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Listowoje (russisch Листовое, deutsch Woydiethen) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Selenogradsk im Rajon Selenogradsk.

Siedlung
Listowoje
Woydiethen

Листовое
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Selenogradsk
Gegründet 1339
Frühere Namen Wayditen (nach 1339),
Woydithen (nach 1540),
Woiditten (nach 1785),
Woiditen (nach 1820),
Woydieten (um 1900),
Woydiethen (bis 1946)
Bevölkerung 46 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40150
Postleitzahl 238554
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 215 816 010
Geographische Lage
Koordinaten 54° 53′ N, 20° 6′ OKoordinaten: 54° 52′ 52″ N, 20° 6′ 20″ O
Listowoje (Rajon Selenogradsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Listowoje (Rajon Selenogradsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Listowoje liegt 30 Kilometer nordwestlich der Oblasthauptstadt Kaliningrad (Königsberg) und etwa sieben Kilometer südwestlich von Swetlogorsk (Rauschen) an der Kommunalstraße 27K-102 von Kljukwennoje (Klycken) nach Russkoje (Germau). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Das im Jahre 1339 gegründete und bis 1946 Woydiethen[2] genannte Dorf wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Kirschappen[3] (heute russisch: Druschba) eingegliedert, der zum Kreis Fischhausen im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte Woydiethen 81 Einwohner[4].

Am 30. September 1928 gab Woydiethen, das damals aus zwei großen Höfen und einer Meierei bestand, seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit Weidehnen (heute russisch: Schatrowo) und Kirschappen (Druschba) zur neuen Landgemeinde Weidehnen zusammen. Der Amtsbezirk Kirschappen wurde kurze Zeit später in „Amtsbezirk Weidehnen“ umbenannt und trat 1939 dem Landkreis Samland bei.

In Kriegsfolge kam Woydiethen 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Der Ort erhielt im Jahr 1950 die russische Bezeichnung Listowoje und wurde gleichzeitich dem Dorfsowjet Schatrowski selski Sowet im Rajon Primorsk zugeordnet.[5] Von 2005 bis 2015 gehörte Listowoje zur Landgemeinde Krasnotorowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Selenogradsk.

KircheBearbeiten

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Woydiethens war bis 1945 in das Kirchspiel der Pfarrkirche in Heiligenkreutz (heute russisch: Krasnotorowka) eingegliedert. Es gehörte zum Kirchenkreis Fischhausen (Primorsk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Listowoje im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg), der Hauptkirche der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Woydiethen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Kirschappen/Weidehnen
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Fischhausen
  5. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info