Lomnický štít

Berg in der Slowakei
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Der Lomnický štít (umgangssprachlich Lomničák, dt. Lomnitzer Spitze) ist mit 2634 m der dritthöchste Berg der Hohen Tatra und der Slowakei. Er gilt als der höchste permanente Arbeitsplatz der Slowakei.

Lomnický štít
Lomnitzer Spitze (links) und Kesmarker Spitze (Bildmitte)

Lomnitzer Spitze (links) und Kesmarker Spitze (Bildmitte)

Höhe 2634 m n.m.
Lage Slowakei
Gebirge Hohe Tatra
Dominanz 6,7 km → Gerlsdorfer Spitze
Koordinaten 49° 11′ 43″ N, 20° 12′ 46″ OKoordinaten: 49° 11′ 43″ N, 20° 12′ 46″ O
Lomnický štít (Slowakei)
Lomnický štít
Typ Felsgipfel
Gestein Granit
Erstbesteigung 1793 von Robert Townson und Bergführer

Die Lomnitzer Spitze, eine der bekanntesten und populärsten Spitzen der Hohen Tatra, ist pyramidenförmig und hat drei Kämme und zwei Nebenspitzen, die Kesmarker Spitze (Kežmarský štít) und die Hunsdorfer Spitze (Huncovský štít). Zwar soll zwischen 1760 und 1790 Štefan Fábry der Erstaufstieg gelungen sein, belegt ist dies jedoch von Robert Townson und dessen Bergführer am 16. August 1793. Seit 1891 werden Aufstiege während des Winters durchgeführt.

Auf dem Gipfel gibt es eine Seilbahnstation und ein astronomisch-meteorologisches Institut. 1957 wurde ein Richtfunkturm, 1962 eine Hochspannungsleitung gebaut.

Vom Skalnaté pleso (Steinbachsee) führt die Luftseilbahn Lomnitzer Spitze bis auf den Gipfel, die an zwei Kabinenbahnen vom Talort Tatranská Lomnica über Zwischenstation Štart anschließt. Die Anreisenden per Seilbahn können 50 Minuten auf dem Gipfel verbringen. Zu Fuß ist der Berg nur mit einem Bergführer zu besteigen. Der leichteste Anstieg ist vom Sattel Lomnické sedlo (2189 m).

Außer der Bergstation wurde im Jahr 1940 ein Gebäude für eine Wetterstation errichtet. 1962 wurde die Koronarstation des astronomischen Institutes der Akademie der Wissenschaften eingerichtet, um die kosmische Strahlung zu untersuchen.[1]

NameBearbeiten

Der Name leitet sich von der ehemaligen Zugehörigkeit zum Gemeindegebiet von Veľká Lomnica (deutsch Großlomnitz) ab und etablierte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Geograph David Fröhlich schrieb 1644 vom Vater, im Werk Ungarischer oder Dacianischer Simplicissimus (1683) von Daniel Speer ist vom Grossvater die Rede. Ungeachtet wirklicher Besitzungen und auch aufgrund der Beiträge der Stadt Kežmarok (deutsch Käsmark) bei der Erkundung der Hohen Tatra war im 18. Jahrhundert die Lomnitzer Spitze als Petra altissima kesmarkiensis (nach Georg Buchholtz dem Jüngeren) oder höchste Kaisermärker Spitze (Jonas A. Czibesz) bekannt, der Name Lumnitzer Spitze (sic!) erschien im Werk Das weit und breit erschollene Zipser Schnee-Gebürg im Jahr 1719 und zwar vom Autor Georg Buchholtz dem Älteren, der allerdings auch den Namen Kesmarker Spitze nutzte.

LiteraturBearbeiten

  • Ivan Bohuš: Príbehy zemepisných názvov Vysokých Tatier. Hrsg.: IB Vysoké Tatry. 1. Auflage. Tatranská Lomnica 2018, ISBN 978-80-89575-13-8, S. 22.

GalerieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Observatorium auf der Spitze Lomnický štít auf Slovakia.travel abgerufen am 26. November 2017

WeblinksBearbeiten

Commons: Lomnický štít – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien