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Münsterbusch

Stadtteil von Stolberg (Rheinland)

Münsterbusch ist ein westlicher Stadtteil von Stolberg (Rhld.) in der Städteregion Aachen mit rund 7.000 Einwohnern.

Münsterbusch
Koordinaten: 50° 46′ 7″ N, 6° 12′ 50″ O
Höhe: ca. 230 m ü. NHN
Einwohner: 7000
Postleitzahl: 52223
Vorwahl: 02402

GeografieBearbeiten

 
Münsterbusch im Münsterländchen

Münsterbusch liegt auf einem Höhenzug zwischen dem Inde- und dem Vichttal, der sich in nord-südlicher Richtung ausdehnt. Der Ortsteil wird im Norden von Unterstolberg und Atsch begrenzt, im Osten von Oberstolberg, im Süden von Büsbach und im Westen vom Naturschutzgebiet Muensterbusch zwischen Hamm und Haumuehle (ACK-015), Teil des Standortübungsplatzes Brander Wald. In Stolberg wird die Inde ab der Einmündung der Vicht bachaufwärts auch „Münsterbach“ genannt. Die Reichsabtei Kornelimünster war im Mittelalter der Eigentümer umfangreicher Ländereien, zu denen auch Münsterbusch und das Münsterländchen gehörte. In alten Karten ist der Bach noch als Münsterbach bezeichnet. Das Münsterbachtal, die Münsterbachstraße als auch das Naturschutzgebiet Münsterbusch bzw. das FFH-Gebiet Münsterbachtal sind danach benannt.

GeschichteBearbeiten

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Bereich des heutigen Stadtteils noch unbebaut. Er hieß „Münsterkohlberg“ und gehörte zur Mairie Büsbach. Zusammen mit Büsbach gelangte der entstandene Industrieort Münsterbusch 1935 zu Stolberg. Münsterbusch war der Standort der Grube James, der Bleihütte Münsterbusch und der Zinkhütte Münsterbusch und einer glasproduzierenden Industrie[1]. Das Wahrzeichen war der 'Lange Hein', ein 1857 zur Vermeidung von Vegetationsschäden errichteter Schornstein der Zinkhütte. Er war lange Zeit einer der höchsten Schornsteine Deutschlands und wurde 1963 gesprengt.

EinrichtungenBearbeiten

Im Münsterbusch befindet sich die Sportanlage „Glashütter Weiher“ mit Hallenbad und Stadion, die Hauptpolizeiwache Stolberg sowie die Feuer- und Rettungswache. In einem ehemaligen Fabrikgebäude des 19. Jahrhunderts ist das Museum Zinkhütter Hof untergebracht. In den ältesten Arbeiterhäusern Nordrhein-Westfalens wird eine Erweiterung des Museums eingerichtet. Die katholische Kirche und Pfarre heißt „Herz Jesu“.

VerkehrBearbeiten

Die nächste Anschlussstelle ist „Aachen-Brand“ an der A 44. Die nächsten Bahnstationen sind die euregiobahn-Haltestellen Stolberg-Mühlener Bahnhof und Stolberg-Rathaus. Buslinien des AVV verbinden Münsterbusch mit beinahe allen übrigen Stolberger Stadtteilen sowie mit Eilendorf und Aachen-Mitte.
Von 1887 hatte Münsterbusch mit eigenem Bahnhof einen Eisenbahnanschluss zum Bahnhof Stolberg Hbf, der für den Güterverkehr noch bis in die 1980er Jahre betrieben wurde.

KarnevalBearbeiten

Der Karneval in Münsterbusch wird durch die KG Mönsterböscher Jonge 1957 e.V. gestaltet.

AbbildungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Münsterbusch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2000-1w-garcke-stolberg-siegwart.pdf Glas aus Stolberg