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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mönchenholzhausen führt kein Wappen
Mönchenholzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönchenholzhausen hervorgehoben

Koordinaten: 50° 58′ N, 11° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Grammetal
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 19,42 km2
Einwohner: 1631 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99198
Vorwahlen: 036203 und 036209 HaynVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 057
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erfurter Str. 18
99198 Mönchenholzhausen
Website: www.vg-grammetal.de
Bürgermeister: Henrik Slobodda
Lage der Gemeinde Mönchenholzhausen im Landkreis Weimarer Land
Am EttersbergMönchenholzhausenNohraNauendorfVollersrodaHetschburgFrankendorfIlmtal-WeinstraßeIlmtal-WeinstraßeEttersburgDaasdorf a. BergeRannstedtObertrebraBallstedtHammerstedtIsserodaOetternEberstedtKleinschwabhausenWiegendorfKiliansrodaBad SulzaMechelrodaOttstedt a. BergeKapellendorfBechstedtstraßGroßheringenLehnstedtUmpferstedtBuchfartDöbritschenRittersdorfHohenfeldenNeumarkHopfgartenNiedertrebraTroistedtTonndorfSchmiedehausenGroßschwabhausenNiederzimmernMellingenKlettbachNohraMönchenholzhausenMagdalaKranichfeldSaaleplatteApoldaBad BerkaBlankenhainKarte
Über dieses Bild

Mönchenholzhausen ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Grammetal.

GeografieBearbeiten

Mönchenholzhausen liegt zwischen Weimar und Erfurt an der Bundesstraße 7. Südlich tangiert in unmittelbarer Nähe die Bundesautobahn 4 die Fluren der Nachbargemeinden. Das Gemeindegebiet erstreckt sich aus der Nordabdachung der Ilmplatte von der Wasserscheide Ilm/Gramme zum Thüringer Becken hin.

Die Gemeinde Mönchenholzhausen besteht aus den Ortsteilen Mönchenholzhausen, Eichelborn, Hayn, Obernissa und Sohnstedt.

GeschichteBearbeiten

 
Monument an der B7 auf halbem Weg zu Utzberg: Am 16. Oktober 1808 nach dem Erfurter Fürstenkongress verabschiedeten sich Napoleon I. und Zar Alexander I. an dieser Stelle

Mönchenholzhausen wurde 876 erstmals urkundlich erwähnt. 1343 hieß es Moncheholizhausen.

Im Mittelalter gehörten die Dörfer (ohne Eichelborn und Hayn) zur Grafschaft Vieselbach, welche ab 1343 zum Gebiet der Stadt Erfurt gehörte. 1802 kam Mönchenholzhausen mit dem Erfurter Gebiet zu Preußen und zwischen 1807 und 1813 zum französischen Fürstentum Erfurt. Mit dem Wiener Kongress kam der Ort 1815 mit dem Amt Azmannsdorf zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach (Amt Vieselbach), zu dessen Verwaltungsbezirk Weimar er ab 1850 gehörte.[2]

Am 20. Juli 1816, aus Weimar kommend und unterwegs nach Würzburg, Wiesbaden und Stuttgart, verunglückte "kurz vor Münchenholzen" der Wagen von Johann Wolfgang von Goethe. Sein Begleiter Hofrat Meyer erlitt eine klaffende Wunde an der Stirn und beide mussten nach Weimar zurückkehren. Wegen dieser Verzögerung wurde die Reise in den Süden abgesagt und Goethe machte stattdessen eine mehrwöchige Kur in Bad Tennstedt.[3]

Am 19. Mai 1974 erfolgte der Zusammenschluss der Ortschaften Mönchenholzhausen, Eichelborn, Hayn, Obernissa und Sohnstedt. Ab dem 7. Mai 1976 wurde Mönchenholzhausen Teil des Gemeindeverbandes Vieselbach.

Voraussichtlich am 1. Januar 2020 wird durch Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Grammetal die Gemeinde mit allen ihren Ortsteilen Teil der neuen Landgemeinde „Grammetal“ werden.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister von Mönchenholzhausen ist Henrik Slobodda, der am 24. März 2019 gewählt wurde.[4]

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Mönchenholzhausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Bürgermeister als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl FF Hayn FWG Freie Wähler Grammetal Freie Wähler OES Gesamt
2014 1 11 --- --- 12 Sitze
2019 1 --- 7 4 12 Sitze

WirtschaftBearbeiten

Die Techniker Krankenkasse betreibt seit 1992 ein Bildungszentrum in Hayn.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche im Ortsteil Sohnstedt

SakralbautenBearbeiten

KulturdenkmaleBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

BrauchtumBearbeiten

In Mönchenholzhausen wird immer drei Tage nach der Sommersonnenwende, am Johannistag, ein „Grasekönig“ durch den Ort geführt und dann in den Vieselbach gestürzt.[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mönchenholzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Orte des Verwaltungsbezirks Weimar im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Brief an K.F. Zelter vom 22. Juli 1816, zit. in: Goethe, Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, Hg. von Ernst Beutler, Zurich: Artemis-Verlag, 1951, Bd. 21, S. 170
  4. Bürgermeisterwahl 2019, aufgerufen am 13. Mai 2019
  5. Der Landeswahlleiter Thüringen: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Kirchbau- und Heimatverein Mönchenholzhausen Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirche-heimat-mhh.de