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Liste der Kunstdenkmäler nach Gurlitt 1904 in Radebeul

Wikimedia-Liste
Brunneneinfassung mit einem Relief von Bacchuszug-artigen Kindergruppen aus einem Weinberg in Niederlößnitz, im Zweiten Weltkrieg mit dem Museum des Königlich Sächsischen Altertumsvereins zerstört.

Die Liste der Kunstdenkmäler nach Gurlitt 1904 in Radebeul enthält die von dem Kunsthistoriker Cornelius Gurlitt in der Fundamentalinventarisation Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Heft 26 Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt von 1904 aufgeführten Kunstdenkmäler auf dem Gebiet der heutigen sächsischen Stadt Radebeul, in den damals noch selbstständigen Gemeinden Kötzschenbroda (bei Dehio Kötschenbroda geschrieben), Niederlössnitz, Oberlössnitz, Wahnsdorf und Zitzschewig.

Die noch zu Zeiten der privaten Denkmalpflege (siehe Entwicklung des Denkmalschutzes in Sachsen) aufgeführten Zeugnisse vergangener Kulturgeschichte wurden in der Regel später auch offiziell unter Denkmalschutz gestellt und gehören heute als Kulturdenkmäler zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Lößnitz. 1912, drei Jahre nach Verabschiedung des Gesetzes gegen Verunstaltung von Stadt und Land, des ersten Denkmalschutzgesetzes in Sachsen, erging ein Ortsgesetz in Niederlößnitz, um Wackerbarths Ruhe vor Parzellierungsbegehren zu schützen. 1915 folgte in der Oberlößnitz das Ortsgesetz gegen Verunstaltung des Grundstückes Hoflößnitz, um die weitere Aufteilung des ehemals königlichen Weinguts Hoflößnitz gegen Zersiedlung zu schützen. Damit standen beide Objekte unter amtlichem Denkmalschutz.

Gurlitts umfangreichere Inventarisation mit 32 Denkmalen in fünf Lößnitzorten diente Georg Dehio als Grundlage für seine ein Jahr später erschienene Schnellinventarisation Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Band I Mitteldeutschland. Dehio reduzierte die Anzahl in seiner Inventarliste zur Lößnitz auf neun Denkmale, verkürzte die Texte sehr stark und verwies mit einem Zeichen (Kreis) auf vorhandene Abbildungen bei Gurlitt. Im Vergleich zu Gurlitts Inventarisation ließ Dehio die Objekte in Wahnsdorf und Zitzschewig aus.

Den hier aufgeführten 32 Zeugnissen vergangener Kulturgeschichte stehen etwa 100 Objekte zu DDR-Zeiten, genauer im Jahr 1973, gegenüber beziehungsweise knapp 200 Objekte im Jahr 1979, nach der Verkündung des Gesetzes zur Erhaltung der Denkmale in der DDR von 1975. Gemäß der Denkmalliste von 2012 sind es etwa 1530 Kulturdenkmale unterschiedlicher Arten unter etwa 1270 Adressen (siehe Liste der Kulturdenkmale in Radebeul), was in Radebeul zu einer Denkmaldichte von über 45 Denkmalen pro 1000 Einwohner führt.

Inhaltsverzeichnis

LegendeBearbeiten

 
Übersicht über die Lage der Radebeuler Stadtteile

Die in der Tabelle verwendeten Spalten listen die im Folgenden erläuterten Informationen auf:

  • Name, Bezeichnung: Bezeichnung des einzelnen Objekts.
  • Adresse, Lage: Heutige Straßenadresse, Lagekoordinaten.
  • Stadtteil: Heutiger Radebeuler Stadtteil.
  • Datum: Besondere Baujahre, so weit bekannt oder ableitbar, teilweise auch Datum der Ersterwähnung der Liegenschaft.
  • Baumeister, Architekten: Baumeister, Architekten und weitere Kunstschaffende.
  • Beschreibung: Beschreibungstext aus den Kunstdenkmälern.
  • Bild: Foto des Hauptobjekts.

KunstdenkmälerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Cornelius Gurlitt: Kötzschenbroda. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 26. Heft: Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt. C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 44–56.
  • Cornelius Gurlitt: Niederlössnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 26. Heft: Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt. C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 125–135.
  • Cornelius Gurlitt: Oberlössnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 26. Heft: Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt. C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 135–157.
  • Cornelius Gurlitt: Wahnsdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 26. Heft: Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt. C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 278.
  • Cornelius Gurlitt: Zitzschewig. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 26. Heft: Die Kunstdenkmäler von Dresdens Umgebung, Theil 2: Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt. C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 291 f.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mittheilungen des Königlich Sächsischen Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer. Zehntes Heft. C. C. Meinhold und Söhne, Dresden 1857, S. 71 (Mit einer knapp einseitigen Beschreibung des Objekts).
  2. Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Herausgegeben vom Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9, S. 202–203.