Luis Rubiales

spanischer Fußballspieler

Luis Manuel Rubiales Béjar (* 23. August 1977 in Las Palmas de Gran Canaria)[1] ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler und jetziger -funktionär. Seit dem 17. Mai 2018 ist er Präsident des spanischen Fußballverbandes.

Luis Rubiales
(Luis Rubiales) Sánchez entrega la Gran Cruz del Mérito Deportivo a Iniesta.jpg
Luis Rubiales (2018)
Personalia
Name Luis Manuel Rubiales Béjar
Geburtstag 23. August 1977
Geburtsort Las Palmas de Gran CanariaSpanien
Größe 180 cm
Position Linker Verteidiger
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–1999 Guadix CF 47 (10)
1999–2000 RCD Mallorca B 30 0(1)
2000–2001 UE Lleida 35 0(0)
2001–2003 Deportivo Xerez 55 0(0)
2003–2008 UD Levante 86 0(0)
2008–2009 FC Alicante 15 0(0)
2009 Hamilton Academical 0 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 18. Mai 2018

Karriere als SpielerBearbeiten

Über die Stationen Guadix CF und die zweite Mannschaft des RCD Mallorca gelangte Rubiales in den Profifußball. So stand er in der Saison 2000/2001 in der Segunda División bei UE Lleida unter Vertrag, doch die Mannschaft stieg als Tabellenletzter ab.

Im Sommer des gleichen Jahres verließ er den Verein in Richtung Deportivo Xerez, wohin er vom deutschen Trainer Bernd Schuster geholt wurde. Nachdem er zweimal mit seiner Mannschaft den Aufstieg verpasst und Schuster den Verein verlassen hatte, zog es Rubiales zum Vorjahresvierten UD Levante. Mit den Levantinern gelang ihm der Aufstieg, doch schon im folgenden Jahr, in dem er Bernd Schuster als Trainer wiedertraf, ging es eine Liga runter. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg, während dessen er genauso wenig wie in der Abstiegssaison zum Einsatz kam, konnte er sich in der Saison 2006/2007 seinen Stammplatz zurückholen. Er war lange Zeit Kapitän des Vereins.

Nach dem Abstieg 2008 ging Rubiales zum Zweitliga-Aufsteiger FC Alicante. Im August 2009 wechselte er zu Hamilton Academical nach Schottland, wo er seine Karriere anschließend beendete.

Karriere als FunktionärBearbeiten

Von März 2010 bis November 2017 war Rubiales Präsident der spanischen Spielergewerkschaft.[2]

Am 17. Mai 2018 wurde er zum Präsidenten des spanischen Fußballverbandes gewählt.[3] In einer seiner ersten Amtshandlungen verlängerte Rubiales den Vertrag mit dem A-Nationaltrainer Julen Lopetegui bis nach der Europameisterschaft, die zu diesem Zeitpunkt für 2020 geplant war.[4] Nachdem Lopetegui am 12. Juni 2018 – drei Tage vor dem Auftaktspiel der Spanier bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland – von einer Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht hatte, um zu Real Madrid zu wechseln,[5] den Verband davon aber erst unmittelbar vor der Bekanntgabe informiert hatte,[6] entließ er diesen einen Tag später[7] und setzte den Sportdirektor des Verbandes, Fernando Hierro, als Trainer für die Weltmeisterschaft ein.[8] Unter Hierro schied die Mannschaft nach einem 3:4 im Elfmeterschießen gegen den Gastgeber im Achtelfinale aus.

Nach der WM wurde Luis Enrique von Rubiales als neuer Cheftrainer verpflichtet. Dieser musste allerdings im Juni 2019 von seinem Posten zurücktreten, da seiner Tochter schwer erkrankt war und Ende August 2019 verstarb. Neuer Cheftrainer wurde sein langjähriger Co-Trainer Robert Moreno, der sich mit der Mannschaft erfolgreich für die Europameisterschaft 2021 qualifizierte. Nach dem letzten EM-Qualifikationsspiel im November 2019 ernannte Rubiales Luis Enrique erneut zum Nationaltrainer. Moreno hatte zwar im Vorfeld verkündet, aufgrund seiner Freundschaft zu Luis Enrique wieder die Funktion des Co-Trainers zu übernehmen, falls dieser zurückkehren wolle. Nachdem er jedoch am Vortag in der Halbzeit des Qualifikationsspiels gegen Rumänien (5:0) über die Presse von seiner Ablösung erfahren hatte, verließ er den Verband.[9][10] Auf seiner Vorstellungspressekonferenz gab Luis Enrique an, für den Abgang von Moreno verantwortlich zu sein. Laut ihm wollte Moreno ihm erst nach der Europameisterschaft den Cheftrainerposten überlassen und wieder sein Co-Trainer werden, was Luis Enrique als „illoyal“ empfand.[11]

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Luis Rubiales – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. UEFA.com: Luis Rubiales. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  2. Wahl von Luis Rubiales in Spanien. In: uefa.com. 18. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  3. Rubiales neuer spanischer Verbansboss. In: sport.de. 17. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  4. Official: Julen Lopetegui renews as Spain Head Coach until 2020. In: sefutbol.com. 22. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2018 (englisch).
  5. Official Announcement: Julen Lopetegui. In: sefutbol.com. 12. Juni 2018, abgerufen am 14. Juni 2018 (englisch).
  6. Spanien trennt sich von Lopetegui – Hierro übernimmt. In: kicker.de. 13. Juni 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  7. Official Press Conference: RFEF dismisses Julen Lopetegui. In: sefutbol.com. 13. Juni 2018, abgerufen am 14. Juni 2018 (englisch).
  8. Official: Fernando Hierro to assume role as Head Coach for the Russia World Cup. (Nicht mehr online verfügbar.) In: sefutbol.com. 13. Juni 2018, archiviert vom Original am 15. Juni 2018; abgerufen am 14. Juni 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sefutbol.com
  9. Nach fünf Monaten: Luis Enrique wieder spanischer Nationaltrainer, kicker.de, 19. November 2019, abgerufen am 19. November 2019.
  10. Luis Enrique makes Spain return as Roberto Moreno walks away in tears, theguardian.com, 19. November 2019, abgerufen am 19. November 2019.
  11. Luis Enrique schmiss Moreno raus: "So jemanden brauche ich nicht", kicker.de, 27. November 2019, abgerufen am 27. November 2019.