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Ludwig von Schwabe

deutscher Klassischer Philologe und Archäologe; Rektor in Tübingen

Ludwig Schwabe, ab 1880 von Schwabe[1], (* 24. Juni 1835 in Gießen; † 20. Februar 1908 in Tübingen) war ein deutscher Philologe und Archäologe, sowie Professor für Klassische Philologie und Klassische Archäologie.[2]

LebenBearbeiten

 
Das Grab Ludwig Schwabes auf dem Tübinger Stadtfriedhof

Er studierte Klassischen Philologie und Archäologie in Gießen und Göttingen, promovierte 1857 in Gießen[1] und habilitierte sich 1859. Danach arbeitete er als Privatdozent und wurde 1863 außerordentlicher Professor in Gießen. Ende 1863 folgte er einem Ruf der Universität Dorpat als ordentlicher Professor für Klassische Philologie[1], wurde 1865 Direktor der Universitätsbibliothek und 1867 Dekan. Schließlich wurde er 1872 ordentlicher Professor für klassische Philologie und Lehrstuhlinhaber für Klassische Archäologie in Tübingen, dort war er 1881 bis 1882 Rektor.

Ein besonderes Augenmerk hatte er auf die Münzsammlung im Eichhörnchenschrank des Archäologischen Instituts in Tübingen, die er durch gezielte Neuanschaffungen zu überregionaler Bedeutung führte.[3]

1880 wurde er durch Verleihung des Ehrenritterkreuzes des Ordens der Württembergischen Krone[4] in den persönlichen Adelsstand erhoben. Ab 1894 war er korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

WerkeBearbeiten

  • Ludwig Schwabe: Pergamon und seine Kunst: Rede zum Geburtsfest S. M. d. Königs am 6. März 1882 im Namen der Eberhard-Karls-Universität. F. Fues, Tübingen 1882.
  • Wilhelm Sigismund Teuffel, Ludwig Schwabe: W. S. Teuffels Geschichte der römischen Literatur. Teubner, Leipzig 1882, 4. Aufl.
  • Wilhelm Stieda (Hg.): Dorpat vor fünfzig Jahren: Aus den Lebenserinnerungen eines deutschen Professors. Hirzel, Leipzig 1915.

LiteraturBearbeiten

  • Theodor Klett: Ludwig Schwabe. In: Biographisches Jahrbuch für Altertumskunde, 32. Jahrgang (1909), S. 51–64.
  • Stefan Krmnicek: Ludwig Schwabe und das Archäologische Institut. In: Philipp Baas, Stefan Krmnicek, Johannes Lipps (Hgg.), Klassische Archäologie im Wandel. Zum 150-jährigen Bestehen des Tübinger Instituts. Tübinger Archäologische Forschungen Sonderschriften 1. Rahden/Westf 2017, S. 67–76.
  • W. Schmid: Schwabe, Ludwig. In: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog 13, 1910, S. 124–126.
  • Wilhelm Stieda (Hg.): Ludwig Schwabe: Dorpat vor fünfzig Jahren. Aus den Lebenserinnerungen eines deutschen Professors. Leipzig 1915.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Amburger.
  2. Universitätsarchiv Tübingen.
  3. Anke te Heesen, Anette Michels (Hg.): Auf-zu. Der Schrank in den Wissenschaften. Akademie, Berlin 2007, ISBN 978-3-05-004359-3, S. 117.
  4. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1894, S. 34.

WeblinksBearbeiten

 Wikisource: Ludwig Schwabe – Quellen und Volltexte