Mühlen (Steiermark)

Marktgemeinde im Bezirk Murau, Steiermark

Mühlen ist eine Marktgemeinde mit 868 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2023) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark.

Marktgemeinde
Mühlen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Mühlen
Mühlen (Steiermark) (Österreich)
Mühlen (Steiermark) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 50,80 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 14° 30′ OKoordinaten: 47° 2′ 0″ N, 14° 30′ 0″ O
Höhe: 960 m ü. A.
Einwohner: 868 (1. Jän. 2023)
Bevölkerungsdichte: 17 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8822, 8820
Vorwahl: 03586
Gemeindekennziffer: 6 14 10
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Nr. 5
8822 Mühlen
Website: www.muehlen.at
Politik
Bürgermeister: Christian Steibl[1] (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(9 Mitglieder)
6
3
Insgesamt 9 Sitze
Lage von Mühlen im Bezirk Murau
Lage der Gemeinde Mühlen (Steiermark) im Bezirk Murau (anklickbare Karte)KrakauMühlenMurauNeumarkt in der SteiermarkNiederwölzOberwölzRantenSankt Georgen am KreischbergSankt LambrechtSt. Peter am KammersbergScheiflingSchöderStadl-PredlitzTeufenbach-KatschSteiermark
Lage der Gemeinde Mühlen (Steiermark) im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
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Mühlen am Zirbitzkogel
Mühlen am Zirbitzkogel
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geografie Bearbeiten

 
Hörfeld Moor

Mühlen liegt ca. 28 Kilometer südöstlich von Murau. Der tiefste Punkt der Gemeinde ist im Nordwesten an der Olsa, in einer Höhe von 800 Meter über dem Meer. Nach Osten steigt das Land zu einer Hochfläche mit rund 1000 Meter Seehöhe an. Dies ist das bewohnte Gebiet, das im Süden zur Grenze nach Kärnten von knapp 1500 Meter hohen bewaldeten Bergen begrenzt wird. Weiter nach Osten steigt das Gemeindegebiet zum Zirbitzkogel auf 2396 Meter an.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 50,8 Quadratkilometer. Davon wird ein Viertel landwirtschaftlich genutzt, fast sechzig Prozent sind bewaldet und vierzehn Prozent sind Almen.[2]

Mühlner Badesee Bearbeiten

Der Mühlner Badesee ist ein aufgestauter Teich, der sich ungefähr einen Kilometer nördlich von Mühlen befindet. Er hat eine Wasserfläche von ca. 7 Hektar. Der Badesee ist bei Fischern sehr beliebt, da jedes Jahr zahlreiche Fische eingesetzt werden. Der Fischbestand beläuft sich auf Karpfen, Hechte, Zander, Schleien, Barsche, Rotfedern und Welse. 2004 wurde ein Rundweg um den Teich angelegt, der es Spaziergehern ermöglicht, sich den Teich von allen Richtungen aus anzusehen.

Gemeindegliederung Bearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2023[3]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Jakobsberg, Mühlen, Noreia und St. Veit.

Nachbargemeinden Bearbeiten

Neumarkt
  Obdach (MT)
Friesach (SV) Hüttenberg (SV)

Geschichte Bearbeiten

Das früheste Schriftzeugnis ist lateinisch 1200 und lautet „aput Molendium“. Der Name geht auf den althochdeutsch muli (Mühle) zurück.[4]

Die politische Gemeinde Mühlen wurde 1849/50 errichtet.[5] Mit 1. Jänner 1965 wurden die vormals eigenständigen Gemeinden Mühlen, Jakobsberg, Noreia (diese Gemeinde hieß vor 1930 Sankt Margarethen am Silberberg) und Sankt Veit in der Gegend zur Gemeinde Mühlen vereint.[6]

→ siehe auch: Noreia (Noricum)

Bevölkerungsentwicklung Bearbeiten

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

 
Pfarrkirche Noreia

Wirtschaft und Infrastruktur Bearbeiten

Wirtschaftssektoren Bearbeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:[7][8][9]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[10] 2011 2001 2021[10] 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 50 77 82 53 59 61
Produktion 11 10 7 34 20 18
Dienstleistung 32 33 24 69 96 72

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Tourismus Bearbeiten

Politik Bearbeiten

Gemeinderat Bearbeiten

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Seit dem Jahr 2015 hat der Gemeinderat 9 Mitglieder, davor waren es 15.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1985 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 6 Roman Scheuerer Heimatliste Zukunft für Mühlen und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ, 5 Heimatliste Scheuerer und 1 FPÖ.[11] (15 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ.[12] (15 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 SPÖ, 2 ÖVP und 1 FPÖ.[13]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 SPÖ und 3 ÖVP.[14]
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Bürgermeister Bearbeiten

  • 2003–2024 Herbert Grießer (SPÖ) († am 19. Jänner 2024)[15][16]
  • seit 2024 Christian Steibl (SPÖ)[1]

Wappen Bearbeiten

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. April 1985.
Wappenbeschreibung: In Rot ein herschauender silberner Löwe, in den Vorderpranken ein silbernes Mühlrad haltend.[17]

Persönlichkeiten Bearbeiten

Ehrenbürger Bearbeiten

  • 1982 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter

Söhne und Töchter der Gemeinde Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Walter Brunner: Mühlen. Geschichte einer obersteirischen Gemeinde. Eigenverlag der Gemeinde, Mühlen 1990.
  • Karin Erika Haas-Trummer: Noreia. Von der fiktiven Keltensiedlung zum mittelalterlichen Adelssitz. Eine historische und archäologische Spurensuche bis 1600. Böhlau, Wien u. a. 2007, ISBN 978-3-205-77584-3.

Weblinks Bearbeiten

Commons: Mühlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. a b Michaela Egger: Der einstige Gemeindelehrling ist jetzt Bürgermeister von Mühlen. In: kleinezeitung.at. 1. März 2024, abgerufen am 29. April 2024 (österreichisches Deutsch).
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Mühlen, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. September 2021.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2023 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2023), (ODS, 500 KB)
  4. Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 55 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  5. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  6. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 21. Dezember 1964 über die Vereinigung der Gemeinden Jakobsberg, Mühlen, Noreia und Sankt Veit in der Gegend (politischer Bezirk Murau).
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Mühlen, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. November 2023.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Mühlen, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. November 2023.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Mühlen, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. November 2023.
  10. a b STATcube. Statistik Austria, abgerufen am 2. November 2023.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Mühlen. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 29. Juni 2020.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Mühlen. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 29. Juni 2020.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Mühlen. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 29. Juni 2020.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Mühlen. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 29. Juni 2020.
  15. Verwaltung. Gemeinde Mühlen, abgerufen am 16. September 2021 (deutsch).
  16. Wir trauern um Herbert Grießer, Bürgermeister der Marktgemeinde Mühlen. Bestattung Steinberger, abgerufen am 25. Januar 2024 (deutsch).
  17. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 35/36, 1985/86, S. 63.
  18. Plankensteiner, Arnold. In: parlament.gv.at. Abgerufen am 24. Januar 2021.