Liste der Tawanannas

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Diese Liste der Tawanannas behandelt die hethitischen Großköniginnen. Jene gelangten zu ihrem Rang durch die Heirat mit dem Großkönig. Da die Großköniginnen ihren Titel ihr Leben lang behielten, auch nach dem Tode ihres Mannes, konnte es geschehen, dass die Frau eines amtierenden Großkönigs den Titel Großkönigin nicht annehmen konnte, da dieses Amt noch von der Frau des Vorgängers ihres Gatten bekleidet wurde.

Die hethitische Chronologie ist weitgehend unsicher und daher sind die Regierungsdaten der Großköniginnen nur grob bestimmbar.

Altes ReichBearbeiten

Name Frau von Anmerkungen
Kattuši Ḫattušili I.  
Kali Muršili I.  
Ḫarapšeki Ḫantili I.  
Ištapariya Telipinu  

Mittleres ReichBearbeiten

Name Frau von Anmerkungen
Ḫarapšili Alluwamna Tochter von Telipinu[1][2].
Iyaya Zidanta I.  
Šummiri Ḫuzziya II.  
Walanni Kantuzzili
Katešḫapi Ḫuzziya II.  
Nikkalmati Tudḫaliya I.  
Ašmunikal Arnuwanda I.  
Daduḫepa Tudḫaliya II.  

Hethitisches GroßreichBearbeiten

Name Frau von Anmerkungen
Ḫinti Šuppiluliuma I. (1. Frau)  
Tawananna (früher auch Malnigal) Šuppiluliuma I. (2. Frau) Babylonische Prinzessin.[3] Ob sie Malnigal hieß, ist unsicher.
Gaššulawiya Muršili II. (2. Frau?) Vermutlich die zweite Frau Muršilis, eine unbekannte erste Frau vorausgesetzt. Auf einem Kreuzsiegel wird sie als Großkönigin tituliert.[4]
Danuḫepa Muršili II. (2. oder 3. Frau) Amtierte auch noch unter Muwatalli II. und Muršili III.
Puduḫepa Ḫattušili III. Amtierte auch noch mindestens 12 Jahre unter Tudḫalija IV.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Waltraud Sperlich: Die Hethiter, Das vergessene Volk, Jan Thorbecke Verlag GmbH, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7982-6
  2. Johannes Lehmann: Die Hethiter, Volk der tausend Götter, C. Bertelsmann Verlag, München 1975, ISBN 3-570-02610-8
  3. Jörg Klinger: Die Hethiter, Verlag C.H.Beck oHG, München 2007, ISBN 978-3-406-53625-0
  4. Metin Alprslan: Die Gattinnen Muršili II. Eine Betrachtung des heutigen Forschungsstandes. Studi Micenei ed Egeo-Anatoloici 69, 2007, S. 31–37, besonders S. 32f. – online bei Academia.edu

Siehe auchBearbeiten