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Liste der Kulturdenkmale in Emmingen-Liptingen

Wikimedia-Liste

In der Liste der Kulturdenkmale in Emmingen-Liptingen sind alle Bau- und Kunstdenkmale in der Gemeinde Emmingen-Liptingen verzeichnet. Sie leitet sich aus der Liste des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg, dem „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte[1] ab. Diese Liste wurde im Jahre 2008 erstellt. Die Teilliste für den Landkreis Tuttlingen hat den Stand vom 10. Juni 2008 und verzeichnet 36 unbewegliche Bau- und Kunstdenkmäler sowie 12 Prüffälle.

Zusätzlich diente der Denkmalrundgang der Gemeinde Liptingen als Quelle[2]. Nicht in der Denkmalliste geführte Bauwerke sind mit * gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Kulturdenkmale in der Gemeinde Emmingen-LiptingenBearbeiten

Emmingen ab EggBearbeiten

Lage Bezeichnung Beschreibung Bild Paragraph
1 Donaustraße 17/Ecke Kirchstraße
Standort
Engelskreuz Wegkreuz aus Sandstein mit Metallkorpus, 1850. Inschriften: „Blick vom Feld mit frommem Sinn, Recht oft an dieses Kreuz hierhin. Damit die liebe Feldes Frucht, vom Hagel nicht wird heimgesucht. Von Gott gesegnet. Jedermann sie in die Scheuer bringen kann!“, „Halt ab die bösen Geister, schütze uns sei unser Retter. / Herr entferne jeden Schaden und lass reiffen unsere Saaten“. „Jesus strecke deine Arme, segnend über diese Flur, deiner Kinder dich erbarme, und erquicke die Natur.“ „Es ist vollbracht!“   § 2
2 Hauptstraße 21
Standort
Heimatmuseum Zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, einschließlich Scheune, Schopf und Stall, 17./18. Jahrhundert. § 2
3 Hegaustraße 1
Standort
Schächerkapelle Kapellenartiger Bau, eingeschossig mit Walmdach. Im Innern drei Kreuze mit Christus und den beiden Schächern. 1768 erstellt; 1954, 1977 und 1994 renoviert.   §2
4 Gewann Hinterwies
Standort
Friedhof Ummauerter Friedhof §2
5 In der Burg
Standort
Dorfbrunnen Oktogonales Brunnenbecken aus Gusseisen mit Brunnenstock an der Längsseite   §2
6 Kirchstraße 1
Standort
Katholische Pfarrkirche St. Sylvester Neoromanische Kirche, 1842 nach Plänen des Bauinspektors Martin errichtet. Turm von 1584, barocker Hauptaltar von Johann Pöllandt, Schongau, 1688. Seitenaltäre Chorgitter und Chorstühle stammen aus der Kirche des Klosters Amtenhausen. Orgel von Martin Braun (1842/44). Ausmalung 1902 durch Gebrüder Mezger aus Überlingen. § 2
7 bei Kirchstraße 1 Gefallenendenkmal 1870/71 Von Reichsadler bekrönte Sandsteinstele. Bronzetafeln mit Profil von Otto von Bismarck am Sockel und den Teilnehmern am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. § 2
8 bei Lindenstraße 1 Brunnen Achteckiger Brunnen, Brunnensäule mit Adler. Inschrift: „1860 Emmingen ob Eck“ § 2
9 Mühlengasse 6
Standort
Mühle Ehemaliges Mühlengebäude, zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, einschließlich Scheune, Schopf und Stall, 17./18. Jahrhundert. §2
10 Gewann Obere Riedbreite Kegelhannese Kreuz Steinkreuz mit Korpus. Hoher Sockel, Kreuzarme mit Kleeblattenden. Inschriften: „Was will das Kreuz das am Wege steht? Es will jedem der vorüber geht das süße Wort der hoffnung sagen. Das Kreuz hilft dich zum Him[m]el tragen!“, „Gestiftet von Johan Reutebuch u. Elisabetha Braun. 1899.“ § 2
11 Schenkenberg 20
Standort
Schenkenbergkapelle Schenkenbergkapelle „Unserer lieben Frau“. Wallfahrtskapelle. 1720 bis 1726 errichtet. Hochaltar vermutlich von Johann Anton Schupp aus Villingen. An den Langhauswänden befinden sich rund 150 Votivtafeln (bis ins 17. Jahrhundert zurückgehend). §2
12 Schulstraße 4
Standort
Pfarrhaus Katholisches Pfarrhaus, zweigeschossig über hohem Sockelgeschoss. Satteldach und giebelseitiger zentraler Eingang. 1914 erbaut. §2
13 Schulstraße 8
Standort
Rathaus Zweigeschossiger Bau mit Satteldach, Rundbogenarkaden am Haupteingang und hölzernem Dachreiter. 1845/46 als Rat- und Schulhaus errichtet (Umbau der Zehntscheune). §2
14 Schulstraße 12
Standort
Altes Schulhaus Zweigeschossiger Bau über hohem Sockelgeschoss mit Krüppelwalmdach, zweigeschossigem Zwerchhaus mit Satteldach sowie turmähnlichem Anbau. 1911 nach Plänen der Großherzoglichen Bezirksbauinspektion errichtet. §2
15 Winklerhof
Standort
Winklerhof Gehöft, bestehend aus Wohngebäude, Wirtschaftsgebäude (durch Treppengiebel von Wohngebäude getrennt, auf 1885 datiert), kleinem Nebengebäude im Osten, Schweinestall, Backhaus und Brunnen. §2
16 Zeilen 5
Standort
Zeilenkapelle, Sebastianskapelle Romanischer Ursprungsbau. Chor mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Um 1730 erhöht und barockisiert. Barocker Altar. §2
17 Ortsausgänge Feld- und Pestkreuze Pestepidemien der Jahre 1629, 1633, 1639. Doppelkreuz (Pestkreuz) und Bildstock sowie drei weitere Holzkreuze (Nachbildung des Kalvarienbergs)   §2

LiptingenBearbeiten

Lage Bezeichnung Beschreibung Bild Paragraph
18 Bühlmühle
Standort
Bühlmühlekreuz Metallkreuz mit hohem, schmalem Sandsteinsockel und Korpus, 1850.   § 2
19 Emminger Straße 2
Standort
Altes Zollhaus Errichtet 1710 als Zollamtsgebäude, diente nur 30 Jahre lang als Zollhaus   *
20 Emminger Straße 4
Standort
Gasthaus „Zur Sonne“ Das Gebäude besteht seit Anfang 1600 und besitzt zwei gewölbe Keller.   *
21 Emminger Straße 8
Standort
„Altes Schulhaus“ Das Gebäude wurde im Jahre 1835 fertiggestellt   *
22 Emminger Straße 9 (?)
Standort
„Alter Kindergarten“ Das Gebäude wurde im Jahre 1959 fertiggestellt   *
23 Gewann Fürstenbühl Fürstenbühlkreuz Sandsteinkreuz ohne Korpus, mit Kleeblattenden und gestuftem Sockel zum Gedenken an die Schlacht von Liptingen / Stockach am 25. März 1799. Inschrift: „Im Kampfe für das deutsche Vaterland fand hier den Tod Carl Alois Fürst von Fürstenberg K. K. Feldmarschall Lieutnant am 25. März 1799. Er ruhe in Frieden!“ „Dem Andenken seines Großvaters geweiht von Carl Eugen Fürst zu Fürstenberg 1857“, Sockelplatte: „Carl Egon Fürst zu Fürstenberg erneuerte dieses Denkmal 1894“. 1990 renoviert, umgeben von schmiedeeisernem Zaun. § 2
24 Herrenstraße
Standort
Wegkreuz Wegkreuz mit Inschrift „O mein Gott und Herr / gib alles zu mir was mich fördert zu Dir / 1960“   *
25 Herrenstraße 1
Standort
Gasthaus Kranz Gasthaus Kranz   *
26 Herrenstraße 14
Standort
Großes Haus Ehemalige Salemer Zehntscheuer. Zweigeschossiger Fachwerkbau über Sockelgeschoss mit Satteldach. 17. Jahrhundert, eventuell älterer Kern der Salemer Zehntscheune (1509).   § 2
27 Herrenstraße 18
Standort
Großes Haus Ehemaliges Armenhaus. Zweigeschossiger Fachwerkbau über Sockelgeschoss mit Satteldach.   *
28 Im Winkel
Standort
Lourdesgrotte Lourdesgrotte, Angelegt in den 1950er Jahren   *
29 Im Winkel 1
Standort
Einhaus zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, ehemals mit Scheune und Stall (von der Herrenstraße aus zugänglich), 18./19. Jahrhundert.   § 2
30 Im Winkel 12
Standort
Ehemaliges Gemeindehaus Zweigeschossiges Wohn- und Ökonomiegebäude, 1951.   *
31 Im Winkel 14
Standort
Wohn- und Ökonomiegebäude Zweigeschossiges Wohn- und Ökonomiegebäude mit Satteldach und rückwärtiger Widerkehr (Scheune), 17./18. Jahrhundert.   § 2
32 Rathausstraße 1
Standort
Kirche St. Michael Katholische Pfarrkirche St. Michael, 1726 erbaut. Erster Kirchenbau um 1300, Turm aus dem 13./14. Jahrhundert. Hochaltar nach einem Entwurf von J. A. Feuchtmayer. Zwei Figuren (Simon und Judas Thaddäus) heute im Augustinermuseum Freiburg. Einschließlich der weiteren historischen Ausstattung und Zubehör.   § 2
33 bei Rathausstraße 1 Gefallenendenkmal Deutsch-Französischer Krieg 1870/71. Hohe Granitstele, darauf Reichsadler aus Stahlguss mit bronzenen Gedenktafeln.   § 2
34 Rathausstraße 2
Standort
Haus Stemmer Zweigeschossiges Einhaus mit Krüppelwalmdach, nach Norden segmentbogenförmig vortretender Risalit. Balkonvorbau über Haupteingang. Im Giebel Marienfigur mit der Inschrift „Maria stiftet das Haus“. Früher Kaplaneigebäude, ehemaliges Schwesternhaus und zeitweise Kindergarten. Heute Pfarrheim St. Michael. Anfang 20. Jahrhundert   P
35 Rathausstraße 5
Standort
Einhaus Zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, ehemals mit Scheune, Schopf und Stall, 17./18. Jahrhundert.   § 2
36 Rathausstraße 7
Standort
Einhaus Zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, einschließlich Scheune und Stall, 17. Jahrhundert.   § 2
37 Rorgenwieser Straße 5
Standort
Einhaus Zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, ehemals mit Scheune, Schopf und Stall.   § 2
38 Rorgenwieser Straße 8
Standort
Einhaus Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach   *
39 Rorgenwieser Straße 15
Standort
Wohn- und Ökonomiegebäude Zweigeschossiges Wohn- und Ökonomiegebäude mit Satteldach, einschließlich Scheune, zweiter Scheune und Stall im etwas zurückgesetztem Bauteil, 18. Jahrhundert. § 2
40 Rorgenwieser Straße 17, 19
Standort
Ehemaliger Gasthof Hirschen Zweigeschossiges Einhaus mit Satteldach, einschließlich Scheune, Schopf und Stall. Ehemals Gaststube im Erdgeschoss, zuvor Schmiede (sogenannte Schwedenschmiede), 18. Jahrhundert.   § 2
41 Stockacher Straße 1 Rathaus Rathaus Liptingen, erbaut in den 1880er Jahren   *
42 Stockacher Straße 24
Standort
Winkelgehöft Winkelgehöft, bestehend aus Wohnhaus, zweigeschossig mit Satteldach und Wirtschaftsgebäude, 18./19. Jahrhundert. § 2
43 Wandgemälde Wandgemälde der „Schlacht von Liptingen“ (Schlacht zwischen Österreichern und Franzosen 25.–27. März 1799) nach einem Augsburger Stich, welcher sich im Rathaus befindet. Um 1900 durch Malermeister Weißhaupt erstellt.
Das Gemälde befand sich im zwischenzeitlich abgerissenen Gasthaus Löwen. Beim Abbruch wurde das Gemälde aufwändig gesichert.
 
44 Tuttlinger Straße 17
Standort
Haus Kupferschmied Winkelgehöft, zweigeschössiger Satteldachbau. 1556 erbaut. Einschließlich Scheune (Der Wappenstein 1(5?)65 stammt von der ehemaligen großherzöglichen / nellenburgischen Zehntscheune, die ursprünglich nördlich des alten Pfarrhauses stand.), 18./19. Jahrhundert.   §2
45 Tuttlinger Straße 23
Standort
St. Martinskapelle Um 1550, ursprünglich an einem anderen Standort erbaut und später hierher versetzt. Einschließlich historischer Ausstattung und Zubehör.   §2
46 Wehstetten 9 Wehstetter Kapelle Wehstetter Kapelle, Inschrift: „F. G. 1889“. 2003 renoviert. §2
47 Grenzzeichen Sachgesamtheit Grenzzeichen der Gemarkungsgrenze Emmingen-Liptingen einschließlich der nicht am ursprünglichen Ort befindlichen Grenzsteine. Ebenfalls Grenzzeichen der Gemarkungswälder.   §2
48 Anlagen der Wehrbefestigung Militärische Befestigungsanlagen des Westwalls und der Luftverteidigungszone West, die ab 1937 errichtet wurden. Die einzelnen, meist gesprengten Anlagen sind jeweils auf die Ablesbarkeit und ihren Erhaltungszustand zu prüfen. §2

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kulturdenkmale in Emmingen-Liptingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg – Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Freiburg, Landkreis Tuttlingen, Emmingen-Liptingen.
  2. 1250 Jahre Liptingen Denkmalrundgang