Luster (Norwegen)

Kommune in Sogn og Fjordane in Norwegen

Luster ist eine Kommune in der Provinz Vestland in Norwegen. Sie liegt im Lusterfjord, der zum inneren Teil des Sognefjord gehört. Das Kommunenzentrum ist Gaupne. In der Kommune Luster liegen die Orte Fortun, Hafslo, Marifjøra, Jostedal, Luster, Nes, Ornes, Skjolden, Solvorn und Veitastrond.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Luster
Luster (Norwegen)
Luster
Luster
Basisdaten
Kommunennummer: 4644
Provinz (fylke): Vestland
Verwaltungssitz: Gaupne
Koordinaten: 61° 30′ N, 7° 20′ OKoordinaten: 61° 30′ N, 7° 20′ O
Fläche: 2.706,35 km²
Einwohner: 5.174 (27. Feb. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 2 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Ivar Kvale (Sp) (2011)
Lage in der Provinz Vestland
Lage der Kommune in der Provinz Vestland

GeografieBearbeiten

 
Die alte Kirche von Gaupne

Luster ist eine der größten Gemeinden im südlichen Norwegen. Die Kommune liegt in einer von Gletschern umgebenen Region, an einem Seitenarm des Sognefjords.[2]

Die Gemeinde Luster wird durch vier Gemeinden im Fylke Vestland begrenzt. Im Nordwesten grenzt Luster an Stryn, im Westen an Sunnfjord, im Südwesten an Sogndal und an Årdal im Südosten. Luster grenzt auch an Kommunen des Fylke Innlandet: Im Nordosten an Skjåk und im Norden an Lom und Vang.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Luster liegen viele Berge, so auch der Store Skagastølstind, der dritthöchste Berg Norwegens. Dieser Berg liegt im südlichen Teil der Kommune. Auch der vierthöchste Berg, der Store Styggedalstind befindet sich in Luster.

Berge in Kommune Luster über 2000 m

Berg Höhe Berg Höhe
Store Skagastølstind 2.405 m Store Dyrhaugstind 2.147 m
Store Styggedalstinden 2.387 m Mjølkedalstind 2.137 m
Jervvasstind 2.351 m Store Ringstind 2.124 m
Sentraltind 2.351 m Tverrådalskyrkja 2.088 m
Vetle Skagastølstind 2.340 m Lodalskåpa 2.083 m
Midtre Skagastølstind 2.284 m Store Soleiebotntind 2.083 m
Store Austanbotntind 2.203 m Søre Dyrhaugstind 2.072 m
Store Raudalseggi 2.168 m Fannaråken 2.068 m
Store Raudalstind 2.157 m Stetind i Jotunheimen 2.020 m
Uranostind 2.157 m Brenibba 2.018 m

Die Kommune ist reich an Gewässern. Seen sind zum Beispiel der Austdalsvatnet oder der Styggevatnet. Es gibt ebenfalls viele Wasserfälle, unter anderm den Feigumfoss mit einer Höhe von 218 m. Der Jostedøla fließt durch die Kommune und mündet in den Gaupnefjord, einen Seitenarm des Sognefjords.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Luster liegt der größte Gletscher des kontinentalen Europas, der Jostedalsbreen.

PolitikBearbeiten

Der Rat der Kommune hat 25 Sitze und wird alle vier Jahre gewählt.

Ergebnis 2015

Partei Sitzanzahl
Arbeiderpartiet 7
Framstegspartiet 1
Høgre 2
Kristelig Folkeparti 1
Senterpartiet 13
Venstre 1

WirtschaftBearbeiten

In Luster ist die Landwirtschaft weit verbreitet. Angebaut werden Beeren und andere Früchte. Auch Getreide wird produziert. Der Tourismus ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig. Angeboten werden verschiedene Aktivitäten, zum Beispiel Klettern, Wandern, Fischen oder Jagdaktivitäten.

InfrastrukturBearbeiten

Wie in jeder norwegischen Gemeinde gibt es in Luster Schulen bis zur 10. Klasse, ein Krankenhaus, Altenpflegeheime und weitere soziale Angebote.

Am Westufer des Lustrafjord verläuft die Straße 55, die in Skjolden weiter in Richtung Nordosten ins Fylke Innlandet verläuft. Am Ostufer des Lustrafjord verläuft die kleine Straße Fv331.

Es gibt keine Eisenbahn in Luster.

TourismusBearbeiten

 
Breheimsenteret

Innerhalb der Gemeindegrenzen liegt die Stabkirche Urnes aus dem 11. Jahrhundert, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In Gaupne gibt es eine 1647 erbaute Kirche. Ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Gletscherzunge Nigardsbreen. Ein Teil der Gemeinde Luster liegt im Jotunheimen-Nationalpark. Am Rand des Nationalparks liegt das Breheimsenteret, ein Besucherzentrum des Nationalparks.

Der Feigumfoss ist mit 218 m Höhe einer der höchsten Wasserfälle in Skandinavien.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisk sentralbyrå – Befolkning
  2. Andreas Wobig: Luster, Sogn og Fjordane. 2008. Archiviert vom Original am 7. August 2007.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/norwegen.piranho.de Abgerufen am 13. November 2017.