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Little Boy (2015)

Film von Alejandro Gomez Monteverde (2015)

Little Boy (engl. für „kleiner Junge“) ist ein US-amerikanisch-mexikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2015. Regisseur war der Mexikaner Alejandro Gomez Monteverde. Die Musik wurde von Stephan Altmann und Mark Foster komponiert.

Filmdaten
Deutscher TitelLittle Boy
OriginaltitelLittle Boy
ProduktionslandUSA, Mexiko
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2015
Länge106 Minuten
Stab
RegieAlejandro Monteverde
DrehbuchAlejandro Monteverde
Pepe Portillo
ProduktionAlejandro Monteverde
Leo Severino
MusikStephan Altman
Mark Foster
KameraAndrew Cadelago
SchnittMeg Ramsay
Joan Sobel
Fernando Villena
Besetzung

Die Filmpremiere fand am 24. April 2015 durch „Open Road Films“ statt. In den Hauptrollen sind Jakob Salvati, Emily Watson, Cary-Hiroyuki Tagawa und Michael Rapaport zu sehen. Der Film wurde von Metanoia Films und Santa Fé Films koproduziert. Die Geschichte handelt von einem siebenjährigen Jungen namens Pepper Flynt Busbee, der komplett schockiert ist, als sein Vater während des Zweiten Weltkrieges in der Armee dienen muss.

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Pepper hat von Geburt an eine sehr enge Beziehung zu seinem Vater. Als sein Vater ihn zum ersten Mal umarmt, erwähnte er sofort, wie klein Pepper ist. Später, als Pepper von einem Arzt untersucht wird, fragt seine Mutter, ob er ein Zwerg sei. Der Arzt antwortet, dass dieser Begriff beleidigend sei und schlägt vor, dass Pepper nur kleiner Junge genannt werden solle. Doch in der Schule wird er ständig aufgrund seiner geringen Körpergröße gehänselt.

Nachdem der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, wurde der ältere Bruder von Pepper wegen Plattfüßen vom Militärdienst befreit und sein Vater wurde statt seiner einberufen, was Pepper zutiefst traurig macht. Kurz nach der Abreise seines Vaters, hört Pepper den Bibelvers: „Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.“ (Mt 17:20). Nachdem er das gehört hatte, entschloss er sich, genug Vertrauen aufzubauen, um seinen Vater zurück nach Hause zu bringen. Deswegen hat er seinen Freund und Mentor, Priester Oliver, gefragt, wie man seinen Glauben verstärken könnte. Er hat ihm schon einige Methoden empfohlen er hat auch zu ihm gesagt, dass Glauben mit Hass nutzlos ist. In den Film wird es sehr intensiv gezeigt, wie die Amerikaner die Japaner gehasst hatten. Deswegen hat Priester Olive Pepper empfohlen, sich mit einem Japaner anzufreunden.

Pepper fällt dies nicht leicht, denn die anti-japanische Gesinnung, die auch Pepper verinnerlicht hat, weil sie ja in seiner Gesellschaft vorherrschend geworden ist, kann er nur schwer überwinden. Doch er folgt dem Rat des Priesters und lernt den Japaner Hashimoto kennen. Ihre Freundschaft hilft Pepper seine Probleme besser zu bewältigen. Als Pepper und seine Familie die Nachricht erhält, dass der Vater gefallen ist und auf den Philippinen begraben liegt, geht Hashimoto sogar mit zum Gedenkgottesdienst, um ihm Respekt zu erweisen. Pepper ist beeindruckt und diskutiert später mit Hashimoto über den gegenseitigen Verlust ihrer Familie und auch wie wichtig der Glaube ist. Und so mutet es Pepper wie ein göttliches Wunder an, als seine Familie die segensreiche Nachricht bekommt, dass der Vater doch nicht gefallen ist. Der Mann, der tatsächlich gestorben war, hatte die Stiefel mit den Erkennungsmarken an den Schnürsenkeln gestohlen. So wurde er irrtümlich als Peppers Vater identifiziert als jener erschossen worden war. Die Familie verlässt die Stadt, um James im Krankenhaus zu besuchen, und Pepper nimmt ihm ein Paar Stiefel mit. Er hatte sie zusammen mit seinem Vater gekauft, bevor dieser in den Krieg zog. Als sie ankommen, stellen sie fest, dass James aufgrund einer Verletzung des Kopfes an leichter Amnesie leidet. Aber als Pepper seinen Vater mit seinem langjährigen Spitznamen „Partner“ anspricht und ihm sein Geschenk übergibt, scheint seine Erinnerung wieder da zu sein. Die Familie umarmt sich innig und James berührt die Gesichter seiner Familie.

Schließlich endet die Geschichte mit der Botschaft, dass durch starken Glauben alles möglich ist.

HintergrundBearbeiten

Der Titel des Filmes ist eine Anspielung auf die US-Atombombe Little Boy, die auf Hiroshima abgeworfen wurde. Außerdem ist der Titel auch ein Verweis auf die Größe Peppers.

KritikBearbeiten

Auf Rotten Tomatoes hat der Film eine Bewertung von 23 % basierend auf 52 Bewertungen von Kritikern, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 / 10, erhalten. Der kritische Konsens der Website lautet: „Gut gemeint, aber manipulativ in einer furchtbar fehlgeleiteten Skala. Little Boy ist ein zu selten, auf Glauben basierender Film, den viele Zuschauer legitim anstößig finden.“[1]

Bei Metacritic hat der Film eine Bewertung von 30 von 100, basierend auf 24 Kritiken erhalten.[2]

Alan Scherstuhl, der für The Village Voice beschrieb Little Boy als einen „zynischen, giftigen, zutiefst dummen Film“.[3]

Tim Drake vom National Catholic Register meinte, der Film „spiegelt die Heilige Dreifaltigkeit wider.“ Jakob „Salvati macht seine Rolle zu einer entzückenden Freude. Es ist eine Freude, ihn zu sehen. […] Der Film ist eine nostalgische Parabel“ über den Glauben. „Es ist jedoch nicht das, was man als einen auf Glauben basierenden Film bezeichnen würde. Es ist eher eine reife Geschichte, die katholische Elemente enthält. Es behandelt sowohl den Glauben von Pater Oliver als auch den Mangel an religiösem Glauben von Hashimoto mit Respekt.“ Drake hat jedoch Einwände gegen die Art und Weise, wie er die Atombomben in Japan behandelt.[4]

Kathryn Jean Lopez von der National Review urteilte, die Botschaft des Films sei „subtil und leuchtend“, und der Film sei „bemerkenswert süß auf die geringste Zuckerart, aber auch auf die menschlichste Weise […] ein zarter Film, der Hoffnung weckt“. Sie fasste es als „herzzerreißenden und ermutigenden Film“ zusammen, der sich „mit Leben und Tod und mit Glauben, Hoffnung und Liebe befasste“.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Filmkritik bei Rotten Tomatoes (engl.), abgerufen am 18. November 2018.
  2. Review bei metacritic.com (engl.), abgerufen am 18. November 2018.
  3. Alan Scherstuhl: Clement’s Masterpiece Forbidden Games Shows How Far Films of Faith Have Fallen bei villagevoice.com (engl.), abgerufen am 18. November 2018.
  4. Tim Drake: ‘Little Boy’: A Parable About Faith bei ncregister.com (engl.), abgerufen am 18. November 2018.
  5. Kathryn Jean Lopez: A ‘Little’ New Movie Packs a Powerful Punch bei nationalreview.com (engl.), abgerufen am 18. November 2018.