb at all. In: CyclingTips. 14. März 2023, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  34. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 19 marzo 1965 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  35. - The Historical Roots of Tirreno - Adriatico. In: CapoVelo.com. 14. März 2019, abgerufen am 16. März 2023 (amerikanisches Englisch).
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  41. Cyclingnews published: 1996 Milan-San Remo: A rare win from the breakaway – Video. 22. März 2020, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
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  45. Cycling Weekly, Richard Windsor published: Milan-San Remo: how the last 16 editions have been won. 21. März 2019, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  46. ahood: UCI re-works ProTour without the grand tours. In: VeloNews.com. 27. September 2007, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  47. 2011 UCI WorldTour Calendar. In: Road Cycling UK. Abgerufen am 16. März 2023 (amerikanisches Englisch).
  48. Cycling Weekly, Richard Windsor published: Milan-San Remo: how the last 16 editions have been won. 21. März 2019, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  49. MTN-Qhubeka celebrating after receiving wildcard invites to Tirreno-Adriatico and Milan-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023.
  50. Milan-Sanremo Preview. Abgerufen am 16. März 2023.
  51. Nigel Wynn published: Arnaud Démare accused by riders of taking a tow from team car in Milan-San Remo. 20. März 2016, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  52. CyclingQuotes.com Milan-Sanremo to return to Via Roma. Abgerufen am 16. März 2023.
  53. Mailand–San Remo 2020. Van Aert bezwingt Alaphilippe im Zweiersprint. In: Radsport-Seite.de. Daniel Hagen, abgerufen am 14. April 2022.
  54. Milan - San Remo 2020: The Route. Abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  55. Barry Ryan published: No Turchino but a return to tradition for 2021 Milan-San Remo. 18. Februar 2021, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  56. Jasper Stuyven wins Milan-San Remo in sprint finale. Abgerufen am 16. März 2023.
  57. Milan - San Remo 2022: Mohoric descends to victory. Abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  58. Stephen Farr, published: Milan-San Remo becomes Abbiategrasso to San Remo for 2023. 2. Februar 2023, abgerufen am 16. März 2023 (englisch).
  59. Van der Poel nutzt am Poggio den richtigen Augenblick zum Sieg | radsport-news.com. Abgerufen am 18. März 2023.
  60. a b Milan-Sanremo’s Ever-Changing Route. Abgerufen am 16. März 2023.
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  63. Mailand–San Remo 2020. Van Aert bezwingt Alaphilippe im Zweiersprint. In: Radsport-Seite.de. Daniel Hagen, abgerufen am 14. April 2022.
  64. Museo del Ciclismo Associazione Culturale ONLUS®: Museo del Ciclismo - 19 marzo 1965 - Milano-Sanremo. Abgerufen am 16. März 2023 (italienisch).
  65. 2023 » 114thMilano-Sanremo(1.UWT). In: Procyclingstats. Abgerufen am 14. März 2023 (englisch).