Mörmoosen

Ortsteil von Tüßling

Mörmoosen ist ein Ortsteil von Tüßling im Landkreis Altötting in Bayern.

Mörmoosen
Markt Tüßling
Wappen von Mörmoosen
Koordinaten: 48° 11′ 42″ N, 12° 35′ 11″ O
Höhe: 404 m
Eingemeindung: 1. Oktober 1970
Postleitzahl: 84577
Vorwahl: 08633

GeschichteBearbeiten

Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Mörmoosen finden sich in Schenkungsurkunden aus den Jahren zwischen 748 und 788. In diesem Zeitraum werden vier Höfe in Tüßling von Andaluc, Aotil und Uuelamoot an den Bischof von Passau übereignet. In denselben Urkunden wird eine Schenkung von zwei Höfen in Mörmoosen durch Wazamann an den Bischof von Passau erwähnt.

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts leistet die Hofmühle in Mörmoosen jährlich sechs Mut Getreide und ein Schwein als Abgabe nach Salzburg. 1285 geht das Schloss Mörmoosen wieder in bayerischen Besitz über und wird kurz darauf Sitz eines Landgerichtes. In den Landtafeln von Philipp Apian aus dem Jahre 1568 finden sich erste Ansichten von Mörmoosen. 1505 Erwähnung im Kölner Schiedsspruch (Landshuter Erbfolgekrieg): Übereignung der Pfänder Wasserburg, Traunstein, Wald, Trostberg, Mörmoosen und Marquartstein an Pfalzgraf Friedrich bis zum Abschluss der Taxation. Ein Fresko von Hans Thonauer aus dem Jahre 1580 zeigt in der Residenz in München das Gericht Mörmoosen. Die Bauernunruhen von 1634 werden niedergeschlagen und der Rädelsführer, der Schmied von Mauerberg, wird darauf hin hingerichtet. 1750 wird das Schloss Mörmoosen bei einem Brand zerstört und das Gericht 1804 aufgelöst. Vom Schloss ist heute nur die kleine Kirche Peter-Paul übrig.

Am 1. Oktober 1970 wurde Mörmoosen, bis dahin zum Landkreis Mühldorf gehörend, nach Tüßling eingemeindet (von nun an Landkreis Altötting).[1] Aktuelle Bürgermeisterin ist Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel (CSU). Sehenswert ist das Peter- und Paul Fest (Namenspatronen der Kirche) (Feiertag am 29. Juni) das am darauffolgenden Sonntag stattfindet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.

WeblinksBearbeiten