Liste der Kulturdenkmale in Glauchau

Wikimedia-Liste

Die Liste der Kulturdenkmale in Glauchau enthält die Kulturdenkmale in Glauchau.[Anm. 1]

Ehemalige Wollfärberei in Glauchau
Schlosshof Forderglauchaus, Blick nach Osten, 2015
Bahnhof in Glauchau

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

  • Bild: Bild des Kulturdenkmals, ggf. zusätzlich mit einem Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons. Wenn man auf das Kamerasymbol klickt, können Fotos zu Kulturdenkmalen aus dieser Liste hochgeladen werden:  
  • Bezeichnung: Denkmalgeschützte Objekte und ggf. Bauwerksname des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. Fehlt dieser Link, wurden die Koordinaten noch nicht eingetragen. Sind diese bekannt, können sie über ein Tool mit einer Kartenansicht einfach nachgetragen werden. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können durch Verschieben auf die richtige Position in der Karte mit Koordinaten versehen werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind an einem blauen bzw. roten Marker erkennbar.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend des Eintrags in der sächsischen Denkmaldatenbank
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals entsprechend des Eintrags in der sächsischen Denkmaldatenbank, ggf. ergänzt durch die dort nur selten veröffentlichten Erfassungstexte oder zusätzliche Informationen
  • ID: Vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergebene, das Kulturdenkmal eindeutig identifizierende Objekt-Nummer. Der Link führt zum PDF-Denkmaldokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen können die Objektnummern unbekannt sein und deshalb fehlen bzw. die Links von aus der Datenbank entfernten Objektnummern ins Leere führen. Ein ggf. vorhandenes Icon   führt zu den Angaben des Kulturdenkmals bei Wikidata.

Glauchau

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Kulturdenkmale nach Straßen – A

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
Weitere Bilder
Bismarckturm (Aussichtsturm / Wasserturm) mit Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs im Turminnern und Brunnenanlage sowie umgebender Volkspark (Gartendenkmal) (Karte) 1908–1910 09241322
 


  Altstadt Glauchau (Karte) 09247656
 


  Altstadt Glauchau (Karte) 09247657
 


  Wohnhaus (Nebengebäude eines Hotels) Agricolastraße 6b
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Fachwerkgeschoss, seltenes Beispiel für späten Fachwerkbau.

Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss massiv, guter Bauzustand, Villa Köhler – vermutlich ehemaliger Fabrikbesitzer.

09241227
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung konzipiert Agricolastraße 10c
(Karte)
um 1880 Baugeschichtlich von Bedeutung, Putzfassade mit Jugendstildekoration.

Ehemalige Feinbäckerei, Türen und Fassadengliederung original, Fensterüberdachungen besonders im ersten Stock.

09241228
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Albertstraße 15
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichter gründerzeitlicher Wohnbau.

Haustür, Fenster, Fassadengliederung und Hausfarbe original, unbewohnt.

09241232
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Albertstraße 16
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichter gründerzeitlicher Wohnbau.

Nummer 15 und 16 gehören zu einheitlich gebautem Straßenzug, alle Häuser gleiche Gestaltung, einstöckig mit Hintergebäude, zwei parallel laufende Häuserzeilen mit Gässchen in Mitte.

09241233
 


  Wohnhaus (mit zwei Eingängen) einer Siedlung Am Brunnen 2; 4
(Karte)
um 1930 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Heimatstil.

Fensterläden, Baugenossenschaft war Mitglied in Deutscher Gartenstadtgesellschaft.

09241234
 


  Wohnhaus einer Siedlung sowie Verbindungsbau zu Nr. 6 Am Brunnen 8; 10; 12
(Karte)
um 1930 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Heimatstil, mit Klinkerelementen.

Fensterläden, mittlerer Eingang mit Klinkern hervorgehoben, Sockel Klinker, Zaun und Verbindungsbau zu Nachbarhaus Nummer 6, Siedlungshäuser der Baugenossenschaft Glauchau, Mitglied in Deutscher Gartenstadtgesellschaft.

09241235
 


  Bürgerheim, Stift Am Bürgerheim 1
(Karte)
1897–1898 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, im Stil der Deutschen Neorenaissance.

Wahrscheinlich Pflegeheim, Kreuzgewölbe im Gang, Zyklopenmauerwerk als Sockelverkleidung, neugotische Elemente, originale Zimmertüren, an der August-Bebel-Straße der Bürgerpark.

09241285
 


  Villa mit Garage, Einfriedung und Villengarten Am Bürgerheim 2
(Karte)
um 1920/1925 Baugeschichtlich und gartenkünstlerisch von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Das exponiert, an dem Bürgerpark liegende Grundstück ist von einem Zaun mit Pfeilern und hohem Sockel sowie aufgesetzten Zaunfeldern zum Teil aus grau gefassten Holzelementen eingefriedet. Vom zurückgesetzten Tor mit Pforte (drei Pfeiler mit Aufsatz aus Kunststein) führt die geradlinige Zufahrt (wassergebundene Wegedecke) zu einer unterkellerten Garage (mit Vordach auf zwei Stützen). Diese Zufahrt teilt den Garten in den tiefer liegenden Obst- und Gemüsegarten im Nordosten und den höher liegenden Vorgarten, Wirtschaftsbereich sowie parkähnlichen Gartenteil im Südwesten. Ein Zugangsweg führt parallel zur Zufahrt zum vorgesetzten Hauseingang, der einer Veranda gleicht und beidseitig je einen Treppenzugang besitzt. In der Böschung zwischen Zufahrt und dem Obst- und Gemüsegarten liegt eine Treppe mit acht Stufen, Wangen mit Säulen und Pfeilern sowie zwei Vasenaufsätzen aus Kunststein. Eine Magnolie und eine Lärche prägen den Vorgarten, zwei Buchen, eine Mehlbeere und Rhododendrengruppen den Parkteil. An der Nordost- und Südost-Grenze steht der Rest von zwei Robinienreihen mit geschnittenen Kronen. Das Wasserbecken südlich der Villa ist nach Auskunft der Eigentümer eine spätere Ergänzung.

Die Gliederung des Gartens durch einen Höhenversatz und die Aufteilung in klar voneinander abgegrenzte Garten- und Nutzungsbereiche entspricht der Auffassung des modernen Gartenstils der 1920/1930er Jahre. Der breite, den Garten teilende Zufahrtsweg und die das Haus umgebenden geradlinig geführten Wege- und Platzflächen trennen und verbinden gleichfalls Nutzgarten, Vorgarten und Parkteil. Die Lage des Gartens am Bürgerpark, seine Öffnung zu diesem und die funktional- und gestalterisch interessante Lösung der Gliederung des Gartens sind von gartenkünstlerischem Wert. (LfD/2014, 2017)

  • Einfriedung: Schlichter Zaun mit gemauerten und verputzten Pfeilern und hohem Sockel sowie aufgesetzten Zaunfeldern aus Holzelementen eingefriedet (Zaunfelder an der Nordost-Seite verändert), zurückgesetzte Toranlage mit drei bekrönten Torpfeilern, einem zweiflügligem Zufahrtstor und einer einflügligen Pforte aus Holz,
  • Villengarten: Gartenteile: Zufahrt zur Garage (wassergebundene Wegedecke) und Zugang zur Villa, Vorgarten, Obst- und Gemüsegarten im Nordwesten, Wirtschaftsbereich, parkähnlicher Gartenteil im Süden, hausnaher Bereich mit Eingangsvorbau und zwei Zugangstreppen im Nordosten der Villa, Resten von Rankhilfen an Südost- und Südwest-Fassade,
  • Erschließung: Zufahrtsweg vom Zufahrtstor zur Garage, Zugangsweg von der Pforte zum Hauseingang, regelmäßiges Wegesystem in wassergebundener Decke,
  • Vegetation: Reste von zwei Baumreihen aus geschnittenen Robinien (Robinia pseudoacacia) an der Nordost- bzw. Südostgrenze des Gartens, Lärche (Larix decidua) und Magnolie (Magnolia spec.) im Vorgarten, Blut-Buche (Fagus sylvatica f. purpurea), Rot-Buche (Fagus sylvatica), Mehlbeere (Sorbus intermedia) und Rhododendron im parkartigen Bereich, rasterartig angeordneter Obstbaumbestand im Obst- und Gemüsegarten.
09241236
 


  Villa mit Einfriedung, Toranlage und Villengarten Am Bürgerheim 4
(Karte)
1920er Jahre Teile der Einfriedung befinden sich auf den Grundstücken Ulmenstraße 5a und Am Bürgerheim 4, repräsentatives Gebäude neubarock, Einfriedung aus Stampfbeton mit Aufsätzen im Reformstil der Zeit nach 1910, bau- und gartengeschichtlich von Bedeutung.

Die Villa im Reformstil wurde in den 1920er Jahren erbaut. Sie ist umgeben von einem regelmäßig gestalteten Garten, der ebenfalls dem Reformstil zuzuordnen ist. Die in großen Teilen erhaltene Zaunanlage dokumentiert die einstige Größe des Gartens, der im Südteil (heute Am Bürgerheim 4) durch einen Kindergarten und Garagen nach 1945 und im Nordwesten (Ulmenstraße 5a) durch ein Wohnhaus überbaut wurde. Der Kernbereich des Grundstücks an der Villa blieb als Garten erhalten. Teile des symmetrisch verlaufenden Wegesystems sind zwar überwachsen, aber noch ablesbar. Westlich der Villa befindet sich die auf die Mittelachse der Villa mit dem Hauptzugang ausgerichtete Zufahrt mit einer zweireihigen Allee aus geschnittenen Winter-Linden. An der östlichen Grundstücksgrenze verläuft eine Baumreihe aus vier geschnittenen Winter-Linden, die ebenfalls auf die Villa Bezug nimmt. Vor der Ostfassade der Villa steht eine mächtige Blut-Buche, die ursprünglich mit ihrem symmetrisch angeordneten Gegenstück diese Gebäudeseite rahmte, deren Pendant jedoch verloren ging. Darüber hinaus blieb wertvoller Altgehölzbestand aus unter anderem Rosskastanien, einer Flatter-Ulme, Eiben (Taxus baccata), eine Gruppe aus Schwarz-Kiefern sowie Bauernjasmin und Rhododendron erhalten. Vom Repräsentationsbedürfnis der einstigen Eigentümer zeugen dendrologische Besonderheiten wie Blut-Buchen und eine Sumpf-Eiche. An der Ost- und der Westgrenze des Grundstücks verläuft ein aufwendig gestalteter Einfriedungszaun mit profiliertem Sockel und bekrönten Pfeilern aus Stampfbeton. Die Zaunfelder aus Ziergittern werden von Betonrahmen gefasst. Die zurückgesetzte Toranlage westlich der Villa an der Ulmenstraße mit einem zweiflügligem Zufahrtstor und zwei einflügligen Pforten, ebenfalls als Ziergitter ausgeprägt, sind von einer hervorragenden gestalterischen Qualität. Trotz Verlusten ist der um die Villa erhaltene Garten noch von großer Aussagekraft. Die durch gartenreformerische Ideen schon vor 1900 geforderte Durchdringung von Haus und Garten deutet sich in diesem Objekt durch die räumliche Zuordnung von Teilen des Hauses zu Teilen des Gartens an. (LfD/2017)

  • Villa: Innenausstattung teilweise erhalten: Stuckdecken, Eingangshalle mit Holzgeländer, Vorraum mit Spiegel, Reste Badezimmer, Zaun mit Pfeilern, Haustür und Zimmertüren,
  • Einfriedung: Aufwendig gestalteter Einfriedungszaun aus Stampfbeton mit profiliertem Sockel und bekrönten Pfeilern, Zaunfelder Ziergitter mit Betonrahmen, zurückgesetzte Toranlage westlich der Villa mit zweiflügligem Zufahrtstor und zwei einflügligen Pforten, ebenfalls Ziergitter, Teile der Einfriedung befinden sich auf den Grundstücken Ulmenstraße 5a (Flrst. 767/1) und Am Bürgerheim 4 (Flrst. 767/3, 785/9, 785/11).
  • Villengarten: Regelmäßig angelegter Garten im Reformstil, Wegesystem westlich der Villa überwachsen, aber noch ablesbar, westlich der Villa auf die Mittelachse der Villa mit dem Hauptzugang ausgerichtete Zufahrt mit zweireihiger Allee aus geschnittenen Winter-Linden (Tilia cordata), östlich Baumreihe aus vier geschnittenen Winter-Linden entlang der Straße Am Bürgerheim, die ebenfalls auf die Villa Bezug nimmt, wertvoller Altgehölzbestand aus u. a. Rosskastanien (Aesculus hippocastanum), Flatter-Ulme (Ulmus laevis), Eiben (Taxus baccata), eine Gruppe aus Schwarz-Kiefern (Pinus nigra) sowie Bauernjasmin (Philadelphus coronarius) und Rhododendron, auch dendrologische Besonderheiten wie Blut-Buche (Fagus sylvatica f. purpurea) und Sumpf-Eiche (Quercus palustris), drei wertvolle Altbäume (die Sumpf-Eiche, eine Blut-Buche und ein Berg-Ahorn) befinden sich auf den Flurstücken 767/3 und 785/11 (Am Bürgerheim 4).
09241237
 


  Genesungsheim und Wasserturm auf dem Grundstück Am Forsthaus 1
(Karte)
1905 Baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung, historistisches Heimgebäude mit Fachwerk-Elementen.

Wasserturm im Gelände des Pflegeheimes, Pflegeheim: Fachwerkzwerchgiebel, sehr guter Originalzustand – Putz, Fenster, Fassadengliederung, Sockelbereich Klinker, später Altenpflegeheim Rümpfwald (bis 2006 genutzt).

09241238
 


  Brunnenanlage Am Forsthaus 4 (neben)
(Karte)
19. Jahrhundert Geschichtlich von Bedeutung.

Über 20 Meter tief ins Rotliegende hineingearbeitet, 1975 bei Bauarbeiten entdeckt.

09241240
 


  Wohnhaus in halboffener Bebauung mit Garten, Stützmauern und Resten der Einfriedung Am Plan 7
(Karte)
1771 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich sowie städtebaulich von Bedeutung, im Kern barockes Bauwerk, reicher Originalbestand, ehemaliges Witwenpalais zu Schloss Glauchau, gut erhaltener biedermeierlicher Garten aus der Zeit um 1800 mit Seltenheitswert, gartengeschichtlich- und gartenkünstlerisch von Bedeutung.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Der in seiner Grundform erhaltene und zum Teil wiederhergestellte, in dieser Form bereits 1799 im Grundriss der Stadt Glauchau dargestellte Garten, liegt im Wesentlichen im Südosten des Hauses. Eine ovale Rasenfläche wird von einem Ringweg umgeben. Zwischen diesem und der Einfriedung liegen Gehölzgürtel auf leicht aufgewölbtem Gelände. Prägend und das Gebäude rahmend sind zwei Spitzahorne, ein Bergahorn, zwei Eschen, zwei Eichen, Eiben, und Flieder. Jüngere Blütengehölze ergänzen den überkommenen Bestand. Ein Zufahrtsweg führt im weiten Bogen zum hinteren nordwestlich gelegenen Gartenbereich, der am Hang liegend, terrassiert ist. Erschlossen wird der Garten an drei Punkten (1. an der Ostecke des Hauses, 2. im Südosten in der Achse des Hauses, 3. von Nordosten über eine Treppenanlage). Der Staketenzaun weist Reste von Pfeilern und Sockel auf. Im Westen ist das Grundstück von einer Stützmauer mit aufgesetztem Zaun abgefangen. Die beiden hausnahen Gartenterrassen im Nordosten und Südwesten des Hauses sind ebenso durch hohe Mauern aus Bruchsteinmauerwerk abgefangen.

Die überkommene Gartenanlage entspricht einer Gestaltung um 1800. Durch die exponierte Lage am Schloss und die Nutzung des Gebäudes (Witwensitz) musste der Garten repräsentativen Ansprüchen gerecht werden. Eine bei der Flucht der Herrscherfamilie 1945 erhaltene Darstellung des Gartens zeigt diesen im Stil der Biedermeierzeit. Eine Brücke führte einst über den Graben direkt zum Schloss. Der Garten zeigt in seinen wesentlichen Bestandteilen (Stützmauern, Einfriedung, Gehölzgürtel, wiederhergestellte Wegeführung) die überkommene Struktur einer kleinen, frühen landschaftlich geprägten Anlage um 1800, die Seltenheitswert besitzt. Gartengeschichtlich ist er ein Kleinod. Durch seine exponierte Lage hat er städtebaulichen Wert. (LfD/ 2014)

  • Wohnhaus: Reicher Originalbestand innen und außen, Türen, Fenster, Treppenhaus, barockes Bauwerk,
  • Einfriedung: Entlang der südlichen Grundstücksgrenze Staketenzaun mit Natursteinpfeilern und -sockel, im Westen Stützmauer mit aufgesetztem Staketenzaun,

Garten:

  • Erschließung, Zugänge: Zufahrtstor im Südosten in der Achse des Hauses, Pforte an der Ostecke des Hauses, von Nordosten über eine Treppenanlage, Wegesystem: ovale Rasenfläche südöstlich des Hauses wird von einem Ringweg aus wassergebundener Decke umgeben, im weiten Bogen geführter Zufahrtsweg vom Tor im Südosten zum hinteren nordwestlich gelegenen Gartenbereich.
  • Vegetabile Schutzgüter: Bäume und Sträucher im Randbereich des Gartens, außerhalb des Rundweges: zwei Spitzahorne (Acer platanoides), ein Bergahorn (Acer pseudoplatanus), zwei Eschen (Fraxinus excelsior), eine Stiel-Eiche (Quercus robur), eine Trauben-Eiche (Quercus petraea), Eiben (Taxus baccata) und Flieder (Syringa spec.).
  • Sonstige Schutzgüter: Bodenrelief: zwei hausnahen Gartenterrassen im Nordosten und Südwesten des Hauses durch hohe Mauern aus Bruchsteinmauerwerk abgefangen.
  • Denkmalwert: Gut erhaltener biedermeierlicher Garten aus der Zeit um 1800 mit Seltenheitswert, gartengeschichtlich- und gartenkünstlerisch von Bedeutung.
09241244
 


  Wohnhaus der Scheermühle Am Relsner Eck 2
(Karte)
um 1925 Holzfertigteilhaus von baugeschichtlicher und künstlerischer Bedeutung.

Fertigteilhaus im Schweizer Stil der Lausitzer Firma Uist, Holz/Fensterläden/Gartentor.

09242312
 


  Mühle mit vollständig erhaltener technischer Ausstattung Am Relsner Eck 2
(Karte)
um 1820 (Mühle) Singuläre Anlage auf Grund der Authentizität und Komplexität der technischen Ausstattung.

In mehreren Bauabschnitten errichtetes Gebäude, älteste Teil vermutlich um 1820, Anbau vor 1900, Speicheranbauten nach 1920, zunächst mit Wasserkraftantrieb, später elektrischer Antrieb, Maschinen und Werkzeuge vollständig erhalten, funktionsfähige technische Ausstattung wohl hauptsächlich nach 1900, Getreidemühle, Büro mit Einrichtung erhalten.

09248098
 


  Denkmal für die Opfer des Faschismus Am Schillerpark
(Karte)
um 1961 Geschichtlich von Bedeutung. 09241480
 


  Wartehäuschen Am Schillerpark
(Karte)
1926 Im Reformstil der Zeit nach 1910, baugeschichtlich von Bedeutung. 09241481
 


  Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Webschule Am Schillerpark
(Karte)
1923–1924 (Kriegerdenkmal) Ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Eingeweiht 17. Februar 1923, vollendet 1924, für 97 Angehörige der Web- und Handelsschule, aus Rochlitzer Porphyrtuff.

09241482
 


  Webschule Am Schillerpark 1
(Karte)
1898 (Schule) Später Gewerbeschule und Städtische Bauschule, auch Vereinigte Technische Schulen und Handelsschule, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, repräsentativ, historistisch mit späteren Erweiterungen.

Inschriften: „Wirke und Schaffe“, „Webe und Strebe“, Mischbauweise, Klinkerfassade, Putzflächen, Portikus mit Säulen, mehrere Bauphasen, Aula, gute Innenausstattung Gebäude, teilweise Stuckdecken, Gusssäulen und Treppengeländer, Türen und Haustür original, Anbau mit Sheddach.

09241483
 


  Wohnhaus in offener Bebauung An der Bergschmiede 5
(Karte)
1936 Im Heimatstil der 1930er Jahre, baugeschichtlich von Bedeutung.

Zweifamilienhaus, Bleiglasfenster, seitlicher Eingang, mit Porphyr, französischer Balkon, sachlich gestaltete Gitter und Balkongeländer, für Fabrikant Otto Saupe errichtet.

09241247
 


  Gefolgschaftshaus der gegenüberliegenden Spinnerei An der Spinnerei 8
(Karte)
um 1930 Monumentaler Klinkerbau, Denkmalwert ergibt sich aus sozialgeschichtlichem Wert als Belegschaftshaus der Textilfabrik in der NS-Zeit schlichter Klinkerbau mit baulichen Veränderungen.

Rechteckiger Grundriss, eingeschossig, Klinkerverblendung, hohe Rechteckfenster (heute teilweise zugesetzt), Eingangsvorbauten neu oder verändert, steht gegenüber der Spinnerei, ist von der Spinnerei als Gefolgschaftshaus errichtet worden, später Kulturhaus, Denkmalwert ergibt sich ausschließlich aus sozialgeschichtlichem Wert. Auftraggeber: Kammgarnspinnerei Pflüger, Köhler u. Co.

09241274
 


  Fabrikgebäude mit Einfriedung und Pförtnerhaus An der Spinnerei 8 (gegenüber)
(Karte)
1897 (Kammgarnspinnerei) Baugeschichtlich, technikgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Fabrikgebäude Klinkerfassade, Pförtnerhaus mit Fachwerk-Elementen, ehemalige Textilfabrik. Eingangsbereich mit hölzernem Säulenportikus in Eingangshalle, Flurstück 1589, Firma Pfefferkorn & Co., 1892 gegründet, 1910 verfügte der Betrieb über 30.000 Spinn- und zirka 6.300 Zwirnspindeln, später Kammgarnspinnerei Pflüger, Köhler & Co., Klinkerbau, im Inneren offene Hallen mit eng stehenden Eisenstützen und Doppel-T-Trägern.

09241248
 


  Doppelwohnhaus Arndtstraße 6; 8
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, Schweizerstil mit Fachwerk-Schwebegiebeln.

Fachwerkzwerchgiebel, reiche Dachlandschaft, Fensterüberdachungen mit Klinker, verzierter Holzerker.

09241249
 


  Doppelwohnhaus in offener Bebauung Arndtstraße 10; 12
(Karte)
1899 Baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Schwebegiebeln und seitlichen Treppentürmen.

Fachwerkzwerchgiebel, reiche Fassadengliederung mit Fensterüberdachungen, reiche Dachgliederung mit Türmchen, farblich schlecht gefasst.

09241250
 


  Fabrikanlage mit Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie Fabrikationsgebäude Auestraße 2; 2a; 2b; 2c
(Karte)
1922–1924 Baugeschichtlich, technikgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, heute Rucks Maschinenbau (gegründet 1843).

Originale Innenausstattung und Fassadengliederung erhalten.

09241252
 


  Rothental-Kaserne (General-Hammer Kaserne), später wohl Auekaserne Auestraße 3; 3a
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude. 09241251
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 15
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade.

Mischbau, Klinker.

09241253
 


  Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Auestraße 17
(Karte)
um 1900 Mit Laden, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Putzfassade und auffallend gestaltetem Eingangsbereich.

Putzfassade mit auffallend gestaltetem Eingangsbereich, Vereinfachungen an Fassade.

09241254
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 40
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade und aufwändig gestaltetem Giebel, im Stil der Neorenaissance.

Klinkermischbauweise, Putznutung im Erdgeschoss, schöne Haustür und Türgewände.

09241255
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 42
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade.

Mischbauweise, Haustür original.

09241256
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Auestraße 46 und Jägerstraße 2) Auestraße 44
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade.

Klinkerbauweise, Fenster original.

09241257
 


  Mietshaus in Ecklage in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Auestraße 44 und Jägerstraße 2) Auestraße 46
(Karte)
um 1900 mit Laden, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade und Eckbetonung, straßenraumprägend.

Klinkerfassade.

09241258
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 53
(Karte)
um 1905/1910 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, mit weißer Klinkerfassade und Fachwerk-Elementen, Jugendstildekoration.

Mischbauweise, weißer Klinker.

09241259
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 55
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade.

Mischbauweise, Klinker.

09241260
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Auestraße 57
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, historistisch mit Klinkerfassade.

Mischbauweise, Klinker.

09241261
 


  Haustür eines Mietshauses Auestraße 66
(Karte)
um 1900 Handwerklich-künstlerisch von Bedeutung, aus der Gründerzeit, im Stil der Neorenaissance (Beschlagwerk).

Reich verziert.

09241262
 


  Mietshaus in Ecklage Auestraße 88
(Karte)
1898 Mit Laden, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit reicher Fassadengliederung und Eckbetonung, im Stil des Neobarock.

Reiche Fassadengliederung, Putzfassade.

09241263
 


  Wohnhaus in offener Bebauung Auestraße 90
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Schwebegiebel, Klinkerfassade und hölzernem Eingangsvorbau.

Klinkerfassade auch im Erdgeschoss, Schwebegiebel, Holzvordach.

09241264
 


  Mietshaus in halboffener Bebauung Auestraße 96
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade, reicher Fassadenschmuck.

Klinkerfassade, Obergeschoss mit kannelierten Lisenen, Fensterüberdachungen, Zwerchgiebel, Erdgeschoss verputzt mit Fassadenschmuck.

09241265
 


  Mietshaus in Ecklage August-Bebel-Straße 14
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude, Klinkerfassade mit reicher Gliederung.

Obergeschoss Klinker mit Lisenen, Erdgeschoss verputzt, Mischbau.

09241267
 


  Armenschule mit Turmuhr des ehemaligen Buttermilchturmes August-Bebel-Straße 60
(Karte)
1868–1869, erweitert 1891 Erbaut als Armenschule, 1879 zur Ersten Bezirksschule umgewandelt, 1891 Erweiterung mit dem Mittelbau, 1898 Einstufung als mittlere Volksschule und Benennung mit Lehngrundschule, später Bezirksschule, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, im Stil der Neorenaissance.

Außer Mittelrisalit alles stark und entstellend modernisiert. Das war die Turnerstraße und wahrscheinlich der Lehngrund.

09241266
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
Weitere Bilder
Agricola-Statue und Bahnhofspark Bahnhofsplatz
(Karte)
um 1955 Künstlerisch und ortsgeschichtlich von Bedeutung, Standbild für den Humanisten, Arzt und Mineralogen Georgius Agricola (1494–1555) in seiner Geburtsstadt Glauchau.

Statue Georgius Agricola, Bronze, Agricola, G.: Humanist, Arzt, Mineraloge (1494–1555). Lage: im Bahnhofspark (ehemaliger Oswald-Seyfert-Park, benannt nach einem Fabrikanten).

09241268
 


  Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Bahnhofstraße 2
(Karte)
um 1890 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade.

Ladeneinbau modernisiert, ansonsten guter Originalbestand, Laden heute (2009) beseitigt.

09241269
 


 
Weitere Bilder
Verwaltungsgebäude Bahnhofstraße 6
(Karte)
nach 1900 Repräsentativer Putzbau mit reicher Fassadengliederung aus Hilbersdorfer Porphyrtuff, baugeschichtlich von Bedeutung.

Repräsentatives Verwaltungsgebäude, heute Sitz der Krankenkasse AOK, vermutlich zwischen 1900 und 1910 erbaut. Dreigeschossiger Putzbau, Fassadengliederungselemente wie Gesimse, Fenstergewände, Türportale und Eckquaderung aus Hilbersdorfer Porphyrtuff. Dachausbau nicht original, ansonsten Fassade denkmalgerecht saniert. Auf Grund des guten Originalzustandes und seiner architektonischen Qualität erlangt das Gebäude baugeschichtliche Bedeutung. (LfD/2011)

09304062
 


  Mietshaus in Ecklage Bahnhofstraße 10
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade und repräsentativem Eckerker, straßenbildprägend.

Klinkerfassade, Erker mit Atlanten, reicher Fassadenschmuck.

09241271
 


  Acht Mehrfamilienhäuser der Sachgesamtheit Aue-Siedlung Bayernweg 1 bis 6; 6a; 9; 10
(Karte)
1938–1944 Schlichte Putzbauten im Heimatstil der 1930er Jahre, ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Sachgesamtheitsbestandteile der Sachgesamtheit Aue-Siedlung: (Sachgesamtheitsteil, keine Einzeldenkmale) – (siehe auch Sachgesamtheitsdokument unter Sachsenallee – Obj. 09241807).

Teilweise noch in gutem Originalzustand. Nummer 10: Wandbild mit Sonnenuhr, stark verblasst, charakteristisches Siedlungshaus, Kratzputz, Klinkersockel, ursprünglich Fensterläden.

09241774
 


  Wohnhaus in halboffener Bebauung Breite Straße 13
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichter Putzbau mit neoklassizistischer Hauseingangstür, guter Originalbestand.

Schöne Haustür (um 1910), guter Originalbestand, Abbruchgenehmigung für 2010/2011 erteilt.

09241273
 


  Wohnhaus in Ecklage und geschlossener Bebauung Brüderstraße 1
(Karte)
im Innern bezeichnet 1734, später überformt Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, im Kern barockes Gebäude mit platzbildprägender Lage am Markt.

Mit Laden, Fenster mit Korbbögen, datiert im Treppenhaus, Wendeltreppe, Keller Tonnengewölbe bzw. Kreuzgewölbe, mehretagig.

09241275
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Brüderstraße 10
(Karte)
um 1900, im Kern älter Mit Laden, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Jugendstilfassade um 1900, im Kern älter, ortsbildprägende Lage an einer Straßengabelung.

Jugendstilfassade

09241276
 


  Wohnhaus in ehemals geschlossener Bebauung Brüderstraße 11
(Karte)
um 1900, im Kern älter Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Jugendstilfassade um 1900, im Kern älter, ortsbildprägende Lage an einer Straßengabelung.

Mit Laden, Jugendstilfassade.

09241277
 


  Wohnhaus (mit künstlerischer Bauausstattung) in Ecklage und halboffener Bebauung Brüderstraße 13
(Karte)
1890–1900 Baugeschichtlich, handwerklich-künstlerisch und stadtentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung, straßenbildprägende Lage.

Fassaden stark geglättet und verändert, Dachbereich komplett verändert – ehemals mit Ecktürmchen etc., qualitätvolle bauzeitliche Innenausstattung, mit Laden.

Bis 2014 war nur die Eingangstür eingetragen, die Inneneinrichtung bis dahin noch nicht besichtigt.

09241278
 


  Terrassierter Garten mit Stützmauern, Hinterhaus und Orangerie Brüderstraße 15
(Karte)
um 1800/1830 (Hausgarten) Im Auftrag des Fabrikanten und Stadtrats Carl Ziegler angelegter Garten von regionaler gartenhistorischer und gartenkünstlerischer sowie städtebaulicher Bedeutung, die sogenannten „Hängenden Gärten“ Glauchaus, bedeutsame Blickbeziehung aus dem Garten zum Schloss.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals: Der vom Fabrikanten und Stadtrat Ziegler um 1830 angelegte Garten gliedert sich in

  • die obere Gartenebene am hinteren Wohnhaus des Bürgerhauses Brüderstraße Nummer 15,
  • den terrassierten Westbereich mit vier schmalen Gartenterrassen und
  • den Hangbereich im Norden mit Böschungen und Wegen.

Der obere Garten bildet ein Fünfeck, das von zwei hohen, im stumpfen Winkel zueinander stehenden Stützmauern nach Westen und Norden abgefangen wird. Die Ecke dieser Mauern ist zu einer kleinen Bastion ausgebaut (ehemals der Standort eines Gartenhäuschens oder -pavillons, heute Sitzplatz) und scheint in der Mittelachse des Hauses zu liegen. Die nördliche Stützmauer schließt mit einer Brüstungsmauer ab, die Bastion hat ein aufgesetztes Geländer, auf der westlichen Stützmauer stehen Pfeiler mit Zaunfeldern (Metallkonstruktion). Die Gartenfläche ist in eine große kreisrunde mittlere Rasenfläche mit Rabatte und Ringweg, seitliche Beetflächen und einen Sitzplatz an der Südseite aufgeteilt. Die sich im Nordosten befindende Orangerie weist mit vier Fenstern in diesen Gartenraum und hat an der Ostseite einen Zugang zu hinteren, an die Orangerie angelagerten Räumen. Von der Brüderstraße gelangt man durch den Durchgang des Vorderhauses, über den mit Sandsteinplatten befestigten Innenhof und den Durchgang des hinteren Wohnhauses in den Garten.

An der Westseite des oberen Gartens fangen vier hohe Stützmauern die am einstigen Prallhang der Mulde stufenförmig übereinander liegenden Gartenterrassen ab. Sie sind über einen geradlinigen Treppenlauf mit 22, 16 und 14 Sandsteinstufen an der Südgrenze mit miteinander verbunden. Von dem oberen Garten führt eine weitere Treppe mit 16 Stufen in Nähe der Bastion auf die oberste dieser vier Terrassen hinab. Die geradlinig verlaufenden Terrassenmauern bilden unterhalb der oberen Bastion ebenfalls bastionsartige Vorschübe aus. Diese werden gleichfalls über Treppen miteinander verbunden. Eine weitere kleine Terrasse mit nischenartiger Einwölbung liegt im Eckbereich zwischen erster und zweiter Terrasse.

Der Nordhang ist durch parallel verlaufende Wege, niedrige mauern und Böschungen gegliedert. Auf dieser Seite führt eine Treppe mit 20 Stufen aus Sandstein zu einem kleinen Platz mit einem 18 Meter tiefen Brunnen (zwei Sandsteinwasserbecken und eine aufgesetzte neue Handschwengelpumpe), der an der Schmalseite der Orangerie liegt.

Zwei Apfelbäume, eine Kornelkirsche und ein Pflaumenbaum im oberen Garten sowie zwei Apfelbäume auf der vierten Terrasse machen den Obstbaumbestand aus. Für die Sichtbezüge zum Schloss und die Landschaft sind die den Blick rahmenden Laubbäume wesentlich. Das sind eine Esche auf der vierten Terrasse im Norden, ein Spitzahorn am Nordhangbereich und zwei dicht beieinander stehende hoch aufgewachsen Linden im Süden der ersten Terrasse, direkt neben dem Eingang zu den unterirdischen Gängen der Stadt. Die auf dem Hang des südlichen Nachbargrundstücks stehenden Bäume (Esche und Bergahorn) sind ebenso wichtig für die Rahmung der Sicht zum Schloss. Eine mit Efeu überwachsene Mauer zieht sich an der Südgrenze des Grundstücks den Hang hinauf. Am Nordhang stehen Pfeiler als Reste einer ebenfalls den Hang ansteigenden Zaunanlage.

Der Zieglersche Terrassengarten ist der einzige erhaltene Garten der einstigen Hängenden Gärten von Glauchau, die sich oberhalb des Röhrensteiges bis zum Garten am Plan 2 hinzogen. Die in exponierter Lage, in ihrer Grundstruktur vollständig erhaltene Gartenanlage ist mit den geschickt angelegten Terrassen eine außerordentliche ingenieurtechnische und gestalterische Leistung des frühen 19. Jahrhunderts. (Möglicherweise sind Teile der Stützmauern sogar älteren Ursprungs.) Seine Ansicht von unten und seine in unterschiedlichen Höhen wahrnehmbare Aussicht ist einzigartig. Für Glauchau ist es die wertvollste Gartenanlage des frühen 19. Jahrhunderts, die als Terrassenanlage auch überregional Seltenheitswert besitzt. Gartenkünstlerisch, gartengeschichtlich und städtebaulich hat sie besonderen Wert. (LfD/ 2014, Ragnhild Kober-Carrière)

Der Terrassengarten wurde um 1830 im Auftrag von Carl Ziegler angelegt. Er war zu dieser Zeit Stadtrat und Fabrikbesitzer. Bis 1862 befand sich das Grundstück im Besitz seiner Witwe Clara Auguste. Es folgen die Besitzer Friedrich Ferdinant Haussmann und J. G. Lochmann, zwischen 1872 und 1878 wurden Teile des Geländes für Unterrichtszwecke der nahe gelegenen Wehrdigt-Schule genutzt.

Das Grundstück unterteilt sich in zwei klar voneinander abtrennbare Bereiche: Zum einen das 1750 erbaute Wohnhaus mit Innenhof, welches als Zeilenhaus direkt an der Brüderstraße gebaut wurde. Zum anderen der Gartenteil, mit der oberen Terrasse auf Wohnhausniveau, der 1847 erbauten Orangerie und der höhenmäßig gestaffelten Terrassenanlage. (weitere Ausführungen siehe Denkmalbegründung)

09241279
 


  Wohnhaus in ehemals geschlossener Bebauung Brüderstraße 18
(Karte)
Ende 18. Jahrhundert Mit Laden, baugeschichtlich von Bedeutung, barockes Gebäude mit Mansarddach und segmentbogenförmigen Torgewände.

Tordurchfahrt.

09241282
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Brüderstraße 24
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert Mit Laden, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade, im Kern älter (Mansarddach), Lage nahe dem Markt.

Fassade um 1900, Fenster verändert.

09241284
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Wohnhaus Carolapark 1
(Karte)
um 1800 Baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung, Fachwerkhaus, liegt im Carolapark.

Anbauten, teilweise bauliche Veränderungen.

09241286
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Charlottenstraße 23
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichter Putzbau der Gründerzeit.

Schlichtes Wohnhaus, im ausgehenden 19. Jahrhundert erbaut. Zweigeschossig, fünf Achsen, Abschluss durch Satteldach. Fassade durch Rustikaputz verziert, Haustür original, Fenster dem Original entsprechend, aber vereinfacht, erneuert. Als typische Wohnbebauung dieses Stadtgebietes von baugeschichtlichem und stadtentwicklungsgeschichtlichem Wert. (LfD/2012)

Rustikaputz Erdgeschoss, Dachaufbauten, teilweise Fenster und Türen original.

09241287
 


  Villa mit Garten und Einfriedung Chemnitzer Straße 3
(Karte)
1843–1844 Einst historisierendes, 1925 umgebautes und erweitertes Gebäude, zeitweilig Fabrikantenbesitz, baugeschichtlich, gartengeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, mit Giebeln und Lisenen vor allem neoklassizistischer Bau, gut erhaltene qualitätvolle Innenausstattung.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Der Villengarten birgt in sich scheinbar mehrere Gestaltungsphasen, die im Zusammenhang mit der Lage der Villa im Süden des Kreutzgrabens, dem ersten Villenbau 1844, der Erweiterung des Gewächshauses 1910 und dem Umbau und der Erweiterung der Villa um zwei Fensterachsen nach Westen 1925 zusammenhängen. Der einst auch die Flurstücke 829/1 und 829/3 (Gewächshaus, heute Apotheke) umfassende Villengarten, weist heute auf dem Flurstück 829/2 folgende Gartenteile auf:

  • Vorgarten mit Resten des Gehölzbestandes (Blaufichte) und ehemaligem Rasenspiegel mit Ringweg,
  • Aussichtshügel mit hinaufführendem Weg und Gehölzbestand sowie eine
  • rechteckige terrassenförmige Gartenebene mit derzeit abgeschobener Rasenfläche und umfassenden Wegen im Süden und Südwesten der Villa.

Der im Norden der Villa liegende Kreutzgraben mit verrohrtem Wassergraben bildet die tief gelegene Gartenebene des Villengartens und hat folgenden Baumbestand: Linden, Platane, Eschen, Bergahorn, Buche. Zur Agrikolastraße ist der Garten mit einem Staketenzaun eingefriedet. Die Einfriedung an der Chemnitzer Straße besteht aus einer Zaunanlage mit Zaunfeldern aus Metallkonstruktion, Sockeln (verputztes Mauerwerk aus Speckstein) und Pfeilern sowie einer zurückgesetzten Toranlage (Tor in Metallkonstruktion mit zwei Pfeilern, zwei Pforten und zwei im Bogen geführten Mauerabschnitten), die anscheinend eine vorherige Toranlage ersetzte. Das in die Torflügel eingearbeitete „K“ weist auf die Familie Kratz hin, die die benachbarte Fabrik Kratz& Burk (mechanische Weberei) 1854 gründete und die Villa ab 1859 besaß. Interessant ist die in den Graben führende Treppe, die sich offensichtlich noch auf die Gebäudeachse der ursprünglichen Villa bezieht.

Im Westen der Villa erfolgten nach 1945 Geländeaufschüttungen. Im Umfeld der Villa ist der Garten durch die derzeitige Sanierung der Villa beeinträchtigt. Villa und Garten tragen Zeugnis einer frühen Stadterweiterung nach Osten auf zuvor genutztem Gartenland. Auf Grund der vorhandenen Geländesituation erfolgte die Anlage des Gartens in unterschiedlichen Ebenen. Damit wurden die Gartenteile streng voneinander getrennt und konnten in ihrer Grundstruktur erhalten bleiben. Der Denkmalwert des Gartens liegt in dieser Gliederung und dem erhaltenen Gehölzbestand. Er ist gartengeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung. (LfD/ 2014, Ragnhild Kober-Carrière)

  • Villa: Dreigeschossig, breit gelagert, Lisenengliederung, Fassade vereinfacht, Traufgesims mit Wulst, Hauseinfassung seitlich mit geschweiftem Dach, zweiflügelige Haustür mit Glaseinsatz und gesprosstem Oberlicht, Innenausstattung: Wandvertäfelungen, Kamin, Stuckdecken, kannelierte Säulen, Farbglasfenster, Türen, Heizungsverkleidung,
  • Garten: Alte Wegführung mit Beeteinfassung und Reste des alten Baumbestandes, Einfriedung: Zaunpfeiler und Pfosten Sandstein nachträglich verputzt, Sockel Naturstein verputzt, Zaunfelder Schmiedeeisen, gefährdet, mit seinem heutigen Erscheinungsbild maßgeblich vom Umbau 1924–1925, seitliche Erweiterung, Umbau oberstes Geschoss vom Mezzanin zum Vollgeschoss und neues Dach beinhaltend, geprägt.
09244679
 


  Wohnhaus in offener Bebauung, ehemalige Villa, später Heimgebäude Chemnitzer Straße 27
(Karte)
um 1880 (Villa) Bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitlicher Putzbau, sogenanntes Leuschner-Haus, durch Fabrik- und Rittergutsbesitzer Ludwig Leuschner (1824–1889) umgebaut zum Städtischen Frauenversorgungsheim.

Ehemalige Villa, durch Ludwig Leuschner umgebaut zu Städtischen Frauenversorgungsheim, wohl seit Mitte der dreißiger Jahre, Umbau zu Mietshaus, Laterne, Reste Halle, Inneres durch Umbauten wesentlich verändert.

09241289
 


  Wohnhaus, ehemaliges Fabrik- und Verwaltungsgebäude, später Mannschaftshaus einer Kaserne Chemnitzer Straße 28a; 28b; 28c; 28d
(Karte)
um 1925 (Wohnhaus) Ortsgeschichtlich von Bedeutung, Kaserne benannt nach dem Infanterie-Ersatz-Bataillon Glauchau, vorher Mechanische Weberei und Wirkwaren Martin Richter.

Ursprünglich Fabrikgebäude, dann Mannschaftshaus der Richter-Kaserne, 1948 Umbau zu Wohnungen unter Leitung Architekt Rudolf Macht, Glauchau, Fabrik für Fabrikanten Martin Richter Mechanische Weberei und Wirkwaren bis 1935.

09241290
 


 
Weitere Bilder
Villa mit Nebengebäude, heute Verwaltungsgebäude, ehemals Kasernenbestandteil Chemnitzer Straße 29
(Karte)
um 1877 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, die Villa ein repräsentatives Gründerzeitgebäude, Kaserne benannt nach dem Infanterie-Ersatz-Bataillon Glauchau, vorher Fabrikantenvilla (Mechanische Weberei und Wirkwaren Martin Richter).
  • Villa: Heute Landratsamt-Sozialamt, wahrscheinlich für Fabrikant Friedr. Wilhelm Grüner/Färbereibesitzer errichtet, dann Martin Richter, Mechanische Weberei, 1948 für SMA umgebaut durch Ing. Arch. Paul Hirschmann, Glauchau,
  • Seitengebäude: Bauherr Martin Richter, Umbau 1948 zu Wohnungen durch Arch. Ing. Hirschmann.
09241291
 


 
Weitere Bilder
Villa, heute Kindergarten Chemnitzer Straße 32
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude, Straßenfassade durch Mittelrisalit betont.

Heute Kindergarten, Stuckdecke im Treppenhaus, Vorraum mit Spiegel und Konsole, Zimmertüren original.

09241292
 


  Villa mit Einfriedung Chemnitzer Straße 34
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert, Umbau um 1920 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Kern gründerzeitliches Gebäude, im Art-Déco-Stil der 1920er Jahre überformt.

Vorhalle holzgetäfelt, Putz vollständig erneuert – dadurch entstellt, Geländer.

09241293
 


  Wohnhaus Clementinenstraße 3
(Karte)
um 1900 Schweizerstil, eingeschossig mit Drempel, wenig steiles Satteldach mit zusätzlichen Giebeln nach beiden Seiten, Dachüberstände, als Teil des Villenviertels von stadtgeschichtlichem Wert, baugeschichtlich von Bedeutung.

Bauherr war ein H.B.F. Harting. In der Bauakte als Villa bezeichnet. Fensterbedachungen. Holztreppenhaus mit gedrechselten Stäben. Teils originale Innentüren.

09306537
 


  Villa mit Einfriedung (an der Friedrich-Ebert-Straße) Clementinenstraße 4
(Karte)
1893 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade und reicher Dachlandschaft.

Architekten: Weichardt & Eelbo, Leipzig, Klinkerfassade, gelber Klinker, Türmchen, Bleiglasfenster, Bauherr: Julius Boeßneck, Glauchau.

09241294
 


  Villa Clementinenstraße 5
(Karte)
um 1905 Baugeschichtlich von Bedeutung, original erhaltener Putzbau, als Teil des Villenviertels von stadtgeschichtlichem Wert.
  • Gebäude: Eingeschossig, unregelmäßiger Grundriss, bewegte Dachlandschaft, Werksteinsockel, verschiedene An- und Vorbauten wie Veranda, Balkon, Eingangsvorbau, kleiner Erker, verschiedene Putzarten und Zierfachwerk,
  • Dachlandschaft: Pyramidenhelm, Krüppelwalmdach, Satteldach heute mit engobierten Biberschwänzen in Doppeldeckung, Fenster mit profilierten Betonfenstergewänden, die Fenster zweiflüglig mit sprossengeteilten Oberlichtern,
  • Innen: Parkett, gewendelte Holztreppe, alte Zimmertüren, Bleiglasfenster im Treppenhaus,
  • Denkmalwert: Bau- und stadtgeschichtlicher Wert.
09241348
 


  Villa mit angebautem Nebengebäude, Villengarten und Einfriedung Clementinenstraße 8
(Karte)
1913, 1916–1917 Ortsgeschichtlich, baugeschichtlich, kunstgeschichtlich und gartengeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives Villengebäude im Reformstil der Zeit um 1910 von den bekannten Dresdner Architekten Lossow & Kühne, erbaut für den Textilfabrikanten Arthur Lossow (Bruder des entwerfenden Architekten William Lossow).

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Die Gartenfläche und wertvoller Gehölzbestand sind erhalten. Hervorzuheben ist die breite, der Nordwest-Fassade vorgelagerte Gartenterrasse, der eine großzügige Planung vorausging. Eine hier ursprünglich vorgesehene Balustrade wurde nicht umgesetzt. Die Rasenterrasse bildet zu dem nach Südosten ausgreifenden Gebäude das verbindende Element der Villa zum Garten im NW und SW. Gebäude und Terrasse bilden damit in ihrer Addition und Komplexität der Bauteile eine Einheit. In ähnlicher Großzügigkeit ist sicher der Garten angelegt worden, der heute eher ausgeräumt erscheint. Die Einbindung ehemals vorhandener Bäume lässt darauf schließen. So prägt eine mächtige Buche den Gartenraum im Südwesten der Villa. Eine weitere Buche und zwei Linden stehen im Nordwest-Bereich. Eine Schwarzkiefer und eine Pyramideneiche bestimmen den Südbereich. Weiterhin wird der Garten von Koniferen, Birken, und Rhododendren, zum Teil auch jüngeren Beständen, eher locker gegliedert. Haselnusssträucher haben eine abschirmende Wirkung. Nach 1990 erfolgten Veränderungen im hausnahen Bereich. Die Zaunanlage (verzinkte Metallkonstruktion) wurde saniert. Die Großzügigkeit des Gartens und seine Bindung über die Gartenterrasse zur Villa zeugen von der Auffassung des modernen Villengartens des Reformstils mit Merkmalen des Übergangs zur Moderne. Die noch erkennbare Gartengestaltung hat gartengeschichtlichen Wert. (LfD/ 2014, Ragnhild Kober-Carrière)

Villa:

Eckquaderung, Seitengebäude an Hauptgebäude angefügt, halbrunden Bogen bildend mit Garagen und Bedienstetenwohnung, Villa mit Walmdach, Fensterläden halbrunde Erker mit Balkonen im Obergeschoss, qualitätvoller Bau, Bauherr: Arthur Lossow.

09241295
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Mietshaus in halboffener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 5
(Karte)
um 1905, im Kern älter Baugeschichtlich von Bedeutung, Jugendstilfassade Bauschmuck unter Jugendstileinfluss, Fabrikzusammenhang. 09241300
 


  Doppelmietshaus in halboffener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 10; 12
(Karte)
um 1905/1910 Baugeschichtlich von Bedeutung, mit Fachwerkgiebeln und hölzerner Balkongestaltung an der Hofseite.

Fachwerkzwerchgiebel, überputzt, Hofseite mit verglasten Balkons/Holz, Straßenseite Haus wenig auffallend, Denkmal wegen Balkongestaltung.

09241301
 


  Doppelmietshaus in Ecklage (Anschrift: Dietrich-Bonhoeffer-Straße 14 und Körnerstraße 10) Dietrich-Bonhoeffer-Straße 14
(Karte)
um 1910 Baugeschichtlich von Bedeutung, mit Fachwerkgiebeln und verzierten Holzerkern auch an der Hofseite.

Fachwerkzwerchgiebel, Holzerker verziert, Oberlichter Fenster, Farbglasfenster, Farbfassung Fassade schlecht.

09241302
 


  Doppelmietshaus mit rückwärtigem Anbau Dietrich-Bonhoeffer-Straße 19; 21
(Karte)
um 1915 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit um 1910.

Nummer 19 vermutlich Wohnhaus einer Fabrik, Fabrik angebaut, Straßenfront beider Gebäude villenartig gestaltet, mit halbrundem Mittelrisalit.

09241303
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung konzipiert Dietrich-Bonhoeffer-Straße 42
(Karte)
um 1880 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade, guter Originalbestand.

Teilweise unbewohnt, Fensterüberdachungen erster Stock, guter Originalbestand.

09241304
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 45
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade. 09241305
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 47
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade. 09241306
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 49
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade.

Fassade modernisiert, Fenster und Haustür original, Klinkerfassade.

09241307
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 51
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade.

Keine Originalhaustür, Klinkerfassade.

09241308
 


  Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 67
(Karte)
1897 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade und hervorgehobener Eckgestaltung.

Klinkerfassade, Erdgeschoss verputzt, ursprünglich mit Laden.

09241309
 


 
Weitere Bilder
Lutherkirche Dorotheenstraße
(Karte)
1908–1909 Kunsthistorisch, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, zwischen Neogotik und Reformstil-Architektur, Entwurf: Woldemar Kandler, Dresden.

Jehmlich-Orgel, Ausmalung 1922 von Dresdner Maler Wilhelm Heckroth-Conrady, Altarbild von Dresdner Maler Ludwig Otto „Kreuzigung“, 1986–1988 Renovierung, Innenausstattung durch ursprünglichen Pfarrer beeinflusst gewesen, Ideen Freimaurer-Einfluss, 1899/1900 Abtrennung einer eigenen Kirchgemeinde der Unterstadt von St. Georgen, 1905 als erster Pfarrer Paul Fiebig eingeführt.

09241297
 


  Mietshaus in halboffener Bebauung Dorotheenstraße 4b
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, reich profilierte, gründerzeitliche Putzfassade.

Reich profilierte Fassade, Türen und Fenster original.

09241296
 


  Kirchgemeindehaus an der Wilhelmstraße, im Hof des Grundstücks Dorotheenstraße 4b
(Karte)
1916 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit um 1910.

Großflächige Tafelbilder von Theodor Max Moser, Sohn eines Glauchauer Fabrikanten, 1920–1922, gestiftet von Kommerzienrat Meyer und Nouvortne, Farbglasfenster gestiftet von Fabrikant Rucks, originale Innenausstattung, Kirche vorwiegend für Bewohner des Wehrdigt, Gemeindehaus.

09241554
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Dr.-Dörffel-Straße 3
(Karte)
19. Jahrhundert Mit Läden und Tordurchfahrt, schlichte Putzfassade, Wohnhaus des Dr. Ottokar Dörffel (1818–1906), Bürgermeister in den Revolutionsjahren 1848/49 (Gedenktafel am Haus), baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Sehr schönes Tor, Fenstergewände erster Stock.

09241245
 


  Kirchgemeindehaus der Apostolischen Gemeinde Dr.-Walter-Hüttel-Straße 2
(Karte)
1890 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, einfacher Saalbau.

Inschrift: „Gottes Haus des Himmels Pforte“, für Anhänger des Apostolischen Glaubens gebaut, einfacher Saalbau, Straßennamenänderung um 2010: Dr.-Walter-Hüttel-Straße, ehemals Am Ulmenhang.

09241327
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Freimaurerloge und Teile des Gartens Egghalde 12
(Karte)
vermutlich 1845, später überformt Heute Wohnhaus, ortsgeschichtlich, baugeschichtlich und gartengeschichtlich von Bedeutung.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Am Ende der Plantagenstraße ist das große langgestreckte Grundstück vermutlich mit dem Bau des Gebäudes als Villengarten angelegt worden. Der Garten gliedert sich in vier Bereiche:

  • Ein kleines Gehölzstück an der Plantagenstraße (kein Gartendenkmal),
  • Ein scheinbar ehemaliger Obst- und Gemüsegarten (heute Kleingartenfläche, kein Gartendenkmal),
  • Der hausnahe Gartenbereich,
  • Der parkartige Teil mit Gehölzbestand und Aussichtshügel.

Im hausnahen Bereich bildet der überkommene Gehölzbestand (Buche, Bergahorn, Magnolie, Linden, Kastanie, Fächerahorn, Haselnuss und Rhododendren, jüngere Koniferengruppe) eine lockere Rahmung. Der sich im Nordwesten anschließende Parkbereich weist alte Rhododendrengruppen, eine Traueresche, Hainbuche, Lärche, Eichen, Linden, Robinien, und Spitzahorn auf. Ein landschaftliches Wegesystem ist im Boden zu vermuten. Ein Aussichtshügel oberhalb des Hanges des Gründelteichparks, noch im eingefriedeten Gartenbereich liegend, bildet den Endpunkt der landschaftlichen Anlage. Die alte Gehölzsubstanz ist wertvoll und lässt ein interessantes System von Gartenräumen erkennen, das durch Wildwuchs beeinträchtigt ist. Außerhalb der Einzäunung liegt ein Aussichtsplateau mit Sichtbezug zur Gründelteichinsel. Dieses Plateau liegt zwar im Flurstück, ist aber zur Gründelteichanlage zu zählen. Der geschichtliche Wert des Gartens besteht in der landschaftlichen Grundstruktur, die auf eine Gestaltung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zurückzuführen ist und durch spätere Zutaten (um 1900) ergänzt wurde. (LfD/ 2014, 2017)

Gebäude für Freimaurerloge „Zur Verschwisterung der Menschheit“ von Curt Köhler baulich verändert (dieser Nachfolger des Baumeisters Louis Lein). Im Gebäude befand sich Saal, Garderobe, Bibliothek und Klubzimmer, spätere Besitzerin Frau Brinkmann. In Bauakte bei Baumaßnahme von 1911 Stempel des Sächsischen Heimatschutzes, die Bauakte schon 1845 angelegt – Hinweis auf Errichtung eines Wohngebäudes für Kaufmann Tasch, seit 1862 Eigentum der Freimaurerloge, Reste Gartengestaltung.

Erfasst unter der Anschrift: Plantagenstraße 12

09241313
 


  Mietshaus in halboffener Bebauung Erich-Fraaß-Straße 1
(Karte)
1895 Mit Laden, baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade mit reicher Giebelgestaltung, straßenbildprägende Lage.

Klinkerfassade, Erdgeschoss verputzt.

09241314
 


  Verwaltungsgebäude (Anschrift: Otto-Schimmel-Straße 8a), Fabrik- und Verwaltungsgebäude (Anschrift auch: Scherbergplatz 1 und Erich-Fraaß-Straße 24) sowie ehemaliges Beamtenwohnhaus (Anschrift: Otto-Schimmel-Straße 8) einer Textilfabrik Erich-Fraaß-Straße 24
(Karte)
1927–1928 (Textilindustrie) Technikhistorisch, orts- und baugeschichtlich von hoher Bedeutung, im Reformstil der Zeit um 1910, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, Bauteil am Scherbergplatz Geschäftshaus der Firma Ernst Seifert, Bauteil an der Otto-Schimmel-Straße ehemals Firma Bössneck & Meyer.

Hauptgebäude Palla, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, wahrscheinlich Geschäftshaus der Firma Ernst Seifert, Bauteil Scherbergplatz 1926, Architekt R. Ulrich/Bauleiter Krebs Dresden, weiterer Bauteil Otto-Schimmel-Straße ehemals Fa. Bössneck & Meyer Bauwerk von Architekt Krebs 1925, Gebäudegruppe am Scherbergplatz/Erich-Fraaß-Straße ehemals mit Anschrift: Erich-Fraaß-Straße 25 und Scherbergplatz 1, Otto-Schimmel-Straße 8 – Beamtenwohnhaus der Fa. Ernst Seifert.

09241442
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Wohnhaus Färberstraße 1
(Karte)
um 1800 Baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung, in straßenbildprägender Lage, hohes Satteldach, mit Fachwerk-Obergeschoss (verputzt).

Obergeschoss vermutlich Fachwerk, verputzt.

09241317
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Färberstraße 4
(Karte)
um 1790 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barockes Gebäude mit Korbbogenportal.

Schöne Haustür, Fensterläden.

09241318
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Färberstraße 5
(Karte)
um 1800 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barock wirkendes Gebäude mit Mansarddach.

Schöne Haustür, Originalbestand, Einbau großes Garagentor.

09241319
 


  Villa mit Einfriedung an der Färberstraße, Gartenlaube und Garten Färberstraße 29
(Karte)
1912 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, Wohnhaus des Färbereibesitzers Bernhard Kuhn.

Ehemalige Fabrikantenvilla des Färbereibesitzers und Stadtrates Bernhard Kuhn mit zeitgleich errichteter Gartenlaube und Einfriedung zur Färberstraße sowie dem Garten als Nebenanlage. Das 1830/37 errichtete Färbereigebäude, welches sich im gleichen Grundstück befindet, wurde auf Grund mehrfacher Umbauten nicht in die Denkmalaufstellung aufgenommen.

Die im Reformstil erbaute Villa gehört zu den repräsentativsten und künstlerisch bedeutendsten Villenbauten in Westsachsen. Sie blieb in sehr gutem Originalzustand mit qualitätvoller bauzeitlicher Ausstattung erhalten.

Der über längsrechteckigem Grundriss errichtete, zweigeschossige Putzbau wird geprägt durch regelmäßig angeordnete, heute noch originale, Rechteckfenster, teilweise mit Klappläden, einem mittig angeordneten Standerker mit darüber befindlichem Balkon, ein umlaufendes Gurtgesims, einen dreiachsigen Dacherker sowie das hohe Mansardwalmdach. Der von Säulen flankierte Hauseingang befindet sich seitlich. Das vermutlich zeitgleich mit der Villa erbaute Gartenhaus befindet sich im Vorgartenbereich. Der kleine Fachwerkbau mit flachgeneigtem Satteldach befand sich zum Zeitpunkt der Denkmalausweisung im Jahr 2011 in sehr schlechtem Bauzustand. Der Garten blieb als Relikt erhalten, straßenseitig wird er durch einen schmiedeeisernen Zaun mit Steinpfeilern (einer noch von einer Steinkugel bekrönt) begrenzt. Als Wohnhaus des für die Industrie- und Ortsgeschichte der Stadt Glauchau bedeutsamen Färbereibesitzers Bernhard Kuhn erlangt die Villa orts- und personengeschichtliche Bedeutung. Auf Grund ihrer qualitätvollen architektonischen Ausbildung und der für die Bauzeit besonders typischen Ausprägung erlangt die Villa zudem eine baugeschichtliche und baukünstlerische Bedeutung. (LfD/2011)

Initiale „BK“ über Eingangstür, mit Halle, reiche Innen- und Außengestaltung, Holztäfelungen, Bleiglasfenster, Laterne, Beschläge usw., Gartenhäuschen Fachwerk, Bauherr: Färbereibesitzer Bernh. Kuhn.

Ausstattung im Inneren: Zentrale holzverkleidete Halle mit gewendelter Trppe, historische Fliesen (geschädigt) in der Küche im Erdgeschoss, im Erdgeschoss Räume mit Stuckverzierungen über den Türen, Herrenzimmer mit Holzverkleidungen, im Obergeschoss Fliesen mit Bordüre im ehemaligen Bad, dort auch in Nebenkammer eingebauter Tresor, unter Deckenfarbe vermutlich historische Deckenmalerei, Fenster und Türen waren im Inneren vermutlich dunkelbraun, Parkettfußböden.

09241320
 


  Wohnanlage mit Einfriedung und Siedlungsgrün Franz-Mehring-Platz 3; 5; 7
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre.
  • Wohnanlage: Thomas-Mann-Straße 2 und Gerhart-Hauptmann-Weg 4–12 einzelne Hauseingänge, im Hinterhof Funktionsgebäude mit Abstellraum, Wäschemangel und Waschhaus (siehe Thomas-Mann-Straße 2),
  • Einfriedung: Zur Straße bei Gerhart-Hauptmann-Weg 8–12, Einfriedungsmauern zum Innenhof bei Gerhart-Hauptmann-Weg 15, Kantstr. 2, 8 und 10 sowie Franz-Mehring-Platz 3–7,
  • Siedlungsgrün: Vorgartenbereich mit straßenbegleitender Baumreihe aus Kugel-Ahorn (Acer platanoides 'Globosum') und Baumpaaren aus Pyramiden-Pappeln (Populus nigra 'Italica') an den Hofzugängen entlang der Gerhart-Hauptmann-Straße.
09241337
 


  Villa Friedrich-Ebert-Straße 1
(Karte)
1922 Im traditionalistischen Stil und Heimatstil der 1920er Jahre, als Direktorenwohnhaus für die Weberei Harnisch & Oertel erbaut, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung.

Fensterläden, Balkon, großer Erker, Vorhäuschen.

09241323
 


  Villa (Nr. 5b) mit reicher Innenausstattung sowie Garten (einschließlich des Gartens am Nebengebäude, Nr. 5) und Einfriedung Friedrich-Ebert-Straße 5; 5b
(Karte)
1895 Ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentative Villa im historistischen Stil, erbaut vom Leipziger Architekten Bruno Eelbo für den Textilfabrikanten Hugo Boessneck, auffallend gestalteter Zaun.
  • Auffallend gestalteter Zaun, Schmiedeeisen mit Eisenzaunspfosten,
  • Villa: Putznutung Obergeschoss, kräftige Fensterüberdachung Obergeschoss, Mittelrisalit, Glasvordach, Laterne, weit überkragendes Dach, Fenster original, runder Erker mit Balkon, Pergola, Farbglasfenster Treppenhaus, Reste Gartengestaltung: Freitreppe – zwei Drachen, Bauherr: Fabrikant Hugo Boessneck

Der große Garten an der Villa (Friedrich-Ebert-Straße 5b), konnte nur von außen grob erfasst werden, da eine Adresse des Eigentümers bis Ende November von der Unteren Denkmalschutzbehörde nicht zu ermitteln war und eigene Bemühungen vor Ort und im Landesdenkmalamt auch nicht zum Erfolg führten. Das abgegrenzte Remisengrundstück (Friedrich-Ebert-Straße 5) wurde erfasst. Im Landesdenkmalamt ist für die Villa ein Poster angefertigt worden. Auf ihm heißt es: „Der Garten erhielt seine historische Gestaltung zurück.“ (LfD/ 2014, Ragnhild Kober-Carrière)

09241324
 


  Mietshaus in halboffener Bebauung Fritz-Reuter-Straße 2
(Karte)
1929 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910.

Putz, Fassadengliederung, Fenster mit Fensterläden im Erdgeschoss original.

09241325
 


  Mietshaus in Ecklage und in offener Bebauung Fritz-Reuter-Straße 38
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, platzbildende Lage und Gestaltung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Putzbau mit Eckquaderung, Haustür original, platzbildend.

09241326
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Mietshaus in geschlossener Bebauung Gerberstraße 6
(Karte)
um 1880 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitlich-klassizistische Putzfassade mit originaler Haustür.

Haustür, Fassadengliederung, Dachaufbauten original, Putzfassade, Putzquaderung Erdgeschoss.

09241328
 


 
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Überlandwerk (Elektrizitätswerk), heute Landratsamt, mit Vorplatz und Freiplastik Gerhart-Hauptmann-Weg 1
(Karte)
1936 (Elektrizitätswerk) Baugeschichtlich, kunstgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre, Architekt: Hugo Koch, Nerchau und Leipzig (siehe auch Erweiterungsbau, Heinrich-Heine-Straße 11).

Freitreppe vor dem Eingang, Fenster- und Türgewände Porphyr, Plastik im Treppenhaus, Speisesaal mit Natursteinwandverkleidung und Treppe, Flügel- und Seitengebäude zur Heinrich-Heine-Straße (um 1925 gebaut?), Verwaltungsgebäude mit Freifläche für Überlandwerk Glauchau AG, ausgeführt von Bauhütte Glauchau, heute Landratsamt, Haus 1.

09241335
 


  Finanzamt, heute Landratsamt Gerhart-Hauptmann-Weg 2
(Karte)
um 1935 Kunst-, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre, Anklänge an den NS-Monumentalstil.

Freitreppe, Fenster- und Türgewände Porphyr, Vestibül, Türbeschläge, Treppe und Treppengeländer original, heute Landratsamt, Haus 2.

09241336
 


  Wohnanlage mit Einfriedung und Siedlungsgrün Gerhart-Hauptmann-Weg 4 bis 6; 8; 9 bis 15
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre.
  • Wohnanlage: Thomas-Mann-Straße 2 und Gerhart-Hauptmann-Weg 4–12 einzelne Hauseingänge, im Hinterhof Funktionsgebäude mit Abstellraum, Wäschemangel und Waschhaus (siehe Thomas-Mann-Straße 2),
  • Einfriedung: Zur Straße bei Gerhart-Hauptmann-Weg 8–12, Einfriedungsmauern zum Innenhof bei Gerhart-Hauptmann-Weg 15, Kantstr. 2, 8 und 10 sowie Franz-Mehring-Platz 3–7,
  • Siedlungsgrün: Vorgartenbereich mit straßenbegleitender Baumreihe aus Kugel-Ahorn (Acer platanoides 'Globosum') und Baumpaaren aus Pyramiden-Pappeln (Populus nigra 'Italica') an den Hofzugängen entlang der Gerhart-Hauptmann-Straße.
09241337
 


  Katholische Kirche (mit Ausstattung) Geschwister-Scholl-Straße 34
(Karte)
1954–1956 Saalkirche mit separatem Glockenturm, im traditionalistischen Stil der 1940/1950er Jahre, Anklänge an die Neoromanik, Architekt: Andreas Marquart, Leipzig, kunsthistorisch, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung.

Drei große Mosaike über Eingängen, mit Darstellung St. Benno, St. Bonifacius und Maria, mit separatem Glockenturm, spätgotischer Flügelaltar um 1500, Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ Glauchau. (Anschrift: Geschwister-Scholl-Straße 2 oder Geschwister-Scholl-Straße 34).

09241329
 


 
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Parkanlage mit Neptunstatue und Kaskade (mit Gedenksäule und Siegesgöttin) Gründelallee -
(Karte)
nach 1875 Gartenkünstlerisch und ortsgeschichtlich von Bedeutung, größter Park Glauchaus mit reichem altem Baumbestand, angelegt als Fortsetzung des Schlossparks auf Initiativen des Verschönerungsvereins.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

1864 wurde der einige Jahre zuvor trocken gelegte und wieder neu angelegte Gründelteich über einen Kanal vom Mühlgraben gespeist. Der 1875 gegründete Verschönerungsverein (erster Vorsitzender war Rechtsanwalt Ernst Friedrich Grimm) veranstaltete Konzerte, deren Eintrittsgelder für den Park gesammelt wurden. Solitärbäume spendeten Emil Lossow und Grimm. Die sogenannten „Neuen Anlagen“ wurden am Ausgang des Rothenbacher Tales beginnend gebaut.

Im Zentrum der Gründelparkinsel mit Vierpass-Grundform steht in einem kreisförmigen Becken die vergoldete Siegesgöttin Viktoria auf einer 13 Meter hohen Säule, die mit einem gusseisernem Überlaufbecken oben abschließt (Kaskadensäule). Die Göttin weist mit dem rechten Arm zum Schloss. Die Aufschrift auf der an der Südseite des Säulensockels angebrachten Tafel lautet: „Zu Ehren der erlauchten gräflichen Herrschaft SCHOENBURG:GLAUCHAU stiftete dieses Denkmal Heinrich Carl Hedrich in Glauchau 1884“. Eine weitere Tafel an der Nordseite zeigt die Aufschrift: „EINGEWEIHT am 14. August 1884“. Das Wasser für die Kaskade wurde in ein Bassin im Boessneckschen Garten (Plantagenstraße 10) gepumpt und zur Kaskade wieder hinabgeführt. Die Dauer des Schauspiels währte 10 Minuten. Es wurde nur zu bestimmten Zeiten veranstaltet. Die Insel ist über eine Brücke in Holzkonstruktion (1936 erneuert, nach 1990 saniert) von dem um den Teich führenden Weg von Süden erreichbar und hatte ein feinteiliges Wegesystem.

Die im Wasser, auf einem Sockel stehende Neptunfigur aus Rochlitzer Porphyr war 1758 für den Marktbrunnen geschaffen worden, der 1858 abgebrochen wurde. Zeitweise stand sie wohl auf der Insel.

Im Norden des Teiches befindet sich zwischen Teich und verfülltem Mühlgraben ein Dammweg, die „Gründelallee“, mit wenigen erhaltenen alten Eichen und Linden. 1924/1925 ist das Gründelhaus, auch Parkschänke genannt, erbaut worden. Zuvor gab es hier schon einen Steg mit einem kleinen Gebäude für den Gondelbetrieb. Wege und zwei Aussichtplätze befinden sich an dem steilen einstigen, mit Eichen und Hainbuchen bewachsenen Prallhang der Mulde, der den Uferweg im Süden begrenzt.

Aus der Stadt erfolgt die Erschließung des Parks über einen, von der Plantagenstraße hinabführenden Fahrweg. Von gleicher Stelle führt auch ein Weg zu einem Aussichtsplateau. In Ostrichtung zieht sich der Park in der Ebene (Hammerwiese) und am Hang bis zu den Anlagen am Schloss. Der Hammerdammweg begrenzt ihn hier im Norden.

Der Gründelpark steht im engen Zusammenhang mit den Gartenanlagen am Schloss und den oberhalb des Teiches liegenden Villengärten an der Plantagenstraße. Zu ihnen gibt es Wegeverbindungen. Geschichtlich trägt der Park Zeugnis von den Initiativen des Verschönerungsvereins und einiger Persönlichkeiten zum Wohle der Bürger. Die Besonderheit der Anlage liegt in den Sichtbeziehungen über die Wasserfläche. Die Insel mit der Hedrichsäule bildet dabei den Hauptblickbezugspunkt. Auf das Schauspiel der Wasserkaskade ist der Park in seiner Wegeführung und Bepflanzung ausgerichtet worden, was insbesondere den gartenkünstlerischen Wert der Anlage ausmacht. (LfD/ 2014)

Geschichte:

  • 9. Oktober 1864 wurde der neue Kanal, der den Mühlgraben mit dem Teich zur Speisung des Teiches verbindet, feierlich geöffnet. Der Teich hatte zuvor trocken gelegen und war wieder neu angelegt worden,
  • 1870/80 gelangte die Neptunfigur zum Gründelteich und thronte wohl zuerst auf der Insel (1758 Schaffung des Neptun aus Rochlitzer Porphyr für den Marktbrunnen, 1858 Abbruch des Brunnens und Aufstellung im herrschaftlichen Garten),
  • 12. August 1875, konstituierende Sitzung des Verschönerungsvereins Glauchau mit Erstem Vorsitzenden Rechtsanwalt Ernst Friedrich Grimm und Beginn der Gestaltung der Gründelanlagen,
  • 10. November 1883 Pflanzung einer Luthereiche,
  • 1884 spendete Carl Hedrich eine Gedenksäule mit Wasserkaskade zu Ehren des Grafen von Schönburg-Glauchau,
  • 1. April 1885 Pflanzung einer Bismarckeiche,
  • 1885 Anlage der Allee um die Teichanlage, Schaffung der sogenannten „Neuen Anlagen“ (Wege vom Ausgang des Rothenbacher Tales am Steilhang der Mulde aufwärts),
  • 1886 Spende großer Solitärbäume durch Emil Lossow und E. F. Grimm,
  • 1912 Anlagenfest,
  • 1924/1925 Bau der Parkschänke,
  • 1936 Erneuerung der Brücke,
  • 1939 Verbesserung des Zugangs vom Mühlberg, Gondelbetrieb, Fischzucht, Parkbühne,
  • 2005 Unwetter mit starken Schäden im Parkbereich bei der Bühne,
  • 2008 Wiedererrichtung eines Hedrich-Denkmals auf der Gründelteichinsel durch seinen Ur-Ur-Enkel (1902 durch seine Kinder im Wehrgarten errichtet).

Bauliche Schutzgüter:

  • Gebäude: Parkschänke am südlichen Ufer des Teiches (kein Einzeldenkmal).
  • Erschließung:
    • Zugänge: Ein Zugang von der Albertsthaler Straße, zwei Zugänge von der Wehrstraße sowie ein weiterer über die Hammerwiese, ein Zugang vom Mühlberg, ein weiterer Zugang über den Gründelberg und durch den Hirschgrund.
    • Wegesystem: Landschaftlich geschwungene Wege mit wassergebundener Decke, Gründelallee und Hammerdammweg als Dammwege ausgebildet.
  • Gartenbauten: Freilichtbühne westlich des Gründelteichs.
  • Gartenausstattung: Neptunskulptur im Teich (Einzeldenkmal, derzeit – 2017 – nicht am Standort), Hedrich-Denkmals auf der Insel (kein Einzeldenkmal).
  • Wasserelemente: Gründelteich mit vierpassförmiger Insel, Kaskade mit Gedenksäule und Siegesgöttin auf der Insel (Einzeldenkmal), Hammerteich mit kleiner Insel.

Vegetabile Schutzgüter:

  • Alleen und Baumreihen: Gründelallee nördlich des Teiches vorwiegend mit wechselständig angeordneten Winter-Linden (Tilia cordata) und Stiel-Eichen (Quercus robur) bestanden, Eschen-Allee (Fraxinus excelsior), teilweise als Baumreihe entlang des Hammerdammweges,
  • Markante Einzelbäume: Unter anderem Blut-Buche (Fagus sylvatica f. purpurea), Linde (Tilia spec.), Rot-Eiche (Quercus rubra), Säulen-Eiche (Quercus robur ‚Fastigiata‘), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Trauer-Weide (Salix alba 'Tristis'?), Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Esche (Fraxinus excelsior), Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), auf der Insel entlang der Uferkante Schwarz-Erlen (Anus glutinosa),

Sonstige Schutzgüter:

  • Bodenrelief: In weiten Teilen eben, zum Schlossberg hin ansteigend,
  • Blickbeziehungen: Verschiedene Blickbeziehungen innerhalb des Parks (teilweise zugewachsen), insbesondere über die Wasserflächen des Gründelteichs, die Insel mit der Hedrichsäule bildet dabei den Hauptblickbezugspunkt, durch den Hirschgrund zur Schlossbrücke, vom Aussichtsplateau im Schlossgarten in den Park.
09241331
 


  Eisenbahnbrücke über Güterbahnhofstraße und Zwickauer Mulde Güterbahnhofstraße
(Karte)
1857 Bogenbrücke der Eisenbahnstrecke Dresden–Werdau (km 112,63, 6258, sä. DW, 6257, sä. DWCh), verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Dreibogig, überspannt Straße und Fluss, Porphyr abgesetzt.

Eisenbahnstrecke Dresden–Werdau (Streckenkürzel 6258, sä. DW, 6257, sä. DWCh), zweigleisige sächsische Hauptbahn, verläuft von Dresden über Freiberg, Chemnitz und Zwickau nach Werdau, wo sie im Bogendreieck Werdau in die Bahnstrecke Leipzig–Hof einmündet, eröffnet in mehreren Teilabschnitten Teilstück Dresden–Tharandt, 1858 Abschnitt Chemnitz–Zwickau, 1862 Tharandt–Freiberg, 1866 Chemnitz bis Flöha, vollständige Eröffnung 1869 mit der Fertigstellung der Strecke Freiberg–Flöha,

Hauptzweck: Anschluss der Steinkohlewerke des Plauenschen Grunds bei Tharandt/Freital an die sich im 19. Jahrhundert entwickelnden Industriegebiete in Westsachsen, heute wichtiges Teilstück der Verbindung Dresden–Nürnberg (Sachsen-Franken-Magistrale).

09241332
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
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Seitengebäude des ehemaligen Amtsgerichtes, heute Wohnhaus Heinrichshof 1
(Karte)
um 1860 Städtebaulich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, noch von klassizistischer Wirkung, Ensemble mit Heinrichshof 2 und 3.

Türen und Fenster sowie Fassadengliederung original erhalten, Fassade mit Putznutung.

09241241
 


 
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Gerichtsgebäude mit Schmuckplatz Heinrichshof 2
(Karte)
um 1860 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, zunächst fürstliches und gräfliches Bezirksgericht, ab 1878 Königliches Amtsgericht, auf dem Standort des hinterherrschaftlichen „rothen“ Vorwerks errichtet, im historistisch-klassizistischem Stil, Ensemble mit Heinrichshof 1 und 3.
  • Amtsgericht: Fassade 1951 verändert, im Inneren böhmisches Kappengewölbe und preußisches Kappengewölbe, Mezzaningeschoss, Treppengelände.
  • Schmuckplatz: Umlaufender Erschließungsweg in Granitpflaster, zentrale rechteckige Rasenfläche mit zwei sich kreuzenden, mittig verlaufenden Wegen mit wassergebundener Decke, Schnittpunkt der beiden Wege als runde platzartige Fläche ausgeprägt und mit zentraler Winter-Linde (Tilia cordata) bepflanzt, in der Nordwest- bzw. Südwestecke der Fläche je eine Platane (Platanus x hispanica) angeordnet, in der Nordost- bzw. Südostecke winkelförmige Pflanzflächen mit Sommerblumen.
09241242
 


 
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Seitengebäude des Amtsgerichtes, heute Wohnhaus Heinrichshof 3
(Karte)
um 1870 Städtebaulich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, noch von klassizistischer Wirkung, Ensemble mit Heinrichshof 1 und 2.

Gleiche Gestaltung wie Nummer 1.

09241243
 


  Kavaliershaus im Schlossgarten Heinrichshof 4a
(Karte)
um 1800, Umbau 1933 Ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09241638
 


  Wohnhaus Heinrichshof 5; 6
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert Ehemals Amtshaus der Herrschaft Hinterglauchau, zeittypischer Bau in gutem Originalzustand mit erhaltener Innenausstattung, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Zweigeschossiger Putzbau, fünf Achsen, Mitteleingang mit Türportal, Türportal mit waagerechtem Gebälk, Haustür zweiflüglig mit Oberlicht, dort Sprossenteilung, Krüppelwalmdach, Giebeldreieck mit halbrundem nachträglich eingebautem Fenster, im Erdgeschoss Rundbogenfenster, dort die originalen Fenster der Erbauungszeit erhalten, zweigeschossiger Anbau mit Putzquaderung im Erdgeschoss, Putzbau, flaches Satteldach, Anbau später, aber auch Denkmalwert, im Inneren des Wohnhauses böhmische Kappengewölbe mit Gurtbögen.

09242874
 


  Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Heinrichstraße 7a
(Karte)
um 1890 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im neogotischen Stil.

Putzquaderung, Fenstergewände.

09241342
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Hermannstraße 18
(Karte)
um 1890 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade.

Klinkerfassade, Haustür original. – Stand bis 2003 irrtümlich unter „Hermann-Straße 18“ in der Liste.

09241343
 


  Mietshaus mit Gaststätte in geschlossener Bebauung Hoffnung 2; 3
(Karte)
bezeichnet 1898 Baugeschichtlich von Bedeutung, historistische Klinkerfassade.

Klinkerfassade, Erdgeschoss Putz, eventuell Zusammenhang zu Fabrikarchitektur.

09241344
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Hoffnung 5
(Karte)
um 1830 Sozial- und baugeschichtlich von Bedeutung, wahrscheinlich Fachwerk-Obergeschoss (verputzt).

Wahrscheinlich Fachwerk-Obergeschoss verputzt.

09241345
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Hoffnung 79
(Karte)
19. Jahrhundert Sozial- und baugeschichtlich von Bedeutung, wahrscheinlich Fachwerk-Obergeschoss (verputzt).

Fachwerk-Obergeschoss verputzt, Türen original, Dachaufbauten zu groß.

09241347
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Hoffnung 89
(Karte)
um 1880 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade.

Tordurchfahrt, Tor, Beschläge, Fensterläden, Fassadengestaltung original.

09241350
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Jägerstraße 1
(Karte)
um 1900 Mit Laden, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerbau, in gutem Originalzustand mit ortsbildprägender Bedeutung.

Klinkerfassade, mit Fensterüberdachungen, im Dachbereich verändert.

09241354
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung konzipiert (bauliche Einheit mit Auestraße 46 und 44) Jägerstraße 2
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Klinkerfassade. 09241355
 


  Villa mit Einfriedung Jahnstraße 19
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910 und Anklänge an den Art-Déco-Stil, aufwendiges Türgewände.

Freitreppe, aufwendiges Türgewände, Zaun und Pfeiler.

09241356
 


  Wohnhaus in offener Bebauung Johannisstraße 1a
(Karte)
um 1930 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920/1930er Jahre, Villa des Direktors der Spinnstoffwerke.

Ehemalige Villa des Direktors der Spinnstoffwerke, außen original, innen Türen, Beschläge und so weiter.

09241357
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Wohnanlage mit Einfriedung und Siedlungsgrün Kantstraße 2; 4; 6; 8; 10
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre.
  • Wohnanlage: Thomas-Mann-Straße 2 und Gerhart-Hauptmann-Weg 4–12 einzelne Hauseingänge, im Hinterhof Funktionsgebäude mit Abstellraum, Wäschemangel und Waschhaus (siehe Thomas-Mann-Straße 2),
  • Einfriedung: Zur Straße bei Gerhart-Hauptmann-Weg 8–12, Einfriedungsmauern zum Innenhof bei Gerhart-Hauptmann-Weg 15, Kantstr. 2, 8 und 10 sowie Franz-Mehring-Platz 3–7,
  • Siedlungsgrün: Vorgartenbereich mit straßenbegleitender Baumreihe aus Kugel-Ahorn (Acer platanoides 'Globosum') und Baumpaaren aus Pyramiden-Pappeln (Populus nigra 'Italica') an den Hofzugängen entlang der Gerhart-Hauptmann-Straße.
09241337
 


  Schlachthof mit Verwaltungsgebäude, Restaurationsgebäude, Kühl- und Schlachthallen sowie Stallgebäude, Remise, Pferdestall und Sanitätsschlachtstelle Kantstraße 11
(Karte)
1895–1896 Ortsgeschichtlich, sozialgeschichtlich, städtebaulich, baugeschichtlich und wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung, Klinkerbauten der Gründerzeit.

Gelber Klinker, gestalteter Fabrikkomplex, weitestgehend äußerlich original, mit grün glasierten Ziegeln abgesetzt.

09241246
 


  Mietshaus in Ecklage Karlstraße 14
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, im Stil der frühen Historismus (Rundbogenstil), straßenbildprägende Ecktürme.

Rustikaputz, Haustür, Ecktürmchen, teilweise gekoppelte Fenster, Fenster alle verändert, rundbogige Fenster.

09241361
 


  Haustür eines Wohnhauses Kirchgasse 2
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Handwerklich-künstlerisch von Bedeutung, klassizistische Haustür. 09241363
 


 
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Evangelische Stadtkirche St. Georg (mit Ausstattung) Kirchplatz
(Karte)
1726–1728 Baugeschichtlich, kunstgeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung, Umfassungsmauern des gotischen Kirchenbaus blieben erhalten, mit wertvoller barocker Ausstattung.
  • Evangelische Stadtkirche St. Georg: Stattlicher barocker Bau auf gotischer Grundlage. 1726 bis 1728 unter Einbeziehung des gotischen Vorgängerbaus durch Baumeister Johann Herrmann, Hofzimmermeister Johann Michael Dörffel und Bauunternehmer Samuel Nendel neu errichtet. Restaurierung 1842, durchgreifende Erneuerung 1892, dabei neue Farbfassung des Innenraumes unter Leitung von Christian Schramm. Umfangreiche Innenrestaurierung und Zurückführung auf den barocken Ursprungszustand 1960 bis 1964.
  • Gebäude: Rechteckiger Putzbau, der eingezogene Chor mit 3/8-Schluss, besetzt mit kräftigen Strebepfeilern. An der Nord- und Südseite des Chores zweigeschossige Logenanbauten. Kräftiger Westturm, der quadratische Unterbau und das Hauptportal vom gotischen Vorgängerbau, das Glockengeschoss polygonal fortgesetzt, mit welscher Haube und Laterne.
  • Innenraum: Geräumiger Emporensaal mit Spiegelgewölbe über kräftigem Gesims, gestützt von den Steinpfeilern der zweigeschossigen, umlaufenden Empore. Der Chor ebenfalls mit Spiegelgewölbe. An der Ostseite hinter dem Altar zwei verglaste Logen der Grafen von Schönburg-Hinterglauchau und Schönburg-Forderglauchau. Zweigeschossige Logenprospekt an der nördlichen Chorwand mit Pilastergliederung und kräftigen verkröpften Gesimsen, zwei schmucklose Logen an der Chorsüdwand. Im Süden, an den Chor anschließend, Sakristei und Taufkapelle.
  • Ausstattung:
    • Im Chorraum barocker Sandsteinaltar von 1728 mit architektonischer Gliederung, gestiftet von Graf Otto Ernst von Schönburg-Hinterglauchau. 1960/64 zurückgeführt auf barockes Erscheinungsbild und ergänzt durch hölzernen Altaraufsatz mit Gloriole und Kruzifix am Mittelteil des Altars. Barocker kelchförmiger polygonaler Taufstein von 1729 mit Blattwerk, der Holzdeckel als sechsteilige, reich geschnitzte Krone ausgebildet mit drei gemalten Medaillons mit Taufdarstellungen, bekrönt durch eine weibliche Figur. Barocke Kanzel (restauriert 1960–1964), an den Brüstungsfeldern Gleichnisse: Christus als Licht der Welt, als Sämann, als der gute Hirte, als der rechte Weinstock, als das Lamm und als Tür. An der Chorsüdwand zwischen Altar und Kanzel zwei schönburgische Epitaphe mit dem gemalten Bildnis des Grafen Otto Ernst von Schönburg und dem gemalten Brustbild des Grafen Friedrich Erdmann von Schönburg, umgeben von Trophäen (gestiftet 1738), beide farbig gefasst, Holz. In der schmucklosen Taufkapelle klassizistische Taufe von 1842. Aus Eisenguss gefertigte Säule mit Engeldarstellungen zwischen Palmen, die Gnadenmittel, das Wort Gottes und beide Sakramente symbolisierend. Der Deckel aus Messing. An der Westseite der Taufkapelle neugotischer Schnitzaltar aus der Schlosskapelle von Schloss Hinterglauchau mit Kreuzigungsgruppe, von der Mayerschen Kunstanstalt in München. Figuren in Weißfassung.
    • Im Kirchenschiff an den Pfeilern der Nordempore zwei qualitätvolle, unterlebensgroße gefasste Schnitzfiguren, Darstellungen des hl. Mauritius und des hl. Stephanus, vom Gesprenge eines verloren gegangenen gotischen Schnitzaltars. Unter der Nordempore Reste einer kunstvollen Predella mit der Anbetung der hl. drei Könige, farbig gefasste Schnitzfiguren vor vergoldetem Hintergrund. An gleicher Stelle anmutige, lebensgroße Mondsichelmadonna, farbige Schnitzfigur um 1480/90, vermutlich vom ehemaligen Hochaltar. Unter der Südempore kleiner spätgotischer Flügelaltar ohne Predella und Aufsatz. Im Schrein die Heilige Familie, im linken Flügel geschnitzte Darstellung des Johannes Evangelista und eines Heiligen ohne Attribut, im rechten Flügel Petrus und die hl. Elisabeth. Auf den Rückseiten der Flügel gemalte Ranken aus Weintrauben und Ähren sowie Bibelsprüche. Die bemalten Schnitzfiguren vor vergoldetem, punziertem Grund. Fassung und Bemalung des kleinen Schnitzaltars weisen auf die Werkstatt des Zwickauer Bildschnitzers Peter Breuer hin, die Figuren auf die Altenburger Werkstatt des Franz Prüfer.
    • Orgel und aufwendig geschnitzter Prospekt von Gottfried Silbermann, 1730.
    • Auf der Südempore Kopie des Gemäldes Christus als Lehrer von Giovanni Bellini. Davor lebensgroße Figuren der vier Evangelisten, ungefasste, qualitätvolle Schnitzfiguren des 19. Jahrhunderts. Im Kirchenschiff ein steinerner, dornengekrönter Christuskopf und ein kleines Keramikrelief mit Darstellung der Geißelung, beides 15. Jahrhundert.
    • In der kreuzgratgewölbten Turmhalle kleines steinernes Epitaph für Richard Clemens Graf und Herr von Schönburg, einfache Arbeit des beginnenden 20. Jahrhunderts. (Dehio Sachsen II. 1998)

Altar 1510, Silbermannorgel: zweimanualig, 1730 geweiht, 1840 durch Urban Kreutzbach, Borna, einzelner Stimmen beraubt, um Platz für moderne Register zu haben. 1949 durch Orgelbaumeister Hans Michel erneuert, dabei einzelne Register durch die alten wieder ersetzt.

09241364
 


  Wohnhaus in halboffener Bebauung Kirchplatz 2
(Karte)
um 1800 Städtebaulich von Bedeutung, im Kern barockes Gebäude, platzbildprägend. 09241366
 


  Kantorat und Innere Mission Kirchplatz 3
(Karte)
um 1895 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitbau, Klinkerfassade im Stil des Historismus mit aufwändig gestaltetem Giebel.

Klinkerfassade, Haustür und Fenster original.

09241367
 


  Superintendentur Kirchplatz 5
(Karte)
1721 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives barockes Gebäude mit Mansarddach, platzbildprägend.

Schlichter Barockbau.

09241368
 


  Diakonat Kirchplatz 6
(Karte)
1754 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, platzbildprägender Barockbau mit historistischem Giebel.

Schlichter Barockbau, erfasst unter der Anschrift „Kirchplatz 7“.

09241369
 


  Wohnhauszeile Kopernikusstraße 46; 48; 50; 52; 54
(Karte)
um 1955 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, im Zusammenhang mit der gegenüberliegenden Fachschule erbaut als Studentenwohnheim. 09241371
 


  Fachschule Kopernikusstraße 51
(Karte)
1954 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, monumentaler Bau im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre. 09241370
 


  Doppelmietshaus in Ecklage (Anschrift: Dietrich-Bonhoeffer-Straße 14 und Körnerstraße 10) Körnerstraße 10
(Karte)
um 1910 Baugeschichtlich von Bedeutung, mit Fachwerkgiebeln und verzierten Holzerkern auch an der Hofseite.

Fachwerkzwerchgiebel, Holzerker verziert, Oberlichter Fenster, Farbglasfenster, Farbfassung Fassade schlecht.

09241302
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Spinnereigebäude Leipziger Platz 8
(Karte)
1866 (spätere Erweiterungen) technikgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung, Zwirnerei und Spinnerei Sachsenring, gelber historistischer Klinkerbau mit Turm 09241373
 


  Wohn- und Geschäftshaus (mit zwei Hausnummern) in geschlossener Bebauung Leipziger Straße 6; 7
(Karte)
um 1870 historistisches Druckereigebäude, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung; Mezzaningeschoss, Zahnfries, repräsentativ gestaltetes Erdgeschoss mit Säulen, neogotische Formensprache, Inschrift „Deutsches Haus und Deutsches Land / Schirm dich Gott mit starker Hand, Wird dieser Stein zerfallen sein / es dauert fort im Druck das Wort“ 09241374
 


  Gebäude der ehem. Reichsbank-Nebenstelle Glauchau (Wohn- und Geschäftshaus in geschlossener Bebauung) Leipziger Straße 37
(Karte)
1904 baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung, straßenbildprägender Neorenaissance-Giebel, ortsbildprägende Lage am Schillerpark, heute Volksbank 09241375
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Leipziger Straße 54
(Karte)
um 1910 baugeschichtlich von Bedeutung, schlichte neoklassizistische Putzfassade 09241376
 


 
Weitere Bilder
Postamt, Einfriedung des Grundstücks und Aussichtstürmchen am Postberg Leipziger Straße 62
(Karte)
1892–1893 städtebaulich, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives Bauwerk im Stil des Späthistorismus mit Eckturm, ortsbildprägende Lage am Schillerpark, dekorative Malerei in Schalterhalle, Holzvertäfelungen, originale Haustür 09241377
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Leipziger Straße 83
(Karte)
2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, im Kern älter baugeschichtlich von Bedeutung, historistische Putzfassade, markante Dachaufbauten, Hintergebäude mit Fachwerk-Obergeschoss, Vorderhaus mit Ladenlokal (verändert), Hinterhaus vermutlich vor 2009 abgebrochen 09241378
 


  Wohnhaus (mit zwei Hausnummern) in Ecklage Leipziger Straße 91; 92
(Karte)
um 1920/1930 mit Laden, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, ehemalige Gaststätte „Haus Vaterland“, Putzfassade mit Eckerker und Art-déco-Elementen

Art-déco-Ornamentik.

09241379
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Lerchenstraße 10
(Karte)
um 1880 baugeschichtlich von Bedeutung, historistische Putzfassade mit Gesims und Zahnfries, Sockel in Zyklopenmauerwerk, Fensterverdachungen, originale Haustür 09241380
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Lerchenstraße 12
(Karte)
um 1880 baugeschichtlich von Bedeutung, historistische Putzfassade

Siehe Nummer 10.

09241381
 


  Wohnhaus in halboffener Bebauung Lessingstraße 7
(Karte)
1896 baugeschichtlich von Bedeutung, zur Fabrik gehörend, mit Veranda-Vorbau, Zwerchgiebel mit Fachwerk, Fenstergewände und Sockel in glasierten Ziegeln, Putz vermutlich erneuert, Dachaufbauten original 09241382
 


 
Weitere Bilder
Meilenstein Lichtensteiner Straße
(Karte)
nach 1858 (Meilenstein) Stationsstein, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Sandstein, mit Inschrift und Krone, restauriert.

09241386
 


  Sachgesamtheit Friedhof Glauchau Lichtensteiner Straße 39; 39a
(Karte)
seit 1869 baugeschichtlich, gartengeschichtlich, ortsgeschichtlich und landschaftsgestaltend bzw. städtebaulich von Bedeutung, Kapelle aus Zeit des Historismus mit Resten des alten Friedhofstores (Renaissanceportal).

Mit folgenden Einzeldenkmalen:

  • Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal)
  • Friedhofskapelle (mit versetztem Portal vom alten Stadtgottesacker)
  • Leichenhalle
  • Verwaltungsgebäude
  • Friedhofstor
  • Zwei Kriegerdenkmale (für Gefallene des Deutsch-Französischen Kriegs und Gefallene des Ersten Weltkriegs)
  • Ehrenhain für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs
  • Grabmale: Familie Kuhn, Familie Berger, Hugo Hedrich, Familie Heyne, Familie Ehret, Familie Guido Erler, A. Kreisig / F. Ulrich (Baumeister), Dr. jur. Otto Schimmel, Heinrich Zahn, Familienstellen II/34 bis einschließlich II/40, Mausoleum Heinrich Carl Hedrich, Gedenkstein „Unseren 106. Kameraden“, Erstes Grabkreuz aus der Anlegung des Friedhofs von 1869, Familienstätten I/1 Lindner / Schmidt, Familiengruft Ludwig Leuschner, Erbbegräbnis der Familie Felix Weissbach, Grabfeld III.47, Erbbegräbnis Grabfeld III.48 (neben F. Weissbach), Erbbegräbnis der Familie Emil Lossow, Grabfeld I.7
  • (siehe dazu Einzeldenkmale gleiche Anschrift – Obj. 09241383)
  • Friedhofsmauer als Sachgesamtheitsteil

Geschichte: 1869 angelegt; 1. Juni 1869 Abschiedsfeier und Zug von der alten Gottesackerkirche zur neuen Begräbnisstätte; Torbogen des alten Gottesackers über dem Eingang der Kapelle eingemauert; vor 1909 Erweiterung (siehe Messtischblatt, Blatt 96, 1909); 1919 waren 520 Linden 220 Kastanien und 120 Ahornbäume vorhanden.

Friedhofsteile:

  • Kapellenplatz mit Friedhofskapelle, Leichenhalle, Verwaltungsgebäude und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871
  • Nordwest-Teil mit sechs Quartieren
  • Südost-Teil mit 16 Quartieren und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit Ehrenhain
  • Wirtschaftsbereich im Südosten
09301647
 


  Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Friedhof Glauchau Lichtensteiner Straße 39, 39a
(Karte)
1869/1870 bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung, Kapelle aus Zeit des Historismus mit Resten des alten Friedhofstors (Renaissanceportal)

Mit folgenden Einzeldenkmalen:

  • Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal)
  • Friedhofskapelle (mit versetztem Portal vom alten Stadtgottesacker)
  • Leichenhalle
  • Verwaltungsgebäude
  • Friedhofstor
  • Zwei Kriegerdenkmale (für Gefallene des Deutsch-Französischen Kriegs und Gefallene des Ersten Weltkriegs)
  • Ehrenhain für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs
  • Grabmale: Familie Kuhn, Familie Berger, Hugo Hedrich, Familie Heyne, Familie Ehret, Familie Guido Erler, A. Kreisig / F. Ulrich (Baumeister), Dr. jur. Otto Schimmel, Heinrich Zahn, Familienstellen II/34 bis einschließlich II/40, Mausoleum Heinrich Carl Hedrich, Gedenkstein „Unseren 106. Kameraden“, Erstes Grabkreuz aus der Anlegung des Friedhofs von 1869, Familienstätten I/1 Lindner / Schmidt, Familiengruft Ludwig Leuschner, Erbbegräbnis der Familie Felix Weissbach, Grabfeld III.47, Erbbegräbnis Grabfeld III.48 (neben F. Weissbach), Erbbegräbnis der Familie Emil Lossow, Grabfeld I.7
  • (siehe dazu Einzeldenkmale gleiche Anschrift – Obj. 09241383)
  • Friedhofsmauer als Sachgesamtheitsteil

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:
Der Friedhof wird von der Lichtensteiner Straße durch das Friedhofstor, das auf den Kapellenplatz führt, erschlossen. Die Toranlage befindet sich zwischen Leichenhalle und Verwaltungsgebäude und besteht aus zwei Tor- und vier Zaunpfeilern aus Sandstein sowie drei schmiedeeisernen Zaunfeldern, Zufahrtstor und Pforte. Friedhofstor, Denkmal des deutsch-französischen Krieges und Kapelle sind in einer Achse angeordnet. Ein regelmäßiges orthogonales Wegesystem gliedert sich in eine Längsachse, zehn Querachsen und parallel zur Einfriedung verlaufenden Wegen. Es erschließt die in zwei Reihen liegenden 22 Quartiere. Entlang des von Nordwesten nach Südosten verlaufenden Hauptweges befindet sich eine Allee aus Winterlinden. An den Innenseiten der beiden äußeren Längswege des Friedhofs stehen Baumreihen aus Rosskastanien. Die Querwege sind mit Alleen aus Winterlinden bestanden. Der in klassischer Gliederung 1869 angelegte und um 1900 nach Südosten erweiterte Friedhof wird heute noch von seinen hoch aufgewachsenen Baumalleen und -reihen bestimmt. Durch seine erhöhte und freie Lage außerhalb der Stadt ist er – insbesondere zur Zeit der Kastanienblüte – weit sichtbar. Aus dem Friedhof ergeben sich mehrfach Sichten zum benachbarten Bismarckturm. Auf Grund seiner klaren, klassischen und durch frei wachsende Baumalleen gesteigerten Gliederung hat er gartengeschichtlichen Wert. Seine an der Lichtenfelder Straße ausgedehnte Lage hat landschaftsgestaltende/städtebauliche Bedeutung. (LfD/2014, 2017)
In der Kapelle einige Persönlichkeiten:

  • Ludwig Leuschner (Fabrikant, Rittergutsbesitzer in Limbach-Oberfrohna)
  • Felix Weissbach (Fabrikant, gestorben 1907)
  • Ehret (Fabrikant)

Friedhofsteile:

  • Kapellenplatz mit Friedhofskapelle, Leichenhalle, Verwaltungsgebäude und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871
  • Nordwest-Teil mit sechs Quartieren
  • Südost-Teil mit 16 Quartieren und Kriegerdenkmal Erster Weltkrieg mit Ehrenhain
  • Wirtschaftsbereich im Südosten

Bauliche Schutzgüter:

  • Gebäude:
    • Friedhofskapelle mit Resten alten Friedhofstors des alten Gottesackers (16. Jahrhundert)
    • Leichenhalle und Verwaltungsgebäude an der Lichtensteiner Straße (alles Einzeldenkmale)
  • Einfriedung: Friedhofsmauer mit Wandstellen entlang der Nordost-, Südost- und Südwestgrenze des Friedhofs (Sachgesamtheitsteil)

Erschließung / Zugänge:

  • Hauptzugangstor (Einzeldenkmal) von der Lichtensteiner Straße zwischen Leichenhalle und Verwaltungsgebäude mit Sandsteinpfosten
  • Zweiflügliges Zufahrtstor sowie eine einflüglige Pforte aus Ziergittern
  • Dem gegenüber an der Südwestseite des Friedhofs liegt ein Nebeneingang mit einem zweiflügligen Zufahrtstor aus Ziergittern
  • Weiterer Zugang durch den Wirtschaftsbereich im Südosten
  • Wegesystem: orthogonales Wegesystem, folgend dem Zuschnitt des Friedhofs

Kriegerdenkmäler:

  • Kriegerdenkmal 1870/1871 aus Sandstein, Inschrift auf der Vorderseite: „Den Helden, die für des Vaterlandes Größe und Freiheit im heiligen Streit ihr Leben ließen, widmet dieses Denkmal dankbar die Heimat. Gepriesen sei, wer fand den Tod für's Vaterland“ (Einzeldenkmal)
  • Kriegerdenkmal (Erster Weltkrieg) aus Rochlitzer Porphyr mit Ehrenhain der Kriegsopfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs (Einzeldenkmal)

Vegetabile Schutzgüter:

  • Allee aus Winterlinden (Tilia cordata) entlang der Hauptwegeachse, am nordwestlichen Ende teilweise Ahorne bzw. Birken (vermutlich spätere Ersatzpflanzungen)
  • an den Wegen entlang der Friedhofsmauern lückenhafte Baumreihen aus Rosskastanien (Aesculus hippocastanum)
  • Querwege in der Regel mit Alleen aus Winterlinden (Tilia cordata)
  • Verbindungsweg vom Haupttor zum Nebeneingang an der Südwestseite mit Schwarz-Erlen (Alnus glutinosa)
  • auf dem gesamten Friedhofsareal Rhododendren

Sonstige Schutzgüter:

  • Bodenrelief: eben
  • Blickbeziehungen zum benachbarten Bismarckturm
09241383
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Lichtensteiner Straße 44
(Karte)
1864 baugeschichtlich von Bedeutung 09241384
 


  Mietshaus in Ecklage Lichtensteiner Straße 70
(Karte)
um 1900 mit Ladenlokal (Kreuz-Drogerie), städtebaulich von Bedeutung (straßenraumbildend), mit Zinnenkranz 09241385
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Lindenstraße 25
(Karte)
um 1890 baugeschichtlich von Bedeutung, mit reicher Fassadengliederung 09241387
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung und freistehendes Hinterhaus Lindenstraße 26
(Karte)
um 1880 baugeschichtlich von Bedeutung, mit reicher Fassadengliederung und straßenbildprägendem Mittelerker, Tordurchfahrt, reiche Innenausstattung in Vorhalle, Holzvertäfelung, Farbverglasungen, Kamin, ehemaliger Zimmerspringbrunnen, Treppenhaus mit böhmischem Kappengewölbe, ehemals Villa des Textilfabrikanten Rox?, Seitengebäude Klinker und Fachwerk 09241388
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung konzipiert Lindenstraße 27
(Karte)
um 1880 baugeschichtlich von Bedeutung, historistische Putzfassade im neogotischen Stil mit Balkon im Obergeschoss, Überschlagsgesims über den Fenstern, Tür versetzt 09241389
 


 
Weitere Bilder
Realgymnasium mit Turnhallenanbau Lindenstraße 28
(Karte)
1878, später erweitert orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, prächtige historistische Putzfassade, ehemaliges Realgymnasium mit Realschule, eingeweiht am 29. August 1878; erweitert 1888, 1898 und 1910; im Singsaal ursprünglich eine Kopie von Veroneses „Hochzeit von Kana“ (1925 vom Glauchauer Maler Paul Geißler), originale Turnhallen-Innengestaltung, schlichte Innengestaltung der Schule, reiche Fassadengliederung, ehemals Georgius-Agricola-Oberschule 09241390
 


  Wohnhaus Lindenstraße 33
(Karte)
1875 baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, guter Originalbestand, Putzquaderung, reiche Fassadengliederung; ursprünglich in Besitz der Fabrikanten-Familie Rucks 09241392
 


  Schule Lindenstraße 45
(Karte)
1877–1878 orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, historistisches Schulgebäude, ehemalige II. Bezirksschule 09241393
 


  Sommerbad Lungwitzer Straße
(Karte)
1925 ortsgeschichtlich von Bedeutung, hölzerne Umkleidekabinen und Kioske; eingeweiht am 28. Juni 1925 09241395
 


 
Weitere Bilder
zwei Eisenbahnviadukte über Lungwitzbach und Lungwitztalstraße Lungwitztalstraße
(Karte)
um 1900 unmittelbar nebeneinanderliegend, für die Strecken Glauchau – Chemnitz und Glauchau – Rochlitz (Muldentalbahn); landschaftsprägend durch exponierte, unverbaute Lage; verkehrsgeschichtlich von Bedeutung
Einzeldenkmale in der oben genannten Sachgesamtheit (siehe Sachgesamtheit 09306181):
  • Brücke der Bahnstrecke Glauchau–Chemnitz: Fünfbogenbrücke in Eisenbetonkonstruktion, schlichte Ausführung, Betonung der Rundbögen durch Rustizierung
  • Brücke der Bahnstrecke Glauchau–Rochlitz: Zweibogenbrücke (langgestreckte Segmentbögen) in Eisenbetonkonstruktion, ohne Schmuckelemente, Bewehrung teilweise freiliegend, gewölbte Durchbrüche in den Pfeilern, bei Strecken-km 0,9
09241321
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Marienstraße 27
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade.

Fassadengliederung, Türen original.

09241396
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Marienstraße 28
(Karte)
um 1850 Baugeschichtlich von Bedeutung, historistisch-klassizistische Putzfassade.

Mit Tordurchfahrt, Türen, Fenster, Tor original.

09241397
 


  Wohnhaus in halboffener Bebauung Marienstraße 34
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, Originalbestand, gründerzeitliche Putzfassade, markantes Zwerchhaus im Dach.

Originalbestand.

09241398
 


  Fabrik- und Appreturgebäude Marienstraße 46
(Karte)
um 1870 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, spätklassizistisches Gebäude mit Mittelrisalit und zarter Fassadengliederung.

Überschlaggesimse, Rustikaputz, ehemals Karl Thomas sen.?

09241400
 


  Malzhaus Marienstraße 47
(Karte)
um 1850 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, mächtiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, reicher Originalbestand, klassizistisches Portal.

Reicher Originalbestand, gefährdet.

09241401
 


 
Weitere Bilder
Rathaus (mit mehreren Gebäudeteilen) Markt 1
(Karte)
1819 Städtebaulich, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung, im Mansarddach steht dicker Turm, klassizistisches Gebäude von noch barocker Wirkung.

Abgebrannt 1813, 1819 wieder aufgeführt, im Inneren 1922/1923 durchgreifende Umgestaltung, Nachbarhaus (ehemals Markt 2) gehört heute mit zum Rathaus, eigene Hausnummer existiert nicht mehr.

09241402
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung, ehemals Hotel Markt 8
(Karte)
19. Jahrhundert Städtebaulich, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, marktplatzprägender schlichter Putzbau.

Ehemaliges Hotel „Deutscher Hof“, angeblich vor 2005 abgebrochen, war allerdings 2009 noch nicht abgetragen.

09241403
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 11
(Karte)
Ende 18. Jahrhundert Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, platzbildprägendes Gebäude mit Mansarddach, Giebelwand zur Nicolaistraße in Fachwerk.

Mansarddach, platzbildende Gründe.

09241404
 


  Reste der Stadtmauer Markt 11 (bei)
(Karte)
mittelalterlich Bei Markt 11, Nicolaistraße 2, hinter Georgenkirche, ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09241405
 


 
Weitere Bilder
Apotheke und Wohnhaus in Ecklage (zwei Gebäudeteile mit Nicolaistraße 19) Markt 12
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Städtebaulich, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, wohlproportionierte Fassade mit Mittelrisalit und Bauplastik. 09241406
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 13
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barockes Gebäude. 09241407
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 14
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barockes Gebäude, wertvolle Innenausstattung.

Im Treppenhaus Einbauschrank, Ende 18. Jahrhundert, Keller.

09241408
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 15
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barockes Gebäude. 09241409
 


  Wohnhaus in Ecklage Markt 16
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes barockes Gebäude. 09241410
 


  Wohnhaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Markt 17
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Mit Laden, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, platzbildprägendes Gebäude mit Mansarddach und aufwändigem Dachausbau, barocke Stuckdecken im Innern.

Barocke Stuckdecken im ersten Stock, Fassade überformt.

09241411
 


  Apotheke und Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 19
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert, später überformt Städtebaulich, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, im Kern barockes Gebäude, hübsche Art-Déco-Fassade der 1920er Jahre.

Barocke Türumrahmung im ersten Stock.

09241412
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Markt 21
(Karte)
um 1900 Mit Laden, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, hübsche Fassade.

Lederwaren „Max Röhner“.

09241413
 


  Ladenfront eines Wohnhauses Marktstraße 12
(Karte)
um 1905 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentative architektonische Gestaltung im Stil des Historismus.

Ladentür und architektonische Gestaltung, Ladenbereich der Fassade.

09241415
 


  Villa Martinistraße 1
(Karte)
1887 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives Gründerzeitgebäude.

Für Stadtrat C.W. Strauss erbaut, später zeitweise im Besitz des Fabrikanten Schütz, der Wintergarten anbauen ließ, Baumeister Julius Ulrich, Glauchau.

09241527
 


  Mietvilla Martinistraße 2
(Karte)
1867 (Villa) Ortsgeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade, ursprünglich Restauration mit Terrasse, später Gerichtsamt des Grafen Carl von Schönburg (ohne Gefängnisanlage), dann Bezirksgericht Bauherren H. H. Hunger und Maurermeister H. H. Hunger, seit 1887 Restaurant betrieben von Restaurateur F. Jähnichen. 09241499
 


  Villa Martinistraße 5
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, prächtiger Bau des Späthistorismus mit Schwebegiebeln und hölzernem Vorhäuschen.

Fenster verändert, rückseitig Wintergartenanbau u. a. Modernisierungen, Schwebegiebel, schöne Haustür mit hölzernem Vorhäuschen.

09241416
 


  Villa mit Einfriedung Martinistraße 6
(Karte)
1894 Baugeschichtlich von Bedeutung, schlichtes Gründerzeitgebäude von noch klassizistischer Wirkung.

Errichtet für Otto Doerffel von Maurermeister Friedrich Krumbiegel, Glauchau. 1920 Umbauten durch Baumeister R. Ulrich für Bauherren Ernst Klunker.

09241530
 


  Villa Martinistraße 8
(Karte)
1886, Umbau 1922 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, reich gegliederte Villa im historistischen Stil.

Putzquaderung im Erdgeschoss, Erker und Balkone, Haustür und Fenster original, Eckerker mit ornamentalem Schmuck, Bleiglasfenster, als Wohnhaus für Adolf Günther von Baumeister Th. Kästner, Glauchau, gebaut, später im Besitz des Fabrikanten Max Bössneck, 1922 An- und Umbau durch Baumeister A. Reichenbach, Einfriedung (entlang der Martinistraße) vor 2009 abgebrochen.

09241417
 


  Villa Martinistraße 10
(Karte)
1885 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitvilla, Treppenaufgang aufwendig gestaltet, Architekten: Lossow & Viehweger, Dresden.

Treppenaufgang aufwendig gestaltet, Marmorverkleidung, Serpentinit u. a. Mitte der 1920er Jahre, Bauherr: Kaufmann Ludwig Glissmann, Architekt Lossow & Viehweger.

09241418
 


  Villa Martinistraße 15
(Karte)
1902 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, reizvolle kleine Villa mit Fachwerkelementen, stilistisch zwischen Historismus und Reformstil der Zeit nach 1900, Bauherr: Textilfabrikant Strübell.

Fachwerkelemente, weit vorkragender Schwebegiebel holzverkleidet, zahlreiche Balkone, rückseitig verändert und aufgestockt, Fensterläden, aufwendig gestaltetes Bleiglasfenster im Treppenhaus, ehemalige Kratz-Villa, einfache Innenausstattung, Baumeister Reinhold Ulrich, Glauchau, Bauherr: Spinnereibesitzer W. Strübell, Besitzer der Kammgarnspinnerei Pflüger, Strübell & Co.

09241419
 


  Villa mit Villengarten und Einfriedung Meeraner Straße 13
(Karte)
1899 Künstlerisch, gartenkünstlerisch, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung, großbürgerliche Villa mit repräsentativer Ausstattung, im Stil der Historismus, im Inneren guter Bestand, geprägt von historistischen und Jugendstilauffassungen, Park der Villa Gartendenkmal von hohem Rang.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Zu dem – Ende des 19. Jahrhunderts im landschaftlichen Stil angelegten – repräsentativen Villengarten gehören eine großzügige Zufahrt im Nordwesten der Villa, der hausnahe Bereich mit drei offenen Parkräumen im Nordosten, Südosten und Südwesten der Villa, und der weitläufige, mit reichem Baumbestand versehene, südwestliche Parkbereich mit Teich, landschaftlichem Wegesystem, Aussichtshügeln und Sitzplätzen.

Die Zaunanlage aus Metallkonstruktion mit Eisenpfeilern und massiven Klinkerpfeilern und die Toranlage mit vier hohen Pfeilern, Tor und zwei Pforten schließt im Südosten mit einem Mauerabschnitt ab. Hier befindet sich auf der Gartenseite ein erhöhter Sitzplatz, eine sogenannte Neugierde. Die in den Garten etwas zurückgesetzte Villa wird über die geradlinige Zufahrt mit halbkreisförmiger Vorfahrt (wassergebundene Wegedecke) und einen Zugangsweg mit gebrannten, farbigen Gehwegsteinen erschlossen. Buchen, Eichen und Linden umstellen die Vorfahrt und haben mit weiteren hoch aufgewachsenen Linden und Kastanien nahe der Villa eine rahmende Wirkung. Von den Wegen in der Peripherie der offenen Parkräume der Villa wird der Blick daher zu unterschiedlichen Teilen der Fassade der Villa geführt, die somit besonders herausgestellt werden. Von der Villa, in ähnlich interessanter Weise zu sehen, ist die Gliederung der Ränder der offenen Parkräume. Laub- und Nadelgehölze erzeugen eine in Struktur, Farbe und Form abwechslungsreiche Randsituation des sich weiter in den Südwest-Bereich erstreckenden, mehr von Bäumen überschatteten Parkbereichs. Ein Teich bildet mit einem Aussichtshügel einen weiteren offenen Parkraum in diesem Areal.

Die Vielfalt der Gehölze und die Vielzahl der Parkbilder innerhalb des landschaftlichen Parks und in Bezug zur Villa, machen den künstlerischen Wert des Villengartens aus. Durch das Absterben einiger alter Bäume und Wildwuchs sind diese gefährdet und beeinträchtigt. Interessant ist die vereinzelt anscheinend vorgenommene Pflanzung von mehreren Gehölzen einer Art in ein Pflanzloch. Der Park der Villa ist in die Phase der reifen landschaftlichen Gartenanlagen des ausgehenden 19. Jahrhunderts einzuordnen und hat besonderen gartengeschichtlichen und gartenkünstlerischen Wert. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Großzügige ehemalige Fabrikantenvilla, Klinker-Mischbauweise, Reste des Parkes erhalten, Zaun und Zaunspfeiler mit Gartentor, Turm, weitere Bebauung im Park, ehemals Villa Fabrikant Berger, typischer Historismusbau, im Inneren guter Bestand, geprägt von historistischen und Jugendstilauffassungen, Park gleichzeitig mit Villa angelegt, Gartendenkmal von hohem Rang, verschlungene Wege, Baumgruppen und Freiflächen, trotz langjähriger Vernachlässigung gut erkennbar (Villengarten teilweise mit neuen Wohnhäusern überbaut, Anschrift: Schindmaaser Weg 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, Flstk. 3222/5, 3222/6, 3222/7, 3222/8, 3222/9, 3222/10, 3222/11, 3222/12 und 3222/13 – kein Teil des Gartendenkmals mehr).

09241420
 


  Mietvilla mit Vorgarten Meeraner Straße 15
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitlicher Putzbau mit hölzernem Vorhäuschen, guter Originalbestand.

Guter Originalbestand, Vorhaus Holz verziert, Mezzaningeschoss, Schwebegiebel, Putzfassade.

09241421
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Meeraner Straße 17
(Karte)
bezeichnet 1898 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentative gründerzeitliche Klinkerfassade.

Obergeschoss Klinker, guter Originalbestand.

09241422
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Meeraner Straße 19
(Karte)
bezeichnet 1896 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentative gründerzeitliche Klinkerfassade.

Mit gutem Originalbestand.

09241423
 


  Mietshaus in halboffener Bebauung Meeraner Straße 21
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, Jugendstilfassade.

Putzornamentik: Jugendstil, stark geschädigt, Original-Haustür.

09241424
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Meeraner Straße 52
(Karte)
um 1890/1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade mit reichem plastischem Schmuck.

Putzfassade, Putznutung im Erdgeschoss, plastischer Schmuck.

09241425
 


  Wohnhaus Mittelgasse 11
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, schöner Barockbau mit Mansarddach.

Fachwerk-Obergeschoss verputzt, platzbildend, Mansarddach, fälschlicherweise erfasst unter der Anschrift: Mittelgasse 10.

09241426
 


  Wohnhaus Mühlberg 6
(Karte)
1710 Dendro Barockes Gebäude mit Mansarddach, Teil der Schlossmühle, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung.

Mansardwalmdach, Obergeschoss Fachwerk teilweise verputzt, Wohnhaus der ehemaligen Schlossmühle, Haustür.

09241428
 


  Städtische Badeanstalt Mühlgrabenstraße 1; 2; 3; 4
(Karte)
1904 Mit Schwimmbecken, kunsthistorisch, orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, neoromanische und neobarocke Stilelemente.

Städtische Badeanstalt, romanische und barocke Stilelemente, Mischbau – gelber Klinker und Putzflächen, Teile der Innenausstattung und Inneneinrichtung erhalten, Decke im Schwimmbad verändert, Galerien fehlen, neben Schwimmbecken auch verschiedene medizinische Einrichtungen und Badezellen.

09241429
 


  Mietshaus in Ecklage Mühlgrabenstraße 27
(Karte)
um 1912 Mit Laden (Apotheke), städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Eckbetonung, reiche Fassadengliederung.

Adler-Apotheke, Erdgeschoss verändert, reiche Fassadengliederung.

09241430
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Haustür eines Wohnhauses Nicolaistraße 1
(Karte)
Anfang 19. Jahrhundert Handwerklich-künstlerisch von Bedeutung, klassizistische Haustür. 09241431
 


  Wohnhaus in Ecklage Nicolaistraße 11
(Karte)
um 1800 Mit Laden, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, ortsbildprägender Fachwerkbau mit Mansarddach, historistische Ladenfront.

Ladenbereich 1899.

09241432
 


  Haustür eines Wohnhauses Nicolaistraße 12
(Karte)
um 1850 Handwerklich-künstlerisch von Bedeutung, klassizistisch-gründerzeitliche Haustür. 09241433
 


  Erker eines Wohnhauses Nicolaistraße 13
(Karte)
um 1900 Handwerklich-künstlerisch von Bedeutung, hübscher Fachwerkerker mit Jugendstildekor. 09241434
 


  Wohnhaus in Ecklage (zwei Gebäudeteile mit Markt 12) Nicolaistraße 19
(Karte)
um 1860 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, Teil der Mohrenapotheke am Markt.

Mit Mohren-Apotheke ein Haus.

09241435
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
Weitere Bilder
Wasserturm Obere Muldenstraße 63
(Karte)
1928–1930 Technikgeschichtlich von Bedeutung, Turm des Hochbehälters, Betriebswasserwerk Glauchau.

Turm 1950 außer Betrieb gesetzt, 1930 in Betrieb gesetzt, bauliche Erweiterung 1934 und 1950.

09241437
 


  Ehemalige Kinderbewahranstalt Oststraße 30
(Karte)
um 1870 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade, guter Originalbestand, 09241439
 


  Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung Otto-Schimmel-Straße 2; 4
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, architektonisch qualitätvolles Doppelmietshaus in zeittypischer Gestaltung und gutem Originalzustand, mit expressionistischen Gestaltungselementen, ortsbildprägende Lage gegenüber dem Schillerpark.

Beide Gebäude: Dreigeschossiger Putzbau mit expressionistischen Gestaltungselementen, Ladenzone im Erdgeschoss vermutlich vereinfacht, Dacherker über drei Achsen, Mansarddach mit schlichten Schleppgauben, kräftiges Gurtgesims zwischen erstem und zweitem Obergeschoss sowie Kranzgesims, Fenster im ersten Obergeschoss als Zwillingsfenster ausgebildet, verbunden durch verzierten Pfeiler, Denkmalwert: wissenschaftlicher Wert.

09242873
 


  Kino Otto-Schimmel-Straße 6
(Karte)
1925 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, singulär in Expressionismus und Art-déco.

Art-déco-Ornamentik, eingeweiht am 2. November 1925, Farbglasfenster.

09241440
 


  ehem. VEB Textilwerke „Palla“, ehem. Fa. Ernst Seifert, Otto-Schimmel-Straße 8a, ehem. Fabrikantenwohnhaus, Otto-Schimmel-Straße 8 und ehem. Verwaltungsgebäude Bössneck & Meyer, Scherbergplatz 1 und Erich-Fraaß-Straße 24 Otto-Schimmel-Straße 8; 8a
(Karte)
1927–1928 (Textilindustrie) Technikhistorisch, orts- und baugeschichtlich von hoher Bedeutung, im Reformstil der Zeit um 1910, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, Hauptgebäude Palla, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, ehemaliges Geschäftshaus der Firma Ernst Seifert, Bauteil Scherbergplatz 1926, Architekt R. Ulrich/Bauleiter Krebs Dresden, weiterer Bauteil Otto-Schimmel-Straße ehemals Fa. Bössneck & Meyer Bauwerk v. Arch. Krebs 1925, Gebäudegruppe am Scherbergplatz/Erich-Fraaß-Straße ehemals mit Anschrift: Erich-Fraaß-Straße 25 und Scherbergplatz 1, Otto-Schimmel-Straße 8. – Beamtenwohnhaus der Fa. Ernst Seifert. 09241442
 


  Kinderkrippe mit Plastik im Vorgarten, heute Kindergarten Otto-Schimmel-Straße 9
(Karte)
1953 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, erste Kindertagesstätte in Glauchau nach 1945.

Betriebskinderkrippe der Textilwerke Palla, heute (2010) Kindertagesstätte „Pusteblume“, Ausgeführt von VEB Baubetrieb Glauchau, Plastik mit Signum CC 1953, Kindergärtnerin mit Kindern darstellend,

Haus: originale Innenausstattung, mit Lampen, Treppengeländern, Fenster und Türen, war Betriebskinderkrippe Palla, erste in Glauchau nach 1945, farbige Fenster im Treppenhaus.

09241443
 


  Wohnhaus, als Kopfbau Teil einer Wohnhauszeile Otto-Schimmel-Straße 11 09303538
 


  Doppelwohnhaus als Teil einer Wohnhauszeile Otto-Schimmel-Straße 13; 15
(Karte)
um 1915 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910, Pendant der gegenüberliegenden Textilfabrik. 09241444
 


  Wohnhauszeile Otto-Schimmel-Straße 17; 19; 21; 23
(Karte)
um 1925 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre, Pendant der gegenüberliegenden Textilfabrik. 09241445
 


 
Weitere Bilder
Doppelwohnhaus als Teil einer Wohnhauszeile Otto-Schimmel-Straße 25; 27
(Karte)
1926–1927 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre, mit Balkons und aufwändige Eingangsgestaltung mit Bauplastiken, Pendant der gegenüberliegenden Textilfabrik.

Aufwendiger plastischer Fassadenschmuck, Balkone.

09241447
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Mietshaus Paul-Geipel-Straße 1a
(Karte)
um 1880 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentativer historistischer Putzbau in gutem Originalzustand, ortsbildprägende Lage gegenüber dem Schloss. 09241448
 


  Villa Paul-Geipel-Straße 4
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentativer gründerzeitlicher Villenbau, im Giebeldreieck ornamentaler Putzstuck.

Mittelrisalite, Putznutung im Erdgeschoss, Fensterüberdachungen teilw. Segmentbogen, im Giebeldreieck ornamentaler Putzstuck.

09241449
 


  Villa mit Einfriedung Paul-Geipel-Straße 5
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade mit Mittelrisalit, Wohnhaus des Bürgermeisters Arwed Martini (1824–1892).

Putznutung im Erdgeschoss, Mittelrisalit, Fenster original, Tor der Einfriedung kein Denkmal, Zaun Eisen.

09241450
 


  Villa mit Einfriedung Paul-Geipel-Straße 7
(Karte)
um 1870 Baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentative gründerzeitliche Putzfassade mit zwei Seitenrisaliten.

Zwei Seitenrisalite, Putzquaderung, Eckquaderung, Fensterüberdachungen – Dreieckgiebel, Zahnfries unter Dach, Zaun Schmiedeeisen, Tor kein Denkmal.

09241451
 


  Villa Paul-Geipel-Straße 8
(Karte)
1884 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives Gebäude mit Volutengiebel, im Stil der Neorenaissance, ortsbildprägende Lage an einer Straßenkreuzung.

Eckquaderung, Fensterüberdachungen, glatte Putzflächen, Haustür und Fenster original, aufwendige Giebelgestaltung, Bauherr: Carl Brinkmann, Flurstück-Nummer 1589.

09241452
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung Pestalozzistraße 38
(Karte)
um 1900 Baugeschichtlich von Bedeutung, prächtige gründerzeitliche Klinkerfassade mit Balkon.

Mischbauweise, Fenster und Haustür original, Muschelornament im Giebel, Balkon.

09241455
 


  Mietshaus mit zwei Eingängen, Teil einer Wohnanlage (mit Nr. 52–62) Pestalozzistraße 52; 54
(Karte)
um 1930 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Sockel Werkstein, Putzquaderung an Ecken.

09241456
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung, Teil einer Wohnanlage (mit Nr. 52–62) Pestalozzistraße 56
(Karte)
um 1930 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Siehe Nummer 52.

09241457
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung, Teil einer Wohnanlage (mit Nr. 52–62) Pestalozzistraße 58
(Karte)
um 1930 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Siehe Nummer 52.

09241458
 


  Mietshaus (mit zwei Eingängen), Teil einer Wohnanlage (mit Nr. 52–62) Pestalozzistraße 60; 62
(Karte)
1934 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er Jahre.

Siehe Nummer 52, Wohnungsbau des Glauchauer Handwerks eGmbH.

09241459
 


  Wohnhaus (mit drei Eingängen) in Ecklage (baulich verbunden mit Wettiner Straße 45), Teil der Wohnanlage Wettiner Straße Pestalozzistraße 64; 66; 68
(Karte)
um 1930 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit, mit Bauplastik.

Sockel Klinker, Obergeschoss verputzt, platzbildend, Ecklage.

09241460
 


  Schule, mit angebauter Turnhalle Pestalozzistraße 85
(Karte)
1902 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentatives Gebäude im Stil des Historismus, platzbildprägende Ecklage zur Wettiner Straße.

Mischbauweise mit weißem Klinker, Tür original, platzbildend, Ecklage.

09241453
 


  Villa mit Einfriedung Plantagenstraße 1
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, repräsentative gründerzeitliche Putzfassade mit Mittelrisalit, erbaut für den Textilfabrikanten Ernst Bößneck.

Zeitweise beherbergte sie Richtersches Knabenerziehungsheim, Putzquaderung im Erdgeschoss, Fensterüberdachung, heute Vorstand Sparkasse, Bauherr: Ernst Bössneck, Teil der originalen Einfriedung.

09241461
 


  Villa mit Einfriedung und Garten Plantagenstraße 2
(Karte)
1885–1886 Baugeschichtlich und künstlerisch von Bedeutung, repräsentatives Gebäude im Stil des Historismus, Fassade mit Palladio-Motiv.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Der ehemals große Villengarten ist 1994–1999 mit Wohngebäuden überbaut worden. Ein Teil des Gartens blieb in Nähe der Villa erhalten. Laubbäume und Koniferen rahmen die Fassade der Villa und stellen, von der Straße aus gesehen, Gebäudeteile besonders heraus. Hervorzuheben sind zwei Schwarzkiefern, drei Feldahorn, eine Pyramidenpappel, zwei Linden und große Rhododendrengruppen. Die Zaunanlage ist mit Sandsteinsockel, Sandsteinpfeilern und Zaunfeldern aus Metallkonstruktion erhalten. Die Villa bildet den Auftakt des in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschlossenen Villenviertels an der Plantagenstraße oberhalb der Gründelteichanlage. Straßenbildprägend sind die den Verkehrsräumen zugewandten Bereiche der Villengärten.

Ihr ausgewachsener alter Gehölzbestand bildet mit den reich gegliederten Fassaden der Villen und interessanten Zaunanlagen ein abwechslungsreiches Gesamtbild. Eine wichtige Rolle spielten die einst mit Blumenbeeten geschmückten, repräsentativ angelegten Vorgärten. Heute liegt der besondere Wert in dem erhaltenen Gehölzbestand. Der in der Nähe der Villa erhaltene Garten, als Rest des einstigen großen Villengartens, hat mit seinem, die Villa rahmenden alten Gehölzbestand und der Zaunanlage straßenbildprägenden Wert. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Putznutung im Erdgeschoss, weit überstehendes Dach, Mittelrisalite, Fensterüberdachungen, im Erdgeschoss mit zwei Veranden, Bauherr: Bössneck.

09241462
 


  Villa mit Einfriedung und Garten Plantagenstraße 3
(Karte)
1887 Baugeschichtlich, gartengeschichtlich und künstlerisch von Bedeutung, prächtige gründerzeitliche großbürgerliche Villa, im Stil der Neorenaissance.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Der relativ kleine Villengarten weist einen gut erhaltenen Gehölzbestand auf. Die an den Straßenseiten des Eckgrundstücks stehenden, die Villa rahmenden und zugleich abschirmenden Gehölze sind eine Buche, eine Trauerbuche, eine Kiefer, eine Kastanie, zwei Lärchen, Rhododendren und einige Haselnusssträucher. Koniferen (Blaufichte, Schwarzkiefern, Weymouthskiefer, Eiben) und Rhododendren gliedern den südöstlich von der Villa gelegenen Garten, der in Teilen eine landschaftliche Bodenmodellierung und Reste eines Wegesystems aufweist. Beeinträchtigt wird der Garten durch die Einordnung von PKW-Stellflächen. An der Plantagenstraße ist die Zaunanlage mit Sandsteinsockel, profilierten Sandsteinpfeilern, gusseisernen Zwischenpfeilern und einem Stabgitterzaun erhalten. Reste eines Tores stehen im Eckbereich des Grundstücks. An der Nebenstraße steht ein Staketenzaun. Die Gliederung des kleinen städtischen Villengartens ist im Wesentlichen erhalten. An der Plantagenstraße sind die beiden Eckgrundstücke Nummer 3 und 7 ähnlich angelegt. Dieser Garten weist die Merkmale eines Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden kleinen städtischen Villengartens mit repräsentativem Anspruch auf. Er ist daher gartengeschichtlich von Bedeutung. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Villa: Mischbauweise, Erdgeschoss Putznutung mit Eckquaderung, Obergeschoss teilweise roter Klinker, Haustür, Fenster original, Treppenhausfenster Bleiglas, Erker, überdachter Balkon Obergeschoss, zwei Farbglasfenster, schmiedeeisernes Geländer zum Erker, Diamantquader, Bauherr: Kaufmann Bössneck.

09241463
 


  Villa mit Garten (Reste des Gehölzbestandes) Plantagenstraße 5
(Karte)
um 1885 Repräsentatives Gebäude der Gründerzeit, baugeschichtlich von Bedeutung.

Beschreibung und Begründung von schützenswerten Restbeständen des Villengartens:

Im Zuge der Bebauung der Plantagenstraße ist dieses Eckgrundstück Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen, bebaut und angelegt worden. Der straßenbildprägende, die Villa rahmende Gehölzbestand (zwei Schwarzkiefern, Buchen, Rhododendren) konnte in Resten erhalten werden. Er stellt heute den überkommenen Wert des neu gestalteten Gartens dar, der als Spielfläche eines in der Villa untergebrachten Kindergartens genutzt und bereits verändert worden war. Die Zaunanlage wurde, nach Auskunft der Eigentümer, in Anlehnung an den Zaun des Grundstücks Nummer 3, neu gebaut. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Putzfassade, Zahnfries, Gaubenform Ochsenauge, Balkon, Erker, Bauherr: Karl Klemm.

09241464
 


  Villa mit Einfriedung, Garten und Nebengebäude Plantagenstraße 6
(Karte)
um 1860 (Villa) Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Putzfassade mit Mittelrisalit, schmiedeeiserner Zaun mit Jugendstilornamentik.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Diese Villa, die mit der Nummer 4 und 8 als erste an der Plantagenstraße gebaut wurde, hat ein langgestrecktes, sich bis zur Gründelteichanlage hinziehendes Grundstück. Der hintere Garten wurde nach 1990 überbaut. Erhalten ist der relativ große Vorgarten mit einem überkommenen Gehölzbestand (fünf Linden, eine Esche und Rhododendron). Ein Solitärbaum (Platane) steht im Nordwesten der Villa. Die Zaunanlage, die Gestaltungselemente der Jahrhundertwende aufweist, zieht sich bis zum Grundstück Nummer 10. Sie besteht aus massivem, zu den Pfeilern hochgezogenem Sockel und Pfeilern sowie aufwendig gestalteten schmiedeeisernen Zaunfeldern. Bei der Nummer 6 fehlt das Tor. Die Zaunanlage und der überkommene Gehölzbestand sind straßenbildprägend. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière).

Einfriedung – um 1905 – schmiedeeiserner Zaun mit Jugendstilornamentik, Werkstein am Tor und an Zaunpfosten, großer Balkon am Mittelrisalit für Rentier Joh. Heinr. Panzner, Nebengebäude – ehemaliger Pferdestall mit Wagenschuppen.

09241465
 


  Mietvilla mit Einfriedung und Garten Plantagenstraße 7
(Karte)
1893 Baugeschichtlich und gartenkünstlerisch von Bedeutung, Gründerzeitgebäude mit Fachwerkgiebel.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Der mit der Villa angelegte Garten ist ein für die Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts, typischer Stadtvillengarten auf kleinem Grundstück. Landschaftlich geführte Wege schwingen über ein leicht modelliertes Bodenrelief und binden an die Zugänge des Gebäudes an. Eine den Garten prägende Koniferengruppe mit drei Schwarzkiefern, vier Weymouthskiefern, Eiben, Lebensbaum und Scheinzypresse ist auf einer kleinen Anhöhe in der, vom Haus entferntesten Ecke gepflanzt worden. Dorthin wird man also durch eine an der längsten Grundstücksgrenze verlaufende leicht ausmodellierte Senke geführt. Eine Buche und eine Linde rahmen die zur Plantagenstraße weisende Hausfassade. In lockerer Stellung bilden Ziersträucher und Obstbäume kleinere, ineinander greifende Gartenräume. Der Gitterstabzaun an der Plantagenstraße ist mit Sockel und Pfeilern saniert worden, Tor und Pforte befinden sich an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße. Ein Spitzahorn, zwei Hainbuchen und eine Eiche stehen an den Grundstücksgrenzen zu den Nachbarn und geben dem Garten den größeren Rahmen. Im SO der Villa liegt eine Rasenfläche. An der Friedrich-Ebert-Straße steht ein Holzzaun. Die beschriebene feine Gestaltung des Gartens stellt ihren gartenkünstlerischen Wert dar. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Eckquaderung, Fachwerkzwerchgiebel, Erker mit Balkon, Bauherr: Gustav Schedlich.

09241466
 


  Villa mit Einfriedung, Garten, darin Steinbank (Sitzplatz), Hintergebäude (Reithalle) und Pförtnerhäuschen Plantagenstraße 8
(Karte)
1859 Baugeschichtlich, gartengeschichtlich, künstlerisch und gartenkünstlerisch von Bedeutung, historistische (gründerzeitliche) Putzfassade mit Mittelrisalit und Balkon, im Stil der noch klassizistische beeinflussten Neorenaissance, Hintergebäude in Fachwerkbauweise, Pförtnerhaus im Stil englischer Landhäuser, schmiedeeiserne Einfriedung mit Jugendstilornamentik.

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Erstanlage des Villengartens wahrscheinlich mit dem Bau der Villa 1859, unter neuem Eigentümer (Otto Boessneck) Veränderungen wahrscheinlich um 1884 im Zuge des Baus der Nachbarvilla und der Anlage einer dortigen Teichanlage. Zusammenhang des Boessneckschen Gartens (Nummer 10, Teichanlage) besteht zur Fontänenanlage (Wasserspeisung) der Hedrichsäule (1884) auf der Gründelteichinsel unterhalb dieser Gärten. Anscheinend gemeinsame Gewächshausanlage auf der Grundstücksgrenze von Nummer 8 und Nummer 10, die 1894 (Topographische Karte) nachweisbar ist und 1911 (Bauakte) durch den Architekten Reinhold Ulrich erweitert wurde und von der heute Reste vorhanden sind. Es ist zu vermuten, dass die Gärten Nummer 8 und Nummer 10 zusammenhingen. Zaunanlage (Nummer 6, 8 und 10) zusammenhängend mit massivem Sockel und schmiedeeisernen Zaunfeldern (Tore und Pforten fehlen) aus der Zeit um 1900. Der Garten grenzt an den Hang der Gründelparkanlage. In einem kurzen Mauerstück befindet sich hier eine Pforte mit Rundbogen.

In Hausnähe parkartige Gestaltung mit wertvollem Gehölzbestand und Bankplatz als Kleinarchitektur, im hinteren Garten Reste eines Obstgartens und Reithalle (später für zwei Wohnungen umgebaut, Leerstand).

Derzeit Leerstand der Villa und Verwilderung des Gartens. Gartengeschichtlich wertvoll auf Grund der Erstanlage 1859 durch den Bauherrn Ganzenberg, Ch. A. B., Kunstgärtner, gartenkünstlerisch in der zweiten Gestaltungsphase und im Zusammenhang mit der Gartenanlage von Nummer 10 wertvoll. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière).

  • Im Gelände ursprünglich: Villa, Wirtschafts- und Stallgebäude, Pförtnerhaus, Scheune, Gewächshaus, Reithalle,
  • Einfriedung: Gitter Schmiedeeisen, Jugendstilornamentik, Werkstein Sockel und Pfosten,
  • Villa: Putzquaderung Erdgeschoss, Fensterüberdachung, Giebel verziert, Mittelrisalit, Balkon,
  • Hintergebäude: Flaches überkragendes Satteldach, Jagdtrophäen am Haus,
  • Bauherr: Kunstgärtner Ch. A. B. Ganzenberg, spätere Besitzer Kommerzienrat Otto Boeßneck, 1919 zwangsversteigert, dann Schlossmühlenbesitzer Carl Hedrich Eigentümer,

1958/59 Umbau zum Kinderheim „Hanno Günther“, 2001 Kinderheim verlegt.

09241467
 


  Villa mit Garten, Nebengebäude, Teich und Einfriedung Plantagenstraße 10
(Karte)
Ortsgeschichtlich, baugeschichtlich, künstlerisch und landschaftsgestaltend von Bedeutung, repräsentatives Gebäude mit Volutengiebel und prächtiger Veranda, im Stil der Neorenaissance, Architekt: Bruno Eelbo, Leipzig, zeitweise Wohnsitz des Bürgermeisters Paul Brink (1856–1922).

Beschreibung und Begründung des Gartendenkmals:

Wahrscheinlich mit der Erbauung der Villa angelegter Garten unter Otto Boessneck, Villa zurückgesetzt, im vorderen Garten landschaftliche Bodenmodellierung und Wegeführung (saniert) sowie Teich (saniert) mit landschaftlicher Uferlinie und wertvoller Gehölzbestand von Laub- und Nadelgehölzen in Gruppen- und Einzelstellung, in Gebäudenähe Veränderungen durch Restaurantnutzung (Stellflächen für PKW und neue Schmuckanlage unter Verwendung von Säulen der Westterrasse), im Norden der Villa imposante Baumgruppe (Hängebuchen) und zwei Solitärbäume in unmittelbarer Nähe der Villa (Kastanie und Linde), Ehemaliger Obst- und Gemüsegarten sowie Reste einer Gewächshausanlage im hinteren Gartenbereich an der Grenze zu Nummer 8 (vergl. Nummer 8), Pferdeauslauf in Nähe der Remise, Zaunanlage mit massivem Sockel und Pfeilern sowie schmiedeeisernen Zaunfeldern mit Jugendstilelementen zieht sich über drei Grundstücke (Plantagenstraße Nummer 6, 8 und 10) hin, Pforten und Tore fehlen, Wasserfontaine der Hedrichsäule auf der Gründelteichinsel wurde mit dem, in den Gartenteich der Villa hinaufgepumpten Wasser gespeist.

Wertvolle Gartenanlage des ausgehenden 19. Jahrhunderts im reifen Stil des Landschaftsgartens, insbesondere mit der Gründelteichanlage unterhalb des Gartens und den Gärten der Nachbarvillen Nummer 10 und Egghalde Nummer 12 noch erhaltene große zusammenhängende Gartenfläche von landschaftsgestaltender Bedeutung. (LfD/2014 Ragnhild Kober-Carrière)

Villa: Neorenaissance, Bauherr: Otto Boessneck, Farbglasfenster, Holzerker mit Säulen, Neorenaissancegiebel, Eckquaderung, Terrassen mit schmiedeeisernen Gittern, zwei Erker, Rundfenster im Giebel, Balkon Obergeschoss, Karyatiden im Obergeschoss, Putzstuck, Rankenornament, Bauherr: zunächst Otto Boessneck, Kommerzienrat, später zeitweise Bürgermeister Paul Brink.

09241468
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Sachgesamtheit Muldentalbahn mit Einzeldenkmalen und Sachgesamtheitsteilen in den folgenden Teilabschnitten Rosa-Luxemburg-Straße
(Karte)
1873–1877 (gesamte Strecke) Sachgesamtheit mit allen Bahnanlagen, darunter Gleisanlagen mit Unter- und Oberbau, Streckenkilometrierungen, Fernmelde- und Signalanlagen, Bahnstationen einschließlich aller Funktionsbauten, Wärterhäuschen, Brücken und Durchlässen in den Gemeinden Glauchau, Stadt (OT Glauchau, Kleinbernsdorf, Reinholdshain, Niederlungwitz), und so weiter, siehe unten!

Für die Industrieentwicklung des Muldentals wichtige und landschaftsbildende prägende Normalspurbahn, wirtschaftsgeschichtlich, eisenbahngeschichtlich, landschaftsgestaltend sowie regionalgeschichtlich von Bedeutung.

Die ursprünglich zweigleisig angelegte rund 82 km lange Eisenbahnstrecke Glauchau–Wurzen (Streckenkürzel GW) wurde zwischen 1873 und 1877 von der „Muldenthal-Eisenbahn-Gesellschaft Glauchau–Wurzen“ als Hauptbahn errichtet. Ziel war es, eine Anbindung der Industrieansiedlungen im Tal der Zwickauer Mulde und des südwestsächsischen Raumes mit den im Norden gelegenen Handelszentren Leipzig und Berlin (Preußen) herzustellen und damit zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region beizutragen. Wichtige Güter waren der Rochlitzer Porphyr, das Porzellan aus Colditz, Papier und Pappen aus Penig und Rochsburg, Garne aus Amerika sowie die Steinkohle aus dem Zwickauer Revier, die über Glauchau nach Norden transportiert werden sollten. Ab 1944 wurden aus Colditz auch Produkte des metallverarbeitenden und späteren Rüstungsbetriebes HASAG (Hugo und Alfred Schneider AG) über diese Strecke transportiert.

Das landschaftlich schöne wie auch schwierige Gelände erforderte 71 Brückenbauwerke verschiedener Größe, zehn Weg- und Wasserüberführungen, Dämme mit einer Gesamtlänge von 29 km, verschiedene Stütz- und Futtermauern und zusätzliche Wirtschaftswege sowie einen Tunnel. Der Bau des Rochsburger Tunnels überstieg 1878 schließlich die finanziellen Mittel der Gesellschaft und zwang dieselbe zum Verkauf der Strecke einschließlich der Fahrzeuge an die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen für 13 Millionen Mark. Der Verkauf und die Eingliederung in das Streckennetz der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen hatten wiederum bauliche Veränderungen an der Strecke in den 1880er Jahren zur Folge. So wurde der bisher als Endbahnhof genutzte Wurzener Nordbahnhof stillgelegt und der Südbahnhof als Endpunkt der Strecke eingerichtet. Bis 1945 hatte die Strecke den Status einer Hauptbahn. In den letzten Kriegstagen sprengten Mitglieder des Volkssturms die Rabensteinbrücke bei Grimma, um den Vormarsch der amerikanischen Truppen zu stoppen und teilten damit die Strecke in zwei Teilstrecken. Die sowjetische Militäradministration verfügte den Abbau des Oberbaus des nördlichen Teils der Strecke zwischen Großbothen und Grimma als Reparationsleistung. In den folgenden Jahren versuchte die Deutsche Reichsbahn die Strecke wieder instand zu setzen, stellte aber ab 1967 die Personenbeförderung schrittweise ein. Die Bahnanlagen konnten im südlichen Abschnitt zwischen Glauchau und Großbothen weitestgehend original erhalten werden. Hauptsächlich dienste die Strecke dem An- und Abtransport der Produkte der anliegenden Großbetriebe und als Verkehrsmittel für die Arbeiter in dem dicht besiedelten Tal.

Nach der politischen Wende und der damit einhergehenden Schließung der anliegenden Betriebe kam auch der Güterverkehr nach und nach zum Erliegen. Mitte der 1990er Jahre stellte man diesen gänzlich ein. Die Gemeinden des nördlichen Teils entschlossen sich um die Jahrtausendwende dazu, die Strecke zum Muldentalbahnradweg umzubauen, die südliche Strecke sollte als touristische Attraktion weitergenutzt werden. Die Schließung von Streckenästen und Langsamfahrstellen sowie unattraktive Fahrpläne führten jedoch in den 1990er Jahren zur weiteren Einschränkung des Zugverkehrs und schließlich zu dessen vollständiger Einstellung. Ein Rückbau des Ober- und Unterbaus und der technischen Einrichtungen an den Bahnhöfen (v. a. Rochlitz, Penig und Wechselburg) erfolgte nicht, so dass diese sich bis heute nahezu vollständig erhalten haben. Die sogenannte Muldentalbahn ist damit eine der wenigen sächsischen Normalspurbahnen, die über eine umfangreiche technische Ausstattung verfügen. In den darauffolgenden Jahren verpachtete die Deutsche Bahn AG die Strecke an die Regionalbahn, die die Nutzung durch den Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen erlaubte. Dieser setzte Expressbusse als Schienenersatz ein, um eine Verbindung zwischen Rochlitz und Geithain und damit an ein überregionales Netz herzustellen.

In den Jahren 2000/01 wurde schließlich auch der Busverkehr eingestellt und der Personenverkehr entlang der Strecke eingestellt. Ein Verein nutzt zurzeit die nahezu vollständig erhaltenen Ober- und Unterbauten von Teilstrecken für Draisinenfahrten.

Die Sachgesamtheit Muldentalbahn erstreckt sich über die Teilstrecke Glauchau–Großbothen, die wegen ihrer überkommenen (technischen) Einrichtung einen hohen Dokumentations-, Erlebnis- und Anschauungswert aufweist. Die Strecke eignet sich in besonderem Maße dazu, beispielhaft die Geschichte des sächsischen Eisenbahnwesens darzustellen. Die in diesem Umfang erhaltene Technik einer Regelspurbahn hat in Sachsen Seltenheitswert. Erfahrene italienische Bauarbeiter, die für den Bau der Strecke angeworben wurden, vermochten es mit Hilfe von Brückenbauwerken, Dämmen und dem Tunnel in Rochsburg die Bahnstrecke in hervorragender Weise in das landschaftlich schöne wie auch anspruchsvolle Gelände der Zwickauer Mulde einzubetten. Sie ist damit von landschaftsbildprägendem Charakter, ohne aber der Tallandschaft zu schaden. Der Bau der Strecke ermöglichte das wirtschaftliche Wachstum der Industriebetriebe und damit der gesamten Region. Die Strecke besitzt damit auch wirtschaftshistorische Bedeutung. (LfD/2015)

Einzeldenkmale der Sachgesamtheit „Muldentalbahn“:

  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Colditz: Furtweg – Flutbrücke (Objekt 08973107), Rochlitzer Straße – Eisenbahnbrücke (Objekt 08973104),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Möseln: Eisenbahnbrücke (Objekt 09306162), Straßen-/Eisenbahnbrücke (Objekt 08973207),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Sermuth: Brücke Leitenbach (Objekt 08974454),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Zschetzsch: Bahnwärterhaus – Sermuther Straße 14 – (Objekt 09306164),
  • Gemeinde Grimma, Ortsteil Großbothen: Bahnhof Großbothen – Zum Bahnhof – Stellwerk W4 (Anschrift: Kleinbothener Straße), Stellwerk W2 (Anschrift: Zum Bahnhof), ehemaliges Empfangsgebäude (Anschrift: Colditzer Landstraße 7) sowie die Gleise – (Objekt 08974457),
  • Gemeinde Lunzenau, Ortsteil Rochsburg: Eisenbahndamm (Objekt 09306143), Eisenbahntunnel – ohne Anschrift – (Objekt 09306146), Eisenbahnbrücke – ohne Anschrift – (Objekt 09306148),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Arnsdorf: Straßenbrücke – ohne Anschrift – (Objekt 09306545), Eisenbahndamm – ohne Anschrift – (Objekt 09306544),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Amerika: Haltepunkt mit Empfangsgebäude und Güterschuppen sowie Telegrafenmasten – Muldentalstraße 12 – (Objekt 08961064), Eisenbahndamm – ohne Anschrift – (Objekt 09306142),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Penig: Eisenbahndamm – Amerikaweg – (Objekt 09306139), Bahnhof Penig mit Empfangsgebäude, Güterschuppen, zwei Stellwerken, Bahnübergang, drei Hauptsignalen, Gleisanlage, Bahnwärterhäuschen – Bahnhofstraße 161 – (Objekt 09235148), Eisenbahnbrücke – Dittmannsdorfer Straße – (Objekt 09306138), Bahndamm – Peniger Straße – (Objekt 09306120), Bahnwärterhäuschen – Amerikaweg 4 – (Objekt 09306141),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Thierbach: Haltepunkt Thierbach-Zinnberg – Peniger Straße – (Objekt 09306119),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Zinnberg: Eisenbahnbrücke – ohne Anschrift – (Objekt 09306117),
  • Gemeinde Rochlitz, Ortsteil Rochlitz: Eisenbahnviadukt – ohne Anschrift – (Objekt 09306154), Bahnhof Rochlitz mit Empfangsgebäude, Gleise, Güterboden, Bahnwohnhaus, Ringlokschuppen, Stellwerk B 2, drei Formsignale sowie sechs Lampen, Bahnwärterhaus mit Nebengebäude – Am Bahnhof 12 – (Objekt 09235172), Eisenbahnbrücke mit Gleisen – Casparistraße – (Objekt 09306155),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Biesern: Brücke mit Gleisen und Bahndamm – Bieserner Straße – (Objekt 09306152),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Seelitz: Brücke – Kolkauer Straße – (Objekt 08955098),
  • Gemeinde Wechselburg, Ortsteil Wechselburg: Empfangsgebäude, Gartenlokal (neben dem Empfangsgebäude) mit Gastwirtschaftsgarten, zwei Stellwerke (Stellwerk W1 mit technischer Ausstattung), Bahnsteigüberdachungen, Gleise, Stützmauer, Eisenbahnbrücke (km 32,110, Anger/Bahnhofstraße) sowie Eisenbahnbrücke (km 31,4, Bahnhofstraße), drei Signalanlagen, Weichenstellanlage, zwei Telegrafenmasten des Bahnhofs Wechselburg – Bahnhofstraße 21 – (Objekt 09235365),
  • Gemeinde Zettlitz, Ortsteil Kralapp: Bahnwärterhaus – Talstraße – (Objekt 09306157),
  • Gemeinde Glauchau, Ortsteil Glauchau: Lungwitztalstraße – zwei Eisenbahnviadukte – (Objekt 09241321), Rosa-Luxemburg-Straße 3 – Bahnhofsempfangsgebäude mit Verwaltungs- und Wohnanbau sowie Einfriedung zu den Gleisen an der Bahnhofstraße– (Objekt 09241469),
  • Gemeinde Limbach-Oberfrohna, Stadt, Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen: Eisenbahnbrücke mit Eisenbahnkilometerstein – Ohne Anschrift – (Objekt 09306102), Wegunterführung – ohne Anschrift – (Objekt 09306105), Bahndamm – ohne Anschrift – (Objekt 09306108), Empfangsgebäude, Bahnsteigüberdachung, Güterschuppen, Wirtschaftsgebäude und Aborthäuschen des Bahnhofs Wolkenburg – ohne Anschrift – (Objekt 09242694), Bahnwärterhäuschen (ohne Anbau) mit kleinem Nebengebäude – Niederwald 2 – (Objekt 09306114),
  • Gemeinde Remse, Ortsteil Remse: altes und neues Empfangsgebäude mit angebautem Güterschuppen und Wirtschaftsgebäude des Bahnhofs Remse – Bahnhofstraße 7 – (Objekt 09303676),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Ortsteil Niederwinkel: Bahnwärterhaus – Haublerweg 8 – (Objekt 09306101),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Ortsteil Oberwinkel: Brücke – ohne Anschrift – (Objekt 09306093),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Ortsteil Waldenburg: Schrankenwärterhaus mit Ausstattung – Am Hellmannsgrund – (Objekt 09306099), Bahnhof Waldenburg mit Empfangsgebäude, Freiabort, Pflaster, Bahnmeisterhaus – Friedrich-Engels-Straße 3 – (Objekt 09303683),

Sachgesamtheitsteile der Sachgesamtheit „Muldentalbahn“:

  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Colditz: Bahnhof Colditz, Gem. Colditz, Flst. 737/13, 737/9, 737/7 (siehe Sachgesamtheitsteil 09306180),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Leisenau: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306399),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Lastau: Bahnwärterhaus (Muldenaue 15, Flst 293/21) und Bahnhof Lastau (siehe Sachgesamtheitsteil 09306161),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Möseln: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306197),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Sermuth: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306199),
  • Gemeinde Colditz, Ortsteil Zschetzsch: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306200),
  • Gemeinde Lunzenau, Stadt, Ortsteil Cossen: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen, Eisenbahnbrücke Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306171),
  • Gemeinde Lunzenau, Stadt, Ortsteil Berthelsdorf: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306398),
  • Gemeinde Lunzenau, Stadt, Ortsteil Lunzenau: Bahnhof, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306149),
  • Gemeinde Lunzenau, Stadt, Ortsteil Rochsburg: Bahnhof Rochsburg, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306144),
  • Gemeinde Lunzenau, Stadt, Ortsteil Göritzhain: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306404),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Amerika: Straßenbrücke, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306140),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Arnsdorf: Straßenbrücke, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306202),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Markersdorf: Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306133),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Penig: Eisenbahnbrücke (Gem. Penig, Flst. 573/1), Eisenbahnbrücke, (Flst. 723/8), Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306169),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Thierbach: Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306204),
  • Gemeinde Penig, Ortsteil Zinnberg: Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306205),
  • Gemeinde Rochlitz, Stadt, Ortsteil Rochlitz: Straßenbrücke, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306179),
  • Gemeinde Rochlitz, Stadt, Ortsteil Zaßnitz: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306403),
  • Gemeinde Rochlitz, Stadt, Ortsteil Penna: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306156),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Steudten: Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306175),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Biesern: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306206),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Fischheim: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306174),
  • Gemeinde Seelitz, Ortsteil Seelitz: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306209),
  • Gemeinde Wechselburg, Stadt, Ortsteil Wechselburg: Eisenbahnbrücke über die Chemnitz, Eisenbahnunterführung Rochlitzer Straße, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306172),
  • Gemeinde Wechselburg, Stadt, Ortsteil Göhren: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306210) – GESTRICHEN,
  • Gemeinde Zettlitz, Ortsteil Kralapp: Eisenbahnbrücke und Eisenbahnbrücke über den Lochmühlenbach, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306158),
  • Gemeinde Glauchau, Ortsteil Kleinbernsdorf: Eisenbahnbrücke, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306166),
  • Gemeinde Glauchau, Ortsteil Reinholdshain: Eisenbahnbrücke, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306165),
  • Gemeinde Glauchau, Ortsteil Niederlungwitz: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306402),
  • Gemeinde Limbach-Oberfrohna, Stadt, Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen: Eisenbahnbrücke, Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306106).
  • Gemeinde Remse, Ortsteil Remse: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306194),
  • Gemeinde Limbach-Oberfrohna, Stadt, Ortsteil Herrndorf: Eisenbahnbrücke, Durchlass, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306168),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Stadt, Ortsteil Niederwinkel: Bahnwärterhaus, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306168),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Stadt, Ortsteil Oberwinkel: Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306196),
  • Gemeinde Waldenburg, Stadt, Stadt, Ortsteil Waldenburg: Durchlass durch den Hellmannsgrundbach und Bahnwärterhaus, Bahnkörper, Kilometrierung, Signalanlagen (siehe Sachgesamtheitsteil 09306131).
09306181
 


  Bahnhofsempfangsgebäude mit Verwaltungs- und Wohnanbau sowie Einfriedung zu den Gleisen an der Bahnhofstraße Rosa-Luxemburg-Straße 3
(Karte)
1925–1926 Verkehrsgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend als wichtiger Personenbahnhof und wichtige Güterumschlagstation der Eisenstrecke Dresden–Zwickau (Hof) (Sachsenmagistrale) und Ausgangspunkt der nach Norden führenden Eisenbahnstrecke Glauchau–Wurzen, dem Empfangsgebäude kommt aufgrund seiner Gestaltung als singulärer Bautyp (kein Typenbau) im Reformstil (nach 1910) eine baugeschichtliche Bedeutung zu.

Teilabbruch durch RP Chemnitz am 7. Juni 2007 genehmigt.

Einzeldenkmale der oben genannten Sachgesamtheit (siehe Sachgesamtheit 09306181):

  • Empfangsgebäude mit Verwaltungs- und Wohnanbau: Putzbau, schiefergedecktes Walmdach mit Uhrturm und Betonung des Eingangsbereiches, Betonung der Vertikalen durch große gegliederte Hochrechteckfenster, Porphyrgewände, Porphyrsockel, gegliederte Dachlandschaft mit Gaupen, schlichter sanierter Innenraum, die ursprünglich vorhandene Bemalung wurde entfernt.
  • Einfriedung: Entlang der Bahnhofstraße, gemauerter Sockel, verputzt, mit zwischenliegenden Eisengittern.
09241469
 


  Wohnhaus, Teil einer Wohnanlage (mit Rosa-Luxemburg-Straße 12 und 14) Rosa-Luxemburg-Straße 10
(Karte)
1936 Baugeschichtlich von Bedeutung, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit, Türgewände mit plastischem Schmuck.

Aufwendige Türgewände mit Plastik, Originallaterne.

09241470
 


  Wohnhaus, Teil einer Wohnanlage (mit Rosa-Luxemburg-Straße 10 und 14) Rosa-Luxemburg-Straße 12
(Karte)
1936 Baugeschichtlich von Bedeutung, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit, Türgewände mit plastischem Schmuck. 09241471
 


  Wohnhaus, Teil einer Wohnanlage (mit Rosa-Luxemburg-Straße 10 und 12) Rosa-Luxemburg-Straße 14
(Karte)
1936 Baugeschichtlich von Bedeutung, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit, Türgewände mit plastischem Schmuck. 09241472
 


  Wohnhaus Rothenbacher Kirchsteig 1
(Karte)
um 1925 Holzfertigteilhaus, baugeschichtliche Bedeutung.

Holzverbretterung.

09241474
 


  Wohnhaus Rothenbacher Kirchsteig 3
(Karte)
um 1935 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Stil der 1930er Jahre, zwischen Heimatstil und Neuer Sachlichkeit. 09241475
 


  Villa (Nr. 3), Nebengebäude (Nr. 3a) und Garage Rudolf-Breitscheid-Straße 3; 3a
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Baugeschichtlich von Bedeutung, Historismusbau, Putzfassade mit aufwändig gestaltetem Mittelrisalit.

Neuer Putz, Erdgeschoss Putzquaderung, Fensterüberdachungen besonders erster Stock, Zahnfries.

09241476
 
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
  Wohnhauszeilen von Mehrfamilienhäusern der Sachgesamtheit Aue-Siedlung, mit Torbögen verbunden, (Sachgesamtheitsteil, keine Einzeldenkmale) Sachsenallee 1; 3; 15; 17; 19; 21; 23; 25; 27; 29; 31; 33
(Karte)
1938–1944 Schlichte Putzbauten im Heimatstil der 1930er Jahre, ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Sachgesamtheit Aue-Siedlung: (siehe auch Sachgesamtheitsbestandteile unter Albert-Köhler-Straße OT Gesau – Obj. 09241565, Bayernweg OT Glauchau – Obj. 09241774, Bayernweg OT Schönbörnchen – Obj. 09241852 und Westfalenweg OT Glauchau – Obj. 09241702)

Teilweise noch im Originalzustand.

09241807
 


  Bahnbetriebswerk mit
  • Ringlokschuppen und Drehscheibe,
  • zwei Wasserkränen,
  • dem Lagergebäude mit späterem Anbau,

einschließlich der in diesem Bahnbetriebswerk beheimateten und nachfolgend genannten Schienenfahrzeuge:

  • Dampflokomotive 583047,
  • Dampflokomotive 501849,
  • Einheits-Tenderlok-Dampflokomotive 86 744,
  • Reko-Lokomotive BR 58 3047,
  • Elektrolokomotive 242001,
  • Eisenbahndrehkran EDK 6,
  • Schneefräse RR 3000,
  • Kleindiesellokomotive N4b
Scheermühlenstraße 5
(Karte)
1870–1880 (Lager) Bedeutende Sachzeugnisse der Verkehrsgeschichte in Westsachsen, alle mit dem Dampflokbetrieb in Zusammenhang stehenden Vorgänge sind noch nachvollziehbar, technikgeschichtlich von Bedeutung.

Das frühere Bahnbetriebswerk Glauchau, im Knotenpunkt der Strecken Dresden–Hof, Glauchau–Weimar und Glauchau–Großbothen gelegen, ist eine typische Anlage dieser Zeit und wurde mit der Umgestaltung des Bahnhofs Glauchau vollkommen neu errichtet. Denkmalgeschützte Lokomotiven BR 58047, 501849, 581955, 242001, N4b, Einheits-Tenderlok 86744.

  • Verwaltungs- und Sozialgebäude: Putzbau, vertikaler Gliederung mit farblich abgesetzten Rücklagen, dreigeschossig, sieben Achsen, repräsentativ, gestalteter Eingangsbereich, Gebäude ist mit dem Ringlokschuppen verbunden.
  • Ringlokschuppen: 14-ständiger massiver Putzbau mit Lisenengliederung, Zwillingsfenster (Hochrechteckfenster), Tore bereits mit Rolltoren ausgestattet, flaches Satteldach mit Dachaufsätzen (zur Belüftung), Klinkersockel, Holzfachwerkbinder, Art der Gleisanlage im Schuppen als sogenannte Potsdamer Bauart bezeichnet (seltene Ausführung, die dort zum Einsatz kam, wo beschränkte Platzverhältnisse herrschten, das heißt Zufahrt zu zwei benachbarten Schuppengleisen durch nur ein Tor im Auffahrtsbereich zur Drehscheibe), von der bedeutenden Maschinenbaufabrik Königin Marienhütte AG, Cainsdorf, gefertigt.
  • Drehscheibe: 1915 gebaut, 20 Meter Mauerkranzdurchmesser, Tragfähigkeit 140 Tonnen, genietete Blechträgerkonstruktion,
  • Wasserkräne: Zwei Stück unterschiedlicher Bauart, verschiedene Auslaufhöhen der Ausleger zur Beschickung unterschiedlicher Lokbauarten, von der bedeutenden Maschinenbaufabrik Königin Marienhütte AG, Cainsdorf, gefertigt
  • Lagergebäude (Zollboden): Ältestes erhalten gebliebenes Gebäude des alten Bahnhofes Glauchau, 1880 vergrößert (Anbau), flach geneigtes Satteldach, an den Traufseiten je eine Rampe, langgestreckter Holzständerbau, Backsteinausfachung, auf Grund der Bauart bedeutender Güterschuppen der frühen Eisenbahnzeit,
  • Dampflok 58 3047: Frühere Länderbahnbauart G 12, 1920 von der Fa. Linke und Hofmann in Breslau gebaut, Ende 1950er Jahre als so genannte Rekolok umgebaut, einzige betriebsfähige Vertreterin dieser Bauart, vorwiegend als Güterzuglokomotive im sächsisch-thüringischen Hügelland eingesetzt, bis 1980er Jahre in Betrieb, der Umbau zur Rekolok erfolgte im RAW Zwickau,
  • Dampflok 50 1849: 1940 von der Fa. Kraus und Maffei gebaut, bis Anfang der 1980er Jahre im planmäßigen Einsatz im Reise- und mittelschweren Güterzugdienst auf den Strecken um Zwickau,
  • Dampflokomotive 58 3047: Gebaut 1958 im RAW Zwickau, letzte komplett existierende Lokomotive dieser Baureihe, Einsatz von 1958 bis in die Gegenwart, hauptsächlich auf den Strecken des sächsischen Streckennetzes (Lok 58 3047 in Besitz der BSW Freizeitgruppe 58-3047, Güterbahnhofstr., 08371 Glauchau)
  • Elektrolokomotive 242 001: Gebaut 1962 im VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hennigsdorf, typischer Vertreter der elektrischen Zugförderung in Sachsen, nach Elektrifizierung der Strecken Dresden–Werdau, Dresden–Leipzig und Leipzig–Werdau auch im Raum Glauchau eingesetzt, die 242 001 ist durch ihre Ordnungsnummer als Baumuster ausgewiesen,
  • EDK 6: 1958 im VEB Schwermaschinenbau S. M. Kirow in Leipzig gebaut, Tragfähigkeit 3,2 t bei 10,5 m Ausladung, Antrieb wahlweise mit Dieselmotor und Generator oder elektrisch, Fahrwerk mit Fachwerkdrehgestellen,
  • Schneefräse RR 3000: 1981 in der Schweiz, in der AG R Rolba Zürich produziert,
  • Zwei Wasserkräne: Gebaut von der Fa. Krauss-Werke Neusalz/Oder und der Fa. Breuer-Werke AG Frankfurt/Main.

Aufbau und Technik der Schneefräse RR 3000:

Die Schneefräse RR 3000 ist als schwere Schneefrässchleuder (SSF) zur Schneeberäumung auf Strecken und Bahnhofsgleisen bei Schneehöhen bis 3,20 m vorgesehen. Die Fräse ist ein Regelfahrzeug mit betrieblicher Sonderbehandlung gemäß Dienstvorschrift für Fahrzeuge und Geräte mit betrieblicher Sonderbehandlung (DV 431). Sie ist mit eigenem Fahrantrieb und mit einseitiger Regelzug- und -stoßvorrichtung versehen. Die SSF besteht im Wesentlichen aus * einem zweiachsigen Dieseltriebfahrzeug mit

  • einer Antriebsleistung von 600 PS sowie den Anbauteilen:
  • Vorbauschneefrässchleuder mit kombinierter Fahr- und Bedienerkabine
  • zwei Keilschneepflüge an den Fahrzeugenden
  • Anhebe-Drehvorrichtung.

Schneefrässchleuder und die kombinierte Fahr- und Bedienerkabine sind mit ihrem Rahmen hydraulisch heb- und senkbar montiert. Der Schnee kann wahlweise nach rechts oder links bis zu einer Weite von 40 Metern ausgeworfen werden. Die Seitenflügel sind hydraulisch einzeln ausklappbar. Der Keilpflug am Heck ist hydraulisch heb- und senkbar. Eine Abhebe- und Drehvorrichtung unter dem Fahrzeug ermöglicht das Drehen der SSF auf der Stelle.

Technische Daten:

  • Dienstmasse: 27 t
  • Meterlast: 2,6 t/m
  • Achsfahrmasse: 16 t
  • Anzahl der Achsen: 2
  • Achsstand: 4000 mm
  • Länge über alles: 10340 mm
  • Höhe über Schienenoberkante in Transportstellung: 4160 mm
  • Räumbreite: 3000 mm
  • Räumbreite mit Seitenflügeln: 3800 mm
  • Räumhöhe: 0,5 – 3,2 m
  • Schwenkbarkeit des Auswurfkamins rechts / links: 90 / 50 Grad
  • Räumgeschwindigkeit: 0,4 – 30 km/h
  • Geschwindigkeit bei Eigenfahrt: 60 km/h
  • Geschwindigkeit geschleppt im Zugverband: 80 km/h
  • Dieselmotor: Cummins
  • Leistung: 600 PS
  • Wurfweiten: 9 – 40 m
  • Räumleistung: bis 6000 t/h
  • Bremse: Bauart Knorr
  • Einsatz, Stationierung und Verbleib: Die vor 1981 produzierte Schneefräse mit oben genannter Nummer wurde sofort nach ihrer Indienststellung im Februar 1981 dem Bahnbetriebswerk Glauchau (Sachsen) zugeteilt.

Kleinbahndiesellokomotive N4b: (Eigentum des Limbach-Oberfrohnaer Eisenbahnvereins e. V., Stand Mai 2007)

Baujahr 1956, Hersteller VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg, Typ N4b, Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor, Gewicht 17t, Leistung 90 PS, Vmax: 30 km/h, Fabriknummer 251130, Mechanisches Vierganggetriebe, Druckluftgebremst, zweiachsig, antrieb durch zwei Stangen beiderseits, Einsatzorte: 1956 Kohlelager Cottbus, 1983 Magdeburger Raum, 1984 Erwerb durch Papierfabrik Penig, 1984 Einsatz im Werksteil Wolkenburg, seit 2004 im Eigentum des Limbach-Oberfrohnaer Eisenbahnvereins, Standort Bahnbetriebswerk Glauchau, 1984 Hauptuntersuchung in Reparaturstätten Tharandt, 1991 Hauptuntersuchung Raw Chemnitz, 1992 Bremsrevision, 2004/2005 Motor überarbeitet,

Einheits-Tenderlok 86 744:

Rollfähige und vollständig erhaltene Einheits-Güterzugtenderlokomotive der Deutschen Reichsbahn, 1942 erbaut von der Firma Orenstein & Koppel Berlin mit der Fabriknummer 13759, eingesetzt auf Nebenstrecken bei verschiedenen Bahnbetriebswerken, zuerst in Waren/Müritz, zwischen 1949 und 1991 vorrangig im Steinkohlenbergbau auf heutigem sächsischen Gebiet, ab 1991 Museumsbahn in Minden, seit 2017 im Bw Glauchau, eine von zwei noch funktionstüchtigen Lokomotiven dieser Baureihe, eisenbahngeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.

Mit dem Baudatum 1942 unterliegt sie bereits den Vorgaben des Hauptausschusses Schienenfahrzeuge. Loks dieses Zeitraumes wurden mit standardisierten Bauteilen und Armaturen ausgestattet, die entsprechend gekennzeichnet waren. Die hier zu betrachtende Lok trägt im Zylinderblock das Zusatzkürzel K44. Das K steht für Kriegslok. Gleichwohl wird sie von einer Heißdampfmaschine angetrieben und nicht der Vorgabe entsprechend von einer Nassdampfmaschine. Letztere war im Verbrauch sparsamer und weniger wartungsanfällig. Diese Lok weist zudem eine höhere Ordnungsnummer auf. Die geschichtliche Einordnung der Lok sowie ihre Integration in eine bestehende Sammlung begründet ein öffentliches Interesse an ihrer Erhaltung und Nutzung als Zeugnis für die Entwicklung des Schienenverkehrs auf Nebenbahnen. Zudem liegen wissenschaftliche Gründe vor, weil von dieser zeittypischen Baureihe nur noch zwei Exemplare erhalten sind. – Seltenheitswert.

09240557
 


  Villa Scheffelstraße 4
(Karte)
1927 Baugeschichtlich von Bedeutung, zeittypischer, architektonisch qualitätvoll gestalteter Putzbau, im Reformstil der Zeit um 1910, in gutem Originalzustand.

Zweigeschossig, Mittelrisalit halbrund vorspringend mit kannelierten Pilastern, annähernd quadratischer Grundriss, Zweifamilienhaus, Mansardwalmdach mit Zwerchhaus, Gauben mit Satteldächern, Haustür und Fenster aus Erbauungszeit, diese mit Sprossenteilung, zahlreiche Bleiglasfenster, Fensterläden für Erscheinungsbild wichtig, Bauherr Max Lorenz.

09241351
 


  Verwaltungsgebäude (Anschrift: Otto-Schimmel-Straße 8a), Fabrik- und Verwaltungsgebäude (Anschrift auch: Scherbergplatz 1 und Erich-Fraaß-Straße 24) sowie ehemaliges Beamtenwohnhaus (Anschrift: Otto-Schimmel-Straße 8) einer Textilfabrik Scherbergplatz 1
(Karte)
1927–1928 (Textilindustrie) Technikhistorisch, orts- und baugeschichtlich von hoher Bedeutung, im Reformstil der Zeit um 1910, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, Bauteil am Scherbergplatz Geschäftshaus der Firma Ernst Seifert, Bauteil an der Otto-Schimmel-Straße ehemals Firma Bössneck & Meyer.

Hauptgebäude Palla, neoklassizistische und neobarocke Stileinflüsse, wahrscheinlich Geschäftshaus der Firma Ernst Seifert, Bauteil Scherbergplatz 1926, Architekt R. Ulrich/Bauleiter Krebs Dresden, weiterer Bauteil Otto-Schimmel-Straße ehemals Fa. Bössneck & Meyer Bauwerk v. Arch. Krebs 1925, Gebäudegruppe am Scherbergplatz/Erich-Fraaß-Straße ehemals mit Anschrift: Erich-Fraaß-Straße 25 und Scherbergplatz 1, Otto-Schimmel-Straße 8 – Beamtenwohnhaus der Fa. Ernst Seifert.

09241442
 


 
Weitere Bilder
Zwei Wohnhäuser einer Wohnhauszeile Scherbergplatz 2; 3
(Karte)
um 1935 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1930er Jahre, Straßenfassade mit flachen Balkons.

Kratzputz, Türgewände glasierte Ziegel, auffallende Haustür.

09241477
 


 
Weitere Bilder
Zwei Wohnhäuser einer Wohnhauszeile Scherbergplatz 5; 6
(Karte)
um 1935 Baugeschichtlich von Bedeutung, im traditionalistischen Stil der 1930er Jahre, Straßenfassade mit flachen Balkons.

Französische Balkone, Kratzputz, aufwendig gestaltete Türgewände mit glasierten Ziegeln, Sockel Klinker.

09241478
 


  Hotel „Glauchauer Hof“ Scherbergplatz 7
(Karte)
1926 Orts- und baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910, ortsbildprägende Lage nahe dem Bahnhof, heute Polizeikreisamt. 09241479
 


 
Weitere Bilder
Mietshaus (mit zwei Hausnummern) in Ecklage, mit Feuerwehrzufahrt Schlachthofstraße 1; 3
(Karte)
um 1925 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910, Fassade mit figürlichem Schmuck.

Sockel Porphyr, Fassade mit figürlichem Schmuck, Kunststofffenster seit 1990/1991, ehemals mit Feuerwehr im Erdgeschoss (?).

09241484
 


  Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 2; 4
(Karte)
um 1890 Baugeschichtlich von Bedeutung, gründerzeitliche Klinkerfassade.

Klinker Obergeschoss, Erdgeschoss verputzt, Haustor original, ähnliche Gestaltung wie Ecke August-Bebel-Straße.

09241485
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 5
(Karte)
um 1910 Mit Laden, baugeschichtlich von Bedeutung, reich gegliederte Gründerzeitfassade.

Im Ersten Obergeschoss zwischen Fenstern zwei Bauplastiken.

09241486
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 24
(Karte)
um 1905 Baugeschichtlich von Bedeutung, historisierende Fassade, dabei neogotische Elemente.

Neogotische Elemente, Fenster zum Teil mit Vorhangbogen, profilierte Gewände, im Erdgeschoss ein Bleiglasfenster, schlechte farbliche Fassung der Fassade.

09241488
 


  Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 28
(Karte)
um 1910 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, repräsentativer Eckbau der Gründerzeit, reiche Fassadengliederung und Eckbetonung mit geschweiftem Dach.

Reiche Fassadengliederung, in Karte als „Fortuna“ bezeichnet.

09241489
 


  Mietshaus in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 56
(Karte)
1928 Baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910. 09241490
 


  Mietshaus (mit Gaststätte) in Ecklage und in geschlossener Bebauung Schlachthofstraße 58
(Karte)
1930 Städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung, im Reformstil der Zeit nach 1910.

Dieses und Nachbarhaus mit Fassadengliederung, Putz, Fenster und Haustüren original.

09241491
 


  Wohnhaus in geschlossener Bebauung mit Läden Schloßplatz 4
(Karte)
vermutlich 1814 Bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung, ehemaliges Gewerbehaus, zeitweise Gewerbemuseum, im klassizistischen und Empire-Stil, Haus teilweise modernisiert. 09241494
 


 
Weitere Bilder
Schlossanlage, Schlossgarten (Gartendenkmal), Schlossbrücke im Park und Kelleranlagen Schloßplatz 5a
(Karte)
1527–1534 Gräflich Schönburgische Schlösser, die heutige Erscheinung mit Türmen und Zwerchhäusern im Wesentlichen durch Umbauten der Spätgotik und Renaissance bestimmt, geschichtlich und architektonisch von Bedeutung, mittelalterliche Kelleranlagen, baugeschichtlich von Bedeutung.

Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Schloss Forder- und Hinterglauchau – (siehe auch Sachgesamtheit 09301649):

Geschichte:

Zwischen 1170 und 1180 wurde durch das Geschlecht derer von Schönburg auf dem Vorsprung des rechten Muldentalrandes eine Burg errichtet, von 1470 bis 1485 Umbau in ein spätgotisches Wohnschloss, von 1527 bis 1534 ließ Ernst II. von Schönburg das Schloss Hinterglauchau umbauen und das Schloss Forderglauchau durch den Baumeister Günther Andreas errichten, 1799 befand sich westlich der Schlossanlage, durch den Hirschgrund getrennt, ein regelmäßig angelegter Schlossgarten mit 24 Compartimenten und einem zentralen Wasserbecken, südlich davon schloss sich eine landschaftlich gestaltete Anlage an (vergleiche Grundriss der Stadt Glauchau, 1799, SLUB), diese Situation ist bis 1940 nachweisbar.

Bauliche Schutzgüter:

  • Gebäude: Schlossanlage bestehend aus Schloss Forderglauchau und Schloss Hinterglauchau (Einzeldenkmal), durch einen Wallgraben getrennt,
  • Erschließung:
    • Zugänge: Über den Zufahrtsweg zum Schloss, von der Paul Geipelt-Straße, vom nördlich und westlich angrenzenden Gründelpark, Zugangsbrücke zum Schloss Forderglauchau über Graben,
    • Wegesystem: Landschaftlich geschwungene Wege mit wassergebundener Decke,
  • Gartenbauten: Schloss und Garten verbindende Schlossbrücke über den Hirschgrund (Einzeldenkmal),

Vegetabile Schutzgüter:

Wertvoller Altgehölzbestand aus u. a. Winter-Linde (Tilia cordata), Platane (Platanus x hispanica), Ulme (Ulmus laevis), Stiel-Eiche (Quercus robur), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Rosskastanie (Aescuslus hippocastanum), Esche (Fraxinus excelsior) und Hainbuche (Carpinus betulus), im Hof von Schloss Hinterglauchau prägende Rosskastanie (Aescuslus hippocastanum),

Sonstige Schutzgüter:

  • Bodenrelief: Die Schlossanlage befindet sich auf einem Geländesporn, der nach Norden hin steil abfällt, der auf einem Plateau befindliche Schlossgarten wird durch den tief eingeschnittenen Hirschgrund vom Schloss getrennt,
  • Blickbeziehung: Verschiedene Aussichten von der oberen Hangkante nach Norden und Westen (zugewachsen), Aussichtspunkt oberhalb des Hammerteiches mit Blick in den Gründelpark (zugewachsen),

Störfaktoren: Kleingartenanlage im Bereich des regelmäßigen Schlossgartens.

09241493