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Lu Säuberlich am Hebbel-Theater Berlin 1945

Lu Säuberlich (* 9. November 1911 in Osterholz bei Bremen; † 5. August 1976 in Berlin; eigentlich Liselotte Säuberlich-Lauke) war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

LebenBearbeiten

Lu Säuberlich absolvierte ihre Schauspielausbildung in Frankfurt am Main, wo sie auch ihr erstes Bühnenengagement erhielt. Es folgten Theaterstationen in Stettin und Berlin (Komödie), ehe sie Heinrich George 1939 an das Berliner Schiller-Theater holte. Dort erregte sie besonders als Renate in Max Halbes Jugend unter der Regie von Jürgen Fehling Aufsehen.[1] Auch nach Kriegsende blieb sie den Berliner Bühnen verbunden. 1951 wurde sie mit Wiedereröffnung des Schiller-Theaters Mitglied des Ensembles der Staatliche Schauspielbühnen Berlin. 25 Jahre lang spielte sie am Schiller- und am Schlosspark-Theater unter Regisseuren wie Boleslaw Barlog, Walter Felsenstein, Oscar Fritz Schuh, Karlheinz Stroux und Hans Lietzau. Ihr Repertoire umfasste Chargen- und Charakterrollen.

1963 wurde sie für ihre künstlerische Leistung mit dem Titel Berliner Staatsschauspielerin ausgezeichnet.

1945 gab Lu Säuberlich zudem in Das Mädchen Juanita ihr Spielfilmdebüt. Neben ihrer umfangreichen Bühnentätigkeit war sie immer wieder auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen wie dem Drama Ein Frauenarzt klagt an, der Gerhart-Hauptmann-Adaption, dem Edgar-Wallace-Krimi Neues vom Hexer und der Komödie Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung nach dem gleichnamigen Roman von Eric Malpass. Einem bundesweiten Publikum wurde sie auch als Oma in der Vorabendserie Hier kocht der Chef bekannt.

Daneben war Lu Säuberlich langjährig als Synchronsprecherin tätig und lieh ihre Stimme u. a. Ethel Barrymore (Die Wendeltreppe), Linda Darnell (Die Ungetreue), Greer Garson (Gefundene Jahre) und Myrna Loy (Gabilan, mein bester Freund).

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Hörspiele (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nachruf auf Lu Säuberlich im Deutschen Bühnenjahrbuch 1977, Spielzeit 1976/77.
  2. Thomas Nagel - damals-wars-geschichten.de: Die Eisrieke | Erdmann Graeser | 1968. Abgerufen am 15. März 2018.