MV Agusta F4 100 CC

Motorrad des italienischen Herstellers MV Agusta
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MV Agusta
MV Agusta 1000 F4 CC.JPG
F4 100 CC
F4 100 CC
Hersteller MV Agusta S.p.A.
Produktionszeitraum 2007 bis 2008
Klasse Motorrad
Bauart Superbike, Supersportler
Motordaten
flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor, Viertakt, DOHC, Steuerkette, 4 radial angeordnete Ventile pro Zylinder, elektronische Benzineinspritzung mit Ø 48 mm Einzeldrosselklappen, geregelter Katalysator
Hubraum (cm³) 1078
Leistung (kW/PS) 147 / 200 bei 11.750 min−1
Drehmoment (Nm) 125 bei 9000 min−1
Getriebe 6-Gang-Kassettengetriebe, Mehrscheiben-Anti-Hopping-Ölbadkupplung
Antrieb O-Ring-Kette
Bremsen vorn 2 × 320 mm Scheibe, radial befestigte Vierkolben-Brembo-Monoblock-Festsättel, hinten 210 mm Scheibe
Radstand (mm) 1408
Sitzhöhe (cm) 81

Die MV Agusta F4 100 CC ist ein Motorrad der Kategorie Superbike / Supersportler des italienischen Herstellers MV Agusta.

Konzept und TechnikBearbeiten

Die F4 100 CC stellte das Topmodell der F4-Baureihe dar und wird von einem flüssigkeitsgekühlten Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor angetrieben. Die F4 100 CC ist mit homologierten 147 kW (200 PS) und 315 km/h eines der stärksten und schnellsten Serienmotorräder der Welt.

Motor und GetriebeBearbeiten

Der Moto ist ein wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor. Er hat vier Titan-Ventile pro Zylinder; diese sind radial angeordnet. Die Gemischaufbereitung erfolgt durch eine Einspritzanlage mit variablen Saugrohrlängen. Bei einer Bohrung von 79,0 mmx und einem Hub von 55,0 mm ergibt sich ein Hubraum 1078 cm³. Die Höchstleistung beträgt 147 kW (200 PS) bei 11750/min. Das maximale Drehmoment von 125 Nm liegt bei bei 9000/min an. Das Getriebe hat sechs Gänge.

Fahrwerk und BremsenBearbeiten

Der Rahmen ist ein CrMo-Stahl-Gitterrohrrahmen mit Magnesium-Rahmenplatten. Hinten ist eine Magnesium-Einarmschwinge verbaut, mit einem SACHS-Zentralfederbein. Die Marzocchi Upside-down-Gabel am Vorderrad hat einen Standrohrdurchmesser von Ø 50 mm. Der Federweg beträgt vorne 129 mm und hinten 120mm. Doppelscheibenbremse vorn, mit Vierkolben-Festsättel und einem Durchmesser von 320 mm. Hinten verzögert eine Scheibenbremse mit einem Durchmesser von 210 mm.

Ausstattungsmerkmale und PreisBearbeiten

Die Verkleidungsteile bestehen vollständig aus Kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Der Sitz ist partiell mit Alcantara bezogen, die Fußrastenanlage, Gabelbrücken, Schalt-, Fußbrems- und Handhebel sind CNC-gefräst. Zur Ausstattung der F4 100 CC gehören geschmiedete Marchesini-Scheibenräder, ein Lenkungsdämpfer und eine Einzelsitzbank.

Das „CC“ im Namen steht für den damaligen Unternehmensleiter Claudio Castiglioni. Die F4 100 CC ist auf 100 Stück limitiert. Sie war im Jahr 2008 mit einem Listenpreis von 100.000 € eines der drei teuersten Motorräder der Welt.[1]

Fahreindrücke von der Rennstrecke in HockenheimBearbeiten

Erster Gang und ab. Die Königliche rollt. Fahren. Was sie richtig gut kann. Überaus handlich und direkt. Weil auch der Motor, mit größerer Bohrung auf 1078 cm³ aufgestockt und wie die Tamburini mit variablen Ansaugrohren bestückt, sehr fein mitspielt. Und dabei so wunderbar lasziv aus der offenen Volltitan-Anlage mit den angeschrägten äußeren Rohren brabbelt.

Sauber zieht der Vierzylinder aus dem Keller an. Gleichmäßig, satt. Wobei sich Geräusch und Intensität je nach Drehzahl ändern. Gemessene 189 PS sind hier am wüten. Das macht die CC zum teuersten und stärksten »Serienmotorrad« der Welt. Aber keine Bange. Die Brembos werdens beim Anbremsen schon richten. Mit Ratio ist dem Ganzen nicht beizukommen. Schon eher mit Gefühl. Das zeigen einige Runden auf der CC klar: Es geht darum, das Tolle am Fahren selbst zu empfinden.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die drei teuersten Motorräder 2008 (Memento des Originals vom 22. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.transportspecs.com
  2. https://www.motorradonline.de/supersportler/fahrbericht-mv-agusta-f4-100-cc-neunundneunzig-und-eine/ abgerufen am 1. Juli 2021