Luitgard (Franken)

vierte und letzte Gemahlin von Kaiser Karl dem Großen

Luitgard († 4. Juni 800 in Tours) war von 794 bis 800 die Partnerin des Frankenkönigs Karl des Großen.

Abtei Saint-Paul de Cormery: Zum Gedenken an Luitgard von Karl dem Großen errichtet

LebenBearbeiten

Über die aus einem Adelsgeschlecht stammende Alemannin Luitgard ist nur sehr wenig bekannt. Es wurde oft angenommen, dass sie seit 794 mit Karl dem Großen verheiratet war, nachdem seine vorige Frau Fastrada verstorben war. Dies ist aber aufgrund der unsicheren Quellenaussagen zweifelhaft. Insofern ist es auch unsicher, dass sie mit Karl eine legitime Verbindung eingegangen war.[1] Luitgard wurde jedenfalls als große Schönheit von hoher Bildung beschrieben und Alkuin rühmte sie in seinen Briefen; auch politisch hatte sie offenbar einigen Einfluss.[2] Luitgard verstarb am 4. Juni 800 im Kloster Saint-Martin in Tours, wo sie auch beigesetzt wurde.

LiteraturBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Vgl. Martina Hartmann: Die Königin im frühen Mittelalter. Stuttgart 2009, S. 103; Stefan Weinfurter: Karl der Große. Der heilige Barbar. Piper, München u. a. 2013, ISBN 978-3-492-05582-6, S. 163f.
  2. Wilfried Hartmann: Karl der Große (= Urban-Taschenbücher. 643). Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-018068-0, S. 60.
VorgängerinAmtNachfolgerin
FastradaKönigin des Frankenreiches
794 bis 4. Juni 800
Judith