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Lovro von Matačić

jugoslawischer Dirigent und Komponist
Lovro von Matačić

Lovro von Matačić (* 14. Februar 1899 in Sušak, Rijeka, Österreich-Ungarn; † 4. Januar 1985 in Zagreb[1] (andere Quellen: Belgrad[2] bzw. Dubrovnik[3]), Jugoslawien), war ein jugoslawischer Dirigent und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Matačić war zunächst Wiener Sängerknabe bevor er in der österreichischen Hauptstadt Komposition und Dirigieren erlernte. Zeit seines Lebens blieb er an das österreichische Repertoire von Joseph Haydn bis Anton Bruckner gebunden, wofür er 1981 von den Wiener Symphonikern mit dem „Brucknerring“ geehrt wurde.

In den Jahren 1948 bis 1954 war er als Opern- und Orchesterdirigent in Skopje und Rijeka tätig. 1956 bis 1958 war er Chefdirigent der Dresdner Staatskapelle, 1961 bis 1966 Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt, 1972 bis 1979 GMD des Orchesters Monte Carlo. Er dirigierte auch häufig in Prag, sowie regelmäßig in Berlin, London und Paris, wobei es zu vielen Aufnahmen von Sinfonien und Opern kam. Lovro von Matačićs herkulische Gestalt und dynamische, präzise Orchesterleitung erfreuten sich insbesondere in Japan großer Beliebtheit. Von 1970 bis 1980 war er Hauptdirigent der Zagreber Philharmonie.

Als Operndirigent nahm Matačić unter anderem den Freischütz (mit Rudolf Schock und Gottlob Frick) sowie Die lustige Witwe (mit Elisabeth Schwarzkopf) auf. Nach seinem Tod wurde er auf dem Mirogoj-Friedhof in Zagreb beigesetzt.

Von Matačić trat auch als Komponist von Werken im zeitgenössischen Stil hervor. Sein bedeutendstes Werk auf diesem Gebiet ist die „Symphonie der Konfrontationen“ (1979, überarbeitet 1984), eine viersätzige, einstündige Komposition für zwei Konzertflügel, großes Streichorchester und riesigem Schlagwerkapparat. Das Werk thematisiert in einer sehr harschen Sprache die weltweite atomare Bedrohung und zitiert das „Dies Iræ“-Thema der Symphonie fantastique von Hector Berlioz.[4]

1981 wurde er mit dem Anton-Bruckner-Ring ausgezeichnet.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biografie (Memento des Originals vom 21. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fondmatacic.hr auf der Homepage der Lovro-von-Matacic-Stiftung
  2. Horst Seeger: Opernlexikon, 4. Auflage 1989, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft Berlin, DDR.
  3. LOVRO VON MATAČIĆ - HRVATSKI DIRIGENT (Memento des Originals vom 17. Dezember 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hrt.hr, hrt.hr (kroatisch)
  4. Auszug aus einem Interview mit Matacic und Beginn des dritten Satzes

WeblinksBearbeiten