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Lutz Lehmann (Radsportler)

deutscher Radrennfahrer

Lutz Lehmann (* 18. November 1963 in Berlin-Oberschöneweide[1][2]) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer und nationaler Meister im Radsport.

LebenBearbeiten

Lutz Lehmann wuchs in Ost-Berlin auf und begann in der DDR in der BSG Rotation Prenzlauer Berg mit dem Radsport.[3] Wegen „Westverwandtschaft“ wurde er in seinen sportlichen Möglichkeiten jedoch derartig eingeschränkt, dass er einen Ausreiseantrag stellte und an Franz Josef Strauß schrieb. Unter dem Vorwurf des Geheimnisverrats wurde er daraufhin inhaftiert, 1985 freigekauft, und er siedelte 1987 nach West-Berlin (Charlottenburg), wo er sich dem Verein RC Charlottenburg anschloss, um.[1][4] Ab 1991 fuhr er für den Verein RSG Frankfurt am Main, wechselte später zu Opel Schüler Berlin, RRV Hameln und letztlich zum SC DHfK Leipzig. Mit der RSG Frankfurt wurde er 1992 Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren.

Lehmann fuhr hauptsächlich Radrennen in Deutschland, machte aber auch Abstecher in die Slowakei (Slowakei-Rundfahrt 1991), nach Schweden (Postgirot Open 1992), in die Schweiz (GP Tell 1992) und zu seiner ersten Friedensfahrt 1990[4]. Bei der Internationalen Friedensfahrt 1995 hatte er auch den größten Erfolg seiner Radsportlaufbahn: drei Etappen im Gelben Trikot des Führenden. Auf der vierten Etappe bekam er jedoch einen Reifenschaden, der ihn die Führung kostete. Bei der Berlin–Rundfahrt konnte er bei seinen Starts insgesamt neun Etappen gewinnen.[3] Im letzten Jahr seiner Laufbahn gewann mit Rund um Berlin das Rennen, welches er schon als Jugendlicher gewinnen wollte.[5]

Ende 1999 beendete er seine sportliche Laufbahn.[3]

Lutz Lehmann fuhr auch 2011 bei Jedermann-Rennen für das „Team Wunderlich“ mit.[6]

ErfolgeBearbeiten

Zusammenfassung
Jahr Erfolg Rennen
1989 3. Rund um Berlin
Sieger 1. Etappe Bayern-Rundfahrt
1990 3. Rund um Berlin
Sieger 4. Etappe Bayern-Rundfahrt
1991 3. Gesamtwertung Slowakei-Rundfahrt
2. Gesamtwertung Bayern-Rundfahrt
1992 2. Gesamtwertung Niedersachsen-Rundfahrt
2. 6. Etappe Friedensfahrt
3. 9. Etappe
1995 Sieger 1. Etappe Friedensfahrt
2. Etappe
14. Gesamtwertung[7]
1997 3. Rund um Berlin
3. Sachsen-Tour[8]
1998 Sieger 8. Etappe Friedensfahrt
1999 Sieger Rund um Berlin

BeruflichesBearbeiten

In der DDR hatte er eine Ausbildung als Werkzeugmacher absolviert. Nach Beendigung seiner Laufbahn begann er eine Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter einer Fahrradfirma.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Berliner Zeitung von Mai 1995
  2. Spiegel von Oktober 1999
  3. a b c d Radsport–Verband Berlin (Hrsg.): Radsport News aus Berlin. Nr. 2/2000. Berlin, S. 9.
  4. a b Mitteldeutsche Zeitung von Mai 1995
  5. RC Charlottenburg (Hrsg.): 125 Jahre Radsport in Charlottenburg. Berlin 2008, S. 65.
  6. jedermann.rad-net.de
  7. Radsportseiten
  8. Chronik der Sachsen-Tour (Memento des Originals vom 8. Februar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sachsen-tour-international.de

WeblinksBearbeiten