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Louis Coblitz, Porträt von Eduard Magnus, 1845

Louis Coblitz (* 8. Juni 1814 in Mannheim; † 19. April 1863 ebenda) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Die väterliche Familie stammt ursprünglich aus St. Goar und ließ sich Anfang des 18. Jahrhunderts in Mannheim nieder. Er wurde geboren als Sohn des Mehlhändlers Andreas Coblitz (1783–1851) und dessen Gattin Elisabeth, geborene Schadt, deren Vater aus Groß-Gerau kam.

Schon früh zeigte der Junge eine künstlerische Begabung und erhielt Unterricht durch den in Mannheim ansässigen Hofmaler Theodor Leopold Weller (1802–1880). Unter seinem Einfluss schuf er erste Porträts und Genrebilder. Er verschaffte ihm 1835 ein kleines Stipendium des badischen Großherzogs Leopold, zum Besuch der Kunstakademie München, wo er sich im November des Jahres einschrieb und für ein Jahr blieb.

1837 kehrte Louis Coblitz in seine Heimatstadt zurück und ließ sich dort im Quadrat R 3, 1 nieder. Hier arbeitete er vornehmlich als Porträtist. Eine besondere Freundschaft verband ihn mit dem älteren Malerkollegen und Architekten Jakob Friedrich Dyckerhoff (1774–1845), der auch einer der ersten deutschen Daguerreotypisten war und Coblitz mit dieser Technik bekannt machte. 1841 ging Coblitz zur Fortbildung nach Paris, 1845 nach London, von wo er 1847 nach Mannheim zurückkehrte; 1856 reiste er nach Italien. 1861 hielt sich der Maler bei seinem Freund Gideon von Camuzi in Dirmstein auf, wo er diverse Landschaftsbilder fertigte, u. a. das regional bedeutsame Gemälde „Ansicht von Dirmstein in der Pfalz mit dem von Camuzi’schen Schloß.

Ende 1861 überließ Großherzog Friedrich I. dem bereits kränkelnden Künstler eine Wohnung und Atelierräume im Westflügel des Mannheimer Schlosses. Hier zog er mit seinen beiden Schwestern ein und lebte dort bis zu seinem Tod im April 1863. Er starb an einem Lungenleiden und wurde im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Mannheim beigesetzt, wo man ihm 1984 ein neues Grabdenkmal errichtete.

Von Louis Coblitz haben sich viele Porträts der damaligen gehobenen Mannheimer Gesellschaft erhalten, ebenso Landschaftsbilder, Genrebilder und Zeichnungen.

Galerie von Bildern des MalersBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Reiss Museum Mannheim: Coblitz, Gemälde und Zeichnungen. Ausstellungskatalog mit Biografie, Mannheim 1984.
  • Förderkreis historischer Grabstätten in Mannheim e.V. (Hrsg.): Die Friedhöfe in Mannheim. Mannheim 1992, ISBN 3-87804-213-2, S. 120.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Louis Coblitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien