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Münichreith (Gemeinde Münichreith-Laimbach)

Gemeindehauptort der Doppelgemeinde Münichreith-Laimbach, Bezirk Melk, Österreich

BW

Münichreith (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Münichreith
Münichreith (Gemeinde Münichreith-Laimbach) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Melk (ME), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Melk
Pol. Gemeinde Münichreith-Laimbach
Koordinaten 48° 16′ 1″ N, 15° 7′ 54″ OKoordinaten: 48° 16′ 1″ N, 15° 7′ 54″ Of1
Höhe 675 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 364 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 122 (2001)
Fläche d. KG 13,92 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04752
Katastralgemeinde-Nummer 14380
Zählsprengel/ -bezirk Münichreith (31525 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
364

Münichreith (manchmal auch Münichreith am Ostrong) ist ein Gemeindehauptort der Doppelgemeinde Münichreith-Laimbach.

GeografieBearbeiten

Münichreith liegt am Fuße des 1.061 m hohen Großen Peilstein, der höchsten Erhebung des Ostrong im südlichen Waldviertel in Österreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 38,82 Quadratkilometer.

GeschichteBearbeiten

Die Entstehungsgeschichte von Münichreith geht mindestens in das Jahr 1144 zurück. Der Name Münichreith bezeichnet das Rodungsgebiet (Reute) eines Klosters. Die Siedlung errang gewisse Bedeutung, da am Ostrong Holzschlägerungen stattfanden und die Baumstämme zur Donau transportiert werden mussten, um dort verschifft zu werden. Die Ritter von Weissenberg[1], die im heutigen Edelsreith ihren Stammsitz hatten, waren ein Rittergeschlecht, das in der Gegend als Raubritter berüchtigt war. In der Zeit der Bauernkriege war das Gebiet um Münichreith eines der Zentren der Aufstände in Niederösterreich. So soll im heutigen Bischofsstein der Erzbischof von Wien zu den Aufständischen gesprochen haben, um sie zum Einlenken zu bewegen. Später erwarben die Habsburger das Gebiet um den Ostrong und besonders Kaiser Franz Joseph I. war häufig auf Jagd in diesem Gebiet. Der Kaiserstein, eine der Erhebungen im Ostronggebiet, bekam seinen Namen von Kaiser Franz I., der von seinem Sommersitz Luberegg aus gerne die Gipfel um Münichreith bestieg.

Im November 1934 fiel Leopold Moser in Mayerhof bei Purgstall an der Erlauf einem Raubmord zum Opfer. Der aus Münichreith stammende Täter wurde dafür sowie für den versuchten Mord an dessen Ehefrau Katharina Pritz zum Tode verurteilt und am 12. März 1937 im Kreisgericht Krems hingerichtet.

Die Pfarrkirche von Münichreith ist dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag über Burgruine Weißenberg auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg