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Ludwig Biewer

deutscher Archivar und Historiker, Leiter des Politischen Archivs des deutschen Auswärtigen Amts

Ludwig Biewer (* 8. Juli 1949 in Bornheim) ist ein deutscher Archivar, Heraldiker und Historiker. Er war von 2003 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2014 Leiter des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts.

Inhaltsverzeichnis

Leben und LeistungenBearbeiten

Nach dem Abitur 1968 an einem Alzeyer Gymnasium studierte Biewer von 1968 bis 1977 Geschichte und Germanistik an der Universität Mainz und der Karl-Franzens-Universität Graz. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Studentenverbindung VDSt. Dem Staatsexamen im Jahr 1974 folgte 1977 die Promotion zum Dr. phil. an der Universität Mainz mit einer Arbeit über Reichsreformbestrebungen in der Weimarer Republik. Nach dem Archivreferendariat an der Archivschule Marburg (1977–79) war Biewer zunächst am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin tätig. 1987 wechselte er an das Politische Archiv des Auswärtigen Amts, dessen Leiter er seit 2003 war, seit 2007 als Vortragender Legationsrat I. Klasse.

Von 1989 bis 2014 war er nebenamtlicher Dozent an der Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amts, von 1994 bis 2000 auch Lehrbeauftragter für Heraldik an der Universität Bonn; seit 2002 hat er den gleichen Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin. Ein Arbeitsfeld Biewers ist die Geschichte Pommerns. Von 1993 bis 2017 war er ehrenamtlicher Vorsitzender der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst. Ferner ist er Mitglied mehrerer Historischer Kommissionen für ostdeutsche Geschichte, nämlich der Historischen Kommission für Pommern, der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung und der Preußischen Historischen Kommission. Biewer ist zudem Mitglied des Herolds-Ausschusses für die Deutsche Wappenrolle.

AuszeichnungenBearbeiten

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wer ist wer? Ausgabe 2001/02. Verlag Schmidt Römhild, Lübeck 2001, S. 113.

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Eintrag auf der Webseite des Estnischen Präsidialamtes.