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Luserna San Giovanni (piemontesisch Luserna e San Gioann, okzitanisch Luzerna e San Jan) ist eine italienische Gemeinde mit 7297 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Metropolitanstadt Turin (TO), Region Piemont, direkt östlich von Torre Pellice.

Luserna San Giovanni
Wappen
Luserna San Giovanni (Italien)
Luserna San Giovanni
Staat Italien
Region Piemont
Metropolitanstadt Turin (TO)
Koordinaten 44° 49′ N, 7° 15′ OKoordinaten: 44° 49′ 0″ N, 7° 15′ 0″ O
Höhe 475 m s.l.m.
Fläche 17 km²
Einwohner 7.297 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 429 Einw./km²
Postleitzahl 10062
Vorwahl 0121
ISTAT-Nummer 001139
Volksbezeichnung Lusernesi
Schutzpatron Herz Jesu
Website www.comune.luserna.to.it
Luserna pan da rocca berra.jpg

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Luserna San Giovanni ist Mitglied der Bergkommune Comunità Montana Val Pellice. Die Gemeinde liegt an den Gebirgsflüssen Pellice und Angrogna. Sie liegt im mittleren Bereich des Val Pellice, in einem Teil, der auch Val (di) Luserna genannt wird und besteht aus den Ortsteilen Airali, Luserna und San Giovanni. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 17 km².

 
Waldenserkirche von 1806
 
Rathaus der Gemeinde

Ihre Nachbargemeinden sind Angrogna, Bricherasio, Torre Pellice (Hauptort des Tales), Bibiana, Lusernetta, Rorà und Bagnolo Piemonte.

GeschichteBearbeiten

Die Erstnennung der Burg von Luserna erfolgte im Jahr 1096. Sie ging der entsprechenden Urkunde zufolge am 28. März 1069 an Maria, alamannischer Herkunft und Tochter eines Hugo, und ihren Ehemann Gosuinus, genannt Merulus. Dieser war, folgt man der historischen Tradition, der Stammvater der Signori von Luserna. Laut anderen Urkunden taucht er bereits vor dem Tod der Herzogin Adelheid von Susa († 1091) in ihrem Umkreis auf, wahrscheinlich bereits ab 1063. Ihr Tod beschleunigte den Zerfall der Markgrafschaft Turin, wobei sich Merulus einige verstreute Teile sichern konnte, um deren Verbindung er sich später bemühte. Ähnlich wie andere Lokalherren nutzte er, trotz Beibehaltung des Titels Vicecomes, die Gelegenheit, eine eigenständige Dynastie zu gründen.[2] Diese zerfiel in einem nicht rekonstruierbaren Prozess in drei Linien, nämlich die der Bigliori, der Rorenghi und der Manfredi, die nach der hauseigenen Legende auf entsprechende Söhne eines Ahnherrn zurückgingen.

ReligionBearbeiten

Die waldensische Kirche, die ihr Zentrum in der Nachbargemeinde Torre Pellice hat, ist in Luserna San Giovanni präsent. Im Ort befinden sich katholische aber auch waldensische Kirchen. Die klassizistische waldensische Kirche wurde 1806 erbaut.

Der Ort steht unter dem Patronat Herz Jesu.

WirtschaftBearbeiten

Ein wichtiger Wirtschaftszweig sind die Steinbrüche, in denen Orthogneis gebrochen wird (bekannt als Pietra di Luserna), aber auch die Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreide und Obst ist ein zentraler Erwerbszweig.[3] Außerdem hat der Schokoladenhersteller Caffarel seinen Sitz in Luserna.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Söhne und TöchterBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Alessandro Barbero: Il dominio dei signori di Luserna sulla Val Pellice (secoli XI-XIII), in: Bollettino storico-bibliografico subalpino 91,2 (1993) 657–669, hier: S. 657 (online).
  3. Website der Gemeinde – Guida turistica, abgerufen am 2. August 2017
  4. Website der Gemeinde – Gemellaggi, abgerufen am 2. August 2017

WeblinksBearbeiten

  Commons: Luserna San Giovanni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien