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Lubnów (deutsch Liebenau) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Lubnów liegt in der Gemeinde Pokój im Powiat Namysłowski in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Lubnów
Liebenau
Lubnów Liebenau führt kein Wappen
Lubnów Liebenau (Polen)
Lubnów Liebenau
Lubnów
Liebenau
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Namysłów
Gmina: Pokój
Geographische Lage: 50° 58′ N, 17° 55′ OKoordinaten: 50° 57′ 40″ N, 17° 55′ 19″ O
Einwohner: 293 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 46-034
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: ONA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau



GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Lubnów liegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens. Lubnów liegt etwa elf Kilometer nordöstlich vom Gemeindesitz Pokój, etwa 24 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Namysłów und 41 Kilometer nördlich von der Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Östlich des Dorfes erstrecken sich weitläufige Waldgebiete, die zum Landschaftsschutzpark Stobrawski gehören. Nördlich des Dorfes fließt der Stober (poln. Stobrawa).

NachbarorteBearbeiten

Nachbarorte von Lubnów sind im Nordosten Kopalina (Kopaline), im Süden Domaradzka Kuźnia (Dammratschhammer) und im Westen Fałkowice (poln. Falkowitz).

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Liebenau wurde 1787 als Kolonie im Zuge der Friderizianischen Kolonisation gegründet. Die Siedler wurden vorwiegend für die Waldarbeit eingesetzt.[2]

1845 wird Lynow als polnischer Ortsname erwähnt. Im gleichen Jahr bestanden im Dorf 37 Häuser. 1845 lebten in Liebenau 307 Menschen, davon vier evangelisch und sechs jüdisch.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Königlich Dombrowka gegründet, zu dem Liebenau eingegliedert wurde.[4]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in der Landgemeinde Liebenau 216 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 33 für Polen.[5] Liebenau verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten 514, 1939 wiederum 478 Menschen in Liebenau. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.[6]

1945 kam der bisher deutsche Ort Liebenau unter polnische Verwaltung und wurde in Lubnów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum Powiat Namysłowski.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Holzkapelle an der ul. Powstańców Śląskich aus dem 19. Jahrhundert – steht seit 1988 unter Denkmalschutz[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 27. Januar 2019
  2. Walter Kuhn: Siedlungsgeschichte Oberschlesiens. Oberschlesischer Heimatverlag, Würzburg. 1954. S. 206
  3. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 369.
  4. Territorial Amtsbezirk Königlich Dombrowka/Eichendorf
  5. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 24. Januar 2017 im Internet Archive)
  6. Verwaltungsgeschichte – Kreis Oppeln (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
  7. Verzeichnis der Denkmäler der Woiwodschaft Oppeln S. 57(polnisch)