Luca (App)

COVID-19-App

Luca (Markenschreibweise luca app) ist eine kommerzielle Mobile App zur Datenbereitstellung für eine Kontaktpersonennachverfolgung und für die Risikokontaktbenachrichtigung im Rahmen einer Pandemie. Sie wird auf Grund von Sicherheitslücken und Datenschutzmängeln von vielen Experten scharf kritisiert, unter anderem war das Ausführen von Schadcode auf Rechnern des Gesundheitsamtes durch Code Injection möglich. Trotz diverser Mängel wurden die Lizenzen der App von mehreren Bundesländern eingekauft. Luca-generierte QR-Codes lassen sich auch mit der Corona-Warn-App scannen ohne dass Daten in das Luca-System fließen.

Luca

Logo
Basisdaten

Maintainer culture4life GmbH
Entwickler neXenio
Erscheinungsjahr 2021
Aktuelle Version 2.0.3 (Android
Google Play Store)
6. Oktober 2021[1]
2.0.3 (iOS
Apple Store)
15. Oktober 2021[2]
Betriebssystem Android, iOS, WebApp im Browser
Lizenz unfrei (proprietär)
deutschsprachig ja
luca-app.de

FunktionsweiseBearbeiten

 
Diagramm, das den Aufbau der Luca-App verdeutlicht

Zur Verwendung muss sich der Anwender mit Namen, Kontaktdaten sowie einer zu verifizierenden Mobilfunknummer bei der Luca-App registrieren. Veranstalter von Konzerten, Restaurantbetreiber oder Privatpersonen generieren jeweils einen spezifischen QR-Code. Der Code wird beim Eintritt in ein Konzert oder Betreten eines Restaurants (hier statt der bisherigen handschriftlichen Version) durch den Besucher gescannt. Dadurch wird jeweils ein sogenannter Check-In des Besuchs erstellt. Damit soll später der Kontakt nachvollzogen und entstandene Infektionsketten ermittelt werden. Die so gesammelten Daten werden verschlüsselt abgelegt. Nach Angaben von Luca erfolgt ein Zugriff auf die Daten nur im Infektionsfall und nur durch die Gesundheitsämter.

GästeregistrierungBearbeiten

Aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie sind nach den entsprechenden Verordnungen in den einzelnen Bundesländern bestimmte Unternehmen verpflichtet, die Kontaktdaten aller Besucher zu erfassen.[3][4][5] Das betrifft die Gastronomie und – je nach Bundesland – Fitness-Studios, sonstige Sportveranstalter, Frisöre, Kinos, Theater, Konzertsäle, Senioren- und Pflegeheime, Kirchen etc. (im Folgenden: Locations). Diese sollen den Gesundheitsämtern eine Kontaktpersonennachverfolgung (s. u.) ermöglichen, um Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung der Infektion einzudämmen.

Mit dem Luca-App-System können Gastronomen, Konzertveranstalter sowie andere Unternehmer (im Folgenden: Location-Betreiber) diese Gästeregistrierung[6] digital vornehmen.

Dazu muss sich jeder Gast als Luca-Anwender einmalig mit vollem Namen und Anschrift, ggf. E-Mail-Adresse sowie einer Mobilfunknummer registrieren, die mittels TAN verifiziert wird.[7] Für die Anwender erzeugt die App einen sich minütlich ändernden QR-Code.[8] Entweder scannt der Veranstalter diesen QR-Code beim Eintritt des Gastes, oder er erstellt einen QR-Code für seinen Veranstaltungsort, der von den Gästen beim Eintritt gescannt wird.[9]

In beiden Fällen wird ein Check-In erzeugt, in dem die verschlüsselte Gast-ID, die Information über die Location sowie Datum und Uhrzeit[10] mit dem Schlüssel des Location-Betreibers verschlüsselt gespeichert werden.[11] Ein Zugriff auf die Personenidentitäten und die Kontakthistorie erfolgt nur durch die Gesundheitsämter oder ggf. durch gerichtliche oder behördliche Anfragen. Der Betreiber der Luca App sowie die Location-Betreiber haben keinen Zugriff auf die personenbezogene Daten.[12]

Im Vergleich zu dem Ablauf für handschriftlich zu führende Gästelisten ist ein digitalisierter Ablauf von der digitalen Erfassung der Gäste-Kontaktdaten bis zur Übernahme der Gäste-Kontaktdaten durch das Gesundheitsamt mit deutlich weniger Aufwand und Zeitverzug verbunden. Ohne handschriftliche Gästelisten entfällt das Problem, dass Unbefugte Einblick nehmen können.

Über Geofencing kann die App ihren Benutzer auch selbständig an Veranstaltungsorten ausbuchen. Der Anwender muss diese Option über die Systemeinstellungen seines Mobiltelefons aktivieren.[11]

Unabhängig von der konkret verwendeten Lösung kann eine QR-Code-basierte Gästeregistrierung in allen Situationen verwendet werden, in denen mehrere Menschen zusammenkommen und es dadurch eine erhöhte Infektionsgefahr gibt, z. B. auch öffentliche Verkehrsmittel (Zug, U- und S-Bahn, Bus), Stadion, (Großraum-)Büro und Besprechungsräume, Wochenmärkte. Zudem ist es damit möglich, zwischen einzelnen Räumen, Waggons, Bestuhlungsbereichen, u. ä. zu differenzieren. Schließlich ermöglicht die Luca-App einem Anwender, für ein privates Treffen (Familien- oder private Feier, Verabredung, spontane Treffen u. ä.) einen Code zu erstellen. Die anderen Teilnehmer können sich mit diesem Code für das betreffende private Treffen registrieren.[8]

KontakttagebuchBearbeiten

Epidemiologen und Virologen empfehlen, ein sogenanntes Kontakt-Tagebuch zu führen.[13] Dabei sollten vor allem sog. Cluster-Situationen notiert werden, d. h., Situationen, von denen absehbar eine erhöhte Ansteckungsgefahr ausgeht, weil sich mehrere Menschen, z. B. in einem Innenraum, treffen. Das Kontakt-Tagebuch soll als Gedankenstütze dienen, mit deren Hilfe ein Infizierter dem Gesundheitsamt (oder direkt den Freunden, Verwandten oder Bekannten) mitteilen kann, wo bzw. mit wem er sich in den letzten 14 Tagen aufgehalten hat, damit das Gesundheitsamt eine Kontaktnachverfolgung (s. u.) durchführen kann.

Die Luca-App erzeugt aus den o. g. Check-Ins auf dem Smartphone des Anwenders eine sog. Historie,[11] die dem empfohlenen Kontakt-Tagebuch entspricht. In der Historie werden diese Check-Ins gespeichert. Checkt ein Benutzer per Webinterface oder Schlüsselanhänger (s. o.) ein, wird die Historie auf einem Server des Luca-Systems angelegt.[8] Die Daten der privaten Treffen werden im Infektionsfall nicht an das Gesundheitsamt übertragen, sondern dienen nur als Gedankenstütze.

KontaktnachverfolgungBearbeiten

Kontaktverfolgung (Kontaktpersonennachverfolgung, engl. “contact tracing”) ist das Ermitteln und Nachverfolgen von Kontaktpersonen von Infizierten, also Personen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten und sich daher infiziert haben könnten. Ziel ist, solche Kontaktpersonen zu finden und zu isolieren, bis entweder bestätigt ist, dass sie nicht infiziert sind (Freitesten), oder sie nicht mehr ansteckend sind (Quarantäne). Auf diese Weise sollen Infektionsketten unterbrochen werden.

Mit dem Luca-App-System können die Gesundheitsämter Kontaktpersonen von Infizierten ermitteln: Wird ein Anwender der Luca-App positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann er seine Historie (Kontaktdatenbuch) dem Gesundheitsamt mittels einer zwölfstelligen Transaktionsnummer (TAN) freigeben. Dadurch sendet die Luca-App des Getesteten alle Veranstaltungsorte der letzten 14 Tage (laut der Programm-Historie) an das Luca-System.[14] Ausnahme sind private Treffen (s. o.).

Das Gesundheitsamt fordert dann über das Luca-System die entsprechenden Veranstalter auf, die Kontaktdaten aller Gäste, die zur selben Zeit wie der Meldende am jeweiligen Veranstaltungsort waren, ans Gesundheitsamt zu übertragen. Die Veranstalter können dieser Aufforderung über das Webinterface des Luca-App-Systems folgen. Anschließend stehen die Kontaktdaten dem Gesundheitsamt über ein Webinterface zur Verfügung[14] und können entweder in dieser Webanwendung verwendet oder in dessen System zur Kontaktnachverfolgung übernommen werden.[8] Die o. g. Verifizierung der Mobilnummer (s. o.) soll sicherstellen, dass zumindest die Mobilnummer korrekt ist (siehe Kritik).

Damit erhält das Gesundheitsamt die Kontaktdaten aller Gäste, die in den letzten 14 Tagen zur selben Zeit am selben Ort wie der Meldende angemeldet (“checked in”) waren. Das Befragen des Infizierten, eventuelle Erinnerungslücken sowie das aufwendige und zeitintensive Beschaffen, Entziffern und Abgleichen handschriftlicher Gästelisten mit teilweise falschen Angaben entfallen.

Risikokontakt-WarnungBearbeiten

Die Risikokontakt-Warnung soll Menschen warnen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten und möglicherweise dadurch infiziert wurden, damit sie sich isolieren, testen und ggf. frühzeitig in Behandlung geben können.

Ein Beispiel für Risikokontakt-Warnung ist die Corona-Warn-App, die Kontakte mit anderen Anwendern der Corona-Warn-App aufzeichnet (siehe Abschnitt Unterschied zur Corona-Warn-App). Wenn ein Anwender das positive Ergebnis eines Corona-PCR-Tests über die Corona-Warn-App weiterleitet, werden alle Anwender der Corona-Warn-App, deren App in den letzten 14 Tagen einen Kontakt mit dem Meldenden aufgezeichnet haben, automatisch und anonym informiert.

Über die Luca-App werden im Zuge der Kontaktnachverfolgung (s. o.) Anwender alarmiert, die zur selben Zeit am selben Ort wie der Meldende registriert waren. Diese Alarmierung wird durch das jeweilige Gesundheitsamt ausgelöst. Falls ein Anwender die App nach dem jeweiligen Check-In deinstalliert hat, wird er per SMS informiert.[8]

Anbindung der GesundheitsämterBearbeiten

Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter kann über das Webinterface des Luca-App-Systems für Gesundheitsämter erfolgen.[8]

Zusätzlich gibt es eine Anbindung an die in den Gesundheitsämtern verwendeten Systeme zur Kontaktnachverfolgung. Diese erfolgt entweder über die Schnittstelle des jeweiligen Systems oder über Ex- und Import über bestimmte Standardformate.[8] Das Luca-System ist nicht an die Schnittstellen von z. B. SORMAS[15][16] oder OctoWare TN[8] angeschlossen, sondern nutzt die Möglichkeit Standardformate zu importieren.

VoraussetzungenBearbeiten

Damit Veranstalter das Registrieren (Einchecken) mit der Luca-App anbieten können, muss das örtliche Gesundheitsamt ans Luca-System angeschlossen sein (siehe Verbreitung).[8]

Anwender können die Luca-App nutzen, auch wenn das örtliche Gesundheitsamt noch nicht angeschlossen ist, entweder bei Reisen in Regionen, in denen die Veranstalter ans Gesundheitsamt angeschlossen sind oder für private Treffen (s. o.).[8]

Personen, die kein kompatibles Smartphone haben oder die Luca-App nicht installieren wollen, können ihre Daten in z. B. einem Restaurant über ein Kontaktformular des Web-Interfaces der Luca-App eingeben. Die Luca-Web-App erzeugt daraus den Check-In. Alternativ können Anwender einen Schlüsselanhänger mit einem QR-Code erwerben, über den sie eingecheckt werden (beim Bestellvorgang werden dann die gleichen Daten wie in der App angegeben und auf dem Server des Systems hinterlegt[10]).

Ohne die App können keine private Treffen (s. o.) initiiert werden, aber ein Ersteller privater Treffen kann Teilnehmer mit QR-Code-Schlüsselanhänger einchecken. Gäste, die die Luca-App auch nicht per Webinterface oder Schlüsselanhänger nutzen möchten, müssen sich weiterhin handschriftlich in Gästelisten eintragen.[8]

Technische Umsetzung und DatenschutzBearbeiten

Laut Angaben des Betreibers der Luca-App werden „die generierten Daten […] dezentral verschlüsselt und teilen sich ebenfalls auf drei Schnittstellen auf: Gastgeber, Gast und Gesundheitsamt. Nur im Falle einer Infektion setzen sich die Daten wie bei einem Puzzlespiel zusammen und sind dann für das Gesundheitsamt lesbar. Gastgeber, Veranstalter, Betreiber, wir selbst, oder Dritte, haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Daten. Die einzelnen Puzzleteile sind auf ISO-27001 zertifizierten Servern in Deutschland gespeichert.“

Aus der Darstellung des Gesamtsystems durch den Betreiber[17][6][7][8][9][12][18] kann man folgendes Datenschutzkonzept schließen:

Auf dem Smartphone des Gastes liegen seine Kontaktdaten und seine Historie der letzten 30 Tage.

Auf den ISO-27001-zertifizierten Servern der Luca Betreiber[19] liegen

  • die Gast-Anwender-Datensätze, die die mit dem Schlüssel des Gesundheitsamts verschlüsselten Kontaktdaten eines Gast-Anwenders mit seiner Gäste-ID verknüpft;
  • die Location-Datensätze mit den Kontaktdaten der Location;
  • die Check-In-Datensätze, die die Location-ID und mit einer zufälligen Identifikationsnummer des Gastes (s. u.), mit dem Schlüssel des Gesundheitsamts verschlüsselte Gäste-ID sowie mit der Check-in- und -out-Zeiten verknüpft. Die Check-In-Datensätze werden nach 30 Tagen gelöscht.[17][19]

Im Fall einer Infektion werden die Historie des Infizierten mit den Check-In-Daten der betroffenen Locations zusammengeführt. Für alle betroffenen Locations werden zudem diejenigen Anwender-Datensätze jeder Gäste zusammengeführt, die zur selben Zeit in der jeweilige Location eingecheckt waren. Damit erhält das Gesundheitsamt alle Kontaktdaten von potenziellen Kontaktpersonen des Infizierten.

Dabei sind die personenbezogenen Check-In-Daten mehrfach verschlüsselt:[8][20] Die User-ID (mit der in der Gast-Anwenderdatenbank die Kontaktdaten abgerufen werden können) wird auf dem Smartphone mit dem Schlüssel des Gesundheitsamtes verschlüsselt. Beim Check-In wird diese User-ID ein zweites Mal mit dem Schlüssel des jeweiligen Location-Betreibers verschlüsselt. Aufgrund der doppelten Verschlüsselung können weder Location-Betreiber noch der Betreiber des Luca-App-Systems die personenbezogenen Daten lesen.[8] Das Gesundheitsamt kann die Kontaktdaten erst dann lesen, wenn sie vorher vom jeweiligen Location-Betreiber entschlüsselt wurden. Positionsdaten oder IP-Adressen werden nicht gespeichert.[10]

Die in der App erzeugte temporäre Identifikationsnummer, aus der der QR-Code erzeugt wird und welche in den Check-In-Datensätzen gespeichert wird, ändert sich minütlich.[7] Dies soll verhindern, dass Bewegungsprofile gebildet werden können.

Wenn ein Infizierter seine Historie freigegeben hat (s. o.), fordert das Gesundheitsamt über das Luca-Backend-System bei den Location-Betreibern die verschlüsselte Gäste-IDs an (s. o.), die der jeweilige Location-Betreiber mit seinem Schlüssel entschlüsselt. Selbst zu diesem Zeitpunkt können weder Location-Betreiber noch der Betreiber des Luca-App-Systems die Gäste-IDs lesen, da diese immer noch mit dem Schlüssel des Gesundheitsamts verschlüsselt sind. Erst wenn das Gesundheitsamt diese Daten übernommen und entschlüsselt hat, sind diese – nur für das Gesundheitsamt – lesbar.[14] Im März 2021 hat die Datenschutzkonferenz der Länder festgestellt, dass alle Gesundheitsämter denselben privaten Schlüssel zum Entschlüsseln der Daten erhalten.[21] Das Rollout der Schlüssel übernimmt die Bundesdruckerei, die als Dienstleister des Betreibers und/oder der Gesundheitsämter fungiert.[19][22]

Im Ergebnis kann, soweit das System nicht gehackt wird oder der private Schlüssel abhanden kommt, niemand die Check-In-Daten lesen, bis auf das Gesundheitsamt, und das nur dann, wenn (1) der Infizierte seine Historie freigegeben hat und (2) die jeweiligen Location-Betreiber die Checks-Ins zu den Zeiten, zu denen der Infizierte in der jeweiligen Location war, entschlüsselt haben.

Ersteller von privaten Treffen (s. o.) können die Namen der Teilnehmer sehen, die anderen Teilnehmer den Namen des Erstellers.

Der Hersteller hat das Ergebnis eines Penetrationstest durch die ERNW Enno Rey Netzwerke GmbH veröffentlicht.[23] Danach wurden „bei der Sicherheitsbewertung des Luca-Umfelds […] in einem Penetrationstest mehrere Schwachstellen mit mittlerem und niedrigem Schweregrad identifiziert. […] Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts waren alle zuvor identifizierten Probleme behoben. Es wurde ein zusätzliches Problem identifiziert.“[23]

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit von Baden-Württemberg, Stefan Brink, hat nach Prüfungsauftrag durch die Regierung von Baden-Württemberg das Konzept der Luca-App (nicht jedoch, da Closed-Source, die Luca-App selbst), soweit zu dem Zeitpunkt bekannt, inhaltlich wie technisch geprüft und bescheinigt der Gesamtlösung hohe Datenschutz-Standards.[24] „Die Dokumentation der erfolgten Kontakte wird auf technisch höchstem Stand verschlüsselt und es liegt allein in der Hand des luca-Nutzers, ob, wann und mit wem er diese sensiblen Daten teilen möchte.“[25] Nachdem er für diese Aussage mit Verweis auf die fehlende Veröffentlichung des Quelltexts kritisiert wurde, bestätigte er, dass eine Überprüfung des Quelltexts nicht erfolgt ist, seine Behörde aber geprüft habe, welche Daten fließen und wie sie verschlüsselt werden.[26]

Am 26. März 2021 bescheinigte die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, dass der Betreiber „nach derzeitiger Kenntnis der DSK“ mit dem Luca-System die Vorteile eines solchen Systems – Effizienzgewinn bei der Gesundheitsämtern und bei der Dokumentationspflichten der Location-Betreiber mit besserem Datenschutz sowie eine Risikokontakt – realisiert und bisher identifizierte Risiken „teilweise behandelt“ hat. Die DSK forderte das Unternehmen auf, weitere Anpassungen an dem System vorzunehmen, um den Schutz der teilnehmenden Personen weiter zu erhöhen. So will die DSK mit dem Betreiber klären, inwieweit die Datenspeicherung dezentralisiert werden könnte. Darüber hinaus fordert die DSK Verbesserungen beim Schlüsselmanagement, die Offenlegung des Quellcodes sowie einen systematischen Nachweis der Sicherheit des Systems gemäß DSGVO. Die DSK forderte darüber hinaus eine gesetzliche Regelung mit Vorgaben für eine bundesweit einheitliche datensparsame digitale Infektionsnachverfolgung.[27]

Unterschied zur Corona-Warn-AppBearbeiten

Im Unterschied zur Corona-Warn-App, die ursprünglich nur Alltags-Kontakte mit anderen Anwendern der Corona-Warn-App, die sich über eine bestimmte Zeit und Entfernung begegnen, aufzeichnete (proximity tracing), zeichnet die Luca-App registrierte Besuche von Locations auf. Weil auf diese Weise alle Besucher eines möglichen Infektions-„Hotspots“ (Cluster) ermittelt werden können, wenn es für alle eine Pflicht gibt, sich per Luca registrieren zu lassen, und die Einhaltung dieser Pflicht gewissenhaft kontrolliert wird, spricht man auch von Cluster-Erkennung.

Die Corona-Warn-App und die Luca-App dienen beide der Risikokontaktwarnung, allerdings auf unterschiedliche Art und Weise. Das Luca-App-System stellt dem Gesundheitsamt die Kontaktdaten von Personen mit Risikokontakten (auf Basis von Clustererkennung, s. o.) zur Verfügung und ermöglicht damit eine Kontaktnachverfolgung zur Unterbrechung von Infektionsketten und Eindämmung der Pandemie. Die Corona-Warn-App basiert auf einem Datenschutz-Konzept mit strikter Anonymität, d. h. die Kontaktdaten der Anwender werden nicht hinterlegt, und kann daher keine Daten zur Kontaktpersonennachverfolgung zur Verfügung stellen. Das Konzept der Corona-Warn-App vertraut darauf, dass sich die Personen, die über die App über Risikokontakte informiert werden, selbst in Quarantäne begeben.

Seit der Version 2.0 hat auch die Corona-Warn-App die Möglichkeit, sich bei Besuch von Locations oder Events über einen zugehörigen QR-Code zu registrieren, um Cluster-Erkennung zu ermöglichen. Im Gegensatz zur Luca-App werden aber keine personenbezogenen Daten erfasst, sondern lediglich alle im übereinstimmenden Zeitraum ebenfalls mit der Corona-Warn-App registrierten gewarnt, wenn ein Teilnehmer einen positiven Test erhält und ihn über die Corona-Warn-App teilt. Laut Verbraucherzentrale ersetzt die Corona-Warn-App daher – im Gegensatz zur Luca-App – nicht die Erfassung der Kontaktdaten der Teilnehmer für eine Nachverfolgung durch ein Gesundheitsamt.[28]

Technisch basiert das proximity tracing der Corona-Warn-App auf dem Austausch von anonymen IDs über Bluetooth und der Berechnung des Risikos einer Infektion aus geschätztem Abstand und Dauer. Luca-App-System basiert technisch lediglich auf der Erfassung von Cluster-spezifischen Codes (QR-Codes), was auch die Corona-Warn-App seit Version 2.0 ermöglicht.

Während bei dem Luca-App-System diese Daten zentral gespeichert werden, erfolgt bei der Corona-Warn-App keine zentrale Erfassung personenbezogener Daten. Es werden bei der Corona-Warn-App lediglich die einer Person in der App zugeordneten anonymen IDs und Event IDs zentral veröffentlicht, wenn diese einen positiven Test teilt.

EntwicklungBearbeiten

Als Urheber des Luca-App-Systems bezeichnet sich das Berliner IT-Startup neXenio GmbH, eine Ausgründung des Hasso-Plattner-Instituts.[29] Sie wurde im Oktober 2015 gegründet mit dem Zweck der „Entwicklung und Betrieb von IT-Services und -Anwendungen im Bereich Cloud Speichern, kollaboratives Arbeiten, Social Media Analysis und Data Mining“. Sie hat 50 Mitarbeiter und wird gehalten von Patrick Hennig (* 1988), Philipp Berger (* 1987) (jeweils 35,5 %) und Christoph Meinel (20,5 %). Neben der Luca-App nennt die Website der Gesellschaft weitere Produkte und Lösungen u. a. in den Bereichen Cloud-basiertes Whiteboard, Cloud-Anbieter, interaktionsloses Zugangskontrollsystem, Ticketing u. a. für die Veranstaltungs- und Reisebranche.[30]

Inhaber und Betreiber des Luca-App-Systems ist die Culture4Life GmbH,[31] an der neben der neXenio GmbH (41 %) auch Marcus Trojan UG (27,5 %, Geschäftsführer), Fantastic Capital Beteiligungsgesellschaft UG (22,9 %) sowie Centineo Investment I GmbH & Co KG (8,3 %) beteiligt sind. Unternehmenszweck ist die Erbringung von Dienstleistungen in der Informationstechnik.[30]

Die im November 2020 gegründete Fantastic Capital Beteiligungsgesellschaft UG beteiligt sich „an Unternehmen, insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung und des Vertriebes“.[32] Die Gesellschafter werden im Handelsregister nicht genannt. Jedoch nennt die Website der Luca-App „einige Kulturschaffende, wie die Band Die Fantastischen Vier“ als Mitglied des Teams.[33] Besondere Medienaufmerksamkeit[29] erreichte Luca dadurch, dass Michael Schmidt alias Smudo, Frontmann der deutschen Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier, als Botschafter für diese Lösung auftritt,[34] aktiv für sie wirbt[35] und sich offenbar auch an ihrer Finanzierung beteiligt hat (s. u.).

Als weiteres Teammitglied wird Franz de Waal, Mitgründer und CEO von FREIRAUM (einer Retail-Plattform) und CONTINEO Investments (einer Vermögensverwaltung), genannt.

Verbreitung, KostenBearbeiten

 
Karte der Länder, Kreise und Städte, welche die App gekauft haben.

In den Kommunen von Rostock, Sylt, Föhr und Amrum sind Besucher aufgerufen, eine Corona-Nachverfolgung über Luca zu ermöglichen.[36][37] Ebenso bieten Husum, der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt und Jena in Thüringen diese Möglichkeit.

Am 3. März 2021 debattierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer unter anderem über Möglichkeiten, eine bessere Kontaktnachverfolgung zu etablieren; die Beteiligten wollten sich bis Montag, 8. März 2021, über eine neue bundeseinheitliche App zur Kontaktnachverfolgung austauschen. Im Gespräch sei nach Angaben von Frau Merkel unter anderem die Luca-App.[38] Eine Entscheidung wurde am 8. März nicht gefällt.

Verschiedene Bundesländer, Bezirke, Kreise oder Kommunen führen das Luca-App-System für ihre Gesundheitsämter ein. Stand 10. April 2021 haben 13 Bundesländer eine Lizenz gekauft:[39] Mecklenburg-Vorpommern,[40] Berlin,[41] Brandenburg[42], Baden-Württemberg,[43][44] Niedersachsen,[45] Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen[43], Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland und Bayern.[46][47] Beispiel für Kreise, Kommunen und Städte, die das System einführen, sind die Landkreise Emsland, Warendorf, Breisgau-Hochschwarzwald und Osnabrück sowie die Städte Kiel und Freiburg.

Stand vom 27. Juli 2021 sind knapp 80 % (319 von 400) der Gesundheitsämter angeschlossen, 3 weitere haben ihre Registrierung noch nicht abgeschlossen.[48] Bis Ende April könnten nach Angaben einer Sprecherin durch Abschluss der Länderlizenzen 312 von 400 bundesdeutschen Gesundheitsämtern angebunden sein.[39]

Die App ist Stand 10. April 2021 3,3 Millionen mal heruntergeladen. 64.000 Locations haben sich registriert.[39]

Nach Recherchen von Netzpolitik.org[49] haben die 13 Bundesländer Stand 12. April 2021 mehr als 20 Mio. Euro für Luca ausgegeben. Diese Lizenzgebühren decken die Nutzung der Funktionalität (Weboberfläche, Systemkomponenten) und Infrastruktur für die Gesundheitsämter (Betrieb, Support und Wartung) sowie die SMS-Kosten für die Verifikation der Telefonnummern ab, und zwar für ein Jahr. Diese Kosten soll nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer der Bund übernehmen.

Der Vergabesenat des Oberlandesgerichts Rostock hat am 11. November 2021 geurteilt, dass die Direktvergabe an die Luca-App durch das Landes Mecklenburg-Vorpommern unwirksam sei, da ein Wettbewerbsverstoß vorlag.[50]

Nach einer Umfrage des Sicherheitsexperten Jens Rieger wird diese Ende April 2021 von den allermeisten der bislang an das System angeschlossenen Gesundheitsämter gar nicht benutzt (siehe Reaktionen).[51]

AlternativenBearbeiten

Mitbewerber sind die in Nordrhein-Westfalen teilweise eingesetzten Lösungen Corona-Anmeldung.de, Darfichrein, recover, Kontakterfassung.de oder Hygiene-Ranger.[52] Weitere alternative Lösungen mit vergleichbarem Funktionsangebot sind Corona-Anmeldung.de, GastIdent, Inscribe, e-guest, SmartMeeting und NotifyMe (basierend auf dem CrowdNotifier-Protokoll).

Das Bündnis Wir für Digitalisierung, hinter dem zahlreiche Lösungsanbieter[53] stehen, wirbt für ein Gesundheitsamtportal als einheitliche und offene Schnittstelle, an die verschiedene digitale Lösungen für Kontaktverfolgung Daten liefern und auf die die Gesundheitsämter zugreifen können.[54][55][56] Diese Schnittstelle steht als „IRIS Connect“[57] seit Mitte Juni 2021 den Gesundheitsämtern zur Verfügung. Die Luca-App ist nicht an das IRIS System angeschlossen.[58][59]

Die Corona-Warn-App kann mittlerweile auch QR-Codes der Luca-App lesen. Dabei fließen keine Daten in das Luca-System.[60]

UrteilBearbeiten

Nach Urt. v. 11. November 2021, Az. 17 Verg 4/21 OLG Rostock war die Direktvergabe durch Mecklenburg-Vorpommern an die Luca-App vergaberechtswidrig. Der Vertrag darf nicht fortgeführt werden. Die Entscheidung ist rechtskräftig.[61] Zwar sei eine Vergabe ohne vorherige europaweite Ausschreibung gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 3 VGV zulässig gewesen, jedoch hätte man nicht den gesamten Wettbewerb ausschließen dürfen, denn das Einholen von weiteren Angeboten sei trotz Dringlichkeit in der Coronakrise zumutbar. Antragstellerin war die VIDA-App, die am 4. März 2021 dem Land ein Angebot gemacht hatte, jedoch nicht berücksichtigt wurde. Sie hätte Laut Oberlandesgericht Rostock aber bei der Auswahlentscheidung mit einbezogen werden müssen.[62]

KritikBearbeiten

An dem Luca-App-System wie auch an der Kommunikation der Entwickler bzw. Betreiber entzündete sich mehrfach Kritik: So forderte der Chaos Computer Club (CCC) in einer Pressemitteilung vom 15. März 2021[63] die „Bundesnotbremse für die Luca-App“ und erklärte: „Zweifelhaftes Geschäftsmodell, mangelhafte Software, Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe: Der Chaos Computer Club (CCC) fordert das sofortige Ende der staatlichen Alimentierung von Smudos Steuer-Millionengrab ‚Luca-App‘“.

Einkauf der App trotz schwerer Mängel, ohne staatliche AusschreibungBearbeiten

13 von 16 Bundesländern kauften die Lizenzen der Luca App. Thüringen entschied sich gegen die App, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben noch keine Entscheidung getroffen. Die Einnahmen aus Steuergeld für die Firma Nexenio betragen bisher rund 25 Millionen Euro. Kritik erhielten die Bundesländer, weil sie Lizenzen für die Luca App kauften, obwohl diese erhebliche Sicherheits- und Datenschutzmängel aufweist. Außerdem wurden den Bundesländern Manipulationen bei der Vergabe vorgeworfen; gewöhnlich gibt es öffentliche staatliche Ausschreibungen, die Bundesländer verzichteten in diesem Fall darauf. Unter anderem wurde deshalb in Mecklenburg-Vorpommern durch die Vergabekammer geprüft, ob gegen Vergaberichtlinien verstoßen wurde.[64]

Transparenz, ÜberprüfbarkeitBearbeiten

Der Betreiber des Luca-App-Systems hat das System auf seiner Website und zusätzlich die sicherheitsrelevanten Informationen in einem Sicherheitskonzept veröffentlicht.[65] Es wird kritisiert, dass das Sicherheitskonzept in kritischen Punkten unkonkret bleibt.

Als Reaktion auf die anhaltende Kritik seitens IT-Sicherheitsexperten fingen die Betreiber an, Teile des Quelltexts der App zu veröffentlichen.[66] Am 31. März 2021 hat der Entwickler mit der Android-App einen ersten Teil des Quelltexts unter die Open-Source-Lizenz GPLv3 offen gelegt. Der Quelltext für die iOS-App wurde am 12. April und für die Server-Anwendung und die Web-Benutzeroberflächen am 14. April 2021 veröffentlicht.[67][68] Patrick Hennig, CEO der neXenio GmbH, kommentiert „Das ist ein sicherheitskritisches System; da veröffentlicht man nicht nebenbei den Quellcode.“[69]

Das Prinzip Security through obscurity ist sehr umstritten. So rät das National Institute of Standards and Technology (NIST), Sicherheitssysteme nicht auf dieser Basis zu konzipieren: “System security should not depend on the secrecy of the implementation or its components.[70] Auf diesem Prinzip beruhende Systeme sind intransparent für dessen Anwender und damit wenig geeignet, Vertrauen in Sicherheit zu schaffen: „Security by Obscurity ist ein Prinzip, das nicht nur ungeeignet als Sicherungsprinzip bleibt, es ist obendrein kundenfeindlich.“[71]

Privatwirtschaftlicher Ansatz, Gewinnabsicht, intransparente FinanzstrukturBearbeiten

Ferner wird kritisiert, dass das System von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen[72] mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werde, das eine nach außen nicht transparente Finanzierungsstruktur aufweise.

Insbesondere wird in diesem Zusammenhang kritisiert, dass Betreiber bzw. Entwickler durch die Vermarktung der Funktionen Gästeregistrierung, Datenlieferung für Kontaktnachverfolgung und Risikokontaktwarnungen an die öffentliche Verwaltung, und das ohne Ausschreibung (s. u.), mithilfe von öffentlichen Geldern eine große installierte Basis bei Anwendern wie auch bei Locations erreichen werden, um dann darüber hinausgehende Funktionen (z. B. Ticketing, Reservierung, u.v.m.) an die Nutzer anbieten zu können oder die Plattform an Dritte verkaufen.[73] Die Anwender hätten der Nutzung ihrer personenbezogenen Daten aber für weitergehende Funktionen nicht wissentlich zugestimmt.

Der CCC dazu:[74]

„Obwohl Steuergelder großzügig eingesetzt werden, verbleiben Daten, App und Infrastruktur selbstverständlich in den Händen der privatwirtschaftlichen Betreiber. Dabei gelten die teuren Lizenzen nur für ein Jahr – genug Zeit, um die Luca-App zum de-facto-Standard für Einlass-Systeme zu machen. Mecklenburg-Vorpommern hat die Nutzung bereits offiziell im Rahmen der Infektionsschutzverordnung verpflichtend angeordnet.

Für die Zeit nach der Finanzierung durch den Steuerzahler haben die Eigentümer schon heute Pläne zur weiteren Kommerzialisierung der Kontaktverfolgung: Neben der Anbindung in Ticketing-Systeme hofft man auf breite Verbindung mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Die Marke ‚Luca‘ wurde mit unternehmerischer Weitsicht unter anderem für ‚Zutrittskontrolle, Besuchermanagement, gedruckte Eintrittskarten, sowie für die Reservierung von Tickets für Veranstaltungen, insbesondere für Kultur- und Sportveranstaltungen, politische Veranstaltungen, Veranstaltungen für Bildungs- und Fortbildungszwecke und für wissenschaftliche Tagungen‘ im Markenregister[75] eingetragen.“

Zentralität der Datenspeicherung, Verschlüsselung, Schwachstellen, De-AnonymisierungBearbeiten

Kritisiert wird die zentrale Speicherung der Check-in-Daten mit individuellen Kontaktdaten. Dies wecke Begehrlichkeiten eines illegalen Zugriffs auf diese Daten. Allein die Metadaten verrieten viel über die Nutzer, so dass es sich für kriminelle Hacker selbst dann lohne, diese zu erbeuten, wenn dies aufwendig sei. Diese Kritik teilt auch die Juristin Kirsten Bock. Nach Bock sei die zentrale Speicherung der Daten unabhängig von einer Verschlüsselung problematisch. Troncoso sieht hier auch das Problem der indirekten Erfassung sensibler Daten durch die Erfassung der Orte und Veranstaltungen, an die das Luca-System gekoppelt ist.

Theresa Stadler, Wouter Lueks, Katharina Kohls und Carmela Troncoso, Datensicherheitsforscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL/ETHL) und Mitentwickler des Protokolls für eine anonyme Risikokontaktwarn-Lösung CrowdNotifer,[76] haben am Sicherheitskonzeptes des Betreibers[65] denkbare Schwachstellen festgestellt,[77] die ohne veröffentlichten Quelltext nicht falsifiziert werden können. Wesentliche Basis der möglichen Schwachstellen sei dabei die zentrale Datenhaltung: Auf dem Backend-Servern des Betreibers läge eine sehr große Menge sensibler, personenbezogener Daten. Aus diesen wie auch aus Metadaten, wie IP-Adresse und verwendete Geräte, könnten grundsätzlich Personen- und Bewegungsprofile, z. B. auch die Zugehörigkeit zu Menschengruppen, oder die Tatsache, dass Personen infiziert sind, abgeleitet werden. Diese Informationen könnten für den System-Betreiber, einen missbräuchlichen Anwender, einen Angreifer oder Strafverfolgungsbehörden[78] von großem Wert sein. Troncoso sagte dazu: „Ich finde es gefährlich, wenn Daten über Events in einer zentralen Datenbank gesammelt werden“, denn Veranstaltungen könnten auch religiöse, politische Versammlungen oder vertrauliche Treffen sein.[26]

Unter bestimmten Umständen könnten auch Nutzer de-anonymisiert und eine Historie eines Anwenders abgeleitet werden.[79] Auch Peter Schaar, bis 2013 Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, kommt zur Einschätzung, dass eine Kombination aus Risikokontaktdaten und Check-In-Daten die Gefahr einer De-Anonymisierung erhöhe.[26]

Die Datenschutzaktivistin Lilith Wittmann spricht von gravierenden Mängeln im Bereich der Verschlüsselung, die sie entdeckt habe: Verwaltung der Schlüssel im Browser sowie die fehlende Erkennbarkeit des Inhabers des jeweiligen Schlüssels.[80] Zudem wird kritisiert, dass es unter Umständen möglich sein könnte, mittels anderer Daten (z. B. IP-Adressen oder Geräte-Daten) Rückschlüsse auf die Personen zu ziehen (Fingerprinting).[26]

AnonymitätBearbeiten

Der Hersteller wirbt auf seiner Website[81] mit einer „anonymen, sicheren und digitalen Kontaktdatenübermittlung“, die ausschließlich von den Gesundheitsämtern entschlüsselt werden könne. Da den Gesundheitsämtern die Zuordnung von Daten zu einer Person möglich ist, kann tatsächlich lediglich von einer Verschlüsselung gesprochen werden.[82] „Eventuell wären noch eine weitergehende pseudonyme Nutzung und weitere Verbesserungen möglich“, sagte der frühere Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins.[83]

Ein System, das den Anforderungen der Anonymität gehorcht, wie z. B. die Corona-Warn-App (s. o.), kann prinzipbedingt keine Daten für eine Kontaktnachverfolgung liefern, weil personenbezogene Daten nicht erfasst und nicht gespeichert werden können.

Unklare Angaben in der Datenschutzerklärung, fehlende DatenschutzfolgenabschätzungBearbeiten

Kritiker bemängeln, die Datenschutzerklärung sei in Teilen unklar. So könnten gemäß der Datenschutz-Erklärung der App Fingerabdruckdaten (s. o.) zur Verfügung gestellt werden, die bei einer Übertragung abgefangen werden könnten.

Ferner wird kritisiert, dass es keine eigentlich vorgeschriebene Datenschutzfolgenabschätzung gäbe. Nach Angaben von neXenio gibt es eine Datenschutzfolgenabschätzung, „die sich gerade [9.4.21] in Abstimmung mit der Berliner Datenschutzbehörde befindet.“[84]

Mangelnde KompatibilitätBearbeiten

Zudem wird kritisiert, dass das System nicht zu allen Smartphones kompatibel sei.[85] Die App ist für Android und iOS verfügbar (s. o.), Checkins sind alternativ mittels Webinterface und Schlüsselanhängern möglich (s. o.).

Anmeldung mit falschen Kontaktdaten, MissbrauchBearbeiten

Da die Verifikation der Telefonnummer auf dem Client stattfindet, ist es möglich diese z. B. mittels eines manipulierten Web-Clients zu umgehen und so beliebige Telefonnummern zur Registrierung zu verwenden.[86] Auch in der App selbst ist es möglich, sich falsche Namen, Postadressen oder E-Mail-Adressen zu registrieren. Eine SMS-TAN-Verifzierung der Mobilnummer kann umgangen werden.[87] Zudem ist es möglich, sich anhand von Fotos, die einen QR-Code zeigen, in einer Location anzumelden, ohne tatsächlich dort zu sein.[88] Ferner ist es möglich, sich mit einem Foto von einem QR-Code auf einem Schlüsselanhänger in einer Location als fremde Person einzuloggen. Die Android-App ermöglicht die anonyme Registrierung mit Benutzerdaten, die im Quellcode zu Testzwecken hinterlegt wurden.[89]

GeofencingBearbeiten

Die Luca App nutzt Geofencing, durch das sich die Anwendung an Orten automatisch ausbuchen kann. Viele Datenschützer und IT-Sicherheitsexperten sehen diese Funktion aufgrund der damit verbundenen laufenden Positionserfassung kritisch.[90] Der Benutzer muss im Betriebssystem für die App das Recht zur dauerhaften Ortung erteilen („Immer“). Geschieht dies nicht, müssen sich die Anwender manuell ausbuchen.

VergabeverfahrenBearbeiten

Kritik gibt es auch beim undurchsichtigen Vergabeverfahren und der Einigung zwischen Bund und Ländern, sich bezüglich der Kontaktnachverfolgung auf ein System zu einigen. Die Lizenz der Luca-App für das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde ohne Ausschreibungsverfahren für knapp 440.000 Euro erworben.[91][92][93] Der Informations- und Kommunikations-Dienstleister Dataport der öffentlichen Verwaltung für die vier Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Sachsen-Anhalt hat für zehn Bundesländer, ohne dass es eine Ausschreibung gegeben hätte, weil nach der Markterkundung offenbar durch das Land Mecklenburg-Vorpommern es kein vergleichbares System geben würde. Daran gibt es erheblichen Zweifel.[94] Das Entwicklerunternehmen hält dem entgegen, kein anderes System am Markt würde aktuell [9.4.2021] die Anforderung der Gesundheitsämter einer End-zu-Endverschlüsselung der Daten erfüllen.[84]

Laut Meldung des Wirtschaftsnachrichtenportals Juve.de vom 6. Mai 2021 hat die Landesvergabekammer Mecklenburg-Vorpommern festgestellt, dass das Vergabeverfahren korrekt verlaufen sei. Die von der Landesregierung formulierten Mindestanforderungen seien sachgerecht und nicht diskriminierend gewesen, zusätzlich seien die Dringlichkeitsanforderungen erfüllt worden.[95]

BarrierefreiheitBearbeiten

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband kritisiert, dass die Luca-App nicht barrierefrei ist.[96]

Luca Track: Bewegungsprofil von Nutzern der SchlüsselanhängerBearbeiten

Bianca Kastl und Tobias Ravenstein haben eine Schwachstelle aufgedeckt, mit der Bewegungsprofile von Anwendern aufgezeichnet werden können, die statt der App den Schlüsselanhänger verwenden.[97]

Angriff auf Gesundheitsämter und Datenklau durch Code-InjectionBearbeiten

Marcus Mengs, Bianca Kastl und weitere Personen haben erneut eine gravierende Sicherheitslücke veröffentlicht. Dabei kann ein normaler Nutzer den Export des Gesundheitsamts sehr simpel manipulieren und so nicht nur die persönlichen Daten aller an einem Ort eingecheckten Personen bekommen, sondern auch die IT-Systeme des jeweiligen Gesundheitsamts angreifen. Somit ist ein Remote-Code-Execution-Angriff über Microsoft Excel möglich.[98][99][100]

StandorterstellungBearbeiten

Veranstalter in Halle (Saale) haben bei der Erstellung von Locations mit der Luca App Probleme. Die App ist nicht in der Lage Sonderzeichen, wie Klammern, zu verarbeiten, wenn über das Adress-Feld der App Orte verarbeitet werden müssen, die Sonderzeichen enthalten. Dies führt zu Problemen, wie etwa dem Ausfall des automatischen Checkouts.[101]

Dark PatternBearbeiten

Die Luca-App forderte zu In-App Bewertungen bei den Anbietern der App Stores auf, welche eine missverständliche Formulierung nutzt, wodurch Nutzer das Restaurant und nicht die Anwendung bewertet haben.[102]

ReaktionenBearbeiten

Gemeinsame Stellungnahme von führenden IT-SicherheitsforschernBearbeiten

Mehr als 70 führende deutsche IT-Sicherheitsforscher kritisierten die Luca-App in einer gemeinsamen Stellungnahme, nachdem mehrere Bundesländer die Applikation teuer eingekauft hatten.[103] Sie sprachen sich gegen einen „De-facto-Zwang zur Nutzung einer Lösung“ aus, weil die App „grundlegende Entwicklungsprinzipien eklatant verletzt.“ Unter anderem beklagten sie die Intransparenz des Systems und dass „selbst leicht zu findende Sicherheitslücken“ erst bei der Inbetriebnahme gefunden worden seien. Weitere Punkte der Kritik waren Erfassung von Bewegungs- und Kontaktdaten in großem Umfang. Diese Daten dann an einer zentralen Stelle aufzubewahren sei ein großes Risiko; selbst große Firmen haben große Schwierigkeiten eine solch zentrale Stelle vor Angriffen zu schützen: „Es ist nicht zu erwarten, dass dies einem Start-up, das bereits durch zahlreiche konzeptionelle Sicherheitslücken, Datenleaks und fehlendes Verständnis von fundamentalen Sicherheitsprinzipien aufgefallen ist, besser gelingen sollte.“[104] Das Luca-System erfüllt keine der vier Grundprinzipien, welche die IT-Sicherheitsforscher bereits vor einem Jahr in der Debatte um die Corona-Warn-App aufgestellt hatten: Zweckbindung, Offenheit und Transparenz, Freiwilligkeit und Risikoabwägung.[103] Die mit dem Luca-System verbundenen Risiken erschienen „völlig unverhältnismäßig, da sie den erwarteten Nutzen deutlich überwiegen“.[105] Der Nutzen bleibe zweifelhaft.[106]

Stellungnahme des Chaos Computer ClubsBearbeiten

In einer öffentlichen Stellungnahme des Chaos Computer Clubs (CCC) vom 13. April 2021 beschrieb der deutsche Verein die Luca App wie folgt: „[z]weifelhaftes Geschäftsmodell, mangelhafte Software, Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe: Der Chaos Computer Club (CCC) fordert das sofortige Ende der staatlichen Alimentierung von Smudos Steuer-Millionengrab ‚Luca-App‘.“ Es wurden „eklatante Mängel in Spezifikation, Implementierung und korrekter Lizenzierung […] aufgedeckt.“ Der CCC attestierte dem Hersteller einen „grundlegenden Mangel an Kompetenz und Sorgfalt“ auf Grund der „nicht abreißenden Serie von Sicherheitsproblemen“ und den „unbeholfenen“ Reaktionen darauf. Die App erfüllt dabei kein einziges der zehn Kriterien des CCC für eine Contact Tracing App. Weitere Kritikpunkte des CCC waren:

  • die fragwürdige Vergabepraxis der Bundesländer unter Umgehung der Ausschreibungspflicht
  • erhebliche staatliche Subventionen für eine Lizenz, die nur ein Jahr gilt und deren Code, Daten, App und Infrastruktur privatwirtschaftlich hantiert wird; dabei werde durch das massive Eingreifen des Staates in die freie Marktwirtschaft die App zu einem de-facto-Standard für Einlasssysteme
  • Alternativen wurden ignoriert
  • fragwürdiger Nutzen und begrenzte Anwendungsmöglichkeit
  • zentrale Datenspeicherung, was eine erhebliche Sicherheitslücke darstellt und aus Datenschutzgründen problematisch ist

Unter einer Rubrik, wo sie die „bisher gefundenen Schwachstellen und Peinlichkeiten [der] Luca-App [als] bunte[n] Strauß der Inkompetenz“ beschrieben, listeten sie sechs weitere Kritikpunkte auf. Der CCC forderte einen sofortigen Stopp und eine lückenlose Aufklärung:[107]

„Die zwielichtige Vergabepraxis zeugt bestenfalls von der Strahlkraft des Rappers Smudo, der bisher nicht als Programmierer oder Datenschützer aufgefallen war: Dem Investor der culture4life GmbH, die die Luca-App in Windeseile aus dem Boden gestampft hat, ist es binnen Monaten gelungen, Millionen für ein unreifes und untaugliches Produkt einzuwerben. Dabei vergisst Investor Smudo gern zu erwähnen, dass er mit über 22 % am Unternehmen beteiligt ist, also nicht ohne beträchtlichen Eigennutz für die Luca-App wirbt.“

Linus Neumann für den Chaos Computer Club[107]

Kritik vom Bundesamt für Sicherheit in der InformationstechnikBearbeiten

Bezüglich der Veröffentlichung der Schwachstelle um die Möglichkeit einer Code-Injection, hat sich auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) öffentlich eingelassen. Über ihren offiziellen Twitter-Kanal teilte das BSI die Auffassung, dass das Angriffsszenario einer Code-Injection plausibel sei. Zwar war dem BSI eine Ausnutzung der Schwachstelle nicht bekannt, die Bundesbehörde reagierte allerdings auf den Umgang des Betreibers der Luca-App mit der Schwachstelle, die Gesundheitsämter und Drittanbieter von Software in der Pflicht sahen. Das BSI stellte klar, dass die alleinige Verantwortung zur Unterbindung etwaiger Schwachstellen bei den Machern der Luca-App liegt.[108]

Kritik von GesundheitsämternBearbeiten

Mehrere Gesundheitsämter beklagen die mangelnde Effizienz der Luca-App aufgrund der zum einen fehlenden Möglichkeit, bei großen Locations (z. B. bei Außengeländen) zu bewerten, mit welchen Abständen Personen zueinander zugegen waren, aber auch weil die Kontaktdatenerfassung fehlschlägt.[109][110] Hierbei ist aufgrund widersprüchlicher Darstellung unklar, ob die Betreiber ihre Schlüssel verlegt hatten oder ob die Übertragung der Daten nicht funktioniert hat.[111][112][113] Auch beklagen sich Gesundheitsämter über die Nichterreichbarkeit des Supports.[114] Im August 2021 hat das Magazin „Der Spiegel“ bei 200 der knapp 400 Gesundheitsämtern angefragt und in 114 Antworten festgestellt, dass die Hälfte der antwortenden Gesundheitsämter noch nie Daten durch das Luca-System erhalten hat.[115] Der CCC Freiburg hat im April[116] und August[109] jeweils alle Gesundheitsämter angefragt und kommt zu ähnlichen Ergebnissen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Luca (App) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

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  2. Vorschauseite für iOS. In: App Store (iOS). Abgerufen am 21. Oktober 2021.
  3. Juliane Dannewitz: DSGVO: Gästelisten in der Gastronomie zu Zeiten der Corona-Pandemie. 18. Mai 2020, abgerufen am 17. März 2021 (deutsch).
  4. Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht: Erhebung von Kontaktdaten von Gästen in der Gastronomie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemäß „Hygienekonzept Gastronomie der Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie“ in Verbindung mit §§ 4 Abs. 1 Satz 1, 13 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit datenschutzrechtlicher Information nach Artikel 13 Datenschutz-Grundverordnung. (PDF) Abgerufen am 17. März 2021.
  5. Datenerhebung von Gästen & Kunden: Das ist zu beachten. In: Datenschutz PRAXIS für Datenschutzbeauftragte. 18. Mai 2020, abgerufen am 17. März 2021 (deutsch).
  6. a b luca – Betreiber. In: luca. Abgerufen am 17. März 2021 (amerikanisches Englisch).
  7. a b c luca – Gäste. In: luca. Abgerufen am 17. März 2021 (amerikanisches Englisch).
  8. a b c d e f g h i j k l m n luca – FAQ. In: luca. Abgerufen am 17. März 2021 (amerikanisches Englisch).
  9. a b luca – Betreiber. In: luca. Abgerufen am 17. März 2021 (amerikanisches Englisch).
  10. a b c Welche Daten konkret erfasst und gespeichert werden, konnte bei Redaktionsschluss noch nicht belegt werden. Die hier genannte Information erschließt sich logisch aus dem Gesamtzusammenhang.
  11. a b c luca – Gäste-App. In: luca. Abgerufen am 1. Juli 2021 (deutsch).
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  13. NDR: Kontakt-Tagebuch führen, um Corona-Ausbreitung einzudämmen. Abgerufen am 17. März 2021.
  14. a b c luca – Gesundheitsamt. In: luca. Abgerufen am 17. März 2021 (amerikanisches Englisch).
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  25. Gepostet von Pressestelle | 17 Februar 2021 | Aktuelle Meldungen, Datenschutz, Pressemitteilungen, Pressespiegel, Slider: LfDI Brink unterstützt Nutzung der „luca“ – App | Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg. Abgerufen am 17. März 2021 (deutsch).
  26. a b c d Eva Wolfnagel: Luca ist leider auch keine Lösung. 12. März 2021, abgerufen am 15. März 2021.
  27. Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder: Stellungnahme vom 26.03.2021. (PDF) 26. März 2021, abgerufen am 1. März 2021.
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  32. Handelsregister Stuttgart HRB 776270
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  97. Bianca Kastl und Tobias Ravenstein: Sicherheitslücke LucaTrack – Mangelhafte Software für Millionen. Hrsg.: Team LucaTrack. 12. April 2021 (lucatrack.de [PDF; abgerufen am 14. April 2021]).
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  104. Eva Wolfangel: Luca-App: Forschende halten Risiken der Luca-App für „völlig unverhältnismäßig“. In: Die Zeit. 29. April 2021, abgerufen am 29. April 2021.
  105. Friedhelm Greis: Sicherheitsforscher warnen vor Luca-App. In: golem.de. 29. April 2021, abgerufen am 2. Mai 2021.
  106. Eva-Maria Weiß: Sicherheitsforscher: Risiken der Luca-App „völlig unverhältnismäßig“. In: heise.de. 29. April 2021, abgerufen am 2. Mai 2021.
  107. a b CCC | Luca-App: CCC fordert Bundesnotbremse. Abgerufen am 26. Mai 2021.
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  109. a b luca_cwa_einsatz2 [Wiki]. Abgerufen am 16. August 2021.
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  111. Barbesucher auf Sylt mit Corona infiziert – Dutzende Gäste müssen in Quarantäne. Abgerufen am 16. August 2021 (deutsch).
  112. Covid19 im Landkreis Rostock. Abgerufen am 16. August 2021.
  113. NDR: Corona-Ausbruch nach Party: Schwierige Kontaktverfolgung. Abgerufen am 16. August 2021.
  114. „Sie hilft gar nicht“: Wie sich Berliner Gesundheitsämter mit der Luca-App quälen. Abgerufen am 16. August 2021.
  115. Marcel Pauly, Martin U. Müller, Max Hoppenstedt, Katrin Elger, Patrick Beuth, DER SPIEGEL: Luca-App: Gesundheitsämter kritisieren, dass die App kaum weiterhilft. In: Der Spiegel. Abgerufen am 16. August 2021.
  116. luca_cwa_einsatz [Wiki]. Abgerufen am 19. August 2021.