Ludwig Ganghofer

deutscher Schriftsteller
Ganghofer, porträtiert von Friedrich August von Kaulbach im Jahr 1908 1908 Sig Ludwig Ganghofer.jpg

Ludwig Albert Ganghofer (* 7. Juli 1855 in Kaufbeuren; † 24. Juli 1920 in Tegernsee) war ein bayerischer Schriftsteller, der durch seine Heimatromane bekannt geworden ist.

LebenBearbeiten

Ludwig Ganghofers Geburtshaus in Kaufbeuren liegt im Zentrum der Altstadt, unmittelbar neben der Martinskirche, in der er auch getauft wurde.[1] Als Sohn eines Försters mit wechselnden Dienststellen wuchs er in verschiedenen bayerischen Orten auf. Einen Teil seiner Kindheit (1859–1865) verbrachte Ludwig Ganghofer in Welden bei Augsburg. Nach dem Abitur am Königlich-Bayerischen Gymnasium im Jahr 1873 in Regensburg arbeitete er ein Jahr als Schlosser und Monteur in der Augsburger Maschinenfabrik Riedinger.[2] Im Jahr 1875 begann er ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in München, wechselte jedoch später zu Literaturgeschichte und Philosophie nach München, Berlin und Leipzig. Während seines Studiums wurde er Mitglied im Akademischen Literaten-Verein Berlin.[3] Im Jahr 1879 wurde er in Leipzig promoviert.[4] 1913 wurde er als Alter Herr Mitglied der neugegründeten Burschenschaft Rheno-Marchia Münster.[5]

Sein erstes Schauspiel Der Herrgottschnitzer von Ammergau schrieb Ganghofer 1880 für das Münchner Gärtnerplatztheater. Es wurde dort neunzehnmal aufgeführt. In Berlin wurde das Stück mehr als hundertmal gespielt. Ab Oktober 1881 arbeitete Ganghofer in Wien als Dramaturg am Ringtheater, das jedoch wenige Wochen später abbrannte. Seither war er freier Mitarbeiter für das Familienblatt Die Gartenlaube und Feuilletonredakteur des Neuen Wiener Tagblatts (1886–1891). In seiner Wiener Zeit verkehrte Ganghofer im berühmten Salon der Baronin Sophie Todesco, Frau des Kaufmanns Baron Eduard Todesco im Palais Todesco an der Kärntner Straße. Dort traf er auf bedeutende Vertreter aus Kunst, Kultur und Wirtschaft, wie Isidor Mautner, Hugo von Hofmannsthal und Johann Strauss, der ihm die Polka Auf zum Tanze op. 436 widmete, während Ganghofer wiederum Teile des Librettos für die Strauss-Operette Der Zigeunerbaron verfasste und seinen Roman Der Unfried mit einer Widmung für Strauss versah. 1890 gab Ganghofer zusammen mit dem ihm zeit seines Lebens freundschaftlich verbundenen Schriftsteller und Journalisten Vinzenz Chiavacci die Gesammelten Werke von Johann Nestroy heraus.

Als Schriftsteller hatte Ganghofer seinen Durchbruch mit Hochlandgeschichten und -romanen – als erstes 1883 mit der Prosafassung des bis dahin erfolglosen Bühnenstücks Der Jäger von Fall. Ab 1891 legte er seinen Schwerpunkt auf das Schreiben, inszenierte jedoch zum Beispiel 1898 in München noch Hugo von Hofmannsthals Der Tor und der Tod.

 
Ganghofer-Grab auf dem Egerner Friedhof

Ganghofer war vielseitig interessiert. Technische Neuerungen, wie zuletzt der Film, fanden sein besonderes Interesse. 1897 gründete er mit Ernst von Wolzogen, Max Halbe und Richard Strauss die Münchener Literarische Gesellschaft[6] und setzte sich als deren Präsident mit Nachdruck für Autoren ein, die eine ganz andere Art von Literatur vertraten und noch keine Anerkennung gefunden hatten beziehungsweise unter der Zensur zu leiden hatten (zum Beispiel Rainer Maria Rilke oder Frank Wedekind, für den Ganghofer 1918 auch die Grabrede hielt). Mit Frank Wedekind und Heinrich Mann unterzeichnete er 1909 den Demokratisierungsaufruf Für die preußische Wahlreform. Seine gewinnende, humorvolle Art brachte ihn in Kontakt mit zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Ganghofer führte mit seiner Familie ein gastfreundliches Haus.

 
Jagdhaus

Sowohl in München als auch auf seinem großzügig ausgebauten Jagdhaus „Hubertus“ bei Leutasch in Tirol (unmittelbar neben der heutigen Tillfußalm gelegen), wo er mit einigen Mitpächtern ein Jagdrevier von über 20.000 Hektar im Gaistal gepachtet hatte, waren bekannte Persönlichkeiten der Zeit aus den unterschiedlichsten Bereichen seine Gäste, so etwa Ludwig Thoma, Friedrich August von Kaulbach, Franz von Stuck, Franz von Defregger, Rainer Maria Rilke, Paul Heyse, Hugo von Hofmannsthal, Franz von Jauner, Leo Slezak oder Richard Strauss. Adele Sandrock und Karl Valentin wurden von Ludwig Ganghofer entdeckt und gefördert.

Zwischen 1915 und 1917 berichtete Ganghofer als Kriegsberichterstatter von Kriegsschauplätzen an der West- und Ostfront, direkt aus der Frontlinie. Neben propagandistischen Kriegsberichten, wie Reise zur deutschen Front, findet sich auch eine Vielzahl von Kriegsgedichten, die in Sammelbänden wie Eiserne Zither und Neue Kriegslieder erschienen. Die Werke sind durch patriotische Gesinnung geprägt und nicht selten Lobeshymnen auf die Kriegsführung unter Paul von Hindenburg und den Kaiser, der ein persönlicher Freund Ganghofers war (Ganghofer galt als Lieblingsschriftsteller des Kaisers). Eine tiefe Gesinnung und Freundschaft verband ihn auch mit dem steirischen Heimatdichter Peter Rosegger.[7] Ganghofer erlitt eine schwere Kriegsverletzung und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Er wurde, wie sein Freund Ludwig Thoma, Mitglied der 1917 gegründeten nationalistischen Deutschen Vaterlandspartei, die einen Siegfrieden propagierte. Nach deren Auflösung am 10. Dezember 1918[8] trat Ganghofer nicht mehr politisch in Erscheinung.

Nach Beendigung seiner Tätigkeit als Kriegsberichterstatter war er bis zu seinem Tod als Schriftsteller tätig. Sein letztes Werk, Das Land der Bayern in Farbenphotographie, widmete er König Ludwig III. von Bayern. Ganghofer verstarb 1920 an seinem letzten Wohnsitz, der Villa Maria in Tegernsee, die er 1918 gekauft, umgebaut und ab 1919 bewohnt hatte.[9][10][11] Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Kirche St. Laurentius in Rottach-Egern, neben dem von Ludwig Thoma.

WerkBearbeiten

Viele Werke Ganghofers greifen Geschehnisse aus der Geschichte des Berchtesgadener Landes auf, wo er sich regelmäßig aufhielt. Seine Heimatromane haben Ganghofer schon zu Lebzeiten den Ruf des „Heile-Welt“-Schreibers eingebracht. Nicht selten sind seine Werke, die meist vom Leben einfacher, tüchtiger, ehrlicher Leute handeln, als Kitsch bezeichnet worden. Ganghofer und seine Werke wurden deswegen schon zu Lebzeiten Zielscheibe satirischer Attacken, beispielsweise von Karl Kraus in seinem Werk Die letzten Tage der Menschheit.

Besonders die historischen Romane über die Chronik Berchtesgadens enthalten durchaus Hinweise auf soziale Konfliktsituationen der wilhelminischen Zeit. Diese Geschichten, die nicht immer ein Happy End aufweisen, behandeln auch Konflikte zwischen den Ständen ebenso wie gesellschaftlichen Aufstieg (durch treue Dienste) und plädieren für einfaches Gottvertrauen. Es lässt sich innerhalb dieses Zyklus eine Militarisierung beobachten, so nehmen Schilderungen bewaffneter Auseinandersetzungen zu. Die soziale Lage der Bauern beschreibt Ganghofer ebenso wie das Aufeinandertreffen von Fortschritt und Aberglauben. Über allem steht das Idealbild eines monarchistisch-patriarchalen, für seine Untertanen sorgenden Staates, wie es der preußisch-konservativen Ideologie entspricht. Beschworen wird in dieser Chronik die Einigkeit der Länder und Klassen, negativ schildert Ganghofer inneren Zwist und Zerfall. Das Christentum, wie Ganghofer es in diesem Werk darstellt, zeichnet sich dem deutschen Nationalstaatsgedanken entsprechend durch eine eher protestantische Färbung aus. Von völkischer Ideologie sind die Erzählungen dagegen weitgehend frei, was sich sowohl in der Beschreibung der bäuerlichen Charaktere zeigt als auch daran, dass bei Ganghofer – anders als in der völkischen Literatur – dunkelhaarige Romanfiguren mit südländischen Wurzeln (wie auch deren Verbindungen mit Deutschen) häufig positiv besetzt sind. Auch jüdische Charaktere werden nicht in antisemitischer Weise negativ gezeichnet, überdies kommt auch ihnen widerfahrenes Unrecht zur Sprache.[12] In Lebenslauf eines Optimisten („Buch der Kindheit“, Kapitel 3) schreibt Ganghofer:

„Ich war zehn Jahre Journalist in Wien. Da lernt man Juden kennen. Sehr viele. Und ich habe gefunden, daß in jüdischen Familien alle Wichtigkeiten der Menschwerdung vor den Kindern viel natürlicher und verständiger genommen und besprochen werden, als die verkrüppelte Sittlichkeit unserer ‚christlich-arischen Kultur‘ das zuläßt. Die jüdischen Väter und Mütter genießen in der tieferen Liebe ihrer Kinder die Frucht des Vernünftigen.“

Ganghofers Werke, vor allem die Romane, werden noch heute verlegt. Weltweit wurden insgesamt mehr als 30 Millionen Ausgaben verkauft (geschätzt, Stand 2004).

FamilieBearbeiten

Ganghofers Eltern waren der Ministerialrat August Ganghofer (später Leiter der Königlich Bayerischen Forstverwaltung, dem 1887 der nichterbliche Adelstitel Ritter verliehen wurde) und dessen Frau Charlotte, geborene Louis, Tochter des an der Aschaffenburger Forstlehranstalt unterrichtenden Professors Carl Louis.[13][14][15] Ganghofers Schwester Ida war mit dem Geologen und Geographen Albrecht Penck verheiratet. Der Geomorphologe Walther Penck war Ganghofers Neffe. Von den Enkeln Ganghofers sind der Schriftsteller Bernhard Horstmann, der unter dem Pseudonym Stefan Murr Kriminalromane und Thriller schrieb, und der Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing bekannt geworden.

Die jüdische Herkunft von Ludwig Ganghofers Frau, Kathinka geb. Engel, ist umstritten. Schon vor der Zeit des Nationalsozialismus wurde eine "arisch"-aristokratische Herkunft behauptet, angeblich sei sie die außereheliche Tochter des österreichischen Diplomaten Graf Ferdinand Ladislaus von Esterházy-Hallwyl[16] und der Operettensängerin Marie Geistinger.[17] Sie sei von einer jüdischen Familie in Budapest aufgezogen worden. Die Quellenlage ist jedoch anders: Katharina Engels Geburt wurde als Gitel Engel mit dem 7. Juli 1856 in das Geburtsbuch der Israelitischen Kultusgemeinde in Pest eingetragen, laut diesem war sie eine Tochter des Leopold Engel und der Babette Weiss.[18] Ihre Eltern sollen danach der 1877 in Wien verstorbene Kaufmann Leopold Engel und dessen Ehefrau Babetta „Betti“, geb. Weiss, 1870 ebenfalls in Wien gestorben, sein. Beide liegen auf dem jüdischen Friedhof in Währing begraben. Im Verlassenschaftsakt Leopold Engels ist mit keinem Wort erwähnt, dass es sich bei ihr um eine Adoptiv- oder Pflegetochter handelte.[19] Die angebliche Herkunft und spätere Adoption durch das jüdische Ehepaar Engel erscheint fraglich, weil es vor dem Jahre 1868 in Österreich unmöglich war, vom Katholizismus zum Judentum zu konvertieren.[20] Jedenfalls trat Kathinka Engel 1882 aus dem jüdischen Glauben aus und konvertierte zum römisch-katholischen Glauben.[21] Sie und Ludwig Ganghofer heirateten am 7. Mai 1882 in der Augustinerkirche in Wien.

Die ältere Schwester Kathinkas, Bertha Engel, verheiratet mit dem Beamten Samuel Fried, war die Mutter von Alfred Hermann Fried, der 1911 den Friedensnobelpreis erhielt. Ihr Bruder Moritz Engel war Besitzer der von Viktor Silberer gegründeten bedeutenden Wiener Boulevard- und Kulturzeitschrift Wiener Salonblatt.

Portraits von Ludwig GanghoferBearbeiten

Friedrich August von Kaulbach hat zahlreiche Porträts von Ganghofer, seinen Töchtern und einer Enkelin angefertigt.[22] Von Franz von Stuck stammt ein weiteres Porträt Ganghofers und das von ihm verwendete Exlibris. Franz von Defregger, sein Trauzeuge,[23] malte das Bild "Ganghofer im Kreise seiner Jäger".[24]

Postume EhrungenBearbeiten

 
Ganghofer-Denkmal in Rottach-Egern

In seinem Geburtsort Kaufbeuren ist im Stadtmuseum Kaufbeuren, das große Teile des Nachlass Ganghofers besitzt, ein eigener Raum in der Dauerausstellung dem Schriftsteller gewidmet. Ferner befindet sich in Leutasch ein Ganghofermuseum.

Im Berchtesgadener Kurpark wurde zu Ehren Ganghofers im Juli 1925 von dem Kölner Universitätsprofessor Friedrich von der Leyen ein nach Vorlagen von Hans Grässel gestaltetes Denkmal enthüllt.[25] In Rottach-Egern hat der Bildhauer Quirin Roth u. a. eine lebensgroße Bronzeplastik von Ludwig Ganghofer geschaffen.

Jedes Jahr Anfang März findet im Leutasch-Tal in Tirol der Internationale Ganghofer-Lauf statt. An diesem offenen Wettbewerb im Skilanglauf für alle Alters- und Leistungsklassen nehmen über 1000 Sportler aus aller Welt teil.

Zudem wurden zahlreiche Straßen (z. B. in Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Nürnberg und Stuttgart) und in München die Ganghoferbrücke nach ihm benannt.

Bibliografie (Auswahl)Bearbeiten

DramenBearbeiten

  • Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Volksschauspiel in 5 Aufzügen. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1880.

Erzählungen / NovellenBearbeiten

  • Edelweißkönig. Eine Hochlandsgeschichte. 2 Bände. Adolf Bonz, Stuttgart 1886.
  • Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Eine Hochlandsgeschichte. Adolf Bonz, Stuttgart 1890.
  • Fliegender Sommer. Verlag des Vereins der Bücherfreunde, Berlin 1892.
  • Der Besondere. Eine Hochlandsgeschichte. Adolf Bonz, Stuttgart 1893.
  • Die Fackeljungfrau. Eine Bergsage. Bonz & Co., Stuttgart 1894.
  • Gewitter im Mai. Novelle. Adolf Bonz, Stuttgart 1904.
  • Damian Zagg. Adolf Bonz, Stuttgart 1906.
  • Die Trutze von Trutzberg. Eine Geschichte aus Anno Domini 1445. Grothe, Berlin 1915 (= Grote’sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller. Band 123).

RomaneBearbeiten

  • Der Jäger von Fall. Eine Erzählung aus dem bayerischen Hochlande. Adolf Bonz, Stuttgart 1883.
  • Die Sünden der Väter. Roman. Adolf Bonz, Stuttgart 1886.
  • Der Unfried. Ein Dorfroman. Adolf Bonz, Stuttgart 1888.
  • Der Klosterjäger. Roman aus dem 14. Jahrhundert. Adolf Bonz, Stuttgart 1892.
  • Die Martinsklause. Roman aus dem Anfang des 12. Jahrhunderts. 2 Bände. Bonz & Co., Stuttgart 1894.
  • Schloß Hubertus. Roman in zwei Bänden. Adolf Bonz, Stuttgart 1895.
  • Die Bacchantin. Roman in zwei Bänden. Adolf Bonz, Stuttgart 1897.
  • Das Schweigen im Walde. Roman in zwei Bänden. Grote, Berlin 1899.
  • Das Gotteslehen. Roman aus dem 13. Jahrhundert. Historischer Roman. Adolf Bonz, Stuttgart 1899.
  • Der laufende Berg. Ein Hochlandsroman. Adolf Bonz, Stuttgart 1899.
  • Der Dorfapostel. Hochlandsroman. Adolf Bonz, Stuttgart 1900.
  • Das neue Wesen. Roman aus dem 16. Jahrhundert. Adolf Bonz, Stuttgart 1902.
  • Der Hohe Schein. Roman. 2 Bände. Adolf Bonz, Stuttgart 1904.
  • Der Mann im Salz. Roman aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. 2 Bände. Adolf Bonz, Stuttgart 1906.
  • Waldrausch. Roman. 2 Bände. 1907 (1908 a. a. Q.)
  • Der Ochsenkrieg. Roman aus dem 15. Jahrhundert. 2 Bände. Adolf Bonz, Stuttgart 1914.
  • Das große Jagen. Roman aus dem 18. Jahrhundert. Adolf Bonz, Stuttgart 1918.

SachbücherBearbeiten

  • Lebenslauf eines Optimisten. 3 Bände. Adolf Bonz, Stuttgart
    • Buch der Kindheit. 1909.
    • Buch der Jugend. 1910.
    • Buch der Freiheit. 1911.
  • Reise zur deutschen Front. Ullstein, Berlin, Wien 1915. (Ullstein – Kriegsbücher)
  • Bei den Heeresgruppen Hindenburg und Mackensen. Adolf Bonz, Stuttgart 1916.

WerkausgabeBearbeiten

  • Ludwig Ganghofers Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe und Volksausgabe in 12 Bänden. Adolf Bonz, Stuttgart 1914.

Postume VeröffentlichungenBearbeiten

  • Hochlandzauber. Geschichten aus den Bergen. Franke, Berlin 1931.
  • Bergheimat. Erlebtes und Erlauschtes. Franke, Berlin 1933.
  • Die Fuhrmännin. Hochlandsgeschichte. Knaur, Berlin 1942.

AdaptionenBearbeiten

Musical / TheaterBearbeiten

  • Salzsaga – Ein Alpenmythos wird Musik, unter diesem Titel wurde auf der Basis des Romans Der Mann im Salz ein Musical nach einer Idee des Rosenheimer Autors Nikolaus Bielka eingerichtet, die Musik dazu komponierte der Bigband-Leader Klaus Ammann mit Texten der Regisseurin Barbara Mende. Im Sommer 2003 hatte das Stück 180 Aufführungen in einem großen Theaterzelt in Schönau am Königssee.
  • Die Martinsklause, der Roman wurde von Max Reichenwallner für eine Freilichtaufführung als Theaterstück in zwei Akten adaptiert und im Rahmen der „Nationalpark Festspiele“ am Hintersee in Ramsau bei Berchtesgaden im Sommer 2010 aufgeführt.[26]

VerfilmungenBearbeiten

Ganghofer ist einer der meistverfilmten deutschen Autoren. Ein Teil der Romane Ganghofers wurden bereits als Stummfilme in den 1910er- und 1920er-Jahren verfilmt. Zahlreiche Heimatfilme der 1950er Jahre – im Zuge des Kinowunders – sind Verfilmungen seiner Romane. Die bisher letzten großen Ganghofer-Filme entstanden in den 1970er-Jahren (Schloß Hubertus, Der Jäger von Fall, Waldrausch).

LiteraturBearbeiten

  • Leonhard Lenk: Ganghofer, Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 60 f. (Digitalisat).
  • Franz Loquai (Hg.): Die Alpen. Eine Landschaft und ihre Menschen in Texten deutschsprachiger Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts. Zitat von Ludwig Ganghofer: Die Begegnung aus Der Klosterjäger sowie kritisches Nachwort zu Ganghofer siehe Seite 477–480. Goldmann Verlag, München 1996. ISBN 3-442-07659-5
  • Astrid Pellengahr/Jürgen Kraus: Kehrseite eines Klischees – Der Schriftsteller Ludwig Ganghofer. Band 6 der Kaufbeurer Schriftenreihe von Stadtarchiv und Heimatverein Kaufbeuren, erschienen im Bauer-Verlag Thalhofen, ISBN 978-3-934509-36-8
  • Emil Karl Braito: Ludwig Ganghofer und seine Zeit. Löwenzahn Verlag, Innsbruck 2005. ISBN 3-7066-2388-9
  • Gerd Thumser: Ludwig Ganghofer. Alpenkönig und Kinofreund, Ludwig Ganghofer (1855–1920) zum 150. Geburtstag. Bachmaier Verlag, München 2005, ISBN 3-931680-46-0
  • Werner Koch: Ganghofers Haltung. Referat in zwei Teilen (= Abhandlungen der Klasse der Literatur, Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Band 5), Steiner Verlag, Wiesbaden 1979.
  • Jürgen Kraus, Astrid Pellengahr (Hg.): Kehrseite eines Klischees. Der Schriftsteller Ludwig Ganghofer. (= Kaufbeurer Schriftenreihe. Band 6), Bauer-Verlag, Thalhofen 2005, ISBN 978-3-934509-36-8.
  • Peter Mettenleiter: Destruktion der Heimatdichtung. Typologische Untersuchungen zu Gotthelf, Auerbach, Ganghofer (= Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen. Band 34), Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V., Tübingen 1974.

WeblinksBearbeiten

Wikisource: Ludwig Ganghofer – Quellen und Volltexte
Commons: Ludwig Ganghofer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Kaufbeuren - 1 Kaufbeuren. Abgerufen am 24. Juli 2020.
  2. Ganghofer, Kurz-Artikel im Stadtlexikon Augsburg, online unter wissner.com
  3. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 234.
  4. Dissertationsschrift: Die Beurtheilung, welche Fischart's Gargantua, sowie sein Verhältnis zu Rabelais in der Literaturgeschichte gefunden hat. Augsburg: Kremer 1880. Siehe auch: Ludwig Ganghofer: Johann Fischart und seine Verdeutschung des Rabelais. Theodor Ackermann, München 1881.
  5. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 233, 234.
  6. Ganghofer Standorte: 6 München 1893-1919
  7. Offener Brief an Peter Rosegger von der Karpathen-Front[1]
  8. Ernst Piper: Antidemokraten – Bis zum bitteren Ende. in Der Tagesspiegel vom 31. August 2007
  9. Ludwig Ganghofer - ein Tegernseer!
  10. Ludwig Ganghofer Haus
  11. Skizzenbuch 1919 und 1920. Einrichtung für die "Villa Maria" in Tegernsee u.a.  Münchner Stadtbibliothek / Monacensia ; Nachl. Ludwig Ganghofer
  12. Frank Westenfelder: Die Chronik des Wilhelminismus.
  13. Kaufbeurer Delegation bei der Landesverbandstagung des Deutschen Evangelischen Frauenbundes Stadtführung in Aschaffenburg
  14. Mitteilungen Stadtarchiv Aschaffenburg 1993
  15. Ganghofer Standorte: 1 Kaufbeuren 1855-1859
  16. Stefan Murr, Nachwort zu: Die heimlichen Schwestern, 3. Auflage Bern 1994, S. 349 ff. mit Bildmaterial; Hinweise in: Emil Karl Braito, Ludwig Ganghofer und seine Zeit, Innsbruck 2005, S. 157
  17. Ludwig Ganghofer, Lebenslauf eines Optimisten, u. a. Wien 1953, S. 470, und die vorhergehenden Nachweise
  18. Als Auszug abrufbar über www.jewishgen.org/databases/hungary
  19. Wiener Stadt- und Landesarchiv, BG Innere Stadt, Verlassenschaftsakten, A4 140/1877.
  20. Vgl. zu den religiösen Verhältnissen in Österreich vor allem das umfangreiche Vorwort in: Anna L. Staudacher: Jüdische Konvertiten in Wien 1782-1868, Peter Lang Verlag.
  21. Zum Austritt aus dem Judentum vgl. die Austrittskartei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Matrikelamt.
  22. aufgeführt und teilweise abgebildet in: Klaus Zimmermanns, Friedrich August von Kaulbach 1850–1920, Monographie und Werkverzeichnis, München 1980, S. 108, 125, 236, 244, 263, 281
  23. Georg Gaugusch, Wer einmal war, Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800–1938, A-K, Wien 2011, S. 548, Fn. 20
  24. Abbildung in Andreas Abele und Jörg Wedekind, Ludwig Ganghofers Jagdbuch, Rosenheim 1978, S. 61
  25. Denkmaleinweihung unter Kurznachrichten, Vossische Zeitung, Abendausgabe, 7. Juli 1925, S. 3.
  26. Offizielle Festspielhomepage (Memento vom 15. Juni 2013 im Internet Archive) zur Freilichtaufführung Die Martinsklause im Rahmen der „Nationalpark Festspiele“ 2003, online unter nationalpark-festspiele.de
  27. filmportal.de
  28. Verfilmung von Der Geigenmacher von Mittenwald
  29. Verfilmung von Der Besondere