Liste von Flugunfällen (Militärluftfahrt) ab 1981

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Dies ist eine Teilliste von Flugunfällen bemannter militärischer Luftfahrzeuge der Jahre ab 1981. Für die übrige Zeitspanne siehe Liste von Flugunfällen (Militärluftfahrt) bis 1980.

Unfälle von Transportluftfahrzeugen sind mit (T) gekennzeichnet.

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.


ListeBearbeiten

1981Bearbeiten

  • (T) 7. Februar – Rund 20 km südlich Leningrad. Eine unter dem Kennzeichen CCCP-42332 betriebene Tupolew Tu-104 der sowjetischen Marine stürzte kurz nach dem Abheben aus etwa 50 m Höhe ab. Ursachen waren falsche Sitzverteilung der Passagiere und das Verrutschen ungesicherter Fracht. Alle 51 Insassen kamen um.[1]

1982Bearbeiten

1983Bearbeiten

 
Gedenkkreuz nahe der Unfallstelle vom 22. Mai 1983 bei Frankfurt am Main
  • (A) 22. Mai – Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland. Bei einer Flugschau auf der US Air Base stürzte eine kanadische Maschine des Typs F-104 Starfighter auf ein auf der B 44 fahrendes, mit sechs Personen besetztes Auto. Der Pilot der Maschine konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Fünf der Insassen des Autos starben sofort, die sechste, eine junge Frau, erlag nach 81 Tagen ihren schwersten Verbrennungen im Krankenhaus. An der Absturzstelle erinnerte bis 2005 ein Kreuz am Straßenrand an die Opfer des Flugtagunfalls von Frankfurt. Dieses Kreuz befindet sich heute in den Räumen der Frankfurter Hoffnungsgemeinde. Ein neues weißes Kreuz wurde in der Nähe aufgestellt (siehe auch Flugtagunglück von Frankfurt).

1984Bearbeiten

  • 28. Mai – Eine F-16 Fighting Falcon der niederländischen Luftwaffe streifte am Krankenhaus in Linz am Rhein ein Gebäude und stürzte in ein Waldstück. Der Pilot und eine Anwohnerin kamen ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden durch umherfliegende Trümmerteile verletzt.[4]
  • 3. Juni – Beim Flugsportclub Großostheim ging bei einem Schaufliegen auf dem Flugplatz Aschaffenburg (Großostheim-Ringheim) etwa 30 Meter über der Landebahn ein britischer Senkrechtstarter des Typs Harrier aufgrund technischen Defekts in Flammen auf. Der Pilot steuerte das Flugzeug noch von den Zuschauern weg und rettete sich mit dem Schleudersitz. Ein Zuschauer wurde von dem herabfallenden Schleudersitz getroffen und verstarb sofort.[5]
  • 27. Juni – Eine Pilatus PC-6 „Turbo Porter“ des österreichischen Bundesheeres stürzte im Rahmen einer Luftlandeausbildung des Jägerbataillons 25 oberhalb von Goritschach (Gemeinde Ebenthal in Kärnten) ab und zerschellte auf einem Felsen. Alle 7 Soldaten an Bord kamen ums Leben. Während der Bergungsarbeiten verunglückte ein Feuerwehrmann tödlich. Die Maschine war vom Truppenübungsplatz Glainach bei Ferlach gestartet und geriet wegen der Veränderung der Sitz-/Kauerposition der Mitfliegenden in einen nicht fliegbaren Zustand, was zum Absturz führte.
  • 6. Juli – Ein Tornado der Bundesluftwaffe stürzte bei Holzkirchen ab, wobei beide Besatzungsmitglieder starben. Ein Zusammenhang mit der von der Sendestation von Radio Free Europe bei Valley ausgehenden elektromagnetischen Strahlung wurde vermutet.[6]

1985Bearbeiten

1986Bearbeiten

  • 21. Oktober – Ein Tornado der Bundesluftwaffe (Kennzeichen 44+47) stürzte bei einem missglückten Luft-Boden-Angriff während einer Übung auf der Otterburn Range in England ab. Beide Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet. Bereits 1983 war ein Starfighter der niederländischen Luftwaffe beim Angriff auf dasselbe Bodenziel abgestürzt. Beide Unfälle wurden von Kameras, die im Übungsgelände installiert sind, aufgezeichnet.[11]

1987Bearbeiten

  • 30. März – Hünxe, Kreis Wesel, Nordrhein Westfalen. Kurz nach dem Start vom Flugplatz Brüggen gegen 9:00 Uhr morgens verlor der Pilot die Kontrolle über das Kampfflugzeug des Typs Panavia Tornado (GR1 ZD894) der britischen RAF. Die Maschine stürzte anschließend auf ein Feld der niederrheinischen Gemeinde Hünxe bei Wesel, unweit der ehemaligen Erdölraffinerie Bucholtwelmen. Beide Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten, wobei der Navigator eine Armfraktur erlitt. Der Pilot musste mit Hilfe eines Rettungshubschraubers aus Baumwipfeln geborgen werden. Im Rahmen der Flugunfalluntersuchung[12] wurde als Absturzursache eine defekte Anlenkung des rechten Höhenruders (Taileron) festgestellt. Die durch den Absturz verursachten finanziellen Schäden an benachbarten Gebäuden und Verunreinigungen Absturzstelle u. a. mit Kerosin, wurden auf ca. 300.000 britische Pfund geschätzt.
  • 20. Oktober – Indianapolis, Indiana, USA. Eine Corsair II der US Air Force versuchte nach einem Triebwerksausfall eine Notlandung auf dem Flughafen Indianapolis. Das Landemanöver misslang, der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz, die führerlose Maschine stürzte in ein Hotel. Neun Hotelangestellte kamen ums Leben, ein Hotelgast erlag später seinen Verletzungen.[13]

1988Bearbeiten

1989Bearbeiten

1990Bearbeiten

  • (T) 29. November – Die Nord 262C-62 der Luftwaffe von Gabun mit dem Kennzeichen TR-KJB und der Herstellungsnummer 90 wurde bei einem Zwischenfall bei Libreville unreparierbar zerstört. Die Art des Unfalles und ob Menschen zu Schaden kamen ist nicht bekannt.[21]

1991Bearbeiten

  • (T) 22. Oktober – Der Pilot einer Alouette III starb, als er in Dübendorf (Schweiz) mit seinem Hubschrauber startete, während die Verstellung des Heckrotors noch arretiert war. Das Startverfahren der Luftwaffe verlangt eigentlich ein kurzes Schweben, bei dem dies bemerkt werden könnte.[2]

1992Bearbeiten

1993Bearbeiten

1994Bearbeiten

 
Das Wrack der Lockheed C-141 Starlifter einen Tag nach dem Green-Ramp-Unfall
 
24. Juni 1994: B-52 kurz vor dem Aufschlag

1995Bearbeiten

  • (T) 12. September – Colombo, Sri Lanka. Eine Antonow An-32 der Luftwaffe kehrte wegen Instrumentenproblemen nach Colombo zurück, stürzte aber kurz vor dem Ziel ab. Keiner der 75 Insassen überlebte.
  • (T) 20. Oktober – Punto Delgado, Portugal. Nach einer Zwischenlandung zum Auftanken in Punto Delgado stürzte eine Bundeswehr-Transall kurz nach dem Start aus nicht geklärter Ursache ab. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

1996Bearbeiten

 
Boeing CT-43A der USAF nahe Dubrovnik am 3. April 1996
  • (T) (A) 3. April – Eine Boeing CT-43A (eine Militärversion der Boeing 737-200), ein Passagierflugzeug der US-Luftwaffe, kam beim Anflug auf Dubrovnik (Kroatien) vom Kurs ab und zerschellte an einem Hügel. Keiner der 35 Insassen, darunter der amtierende US-Handelsminister Ron Brown, überlebte (siehe auch Flugunfall IFO-21).

1997Bearbeiten

 
Bergungsarbeiten nach dem Absturz einer Antonow An-124 in Irkutsk am 5. Dezember 1997
  • (T) 4. Februar – Israel. Kollision zweier Militär-Hubschrauber. Alle 73 Menschen starben.[32]
  • (T) 13. September – Namibia. Über dem Atlantik, rund 120 km westlich von Namibia, kollidierte eine Tupolew Tu-154 der deutschen Luftwaffe mit einer Lockheed C-141 Starlifter der US-Luftwaffe. Die deutsche Maschine befand sich in der falschen Flughöhe, was von der Flugkontrolle nicht bemerkt wurde. Alle 24 Menschen an Bord der Tupolew und alle 9 der Starlifter starben.

1998Bearbeiten

  • (A) 3. Februar – Italien. Ein US-Aufklärungsjet des Typs EA-6B Prowler durchtrennte im Tiefflug das Tragseil einer Kabinenseilbahn im Wintersportort Cavalese – die Gondel stürzte 100 Meter in die Tiefe, alle 20 Insassen starben. Der Pilot konnte das fast unbeschädigte Flugzeug auf seinem Stützpunkt in Aviano landen. Warum sich das Flugzeug im Tiefflug befand, ist unbekannt (siehe Seilbahnunfall von Cavalese).
  • (T) 12. Februar – Sudan. Eine Antonow An-26 der sudanesischen Luftwaffe schoss bei der Landung in Nasir über die Bahn hinaus und rutschte in einen Fluss. 26 der 57 Insassen starben, darunter ein Vizepräsident des Sudan und weitere Regierungsmitglieder.
  • 14. Oktober – Schweiz. Bei Oberuzwil stürzte die Pilatus PC-9 der Schweizer Luftwaffe mit dem Kennzeichen C-404 ab, wobei der Pilot umkam. Grund für den Absturz war eine Kollision mit dem Flugzeug desselben Typs mit dem Kennzeichen C-405, welches in Altenrhein notlanden konnte.[9]

1999Bearbeiten

2000Bearbeiten

  • (T) 25. Oktober – Batumi, Georgien. Eine Iljuschin Il-18 der russischen Luftwaffe zerschellte beim Anflug auf Batumi an einem Berg. Alle 83 Insassen kamen um.

2001Bearbeiten

  • (T) 1. Februar – Angolanische Rebellen schossen über Luena, Angola, eine angolanische Militärmaschine des Typs Antonow An-26 ab. Alle 22 Insassen kamen ums Leben.

2002Bearbeiten

  • 14. März – Hamburg-Hummelsbüttel, Hamburg, Deutschland. Eine Bell UH-1D der deutschen Bundeswehr im Einsatz als Rettungshubschrauber SAR-71 stürzte ab, als sie auf dem Weg zu einem Einsatz war. Nachdem der Einsatz durch die Rettungsleitstelle abgebrochen wurde, leitete der Pilot ein Umkehrmanöver ein, bei dem er in einen nahezu vertikalen Steigflug überging und das Luftfahrzeug vollständig die Fluggeschwindigkeit verlor. Durch den anschließenden Sinkflug kam es zu einem Einschlag der Hauptrotorblätter in Teile der Luftfahrzeugzelle. Grund war menschliches Versagen, da der Pilot einen Blutalkoholwert von 1,5 Promille aufwies. Alle 5 Crewmitglieder ließen ihr Leben.
  • 3. Mai – Jalandhar, Indien. Eine indische MiG-21 stürzte auf ein zweistöckiges Bankhaus. Bei dem Unfall starben mindestens sieben Menschen.
 
Flugtagunfall von Lemberg
  • (A) 27. Juli – Lemberg, Ukraine. Während einer Flugschau stürzte eine Suchoi Su-27 in die Zuschauerreihen und fängt Feuer. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten, jedoch starben beim Flugtagunglück von Lemberg 85 Zuschauer, 115 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
  • (T) 19. August – Chankala, Tschetschenien. Ein Mil Mi-26-Hubschrauber wurde von einer Flugabwehrrakete beschädigt und stürzte nahe dem Flughafen Chankala ab. Von 147 Personen an Bord starben 115; dies war der bislang schwerste Hubschrauberunfall.
  • (T) 21. Dezember – Ein Sikorsky CH-53 der Bundeswehr stürzte am Stadtrand von Kabul auf ein leer stehendes Gebäude. Sieben Soldaten der Bundeswehr starben, ein Abschuss der Maschine wurde ausgeschlossen. Eine genaue Anzahl möglicher ziviler Opfer am Boden wurde nicht bekannt;[37] in ersten Berichten wurde noch von insgesamt 14 Toten berichtet.[38]

2003Bearbeiten

  • (T) 19. Februar – Iran. Eine iranische IL-76MD mit 257 Soldaten der iranischen Revolutionsgarde und 18 Besatzungsmitgliedern an Bord prallte gegen einen Berg und alle 275 Personen kamen dabei ums Leben. Die Maschine war auf dem Flug von Zahedan nach Kerman.

2004Bearbeiten

  • (T) 11. September – Ein Militärhubschrauber mit 17 Personen an Bord, darunter der griechisch-orthodoxe Patriarch von Afrika, Petros VII., stürzte auf dem Weg von Thessaloniki[41] zum Berg Athos ca. 30 Kilometer vor dem Ziel ab. Keiner der Insassen überlebte.[42]
  • (A) 16. März – Eine offiziell der United States Air Force zugehörige, tatsächlich aber von der konspirativen, für das US-Verteidigungsministerium fliegenden Fluggesellschaft Janet betriebene Beechcraft 1900C (N27RA) stürzte beim Fliegen einer Kurve für den Endanflug auf die Tonopah Test Range ab. Fünf Menschen kamen ums Leben. Es stellte sich heraus, dass der an Bluthochdruck leidende Pilot einen plötzlichen Herztod erlitten hatte. Zuvor hatte der Pilot Amtsärzte der Federal Aviation Administration über seinen gesundheitlichen Zustand hinweggetäuscht und Medikamente eingenommen, die seinen Gesundheitszustand noch verschlimmerten (siehe auch Absturz einer Beechcraft 1900 der Janet).
  • 9. Dezember – Lagerlechfeld. Ein Tornado des Jagdbombergeschwaders 32 ECR stürzte kurz nach dem Start in ein Waldgebiet nahe Kaufering. Pilot und Waffensystemoffizier kamen bei dem Unfall ums Leben. Am Unfalltag herrschten schlechte Sichtbedingungen.

2005Bearbeiten

  • (T) 16. August – Beim Absturz eines Militärhubschraubers der ISAF-Schutztruppe in Afghanistan starben 17 spanische Soldaten. Der Hubschrauber zerschellte am Morgen in der Nähe von Herat während einer Übung. Ein weiterer Hubschrauber musste in der Nähe notlanden, es gab 5 Verletzte. Die genaue Ursache blieb vorerst unbekannt.
  • (T) 6. Dezember – Teheran/Iran. Ein iranisches C-130 Hercules-Transportflugzeug stürzte mit 94 Personen an Bord in ein zehnstöckiges Haus in einem Wohngebiet, nachdem es kurz zuvor auf dem Zentralflughafen gestartet war. Die Piloten hatten vor dem Absturz technische Probleme gemeldet. Alle Personen im Flugzeug kamen um, am Boden gab zwölf Opfer. Unter den Passagieren waren viele Journalisten, die zu einer militärischen Vorführung geflogen werden sollten.

2006Bearbeiten

  • (T) 19. Januar – Eine Antonow An-24 der slowakischen Armee prallte gegen 19:30 im Landeanflug auf Košice (Ostslowakei) im Nebel gegen einen 700 m hohen Berg in einem schwer zugänglichen Waldgebiet, das zur nordostungarischen Gemeinde Hejce gehört. Die Maschine hatte überwiegend slowakische KFOR-Soldaten an Bord, die nach sechs Monaten Einsatz im Kosovo von Priština aus nach Hause flogen. Von den 45 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord überlebte nur eine Person.
  • 2. September – Ein Nimrod MR2 Aufklärungsflugzeug der Royal Air Force stürzte, während eines Einsatzfluges im Rahmen der ISAF, in der Nähe der südafghanischen Stadt Kandahar aufgrund technischer Probleme ab. Alle 14 Personen an Bord starben.
  • 14. November – Ein Chengdu J-7 Jagdbomber der Luftstreitkräfte der Volksrepublik China wurde beim Landeanflug in der Gansu-Provinz durch Vogelschlag beschädigt. Um Siedlungen in der Einflugschneise nicht zu gefährden, blieb der Pilot in der Maschine und versuchte eine Notlandung. Das Flugzeug explodierte beim Aufschlag auf ein Feld, wenige hundert Meter von der Landebahn entfernt. Pilot Li Jianying kam ums Leben, weitere Verluste waren nicht zu beklagen.[46]

2007Bearbeiten

  • 12. April – Ein Tornado der deutschen Luftwaffe kollidierte auf einem Übungsflug in Lauterbrunnen mit einer Bergflanke. Der Pilot kam ums Leben, der Waffensystemoffizier wurde schwer verletzt. Nach dem Auftanken auf dem Militärflugplatz Emmen flog die Maschine ins Lauterbrunnen-Tal. Die Unfallursache war die ungeeignete Flugtaktik: Schweizer Militärpiloten vermeiden das Tal wegen der großen Zahl von Gleitschirmfliegern, und das Flugzeug war nach dem Auftanken zu schwer, um genügend schnell auf die Höhe der Äbeni Flue zu steigen.[47]

2008Bearbeiten

  • 8. Dezember – Eine McDonnell Douglas F-18 stürzte in ein Wohngebiet in San Diego. Vier Menschen kamen ums Leben, der Pilot stieg per Schleudersitz aus und überlebte leicht verletzt.

2009Bearbeiten

  • (T) 20. Mai – Jakarta, Indonesien. Eine Militärmaschine des Typs Hercules stürzte in ein Wohngebiet im Osten der Insel Java. An Bord waren 14 Besatzungsmitglieder und 98 Passagiere. Von diesen gab es 15 Überlebende, aber auch 2 Personen im Wohngebiet kamen ums Leben.[50]

2010Bearbeiten

 
Trümmer der in Smolensk abgestürzten polnischen Regierungsmaschine

2011Bearbeiten

  • (T) 26. Juli – Beim Absturz eines Militärflugzeugs des Typs Lockheed C-130 in dichtem Nebel beim Militärflugplatz Guelmim in Marokko starben 78 der 81 Insassen.[53]
  • 20. August – Eine BAE Hawk stürzte im Rahmen des britischen Bournemouth Air Festivals in der Nähe des Flughafens auf ein Feld. Der Pilot, ein Mitglied der Red Arrows, kam ums Leben. Zuschauer wurden nicht verletzt.[54]
  • (T) 2. September – Ein in Santiago de Chile gestartetes Militärflugzeug des Typs CASA C-212 stürzte nach zwei fehlgeschlagenen Landeversuchen auf den Flughafen der Robinson-Crusoe-Insel (Juan-Fernández-Archipel) ins Meer, wobei alle 21 Insassen ums Leben kamen. Als Absturzursache wurden starke Windböen vermutet.[55][56]

2012Bearbeiten

2013Bearbeiten

  • 21. April – Ein F-5-Jagdflugzeug der iranischen Luftwaffe rammte nahe der Ortschaft Abdanan einen Berg. Die beiden Piloten starben.[62]

2014Bearbeiten

  • (T) 17. Mai – Beim Absturz einer Antonow An-74 der laotischen Luftstreitkräfte in der nordöstlichen Provinz Xieng Khouang kamen mindestens 22 Menschen ums Leben. Unter den Toten waren mehrere hochrangige Politiker des Landes, die sich auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung befunden hatten. Beim Absturz kamen u. a. der laotische Verteidigungsminister und Vize-Ministerpräsident Duangchay Phichit, der Bürgermeister von Vientiane Soukan Mahalat und der Minister für öffentliche Sicherheit Thongban Saengaphon ums Leben. Drei Passagiere überlebten den Absturz.[69]
 
Trümmer des nach einem Zusammenstoß mit einem Eurofighter verunglückten Learjet 35

2015Bearbeiten

2016Bearbeiten

  • 18. Mai – Auf Guam stürzte eine B-52 der US Air Force nach dem Start ab; die sieben Mann der Besatzung konnten sich retten.[115]
  • 7. Juni – Bei Moskau stürzte eine Su-27 der Russian Knights ab, wobei der Pilot ums Leben kam.[117]
  • 19. Juni – Im Westen Syriens verunfallte eine MiG-21 beim Versuch einer Notlandung nach dem Start. Der Pilot und zwei Personen am Boden kamen ums Leben.[118]
  • 6. Juli – Eine libysche MiG-23 stürzte westlich von Bengasi ab; der Pilot kam dabei ums Leben.[120]
  • 8. Juli – Beim syrischen Palmyra stürzte eine Mi-24 der Syrischen Luftstreitkräfte ab, wobei die beiden russischen Piloten, welche aus einem Testflug hinaus zu Kampfhandlungen gerufen worden waren, ums Leben kamen.[121]
  • (T) 19. Dezember – Eine Iljuschin Il-18 der Russischen Luftstreitkräfte (Kennzeichen RF-91821) verunglückte mit 32 Armeeangehörigen und sieben Mann Besatzung an Bord 30 km vor ihrem Zielflughafen Tiksi (Sacha/Jakutien). Erste Angaben sprachen von 3 schwer- und 13 weiteren, mittelschwer verletzten Personen. Das Flugzeug zerbrach in drei Teile.[131][132]

2017Bearbeiten

2018Bearbeiten

  • (T) 16. Februar – Mexikos Innenminister Alfonso Navarrete Prida wollte sich nach einem moderaten Erdbeben ein Bild der Lage verschaffen und flog dabei mit einem Helikopter bei Jamiltepec in Oaxaca ein. Kurz vor der Landung auf einem leerstehenden Grundstück stürzte der Militär-Helikopter des Typs Sikorsky UH-60[146][147] ab, wobei 13 Menschen, die offenbar am Boden die Ankunft des Ministers erwartet hatten, ums Leben kamen.[148][149] Aufgewirbelter Staub hatte bei der Landung zu einer Desorientierung des Piloten geführt.[146]
  • (T) 6. März – Ein Transportflugzeug des Typs Antonow An-26 der Russischen Luftstreitkräfte (Kennzeichen RF-92955) stürzte beim Landeanflug auf den syrischen Militärflugplatz Hmeimim gegen 15 Uhr Moskauer Zeit etwa 500 m vor der Start- und Landebahn ab. Alle an Bord befindlichen russischen Militärangehörigen, 33 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, wurden getötet.[150]
  • 20. März – Eine Hawk T1 des Kunstflugteams Red Arrows der britischen Luftstreitkräfte stürzte kurz nach dem Start um 13:30 Uhr GMT bei einem Trainingsflug auf dem militärischen Teil des Flughafens von Anglesey RAF Valley in Wales ab. Ein Mechaniker an Bord des Flugzeuges erlitt tödliche Verletzungen, der Pilot überlebte verletzt.[151]
  • (A) (T) 11. April – Eine Iljuschin Il-76 der algerischen Luftstreitkräfte (7T-WIV) stürzte in der Provinz Blida im Norden von Algerien kurz nach dem Start vom Luftwaffenstützpunkt Boufarik nahe der Hauptstadt Algier ab auf ein Feld, zerbrach und brannte aus. Alle 257 Insassen, 247 Soldaten und Angehörige und 10 Besatzungsmitglieder starben dabei[152][153] (siehe Flugzeugabsturz bei Boufarik).
  • 6. Juli – Eine MiG-29G der polnischen Luftstreitkräfte (Kennzeichen 4103 – ehemals 29+16 der Luftwaffe) stürzte bei Sakówko ab. Der Pilot kam ums Leben.[144]

2019Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unfallbericht Tu-104 CCCP-42332, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Oktober 2015
  2. a b Eine schwarze Serie von Unfällen der Luftwaffe, 20min, 29. August 2016
  3. a b Bergdrama: Opfer stammten aus der Romandie, 20min, 12. Juli 2007
  4. Tagesschau vom Montag, den 28. Mai 1984
  5. Tote bei Flugschau-Unglücken. Main-Netz Media GmbH, 13. Juli 2009, abgerufen am 15. Januar 2015.
  6. LUFTWAFFE: An die Nieren. In: Der Spiegel. Band 33, 11. August 1986 (spiegel.de [abgerufen am 19. September 2018]).
  7. "Harrier"-Absturz: Was geschah vor 30 Jahren? Abgerufen am 20. Februar 2015.
  8. Frank Hilbert: Flugzeug-Absturz – Hunderte Cottbuser hatten Riesenglück. In: Lausitzer Rundschau. 28. Dezember 2013, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  9. a b c d e f g h Das sind die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe, NZZ, 12. September 2017
  10. Unfallbericht Breguet Atlantic FrNav 19, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Oktober 2015
  11. Unfallbericht GAF Tornado 44+47, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 2. April 2017.
  12. unbekannt: Flugunfallbericht. 26. Juni 2019, abgerufen am 26. Juni 2019 (englisch).
  13. Flying in an Analog...
  14. Tiefflüge: Allegro furioso. In: Der Spiegel. 11. April 1988, abgerufen am 20. Mai 2015.
  15. Rolf Schmitt: Eine Schneise der Verwüstung. In: Bruchsal.org. 31. März 2013, abgerufen am 20. Mai 2015.
  16. Unfallbericht Royal Air Force ZA672, Aviation Safety Network/Wikibase (englisch), abgerufen am 27. Februar 2016.
  17. Hans Schabert: An Katastrophe vorbeigeschrammt. In: Schwarzwälder Bote. 6. September 2014, abgerufen am 24. März 2015.
  18. Unfallbericht XX489, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Oktober 2015
  19. Militär: Die Sau rauslassen. Nach dem Absturz zweier Düsenjäger bei Karlsruhe wächst die Empörung über riskante Luftkampf-Übungen. In: Der Spiegel. Nr. 17, 1990 (online23. April 1990).
  20. https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video684200.html
  21. Unfallbericht Nord 262 TR-KJB, 29. November 1990, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  22. Casalecchio, 6 dicembre 1990. C’era una volta la II A del Salvemini auf bologna.repubblica.it (italienisch), abgerufen am 7. Dezember 2015.
  23. Unfallbericht CASA C-212 ARV-0209, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  24. Unfallbericht HAL 748 IAF H-1513, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Oktober 2019.
  25. Unfallbericht An-26 Soviet AF 51, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  26. http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/7772125.stm
  27. Unfallbericht Let L-410 LatvAF 146, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 8. November 2019.
  28. Unfallbericht Boeing E-3A 77-0354, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  29. Unfallbericht Fokker F27 TC-72, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  30. Unfallbericht IL-76 RA-78804, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. November 2019.
  31. Unfallbericht HAL 748 IAF H-1032, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Oktober 2019.
  32. Military helicopters collide in Israel, killing scores. 4. Februar 1997, abgerufen am 29. März 2015 (englisch).
  33. Absturz einer F/A-18 im Wallis. (PDF; 2,2 MB) Neue Zürcher Zeitung, 8. April 1998, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  34. Unfallbericht HAL 748 IAF H-2175, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Oktober 2019.
  35. Unfallbericht CN-235 097, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. November 2018.
  36. Unfallbericht SD-330/C-23B 93-1336, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. November 2018.
  37. Trauer um sieben deutsche Soldaten in Afghanistan. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Dezember 2002, ISSN 0174-4909 (online [abgerufen am 8. März 2013]).
  38. Hubschrauberabsturz in Kabul: Sieben Bundeswehrsoldaten getötet. In: spiegel.de. Spiegel Online, 21. Dezember 2002, abgerufen am 28. März 2013.
  39. Sept morts dans le crash, la Depeche, 18. Dezember 2003
  40. Unfallbericht CASA CN-235 F-RAIA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. März 2017.
  41. Patriarch Petros VII. tot. In: n-tv.de. n-tv, 11. September 2004, abgerufen am 28. März 2013.
  42. Griechischer Patriarch bei Hubschrauber-Absturz getötet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. September 2004, ISSN 0174-4909 (online [abgerufen am 28. März 2013]).
  43. Afghanistan: Furcht vor der Rückkehr der Taliban. In: spiegel.de. Spiegel Online, 1. Juli 2005, abgerufen am 28. März 2013.
  44. Indonesia: three die when CN-235 crashes and breaks apart, casacrash.blogspot.fr, 21. Juli 2005
  45. Unfallbericht CASA CN-235 IndonAF A-2301, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. März 2017.
  46. [1]
  47. Jungfrau-Zeitung: "Tornado-Pilot machte einen Fehler"
  48. Unfallbericht F-RAFB/FrAF 742, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Oktober 2015
  49. 20 Tote bei Absturz von Militärflugzeug in Polen@1@2Vorlage:Toter Link/www.n24.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  50. Unfallbericht C-130 A-1325, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2016.
  51. Elf Tote bei UNO-Flugzeugabsturz auf Haiti. In: DiePresse.com. 10. Oktober 2009, abgerufen am 19. Januar 2018.
  52. Polens Präsident Kaczynski abgestürzt (Memento vom 13. April 2010 im Internet Archive)
  53. Reuters: 78 Tote bei Absturz eines Militärflugzeugs in Marokko Abgerufen am 26. Juli 2011.
  54. Flugzeug der britischen Kunstflugstaffel abgestürzt
  55. de.euronews.net: Chilenischer TV-Moderator nach Flugzeugabsturz verschollen Abgerufen am 22. November 2011.
  56. tagesschau.sf.tv: Keine Überlebenden bei Flugzeugabsturz in Chile Abgerufen am 22. November 2011.
  57. Syrian Arab A320 gelingt sichere Landung nach Kollision mit Helikopter. 26. September 2012, abgerufen am 30. März 2015.
  58. Spiegel Online: Kasachstan: Beim Absturz eines Militärflugzeugs sterben alle Insassen. In: spiegel.de. 25. Dezember 2012, abgerufen am 26. Dezember 2012.
  59. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, Aircraft accident IPTN/CASA CN-235-220 3X-GGG Monrovia-Roberts International Airport (ROB)
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