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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mötzingen
Mötzingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mötzingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 32′ N, 8° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 533 m ü. NHN
Fläche: 8,15 km2
Einwohner: 3683 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 452 Einwohner je km2
Postleitzahl: 71159
Vorwahl: 07452
Kfz-Kennzeichen: BB, LEO
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 034
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßgartenstraße 1
71159 Mötzingen
Website: www.moetzingen.de
Bürgermeister: Marcel Hagenlocher
Lage der Gemeinde Mötzingen im Landkreis Böblingen
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Über dieses Bild

Mötzingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, die zum Landkreis Böblingen gehört. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

GeographieBearbeiten

Mötzingen liegt im Korngäu bzw. Oberen Gäu und ist zehn Kilometer südwestlich von Herrenberg und fünf Kilometer östlich von Nagold. Der Autobahnanschluss A 81 Rottenburg ist ca. sechs Kilometer entfernt.

GeschichteBearbeiten

Die ersten Siedlungsfunde in der Markung Mötzingen reichen bis in die Eisenzeit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1094. Seit 1806 gehörte Mötzingen zum württembergischen Oberamt Herrenberg. Anlässlich der Kommunalreform 1938, die zur Auflösung der Oberämter und zur Einführung von Landkreisen führte, kam der Ort zum Landkreis Böblingen.

ReligionenBearbeiten

Die Reformation wurde in Mötzingen 1534 eingeführt. In Mötzingen sind heute folgende Religionen mit nachfolgenden Einrichtungen vertreten:

  1. Evangelische Kirche: Die ev. Kirche ist mit der Mauritiuskirche, einem Gemeindehaus und einer Gemeindebücherei vertreten.
  2. Katholische Kirche: Die kath. Kirche ist in Mötzingen mit einem Gemeindehaus vertreten. Da ein Pfarrverband zwischen Vollmaringen und Mötzingen besteht, zählt man die Angehörigen des katholischen Glaubens der beiden Dörfer zur Katholischen Kirchengemeinde St. Georg.
  3. Evangelisch-methodistische Kirche: Die Angehörigen des evangelisch-methodistischen Glaubens gehören zur Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Gäufelden.
  4. Neuapostolische Kirche: Die neuapostolische Kirche ist in Mötzingen mit einem Kirchengebäude vertreten.
  5. Volksmission: Die Volksmission ist in Mötzingen mit einer Ortsgemeinde vertreten. Des Weiteren stellen sie ein Gebäude zur Verfügung, das für verschiedene Aktivitäten (Royal Rangers, Jugendgottesdienste, …) genutzt wird.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg[2] (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
8. Dezember 1853[3] 960
1. Dezember 1871 ¹ 972
1. Dezember 1880 ¹ 1.120
1. Dezember 1890 ¹ 1092
1. Dezember 1900 ¹ 1143
1. Dezember 1910 ¹ 1200
16. Juni 1925 ¹ 1263
16. Juni 1933 ¹ 1262
17. Mai 1939 ¹ 1240
13. September 1950 ¹ 1686
Jahr Einwohner
6. Juni 1961 ¹ 1592
27. Mai 1970 ¹ 1922
31. Dezember 1980 2458
27. Mai 1987 ¹ 2643
31. Dezember 1990 2979
31. Dezember 1995 3443
31. Dezember 2000 3502
31. Dezember 2005 3564
31. Dezember 2010 3678
31. Dezember 2015 3608

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Mötzingen hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
40
30
20
10
0
36,70 %
31,40 %
21,08 %
10,82 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,05 %p
-5,95 %p
+8,05 %p
-0,06 %p
UWV Unabhängige Wählervereinigung 36,70 4 38,75 5
WGM Wählergemeinschaft Mötzingen 31,40 4 37,35 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,08 3 13,03 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 10,82 1 10,88 1
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 60,31 % 50,8 %

BürgermeisterBearbeiten

Als Bürgermeister amtiert seit dem 1. Februar 2008 Marcel Hagenlocher, der bereits zuvor in der Mötzinger Gemeindeverwaltung tätig war. Sein Vorgänger Thomas Sprißler gab das Amt auf, nachdem er im Dezember 2007 zum Stadtoberhaupt der Großen Kreisstadt Herrenberg gewählt wurde.

WappenBearbeiten

Das Wappen besteht aus einem silbernen Kelch auf blauem Grund. Früher wurde der Kelch von zwei ebenfalls silbernen Lorbeerzweigen umkränzt. Die Herkunft des Wappens ist ungeklärt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Mötzingen liegt direkt an der Landesstraße 1361 und ist zudem über 6 Kreisstraßen erreichbar. Außerdem ist über einen Autobahnzubringer an die A 81 angeschlossen. Zudem ist durch einen gut ausgebauten ÖPNV nach Nagold und Herrenberg der Anschluss an das S-Bahn-Netz und damit eine gute Verbindung nach Stuttgart und den dortigen Flughafen und Hauptbahnhof gesichert.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Westlich von Mötzingen liegt der Steinbruchgebiet Schotterwerk Mayer. Neben der Rohstoffversorgung mit Schottermaterialien wird eine Erddeponie betrieben.
Die beiden Polstermöbelhersteller Rolf Benz und Walter Knoll haben Produktionsstandorte in Mötzingen.

BildungseinrichtungenBearbeiten

Mötzingen verfügt über eine eigene Grundschule, drei Kindergärten und eine Gemeindebücherei.

SonstigesBearbeiten

In Mötzingen steht der Sender Mötzingen, ein UKW-Füllsender des Südwestrundfunks.
Eine der bedeutendsten Höhlen in der Muschelkalkzone im Oberen Gäu, das Pommerlesloch, liegt in einem Waldstück in Mötzingen.
Auch die Herrgottscheuer, eine der größten Dolinen des Oberen Gäus liegt in Mötzingen.

NaturBearbeiten

Die Gemeinde Mötzingen wurde am 1. März 2013 vom Nabu zur ersten Haselmaus-Gemeinde Baden-Württembergs ernannt.[4]

TriviaBearbeiten

Als Ortsnecknamen werden die Mötzinger Muggeschnapper (Fliegenschnapper) genannt.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Thomas Sprißler (* 1966), Oberbürgermeister von Herrenberg, war von 1994 bis 2007 Bürgermeister in Mötzingen

LiteraturBearbeiten

  • Burkhart Oertel: Ortssippenbuch Mötzingen: Kreis Böblingen, Württemberg, 1560–1984. Neubiberg: Selbstverlag des Verfassers 1984 (= Württembergische Ortssippenbücher 12)
  • Evang. Kirchengemeinde Mötzingen: 1792 - 1992 Evangelische Mauritius-Kirche in Mötzingen. 1992

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2012@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. aus: Beschreibung des Oberamts Herrenberg, Tabelle_I.
  4. Gäubote vom 2. März 2013

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mötzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien