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Ludwig Heinrich von Jakob

deutscher Staatswissenschaftler, Philosoph, Ökonom und Schriftsteller
Epitaph für Ludwig Heinrich von Jakob im Grabbogen 61 auf dem halleschen Stadtgottesacker

Ludwig Heinrich von Jakob (* 26. Februar 1759 in Wettin; † 22. Juli 1827 in Lauchstädt) war ein Staatswissenschaftler, Philosoph, Ökonom, Schriftsteller und korrespondierendes Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften (1810).

Seine Eltern waren der Kleinbauer Johann Konrad Jacobi (1733–1800) und dessen Ehefrau Charlotte Wilhelmine Jähne († 1764).

Er besuchte seit 1773 das Gymnasium in Halle und studierte seit 1777 Philologie an der dortigen Universität. Im Jahre 1781 erhielt er eine Anstellung als Gymnasiallehrer in Halle. Nach der 1785 erfolgten Promotion und Habilitation wurde Jakob 1787 Professor an der Universität Halle, 1806, nach deren Schließung durch Napoleon, an der Universität Charkow.[1] 1809 war er Mitglied der Finanzkommission und später verantwortlich für die Abfassung eines "Entwurfs eines Criminalgesetzbuches für das russische Reich". 1816 kehrte er nach Halle zurück. Sein Grab befindet sich auf dem halleschen Stadtgottesacker im Bogen 61.[2]

Inhaltsverzeichnis

FamilieBearbeiten

Er heiratete N. N. Dreyßig aus Halle. Das Paar hatte einen Sohn und drei Töchter, darunter:

WerkeBearbeiten

  • Denkwürdigkeiten aus meinem Leben. Herausgegeben von Hans-Joachim Kertscher in Zusammenarbeit mit Michael Mehlow. Universitäts-Verlag Halle-Wittenberg, Halle 2011. ISBN 978-3-86977-032-1.
  • Grundriss der allgemeinen Logik und kritische Anfangsgründe der allgemeinen Metaphysik. Halle: Hemmerde und Schwetschke, 1788.
  • Grundriß der Erfahrungs-Seelenlehre. Halle a. d. Saale 1791.
  • Grundsätze der National-Oekonomie oder National-Wirthschaftslehre. Selbstverl.; Ruff in Komm., Halle 1805. Digitalisat

LiteraturBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Joseph Wälzholz: Der erste Kantianer in Russland. Ludwig Heinrich von Jakobs autobiografische „Denkwürdigkeiten“ erstmals ediert. In: Neue Zürcher Zeitung, 7. Mai 2014, S. 46.
  2. Der hallesche Stadtgottesacker. Einzigartige Friedhofsanlage der Renaissance. Sonderausgabe aus Anlass des Abschlusses eines Jahrzehnts der baulichen, denkmalpflegerischen Instandsetzung, hrsg. v. d. Stadt Halle (Saale), 2. A., Halle 2003, S. 21.

WeblinksBearbeiten