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Liste bedeutender Schiffsversenkungen

Wikimedia-Liste

Dieser Artikel ist eine chronologische Auflistung gewaltsamer Schiffsversenkungen in der Geschichte der Seefahrt mit den Ursachen Krieg, Terror, Verbrechen, Unfällen mit Minen aus einem Krieg oder Militärübungen. Nicht berücksichtigt werden die Motive gezielte, mitunter versteckte, Ablagerung, Riffbildung um Lebensraum für die Natur oder Erlebnisraum für Taucher zu schaffen. Teilweise berücksichtigt werden Versicherungsbetrug, Entsorgen von Müll- und Sondermüll-Ladung und Entsorgen von Schiffen, wenn sich eine Verschrottung wirtschaftlich nicht lohnt.

Inhaltsverzeichnis

Bis 1800Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
10. Aug. 1512 Marie de la Cordelière und HMS Regent ≈ 1.580 Während des Krieges der Heiligen Liga trafen vor der Westspitze der Bretagne 25 englische und 22 verbündete französische und bretonische Kriegsschiffe aufeinander (Seeschlacht von Saint Mathieu). Das französische Flaggschiff Marie de la Cordelière (1.000 t) legte sich während der Schlacht zum Enterkampf neben das englische Kriegsschiff Regent (600 t). Während des Gefechtes explodierte die Pulverkammer des französischen Schiffes, was wiederum eine Explosion der Pulverkammer des englischen Schiffes nach sich zog. Beide Kriegsschiffe sanken, wobei nur wenige Crew-Angehörige (30?) überlebten. Schätzungsweise 400 britische Seeleute und 1.180 Crew-Angehörige der Marie de la Cordelière kamen ums Leben. Unter den Toten war auch der Kommandant des französischen Schiffes, der bretonische Korsar und Seeheld Hervé de Portzmoguer.
30./31. Mai 1564 Mars ≈ 400 Während des Nordischen Siebenjährigen Krieges zwischen Schweden, Dänemark und der Deutschen Hanse trafen nahe Gotland 27 verbündete dänische und Hanse-Schiffe und 23 schwedische Kriegsschiffe aufeinander. Im Verlauf des Gefechtes enterten Kräfte der Verbündeten das schwedische 107-Kanonen-Linienschiff Mars (1.800 t), zugleich das Flaggschiff der schwedischen Flotte und zum damaligen Zeitpunkt das größte Kriegsschiff in der Ostsee. Das Schiff geriet beim Enterkampf in Brand und sank in der Nacht des 30. auf den 31. Mai 1564 nach einer Pulverkammerexplosion. Bei der Explosion kamen rund 400 Seeleute und Seesoldaten ums Leben, darunter auch zahlreiche Soldaten der Verbündeten (200?).
11. Juni 1676 Svärdet ≈ 620 Während der Seeschlacht bei Öland wurde das schwedische 94-Kanonen-Linienschiff Svärdet (1.700 t) durch Geschützfeuer der vereinigten dänisch-holländischen Flotte schwer getroffen und sank in den Nachmittagsstunden, etwa gegen 16.40 Uhr, nach einer Explosion der Pulverkammer, nachdem ein Brander das Schiff zuvor in Brand gesetzt hatte. Beim Untergang starben rund 620 Seeleute, darunter auch Admiral Claas Uggla (1614–1676). Nur etwa 20 Mann überlebten.
08. Juni 1708 San José 578 Etwa 16 Seemeilen vor dem Hafen von Cartagena (Kolumbien) attackierten vier britische Kriegsschiffe unter dem Kommando von Captain Charles Wager einen spanischen Schatzkonvoi (Wager’s Action), bestehend aus 14 Handelsseglern und drei Galeonen. Während eines fast zehn Stunden dauernden Gefechtes wurde die spanische Galeone San José (1.700 t) in Brand geschossen und sank nach einer Explosion der Pulverkammer. 578 Seeleute, Soldaten und Passagiere fanden dabei den Tod. Nur elf Überlebende wurden später gerettet. An Bord der Galeone befanden sich 344 Tonnen Gold- und Silbermünzen sowie 116 Kisten mit Smaragden aus Peru. Der heutige Wert dieser Ladung beträgt (geschätzt) etwa drei bis vier Milliarden Euro.
04. Okt. 1710 Dannebrog ≈ 600 Vor der Køge Bucht trafen im Großen Nordischen Krieg 31 dänische und 24 schwedische Kriegsschiffe aufeinander. Während der Schlacht, etwa gegen 15.30 Uhr, explodierte die Pulverkammer des dänischen 94-Kanonen-Linienschiffes Dannebrog (1.800 t) aus nicht sicher geklärten Gründen. Von den rund 600 Mann Besatzung des Schiffes überlebten nur drei. Unter den Toten war auch der Kommandant des Schiffes, der dänische Seeheld Ivar Huitfeldt.
07. Mär. 1778 USS Randolph 301 Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges traf die amerikanische Fregatte USS Randolph (1.100 t) östlich von Barbados auf das wesentlich stärkere britische Linienschiff HMS Yarmouth. Nach einem kurzen Artilleriegefecht explodierte die Pulverkammer des amerikanischen Schiffes nach einem Volltreffer. Die USS Randolph wurde völlig zerstört und sank in wenigen Minuten. Von den 305 Crew-Angehörigen der Fregatte überlebten nur vier Mann.
25. Sep. 1779 USS Bonhomme Richard ≈ 170 Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg traf die amerikanische Fregatte USS Bonhomme Richard (1.014 t), als Teil eines Geschwaders von fünf Schiffen, am 23. September auf die britische Fregatte Serapis und eine kleinere Sloop, welche einen Konvoi vor der Küste von Yorkshire eskortieren. Im sich daraus entwickelnden Gefecht bei Flamborough Head wurde die britische Fregatte nach einem erbitterten Artillerieduell von den Amerikanern erobert. Die USS Bonhomme Richard, auf welcher rund 170 Mann den Tod fanden, wurde allerdings ebenfalls schwer getroffen und sank am 25. September infolge der erlittenen Gefechtsschäden.
16. Jan. 1780 Santo Domingo ≈ 680 Während der Seeschlacht bei Kap St. Vincent wurde das spanische 74-Kanonen-Linienschiff Santo Domingo (1.800 t) durch englisches Geschützfeuer schwer getroffen, geriet in Brand und sank nach einer Explosion der Pulverkammer. Von den rund 680 Seeleuten und Seesoldaten an Bord überlebte (vermutlich) niemand. Verschiedentlich wurde dargelegt, dass ein einziger Überlebender später von den Briten gerettet wurde (?), was aber nicht vollständig gesichert war.
01. Juni 1794 Vengeur du Peuple ≈ 220 Etwa 400 Seemeilen westlich Ouessant, während der Seeschlacht am 13. Prairial (Glorious First of June) zwischen der französischen Revolutionsflotte und der britischen Flotte, wurde das französische Linienschiff Vengeur du Peuple (1.550 t) durch Geschützfeuer schwer beschädigt, völlig entmastet und sank schließlich infolge von zahlreichen Wassereinbrüchen und Bränden. Etwa 220 Seeleute gingen mit dem Schiff unter, rund 400 Mann wurden von britischen Schiffen gerettet.
13./14. Jan. 1797 Droits de l’Homme ≈ 1.000 Vor der Insel Ouessant traf das französische Linienschiff Droits de l'Homme (2.900 t), auf dem Weg von Irland nach Brest und mit 1.300 Soldaten und Seeleuten an Bord, auf die beiden britischen Fregatten HMS Indefatigable und HMS Amazon. In einem 15 Stunden dauernden erbitterten Gefecht wurde das Linienschiff zusammengeschossen und strandete schließlich in einem aufziehenden Sturm an der bretonischen Küste. Von den rund 1.300 Menschen an Bord kamen etwa 250 während des Artilleriegefechtes zu Tode; rund 750 Mann ertranken zudem während des Schiffbruchs. Nur etwa 300 Mann überlebten.
01. Aug. 1798 L’Orient ≈ 1.000 Während der Seeschlacht bei Abukir wurde das große französische Linienschiff L'Orient (5.000 t), zugleich das Flaggschiff der französischen Flotte, von britischen Schiffen schwer getroffen und geriet in Brand. Gegen 22.00 Uhr erreichten die Flammen die Hauptpulverkammer und lösten eine verheerende Explosion aus. Das Schiff wurde völlig zerstört, Trümmerstücke wurden fast eine Seemeile weit weg geschleudert. Etwa 1.000 Besatzungsangehörige kamen in dem Inferno um; unter den Toten befand sich auch der französische Geschwaderchef, Admiral François-Paul Brueys d’Aigalliers. Nur rund 70 Mann überlebten das Desaster.

1801–1913Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
16./17. Feb. 1804 USS Philadelphia 0 Die amerikanische Fregatte USS Philadelphia (1.240 ts), welche im Oktober 1803 während eines Einsatzes gegen die Barbaresken vor Tripolis aufgelaufen und von den Barbaresken erobert worden war, wurde von einem von der Ketsch USS Intrepid herangebrachten Kommando der United States Navy geentert und in Brand gesetzt, um einen Einsatz des Schiffes durch die Barbaresken zu verhindern. Das Schiff wurde völlig zerstört. Bei der Aktion gab es nur einen Verwundeten auf Seiten der Barbaresken-Wachen an Bord.
21. Okt. 1805 Achille 481 Während der Seeschlacht bei Trafalgar wurde das französische Linienschiff Achille (1.630 ts) durch englisches Geschützfeuer schwer getroffen und sank in den Nachmittagsstunden, etwa gegen 17:45 Uhr, nach einer Explosion der Pulverkammer. 481 Seeleute kamen dabei ums Leben. 158 Crew-Angehörige wurden von englischen Schiffen gerettet.
22. Okt. 1805 Santissima Trinidad ≈ 550 Das spanische 126-Kanonen-Linienschiff Santissima Trinidad (4.500 ts), Flaggschiff der spanischen Flotte und zum Zeitpunkt des Untergangs das größte Linienschiff der Welt, sank einen Tag nach der Schlacht von Trafalgar infolge der erlittenen Gefechtsschäden. Der Untergangsort liegt etwa 15 Seemeilen nordwestlich der Straße von Gibraltar. Etwa 150 Verwundete an Bord gingen mit dem Schiff unter, womit die Besatzung insgesamt 550 Tote zu beklagen hatte, da bereits während der Schlacht rund 400 Mann gefallen waren.
22. Okt. 1805 Indomptable ≈ 1.050 Das französische 80-Kanonen-Linienschiff Indomptable (1.800 ts), schwer beschädigt in der vorhergegangenen Schlacht von Trafalgar, sank nordwestlich der Straße von Gibraltar infolge der erlittenen Gefechtsschäden. Da zum Zeitpunkt des Untergangs ein Sturm tobte, konnten nur wenige Schiffbrüchige gerettet werden. An Bord der Indomptable befanden sich etwa 700 Crew-Mitglieder und 500 Schiffbrüchige des zuvor gesunkenen Linienschiffes Bucentaure. Nur etwa 150 Mann wurden von britischen Schiffen geborgen. Schätzungsweise 1.050 Seeleute fanden den Tod.
13. Mär. 1811 Favorite ≈ 200 Vor der Insel Lissa fingen vier britische Kriegsschiffe, darunter drei Fregatten, einen aus sechs Fregatten bestehenden französisch-venezianischen Verband, welcher Truppen auf Lissa hätte anlanden sollten, ab und besiegten ihn (Seegefecht bei Lissa). Im Verlauf des Gefechtes wurde die französische 44-Kanonen-Fregatte Favorite (800 ts) zusammengeschossen und lief auf Grund. Das Schiff wurde später von der eigenen Crew in Brand gesteckt und zerstört. Schätzungsweise 200 Crew-Angehörige und eingeschiffte Soldaten kamen ums Leben.
20. Nov. 1820 Walfänger Essex 12 Das amerikanische Walfangschiff Essex (238 BRT) wurde im Südostpazifik von einem Wal angegriffen und sank dadurch. Die Mannschaft rettete sich auf drei kleine Walfangboote und durchquerte in einer 3.500 Seemeilen langen Reise den halben Südpazifik. Drei Männer bleiben auf der kleinen Pazifikinsel Henderson zurück, es kam zu Kannibalismus in den Booten. Mit den Männern auf Henderson überlebten acht der 20 Mann starken Besatzung. Diese Katastrophe diente als Vorlage für Herman Melvilles Roman Moby Dick.
08. Mär. 1862 Cumberland und Congress 231 Im Sezessionskrieg versenkte auf der Reede vor Hampton Roads das konföderierte Panzerrammschiff Virginia die zur Marine der Nordstaaten gehörenden Fregatten Cumberland (1.726 ts) und Congress (1.867 t) durch Rammstoß und Artilleriebeschuss. Dabei starben 121 Seeleute an Bord der Cumberland und 110 an Bord der Congress. Es war das erste Gefecht zwischen einem Panzerschiff und hölzernen Kriegsschiffen.
24. Apr. 1862 CSS Governor Moore 64 Auf dem Mississippi, nahe New Orleans, wurde das konföderierte Kanonenboot CSS Governor Moore (1.215 ts), nach der Rammung des zur Unionsflotte gehörenden Kanonenbootes USS Varuna, von der Artillerie des ebenfalls zur Marine der Nordstaaten gehörenden Kanonenbootes USS Cayuga schwer getroffen und lief auf Grund. 64 Mann der Besatzung wurden getötet. Das Wrack wurde später in Brand gesteckt und zerstört.
06. Aug. 1862 Arkansas 2 Das konföderierte Panzerrammschiff Arkansas (800 ts), das zuvor eine gewichtige Rolle beim Kampf um Vicksburg gespielt hatte und dabei Schäden am Antrieb hatte hinnehmen müssen, geriet während eines Vorstoßes Richtung Baton Rouge mit dem Nordstaaten-Panzerkanonenboot Essex ins Gefecht und lief, nach einem überraschenden Zusammenbruch der Maschinen und der Ruderanlage, nördlich Baton Rouge auf Grund. Die Crew steckte das Schiff in Brand und schwamm ans Ufer, wobei zwei Mann ertranken. Das brennende Wrack wurde schließlich durch Beschuss von der Essex aus völlig zerstört.
12. Dez. 1862 USS Cairo 1 Auf einem Seitenarm des Mississippi Rivers, nahe Haynes Bluff, lief das zur Marine der Nordstaaten gehörende Panzer-Kanonenboot USS Cairo (512 ts) auf eine elektrische Kontaktmine der Konföderierten auf und sank. Die Besatzung konnte sich fast vollständig retten, lediglich ein Crew-Mitglied ertrank. Es war die erste Versenkung eines gepanzerten Kriegsschiffes durch eine elektrisch gezündete Mine.
08. Apr. 1863 USS Keokuk 1 Während eines Angriffs von sieben gepanzerten Kanonenbooten der Nordstaaten auf das dem Hafen von Charleston vorgelagerte konföderierte Fort Sumter, wurde das Unions-Panzerschiff USS Keokuk (677 ts) von mehr als 90 Granaten getroffen und schwer beschädigt. Das Schiff sank wenig später nahe der Küste. Ein Crew-Mitglied fand den Tod, 22 Mann wurden verwundet.
17. Feb. 1864 USS Housatonic (1861) 5 + 9 Im Sezessionskrieg versenkte vor dem Hafen von Charleston (South Carolina) das Südstaaten-U-Boot CSS Hunley das Nordstaaten-Blockadeschiff USS Housatonic (1.930 ts) mit einem primitiven Spierentorpedo. Dabei starben fünf Crew-Mitglieder der USS Housatonic. Es war der erste Versenkungserfolg eines U-Bootes mit einem Torpedo gegen ein Kriegsschiff überhaupt. Allerdings ging das U-Boot bei diesem Angriff ebenfalls mit der gesamten Crew (neun Mann) verloren, vermutlich infolge der Schockwelle der Torpedoexplosion.
19. Juni 1864 Alabama 41 Vor Cherbourg traf während des Sezessionskrieges die Nordstaaten-Korvette Kearsarge auf das konföderierte Kaperschiff Alabama (1.050 ts) unter dem Kommando von Captain Raphael Semmes. Dem artilleristisch überlegenen Kriegsschiff der Union gelang es, den Handelsstörer in einem erbitterten Duell niederzukämpfen und zu versenken. 41 Seeleute an Bord der Alabama fanden dabei den Tod, etwa 120 Mann überlebten, darunter auch Semmes. Mit 65 aufgebrachten Schiffen war die Alabama der erfolgreichste Kaperkreuzer der Konföderierten.
05. Aug. 1864 Tecumseh 93 Während der Schlacht in der Mobile Bay lief der Nordstaaten-Monitor Tecumseh (2.100 ts) auf eine fest verankerte konföderierte Mine auf. Die Explosion war so heftig, dass das Panzerschiff innerhalb von nur 25 Sekunden kenterte und sank. Von den 114 Mann Besatzung konnten sich nur 21 retten. 93 Crew-Mitglieder, darunter auch der Kommandant, fanden beim Untergang den Tod.
15. Jan. 1865 USS Patapsco 62 Im Hafen von Charleston lief der zur Marine der Nordstaaten gehörende Monitor USS Patapsco (1.875 ts) auf eine noch nicht entdeckte Mine der Konföderierten auf und sank innerhalb von einer Minute. Der Hafen befand sich zum Zeitpunkt des Untergangs bereits unter Kontrolle der Nordstaaten, hätte aber noch von Minen geräumt werden müssen. Mit dem Schiff gingen 62 Crew-Mitglieder unter, etwa 40 Mann überlebten.
28. Mär. 1865 USS Milwaukee 0 Der Nordstaaten-Monitor USS Milwaukee (1.300 ts) geriet während eines Vorstoßes Richtung Spanish Fort (Alabama) auf einem Seitenarm des Mississippi River auf eine konföderierte Mine und sank innerhalb von etwa einer Stunde. Die komplette Crew von 138 Mann konnte von anderen Schiffen der Nordstaaten gerettet werden. Das Schiff wurde drei Jahre später wieder gehoben.
20. Juli 1866 Re d'Italia 381 Während der Seeschlacht von Lissa rammte das österreichisch-ungarische Flaggschiff SMS Erzherzog Ferdinand Max das italienische Panzerschiff Re d'Italia (5.610 ts), welches zugleich das Flaggschiff der italienischen Flotte war. Die Schäden waren so groß, dass das italienische Schiff innerhalb von drei Minuten nach Backbord kenterte und sank. Mit dem Schiff gingen 381 Seeleute unter.
20. Juli 1866 Palestro 231 Während der Seeschlacht von Lissa wurde die italienische Panzerkorvette Palestro (2.200 ts) von der SMS Erzherzog Ferdinand Max gerammt und durch österreichisches Artilleriefeuer schwer getroffen und geriet in Brand. Etwa 30 Minuten nach Ende der Schlacht, gegen 14:30 Uhr, wurde die Korvette von einer Munitionsexplosion zerrissen. Mit der Palestro gingen 231 Seeleute unter, nur 19 Mann überlebten.
02. Sep. 1866 Rio de Janeiro 53 Während der Schlacht um Fort Curuzú (im Kontext des Tripel-Allianz-Krieges) geriet das brasilianische Panzerkanonenboot Rio de Janeiro (870 ts) auf dem Río Paraguay auf eine improvisierte paraguayische Schwarzpulver-Flussmine und sank. 53 Besatzungsangehörige kamen dabei ums Leben, 61 Mann überlebten. Es handelte sich um das einzige Panzerschiff, das während des Tripel-Allianz-Krieges versenkt wurde.
30. Dez. 1873 Tetuán 7 Während der revolutionären Unruhen in Spanien kam es im Hafen von Cartagena zu einer Revolte von meuternden Kantonisten des dortigen Flottengeschwaders. Das von den Aufständischen besetzte Panzerschiff Tetuán (6.880 ts) wurde dabei, nach Beschädigungen bei einem Gefecht mit dem Panzerschiff Vitoria der rivalisierenden Zentralregierung, von der eigenen Crew in Brand gesetzt und schließlich durch eine Explosion zerstört. Sieben Mann fanden während des Gefechtes den Tod.
21. Mai 1879 Esmeralda 143 Während des Salpeterkrieges zwischen Chile, Peru und Bolivien wurde im Rahmen der Seegefechte von Iquique und von Punta Gruesa die chilenische Fregatte Esmeralda (850 ts) von dem peruanischen Panzerschiff Huascar und der Fregatte Independencia zusammengeschossen und nach einem erfolglosen Enterversuch versenkt. Mit dem Schiff gingen 143 Mann unter.
23. Apr. 1891 Blanco Encalada 182 Während des Chilenischen Bürgerkrieges griffen in der Morgendämmerung zwei Torpedokreuzer der zum Präsidenten stehenden Flottenkräfte das in der Bucht von Caldera liegende Panzerschiff Blanco Encalada (3560 ts) der rivalisierenden Kongresspartei an. Das Panzerschiff erhielt einen Torpedotreffer von der Almirante Lynch und sank, wobei 182 Seeleute starben. Es war die erste Versenkung eines Panzerschiffes durch selbstangetriebene Torpedos, die von einem Überwasserkriegsschiff abgeschossen wurden.
14./15. Okt. 1893 Rio de Janeiro ≈ 500 Während der Revolte der Marine in Brasilien unter der Führung des Marineministers, Konteradmiral Josè de Mello, rammte in der Nacht des 14./15. Oktober der Rebellenkreuzer Republica vor dem Hafen von Rio de Janeiro den Truppentransporter Rio de Janeiro der Regierungstruppen, welcher Verstärkungen in die Stadt hätte bringen sollen. Das mit rund 1.100 Soldaten und Seeleuten beladene Schiff sank so schnell, dass sich nur etwa 600 Personen retten konnten. Rund 500 Menschen fanden beim Untergang den Tod.
25. Juli 1894 Gaosheng ≈ 840 Der in chinesischen Diensten stehende britische Frachter Gaosheng (2.134 BRT) wurde vor Asan (Korea) von dem japanischen Geschützten Kreuzer Naniwa angehalten und, da sich an Bord über 1.100 chinesische Soldaten sowie rund 40 britische Seeleute und ein deutscher Militärberater befinden, zur Übergabe aufgefordert. Nach vier Stunden Verhandlungen sprang die Crew über Bord, da sie eine Meuterei der chinesischen Soldaten im Falle einer Übergabe befürchtete. Die Japaner eröffneten darauf das Feuer auf die Gaosheng und versenkten sie innerhalb von 30 Minuten, wobei (geschätzt) 800 chinesische Soldaten und 37 Briten ums Leben kamen. Nur etwa 300 Überlebende erreichten das Ufer oder wurden von den Japanern gerettet. Der Zwischenfall führte nicht nur zu einer diplomatischen Krise zwischen Japan und Großbritannien, sondern auch zum Ausbruch des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges am 1. August 1894.
04./05. Feb. 1895 Dingyuan ≈ 30 Während des ersten Krieges zwischen Japan und China attackierten vier japanische Torpedoboote in einem überraschenden Nachtangriff die im Hafen von Wēihǎiwèi (Shandong) liegenden chinesischen Kriegsschiffe. Dabei wurde das chinesische Panzerschiff Dingyuan (7.144 ts) von zwei Torpedos getroffen und schwer beschädigt. Das sinkende Schiff wurde an der Küste auf Grund gesetzt und zum Totalverlust. Etwa 30 Mann kamen bei der Attacke ums Leben, rund 310 Seeleute retteten sich ans Ufer.
03. Juli 1898 Infanta Maria Teresa 87 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa (6.890 ts) durch Geschützfeuer amerikanischer Kriegsschiffe, darunter die Linienschiffe USS Iowa und USS Oregon, schwer getroffen und musste brennend an der Küste Kubas auf Grund gesetzt werden. 87 Crew-Mitglieder fanden den Tod, rund 480 Seeleute wurden von den Amerikanern gerettet.
03. Juli 1898 Almirante Oquendo 126 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Almirante Oquendo (6.890 ts) durch amerikanisches Geschützfeuer schwer getroffen und geriet in Brand. Das Schiff wurde schließlich von der eigenen Crew etwa sieben Seemeilen westlich von Santiago de Cuba in Ufernähe auf Grund gesetzt. 126 Mann der Besatzung fanden während des Gefechtes den Tod, etwa 370 Mann wurden von den Amerikanern gerettet oder erreichen das Ufer.
03. Juli 1898 Cristóbal Colón 21 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Cristóbal Colón (7.972 ts) von dem amerikanischen Linienschiff USS Oregon und den Panzerkreuzern USS New York und USS Brooklyn fast zwei Stunden lang verfolgt und beschossen. Nachdem das fliehende Schiff mindestens sechs Treffer erhalten und infolgedessen an Geschwindigkeit eingebüßt hatte, setzt die Crew den Kreuzer etwa 50 Seemeilen westlich von Santiago de Cuba in Ufernähe auf Grund. Mehrere Crew-Angehörige (5?), die sich ans Ufer hatten retten konnten, wurden dort von kubanischen Aufständischen durch Gewehrfeuer getötet. Insgesamt kamen 21 Mann der Besatzung zu Tode. Rund 570 Seeleute überlebten.
03. Juli 1898 Vizcaya 76 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Vizcaya (6.890 ts) durch Geschützfeuer des amerikanischen Panzerkreuzers USS Brooklyn schwer getroffen und musste sich brennend in Ufernähe, etwa 18 Seemeilen westlich von Santiago de Cuba, auf Grund setzen. 76 Crew-Mitglieder fanden den Tod. 422 Mann, darunter der Kommandant, wurden von amerikanischen Schiffen gerettet.
09. Feb. 1904 Warjag 33 Während des Russisch-Japanischen Krieges wurde im Hafen von Tschemulpo (Korea) der russische Geschützte Kreuzer Warjag (6500 ts) von der eigenen Crew versenkt. Zuvor war das Schiff bei einem erfolglosen Ausbruchsversuch aus Tschemulpo mit 14 japanischen Schiffen ins Gefecht geraten und stark beschädigt worden (wobei auch 33 Crew-Mitglieder getötet und 97 verwundet worden waren). Der Kreuzer wurde später von den siegreichen Japanern wieder gehoben und als Soya bis 1916 in Dienst gehalten.
11. Feb. 1904 Jenissei ≈ 100 In der Bucht von Dalian stieß der russische Minenleger Jenissei (3.000 ts) während des Legens einer Minensperre versehentlich mit einer eigenen Mine zusammen (die sich zuvor losgerissen hatte), wodurch acht weitere Minen an Bord des Schiffes zur Explosion gebracht wurden. Die Jenissei, einer der ersten hochseefähigen Minenleger der Welt, wurde völlig zerstört und sank innerhalb von etwa 20 Minuten. Rund 100 Seeleute kamen ums Leben.
13. Apr. 1904 Petropawlowsk 638 Das russische Linienschiff Petropawlowsk (10.960 ts) geriet während des Russisch-Japanischen Krieges vor dem Hafen von Port Arthur auf eine japanische Minensperre und erlitt zwei Treffer. Eine verheerende Folgeexplosion der eigenen Munition und der Schiffskessel riss das Schiff in zwei Teile, dessen Reste innerhalb von 15 Minuten sanken. Mit der Petropawlowsk gingen 638 Seeleute unter, darunter auch Vizeadmiral Stepan Ossipowitsch Makarow, der Befehlshaber des russischen 1. Pazifikgeschwaders. Der Tod des beliebten und fähigen Strategen und Ozeanographen belastete in den Folgemonaten die Moral der Seeleute der russischen Flotte im Pazifik erheblich. Insgesamt überlebten nur etwa 80 Mann der Besatzung der Petropawlowsk den Untergang.
15. Mai 1904 Hatsuse und Yashima ≈ 700 Während des Russisch-Japanischen Krieges liefen die japanischen Linienschiffe Hatsuse (15.255 ts) und Yashima (12.320 ts) vor dem noch von den Russen gehaltenen Hafen von Port Arthur auf eine russische Minensperre auf, die zuvor von dem russischen Minenleger Amur gelegt worden war. Beide Schiffe erlitten je zwei Treffer und sanken. Mit der Hatsuse gingen 496 Mann unter, weitere rund 200 japanische Seeleute starben an Bord der Yashima. Etwa 900 Mann von beiden Schiffen wurden gerettet. Es waren dies die schlimmsten Verluste der japanischen Marine während des gesamten Russisch-Japanischen Krieges.
15. Juni 1904 Hitachi Maru ≈ 850 Der japanische Truppentransporter Hitachi Maru (6.716 BRT), mit rund 1.000 Soldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Shimonoseki nach Gushan, wurde in der Koreastraße von dem russischen Panzerkreuzer Gromoboi gestellt und durch Artilleriefeuer versenkt. Von den rund 1000 Menschen an Bord überlebten nur 152. Es war dies der opferreichste Untergang eines einzelnen japanischen Schiffes während des Russisch-Japanischen Krieges.
14. Aug. 1904 Rurik 204 Während des Russisch-Japanischen Krieges trafen in der Koreastraße drei russische Panzerkreuzer auf einen aus sechs Kreuzern bestehenden japanischen Verband. Im sich daraus entwickelnden Seegefecht bei Ulsan wurde der russische Panzerkreuzer Rurik (10.933 ts) von japanischem Artilleriefeuer schwer getroffen und manövrierunfähig geschossen. Das Schiff wurde schließlich von der eigenen Crew versenkte, um eine Kaperung zu vermeiden. 204 Seeleute an Bord wurden durch den Beschuss getötet, 625 Mann (davon 305 verwundet) wurden von den Japanern gerettet.
13. Dez. 1904 Takasago 273 Vor Port Arthur lief im Russisch-Japanischen Krieg der japanische Geschützte Kreuzer Takasago (4160 ts) auf eine russische Mine auf und sank nach einer starken Folgeexplosion der eigenen Munition. 273 Seeleute gingen mit dem Schiff unter, etwa 200 Mann wurden später von japanischen Schiffen gerettet.
27. Mai 1905 Osljabja 597 Bereits zu Beginn der Seeschlacht bei Tsushima (Russisch-Japanischer Krieg) wurde das russische Linienschiff Osljabja (13.500 ts) von mehreren schweren 30,5-cm-Granaten des japanischen Linienschiffes Mikasa im Bugbereich und unterhalb der Wasserlinie getroffen. Das Vorschiff lief langsam voll Wasser, weswegen die Osljabja gegen 15:15 Uhr kenterte und sank. Etwa 250 Mann konnten von russischen Zerstörern geborgen werden, aber 597 Seeleute gingen mit dem Schiff unter. Die Osljabja war das erste große russische Kriegsschiff, das in der Schlacht bei Tsushima versenkte wurde.
27. Mai 1905 Borodino 829 Während der Seeschlacht bei Tsushima wurde das russische Linienschiff Borodino (13.516 ts) durch japanisches Artilleriefeuer schwer beschädigt. Nach einem Volltreffer durch eine 30,5-cm-Granate, die vermutlich vom japanischen Linienschiff Fuji stammte, explodierte ein Munitionsmagazin, worauf das Schiff kenterte und sank. Von den 830 Besatzungsangehörigen der Borodino konnte nur ein einziger Überlebender später von den Japanern gerettet werden.
27. Mai 1905 Imperator Alexander III. 778 Während der Seeschlacht bei Tsushima wurde das russische Linienschiff Imperator Alexander III. (13.516 ts) durch japanisches Artilleriefeuer schwer beschädigt und musste aus der Gefechtslinie ausscheren. Das Schiff kenterte und sank schließlich in den Abendstunden, wobei nur vier Mann den Untergang überlebten. 778 Besatzungsangehörige gingen mit dem Schiff unter.
27. Mai 1905 Knjas Suworow 734 Während der Seeschlacht bei Tsushima wurde das russische Linienschiff Knjas Suworow (14.151 ts), zugleich das Flaggschiff der russischen Flotte, durch japanisches Artilleriefeuer am Tage schwer beschädigt und in den Abendstunden, etwa gegen 19:00 Uhr, von japanischen Zerstörern durch insgesamt vier Torpedotreffer versenkt. Mit dem Schiff gingen rund 734 Seeleute unter. Der verwundete russische Oberbefehlshaber, Vizeadmiral Sinowi P. Roschestwenski, und einige Stabsoffiziere waren bereits gegen 17:00 Uhr von dem russischen Torpedoboot Buinij abgeborgen worden. Insgesamt überlebten nur etwa 25 Mann den Untergang.
27./28. Mai 1905 Nawarin 678 Das russische Linienschiff Nawarin (10.206 ts), ein aus dem Jahre 1891 stammendes älteres Linienschiff, wurde während der Seeschlacht bei Tsushima von japanischen Zerstörern in den Nachtstunden angegriffen und gegen 2:00 Uhr von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen. Das Schiff kenterte und sank innerhalb weniger Minuten. Von der 681 Mann starken Besatzung überlebten nur drei Mann. Sie wurden erst vier Tage später von japanischen und englischen Schiffen gefunden und gerettet. Unter den Toten war auch Baron Bruno von Vietinghoff, der Kommandant der Nawarin.
28. Mai 1905 Sissoi Weliki ≈ 64 Das russische Linienschiff Sissoi Weliki (10.400 ts), das in der Seeschlacht bei Tsushima schwere Treffer erhalten hatte und in Brand geraten war, ergab sich nach der Schlacht japanischen Hilfsschiffen. Der Versuch der Japaner, das stark beschädigte Linienschiff einzubringen, misslang jedoch und das aufgegebene Schiff sank um 10:05 Uhr am 28. Mai etwa 50 Seemeilen nordöstlich von Tsushima. Während der Schlacht hatte es an Bord 59 Tote und 66 Verletzte gegeben. Von den 613 Gefangenen, darunter etwa 30 Schwerverwundete, die von den Japanern gerettet wurden, erlagen mindestens noch fünf an den Folgetagen ihren erlittenen Verwundungen.
28. Mai 1905 Wladimir Monomach ≈ 10 Der alte russische Panzerkreuzer Wladimir Monomach (5.593 ts) hatte in der Seeschlacht bei Tsushima etliche Treffer und dazu noch in der Nacht einen Torpedotreffer erhalten. Am Morgen des 28. Mai versuchte der Kommandant des Schiffes das koreanische Ufer zu erreichen und das Schiff dort auf Grund zu setzen. Auf Höhe der Insel Tsushima wurde er jedoch von dem japanischen Zerstörer Shiranui und dem Hilfskreuzer Sado Maru gestellt. Als die japanischen Schiffe die aussichtslose Lage des schwer beschädigten russischen Kreuzers erkannten, stellten sie das Feuer ein. Nach dem Öffnen der Flutventile durch die Besatzung sank der Kreuzer um 10:20 Uhr. Die Besatzung wurde von den japanischen Hilfskreuzern Sado Maru und Manshu Maru an Bord genommen. Die Personalverluste an Bord während der Schlacht lagen (vermutlich) bei etwa zehn Toten und 40 Verwundeten (?).
28. Mai 1905 Admiral Nachimow 18 Der alte russische Panzerkreuzer Admiral Nachimow (8473 ts) war in der Seeschlacht bei Tsushima durch etwa 20 Treffer erheblich beschädigt worden. Am Morgen des 28. Mai fuhr das halbversunkene Schiff mit dem Achtersteven voraus, da der Bug durchlöchert war. Beim Auftauchen japanischer Schiffe wurde das Schiff von seiner Besatzung versenkt. Der japanische Hilfskreuzer Sado Maru nahm 523 Mann der Besatzung gefangen, 103 Mann gelang zunächst die Flucht in Booten, sie wurden jedoch später von den Japanern aufgegriffen. 18 Mann der Besatzung wurden getötet bzw. wurden vermisst.
28. Mai 1905 Swetlana 169 Der russische Geschützte Kreuzer Swetlana (3862 ts) wurde am zweiten Tag der Seeschlacht bei Tsushima von den japanischen Kreuzern Niitaka und Otowa gestellt und sank brennend nach Öffnung der Seeventile. 169 Mann ließen im Gefecht und bei der Versenkung der Swetlana ihr Leben.
28. Mai 1905 Admiral Uschakow ≈ 100 Das russische Küstenpanzerschiff Admiral Uschakow (4.648 ts), das der Niederlage der russischen Flotte bei Tsushima am Vortag und in der Nacht hatte entkommen können, wurde in den Abendstunden des 28. Mai von den japanischen Panzerkreuzern Azuma und Yakumo nordöstlich von Pusan gestellt und beschossen. Nach rund 15 Treffern durch 15,2-cm- und 20,3-cm-Granaten versenkte die russische Crew ihr brennendes Schiff selbst. Etwa 100 Mann kamen ums Leben. Die restliche Besatzung wurde von den Japanern gerettet.

Erster WeltkriegBearbeiten

1914Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
05. Aug. 1914 Königin Luise 105 Vor der Themsemündung wurde der deutsche Hilfsminenleger SMS Königin Luise (2.150 ts) von britischen Seestreitkräften, darunter dem Spähkreuzer Amphion und drei Zerstörern, während des Legens einer Minensperre überrascht und nach einem einstündigen Verfolgungsgefecht versenkt. 46 der 151 Besatzungsangehörigen wurden von den Briten gerettet. 105 Mann kamen ums Leben.
06. Aug. 1914 Amphion 151 Vor der Themsemündung geriet der britische Spähkreuzer Amphion (3.440 ts) auf dem Rückweg nach Harwich mit 38 deutschen Gefangenen an Bord auf eine Minensperre, die am Vortag von der Königin Luise gelegt worden war. Der Kreuzer erlitt zwei Minentreffer und sank innerhalb von 15 Minuten. Mit dem Schiff gingen 132 britische Seeleute und 19 deutsche Gefangene von der Königin Luise unter.
09. Aug. 1914 SM U 15 23 In der nördlichen Nordsee, nahe Fair Isle, stieß der britische Leichte Kreuzer HMS Birmingham in dichtem Nebel überraschend auf das an der Oberfläche liegende deutsche U-Boot SM U 15 (535 ts), dessen Crew im Inneren gerade einen Motorschaden behob. Der Kreuzer rammte das U-Boot und versenkte es. Mit SM U 15 ging die gesamte Crew von 23 Mann unter. SM U 15 war das erste deutsche U-Boot, das im Ersten Weltkrieg versenkte wurde.
13. Aug. 1914 Baron Gautsch 147 Auf einer Fahrt von Veli Lošinj (Dalmatien) nach Triest lief der Luxusdampfer Baron Gautsch (2.069 BRT) des Österreichischen Lloyd in der nördlichen Adria auf eine Seemine, die kurz zuvor von der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine gelegt worden war. Das Schiff sank etwa sieben Meilen vor Brijuni an der Küste Istriens, wobei 147 der 306 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
16. Aug. 1914 SMS Zenta 174 In der südlichen Adria, nahe Bar (Montenegro), wurde der österreichisch-ungarische Kleine Kreuzer SMS Zenta (2.543 ts), auf dem Rückweg von einem Vorstoß in Richtung Montenegro, von überlegenen Einheiten der Mittelmeerflotte der Entente-Mächte, darunter das Schlachtschiff Courbet und acht Kreuzer, gestellt und in einem 40 Minuten dauernden Gefecht durch Artilleriebeschuss versenkt. Mit dem Schiff gingen 174 Crew-Angehörige unter. Rund 150 Mann erreichten später die Küste und wurden in Montenegro interniert.
26. Aug. 1914 SMS Kaiser Wilhelm der Große 104 Vor der Westküste Afrikas, nahe Río de Oro (Spanisch-Sahara), überraschte der britische Geschützte Kreuzer HMS Highflyer den deutschen Hilfskreuzer SMS Kaiser Wilhelm der Große (14.349 BRT), der gerade Kohle an Bord nahm. Obwohl sich das deutsche Schiff innerhalb spanischer Hoheitsgewässer befand, griff der britische Kreuzer an, woraus sich ein 90 Minuten dauerndes Artillerieduell entwickelte. Nachdem der Kaiser Wilhelm der Große die Munition ausgegangen war, versenkte die Crew das durch Treffer beschädigte Schiff schließlich selbst. 104 Seeleute kamen durch den Beschuss ums Leben, etwa 480 Mann konnten sich ans Ufer retten.
28. Aug. 1914 SMS Cöln 484 Während des Seegefechtes bei Helgoland versenkten überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Cöln (4.300 ts) durch Artilleriebeschuss. Mit dem Schiff gingen 484 Besatzungsangehörige unter. Nur ein einziger Überlebender wurde 76 Stunden nach dem Gefecht aus einem zerschossenen Beiboot heraus gerettet.
28. Aug. 1914 SMS Mainz 169 Während des Seegefechtes bei Helgoland versenkten überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Mainz (4.300 ts) durch Artilleriebeschuss. 169 Mann gingen mit dem Schiff unter, rund 200 Überlebende wurden von den Briten gerettet und gingen in Gefangenschaft.
28. Aug. 1914 SMS Ariadne 64 Während des Seegefechtes vor Helgoland schossen überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Ariadne (2.650 ts) zum Wrack. Das zerschossene Schiff blieb aber nach dem Gefecht noch knapp zwei Stunden lang schwimmfähig, weswegen 229 Mann später von heraneilenden deutschen Schiffen abgeborgen werden konnten. 64 Mann kamen allerdings durch den Beschuss zu Tode und gingen mit dem Kreuzer unter.
05. Sep. 1914 Pathfinder 259 Vor der schottischen Küste, nahe St. Abbs Head, torpedierte das deutsche U-Boot U 21 den britischen Spähkreuzer Pathfinder (2.940 ts). Der Torpedotreffer verursachte eine Munitionsexplosion, die den Kreuzer innerhalb von wenigen Minuten zum Sinken brachte. Mit dem Schiff gingen 259 Seeleute unter, nur elf überlebten. Es war dies der erste erfolgreiche Torpedoangriff eines U-Bootes auf ein Kriegsschiff auf offener See, bei dem das U-Boot zudem die Attacke unbeschadet überstand.
20. Sep. 1914 HMS Pegasus 38 Auf der Reede des Hafens von Sansibar versenkte der deutsche Kleine Kreuzer SMS Königsberg in einem überraschenden Angriff den britischen Kleinen Kreuzer HMS Pegasus (2.200 ts) durch Artilleriebeschuss. Die Crew der HMS Pegasus hatte 38 Tote und 55 Verwundete zu beklagen. Etwa 150 Mann wurden später von dem Lazarettschiff Gascon geborgen.
22. Sep. 1914 HMS Aboukir, HMS Cressy und HMS Hogue 1.464 Vor der niederländischen Küste, nahe dem Hoek van Holland, versenkte das deutsche U-Boot SM U 9 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Weddigen in den Morgenstunden aus einem britischen Verband zunächst den Panzerkreuzer HMS Aboukir (12.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sank innerhalb von etwa 30 Minuten und riss 527 Mann mit in die Tiefe. SM U 9 konnte in den nachfolgenden 70 Minuten zudem noch die beiden britischen Panzerkreuzer HMS Cressy (12.000 ts) und HMS Hogue (12.000 ts) torpedieren, welche beide ebenfalls sanken. Dabei starben 562 Seeleute an Bord der HMS Cressy und 375 Besatzungsmitglieder der HMS Hogue. Insgesamt fanden beim Untergang der drei Kreuzer 1.464 britische Seeleute den Tod.
11. Okt. 1914 Pallada 597 Im Finnischen Meerbusen versenkte das deutsche U-Boot SM U 26 den russischen Panzerkreuzer Pallada (7.780 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo traf eine der Munitionskammern des Schiffes und verursachte eine verheerende Explosion, die den Panzerkreuzer innerhalb von nur einer Minute versenkt. Mit dem Schiff ging die gesamte Besatzung von 597 Mann unter; es gab keine Überlebenden.
15. Okt. 1914 HMS Hawke 527 Vor Aberdeen, nahe Peterhead, gelang dem deutschen U-Boot SM U 9 die Versenkung des britischen Geschützten Kreuzers HMS Hawke (7.750 ts) durch einen Torpedotreffer. Der aus dem Jahr 1891 stammende Kreuzer sank innerhalb von wenigen Minuten und ging mit 527 Besatzungsangehörigen unter. Nur 64 Mann überlebten.
17. Okt. 1914 Takachiho 271 Während der Belagerung von Tsingtau gelang es dem deutschen Torpedoboot SMS S 90 aus dem Hafen auszubrechen und den zur alliierten Blockadeflotte gehörenden japanischen Geschützten Kreuzer Takachiho (3.650 ts) zu torpedieren. Der Kreuzer explodierte und zerbrach in zwei Teile. Beim Untergang kamen 271 japanische Seeleute ums Leben, nur 86 Mann überlebten. Es war dies der schwerste Verlust der japanischen Marine während des gesamten Ersten Weltkrieges.
17. Okt. 1914 SMS S 115 und SMS S 117 und SMS S 118 und SMS S 119 218 In der Nordsee, nahe der Insel Texel, traf ein britischer Flottenverband, bestehend aus dem Leichten Kreuzer HMS Undaunted und vier großen Zerstörern, auf die zur 7. Torpedoboot-Halbflottille gehörenden deutschen Torpedoboote SMS S 115 (315 ts), SMS S 117 (315 ts), SMS S 118 (317 ts) und SMS S 119 (317 ts). Die deutschen Schiffe wurden von den überlegenen britischen Seestreitkräften in einem rund 30 Minuten dauernden Gefecht zusammengeschossen und versenkt. Mit den Torpedobooten gingen 218 deutsche Seeleute unter (55 Mann gingen mit S 115 unter, 64 mit S 117, 52 mit S 118 und 47 mit S 119), darunter auch der Befehlshaber der 7. Halbflottille, Korvettenkapitän Georg Thiele, nur 34 Mann überlebten und wurden von britischen und neutralen Schiffen gerettet.
18. Okt. 1914 HMS E3 28 Vor der Ems-Mündung versenkte das deutsche U-Boot SM U 27 das in Richtung Borkum marschierende britische U-Boot HMS E3 (725 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem U-Boot ging die gesamte Besatzung von 28 Mann unter. Es war dies die erste Versenkung eines U-Bootes durch ein gegnerisches U-Boot in der Seekriegsgeschichte. Das Wrack wurde 1994 entdeckt.
20. Okt. 1914 Glitra 0 14 Seemeilen vor der norwegischen Küste versenkte das deutsche U-Boot SM U 17 den von Schottland nach Stavanger dampfenden britischen Frachter Glitra (866 BRT). Das Schiff wurde gemäß den Cruiser Rules gestoppt und durchsucht; der Mannschaft wurde Zeit gegeben, das Schiff zu verlassen. Nachdem alle von Bord waren, wurden die Seeventile des Schiffs geöffnet. Die 17 Besatzungsmitglieder wurden von einem norwegischen Torpedoboot an Land gebracht. Die Glitra war das erste im Ersten Weltkrieg versenkte Handelsschiff.
27. Okt. 1914 HMS Audacious 1 In der nordirischen See, nahe Lough Swilly, lief das britische Linienschiff HMS Audacious (23.400 ts) auf eine Mine auf, die zuvor von dem deutschen Hilfskreuzer SMS Berlin gelegt worden war. Die Crew des Schlachtschiffes kämpfte fast zwölf Stunden lang gegen die Wassereinbrüche an, dann kenterte das Schiff und sank. Da die Besatzung zuvor weitestgehend abgeborgen worden war, entstehen an Bord der HMS Audacious keine Personalverluste. Ein Crew-Mitglied des Leichten Kreuzers HMS Liverpool wurde allerdings durch herumfliegende Trümmer getötet, als während des Sinkens eine Folgeexplosion den Rumpf des Schlachtschiffes erschüttert und Wrackteile bis zur etwa 800 Meter entfernt liegenden HMS Liverpool geschleudert werden. Der Verlust der HMS Audacious wiegt für die Royal Navy so schwer, dass der Untergang vorerst geheim gehalten wurde.
28. Okt. 1914 Schemtschug 89 Im Hafen von Penang (Malaysia) versenkte der deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden den vor Anker liegenden russischen Leichten Kreuzer Schemtschug (3.100 ts) durch Artilleriebeschuss und einen Torpedotreffer. 89 russische Seeleute fanden dabei den Tod, etwa 240 Mann wurden gerettet.
28. Okt. 1914 Mousquet 40 Vor der Hafenausfahrt von Penang, nach dem Gefecht mit dem Kreuzer Schemtschug, versenkte der deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden den von einer Patrouille zurückkehrenden französischen Torpedobootzerstörer Mousquet (298 ts) durch Artilleriebeschuss. 40 Mann gingen mit dem Schiff unter, 36 Seeleute wurden von den Deutschen gerettet.
31. Okt. 1914 HMS Hermes 22 In der Straße von Dover, nahe der Ruylingen Bank, versenkte das deutsche U-Boot SM U 27 den zu einem Flugzeugtender umgebauten britischen Leichten Kreuzer HMS Hermes (5.650 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 22 Crew-Mitglieder und drei Flugzeuge unter. Etwa 420 Mann konnten von Hafenfahrzeugen aus Dünkirchen gerettet werden.
01. Nov. 1914 HMS Good Hope 901 Vor der Küste Chiles wurde der britische Panzerkreuzer HMS Good Hope (14.100 ts) im Seegefecht bei Coronel vom deutschen Kreuzergeschwader von Vizeadmiral Maximilian von Spee zusammengeschossen und sank in den Abendstunden nach einer Munitionsexplosion. Mit der HMS Good Hope gingen Konteradmiral Sir Christopher Cradock und 900 Besatzungsangehörige unter. Es gab keine Überlebenden.
01. Nov. 1914 HMS Monmouth 734 Vor der Küste Chiles wurde der britische Panzerkreuzer HMS Monmouth (9.950 ts) im Seegefecht bei Coronel vom deutschen Kreuzergeschwader von Vizeadmiral Maximilian von Spee zusammengeschossen und sank in den Abendstunden nach einem Torpedotreffer des deutschen Kleinen Kreuzers SMS Nürnberg. Mit dem Schiff gingen 734 Seeleute unter, es gab keine Überlebenden.
09. Nov. 1914 SMS Emden 136 Im Indischen Ozean, nahe der Kokosinseln, wurde der als Handelsstörer eingesetzte deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden (3.660 ts) von dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney gestellt und in einem erbitterten Artillerieduell niedergekämpft. Das zerschossene deutsche Schiff wurde schließlich von der eigenen Crew auf den Strand von North Keeling aufgesetzt und ging verloren. Insgesamt kamen 136 deutsche Seeleute ums Leben, 247 Mann wurden gerettet oder konnten fliehen und kehrten später nach Deutschland zurück.
17. Nov. 1914 SMS Friedrich Carl 7 Während eines offensiven Vorstoßes der deutschen Flotte gegen den russischen Hafen Liepāja (Libau) geriet der deutsche Panzerkreuzer SMS Friedrich Carl (9.087 ts) auf eine russische Defensivminensperre und erlitt zwei Minentreffer. Das Schiff sank innerhalb von 45 Minuten, wobei sieben Seeleute den Tod fanden. Das Gros der Besatzung, etwa 580 Mann, wurde von dem deutschen Kleinen Kreuzer SMS Augsburg gerettet.
08. Dez. 1914 SMS Scharnhorst 860 Beim Versuch, einen Handstreich gegen die britische Marinebasis Port Stanley durchzuführen, wurde das deutsche Ostasiengeschwader unter Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee von einem britischen Geschwader mit den beiden Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible sowie weiteren Panzerkreuzern und Leichten Kreuzern gestellt. Graf von Speenahm den Kampf mit seinen beiden Panzerkreuzern auf, um den Kleinen Kreuzern ein Entkommen zu ermöglichen. Die SMS Scharnhorst (11.600 ts) konnte mehrere Treffer auf der HMS Invincible erzielen, wurde jedoch selbst stark beschädigt und sank knapp drei Stunden nach Feuereröffnung um 16:17 Uhr. Mit der SMS Scharnhorst gingen ihre gesamte Besatzung und Graf von Spee unter.
08. Dez. 1914 SMS Gneisenau 598 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln wurde die SMS Gneisenau (11.600 ts) von den britischen Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible und dem Panzerkreuzer HMS Carnarvon zusammengeschossen. Nachdem die Geschwindigkeit auf 5 kn gesunken und die Munition verschossen war, öffnet die deutsche Besatzung um 17.30 Uhr die Flutventile und versenkte die SMS Gneisenau selbst. 598 Mann der Besatzung wurden während des Gefechts getötet oder ertranken im kalten Wasser, 187 konnten durch britische Schiffe gerettet werden.
08. Dez. 1914 SMS Nürnberg 327 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln wurde der deutsche Kleine Kreuzer SMS Nürnberg (3.408 ts) von der HMS Kent verfolgt. Beide Kreuzer lieferten sich ein Artillerieduell, wobei die SMS Nürnberg zusammengeschossen wurde. Sie sank um 19.27 Uhr mit dem größten Teil ihrer Besatzung. Nur 18 Mann konnten von den Briten gerettet werden, von denen fünf kurze Zeit später ihren Verletzungen erlagen.
08. Dez. 1914 SMS Leipzig 315 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln nahmen die HMS Cornwall und die HMS Glasgow den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Leipzig (3.250 ts) unter Beschuss. Nach einem fast fünfstündigen Kampf wurde um 19.17 Uhr auf der SMS Leipzig der Befehl zur Selbstversenkung erteilt und das Schiff verlassen. Es sank nach nochmaligem Beschuss durch die Briten um 21.23 Uhr. 315 Seeleute kamen ums Leben, nur 18 konnten gerettet werden.
13. Dez. 1914 Mesudiye 38 Vor den Dardanellen versenkte das britische U-Boot HMS B11 das alte türkische Küstenpanzerschiff Mesudiye (9.270 ts) durch einen Torpedotreffer. Das aus dem Jahr 1875 stammende Schiff sank sofort und riss 38 Crew-Angehörige mit in die Tiefe. Da das Schiff in der Nähe zur Küste sank, konnte sich aber der überwiegende Teil der Crew schwimmend an Land retten.

1915Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1915 HMS Formidable 547 Das deutsche U-Boot SM U 24 versenkte nahe der Isle of Portland im Ärmelkanal in einem Nachtangriff das britische Linienschiff HMS Formidable (14.160 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sank etwa zwei Stunden nach dem Angriff. Da aber zum Zeitpunkt des Untergangs ein starker Orkan tobte, konnten nur wenige Boote zu Wasser gebracht werden. Zudem wurden Rettungsbemühungen anderer Schiffe durch den Sturm stark erschwert. Insgesamt starben 547 Seeleute, darunter auch der Kommandant des Schiffes, Captain Noel Loxley; etwa 200 Mann konnten gerettet werden. Die HMS Formidable war das erste britische Linienschiff, das im Ersten Weltkrieg durch Feindeinwirkung verloren ging.
13. Jan. 1915 HMS Viknor 295 Vor der Küste von Donegal, nahe Tory Island, lief der britische Hilfskreuzer HMS Viknor (5.386 BRT) während eines starken Sturmes vermutlich auf eine deutsche Treibmine, die wahrscheinlich vom Hilfskreuzer Berlin gelegt worden war. Das aus dem Jahr 1888 stammende Schiff sank innerhalb weniger Minuten. Infolge des schnellen Sinkens und wegen des Sturms konnte sich niemand retten; alle 295 Crew-Mitglieder der HMS Viknor fanden den Tod. Da von dem Schiff auch kein Notruf empfangen wurde, wurde der Verlust erst einige Tage später bekannt, als die Leichen von mehreren Besatzungsangehörigen nahe Tory Island angeschwemmt wurden.
24. Jan. 1915 SMS Blücher 792 Während des Gefechts auf der Doggerbank wurde der deutsche Panzerkreuzer SMS Blücher (15.842 ts) mehrfach getroffen und blieb infolge von Schäden an der Maschinenanlage hinter den deutschen Schlachtkreuzern zurück. Aufgrund eines falsch verstandenen Befehls konzentrierten die britischen Schiffe ihr Feuer auf den Panzerkreuzer. Die SMS Blücher erhielt sieben Torpedo- und rund 70 Granattreffer und kenterte um 13.13 Uhr. 792 Seeleute starben, 260 wurden von britischen Schiffen gerettet.
03. Feb. 1915 HMS Clan MacNaughton 281 Der britische Hilfskreuzer HMS Clan MacNaughton (4.985 BRT) ging um den 3. Februar 1915 südwestlich der Hebriden mit der gesamten Crew verloren. Vermutlich lief das Schiff auf eine vom deutschen Hilfskreuzer SMS Berlin gelegte Mine und sank. Ein Notruf wurde nicht empfangen, so dass mit einer Suche erst begonnen wurde, nachdem das Schiff Mitte Februar überfällig geworden war. Mit der HMS Clan MacNaughton gingen der Kommandant, Commander Robert Jeffreys, und 280 Crew-Mitglieder unter. Der Verlustzeitpunkt und der Untergangsort waren nicht genau gesichert. Später aufgefundene Trümmerstücke, die Explosionsspuren aufwiesen, hatten aber den Rückschluss auf einen Minentreffer als wahrscheinlichste Verlustursache zugelassen.
11. Mär. 1915 HMS Bayano 195 Im Nordkanal zwischen Irland und Schottland, etwa zehn Seemeilen westlich des Corsewall Lighthouse, versenkte das deutsche U-Boot SM U 27 den britischen Hilfskreuzer HMS Bayano (5.948 BRT) durch einen Torpedotreffer. Der Hilfskreuzer sankt innerhalb von nur fünf Minuten und riss den Kommandanten, Commander H. C. Carr, und 194 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur 26 Mann überlebten und wurden von dem britischen Dampfer Castlereagh gerettet.
18. Mär. 1915 Bouvet 660 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, lief das französische Linienschiff Bouvet (12.007 ts) auf eine Mine auf, die die Steuerbordseite aufriss, und erhielt zusätzlich acht Treffer von osmanischen Küstenbatterien in der Nähe des Minen-Treffers. Dies verursachte eine starke Explosion im Turm eines 27,4-cm-Geschützes, welche das Schiff innerhalb von nur zwei Minuten zum Sinken brachte. Mit dem Schiff gingen 660 Seeleute unter. Es gab keine Überlebenden.
18. Mär. 1915 Irresistible 150 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, lief auch das britische Linienschiff HMS Irresistible (14.685 ts) auf eine Mine und wurde stark beschädigt. Mit starker Schlagseite und gefluteten Maschinenräumen trieb die Irresistible manövrierunfähig auf die türkischen Forts zu und wurde in den Abendstunden schließlich durch Artilleriebeschuss versenkt. Der überwiegende Teil der Crew konnte von anderen Schiffen abgeborgen werden, aber 150 Mann fanden durch den Minentreffer und den Beschuss den Tod.
18. Mär. 1915 Ocean 1 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, lief das britische Linienschiff Ocean (12.950 ts) beim Versuch, die Irresistible zu unterstützen, auf eine Mine auf und erlitt große Schäden. Nach dem Abbergen der Crew durch Zerstörer trieb das Schiff in die Mortobucht und wurde dort von türkischen Küstenbatterien in den Abendstunden, etwa gegen 22.30 Uhr, versenkt. Lediglich ein Besatzungsmitglied wurde getötet.
28. Mär. 1915 Falaba 104 Das britische Passagierschiff Falaba (4.086 BRT) der Elder Dempster Lines wurde im St. Georgskanal vor der Küste von Pembrokeshire (Wales) vom deutschen U-Boot U 28 durch einen Torpedotreffer versenkt. 104 Menschen kamen dabei ums Leben. 143 Überlebende wurden von den britischen Fischkuttern Emma Eileen und Wenlock geborgen. Unter den Toten war auch der 30 Jahre alte US-Amerikaner Leon Chester Thresher, was in der Folge heftige Reaktionen in den Vereinigten Staaten und den Austausch mehrerer diplomatischer Noten zwischen den USA und Deutschland auslöste.
03. Apr. 1915 Mecidiye 14 Während eines Vorstoßes gegen den russischen Schiffsverkehr westlich der Halbinsel Krim lief der türkische Geschützte Kreuzer Mecidiye (3.250 ts), unter deutschem Kommando stehend und mit einer türkischen Crew bemannt, etwa 15 Seemeilen südwestlich von Odessa auf eine russische Minensperre und sank. 14 Mann der Crew fanden dabei den Tod. Etwa 300 Seeleute wurden von sichernden türkischen Torpedobooten abgeborgen. Das Wrack des in seichtem Wasser gesunkenen Kreuzers wurde im Juni 1915 von den Russen gehoben, die das Schiff unter dem Namen Prut reaktivierten und bis 1917 als Minenleger nutzten.
26./27. Apr. 1915 Léon Gambetta 684 Vor der Küste Süditaliens, etwa 15 Seemeilen südlich der Halbinsel Salento, versenkte das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 5 den französischen Panzerkreuzer Léon Gambetta (12.400 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sank in nur zehn Minuten und riss 684 Besatzungsangehörige, darunter auch Konteradmiral Victor Baptistin Sénès, mit in die Tiefe. Nur 137 Mann überlebten.
07. Mai 1915 RMS Lusitania 1.198 Auf der Fahrt von New York nach Liverpool, etwa zwölf Seemeilen vor der Südküste Irlands, wurde das große britische Passagierschiff RMS Lusitania (31.550 BRT) der britischen Cunard Line gegen 14 Uhr von einem Torpedo des deutschen U-Bootes SM U 20 getroffen und sank innerhalb von nur 18 Minuten. Eine Staubexplosion in einem leeren Kohlebunker im Vorschiff, ausgelöst durch den Torpedotreffer, richtete große Schäden an und beschleunigte das Sinken erheblich. Von den 1959 Menschen an Bord kamen 1198 ums Leben, darunter auch 124 US-Amerikaner. Diese Versenkung löste einen Proteststurm in den USA aus und bewirkte, dass sich nach und nach die deutsch-amerikanischen Beziehungen nachhaltig verschlechterten.
12./13. Mai 1915 HMS Goliath 569 Während der Schlacht um die Dardanellen erzielte das türkische Torpedoboot Muavenet-i Milliye während eines Nachtangriffs auf die vor Kap Helles liegende Flotte der Entente-Mächte drei Torpedotreffer auf dem britischen Linienschiff HMS Goliath (12.950 ts). Das Linienschiff kenterte und sankt innerhalb von nur zwei Minuten, wobei 569 Crew-Mitglieder den Tod fanden. Etwa 140 Mann konnten sich retten. Es war die einzige Versenkung eines britischen Linienschiffes durch ein Torpedoboot im Ersten Weltkrieg und die einzige, die von einem türkischen Überwasserkriegsschiff verursachte wurde.
22. Mai 1915 Jenissei 298 Das deutsche U-Boot SM U 26 torpedierte den russischen Minenleger Jenissei (3.200 t) vor Odensholm, der innerhalb von 10 Minuten sank. 298 Seeleute fanden beim Untergang den Tod.
25. Mai 1915 Triumph 78 Während der Schlacht um die Dardanellen torpedierte das deutsche U-Boot U 21 vor Gallipoli, im Rahmen der das britische Linienschiff Triumph (11.985 ts) während der Landung am Kap Helles. Innerhalb von 30 Minuten lief das Schiff voll Wasser, kenterte und sank. 78 Seeleute fanden beim Untergang den Tod.
27. Mai 1915 Majestic 49 Während der Schlacht um die Dardanellen torpedierte das deutsche U-Boot U 21 vor Gallipoli, im Rahmen der Landung am Kap Helles, das britische Linienschiff Majestic (14.900 ts). Das Linienschiff wurde von einer starken Folgeexplosion erschüttert und sank innerhalb von neun Minuten. Mit der Majestic gingen 49 Seeleute unter.
31. Mai 1915 Merion 4 Nahe der Insel Ai Strati in der Ägäis versenkte das deutsche U-Boot UB 8 den großen britischen Passagierdampfer Merion (11.621 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, welches zu Kriegsbeginn stark umgebaut worden war und das als Attrappe des britischen Schlachtkreuzers Tiger („dummy ship“) vor den Dardanellen eingesetzt werden sollte, blieb zunächst schwimmfähig, sank aber nach über 20 Stunden doch noch, da die Crew die Wassereinbrüche nicht abdichten konnte. Vier Seeleute kamen dabei ums Leben.
28. Juni 1915 Armenian 29 Vor der Küste von Cornwall, nahe Trevose Head, versenkte das deutsche U-Boot U 24 den britischen Passagierdampfer Armenian (8.825 BRT) durch Sprengladungen. Das Schiff war zuvor gemäß der geltenden Prisenordnung von dem U-Boot gestoppt worden, beim Verlassen des Schiffes ertranken aber 29 Menschen, weil ein Rettungsboot kenterte.
07. Juli 1915 Amalfi 67 Vor Venedig versenkte das deutsche U-Boot SM UB 14 den von einem Aufklärungseinsatz zurückkehrenden italienischen Panzerkreuzer Amalfi (9.832 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sank etwa 30 Minuten nach dem Einschlag des Torpedos. Beim Untergang fanden 67 italienische Seeleute den Tod. Da zum Zeitpunkt des Angriffs zwischen Italien und Deutschland offiziell noch kein Kriegszustand herrschte, tarnte sich das deutsche U-Boot als das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 26. Nach dem Verlust der Amalfi und dem Giuseppe Garibaldi 11 Tage später verblieben die in Venedig stationierten italienischen Panzerkreuzer wegen der U-Boot-Bedrohung für fast ein Jahr im Hafen.
11. Juli 1915 SMS Königsberg 19 Der seit Oktober 1914 von überlegenen alliierten Seestreitkräften im Rufiji-Delta (Tansania) blockierte deutsche Kleine Kreuzer SMS Königsberg (3.390 ts) wurde durch den Beschuss von zwei britischen Monitoren schwer beschädigt und schließlich von der eigenen Besatzung versenkt. 19 Besatzungsangehörige kamen dabei durch den Beschuss ums Leben. Das Gros der Besatzung, etwa 320 Mann, sowie ein Teil der Bewaffnung des Kreuzers wurde danach im Kampf an Land eingesetzt.
18. Juli 1915 Giuseppe Garibaldi 57 In der Adria, südlich von Dubrovnik, versenkte das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 4 den italienischen Panzerkreuzer Giuseppe Garibaldi (7.698 ts) durch einen Torpedotreffer. Beim Untergang kamen 57 Seeleute ums Leben. Etwa 540 Mann wurden von Begleitzerstörern gerettet.
08. Aug. 1915 India 166 Der britische Hilfskreuzer India (7.911 BRT), ein umgebautes Passagierschiff der Reederei P & O, wurde vor Bodø an der Küste der norwegischen Provinz Nordland von dem deutschen U-Boot U 22 torpediert und versenkt. Zehn Offiziere und 156 Soldaten starben. Die 141 Überlebenden wurden nach Narvik gebracht.
08. Aug. 1915 SM U 12 17 Vor Venedig lief das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 12 (273 ts) auf eine italienische Mine auf und sank. Dies der erste k. u. k.-U-Boot-Verlust im Ersten Weltkrieg. Die gesamte Crew von 17 Mann fand beim Untergang den Tod. Das Wrack von SM U 12 wurde 1916 von den Italienern gehoben und abgewrackt.
08. Aug. 1915 Barbaros Hayreddin 253 Im Marmarameer, nahe Bolayir, versenkte das britische U-Boot HMS E11 das in Richtung der Dardanellen marschierende türkische Linienschiff Barbaros Hayreddin (10.500 ts) durch einen Torpedotreffer. Das aus dem Jahre 1891 stammende Schiff, unter deutschem Kommando stehend und mit einer türkischen Besatzung bemannt, kenterte und sank innerhalb weniger Minuten. 253 Seeleute gingen mit dem Linienschiff unter, etwa 330 Mann konnten von Küstenfahrzeugen gerettet werden.
09. Aug. 1915 HMS Lynx 70 Der britische Zerstörer HMS Lynx (957 ts) sank im Moray Firth (Schottland), etwa 24 Seemeilen südöstlich von Wick, auf einer Minensperre des deutschen Hilfskreuzers SMS Meteor. Mit dem Schiff gingen 70 Seeleute unter, nur etwa 20 Mann überlebten und wurden von Fischern gerettet.
13. Aug. 1915 HMT Royal Edward 935 In der östlichen Ägäis, nahe der Insel Kandeloussa, versenkte das deutsche U-Boot SM UB 14 den mit 1.637 Soldaten und Besatzungsmitgliedern beladenen und in Richtung der Dardanellen fahrenden britischen Truppentransporter HMT Royal Edward (11.117 BRT). Das Schiff erhielt einen Torpedotreffer und sank in nur sechs Minuten. 935 Soldaten und Seeleute gingen mit dem Transporter unter. Etwa 460 Überlebende konnten von dem britischen Lazarettschiff HMHS Soudan gerettet werden.
19. Aug. 1915 SM U 27 37 Westlich der Scilly-Inseln wurde das deutsche U-Boot SM U 27, nach dem Stoppen des Frachters Nicosian, von der britischen U-Boot-Falle HMS Baralong (Lieutenant Commander G. Herbert) überrascht und durch Artilleriefeuer versenkt. Nach dem Untergang des U-Bootes töteten die Briten die im Wasser schwimmenden deutschen Überlebenden durch Gewehrfeuer. Alle 37 Besatzungsangehörigen von U 27, darunter auch der Kommandant, Kapitänleutnant B. Wegener, fanden den Tod. Seeleute der Nicosian, die Zeuge des so genannten Baralong-Zwischenfalls waren, informierten darüber auch die Presse, wodurch dieser als Kriegsverbrechen einzustufende Vorfall öffentlich bekannt wurde. Trotz formalen deutschen Protestes bestritt die britische Seite diesen Vorfall, wodurch es auch nie zu einer Verurteilung von Lieutenant Commander Herbert und der Crew der HMS Baralong kam.
19. Aug. 1915 Arabic 44 Der britische Passagierdampfer Arabic (15.801 BRT) der White Star Line wurde vor dem Old Head of Kinsale an der Küste Südirlands ohne Vorwarnung vom deutschen U-Boot U 24 versenkt. Unter den 44 Toten befanden sich zwei US-Amerikaner, was erneut zu politischen Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland führte. Die Arabic war das erste Schiff, das die White Star Line im Ersten Weltkrieg verlor.
04. Sep. 1915 RMS Hesperian 32 Der britische Passagierdampfer RMS Hesperian (10.920 BRT) der Allan Line wurde wenige Stunden nach dem Auslaufen aus Liverpool vor Fastnet Rock vom deutschen U-Boot SM U 20 gesichtet und ohne Vorwarnung versenkt. Es war das gleiche U-Boot unter dem gleichen Kommandanten, der bereits die Lusitania versenkte hatte.
23. Okt. 1915 SMS Prinz Adalbert 672 Etwa 20 Seemeilen vor dem Hafen von Libau gelang dem britischen U-Boot HMS E8 die Torpedierung des deutschen Panzerkreuzers SMS Prinz Adalbert (9.087 ts). Der Torpedo traf die vordere Munitionskammer und verursachte eine starke Explosion, die das Schiff in zwei Teile sprengte und versenkt. Mit der SMS Prinz Adalbert gingen 672 Crew-Mitglieder unter, nur drei Mann überlebten.
23. Okt. 1915 Marquette 167 Etwa 35 Seemeilen vor Thessaloniki (Griechenland) wurde der zum Truppentransporter umgerüstete ehemalige Passagierdampfer Marquette (7057 BRT) von dem deutschen U-Boot U 35 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt. 167 Menschen kamen ums Leben, darunter 29 Besatzungsmitglieder, 10 Krankenschwestern und 128 Soldaten.
08. Nov. 1915 Ancona 208 Der 8.210 BRT große italienische Passagierdampfer Ancona wurde im Mittelmeer vom deutschen U-Boot U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner gestoppt und torpedierte, bevor alle Passagiere und Mannschaftsmitglieder das Schiff verlassen konnten. 208 Menschen starben.
17. Nov. 1915 HMHS Anglia 134 Das britische Hospitalschiff HMHS Anglia (1.862 BRT), mit 390 Verwundeten und Crew-Angehörigen an Bord, lief eine Seemeile vor Folkestone auf eine Seemine, die von dem deutschen U-Boot SM UC 5 (Oberleutnant zur See Herbert Pustkuchen) gelegt worden war. Das Schiff sank innerhalb von zehn Minuten. Vier Offiziere, eine Krankenschwester und 129 Patienten und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
03. Dez. 1915 Yarhisar 42 Auf U-Boot-Jagd im Marmarameer wurde der türkische Zerstörer Yarhisar (280 ts) vor İzmit von dem britischen U-Boot HMS E11 torpediert und versenkt. Beim Untergang des Schiffes, das unter deutschem Kommando stand und mit einer türkischen Crew bemannt war, starben 42 von 85 Besatzungsangehörigen, darunter 36 türkische Seeleuten und sechs deutsche Offiziere.
17. Dez. 1915 SMS Bremen und SMS V 191 ≈ 300 Während eines Vorstoßes gegen den Hafen von Windau lief das deutsche Torpedoboot SMS V 191 (650 ts) auf eine russische Minensperre und sank. Der Kleine Kreuzer SMS Bremen (3270 ts) versuchte dem Havaristen zu Hilfe zu eilen, erlitt dabei aber selbst zwei Minentreffer und sank ebenfalls. Beim Untergang der Schiffe starben rund 300 Seeleute, nur etwa 50 Überlebende von beiden Schiffen konnten von dem Torpedoboot SMS V 186 gerettet werden.
24. Dez. 1915 Ville de La Ciotat 81 Auf einer Fahrt von Shanghai nach Marseille wurde an Heiligabend 1915 der französische Passagierdampfer Ville de La Ciotat (6.461 BRT) mit 316 Menschen an Bord vor der griechischen Halbinsel Mani von dem deutschen U-Boot SM U 34 torpedierte. Das Schiff sank sehr schnell, 35 Passagiere und 46 Besatzungsmitglieder kamen durch die Explosion ums Leben oder ertranken.
30. Dez. 1915 Persia 343 Südlich von Kreta wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Persia (7.974 BRT), der sich auf dem Weg von England nach Persien befand, vom deutschen U-Boot SM U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner torpedierte. Das Schiff sank in nur sieben Minuten, weswegen nur wenige Passagiere die Rettungsboote besteigen konnten. Von den 519 Menschen an Bord starben 343, davon waren der größte Teil Frauen und Kinder.

1916Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
06. Jan. 1916 HMS King Edward VII. 0 Das britische Linienschiff HMS King Edward VII. (16.350 ts), auf einem Verlegungsmarsch von Scapa Flow nach Belfast, lief nahe Cape Wrath in ein Minenfeld des deutschen Hilfskreuzers SMS Möve und erlitt einen Minentreffer. Neun Stunden lang kämpfte die Crew vergebens gegen die Wassereinbrüche, dann kenterte das Linienschiff und sank. Die gesamte Besatzung konnte von Begleitschiffen gerettet werden.
08. Feb. 1916 Amiral Charner 374 Vor dem Hafen von Beirut versenkte das deutsche U-Boot U 21 den französischen Geschützten Kreuzer Amiral Charner (4.750 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Kreuzer zerbrach in zwei Teile und sank in nur vier Minuten. Mit dem Schiff gingen 374 Seeleute unter. Nur ein einziger Überlebender wurde am 13. Februar auf einem Rettungsfloß entdeckt und geborgen.
11. Feb. 1916 Arethusa 6 Vor der Küste von Suffolk, nahe Felixstowe, lief der britische Leichte Kreuzer Arethusa (3.500 ts) auf eine Mine auf und sank innerhalb von etwa drei Stunden. Versuche, das Schiff auf Grund zu setzen, schlugen fehl. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot UC 7 gelegt worden. Sechs Mann kamen bei der Minenexplosion ums Leben, der Rest der Crew konnte gerettet werden.
26. Feb. 1916 La Provence 990 Vor dem Peloponnes, etwa 65 Seemeilen südlich von Kap Matapan, versenkte das deutsche U-Boot U 35 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Perière den mit 1.960 Soldaten beladenen französischen Hilfskreuzer und Truppentransporter La Provence (13.752 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sank innerhalb von zehn Minuten. Da infolge eines starken Sturms viele Rettungsboote zudem nicht zu Wasser gelassen werden konnten oder in den Wellen umschlugen, kamen insgesamt 990 Soldaten und Seeleute ums Leben.
27. Feb. 1916 Maloja 155 Der britische Passagierdampfer Maloja (12.431 BRT) befand sich auf dem Weg von Tilbury nach Bombay, als er zwei Seemeilen vor Dover an der englischen Südküste auf eine Mine des deutschen U-Boots UC 6 lief und unterging. Von rund 460 Crew-Angehörigen und Passagieren an Bord fanden 155 den Tod. Die Maloja war das größte Schiff, das P&O im Ersten Weltkrieg verlor.
29. Feb. 1916 Greif 192 Nordwestlich von Bergen wurde der deutsche Hilfskreuzer Greif (4.962 BRT) von britischen Seestreitkräften bei dem Versuch gestellt, die britische Blockadelinie zu durchbrechen und in den Atlantik vorzustoßen. Der Hilfskreuzer sank nach einem erbitterten Artillerieduell mit dem britischen Hilfskreuzer Alcantara, der allerdings ebenfalls sank, sowie dem Hilfskreuzer Andes und dem Leichten Kreuzer Comus. 192 Crew-Mitglieder gingen mit dem Schiff unter, 117 Mann wurden später von den Briten gerettet.
29. Feb. 1916 Alcantara 72 Nordwestlich von Bergen sank der britische Hilfskreuzer Alcantara (16.034 BRT) nach einem Artilleriegefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer Greif. Das Schiff erhielt zudem einen Torpedotreffer von dem deutschen Schiff und ging mit 72 Besatzungsangehörigen an Bord unter. Rund 300 Überlebende wurden von anderen britischen Schiffen aufgenommen.
27. Apr. 1916 HMS Russell 126 Vor Malta sank das britische Linienschiff HMS Russell (13.745 ts) nach zwei Minentreffern. Die Minen waren zuvor von dem deutschen U-Boot SM U 73 gelegt worden. Beim Untergang starben 126 Crew-Angehörige, etwa 600 Mann konnten gerettet werden.
30. Mär. 1916 Portugal 115 Im Schwarzen Meer, an der Küste der türkischen Provinz Rize, wurde das russische Hospitalschiff Portugal (5.357 BRT) von dem deutschen U-Boot SM U 33 mit einem Torpedotreffer versenkt. Der Dampfer sank in zwei Minuten. 115 Menschen (Russen und Franzosen) kamen durch die Versenkung ums Leben.
08. Mai 1916 Cymric 5 140 Meilen vor Fastnet Rock wurde der 13.000 BRT große britische Passagierdampfer Cymric der White Star Line auf dem Weg von New York nach Liverpool vom deutschen U-Boot U 20 unter Kapitänleutnant Walther Schwieger ohne Vorwarnung versenkt. Von den 112 Personen an Bord kamen fünf ums Leben.
31. Mai 1916 HMS Indefatigable 1.017 Der britische Schlachtkreuzer HMS Indefatigable (19.100 ts) wurde während der Skagerrakschlacht von dem deutschen Schlachtkreuzer SMS Von der Tann unter Feuer genommen. Das deutsche Schiff traf den vorderen Geschützturm des britischen Schiffes mit mehreren 28-cm-Granaten, wodurch Flammen in die Munitionskammer durchschlugen. Die HMS Indefatigable wurde von mehreren Explosionen zerrissen und sank. 1.017 Seeleute verloren ihr Leben, nur vier konnten gerettet werden.
31. Mai 1916 HMS Queen Mary 1.245 Im konzentrierten Feuer der deutschen Schlachtkreuzer SMS Derfflinger und SMS Seydlitz erhielt der britische Schlachtkreuzer HMS Queen Mary (26.250 ts) während der Skagerrakschlacht mehrere 28-cm- und 30,5-cm-Treffer, welche eine verheerende Folgeexplosion in einer vorderen Munitionskammer verursachen. Der Schlachtkreuzer explodierte und zerbrach in zwei Teile. Von der 1.254 Mann starken Besatzung überlebten nur neun Mann.
31. Mai 1916 HMS Defence 893 Während der Skagerrakschlacht geriet der britische Panzerkreuzer HMS Defence (14.600 ts) bei einem Angriff auf die bewegungsunfähig zwischen den Kampflinien liegende SMS Wiesbaden in das Feuer der deutschen Schlachtkreuzer SMS Derfflinger und SMS Lützow. Das Schiff sank gegen 18.15 Uhr nach zahlreichen 30,5-cm-Artillerietreffern. Mit der HMS Defence ging die gesamte Besatzung von 893 Mann unter, es gab keine Überlebenden. Unter den Toten war auch Konteradmiral Sir Robert Arbuthnot, der Befehlshaber des britischen 1. Kreuzer-Geschwaders.
31. Mai 1916 HMS Invincible 1.026 Der britische Schlachtkreuzer HMS Invincible (17.526 ts), das Flaggschiff von Admiral Horace Hood, erhielt während der Skagerrakschlacht mehrere schwere 30,5-cm-Treffer durch den deutschen Schlachtkreuzer SMS Lützow. Einer davon brachte eine Munitionskammer zur Explosion. Das Schiff wurde in zwei Teile gerissen und ging in kürzester Zeit unter. Nur sechs Mann der Besatzung überlebten, 1.026 Seeleute, darunter auch Hood, nahm die HMS Invincible mit in die Tiefe.
31. Mai/01. Juni 1916 SMS Frauenlob 321 Während des Nachtgefechtes der Skagerrakschlacht geriet die deutsche IV. Aufklärungsgruppe in einen Kampf mit britischen Leichten Kreuzern. Der Kleine Kreuzer SMS Frauenlob (2.706 ts) erhielt dabei einen Torpedotreffer von der HMS Southampton. Außerdem geriet durch einen 15,2-cm-Granattreffer die achtere Bereitschaftsmunition in Brand und explodierte. Das Schiff kenterte und sank gegen Mitternacht mit fast der gesamten Besatzung. Nur acht Mann überlebten.
31. Mai/01. Juni 1916 HMS Black Prince 857 Der britische Panzerkreuzer HMS Black Prince (13.550 ts) hatte den Anschluss an die eigene Flotte bereits vor dem Kontakt mit der deutschen Hochseeflotte verloren und konnte diesen während der ganzen sich entwickelnden Schlacht nicht wiederherstellen. Gegen Mitternacht sichtete die Crew des Schiffes mehrere Silhouetten und wollte sich den vermeintlich eigenen Schiffen wieder anschließen. Es handelte sich jedoch um deutsche Großkampfschiffe. Der Fehler wurde zu spät bemerkt und der Panzerkreuzer von den Scheinwerfern der SMS Thüringen erfasst. Innerhalb von zwei Minuten wurde die HMS Black Prince von den deutschen Schlachtschiffen SMS Thüringen, SMS Ostfriesland und SMS Friedrich der Große auf rund 1.000 Metern Entfernung durch 30,5-cm-Artilleriefeuer zum Wrack geschossen. Das brennende Schiff blieb hinter der deutschen Linie zurück und sank zu einem unbekannten Zeitpunkt. Von der Besatzung überlebt niemand.
01. Juni 1916 SMS Lützow 116 Der deutsche Schlachtkreuzer SMS Lützow (26.730 ts), der am Tage während der Skagerrakschlacht durch 24 schwere Artillerie- und einen Torpedotreffer schwer beschädigt worden war, musste in den Nachtstunden aufgegeben werden, da die starken Wassereinbrüche eine weitere Fahrt in Richtung der deutschen Küste verhinderten. Da zudem die britische Schlachtflotte sich näherte und ein Abschleppen als erfolglos angesehen wurde, wurde die SMS Lützow, nach dem Abbergen der Crew durch Torpedoboote, vom Torpedoboot SMS G 38 durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Die Besatzung hatte insgesamt 116 Tote zu beklagen. Rund 1000 Mann wurden gerettet.
01. Juni 1916 SMS Pommern 839 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wurde das deutsche Linienschiff SMS Pommern (13.190 ts) vom britischen Zerstörer HMS Faulknor angegriffen und erhielt einen oder zwei (?) Torpedotreffer. Dies löst eine starke Explosion an Bord des Linienschiffes aus, vermutlich in einer vorderen Munitionskammer. Die SMS Pommern zerbrach in zwei Teile und sank mit ihrer gesamten Besatzung von 839 Mann. Es gab keine Überlebenden.
01. Juni 1916 SMS Rostock 14 Der deutsche Kleine Kreuzer SMS Rostock (4.900 ts) wurde während der Skagerrakschlacht in den frühen Morgenstunden des 1. Juni von britischen Zerstörern attackiert und erhielt einen Torpedotreffer. Da die Maschinen daraufhin ausfielen und das Schiff bewegungsunfähig im Wasser lag, wurde die Crew abgeborgen und der Kreuzer von zwei deutschen Torpedobooten gegen 5.25 Uhr versenkt. 14 Besatzungsangehörige kamen durch den Torpedoeinschlag ums Leben, rund 370 Mann wurden gerettet.
01. Juni 1916 HMS Tipperary 185 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wurde der britische Zerstörer und Flottillenführer HMS Tipperary (1.700 ts) während eines Torpedoangriffs auf das Gros der deutschen Schlachtflotte von der 15-cm-Mittelartillerie des deutschen Schlachtschiffes SMS Westfalen schwer getroffen und sank innerhalb weniger Minuten. Mit dem brennenden Schiff gingen der Kommandant, Captain J. Wintour, und 184 Crew-Mitglieder unter. Nur zwölf Mann überlebten.
01. Juni 1916 HMS Sparrowhawk 6 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wurde der britische Zerstörer HMS Sparrowhawk (984 ts) während eines Torpedoangriffs auf das Gros der deutschen Schlachtflotte nacheinander von den britischen Zerstörern HMS Broke, dessen Rudergänger durch deutschen Beschuss zuvor getötet worden war und welcher deswegen aus dem Ruder lief, und HMS Contest, der während des Torpedoangriffs mit voller Fahrt von achtern herankam und nicht mehr ausweichen konnte, gerammt. Das schwer beschädigte Schiff sank kurze Zeit später mit sechs Mann an Bord. Die restliche Crew, etwa 90 Mann, wurde von verschiedenen anderen Schiffen gerettet.
01. Juni 1916 HMS Turbulent 90 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wurde der britische Zerstörer HMS Turbulent (1.098 ts) von der Artillerie deutscher Schlachtkreuzer schwer getroffen und sank innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff gingen 90 Seeleute unter.
01. Juni 1916 SMS Wiesbaden 589 Der bereits am Vortag zu Beginn der Skagerrakschlacht manövrierunfähig geschossene deutsche Kleine Kreuzer Wiesbaden (5.160 ts) lag über mehrere Stunden zwischen den feindlichen Linien und wurde mehrfach von britischen Schiffen angegriffen. Er erhielt zahlreiche Treffer, sank jedoch erst in den Morgenstunden des 1. Juni, etwa gegen 4.00 Uhr. 589 Mann, darunter der norddeutsche Dichter Johann Kinau, kamen ums Leben, nur ein einziges Besatzungsmitglied wurde zwei Tage später von dem norwegischen Dampfer Willy gerettet.
05. Juni 1916 HMS Hampshire 643 Der britische Panzerkreuzer HMS Hampshire (10.850 ts) verließ den Hauptstützpunkt der britischen Flotte Scapa Flow durch den Hoy Sound in Richtung Archangelsk. Wenig später lief das Schiff westlich der Orkneyinseln auf eine Mine, die vermutlich am 23. Mai vom deutschen U-Boot SM U 75 gelegt worden war. Der Panzerkreuzer versank innerhalb von 15 Minuten. Von der 655 Mann starken Besatzung überlebten lediglich 12 Seeleute den Untergang. Unter den Getöteten befand sich neben dem 65-jährigen Lord Herbert Kitchener auch ein großer Teil seines militärischen Stabs.
08. Juni 1916 Principe Umberto ≈ 1.750 Der italienische Hilfskreuzer und Truppentransporter Principe Umberto (7.929 BRT), im Konvoi mit zwei weiteren Transportern fahrend und gesichert durch zwei Zerstörer, wurde etwa 15 Seemeilen südwestlich des Capo Linguetta (Albanien) von dem österreichisch-ungarischen U-Boot SM U 5 torpedierte. Das Schiff, mit Truppenverstärkungen auf dem Weg von Italien nach Valona, brach auseinander und sank sehr schnell. Von den rund 2.200 Seeleuten und Soldaten an Bord konnten nur etwa 450 von den Geleitfahrzeugen gerettet werden. Schätzungsweise 1.750 Menschen fanden den Tod. Es war dies bis heute (2010) die opferreichste Versenkung eines unter italienischer Flagge fahrenden Schiffes.
19. Aug. 1916 HMS Nottingham 38 In der Nordsee versenkte das deutsche U-Boot SM U 52 aus einem britischen Verband den Leichten Kreuzer HMS Nottingham (5.440 ts). Das Schiff sank nach drei Torpedotreffern, wobei 38 Crew-Mitglieder den Tod fanden. Das Gros der Besatzung konnte von anderen britischen Schiffen gerettet werden.
20. Aug. 1916 HMS Falmouth 11 In der Nordsee versenkte das deutsche U-Boot SM U 63 den Leichten Kreuzer HMS Falmouth (5.250 ts) durch zwei Torpedotreffer. Der Kreuzer war zuvor bereits durch zwei Torpedos des deutschen U-Bootes SM U 66 beschädigt worden und befand sich im Schlepp zweier Schlepper auf dem Heimweg. Da der Großteil der Crew nach dem ersten Torpedotreffer von den Begleitschiffen von Bord abgeborgen worden war, kamen bei der Versenkung nur elf Mann ums Leben.
15. Sep. 1916 Foucault 0 In der Adria, etwa zehn Seemeilen von Cattaro entfernt, versenkten zwei österreichisch-ungarische Lohner-Wasserflugzeuge das französische U-Boot Foucault (397 ts). Das U-Boot wurde durch vier Bombenabwürfe stark beschädigt und tauchunklar. Die französische Crew verließ daraufhin ihr U-Boot und versenkte dieses selbst. Die beiden Flugboote landen danach auf dem Wasser und retten die gesamte 28 Mann starke U-Boot-Besatzung. Es war dies die erste Versenkung eines U-Bootes durch einen Luftangriff in der Seekriegsgeschichte.
04. Okt. 1916 RMS Franconia 12 Östlich von Malta wurde der britische Passagierdampfer RMS Franconia (18.150 BRT), auf dem Weg von Liverpool nach Thessaloniki, von dem deutschen U-Boot SM UB 47 unter Oberleutnant Wolfgang Steinbauer torpediert und versenkt. Zwölf der 314 Menschen an Bord kamen ums Leben. Ihr Schwesterschiff, die RMS Laconia, wurde vier Monate später ebenfalls von einem deutschen U-Boot versenkt.
04. Okt. 1916 Gallia 927 35 Seemeilen südwestlich der Insel San Pietro bei Sardinien wurde der französische Truppentransporter Gallia (14.966 BRT) auf dem Weg von Toulon (Frankreich) nach Thessaloniki (Griechenland) von dem deutschen U-Boot SM U 35 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Perière mit einem Torpedo versenkt. Von den 2.350 Besatzungsmitgliedern und Soldaten an Bord kamen etwa 600 ums Leben. Etwa 1200 Schiffbrüchige wurden am Tag darauf von dem französischen Geschützten Kreuzer Châteaurenault aufgenommen. Nach anderen Angaben gab es 867 französische Gefallene: Besatzung: 41, Marineangehörige als Passagiere: 4, Armeeangehörige als Passagiere: 822 (davon: Infanterieregiment 35: 177, Infanterieregiment 55: 214, Infanterieregiment 59: 236, Infanterieregiment 113: 180, Nachschubkompanie 75: 15). An Bord waren zudem noch 350 Serben, von denen etwa 220 gefallen waren.
23. Okt. 1916 HMS Genista 73 Vor der Westküste Irlands torpedierte das deutsche U-Boot SM U 57 die britische Minensuch-Korvette HMS Genista (1.250 ts). Das Schiff flog sofort in die Luft und ging mit 73 Mann an Bord unter. Es gab keine Überlebenden.
28. Okt. 1916 HMHS Galeka 19 Das britische Hospitalschiff HMHS Galeka (6.772 BRT) lief fünf Seemeilen vor La Hague auf eine Mine, die von dem deutschen U-Boot SM UC 26 gelegt worden war. Das Schiff konnte bei La Hague auf Grund gesetzt werden, war aber ein Totalverlust. 19 Mitglieder des medizinischen Personals starben. Patienten waren auf dieser Fahrt nicht an Bord.
06. Nov. 1916 Arabia 11 Das britische Passagierschiff Arabia (7.903 BRT) befand sich mit 720 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Australien nach England, als es 112 Seemeilen vor dem Kap Tenaro an der griechischen Küste von dem deutschen U-Boot UB 43 torpedierte wurde. Das Schiff sank innerhalb von 20 Minuten, wobei elf Menschen ums Leben kamen.
21. Nov. 1916 HMHS Britannic 30 Das große britische Lazarettschiff HMHS Britannic (48.158 BRT), ein Schwesterschiff der RMS Titanic, lief vor der griechischen Küste, nahe der Insel Kea, auf eine Mine, die vermutlich vom deutschen U-Boot SM U 73 gelegt worden war. Das Schiff sank innerhalb von etwa 55 Minuten. Die Evakuierung des Schiffes erfolgt geordnet. Dennoch starben 30 Menschen, da zwei Rettungsboote in den Sog der noch laufenden Propeller gerieten. Die HMHS Britannic war das größte alliierte Schiff, welches im Ersten Weltkrieg in Verlust geriet.
26. Nov. 1916 Suffren 648 Vor der portugiesischen Küste, nahe Lissabon, torpedierte das deutsche U-Boot U 52 das französische Linienschiff Suffren (12.527 ts). Der Torpedo traf eine Munitionskammer. Die nachfolgende Explosion brachte das Schiff innerhalb von nur zwei Minuten zum Sinken. 648 Mann gingen mit der Suffren unter. Es gab keine Überlebenden.
11. Dez. 1916 Magellan 36 Zehn Meilen südlich der Mittelmeerinsel Pantelleria versenkte das deutsche U-Boot U 63 das französische Passagierschiff Magellan (6.357 ts), das sich in einem Geleitzug fahrend auf dem Weg nach Marseille befand. 10 Besatzungsmitglieder und 26 Passagiere kamen um. Die Überlebenden wurden von dem Dampfer Sinaï und dem Torpedoboot Sagaie aufgenommen.
12. Dez. 1916 Regina Margherita 675 Vor dem Hafen von Valona lief das italienische Linienschiff Regina Margherita (13.427 ts), auf dem Weg von Tarent nach Valona, auf eine Minensperre auf und erlitt zwei Minentreffer. Die Minen waren bereits ein Jahr zuvor von dem deutschen U-Boot UC 14 gelegt worden. Die Minendetonationen verursachten eine Folgeexplosion der Munition und brachten das Schiff innerhalb von nur drei Minuten zum Sinken. Mit der Regina Margherita gingen 675 Besatzungsangehörige unter, nur 270 Mann konnten gerettet werden.
27. Dez. 1916 Gaulois 4 Vor der Südküste Griechenlands, etwa 30 Seemeilen südlich der Insel Cerigo, torpedierte das deutsche U-Boot SM UB 47 das französische Linienschiff Gaulois (11.300 ts). Das Schiff wurde schwer beschädigt und sank etwa 25 Minuten nach dem Torpedotreffer. Fast die komplette Besatzung konnte von Begleitschiffen gerettet werden, nur vier Seeleute, die sich bei der Torpedierung in der getroffenen Rumpfsektion aufgehalten hatten, kamen ums Leben.

1917Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1917 HMT Ivernia 120 Etwa 58 Seemeilen südöstlich von Kap Matapan entfernt wurde der britische Truppentransporter HMT Ivernia (13.799 BRT) von dem deutschen U-Boot SM UB 47 versenkt. 84 Soldaten und 36 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
04. Jan. 1917 Pereswet 261 Das russische Linienschiff Pereswet (12.877 ts), das während des Russisch-Japanischen Krieges von den Japanern erbeutet und welches 1916 von den Russen zurückgekauft worden war, lief während des Rückmarsches nach Russland im Mittelmeer, etwa zehn Seemeilen nördlich von Port Said, auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM U 73. Das Schiff kenterte und sank in nur sechs Minuten. 261 russische Seeleute fanden dabei den Tod, etwa 500 Mann überlebten.
09. Jan. 1917 HMS Cornwallis 15 Im östlichen Mittelmeer, etwa 60 Seemeilen östlich von Malta, versenkte das deutsche U-Boot SM U 32 das britische Linienschiff HMS Cornwallis (14.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sank langsam, weswegen fast die gesamte Besatzung gerettet werden konnte. 15 Seeleute starben allerdings bei dem Torpedotreffer.
11. Jan. 1917 HMS Ben-my-Chree 0 Der britische Seeflugzeugträger HMS Ben-my-Chree (3.800 ts) wurde nahe der griechischen Insel Kastelorizo, während das Schiff dicht unter der Küste liegt, von türkischen Küstenbatterien unter Mustafa Ertuğrul Aker beschossen. Der Träger wurde mehrfach getroffen, geriet in Brand und musste aufgegeben werden. Die gesamte Crew von rund 250 Mann wurde gerettet. Die HMS Ben-my-Chree ist bis heute der einzige jemals von Küstengeschützen versenkte Seeflugzeugträger.
25. Jan. 1917 Laurentic 354 Der britische Hilfskreuzer und Truppentransporter Laurentic (14.892 BRT), vormals als Passagierschiff der White Star Line angehörend, lief vor Lough Swilly (Nordirland) mit hoher Fahrt in ein deutsches Minenfeld, welches zuvor von dem U-Boot U 80 gelegt worden war. Das Schiff erlitt zwei oder drei (?) Minentreffer und sank innerhalb von etwa zehn Minuten. Von 475 Menschen an Bord kamen 354 ums Leben. Viele sprangen in der Dunkelheit über Bord und erfroren im eiskalten Wasser. Die Überlebenden wurden erst am folgenden Tag gerettet. Zur verlorenen Ladung gehörten auch 35 Tonnen Gold für die Regierung der Vereinigten Staaten.
07. Feb. 1917 California 41 38 Seemeilen südwestlich des Fastnet-Felsens torpedierte das deutsche U-Boot SM U 85 den britischen Passagierdampfer California (8.662 BRT) der Anchor Line, der mit 202 Menschen auf dem Weg nach Glasgow war. Das Schiff sank in neun Minuten. Fünf Menschen kamen durch die Torpedodetonation ums Leben, 36 weitere ertranken während der Evakuierung, da das Schiff während des raschen Sinkens immer noch Fahrt machte und mehrere Rettungsboote kenterten.
08. Feb. 1917 HMS Ghurka 74 Vor der Küste von Kent, nahe Dungeness, lief der britische Zerstörer HMS Ghurka (880 ts) auf eine Mine auf und sank. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot SM UC 47 gelegt worden. Mit dem Schiff gingen 74 Crew-Angehörige unter, nur fünf Mann überlebten.
17. Feb. 1917 Athos 754 Der französische Passagier- und Frachtdampfer Athos (12.644 BRT), mit etwa 1.950 Passagieren, Soldaten und Crew-Angehörigen an Bord und auf dem Weg von Marseille nach Yokohama, wurde 200 Seemeilen südöstlich von Malta von dem deutschen U-Boot SM U 65 torpediert und versenkt. Das im Geleit von zwei Torpedobooten fahrende Schiff sank innerhalb von 14 Minuten und riss 754 Menschen mit in die Tiefe. Rund 1.200 Überlebende wurden von den Eskortfahrzeugen gerettet.
25. Feb. 1917 RMS Laconia 12 In der Nähe von Fastnet Rock, an der südirischen Küste, wurde der britische Passagierdampfer RMS Laconia (18.099 BRT) der Cunard Line von dem deutschen U-Boot SM U 50 zweimal torpediert und versenkt. Zwar konnten die meisten der etwa 300 Menschen an Bord gerettet werden, der Tod zweier amerikanischer Staatsbürger sorgte jedoch für weitere politische Spannungen und trug letztlich dazu bei, dass die USA im April 1917 in den Krieg eintraten.
01. Mär. 1917 HMS Pheasant 88 Westlich der Insel Hoy (Orkney) lief der britische Zerstörer HMS Pheasant (1.025 ts) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM U 80 auf und explodierte. Mit dem Schiff gingen 88 Besatzungsangehörige unter, es gab keine Überlebenden.
01. Mär. 1917 Drina 15 Vor Milford Haven an der walisischen Küste lief das britische Passagierschiff Drina (11.483 BRT) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM UC 65 auf und sank. Alle 189 Passagiere konnten gerettet werden, aber 15 der 148 Besatzungsmitglieder kamen um. Die Drina war das erste im Ersten Weltkrieg zum Hospitalschiff umgerüstete Handelsschiff. Zum Zeitpunkt ihres Untergangs war sie jedoch wieder im zivilen Passagierverkehr.
16. Mär. 1917 SMS Leopard 325 Nordöstlich der Färöer-Inseln wurde der deutsche Hilfskreuzer SMS Leopard (4.652 BRT) bei dem Versuch in den Atlantik auszubrechen, von überlegenen britischen Seestreitkräften, darunter der Panzerkreuzer HMS Achilles, gestellt und in einem etwa einstündigen Artilleriegefecht versenkt. Mit dem Schiff ging die gesamte Crew von 319 Mann unter. Zusätzlich starben sechs Angehörige eines britischen Prisenkommandos, das vor Beginn des Gefechtes an Bord des getarnten deutschen Schiffes gegangen war.
19. Mär. 1917 Danton 296 Im westlichen Mittelmeer, etwa 30 Seemeilen südlich von Sardinien, versenkte das deutsche U-Boot SM U 64 das französische Linienschiff Danton (18.318 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sank etwa 45 Minuten nach den Treffern. 296 Mann gingen mit der Danton unter. Die Eskorte konnte 806 Besatzungsangehörige retten.
19. Mär. 1917 Alnwick Castle 40 Das britische Passagierschiff Alnwick Castle (5.893 BRT) der Union-Castle Line wurde 310 Seemeilen südwestlich von Bishop Rock von dem deutschen U-Boot U 81 durch einen Torpedo versenkt. Alle 139 Menschen an Bord konnten sich vor dem Untergang retten, doch zwei der Boote verschwanden in der ersten stürmischen Nacht auf See und die anderen wurden erst nach Tagen gefunden. Insgesamt 40 der Bootsinsassen kamen auf dem offenen Atlantik ums Leben.
04. Apr. 1917 City of Paris 122 Auf einer Fahrt von Karatschi über Marseille nach Liverpool wurde der britische Passagierdampfer City of Paris (9.191 BRT) 46 Seemeilen südöstlich von Cap d'Antibes (Côte d’Azur) von dem deutschen U-Boot UC 35 zweimal torpediert und versenkt. Alle 109 Besatzungsmitglieder und 13 Passagiere kamen ums Leben.
10. Apr. 1917 HMHS Salta 130 Am Eingang zum Hafen von Le Havre lief das britische Hospitalschiff HMHS Salta (7.284 BRT) trotz Warnungen in ein Minenfeld, das am Vortag von dem deutschen U-Boot SM UC 26 gelegt worden war. Das Schiff erlitt einen Minentreffer und sank innerhalb von zehn Minuten, wobei 79 Besatzungsmitglieder, 42 Angehörige des medizinischen Personals und neun Krankenschwestern ums Leben kamen. Die Rettung der Schiffbrüchigen durch Hafenfahrzeuge aus La Havre wurde zudem durch einen starken Sturm erschwert. Das Schiff war mit insgesamt 205 Menschen aus Southampton gekommen und wollte in Le Havre neue Patienten aufnehmen.
15. Apr. 1917 Cameronia 210 Der ehemalige britische Luxusliner Cameronia (10.983 BRT), ein zum Truppentransporter umgewandeltes Schiff der britischen Reederei Anchor Line, wurde 150 Seemeilen östlich von Malta, mit 2.650 Soldaten und Crew-Angehörigen an Bord und auf einer Fahrt von Marseille nach Alexandria, von dem deutschen U-Boot U 33 torpediert und versenkt. Das Schiff sank innerhalb von 40 Minuten. 210 Menschen kamen ums Leben.
15. Apr. 1917 Arcadian 277 Der britische Truppentransporter Arcadian (8.939 BRT) wurde nordöstlich der griechischen Insel Milos im östlichen Mittelmeer mit 1.335 Soldaten und Besatzungsmitgliedern an Bord und auf einer Fahrt von Thessaloniki nach Alexandria von dem deutschen U-Boot UC 74 torpediert und versenkt. Das Schiff sank innerhalb von sechs Minuten. 277 Menschen kamen ums Leben, darunter 19 Offiziere, 214 weitere Army-Ränge und 34 Besatzungsmitglieder.
16. Apr. 1917 Sontay 49 Etwa 100 Seemeilen südöstlich von Malta wurde das französische Passagierschiff Sontay (7.247 BRT) auf dem Weg nach Marseille von dem deutschen U-Boot SM U 33 torpediert und versenkt. Das Schiff sank innerhalb von 6 Minuten. 49 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän, kamen ums Leben.
17. Apr. 1917 Lanfranc 40 42 Seemeilen nordöstlich von Le Havre im Ärmelkanal wurde das Hospitalschiff Lanfranc (6.287 BRT) mit 387 Patienten an Bord von dem deutschen U-Boot UB 40 (Kapitänleutnant Hans Howaldt) torpediert und versenkt. 22 britische Besatzungsmitglieder und 18 deutsche Patienten starben. Die Überlebenden wurden von britischen Zerstörern nach Portsmouth gebracht.
17. Apr. 1917 Donegal 41 19 Seemeilen südlich von Dean im Ärmelkanal wurde das Hospitalschiff Donegal (1.885 BRT) mit 610 Patienten an Bord von dem deutschen U-Boot UC 21 (Oberleutnant zur See Reinhold Saltzwedel) torpediert und versenkt. 12 britische Besatzungsmitglieder und 29 britische Patienten starben, darunter der Titanic-Überlebende Archie Jewell.
24. Apr. 1917 Abosso 65 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Abosso (7.782 BRT) der britischen Elder Dempster Lines wurde 180 Seemeilen westlich vom Fastnet-Felsen von dem deutschen U-Boot U 43 durch einen Torpedo versenkt. Der Dampfer machte während des Untergangs immer noch Fahrt und sank bei schwerer Schlagseite, sodass mehrere Rettungsboote nach dem Abfieren kenterten. 65 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.
28. Apr. 1917 Medina 6 Der britische Passagierdampfer Medina (12.358 BRT) befand sich auf dem Weg von Sydney nach London, als er drei Seemeilen vor der Landzunge Start Point an der Küste von Devon von dem deutschen U-Boot UB 31 ohne Vorwarnung torpediert und versenkte wurde. Durch die Explosion des Torpedos kamen im Maschinenraum sechs Besatzungsmitglieder ums Leben.
04. Mai 1917 Transylvania 412 Der britische Truppentransporter Transylvania (14.348 BRT), ein ehemaliger Luxusliner, befand sich mit einem 2.700 Mann umfassenden Truppenkontingent an Bord auf dem Weg von Marseille nach Alexandria. Er wurde von den japanischen Zerstörern Matsu und Sakaki der Kaba-Klasse eskortiert. Am 4. Mai 1917 wurde der Dampfer von dem deutschen U-Boot U 63 im Golf von Genua angegriffen und durch zwei Torpedotreffer versenkt. Das Schiff sank innerhalb von 35 Minuten. Zehn Besatzungsmitglieder, 29 Offiziere und 373 Soldaten starben.
05. Mai 1917 Feltria 45 Acht Seemeilen südöstlich von Mine Head an der Küste der irischen Grafschaft Waterford wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Feltria (5.254 BRT) der Cunard Line von dem deutschen U-Boot SM UC 48 torpediert und versenkt. 45 Menschen starben.
11. Mai 1917 Medjerda 344 Fünf Seemeilen vor der katalanischen Küste wurde der französische Passagier- und Frachtdampfer Medjerda (1.918 BRT), der auch Truppen befördert, von dem deutschen U-Boot SM U 34 torpediert und sank in zwei Minuten. Von den 575 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 344 ums Leben. Neben hunderten Soldaten waren auch 48 zivile Passagiere an Bord, darunter Frauen und Kinder.
25. Mai 1917 HMS Hilary 4 Etwa 40 Seemeilen westlich der Shetlandinseln versenkte das deutsche U-Boot SM U 88 den britischen Hilfskreuzer HMS Hilary (6.329 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sank langsam, weswegen sich bis auf vier Mann fast die gesamte Crew (320 Mann) retten konnte.
26. Mai 1917 Dover Castle 7 Das in einem Geleitzug fahrende britische Hospitalschiff Dover Castle (8.271 BRT) wurde vor der algerischen Küste von dem deutschen U-Boot UC 67 attackiert und durch zwei Torpedotreffer versenkt. Die anderen Schiffe des Konvois konnten die Besatzung und die Patienten retten, aber durch die Detonation des ersten Torpedos kamen sieben Heizer ums Leben.
11. Juni 1917 Sakaki 68 Südlich des Peloponnes, nahe der Insel Cerigotto, torpedierte das österreichisch-ungarische U-Boot U-27 den japanischen Zerstörer Sakaki (665 ts). Das Schiff wurde schwer beschädigt und musste nahe Cerigotto auf Grund gesetzt werden. 68 Mann kamen durch den Torpedotreffer ums Leben. Der Zerstörer wurde später wieder gehoben und repariert. Die Sakaki, im Rahmen der japanischen Unterstützung der Alliierten im Mittelmeer seit Mai 1917 zum Konvoischutz eingesetzt, war das einzige japanische Kriegsschiff, das im Ersten Weltkrieg in europäischen Gewässern torpedierte wurde. Zudem war es der einzige japanische Zerstörer in diesem Krieg, der durch Feindeinwirkung erhebliche Personalverluste erlitt.
24. Juni 1917 Mongolia 23 Etwa 50 Seemeilen südwestlich von Bombay lief der Passagier- und Frachtdampfer Mongolia (9.505 BRT) der britischen Reederei P&O auf einer Fahrt von London nach Sydney auf eine Seemine, die von den deutschen Hilfskreuzer Wolf gelegt worden war. Von den etwa 500 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kamen 23 ums Leben.
27. Juni 1917 Ultonia 1 190 Seemeilen südwestlich vom Fastnet-Felsen wurde der 10.402 BRT große Passagier- und Frachtdampfer Ultonia der Cunard Line auf einer Fahrt von New York nach London von dem deutschen U-Boot U 53 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Rose versenkt. Ein Mensch kam ums Leben.
27. Juni 1917 Kléber 42 Vor dem Hafen von Brest, nahe dem Leuchtturm Pierres Noires, lief der französische Panzerkreuzer Kléber (7.578 ts), auf dem Weg von Dakar nach Brest, auf eine Minensperre auf, die zuvor von dem deutschen U-Boot SM UC 61 gelegt worden war. 42 Seeleute gingen mit dem Schiff unter, die restliche Crew konnte von Geleitzerstörern gerettet werden.
30. Juni 1917 HMS Cheerful 40 Vor Lerwick lief der britische Zerstörer HMS Cheerful (370 ts) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM UC 33. Das aus dem Jahr 1897 stammende Schiff zerbrach in zwei Teile und sank in nur vier Minuten. 40 Crew-Angehörige kamen dabei ums Leben. Etwa 25 Mann wurden gerettet.
30. Juni 1917 Calédonien 51 30 Meilen nördlich von Port Said lief der in einem Geleitzug fahrende französische Hilfskreuzer Calédonien (4.248 ts) in ein Minenfeld, das von dem deutschen U-Boot UC 34 gelegt worden war. Das 1882 in Dienst gestellte Schiff wurde von zwei Minen getroffen und sank vier Minuten nach der zweiten Detonation. 23 Besatzungsmitglieder und 28 Passagiere, darunter sechs Zivilisten, kamen ums Leben. Die Überlebenden wurden von den beiden Geleitfahrzeugen gerettet.
19. Juli 1917 Eloby 156 Etwa 75 Seemeilen südöstlich von Malta versenkte das deutsche U-Boot U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner den britischen Truppentransporter Eloby (6.545 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 56 Seeleute und 100 französische Soldaten unter.
20. Juli 1917 Salsette 15 15 Seemeilen westlich der Isle of Portland versenkte das deutsche U-Boot SM UB 40 das britische Passagierschiff Salsette (5.842 BRT) durch einen Torpedotreffer. 15 Besatzungsmitglieder kamen durch die Torpedodetonation ums Leben.
23. Juli 1917 Otway 10 Südlich der Färöer-Inseln, nahe Butt of Lewis, versenkte das deutsche U-Boot UC 49 den britischen Hilfskreuzer Otway (12.077 BRT) durch einen Torpedotreffer. Zehn Crew-Mitglieder fanden beim Untergang den Tod. Die restliche Besatzung, etwa 340 Mann, konnte sich in die Beiboote retten.
26. Juli 1917 HMS Ariadne 38 Vor der Küste von Sussex, nahe Beachy Head, versenkte das deutsche U-Boot SM UC 65 den zu einem Minenleger umgerüsteten britischen Geschützten Kreuzer HMS Ariadne (11.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 38 Seeleute unter, rund 400 Mann wurden gerettet.
13. Aug. 1917 Turakina 2 (4?) 120 Seemeilen westlich von Bishop Rock am Eingang zum Ärmelkanal versenkte das deutsche U-Boot SM U 86 den neuseeländischen Truppentransporter (ex- Passagierschiff) Turakina (8.349 BRT) durch einen Torpedotreffer. Zwei bis vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, weil eines der Rettungsboote kenterte. Ebenfalls an Bord waren 200 US-amerikanische Soldaten, die alle überlebten.
16. Aug. 1917 Athenia 15 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Athenia (8.668 BRT) der Donaldson Line wurde sieben Seemeilen vor Inishtrahull Island an der nordirischen Küste von dem deutschen U-Boot SM U 53 versenkt. 15 Menschen starben.
25. Aug. 1917 Malda 64 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Malda (7.884 BRT) der British India Steam Navigation Company wurde 130 Seemeilen vor Bishop Rock (Scilly-Inseln) von dem deutschen U-Boot U 70 versenkt. 64 Menschen starben.
02. Sep. 1917 Olive Branch und SM U 28 1 + 39 Etwa 85 Seemeilen nordöstlich des Nordkaps torpedierte das deutsche U-Boot SM U 28 den britischen Munitionstransporter Olive Branch (4.649 BRT), wobei ein britischer Seemann ums Leben kam. Die restliche britische Crew rettete sich in die Beiboote. Da das Schiff aber zunächst noch schwimmfähig blieb, beschoss das U-Boot den Dampfer mit dem Bordgeschütz und schloss zur Olive Branch auf. Eine Granate von SM U 28 traf dabei allerdings die Munitionsladung des britischen Schiffes und verursachte eine gewaltige Explosion. Der Transporter wurde dadurch versenkt, aber herumfliegende Trümmer trafen auch das U-Boot und brachten es innerhalb kürzester Zeit zum Sinken. Mit SM U 28 ging die gesamte Crew von 39 Mann unter.
07. Sep. 1917 Minnehaha 43 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Minnehaha (13.443 BRT) der Atlantic Transport Line wurde zwölf Seemeilen vor dem Fastnet-Felsen an der Südküste Irlands von dem deutschen U-Boot U 48 versenkt. Von den 153 Besatzungsmitgliedern kamen 43 ums Leben. Passagiere waren auf dieser Fahrt nicht an Bord.
18. Sep. 1917 HMS Contest 35 In den Western Approaches, etwa 100 Seemeilen südwestlich von Irland, versenkte das deutsche U-Boot SM U 106 den britischen Zerstörer HMS Contest (957 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 35 Besatzungsangehörige unter. Etwa 60 Überlebende wurden von dem britischen Frachter City of Lincoln gerettet, welcher von dem U-Boot zuvor durch einen Torpedotreffer beschädigt worden war und auf dessen Notruf sich der Zerstörer in das Seegebiet begeben hatte. Da das U-Boot den mit der Rettung beschäftigten Frachter nicht mehr attackierte, konnten die City of Lincoln und ihre Crew sowie die geborgenen Überlebenden der HMS Contest später einen britischen Hafen erreichen.
23. Sep. 1917 Médie 250 120 Seemeilen nordwestlich von Kap Bougaroni (Algerien) wurde der französische Passagier- und Frachtdampfer Médie (4.770 BRT), der auch Truppen befördert, von dem deutschen U-Boot SM UC 27 torpediert und sank in sieben Minuten. Von den 630 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 250 ums Leben. Neben Soldaten waren auch zivile Passagiere an Bord, darunter Frauen und Kinder.
29. Sep. 1917 Ochotnik 52 In der Irbenstraße lief der russische Zerstörer Ochotnik (615 ts) auf eine deutsche Mine auf und zerbrach in zwei Teile. 52 Besatzungsangehörige gingen mit dem Schiff unter, etwa 40 Mann konnten sich retten. Die Mine war zuvor aus der Luft von deutschen Wasserflugzeugen abgeworfen worden. Es war die erste Versenkung eines Kriegsschiffes durch eine Mine, die aus der Luft gelegt wurde.
02. Okt. 1917 HMS Drake 18 Vor der Nordküste Irlands torpedierte das deutsche U-Boot SM U 79 den britischen Panzerkreuzer HMS Drake (14.100 ts). Das Schiff wurde schwer beschädigt und im Rathlin Sound auf Grund gesetzt. Es wurde später aufgegeben und zum Totalverlust. 18 Mann fanden bei dem Einschlag des Torpedos den Tod, der Rest der Crew konnte gerettet werden.
09. Okt. 1917 HMS Champagne 58 Im Nordkanal zwischen Irland und Schottland, etwa acht Seemeilen südwestlich der Isle of Man, versenkte das deutsche U-Boot SM U 96 den britischen Hilfskreuzer HMS Champagne (5.630 BRT) durch einen Torpedotreffer. 58 Mann gingen mit dem Schiff unter, etwa 250 Überlebende wurden von Fischkuttern gerettet und auf der Isle of Man gelandet.
17. Okt. 1917 HMS Strongbow und HMS Mary Rose 135 In der nördlichen Nordsee, etwa 65 Seemeilen östlich von Lerwick, griffen in den Morgenstunden die beiden deutschen Kleinen Kreuzer SMS Brummer und SMS Bremse einen aus zwölf Handelsschiffen und zwei Zerstörern bestehenden britischen Geleitzug an. In einem erbitterten Gefecht versenkten die deutschen Schiffe die beiden britischen Zerstörer HMS Strongbow (1.100 ts), mit welchem 47 Seeleute untergingen, und HMS Mary Rose (994 ts), dessen Crew 88 Mann verlor. Insgesamt starben 135 britische Seeleute. Etwa 60 Überlebende von beiden Schiffen konnten gerettet werden.
17. Okt. 1917 Slawa 16 Während der Schlacht im Moon-Sund kam es zu einem Gefecht zwischen den beiden deutschen Schlachtschiffen SMS König und SMS Kronprinz sowie dem russischen Linienschiff Slawa (13.516 ts). Das russische Schiff erhielt mindestens sieben schwere Treffer und wurde, da es infolge eines durch Wassereinbrüche vergrößerten Tiefgangs nicht mehr durch den flachen Sund fliehen konnte, von russischen Zerstörern schließlich versenkt. Durch den Beschuss kamen insgesamt 16 Mann ums Leben, etwa 50 wurden verletzt.
11. Nov. 1917 Staunch und M15 34 Vor der Küste Palästinas, nahe Gaza, versenkte das deutsche U-Boot UC 38 mit zwei Torpedoschüssen den britischen Monitor M15 (540 ts) sowie den diesen eskortierenden Zerstörer Staunch (750 ts). Mit dem Monitor gingen 26 Seeleute unter, weitere acht Mann starben an Bord des Zerstörers. Insgesamt etwa 120 Seeleute konnten gerettet werden.
28. Nov. 1917 Apapa 77 Der Passagier- und Frachtdampfer Apapa (7.832 BRT) der britischen Elder Dempster Lines, mit 249 Menschen an Bord aus Westafrika kommend, wurde drei Seemeilen nordöstlich von Lynas Point vor der Insel Anglesey von dem deutschen U-Boot U 96 durch zwei Torpedos versenkt. 40 Passagiere und 37 Besatzungsmitglieder starben. Die meisten Opfer waren dadurch zu beklagen, dass der zweite Torpedo direkt unter einem Rettungsboot detonierte.
06. Dez. 1917 Jacob Jones 64 Nahe der Scilly-Inseln versenkte das deutsche U-Boot U 53 den amerikanischen Zerstörer Jacob Jones (1.060 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 64 Seeleute unter. Nach dem Untergang des Zerstörers nahm das U-Boot zwei Verletzte auf, versorgte die Schiffbrüchigen mit Proviant und gab eine genaue Positionsmeldung über die Untergangsstelle an die Landstellen weiter, damit die Überlebenden gerettet werden konnten. Die USS Jacob Jones war der erste amerikanische Zerstörer im Ersten Weltkrieg und überhaupt, der durch Feindeinwirkung in Verlust geriet.
09./10. Dez. 1917 SMS Wien 46 Das österreichisch-ungarische Küstenpanzerschiff SMS Wien (5.640 ts) wurde im Hafen von Triest von italienischen Torpedoschnellbooten in der Nacht des 9. Dezember 1917 überraschend angegriffen und zweimal torpediert. Das über 20 Jahre alte Schiff kenterte und sank in nur fünf Minuten. 46 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod, 423 Überlebende retteten sich ans Ufer oder wurden von Sicherungsfahrzeugen geborgen.
14. Dez. 1917 Châteaurenault und SM UC 38 270 + 8 Der französische Geschützte Kreuzer Châteaurenault (7.900 ts), mit 985 Mann Truppen an Bord auf dem Weg von Tarent nach Itea (Griechenland), wurde vor dem Kanal von Korinth von dem deutschen U-Boot SM UC 38 zweimal torpediert. Der Kreuzer sank langsam, weswegen die das Schiff sichernden französischen Zerstörer 1.162 Personen von den 1.432 an Bord retten konnten. Beim 2. Angriff wurde SM UC 38 jedoch von den französischen Zerstörern Mameluck und Lansquenet entdeckt, mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen und schließlich durch Geschützfeuer versenkt. Acht deutsche Seeleute kamen dabei ums Leben, 20 Mann der U-Boot-Crew wurden gerettet.
22. Dez. 1917 HMS Torrent und HMS Surprise und HMS Tornado 252 Vor der niederländischen Küste, nahe der Maas-Mündung, geriet eine aus vier Schiffen bestehende britische Zerstörergruppe in ein deutsches Minenfeld. Nachdem zunächst der Zerstörer HMS Torrent (975 ts) einen Minentreffer erhalten hatte und sank, liefen auch die beiden zu Hilfsmaßnahmen herankommenden Zerstörer HMS Surprise (910 ts) und HMS Tornado (1.091 ts) auf Minen auf und sanken. Lediglich ein Schiff blieb unbeschädigt und konnte entkommen. Insgesamt starben 252 britische Seeleute, alleine 99 gingen mit dem Zerstörer HMS Surprise unter. Nur zwölf Mann überlebten und wurden von Küstenfahrzeugen gerettet.
30. Dez. 1917 Aragon 610 Dem britischen Truppentransporter Aragon (9.588 BRT), der rund 2.200 Soldaten für die britische Palästina-Front an Bord hatte, wurde bei seiner Ankunft in Alexandria das Einlaufen in den Hafen verwehrt, sodass er ungeschützt vor dem Hafen ankern musste. Sie stellt ein einfaches Ziel dar und wurde kurz darauf von dem deutschen U-Boot SM UC 34 (Oberleutnant zur See Horst Obermüller) torpediert und versenkt. Das Schiff sank innerhalb von 20 Minuten. 610 britische Soldaten und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
31. Dez. 1917 Osmanieh 199 Der britische Truppentransporter Osmanieh (4.041 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Khedivial Mail Steamship and Graving Dock Company, lief auf eine der Seeminen, die kurz zuvor von dem deutschen U-Boot UC 34 vor der Einfahrt zum Hafen von Alexandria gelegt worden waren. Das Schiff sank in wenigen Minuten, wodurch der Kommandant, Captain David R. Mason, 23 Besatzungsmitglieder, 167 Soldaten und acht Krankenschwestern (199 Menschen) ums Leben kamen.

1918Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
04. Jan. 1918 HMHS Rewa 4 Das deutsche U-Boot SM U 55 versenkte im Bristolkanal bei Hartland Point ohne Vorwarnung das unbewaffnete britische Hospitalschiff HMHS Rewa (3.708 BRT). Zwar konnten alle 279 Patienten gerettet werden, aber durch die Explosion wurden vier Maschinisten getötet.
20. Jan. 1918 HMS Raglan und HMS M28 138 Am Eingang zu den Dardanellen, nahe der Insel Imbros, versenkten der Schlachtkreuzer Yavuz Sultan Selim und der Kleine Kreuzer Midilli die britischen Monitore HMS Raglan (6.150 tn.l.) und HMS M28 (540 tn.l.) im Artilleriegefecht. Mit der HMS Raglan gingen 127 Seeleute unter, elf weitere starben an Bord von HMS M28. Insgesamt fanden 138 Menschen den Tod. Etwa 130 Besatzungsmitglieder beider Monitore konnten gerettet werden.
20. Jan. 1918 Midilli 330 Nach der Versenkung der beiden Monitore Raglan und M28 geriet der Kleine Kreuzer Breslau (5.281 t), ab dem 16. August 1914 unter türkischer Flagge fahrend und in Midilli umbenannt, nahe der Insel Imbros auf eine Minensperre. Er erhielt fünf Minentreffer und sank um 9.10 Uhr. 330 Mann der Besatzung ertranken, 133 wurden gerettet und gerieten in britische Gefangenschaft.
27. Jan. 1918 RMS Andania 7 Auf einer Überfahrt von Liverpool nach New York wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Andania (13.405 BRT) der Cunard Line etwa zwei Seemeilen nordöstlich von der Insel Rathlin von dem deutschen U-Boot SM U 46 einmal torpediert und versenkt. Sieben Menschen kamen ums Leben.
04. Feb. 1918 RMS Aurania 9 Auf einer Überfahrt von Liverpool nach New York wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Aurania (13.936 BRT) der Cunard Line 15 Seemeilen nordwestlich der Insel Inishtrahull, an der Küste der irischen Grafschaft Donegal, von dem deutschen U-Boot SM UB 67 torpediert. Das stark beschädigte Schiff blieb zunächst noch schwimmfähig und konnte von einem Bergeschiff in Schlepp genommen werden. In schwerem Seegang brach aber wenig später die Schleppleine und das Schiff strandete nahe der Stadt Tobermory. Das Wrack wurde nach und nach vom Seegang zerschlagen und schließlich zum Totalverlust erklärt. Insgesamt kamen neun Seeleute ums Leben.
05. Feb. 1918 Tuscania 166 Der britische Truppentransporter Tuscania (14.348 BRT), mit 2.030 amerikanischen Soldaten und 205 Crew-Angehörigen an Bord, wurde sieben Seemeilen nördlich der nordirischen Insel Rathlin von dem deutschen U-Boot UB 77 durch einen Torpedotreffer versenkt. Das Schiff sank innerhalb von vier Stunden. Übereilt wurden jedoch mehrere Rettungsboote nur halbvoll besetzt abgefiert, was dazu führte, dass zahlreiche Menschen vorerst an Bord zurückblieben. Insgesamt fanden beim Untergang 166 Soldaten und Seeleute den Tod. Die Versenkung der Tuscania sorgte in den USA für einige Verärgerung, da man zu der Ansicht gelangte, dass die britischen Eskortmaßnahmen nicht ausgereicht hätten.
12. Feb. 1918 Eleanor 34 Vor der Isle of Wight, etwa neun Seemeilen von St. Catherine's Point entfernt, versenkte das deutsche U-Boot SM UB 57 den von Immingham nach Falmouth laufenden britischen Munitionsfrachter Eleanor (1.980 BRT). Das Schiff flog nach dem Torpedotreffer sofort in die Luft und ging mit der gesamten Crew von 34 Mann unter.
26. Feb. 1918 HMHS Glenart Castle 153 In den frühen Morgenstunden versenkte das deutsche U-Boot SM UC 56 im Bristolkanal ohne Vorwarnung das britische Hospitalschiff HMHS Glenart Castle (6.757 BRT), das sich mit 120 Besatzungsmitgliedern und einem 62-köpfigen Krankenpflegepersonal auf dem Weg nach Brest befand, um dort Verwundete aufzunehmen. Die Glenart Castle, die hell erleuchtet und eindeutig als Hospitalschiff erkennbar war, sank in acht Minuten. Dabei kamen 153 Menschen, darunter alle acht Krankenschwestern an Bord, ums Leben.
01. Mär. 1918 Calgarian 49 Im Nordkanal zwischen Schottland und Irland, nahe der Insel Rathlin, versenkte das deutsche U-Boot U 19 mit vier Torpedotreffern den britischen Hilfskreuzer Calgarian (17.515 BRT). Mit dem Schiff gingen 49 Crew-Angehörige unter. Rund 300 Mann konnten gerettet werden.
18. Mär. 1918 Linz ≈ 2700 Der 1909 erbaute und als Truppentransporter genutzte Luxusdampfer Linz (3.819 BRT) des Österreichischen Lloyd wurde vor Albanien (Kap Rodon) entweder durch eine Minenexplosion oder durch einen Torpedo versenkt. Die "Linz" war als Truppentransporter der österreichischen Marine von Zelenika in Montenegro nach Durazzo (Durres) in Albanien unterwegs. An Bord waren Soldaten eines ungarischen und eines Kärntner Regiments, Fronturlauber und italienische Gefangene. Zeitgenössische Angaben gingen davon aus, dass 663 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen und eine unbekannte Zahl von Passagieren gerettet werden. Heute geht man jedoch von einer sehr viel höheren Opferzahl aus. Demnach war das Schiff etwa mit mehr als 3000 Personen belegt als es sank, 291 Passagiere wurden gerettet. Daraus ergibt sich die Zahl von etwa 2700 Opfern.
26. Mär. 1918 RFA Lady Cory-Wright 39 Der britische Marine-Munitionstransporter RFA Lady Cory-Wright (2.516 BRT), mit Munition und Sprengstoffen beladen und auf dem Weg von Plymouth nach Malta, wurde etwa 14 Seemeilen südsüdwestlich von The Lizard von dem deutschen U-Boot SM UC 17 torpediert. Das Schiff flog sofort in die Luft und sank innerhalb weniger Minuten. Von 40 Crew-Angehörigen kamen 39 ums Leben.
30. Mär. 1918 SMS G 94 und SMS G 93 und SMS G 87 66 In der Deutschen Bucht, nahe Helgoland, geriet die deutsche 14. Torpedoboot-Halbflottille in ein neu ausgelegtes britisches Minenfeld. Dabei liefen zunächst die Torpedoboote SMS G 94 und SMS G 93 (je 975 ts) auf Minen und sanken. Das Führungsboot der Flottille, SMS G 87 (1.051 ts), versuchts daraufhin den beiden Havaristen zu Hilfe zu kommen, lief aber ebenfalls auf eine Mine und sank. Insgesamt starben 66 deutsche Seeleute, alleine 43 an Bord von SMS G 87. An Bord dieses Schiffes starb auch der Kommandant der 14. Torpedoboot-Halbflottille, Kapitänleutnant Richard Beitzen, nach welchem später ein Zerstörer der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg benannt wurde. Etwa 190 Seeleute von allen drei Schiffen wurden gerettet.
15. Apr. 1918 Pomeranian 55 Neun Seemeilen nordwestlich des Kreidefelsens Isle of Portland wurde das als Frachtschiff fahrende kanadische Passagierschiff Pomeranian (4.364 BRT) der Canadian Pacific Line ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot UC 77 torpediert und versenkt. Das Schiff sank innerhalb weniger Minuten. Von den 56 Crew-Mitgliedern an Bord überlebte nur ein Maschinist.
11. Mai 1918 Santa Anna 638 Im Mittelmeer, südlich der Insel Pantelleria, versenkte das deutsche U-Boot SM UC 54 den als Truppentransporter genutzten französischen Hilfskreuzer Santa Anna (9.350 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem schnell sinkenden Schiff gingen 638 Seeleute und Soldaten, zumeist französische Kolonialtruppen, unter.
11. Mai 1918 Verona 880 In der Straße von Messina, vor Kap Peloro, versenkte das deutsche U-Boot UC 52 den von Genua nach Messina laufenden italienischen Truppentransporter Verona (8.261 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem schnell sinkenden Schiff gingen insgesamt 880 Seeleute und Soldaten unter.
12. Mai 1918 Omrah 1 40 Seemeilen südwestlich von Sardinien versenkte das deutsche U-Boot UB 52 den britischen Truppentransporter Omrah (8.130 BRT), der kurz zuvor Soldaten der 52. und 74. Division in Marseille gelandet hatte. Bis auf einen Kohlentrimmer überlebten alle an Bord befindlichen Personen.
13. Mai 1918 Bregenz 234 Auf der Reede vor Durrës (Albanien) versenkten italienische Torpedoboote in einem überraschenden Angriff in der Morgendämmerung mit zwei Torpedoschüssen den österreichisch-ungarischen Truppentransporter Bregenz (3.905 BRT). 234 Soldaten und Seeleute gingen mit dem Schiff unter. 969 Überlebende wurden von drei Wachschiffen gerettet.
23. Mai 1918 Moldavia 56 Im Ärmelkanal, nahe Beachy Head, versenkte das deutsche U-Boot UB 57 den mit 477 amerikanischen Soldaten beladenen britischen Hilfskreuzer Moldavia (9.505 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Beim Untergang starben 56 amerikanische Soldaten.
26. Mai 1918 Kyarra 6 Bei Swanage an der englischen Kanalküste versenkte das deutsche U-Boot SM UB 57 das australische Passagierschiff Kyarra (6.593 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
30. Mai 1918 Ausonia 44 (?) Etwa 620 Seemeilen südwestlich von Fastnet versenkte das deutsche U-Boot SM U 62 den von Liverpool nach New York laufenden britischen Passagier- und Frachtdampfer Ausonia (7.907 BRT) der Cunard Line. Das Schiff wurde zunächst torpediert und dann durch Geschützfeuer versenkt. Vermutlich kamen beim Untergang 44 Menschen ums Leben. Allerdings könnte die Opferzahl nach verschiedenen Quellen höher gelegen haben.
31. Mai 1918 SM UC 75 und HMS Fairy 19 + 2 Vor der Küste von Yorkshire, nahe Flamborough Head, wurde das deutsche U-Boot SM UC 75, während eines Angriffs auf einen Konvoi, von dem britischen Frachter Blaydonian gerammt und wurde tauchunklar. Der herankommende britische Zerstörer HMS Fairy (380 ts), ein veraltetes Schiff aus dem Jahre 1897, rammte das an der Oberfläche liegende U-Boot zwei weitere Male und versenkte es, wobei 19 Crew-Mitglieder den Tod fanden. Durch die Rammstöße gegen SM UC 75 (434 ts) wurde die HMS Fairy jedoch so schwer beschädigt, dass sie kurze Zeit später ebenfalls sank. Beim Untergang des Schiffes ertranken zwei Mann. Insgesamt wurden 14 deutsche U-Boot-Fahrer und rund 60 Seeleute der Zerstörercrew gerettet.
31. Mai 1918 President Lincoln 26 Im Nordatlantik, etwa 600 Seemeilen westlich von Brest, versenkte das deutsche U-Boot U 90 den amerikanischen Truppentransporter President Lincoln (18.084 BRT) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff, auf dem Rückweg von Frankreich (wo Truppen entladen worden waren) nach den Vereinigten Staaten, sank innerhalb von 30 Minuten. Von 715 Menschen an Bord (zumeist Crew-Angehörige) fanden 26 den Tod. Die President Lincoln war das größte im Ersten Weltkrieg versenkte amerikanische Passagierschiff.
02. Juni 1918 Isabel B. Wiley und Jacob M. Haskell und Edward H. Cole und Winneconne und Texel und Carolina 13 Das deutsche U-Boot SM U 151 versenkte am Sonntag, dem 2. Juni 1918, vor der amerikanischen Nordostküste innerhalb von zwölf Stunden sechs Schiffe unter US-Flagge, darunter die Schoner Isabel B. Wiley (776 BRT), Jacob M. Haskell (1.778 BRT) und Edward H. Cole (1.791 BRT) sowie die beiden Frachter Winneconne (1.869 BRT) und Texel (3.210 BRT). Ferner versenkte das U-Boot den Passagierdampfer Carolina (5.093 BRT), wobei 13 Menschen hierbei später den Tod fanden, da eines der beladenen Rettungsboote in einem aufziehenden Sturm kenterte. Die Besatzungen von allen anderen Schiffen überlebten vollständig, da das U-Boot die Crews vor der Versenkung warnte und in die Beiboote gehen ließ. Das Ereignis wurde als Black Sunday (Schwarzer Sonntag) bekannt und löste in den Vereinigten Staaten weitläufig große Beunruhigung aus, so wurde auch die Skyline New Yorks nach diesen Angriffen verdunkelt. In der Folgezeit stieg ferner die Anzahl der Freiwilligen bei der United States Navy erkennbar an.
10. Juni 1918 SMS Szent István 89 Während eines letzten Versuches der österreichisch-ungarischen Marine, die alliierte Sperrung der Straße von Otranto zu durchbrechen, gelang dem italienischen Schnellboot MAS-15 in einem Angriff in den frühen Morgenstunden die zweimalige Torpedierung des k.u.k.-Schlachtschiffes SMS Szent István (22.500 ts). Knapp zweieinhalb Stunden lang kämpfte die Crew gegen die Wassereinbrüche, dann kenterte das Schiff und sank nahe der Insel Molat. 89 Seeleute fanden dabei den Tod, etwa 1.000 Mann konnten gerettet werden.
25. Juni 1918 RMS Orissa 6 Vor der Felseninsel Skerryvore an der Westküste Schottlands versenkte das deutsche U-Boot SM UB 73 das britische Passagierschiff RMS Orissa (5358 ts) der Pacific Steam Navigation Company durch Torpedobeschuss. 6 Menschen starben.
27. Juni 1918 HMHS Llandovery Castle 234 116 Seemeilen südwestlich der Südküste Irlands versenkte das deutsche U-Boot SM U 86 das britische Lazarettschiff HMHS Llandovery Castle (11.423 BRT), obwohl das Schiff hell erleuchtet und eindeutig als Hospitalschiff zu erkennen war, durch einen Torpedotreffer. Nach dem Untergang des Schiffes rammte das U-Boot mehrere Rettungsboote und versenkte auch diese, um mögliche Zeugen zu beseitigen. Insgesamt kamen bei diesem Kriegsverbrechen 234 Menschen, darunter 14 Krankenschwestern, ums Leben. Nur 24 Personen in einem Rettungsboot, welches von dem U-Boot nicht gefunden wurde, überlebten und berichteten später von dem Angriff. Der Kommandant des U-Bootes, Oberleutnant zur See Helmut Patzig, wurde später von einem deutschen Gericht für dieses Verbrechen angeklagt, floh aber außer Landes.
14. Juli 1918 Djemnah 436 Auf einer Fahrt von Marseille nach Madagaskar wurde der französische Passagierdampfer Djemnah (3.716 BRT) der Reederei Messageries Maritimes 69 Seemeilen nordöstlich von Derna an der libyschen Küste von dem deutschen U-Boot UB 105 torpediert und sank innerhalb von zwei Minuten. Von den 754 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kamen 436 ums Leben. Zwei britische Schiffe konnten 328 Überlebende bergen und diese nach Alexandria bringen.
16. Juli 1918 HMS Anchusa 78 Vor der Nordküste Irlands, nordwestlich von Inishtrahull, versenkte das deutsche U-Boot SM U 54 das zur U-Boot-Jagd umgerüstete britische Kanonenboot HMS Anchusa (1.290 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo traf das Wasserbombenlager und verursachte eine heftige Explosion, welche das Kanonenboot innerhalb von einer Minute versenkte. Mit dem Schiff gingen 78 Seeleute unter, es gab keine Überlebenden.
19. Juli 1918 Australien 20 Bei der Versenkung des französischen Ozeandampfers Australien (6.376 BRT) der Messageries Maritimes rund 26 Seemeilen nordöstlich von Cap Bon an der Küste von Tunesien durch das deutsche U-Boot SM UC 54 kamen 17 Besatzungsmitglieder und drei Passagiere ums Leben. Das Schiff hatte insgesamt 951 Menschen an Bord.
19. Juli 1918 USS San Diego 6 Vor dem Hafen von New York, etwa acht Seemeilen südöstlich von Long Island, lief der amerikanische Panzerkreuzer USS San Diego (13.680 ts) auf eine Seemine auf und sank innerhalb von 28 Minuten. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot SM U 156 gelegt worden. Beim Untergang kamen sechs Seeleute ums Leben. Die USS San Diego war das einzige große Kriegsschiff, das die United States Navy im Ersten Weltkrieg durch Feindeinwirkung verlor.
20. Juli 1918 Justicia und SM UB 124 10 + 2 Nordwestlich von Irland, etwa 25 Seemeilen von Malin Head entfernt, versenkte das deutsche U-Boot SM UB 124 den britischen Truppentransporter Justicia (32.324 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Der Riesendampfer, nach der HMHS Britannic das größte alliierte Schiff, welches im Ersten Weltkrieg verloren ging, war bereits am Vortag durch vier Torpedotreffer des U-Bootes SM UB 64 stark beschädigt worden und befand sich im Schlepp. Da sich nach dem Angriff vom Vortag nur noch eine Rumpfcrew an Bord aufhielt, kamen beim Untergang nur zehn Mann ums Leben. Beim Ablaufen wurde SM UB 124 allerdings von drei britischen Zerstörern der Sicherung des Schleppzuges entdeckt und durch Artilleriefeuer versenkt, wobei zwei deutsche Seeleute starben.
03. Aug. 1918 HMAHS Warilda 123 Im Ärmelkanal, nahe der Owers Bank, torpedierte das deutsche U-Boot SM UC 49 das mit deutlich erkennbaren Rot-Kreuz-Kennzeichen versehene australische Hospitalschiff HMAHS Warilda (7.713 BRT). Das Schiff sank innerhalb von etwa zwei Stunden, weswegen Rettungsschiffe heraneilten und die Masse der Menschen an Bord abbergen konnten. Von den 801 Personen an Bord kamen aber 123 durch den Torpedoeinschlag ums Leben.
07. Aug. 1918 Dupetit-Thouars 13 Im Nordatlantik, etwa 400 Seemeilen westlich von Brest, wurde der französische Panzerkreuzer Dupetit-Thouars (9.510 ts), gemeinsam mit amerikanischen Kriegsschiffen zur Sicherung eines alliierten Konvois eingesetzt, von dem deutschen U-Boot SM U 62 zweimal torpediert. Das Schiff sank innerhalb von 20 Minuten. Da aber zahlreiche Rettungsschiffe schnell zur Stelle waren, konnte fast die gesamte Crew gerettet werden. 13 Seeleute fanden den Tod, die meisten in den von den Torpedos getroffenen Rumpfsektionen. Die Dupetit-Thouars war das einzige auf dem offenen Atlantik versenkte große französische Kriegsschiff im Ersten Weltkrieg.
11. Aug. 1918 Euterpe 453 Nahe der Insel Pag, nur etwa eineinhalb Seemeilen von der Küste entfernt, versenkte das italienische U-Boot R. Smg. F 7 den von Fiume nach Cattaro laufenden k.u.k.-Truppentransporter Euterpe (2.302 BRT), auf welchem sich 910 Soldaten und Crew-Angehörige befanden, durch einen Torpedotreffer. 453 Menschen wurden von dem schnell sinkenden Schiff mit in die Tiefe gerissen. Insgesamt 450 Überlebende wurden von österreichisch-ungarischen Eskorteinheiten gerettet, weitere sieben Schiffbrüchige nahm später das britische U-Boot HMS C21 auf.
15. Aug. 1918 HMS Scott 22 Nahe IJmuiden sank der britische Zerstörer und Flottillenführer HMS Scott (1.801 ts) nach zwei Minentreffern. Die Minensperre war am 22. Juli 1918 von dem deutschen U-Boot SM UC 17 gelegt worden. Beim Untergang starben 22 britische Seeleute, etwa 150 Mann wurden gerettet.
16. Aug. 1918 Balkan ≈ 380 Etwa sieben Seemeilen nordwestlich von L’Île-Rousse (Korsika) versenkte das deutsche U-Boot SM UB 48 den von Marseille nach Korsika laufenden französischen Truppentransporter Balkan (1.709 BRT). Das Schiff, auf welchem sich etwa 300 Soldaten, 150 Zivilisten und 32 Crew-Angehörige befanden, wurde von einem Torpedo getroffen und sank in nur zwei Minuten. 102 Überlebende erreichten später die Küste oder wurden von Wasserflugzeugen gerettet. Etwa 380 Menschen fanden jedoch den Tod.
27. Aug. 1918 Pampa 117 84 Seemeilen östlich von Malta versenkte das deutsche U-Boot UC 22 das zum Hospitalschiff umgebaute ehemalige französische Passagierschiff Pampa (4.471 BRT) mit einem Torpedotreffer. 117 Menschen kamen dabei ums Leben.
09. Sep. 1918 Missanabie 45 52 Seemeilen südöstlich des Daunt Rock an der südirischen Küste wurde die Missanabie (12.469 BRT), ein Passagier- und Frachtdampfer der Canadian Pacific Steamship Company, von dem deutschen U-Boot UB 87 durch zwei Torpedos versenkt. 45 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter mindestens zwei Frauen, kamen ums Leben. Die Missanabie fuhr in einem Geleitzug und war das einzige Schiff des Konvois, das Passagiere und Post an Bord hatte.
12. Sep. 1918 Galway Castle 143 200 Seemeilen südwestlich von Land’s End wurde der britische Passagierdampfer Galway Castle (7.988 BRT), auf dem Weg von Plymouth nach Port Natal, von dem deutschen U-Boot U 82 torpediert. Obwohl der Rumpf durch die starke Explosion in der Mitte gebrochen war und das Schiff mittschiffs einsank, hielt es sich noch drei Tage über Wasser, bis es am 15. September unterging. Von den 950 Passagieren und Besatzungsmitgliedern starben 143, da mehrere Rettungsboote in der stürmischen See verunglückten.
04. Okt. 1918 SM UB 68 1 Im Mittelmeer, etwa 150 Seemeilen östlich von Malta, musste das deutsche U-Boot SM UB 68, infolge eines Defekts an den Tauchzellen, inmitten eines alliierten Konvois auftauchen und wurde durch den Beschuss eines Frachters stark beschädigt. Da britische Kriegsschiffe sich näherten, versenkte die Crew das U-Boot selbst, um eine Kaperung zu vermeiden. Ein Crew-Mitglied kam dabei ums Leben. Unter den 33 Gefangenen, die später von der britischen Korvette HMS Snapdragon gerettet wurden, befand sich auch der Kommandant von SM UB 68, Oberleutnant zur See Karl Dönitz. Dönitz (1891–1980) wurde später im Zweiten Weltkrieg Befehlshaber der U-Boote (BdU) und Großadmiral sowie Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine. Zum Ende des Krieges wurde Dönitz als Nachfolger Hitlers letzter Reichspräsident.
10. Okt. 1918 RMS Leinster 501 Das irische Passagierschiff RMS Leinster (2.646 BRT) wurde in der Bucht von Dublin, nahe der Kish Bank, von dem deutschen U-Boot SM UB 123 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 771 Passagieren und Besatzungsmitgliedern starben 501. Es handelte sich um das bis heute schwerste Schiffsunglück in der Irischen See und einen der größten Verluste von Menschenleben durch Versenkung eines zivilen Schiffs im Ersten Weltkrieg.
01. Nov. 1918 SMS Viribus Unitis ≈ 400 Im Hafen von Pola versenkten zwei italienische Kampfschwimmer mit 200-Kilogramm-Haftminen das ehemalige österreichisch-ungarische Schlachtschiff SMS Viribus Unitis (22.500 ts). Das Schlachtschiff war, eine Folge des Zerfalls der k.u.k.-Monarchie, am Vortag von den Österreichern an den neu gegründeten Staat der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat, das spätere Königreich Jugoslawien) übergeben worden. Obwohl Serbien mit Italien im Ersten Weltkrieg verbündet war, führten die Italiener den Angriff aus, da sie das Entstehen einer neuen Flottenmacht in der Adria verhindern wollten. Die Minen explodierten gegen 6.45 Uhr morgens und versenkten das Schiff in nur 15 Minuten. Etwa 400 Mann gingen mit der SMS Viribus Unitis unter. Unter den Toten befand sich auch Konteradmiral Janko Vuković-Podkapelski, der Flottenchef des neu gegründeten SHS-Staates.
09. Nov. 1918 HMS Britannia 51 Nahe Kap Spartel versenkte das deutsche U-Boot SM UB 50 das britische Linienschiff HMS Britannia (16.350 ts) durch zwei Torpedotreffer. Der Einschlag der Torpedos verursachte eine heftige Explosion in der Munitionskammer eines 23,4-cm-Geschützturms und einen Kordit-Brand, der die Crew zum Verlassen des Schiffes zwang. Über zwei Stunden nach dem Angriff sank das Linienschiff. 51 Seeleute fanden beim letzten Verlust eines britischen Kriegsschiffes im Ersten Weltkrieg den Tod.

ZwischenkriegszeitBearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
16. Nov. 1918 Cesare Rossarol 93 Der italienische Zerstörer und Flottillenführer Cesare Rossarol (1.028 ts), auf dem Weg von Pola nach Rijeka, lief auf eine noch nicht geräumte ehemalige österreichisch-ungarische Seemine vor dem Hafen von Ližnjan. Das Schiff brach auseinander und sank mit 93 Crew-Angehörigen an Bord. Nur etwa 30 Mann überlebten und wurden von anderen italienischen Schiffen geborgen.
05. Dez. 1918 HMS Cassandra 11 Der britische Leichte Kreuzer HMS Cassandra (4.190 ts), eingesetzt im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg, lief im Rigaischen Meerbusen, nahe der Insel Ösel, auf eine noch nicht geräumte und nicht in den Seekarten verzeichnete deutsche Minensperre auf. Das Schiff erhielt einen Minentreffer und sank innerhalb einer Stunde. Elf Seeleute kamen dabei ums Leben, rund 420 Mann wurden von anderen britischen Schiffen gerettet. Das Wrack wurde 2010 gefunden.
16. Jan. 1919 Chaouia 476 In der Straße von Messina lief der französische Passagierdampfer Chaouia (4.334 BRT) mit 660 Menschen an Bord kurz nach Mitternacht auf eine Mine, die kurz vor Kriegsende von einem deutschen U-Boot gelegt worden war. Das Schiff sank innerhalb von vier Minuten. 476 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
23. Apr. 1919 Borez sa Swobodu 0 In Sewastopol versenkten während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg die sich zurückziehenden Entente-Mächte durch Sprengladungen das ehemalige russische Linienschiff Borez sa Swobodu (12.582 ts), welches sie im November 1918 erobert hatten, um zu vermeiden, dass das Schiff den Bolschewisten in die Hände fiel. Es handelte sich hierbei um das ehemalige Linienschiff Knjas Potjomkin Tawritscheski, das vor allem durch die Meuterei auf diesem Schiff im Jahre 1905 Bekanntheit erlangt hatte (s. auch Sergei Eisensteins Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin). Das Wrack wurde nach dem Bürgerkrieg gehoben und ab 1923 verschrottet.
09. Juni 1919 HMS L55 34 Im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg versenkten die auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Zerstörer Azard und Gavril im Finnischen Meerbusen das britische U-Boot HMS L55 (960 ts) durch Artilleriefeuer. Die gesamte Crew von 34 Mann fand dabei den Tod. Das U-Boot wurde 1928 von den Sowjets gehoben und als Trainings-U-Boot wieder in Dienst gestellt und letztlich erst in den 1960er Jahren verschrottet. HMS L55 ist bis heute (2010) das einzige jemals von russischen oder sowjetischen Kriegsschiffen versenkte britische U-Boot.
17./18. August 1919 Andrei Pervozvanny 1 Im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg attackierten britische Flugzeuge und acht Schnellboote die im Hafen von Kronstadt liegenden Schiffe der auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Flottenkräfte. Dabei versenkte das Schnellboot HMS CMB-31 das Linienschiff Andrei Pervozvanny (17.320 ts) durch einen oder zwei Torpedotreffer (?). Das Schiff sank in flachem Wasser, wobei ein Seemann ums Leben kam. Obwohl im Jahr 1920 gehoben und provisorisch repariert, wurde die Andrei Pervozvanny bereits 1921 außer Dienst gestellt und ab 1922 abgewrackt.
01. Sep. 1919 HMS Vittoria 8 Im Finnischen Meerbusen, nahe der Insel Seskar, wurde der britische Zerstörer HMS Vittoria (1.100 ts) von dem auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen U-Boot Pantera versenkt. Der im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg eingesetzte Zerstörer wurde während des Legens von einer Minensperre überrascht und durch einen Torpedoschuss schwer beschädigt, wobei acht Crew-Mitglieder getötet wurden. Da der Kiel des Schiffes durchbrach und ein Abschleppen nicht möglich war, wurde der Zerstörer nach dem Bergen der Crew von anderen britischen Schiffen versenkt.
04. Sep. 1919 HMS Verulam 16 Während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg sank der britische Zerstörer HMS Verulam (1100 ts) im Finnischen Meerbusen, nahe der Insel Seskar, auf einer von den Bolschewisten gelegten Minensperre. 16 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod, etwa 90 Mann wurden von anderen britischen Schiffen gerettet. Das Wrack wurde später Finnland zugesprochen; Absichten, das Wrack zu heben, wurden aber wegen der starken Schäden am Schiff 1925 verworfen.
21. Okt. 1919 Gavril und Konstantin und Svoboda ≈ 300 Während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg gerieten die drei ehemals auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Zerstörer Gavril, Konstantin und Svoboda (je 1.260 ts) westlich von Kronstadt auf eine britische Minensperre und sanken nach mehreren Treffern. Alle drei Schiffe hatten nach Estland fliehen wollen, um sich dort den Alliierten anzuschließen. Beim Untergang starben etwa 300 Seeleute. Nur rund 90 Überlebende konnten von dem russischen Zerstörer Azard gerettet werden.
21. Juli 1920 Carlo Alberto Racchia 19 Im Schwarzen Meer, nördlich des Bosporus, sank während alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg der italienische Zerstörer Carlo Alberto Racchia (1.784 ts) nach einem Minentreffer. 19 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod. Rund 150 Mann wurden gerettet. Unklar blieb, ob es sich hierbei um eine russische oder eine türkische Mine gehandelt hatte (?).
29. Sep. 1936 Almirante Ferrándiz 129 Während des Bürgerkrieges in Spanien griffen der nationalspanische Schwere Kreuzer Canarias und der Leichte Kreuzer Almirante Cervera überraschend das aus zwei Zerstörern bestehende republiktreue Wachgeschwader vor der Straße von Gibraltar an. Im sich daraus entwickelnden Gefecht nahe Kap Spartel wurde der republikanische Zerstörer Almirante Ferrándiz (1.536 ts) von sechs 20,3-cm-Granaten der Canarias getroffen und sank innerhalb von zehn Minuten. Von den 160 Mann Besatzung wurden später nur 31 von der Canarias und einem französischen Handelsschiff gerettet. Das Gefecht hatte strategische Bedeutung, da den nationalspanischen Truppen die Straße von Gibraltar von diesem Zeitpunkt an für Seetransporte offen stand.
12. Dez. 1936 C-3 37 Während des Bürgerkrieges in Spanien versenkte das deutsche U-Boot U 34, im Rahmen des geheimen deutschen U-Boot-Einsatzes vor der spanischen Küste (Unternehmen Ursula), etwa vier Seemeilen südöstlich von Málaga das auf Seiten der spanischen Republikaner stehende U-Boot C-3 (925 ts) durch einen Torpedotreffer. Von der 40 Mann starken Crew überlebten nur drei; sie wurden später von dem spanischen Lazarettschiff Artabro geborgen. Lange Zeit wurde dieser Torpedoangriff einem italienischen U-Boot zugeschrieben, erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges klärte sich auf, dass diese Versenkung auf einen geheimen Einsatz deutscher U-Boote zurückzuführen war.
30. Apr. 1937 España 5 Während des Bürgerkrieges in Spanien sank nahe Santander das auf Seiten der spanischen Nationalisten stehende Dreadnought-Schlachtschiff España (15.452 ts) versehentlich auf einer eigenen Minensperre. Bis auf fünf Seeleute konnte die gesamte Crew vom nahestehenden Zerstörer Velasco abgeborgen werden.
30. Mai 1937 Ciudad de Barcelona 191 Der auf Seiten der spanischen Republikaner stehende Dampfer Ciudad de Barcelona (3.946 BRT), ohne Geleitschutz auf dem Weg von Marseille nach Valencia, wurde vor Lloret de Mar von dem nationalspanischen U-Boot General Sanjurjo, das zuvor von den Italienern an die Franco-Truppen übergeben worden war, mit zwei Torpedos angegriffen. Einer der Torpedos traf mittschiffs und versenkte das Schiff in nur drei Minuten. Von den 312 Passagieren und Crew-Angehörigen an Bord kamen 191 ums Leben. Unter den Toten waren auch zahlreiche Militär- und Zivilpiloten, die als Freiwillige im Rahmen der Einsätze der Internationalen Brigaden auf Seiten der Republikaner hätten eingesetzt werden sollen.
12. Dez. 1937 USS Panay 3 Auf dem Jangtsekiang, westlich von Nanking, versenkten japanische Flugzeuge während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges das amerikanische Flusskanonenboot USS Panay (474 ts). Drei Crew-Mitglieder kamen dabei ums Leben, 48 Menschen wurden verletzt. Dieser sogenannte Panay-Vorfall sorgte in der Folgezeit für erhebliche Verstimmungen in den USA und führte zu einer Verschlechterung der japanisch-amerikanischen Beziehungen. Die japanische Regierung offerierte später Schadensersatz und entschuldigte sich für den Zwischenfall.
06. Mär. 1938 Baleares 765 Während des Bürgerkrieges in Spanien wurde der auf Seiten der spanischen Nationalisten kämpfende Schwere Kreuzer Baleares (10.000 ts) im Nachtgefecht bei Cabo de Palos von den drei auf Seiten der spanischen Republikaner stehenden Zerstörern Sanchéz Barcáiztegui, Lepanto und Almirante Antequera attackiert und von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen. Eine Folgeexplosion der Munition im Vorschiff setzte den Kreuzer in Brand und tötete rund 300 Crew-Angehörige. Etwa zweieinhalb Stunden nach der Torpedierung sank die Baleares. Von den 1.206 Mann Besatzung kamen insgesamt 765 ums Leben, darunter auch der Geschwaderchef, Vizeadmiral Manuel Vierna Belando. Ein Teil der Crew wurde später von in der Nähe stehenden britischen Schiffen gerettet.
07. Mär. 1939 Castillo de Olite 1.476 Während des Bürgerkrieges in Spanien wurde vor Cartagena der nationalspanische Truppentransporter Castillo de Olite (3.545 BRT), welcher fast 2.100 Mann Landungstruppen (welche bei der Eroberung des Hafens hätten eingesetzt werden sollen) und etwa 30 Crew-Angehörige an Bord hatte, von schweren Küstenbatterien der spanischen Republikaner beschossen. Das Schiff erhielt drei 38,1-cm-Treffer, zerbrach in zwei Teile und sank sehr schnell. 1.476 Soldaten und Crew-Angehörige fanden dabei den Tod. Etwa 650 Mann überlebten und wurden von Fischerbooten und Wachschiffen gerettet. Es war dies bis heute (2010) der verlustreichste Schiffsuntergang in spanischen Gewässern und zugleich auch der opferreichste des Spanischen Bürgerkrieges.

Zweiter WeltkriegBearbeiten

1939Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Sep. 1939 Nurek 16 Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stand das Boot im Kriegshafen Oksywie. Am ersten Tag des deutschen Überfalls auf Polen griffen am 1. September 1939 gegen 14.00 Uhr Sturzkampfbomber vom Typ Junkers Ju 87 des Lehrgeschwaders 1 den Hafen an und versenkten dabei das alte Torpedoboot Mazur sowie das Taucherschiff Nurek (110 t). 16 der 22 Besatzungsmitglieder wurden an Bord einschließlich des Kommandanten Wincenty Tomasiewicz getötet.
03. Sep. 1939 Athenia 112 Der 13.465 BRT große britische Passagierdampfer der Anchor-Donaldson Line war mit über 1.100 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Glasgow nach Montreal, als er 250 Meilen nordwestlich von Irland ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot U 30 versenkt wurde. 112 Menschen starben durch die Folgen der Torpedo-Detonation und in einem Rettungsboot, das vom Heck eines der Rettungsschiffe zerquetscht wurde. Die Athenia war das erste Schiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Unter den Toten waren auch 28 US-Amerikaner.
03. Sep. 1939 Wicher 1 In der Danziger Bucht versenkten deutsche Junkers-Ju-87-Sturzkampfbomber den vor Anker liegenden polnischen Zerstörer Wicher (1.540 ts), welcher bereits an den beiden Tagen zuvor bei Luftangriffen Schäden durch vier Bombentreffer erlitten hatte. Da die Crew teils bereits vom Schiff abgezogen worden war, kam nur ein Seemann ums Leben, 22 Mann wurden verwundet. Die Wicher war der einzige polnische Zerstörerverlust im Septemberkrieg 1939.
03. Sep. 1939 Gryf 2 Am Morgen des 3. September trafen die deutschen Zerstörer Leberecht Maass und Wolfgang Zenker vor Hela ein. Der Minenleger Gryf (2227 t) wurde von den deutschen Einheiten zweimal getroffen, im Gegenzug erhielt die Leberecht Maass einen Treffer der Küstenbatterie. Die Gryf ging danach in ein Dock. Später erfolgten zwei Angriffe deutscher Sturzkampfbomber. Bei einem weiteren Luftangriff wurde der Minenleger getroffen und fing Feuer. Das Feuer entzündete die Flak-Munition, was zu Sekundärexplosionen führte. Zwei polnische Seeleute fanden den Tod. Der nächste Angriff erfolgte, als zwölf Sturzkampfflugzeuge Gryf und Wicher mit 250-kg-Bomben angriffen. Die Gryf erhielt einen Volltreffer, setzte auf Grund auf, und das Feuer dehnte sich weiter aus. Danach griffen deutsche Heinkel He 59 das Wrack an und zerstörten es endgültig.
05. Sep. 1939 Abana 0 Der Einsatz der Inn endete schon am 5. September 1939, als sie aus Pará kommend vom britischen Kreuzer Neptune 400 Seemeilen (740 km) südwestlich der Kanarischen Inseln gekapert wurde. Nach Übernahme der Besatzung versenkten die Briten das Frachtschiff Inn (ex Abana) (2.867 BRT).
10. Sep. 1939 Oxley 53 Rund 30 Seemeilen westlich von Stavanger versenkte das britische U-Boot Triton irrtümlich das große britische U-Boot Oxley (1.835 ts) durch zwei Torpedotreffer. Zuvor hatte das U-Boot nicht auf Identifikationsaufrufe reagiert. Mit der Oxley gingen 52 Seeleute unter, nur zwei Mann überlebten und wurden von der Triton gerettet, wodurch der tragische Irrtum aufgeklärt wurde. Die Ursache für den Zwischenfall, so stellte es eine Untersuchung später fest, war, dass die Oxley den zugewiesenen Patrouillenabschnitt infolge eines Navigationsfehlers verlassen hatte. Es war dies die einzige Versenkung eines britischen U-Bootes durch ein eigenes U-Boot in der Seekriegsgeschichte und zugleich der erste britische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
14. Sep. 1939 U 39 0 Nordwestlich von Irland attackierte das deutsche U-Boot U 39 (1.032 t) erfolglos eine britische U-Boot-Jagd-Gruppe um den Flugzeugträger Ark Royal und wurde beim Gegenangriff von drei britischen Zerstörern mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen. Bevor das beschädigte U-Boot sank, konnte die komplette Crew von 43 Mann sich von Bord retten und wurde von den Briten später geborgen. U 39 war das erste deutsche U-Boot, das im Zweiten Weltkrieg in Verlust geriet.
17. Sep. 1939 Courageous 518 Etwa 200 Seemeilen südwestlich der Südküste Irlands versenkte das deutsche U-Boot U 29 den britischen Flugzeugträger Courageous (24.210 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff kenterte und sank in nur 15 Minuten. Der Träger hatte zuvor seine Eskortzerstörer entlassen, um einem Handelsschiff beizustehen. 518 Mann gingen mit dem Träger unter, darunter auch der Kommandant, Captain William Tofield Makeig-Jones. 741 Besatzungsangehörige konnten gerettet werden. Nach diesem Verlust setzte die Royal Navy ihre großen Flottenträger vorerst nicht mehr zu U-Boot-Jagd-Missionen ein. Die Courageous war der erste Flugzeugträger im Zweiten Weltkrieg und überhaupt, der auf offener See von einem U-Boot versenkt wurde. Mit dem Träger gingen die Fairey Swordfish der Staffeln 811 und 822 der britischen Marineluftwaffe verloren.
20. Sep. 1939 U 27 0 Am 20. September 1939 schoss U 27 (626 t) Torpedos auf die beiden britischen Zerstörer Fortune und Forester ab, aber die Torpedos explodierten zu früh und gaben so die Position des angreifenden U-Boots preis. Daraufhin attackierten die Zerstörer U 27 mit Wasserbomben und zwangen es dadurch zum Auftauchen. Die gesamte Besatzung kam für den Rest des Krieges in Gefangenschaft. Im Boot stellten die Briten Dokumente und Aktenmaterial sicher, bevor U 27 auf der Position 58° 35′ N, 9° 2′ W im Marine-Planquadrat AM 2667 sank.
22. Sep. 1939 Akenside 0 Das Frachtschiff Akenside (2.694 BRT) (Kapitän John Thomas Nelson) sank am 22. September 1939 um 14.30 Uhr nach einem Torpedotreffer des deutschen U-Boots U 7 (Oberleutnant zur See Werner Heidel) in der Nordsee, 15 sm westlich der Insel Store Marstein, vor der Einfahrt in den Korsfjord und damit nach Bergen (Norwegen), auf der Position ♁60° 7′ 0,2″ N, 4° 37′ 0,6″ O (bit. 56° 09’ N 04° 50’ O) im Marineplanquadrat AN 2459. Das Schiff hatte 2000 t Kohle geladen und war auf dem Weg von Blyth nach Bergen.

Die gesamte Besatzung von 26 Mann wurde von dem norwegischen Torpedoboot Storm und von einem Marsteiner Lotsenboot gerettet und in Bergen an Land gesetzt.

23. Sep. 1939 Martti Ragnar 0 Das Frachtschiff Martti Ragnar (2.262 BRT) sank am 23. September 1939 um 2.14 Uhr nach der Zündung von drei Sprengpatronen, die von einem Prisenkommando von U 4 (Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt) angebracht worden waren, in der Nordsee 5 Seemeilen südlich von Arendal in Norwegen im Marineplanquadrat AN 3393.
23. Sep. 1939 Walma 0 Das Frachtschiff Walma (1.361 BRT) sank am 23. September 1939 um 16.15 Uhr nach Zündung von Sprengpatronen, die durch ein Prisenkommando von U 4 (Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt) angebracht worden waren, in der Nordsee auf der Position ♁58° 15′ N, 11° 0′ O im Marineplanquadrat AO 4195.
24. Sep. 1939 Gertrud Bratt 0 Das Frachtschiff Gertrud Bratt (1510 BRT) sank nach dem dritten Torpedo von U 4 (Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt) am 24. September 1939 um 12:28 Uhr in der Nordsee auf der Position ♁58° 40′ N, 9° 52′ O im Marineplanquadrat AO 4146. Die Verluste an Menschenleben wurden nicht bekannt.
24. Sep. 1939 Minden 0 Das Frachtschiff Minden (4165 BRT) wurde am 24. September 1939 nahe den Faröern durch britische Kreuzer versenkt.
29. Sep. 1939 Takstaas 0 Etwa 10 Seemeilen entfernt von der Insel Store Marstein, vor der Einfahrt in den Korsfjord und damit nach Bergen (Norwegen), wurde es von dem deutschen U-Boot U 7 unter Oberleutnant zur See Werner Heidel durch einen Schuss mit der 20-mm-Flak vor den Bug gestoppt. Nach Prüfung der Frachtpapiere gab Heidel der Besatzung 20 Minuten Zeit, in ihre Rettungsboote zu gehen. Um 8:55 Uhr schoss er einen Torpedo mittschiffs in die Steuerbordseite vom Frachtschiff Takstaas (1.830 BRT), das daraufhin Schlagseite nach Backbord bekam, aber wegen seiner Holzladung nicht sank. Auch der daraufhin erfolgte Beschuss mit dem Bordgeschütz unterhalb der Wasserlinie brachte das Schiff nicht zum Sinken und musste abgebrochen werden, als ein norwegisches Flugzeug erschien und das U-Boot zum Wegtauchen zwang. Die durch den Torpedotreffer und Artilleriebeschuss schwer beschädigte Takstaas wurde am frühen Nachmittag von dem norwegischen Schlepper Herkules ins Schlepp genommen, brach dann jedoch in zwei Teile. Das Vorderschiff sank auf der Position ♁60° 15′ 0″ N, 4° 51′ 0″ WKoordinaten: 60° 15′ 0″ N, 4° 51′ 0″ W | OSM | im Marineplanquadrat AN 2473, aber das Heckteil mit einem großen Teil der Ladung konnte geborgen werden.
30. Sep. 1939 Vendia 11 Das Frachtschiff Vendia (1.150 BRT) erhielt am 30. September 1939 in der Nordsee, 35 Seemeilen nordwestlich von Hanstholm im Marineplanquadrat AN 3593 einen Torpedotreffer im Heck, das wegriss und versank. Dieser Torpedo wurde vom Unterseeboot U 3 abgeschossen. Um 12.05 Uhr ereignete sich eine Explosion im Vorschiff, das danach ebenfalls in einer Rauchwolke versank. Das Schiff fuhr in Ballast. Elf Menschen kamen ums Leben, sechs wurden aus der Nordsee gerettet und an den dänischen Dampfer Savana übergeben.
01. Okt. 1939 Gun 0 Das Frachtschiff Gun (1198 BRT) wurde im Zweiten Weltkrieg am 1. Oktober 1939 um 09.10 Uhr vom deutschen Unterseeboot U 3 (Kapitänleutnant Joachim Schepke) durch Torpedotreffer versenkt. Die Versenkungsposition war 30 Seemeilen nordwestlich von Hanstholm (Dänemark) in der Nordsee, im Marineplanquadrat AN 3647. Das Schicksal der Besatzung blieb unklar.
05. Okt. 1939 U 12 27 Das U-Boot U 12 (279 t) geriet wahrscheinlich am 5. Oktober 1939 im Ärmelkanal vor Dover, ungefähr an der Position 51° 10′ N, 1° 30′ O im Marine-Planquadrat AN 7994, in eine britische Minensperre, lief auf eine Mine und sank. Die genaue Position des Untergangs blieb unbekannt, da das Boot mit der gesamten Besatzung von 27 Mann unterging. Die Leiche des Kommandanten, Dietrich von der Ropp, wurde am 8. Oktober 1939 bei Dünkirchen angeschwemmt. Bei ihrer Untersuchung konnte man feststellen, dass sie ungefähr drei Tage im Meer getrieben war. Demnach musste das Boot am 5. Oktober 1939 gesunken sein.
13. Okt. 1939 U 40 45 Die letzte Feindfahrt sah den Einsatz vor der spanischen und portugiesischen Küste vor. Da das Boot Wilhelmshaven erst mit Verspätung verließ, entschied sich Kapitänleutnant Barten für eine Abkürzung zu seinem Treffpunkt südwestlich von Irland. Diese Abkürzung war der Ärmelkanal, der von der britischen Royal Navy in den Monaten zuvor stark vermint worden war. Da das Boot erst knapp 3½ Stunden nach Wasserhöchststand die Durchquerung versuchte, waren die Minen schon wieder zu dicht unter der Wasseroberfläche. Das U-Boot U 40 (1.032 t) lief auf eine solche Mine und sank sofort. Von den 48 Besatzungsmitgliedern gelang es neun, sich durch eine Notausgangsluke am Heck des Bootes zu retten. Mit Hilfe ihrer Notausrüstung (Tauchretter) konnten acht von ihnen sicher an die Wasseroberfläche gelangen; einer starb beim Auftauchvorgang. In den folgenden Stunden starben allerdings fünf der Männer an Unterkühlung. Knapp zehn Stunden nach dem Untergang wurden die drei verbliebenen Seeleute von der Boreas aufgenommen und kamen in britische Kriegsgefangenschaft. Dies geschah auf der Position 50° 42′ N, 0° 15′ O im Marine-Planquadrat BF 3238.
13. Okt. 1939 U 42 26 Kurz nach dem Angriff auf die Stonepool wurde das Boot von der britischen Konvoisicherung mit den Zerstörern Imogen, Ilex, Inglefield und Ivanhoe zum Tauchen gezwungen. Durch Wasserbomben der Ilex beschädigt, musste das U-Boot U 42 (1.032 t) auftauchen und wurde von der Ilex gerammt. Gleichzeitig wurde es bis zum Untergang von den britischen Zerstörern mit Artillerie beschossen. Von den 46 Mann der Besatzung wurden 20 gerettet; 26 kamen durch den Beschuss ums Leben. Die Position lag bei 49° 12′ N, 16° 0′ W im Marine-Planquadrat BE 2699.
14. Okt. 1939 Royal Oak 833 Auf der Reede von Scapa Flow versenkte das deutsche U-Boot U 47 das vor Anker liegende britische Schlachtschiff Royal Oak (29.150 ts) durch zwei oder drei Torpedotreffer. Das Schlachtschiff kenterte und sank innerhalb von 13 Minuten. Eine Munitionsexplosion zerstörte zudem weite Teile des Schiffes. Die Royal Oak riss insgesamt 833 Besatzungsangehörige, darunter auch den Befehlshaber des 2. Schlachtschiffgeschwaders, Konteradmiral Henry Blagrove, mit in die Tiefe. Etwa 400 Mann konnten gerettet werden. Die Versenkung des Schiffes im eigenen Heimatstützpunkt sorgte in der Folgezeit bei der Royal Navy für einige Verunsicherung hinsichtlich der Sicherheit der eigenen Stützpunkte.
14. Okt. 1939 U 45 38 Am 14. Oktober 1939 wurde das U-Boot U 45 (753 t) südwestlich von Irland auf der Position 50° 58′ N, 12° 7′ W im Marine-Planquadrat BE 3311 durch Wasserbomben der britischen Zerstörer Icarus, Inglefield, Ivanhoe und Intrepid versenkt. Alle 38 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod.
25. Okt. 1939 U 16 28 Am 25. Oktober 1939 wurde das U-Boot U 16 (279 t) von dem britischen Trawler Cayton Wyke und dem Patrouillenboot Puffin bei Dover angegriffen und schwer beschädigt, konnte zunächst jedoch fliehen und noch Funkmeldung machen. Der letzte Funkspruch des Bootes vom 25. Oktober 1939 um 4:15 Uhr lautete: „Boot vor Dover schwer beschädigt, muß versenkt werden.“ Danach wurde von dem Boot nichts mehr gehört. Es wurde später am gleichen Tag auf der Position 51° 9′ N, 1° 28′ O im Marine-Planquadrat AN 7986 im Flachwasser auf Grund liegend entdeckt. Anscheinend war es kurz nach der letzten Nachrichtenübermittlung auf eine Mine gelaufen und gesunken. Alle 28 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod.
13. Nov. 1939 Blanche 2 In der Themsemündung lief der britische Zerstörer Blanche (1.360 ts) auf eine Mine auf und sank einige Stunden später während eines Bergeversuchs. Die Minen wurden wenige Stunden zuvor von den deutschen Zerstörern Z 20 Karl Galster, Z 18 Hans Lüdemann,Z 19 Hermann Künne und Z 21 Wilhelm Heidkamp gelegt. Zwei Mann der Crew des Zerstörers fanden den Tod, zwölf Mann wurden verwundet. Die Blanche war der erste britische Zerstörerverlust im Zweiten Weltkrieg.
18. Nov. 1939 Simon Bolivar 102 Das niederländische Passagierschiff Simon Bolivar (7.906 BRT), mit 265 Passagieren und 132 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Rotterdam nach Curaçao über Tilbury, lief bei Harwich in ein Minenfeld, welches kurz zuvor von deutschen Zerstörern gelegt worden war. Die Explosionen waren so heftig, dass die Masten umstürzten und viele Rettungsboote zerstört wurden. 102 Menschen starben.
21. Nov. 1939 Gipsy 31 Am 21. November 1939 verließ der britische Zerstörer Gipsy (1.350 t) gemeinsam mit den polnischen Zerstörern Burza, Błyskawica und Grom sowie der Griffin, Keith und Boadicea Harwich zu einer Patrouille. Noch in der Hafenzufahrt lief das Schiff auf eine Seemine, die wahrscheinlich erst kurz zuvor von einer Heinkel He 59 abgeworfen worden war. Die Gipsy brach in zwei Teile und sank, nachdem die 115 Überlebenden von den anderen Zerstörern übernommen worden waren. 30 Mann verloren jedoch beim Minentreffer und dem folgenden Untergang der Gipsy auf 51° 56′ N, 1° 18′ O ihr Leben.
22. Nov. 1939 Adolph Woermann WL 0 Schwesterschiff der Njassa, am 16. November 1939 aus Lobito ausgelaufen, wurde das Passagierschiff Adolph Woermann (8577 BRT) am 22. nahe Ascension vom Leichten Kreuzer HMS Neptune gestellt und vor der Aufbringung selbst versenkt.
23. Nov. 1939 Rawalpindi 265 Während eines Vorstoßes in den Nordatlantik versenkten die beiden deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau südlich von Island, etwa 145 Seemeilen nordwestlich der Färöer-Inseln, den britischen Hilfskreuzer Rawalpindi (16.695 BRT) durch Artilleriebeschuss. Mit dem Schiff gingen 265 Seeleute unter, 37 Mann überlebten und wurden von den deutschen Schiffen (26 Geborgene) und dem Hilfskreuzer Chitral (11 Geborgene) gerettet. Der ehemalige Passagierdampfer Rawalpindi war der erste im Zweiten Weltkrieg versenkte Hilfskreuzer.
26. Nov. 1939 Piłsudski 2 Der Truppentransporter Piłsudski (14.294 BRT), ein ehemaliger Ozeandampfer der polnischen Reederei Gdynia America Line, lief auf einer Fahrt von Newcastle nach Neuseeland 25 Seemeilen vor Withernsea an der Küste der englischen Grafschaft Yorkshire auf deutsche Minen und sank. Zwei Männer kamen ums Leben, darunter der Kommandant der Piłsudski, Konteradmiral Mamert Stankiewicz.
29. Nov. 1939 U 35 0 Am 29. November 1939 wurde das U-Boot U 35 (626 t) vom britischen Zerstörer Icarus an der Wasseroberfläche entdeckt, woraufhin es sofort tauchte. Der Zerstörer konnte wegen seines defekten ASDIC-Ortungssystems jedoch stundenlang seine Wasserbomben nicht zielgenau genug werfen und rief daraufhin die Zerstörer Kingston und Kashmir herbei. U 35 wurde zum Auftauchen gezwungen, wonach Kapitänleutnant Werner Lott die Selbstversenkung befahl. Die gesamte Besatzung wurde durch die britischen Zerstörer gerettet.
02. Dez. 1939 Watussi 0 Sussex entdeckte zuerst das fliehende Passagierschiff Watussi (9552 BRT), das darauf die Selbstversenkung vorbereite und von der Besatzung in Brand gesetzt wurde. Die ebenfalls eintreffende Renown feuerte mit einem der Geschütze des B-Turms auf die Watussi, um den Untergang des brennenden Schiffes 50 sm südlich von Kap Agulhas auf (♁34° 10′ 0″ S, 12° 0′ 0″ OKoordinaten: 34° 10′ 0″ S, 12° 0′ 0″ O | OSM | ) zu beschleunigen. Die Sussex nahm die in die Boote gegangene Besatzung der Watussi auf und brachte die 193 Personen nach Simonstown zur Internierung.
04. Dez. 1939 U 36 40 Das U-Boot U 36 (626 t) wurde am 4. Dezember 1939 in der Nordsee südwestlich von Kristiansand-Süd, etwa 73 sm vom Lister-Leuchtturm entfernt, durch das britische U-Boot Salmon versenkt. Die Salmon schoss einen Sechserfächer, doch nur ein Torpedo traf U 36, das nach einer zirka 60 m hohen Explosionswolke von der Wasseroberfläche verschwunden war. Es war ein Totalverlust mit 40 Toten. Die Position war 57° 0′ N, 5° 2′ O im Marine-Planquadrat AN 3761.
06. Dez. 1939 Ussukuma 0 Am 5. Dezember gegen Abend näherte sich dem Passagierschiff Ussukuma (7.765 BRT) von achtern der britische Leichte Kreuzer Ajax. Die HMS Ajax hatte sich auf der Suche nach der Admiral Graf Spee befunden und hatte vom Auslaufen der Ussukuma durch den britischen Marineattaché in Montevideo und möglicherweise auch durch ein niederländisches Schiff erfahren, dem die Ussukuma kurz nach dem Auslaufen begegnet war.

Mit der Drohung, sie nach dem Verlassen des Schiffs nicht zu retten, wurde die Besatzung der Ussukuma von der Ajax aufgefordert, das Schiff nicht zu versenken. Dennoch gab Kapitän Wilmsen die Anweisung zur Selbstversenkung, da das Schiff nicht in die Hände der Briten fallen sollte. Die Ajax feuerte dreimal auf die Ussukuma, zunächst vor den Bug, dann beim Fieren der Boote und das dritte Mal beim Ablegen der Boote. Kapitän Wilmsen ließ die Boote auftakeln und wollte die 62 Meilen entfernte Küste erreichen, aber entgegen ihrer Drohung nahm die Ajax die 107 Mann starke Besatzung auf. Die Ussukuma sank am 6. Dezember 1939 um 02:30 Uhr.

12. Dez. 1939 HMS Duchess 137 Noch vor Jahresende bekam der Zerstörer Duchess (1.375 t) mit dem Flottillenführer HMS Duncan (D 99) die Aufgabe, das Schlachtschiff HMS Barham von Malta in heimische Gewässer zu geleiten. Am 6. Dezember 1939 verließ der Verband Gibraltar und lief westlich von Irland nach Norden, um den Clyde zu erreichen. Im Nordkanal verstärkten HMS Exmouth (H 02), HMS Echo (H23) und HMS Eclipse (H 08) die Sicherung des Schlachtschiffs. Auf Höhe des Mull of Kintyre liefen alle Schiffe trotz dichten Nebels wegen der U-Boot-Gefahr Zick-Zack-Kurse. Dabei kreuzten sich die Fahrwege des Zerstörers und des Schlachtschiffs. Am frühem Morgen des 12. Dezember 1939 rammte das Schlachtschiff daher den Zerstörer, der mit 137 Besatzungsangehörigen sank (bei Position ♁55° 19′ N, 6° 6′ W). Die an der Unfallstelle bis zum Eintritt des Tageslichts verbleibenden Zerstörer Echo und Eclipse konnten nur 23 Schiffbrüchige retten, während die Exmouth und Duncan mit dem Schlachtschiff die Fahrt in den Clyde fortsetzten.
14. Dez. 1939 Spaarndam 6 Kurz vor Erreichen der Themsemündung lief das Passagierschiff Spaarndam (8.857 BRT) auf der Position ♁51° 33′ N, 1° 24′ O zwei Seemeilen nordöstlich des Feuerschiffs Tongue auf eine von deutschen Torpedobooten in der Nacht vom 12. zum 13. November 1939 gelegte Seemine. Das Schiff wurde schwer beschädigt und konnte von der Besatzung auf eine Sandbank der Knock Deeps gesteuert werden. Dort brannte es aus. Bei der Minenexplosion kamen fünf, nach manchen Quellen sechs Besatzungsmitglieder ums Leben.
17. Dez. 1939 Admiral Graf Spee 36 In der Mündung des Río de la Plata wurde das deutsche Panzerschiff Admiral Graf Spee (12.340 ts) mit Sprengladungen selbstversenkt, da der Kommandant das beschädigte Schiff, für das es keine Reparaturmöglichkeit vor Ort gab, von überlegenen britischen Kräften umstellt glaubte und auf einen Ausbruchsversuch verzichtete. Zuvor war das Schiff im Gefecht mit dem britischen Schweren Kreuzer ,HMS Exeter (68), Flaggschiff des Kommodore Henry Harwood, sowie dem britischen Leichten Kreuzer HMS Ajax (22) und dem neuseeländischen leichten Kreuzer HMNZS Achilles (70) beschädigt worden, wobei 36 Crew-Angehörige ums Leben gekommen waren. Im Laufe der Seeschlacht wurde die HMS Exeter schwer beschädigt (Ausfall der schweren Artillerie, 61 Tote und 23 Verwundete) und außer Gefecht gesetzt. Die beiden Leichten Kreuzer Ajax (12 Tote, siebenmal getroffen) und Achilles (4 Tote) erhielten Beschädigungen.
19. Dez. 1939 Columbus 4 Das große deutsche Kreuzfahrtschiff Columbus (32.565 BRT), alleine fahrend und auf dem Weg von Veracruz (Mexiko) nach Deutschland, wurde etwa 200 Seemeilen östlich von Norfolk von dem britischen Zerstörer Hyperion gestellt und daraufhin, um eine Aufbringung zu vermeiden, von der eigenen Besatzung versenkt. Vier Angehörige des Maschinenpersonals ertranken dabei versehentlich in den unteren Schiffsräumen. Zuvor war das deutsche Schiff von dem amerikanischen Schweren Kreuzer Tuscaloosa beschattet worden, welcher die Position der Columbus entgegen den Neutralitätsverpflichtungen ständig an die Royal Navy weiter gemeldet hatte. Bis heute (2010) war die Columbus das größte Passagierschiff, das jemals durch Selbstversenkung zerstört wurde.

1940Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
02. Jan. 1940 S-2 50 Etwa auf halber Strecke zwischen den Åland-Inseln und der schwedischen Küste, nordöstlich Grisslehamn, geriet das sowjetische U-Boot S-2 (840 ts) versehentlich auf eine schwedische Minensperre und sank nach zwei Treffern. Zuvor hatte S-2 finnische Minensperren in diesem Seegebiet umgehen wollen. Mit dem Boot ging die gesamte Besatzung von 50 Mann unter. Es war dies der erste sowjetische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg. Das Wrack wurde im Jahr 2009 entdeckt.
09. Jan. 1940 HMS Starfish 0 Am 9. Januar versuchte das U-Boot bei ♁55° 0′ N, 7° 10′ O einen Torpedoangriff auf einen deutschen Minensucher. Die Attacke misslang aufgrund eines Bedienungsfehlers. Die Torpedos blieben in den Torpedorohren stecken. Das Boot versuchte noch einen zweiten Angriff, bei dem die Tiefenruder blockierten. Der Kommandant entschied, das U-Boot Starfish (730 t) für den Rest des Tages in 27 m Tiefe auf Grund zu legen, um notwendige Reparaturen durchzuführen. Wenig später entdeckte der deutsche Minensucher M-7 das U-Boot und griff es mit Wasserbomben an. Nach stundenlangem Bombardement war das Boot schwer beschädigt und musste auftauchen. Die komplette Besatzung konnte sich retten und ging in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die Starfish geriet nicht in feindliche Hand, da sie sich nur kurz an der Oberfläche halten konnte und anschließend sank.
09. Jan. 1940 Dunbar Castle 10 Das Passagierschiff Dunbar Castle (10.002 BRT) sank am 9. Januar 1940 nach dem Auflaufen auf eine Mine und war damit das erste Schiff, das die Union-Castle Line im Zweiten Weltkrieg verlor. 10 Menschen kamen dabei ums Leben.
16. Jan. 1940 Inverdargle 49 Der britische Tanker Inverdargle (9.456 BRT), auf dem Weg von Trinidad nach Avonmouth, sank im Bristolkanal, nahe Nash Point, auf einer vom deutschen U-Boot U 33 gelegten Mine (die im November 1939 gelegt worden war). Der mit über 12.000 Tonnen Flugbenzin beladene Tanker explodierte sofort und brach auseinander. Von den 49 Seeleuten an Bord überlebte niemand.
18. Jan. 1940 Flandria 17 Der Frachter Flandria (1179 BRT) sank am 18. Januar 1940 um 23.53 Uhr innerhalb von 20 Sekunden nach Torpedotreffer von U 9 (Oberleutnant zur See Wolfgang Lüth) in der Nordsee auf der Position ♁54° 0′ N, 3° 40′ O im Marineplanquadrat AN 6758. 17 Personen kamen bei dem Untergang ums Leben, vier überlebten.
19. Jan. 1940 HMS Grenville 77 Der Zerstörer Grenville (1.465 t) löste 23 Seemeilen östlich des Feuerschiffs Kentish Knock eine Mine aus. 77 Besatzungsangehörige verloren ihr Leben beim sofortigen Untergang der Grenville ♁51° 39′ N, 2° 17′ OKoordinaten: 51° 39′ 0″ N, 2° 17′ 0″ O | OSM | . Trotz der anfangs unklaren Gefährdung setzten Grenade und Griffin Boote aus und konnten 117 Schiffbrüchige retten.

Die Minensperre, auf die die Grenville lief, war in der Nacht zum 7. Januar von den deutschen Zerstörern Friedrich Eckoldt, Erich Steinbrinck und Friedrich Ihn gelegt worden.

21. Jan. 1940 HMS Exmouth 189 Im Moray Firth, nahe Wick, versenkte das deutsche U-Boot U 22 in dichtem Nebel den britischen Zerstörer HMS Exmouth (1.495 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo traf eine Munitionskammer des Schiffes und verursachte eine verheerende Explosion, die den Zerstörer innerhalb einer Minute versenkte. Mit der HMS Exmouth ging die gesamte Besatzung von 189 Mann unter.
26. Jan. 1940 Durham Castle 0 Am 2. Oktober wurde die Demontage jedoch gestoppt, da die britische Admiralität die Durham Castle (8.217 BRT) als Wohn- und Versorgungsschiff im Marinestützpunkt Scapa Flow verwenden wollte. Am 26. Januar 1940 lief sie jedoch auf dem Weg dorthin vor Cromarty auf eine Seemine, die von dem deutschen U-Boot U 57 gelegt worden war und ging unter.
30. Jan. 1940 U 15 25 Das U-Boot U 15 (279 t) lief am 29. Januar 1940 um 10:15 Uhr von Wilhelmshaven aus. Am 30. Januar 1940 kollidierte U 15 in der Nordsee auf der Position ♁54° 24′ N, 7° 50′ O mit dem deutschen Torpedoboot Iltis und sank. Alle 25 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
30. Jan. 1940 U 55 1 Am 30. Januar 1940 wurde U 55 südwestlich der Scilly-Inseln nach Angriffen des britischen Zerstörers HMS Whitshed, der Sloop HMS Fowey sowie der französischen Zerstörer Valmy und Guépard und eines britischen Sunderland-Flugbootes auf der Position ♁48° 37′ N, 7° 48′ W im Marine-Planquadrat BF 1958 von der Besatzung selbst versenkt. Ein Besatzungsmitglied, der Kommandant Kapitänleutnant Werner Heidel, kam dabei ums Leben, 41 konnten gerettet werden.
05. Feb. 1940 U 41 49 Beim Versuch, den Konvoi OB-84 anzugreifen, wurde U 41 am 5. Februar 1940 durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Antelope im Nordatlantik südlich von Irland versenkt. Alle 49 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod. Die Position war ♁49° 20′ N, 10° 4′ W im Marine-Planquadrat BF 1496.
12. Feb. 1940 U 33 25 Am 12. Februar 1940 wurde U 33 während des Minenlegens im Firth of Clyde, Schottland, durch Wasserbomben des britischen Minenräumbootes HMS Gleaner auf der Position ♁55° 25′ N, 5° 7′ W im Marine-Planquadrat AM 6516 versenkt. 25 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod, 17 konnten gerettet werden. Aus dem sinkenden Wrack wurden drei „Enigma“-Rotoren gerettet, darunter die Walzen VI und VII — beide von großer Bedeutung für die Kryptologen in Bletchley Park, da es sich um zwei von drei speziellen Walzen handelte, die von den polnischen Kryptologen nicht rekonstruiert worden waren.
18. Feb. 1940 HMS Daring 157 Vor der schottischen Ostküste, etwa 40 Seemeilen östlich des Pentland Firth, versenkte das deutsche U-Boot U 23 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Kretschmer den zur Sicherung des Konvois HN-12 gehörenden britischen Zerstörer HMS Daring (1.375 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo traf das Wasserbombenlager, weswegen der Zerstörer sofort explodierte. Mit dem Schiff gingen 157 Besatzungsangehörige unter, nur fünf Mann überlebten.
20. Feb. 1940 U 54 41 Das Boot war seit dem 20. Februar 1940 in der Nordsee verschollen. Vermutlich lief es auf eine durch die britischen Zerstörer HMS Ivanhoe und HMS Intrepid verlegte Mine und sank mit allen 41 Mann an Bord.
22. Feb. 1940 Leberecht Maass und Max Schultz 590 Während eines offensiven Vorstoßes der deutschen 2. Zerstörerflottille in Richtung der Doggerbank (Unternehmen Wikinger) wurde der Zerstörer Leberecht Maass (2.232 ts) in den frühen Morgenstunden irrtümlicherweise und infolge von Kommunikationsfehlern von einem einzelnen deutschen He 111-Bomber angegriffen. Das Schiff wurde von einer Bombe getroffen und sank kurze Zeit später. Unklar war hierbei aber, ob der Untergang durch den Bombentreffer selbst verursachte wurde oder ob das Schiff beim Ausweichen auf eine Mine lief. Die übrigen fünf Schiffe der Flottille liefen zu Rettungsmaßnahmen heran, wobei aber der Zerstörer Z 3 Max Schultz (2232 ts) auf eine neu ausgelegte britische Minensperre lief und nach zwei Minentreffern ebenfalls sank. Da die verbleibenden vier Zerstörer in der Dunkelheit und wegen der unklaren Lage zunächst nur wenige Überlebende bergen konnten, starben insgesamt 590 deutsche Seeleute, darunter die gesamte Crew des Zerstörers Max Schultz (308 Tote). Nur 60 Mann wurden gerettet.
23. Feb. 1940 U 53 42 Am 23. Februar 1940 wurde U 53 westlich der Orkneyinseln durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Gurkha auf der Position ♁60° 32′ N, 6° 14′ W im Marine-Planquadrat AM 3243 versenkt. Alle 42 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod.
25. Feb. 1940 U 63 1 Am 25. Februar 1940 wurde U 63 in der Nordsee, südlich der Shetlandinseln, durch Wasserbomben und Torpedos der britischen Zerstörer HMS Escort, HMS Inglefield, HMS Imogen und des britischen U-Boots HMS Narwhal auf der Position ♁58° 40′ N, 0° 10′ W im Marine-Planquadrat AN 4156 versenkt. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, 24 konnten gerettet werden.
02. Mär. 1940 Wolfsburg 0 Am 2. März 1940 versenkte die Besatzung ihr Schiff in der Dänemarkstraße nördlich Islands auf der Position 67°30' N, 32°30' W selbst, als der britische Schwere Kreuzer HMS Berwick es entdeckt hatte.
03. Mär. 1940 Arucas 14 Vor der Südostküste von Island stellte der britische Schwere Kreuzer HMS York den zuvor aus Vigo ausgelaufenen deutschen Passagierschiff Arucas (3.359 BRT). Trotz stürmischem Wetter entschloss sich die deutsche Crew zur Selbstversenkung ihres Schiffes, um eine Kaperung zu vermeiden. 14 Seeleute ertranken dabei, weil die Rettungsboote im Sturm kenterten. Die restliche Besatzung, 19 Mann, wurde von dem britischen Kreuzer gerettet.
13. Mär. 1940 U 44 47 Das Boot lief am 13. März 1940 um 13.00 Uhr von Wilhelmshaven aus. Das Boot meldete sich nach dem Auslaufen nicht mehr. Es lief wahrscheinlich noch am gleichen Tag in der Nordsee vor Terschelling auf eine Mine, die von einem der britischen Zerstörer HMS Express, HMS Esk, HMS Icarus oder HMS Impulsive am 3. März 1940 verlegt worden war, und sank mit allen 47 Mann an Bord. Die wahrscheinliche Position war ♁54° 14′ N, 5° 7′ O im Marine-Planquadrat AN 6941.
15. Mär. 1940 President Harding 0 Das Passagier- und Frachtschiff President Harding (14.187 BRT) wurde es auf der Schelde von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen und bombardiert. Das Schiff geriet in Brand und strandete.
26. Mär. 1940 Edmund Hugo Stinnes 4 0 Das Frachtschiff befand sich auf der Fahrt von Nordenham nach Kopenhagen, als er von dem britischen U-Boot HMS Truant vor Jütland bei ♁56° 42′ N, 8° 4′ O nach Prisenrecht kontrolliert und anschließend torpedierte wurde.
27. Mär. 1940 U 22 27 Das U-Boot U 22 (279 t) lief am 20. März 1940 von Wilhelmshaven aus und wurde mit seiner gesamten Besatzung von 27 Mann seit dem 23. März 1940 in einem Minenwarngebiet vor dem westlichen Skagerrak vermisst. Die Position könnte ♁57° 30′ N, 9° 0′ O im Marine-Planquadrat AN 3670 gewesen sein
28. Mär. 1940 Mimi Horn 0 Der alleinfahrende Kombifrachter Mimi Horn (4007 BRT) entkam aus der Karibik und erreichte die Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland, wo sie am 28. März 1940 vom Hilfskreuzer Transylvania (16923 BRT) entdeckt wurde. Der Kapitän sah keine Chance, dem großen Drei-Schornsteiner zu entkommen, evakuierte sein Schiff auf den Rettungsbooten und versenkte es selbst.
06. Apr. 1940 U 50 44 Das Boot lief am 5. April 1940 von Kiel zum Unternehmen Weserübung aus. Am 6. April lief U 50 in der Nordsee bei Terschelling im Marine-Planquadrat AN 6943 auf eine Mine, die von einem der britischen Zerstörer HMS Express, HMS Esk, HMS Icarus oder HMS Impulsive am 3. März 1940 verlegt worden war, und sank mit allen 44 Mann an Bord.
08. Apr. 1940 Rio de Janeiro 183 Nahe Lillesand versenkte das auf britischer Seite kämpfende polnische U-Boot Orzeł den zur ersten Welle der deutschen Invasionsstreitkräfte gehörenden und in Richtung Bergen laufenden Truppentransporter Rio de Janeiro (5.177 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 19 Seeleute und 164 deutsche Soldaten unter. Etwa 180 Überlebende wurden später gerettet. Es war dies die erste Versenkung eines Schiffes im Zweiten Weltkrieg durch ein polnisches Kriegsschiff.
08. Apr. 1940 HMS Glowworm 111 Der britische Zerstörer HMS Glowworm (1.350 ts) wurde vor der norwegischen Küste vom Schlachtkreuzer HMS Renown zur Suche nach einem über Bord gegangen Seemann zurückgelassen. In einem starken Schneesturm wurde er dabei nahe Trondheim von zwei deutschen Zerstörern entdeckt, welche den Schweren Kreuzer Admiral Hipper herbeiriefen. Die HMS Glowworm wurde zusammengeschossen. Der Zerstörer schoss drei Torpedos ab und versuchte dann, die Admiral Hipper zu rammen. Dabei geriet er unter den Bug des Kreuzers, sein Vorschiff wurde bis zur Brücke abgerissen. Das Wrack kenterte nach einigen Minuten und ging mit 111 Besatzungsangehörigen unter. Es gab nur 39 Überlebende.
08. Apr. 1940 U 1 25 Das U-Boot U 1 (254 t) wurde wahrscheinlich am 8. April 1940 in der Nordsee vor Terschelling (Minenfeld Nr. 7) auf der Position ♁54° 14′ N, 5° 7′ O Marine-Planquadrat AN 6941 durch eine Seemine versenkt. Es gab keine Überlebenden, die gesamte Mannschaft von 25 Seeleuten starb. Verlegt wurden die Minen am 3. März 1940 von den Zerstörern HMS Express, HMS Esk, HMS Icarus und HMS Impulsive.
08. Apr. 1940 Stedingen 0 Am 8. April 1940 wurde der Tanker Stedingen (8036 BRT) im Skagerrak vom aufgetauchten britischen U-Boot HMS Trident zum Anhalten aufgefordert. Das Schiff versuchte in norwegische Hoheitsgewässer zu entkommen. Als das U-Boot das Feuer eröffnete, wurde die Stedingen von ihrer Besatzung versenkt.
09. Apr. 1940 Eidsvold 175 Während der deutschen Invasion Norwegens versenkte der deutsche Zerstörer Z 21 Wilhelm Heidkamp im Hafen von Narvik das norwegische Küstenpanzerschiff Eidsvold (4.233 ts) durch drei Torpedotreffer. Das aus dem Jahr 1900 stammende Schiff zerbrach sofort in zwei Teile, sank innerhalb von Sekunden und nahm 175 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur fünf Mann überlebten.
09. Apr. 1940 Norge 101 Während der deutschen Invasion Norwegens versenkten deutsche Zerstörer im Hafen von Narvik das norwegische Küstenpanzerschiff Norge (4.233 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das veraltete, aus dem Jahr 1901 stammende Schiff sank innerhalb von nur einer Minute, wobei 101 Mann der Besatzung den Tod fanden. 90 Besatzungsmitglieder, darunter auch der Kommandant, konnten gerettet werden.
09. Apr. 1940 Blücher ≈ 830 Der deutsche Schwere Kreuzer Blücher (14.247 ts), mit über 2.100 Seeleuten und eingeschifften Soldaten sowie deren Ausrüstung an Bord, wurde während der deutschen Besetzung Norwegens im Oslofjord bei dem Versuch die Döbrak-Enge zu durchfahren, von norwegischen Küstenbatterien und einer Torpedobatterie beschossen. Das Schiff wurde von mehreren 28-cm- und 15-cm-Granaten getroffen und erhielt zudem zwei Torpedotreffer. In der engen Fahrrinne konnten andere deutsche Schiffe dem Kreuzer nicht zu Hilfe kommen. Etwa zwei Stunden nach den ersten Treffern, gegen 6.25 Uhr, kenterte die brennende und manövrierunfähige Blücher nahe Askholmen und sank. Von rund 2.100 Heeressoldaten und Seeleuten an Bord fanden etwa 830 den Tod.
09. Apr. 1940 Königsberg 19 Bei einem Angriff von 16 britischen Sturzkampfbombern vom Typ Blackburn B-24 Skua auf den Hafen von Bergen wurde der deutsche Leichte Kreuzer Königsberg (6.650 ts) von drei 227-Kilogramm-Bomben schwer getroffen. Das Schiff kenterte und sank am Pier. 19 Besatzungsangehörige fanden dabei den Tod, rund 600 Mann konnten sich retten. Das Wrack wurde am 17. Juli 1942 gehoben und als U-Boot-Pier verwendet. Es kenterte am 22. September 1944 abermals.
09. Apr. 1940 Karlsruhe 11 Der deutsche Leichte Kreuzer Karlsruhe (6.650 ts) wurde im Skagerrak gegen 19.58 Uhr vom britischen U-Boot HMS Truant torpediert. Das Schiff war so schwer beschädigt, dass es um 22.50 Uhr, nach dem Abbergen der Crew, vom Torpedoboot Greif durch zwei Torpedos versenkt werden musste. Elf Mann der Besatzung starben bei der Torpedierung durch das U-Boot, etwa 600 Mann wurden von dem Torpedoboot Jaguar gerettet.
09. Apr. 1940 Roda und Æger 0 + 8 Vor Stavanger versenkte der kleine norwegische Zerstörer Æger (735 ts) den zu den deutschen Invasionsstreitkräften gehörenden einlaufenden Transporter Roda (6.780 BRT), wobei es keine Personalverluste gab. Der Zerstörer wurde selbst aber nur kurze Zeit später von Junkers Ju 88-Bombern attackiert, durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben schwer beschädigt und musste an der Küste auf Grund gesetzt werden. Das Schiff wurde zum Totalverlust. Acht Besatzungsangehörige kamen durch die Bombentreffer ums Leben, 67 Mann konnten gerettet werden. Das Wrack der Roda wurde im Jahr 1953 gehoben.
09. Apr. 1940 HMS Gurkha 16 Die Luftwaffe griff dieses Schiff der Home Fleet mit Ju-88- und He-111-Bombern der Kampfgeschwader 30 bzw. 26 an. Beim Versuch, ein besseres Schussfeld zu schaffen, verließ der Zerstörer Gurkha (1.854 t) den Schutz der Flottille und wurde schon früh schwer getroffen. Ihr Ausfall wurde erst bemerkt, als der Angriff auf Bergen abgebrochen wurde.

Der Kreuzer Aurora hatte als einziger die Notrufe der Gurkha gehörte und erreichte den sinkenden Zerstörer vor seinem Untergang und übernahm mit seinen Booten den größten Teil der Besatzung. Dazu konnten etliche Schiffbrüchige noch aus dem Meer geborgen werden, so dass insgesamt 194 Mann von der Aurora gerettet wurden. Die Gurkha sank am Abend des 9. April 1940 südwestlich von Bergen auf der Position ♁59° 13′ 0″ N, 4° 0′ 0″ OKoordinaten: 59° 13′ 0″ N, 4° 0′ 0″ O | OSM | . Sie war der erste britische Zerstörer, der durch einen Luftangriff versenkt wurde. Ihre Besatzung wurde bis auf 16 Mann gerettet, da die die Untergangsstelle absuchende Mashona auch noch fünf Schiffbrüchige bergen konnte.

09. Apr. 1940 Amasis 55 Am Abend des 9. April 1940 wurde das Frachtschiff Amasis (5173 BRT) auf dem Weg von Stettin nach Oslo vor Lysekil im Skagerrak vom britischen U-Boot HMS Sunfish mit zwei Torpedos angegriffen und bei ♁58° 13′ N, 11° 13′ O versenkt. Der Angriff soll innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer erfolgt sein. Über die Ladung des Schiffes besteht Unklarheit.
09. Apr. 1940 Bockenheim 0 Am 9. April 1940 lag das Schiff wieder in Narvik und wartete dort auf die Beladung mit Erz. Als deutsche Zerstörer im Rahmen des Unternehmens Weserübung, des deutschen Überfalls auf Dänemark und Norwegen, in Narvik einliefen und das Schiff beschossen, hielt der Kapitän des Frachtschiffs Bockenheim (4902 BRT) sie für britische Kriegsschiffe. In Unkenntnis der Lage gab er der Besatzung den Befehl, das Schiff durch Öffnen der Seeventile auf Grund und zusätzlich in Brand zu setzen.
09. Apr. 1940 Main 1 Etwa 40 Seemeilen vor Haugesund sollen die beiden Schiffe am 9. April um 9:00 Uhr morgens von einem Bombenflugzeug der Luftwaffe angegriffen worden sein. Obwohl die Bomben die Schiffe verfehlten, habe der Kapitän des Transporters Main (7624 BRT), angesichts seiner gefährlichen Ladung, sofort den Befehl zur Selbstversenkung und zum Verlassen des Schiffs gegeben. Nachdem die Besatzung in großer Hast die Boote gegangen war (der Bootsmann ertrank dabei), feuerte die Draug etwa zehn Granaten in die Wasserlinie der Prise, um sie endgültig zu versenken. Der Flugzeugangriff war nicht bestätigt. Sicher versenkte die Draug die Main.
09. Apr. 1940 Seattle 0 Dabei geriet das Fracht- und Passagierschiff Seattle (7.369 BRT) in das Abwehrfeuer der norwegischen Küstenartillerie auf der Insel Odderøya, mit dem die deutschen Angreifer zunächst zum Abdrehen gezwungen wurden. Die Seattle erhielt mittschiffs einen Treffer und geriet in Brand. Es wurde nicht restlos geklärt, ob es sich um eine Granate der Norweger oder um eine Fliegerbombe von einer der von der Karlsruhe zur Unterstützung angeforderten Heinkel He 111-Bomber handelte. Auch die Gyller soll auf die Seattle geschossen haben. Die gesamte Besatzung konnte das Schiff verlassen, das vier Tage brennend vor Kristiansand trieb, bis es schließlich bei Dvergsnestangen im Korsvikfjord sank.
10. Apr. 1940 Neuenfels 2 Am 10. April 1940 in Narvik mit Ladung Eisenerz von der deutschen Besetzung überrascht und beim Angriff britischer Zerstörer torpediert und versenkt. 2 Tote.
10. Apr. 1940 Sao Paulo 7 Am 9. lief das Frachtschiff Sao Paulo (4977 BRT) kurz vor Mitternacht nahe Brattholm auf eine von norwegischen Minenlegern Uller (Bj. 1876) und Tyr (Bj. 1887) gelegte Minensperre und erhielt zwei Minentreffer. Das Schiff sank in einer halben Stunde auf der Position ♁60° 20′ 8″ N, 5° 11′ 30″ OKoordinaten: 60° 20′ 8″ N, 5° 11′ 30″ O | OSM | . Sieben Mann starben; die Überlebenden wurden vom Fischdampfer Cremon gerettet und nach Bergen gebracht.
10. Apr. 1940 Wigbert 1+ Am 10. April um 17:26 Uhr wurde das Frachtschiff Wigbert vom britischen U-Boot Triton torpediert und sank nach einem Hecktreffer auf ebenen Kiel innerhalb von 20 Minuten auf der Position 57° 27′ 0″ N, 10° 46′ 0″ O. Das U-Boot traf auch die Friedenau (5219 BRT) mit zwei Torpedos und das Vorpostenboot V 1507 (ex Walfänger Rau VI), die ebenfalls sanken. Auf den beiden Frachtschiffen verloren viele deutsche Soldaten ihr Leben. Der Espana gelang es, über 200 Schiffbrüchige der Friedenau zu retten.
10. Apr. 1940 Rauenfels und Wilhelm Heidkamp und Anton Schmitt und HMS Hunter und HMS Hardy 143 Erstes Gefecht von Narvik.

Um 01:00 Uhr passieren die brit. Zerstörer HMS Hardy (1.455 t) (Flottillenführer), HMS Hunter (1.340 t), HMS Havock, HMS Hotspur und HMS Hostile die Lotsenstation Tranöy in dieser Reihenfolge. Um 04:20 Uhr wurde das Gefecht mit der ersten Breitseite der HMS Hardy eröffnet. Wilhelm Heidkamp erhielt einen Torpedotreffer im achteren Magazin und sank mit dem größten Teil der Besatzung. Darunter auch Kommodore Bonte. 2 Torpedos ließen den Zerstörer Anton Schmitt (3415 t) auf Grund gehen. Durch Torpedos wurden auch 6 deutsche und alliierte Handelsschiffe versenkt. HMS Hardy wurde von den Zerstörern Georg Thiele und Bernd von Arnim beschossen und um 6:30 Uhr im seichten Wasser ca. 250 Meter vom Ufer auf Grund gesetzt. Captain Warburton-Lee (VC) und 31 Besatzungsmitglieder starben. HMS Hunter war außer Gefecht und wurde von HMS Hotspur gerammt. HMS Hunter sank um 6:30 Uhr. 110 Mann der Hunter kamen dabei ums Leben. 50 Überlebende wurden von deutschen Booten gerettet. Der deutsche Transporter Rauenfels (8460 BRT) wurde von HMS Havock gestoppt und geentert. Die Besatzung wurde von der HMS Havock geborgen. Mit 2 Sprenggranaten wurde die Rauenfels versenkt. Ihre Trümmer flogen bis zu 1.000 Meter weit. Dadurch verloren die deutschen Zerstörer ihren letzten Munitionsnachschub. Die deutschen Zerstörer Hermann Künne, Hans Lüdemann, Diether von Roeder, Bernd von Arnim und Georg Thiele wurden bei diesem Gefecht teilweise schwer beschädigt.

10. Apr. 1940 Albatros 0 Erstes Gefecht von Narvik.

Am 10. April beschossen norwegische Küstenbatterien bei Bolaerne im Oslofjord das Torpedoboot Albatros (924 t). Aufgrund fehlerhafter Schiffsführung lief das beschädigte Boot am selben Tag auf Grund vor der Stadt Fredrikstad und musste aufgegeben werden. Das in zwei Teile zerbrochene Wrack liegt auf der Position: ♁59° 5′ 40″ N, 10° 47′ 30″ OKoordinaten: 59° 5′ 40″ N, 10° 47′ 30″ O | OSM | in 20 bzw. 40 m Tiefe.

10. Apr. 1940 HMS Thistle 62 Das deutsche U-Boot entdeckte 20 Seemeilen westlich von Stavanger bei ♁59° 0′ N, 5° 0′ O das U-Boot HMS Thistle (1325 t) zuerst. Der deutsche Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Peter Hinsch zögerte nicht und befahl einen Torpedoangriff. Die deutschen Torpedos trafen ihr Ziel vernichtend.

Die HMS Thistle sank am 10. April 1940 mit der gesamten Besatzung.

13. Apr. 1940 Z 11 Bernd von Arnim 0 Bei einem zweiten britischen Angriff auf Narvik am 13. April 1940, an dem auch das Schlachtschiff Warspite beteiligt war, zog sich der Zerstörer Bernd von Arnim (3180 t), nachdem sie ihre gesamte Munition verschossen hatte, in den Rombaksfjord zurück und wurde dort zusammen mit den Zerstörern Hans Lüdemann und Wolfgang Zenker von den Besatzungen bei 68° 24′ 58″ N, 17° 53′ 40″ O selbstversenkt, um eine Erbeutung der Schiffe durch die Briten zu verhindern.
13. Apr. 1940 Z 17 Diether von Roeder 0 Der nicht fahrbereite Zerstörer Diether von Roeder (2411 t) war in Narvik der einzige Gegner. Mit den zwei für die Sprengung vorbereiteten Wasserbomben hoffte man, zusätzlich den britischen Zerstörer Foxhound zu beschädigen, der gerade zur Untersuchung längsseits gehen wollte. Da beschoss ein deutsches MG aus einer Bergstellung heraus den britischen Zerstörer, der daraufhin sein Anlegemanöver abbrach und mit den Maschinen rückwärts ging. Wenige Sekunden danach detonierten die Wasserbomben und die Diether von Roeder sank innerhalb von zwei Minuten.
13. Apr. 1940 Z 12 Erich Giese 83 Beim zweiten britischen Angriff auf den Hafen von Narvik am 13. April 1940 wurden die im Hafen bzw. im Ofotfjord liegenden deutschen Zerstörer von britischen Seestreitkräften, darunter das Schlachtschiff HMS Warspite, beschossen und versenkt oder nach dem Verbrauch ihrer Munition von den eigenen Besatzungen an Land gesetzt. Die Erich Giese (3190 t) wurde schwer getroffen, worauf der Kommandant, Korvettenkapitän Karl Smidt, den Befehl gab, das Schiff zu verlassen. Beim Untergang von Z 12 bei ♁68° 28′ 0″ N, 17° 18′ 0″ OKoordinaten: 68° 28′ 0″ N, 17° 18′ 0″ O | OSM | verloren 83 Mann ihr Leben.
13. Apr. 1940 Z 13 Erich Koellner 32 Am frühen Morgen des 13. April erfolgte der Großangriff der Royal Navy früher als erwartet mit dem Schlachtschiff HMS Warspite und neun Zerstörern. Wieder wurden die Deutschen überrascht. Die Erich Koellner (3190 t) hatte noch nicht Tårstad erreicht und ihr Kommandant Schulze-Hinrichs entschied sich für einen Ankerplatz bei Djupvik an der Südseite des Fjords. Als die britischen Schiffe auf sie trafen, waren sie durch das Bordflugzeug der Warspite, einem Fairey Swordfish-Schwimmerflugzeug, bereits gewarnt. Die Erich Koellner eröffnete das Feuer, aber die führenden britischen Zerstörer der Tribal-Klasse erwiderten dies auf kurzer Distanz von 2500 m mit allen Waffen. Auch wurde die Erich Koellner am Bug mit einem Torpedo getroffen. Dazu feuerte die Warspite einige 38-cm-Granaten, die den Zerstörer glatt durchschlugen, ohne zu explodieren.

31 Besatzungsangehörige starben in dem Feuer, weitere 34 wurden erheblich verwundet. Der Kommandant gab den Befehl, das Schiff zu räumen und zu versenken. Die Explosionen der eigenen Wasserbomben zerstörten die Erich Koellner auf der Position ♁68° 24′ 30″ N, 16° 47′ 0″ OKoordinaten: 68° 24′ 30″ N, 16° 47′ 0″ O | OSM | , die nicht einen Treffer vor ihrer Zerstörung ins Ziel bringen konnte.

13. Apr. 1940 Z 2 Georg Thiele 27 Der Zerstörer Z 2 Georg Thiele (2.232 t) wurde, nachdem auch er sämtliche Munition verschossen hatte, am Südufer des Rombaksfjord auf einen Felsen gesetzt; gleichzeitig wurde bei ♁68° 24′ 29″ N, 17° 48′ 43″ OKoordinaten: 68° 24′ 29″ N, 17° 48′ 43″ O | OSM | die Sprengung eingeleitet. Brände brachen auf der ganzen Länge des Schiffes aus, auch durch den fortdauernden Beschuss der britischen Einheiten. Nach dem Auflaufen erhielt die Besatzung den Befehl, sich etwa 300 Meter oberhalb des Fjordes auf einem Bahndamm zu sammeln. Beim Aufstieg gab es weitere Verluste durch britischen Beschuss. Während der Kämpfe vom 10. bis zum 13. April 1940 wurden insgesamt 27 Besatzungsangehörige der Georg Thiele getötet.
13. Apr. 1940 Z 18 Hans Lüdemann 0 Der Zerstörer Z 18 Hans Lüdemann (2411 t) sowie die Zerstörer Wolfgang Zenker und Bernd von Arnim hatten sich nach Erschöpfung ihrer Treiböl- und Munitionsbestände in den Rombaksbotten (hinterer Teil des Rombaksfjords) zurückgezogen. Dort wurden sie von ihren Besatzungen selbst versenkt. Die Hans Lüdemann hatte bereits Artillerietreffer im Achterschiff erhalten. Der britische Zerstörer Hero torpedierte zusätzlich das Heckteil der Hans Lüdemann.
13. Apr. 1940 Z 19 Hermann Künne 0 Der Zerstörer Z 19 Hermann Künne (2411 t) erreichte der Rückzugsbefehl jedoch nicht und sie setzte allein das Gefecht fort, das von der HMS Eskimo angenommen wurde. Die Hermann Künne konnte auf dem sie verfolgenden Tribalzerstörer keine Treffer erzielen. Als sie ihre Munition verschossen hatte, verteilte man Wasserbomben im Schiff und versenkte es bei Trollvika am Herjangsfjord auf der Position ♁68° 31′ 24″ N, 17° 25′ 22″ OKoordinaten: 68° 31′ 24″ N, 17° 25′ 22″ O | OSM | . Die verfolgende Eskimo schoss noch einen Torpedo auf die Hermann Künne, der traf. Der deutsche Zerstörer geriet in Brand und explodierte. Ob der Torpedo oder die verteilten eigenen Wasserbomben das Schiff endgültig total zerstörten, blieb unklar.
13. Apr. 1940 Storm (Schiff, 1898) 0 Als beim Beginn der deutschen Invasion Norwegens am 9. April 1940 die Kriegsschiffgruppe 3 vor Bergen ankam und in den Fjord einlief, gelang dem Torpedoboot Storm (83 t) ein Torpedotreffer auf dem Schnellbootbegleitschiff Carl Peters, aber der Torpedo explodierte nicht und verursachte nur geringen Schaden. Danach gelang es der Storm zunächst, in den Hardangerfjord zu entkommen, wo sie dann jedoch von der Kriegsmarine erbeutet wurde. Ehe das Boot dann, wie vorgesehen, von der Kriegsmarine offiziell in Dienst gestellt werden konnte, lief es am 13. April 1940 bei Bremnes am westlichen Ende der Insel Bømlo, etwa 25 Seemeilen nördlich von Haugesund, auf einen Unterwasserfelsen und sank.
13. Apr. 1940 U 64 8 An diesem 13. April 1940 fand die zweite Schlacht um Narvik statt. Um die Mittagszeit hatte U 64 seine Reparaturen fast beendet, als es vom Bordflugzeug des britischen Schlachtschiffs HMS Warspite angegriffen wurde. Die Besatzung der Fairey Swordfish attackierte das U-Boot mit zwei Bomben und Maschinengewehrfeuer. Eine Bombe detonierte an der Steuerbordseite, während die zweite an Backbord, dicht neben dem Bug, traf. U 64 erlitt schwere Wassereinbrüche im Vorschiff und sackte vorne schnell weg. Der Kommandant befahl, die Schotten zu schließen und das Boot zu verlassen. Als zwölf Männer das Boot verlassen hatten, sah Schulz, dass die Zeit zum Aussteigen für den Rest seiner Mannschaft nicht reichen würde. Da aber das Wasser an dieser Stelle nur 35 Meter tief war, bestand noch eine Chance, mit dem Tauchretter von „unten“ auszusteigen. Daher wurde das Turmluk sofort geschlossen und das Boot sank um 13.45 Uhr auf Position ♁68° 33′ N, 17° 33′ O im Marine-Planquadrat AG 1156. 40 Minuten später kamen noch 27 Überlebende an die Wasseroberfläche. Auch sie konnten schließlich von deutschen Gebirgsjägern geborgen werden. Acht Besatzungsmitglieder blieben vermisst; wahrscheinlich waren sie bereits durch den Bombentreffer am Vorschiff ums Leben gekommen.
13. Apr. 1940 Z 9 Wolfgang Zenker 0 Am 13. April 1940 wurde die Wolfgang Zenker von der eigenen Besatzung nach dem Aufbrauchen der Munition und zahlreichen Beschädigungen im Rombaksfjord bei ♁68° 25′ 0″ N, 17° 54′ 0″ OKoordinaten: 68° 25′ 0″ N, 17° 54′ 0″ O | OSM | selbstversenkt.
14. Apr. 1940 Brummer 0 Das britische U-Boot HMS Sterlet torpedierte den Truppentransporter Brummer (2.410 t), der dabei sein gesamtes Vorschiff verlor. Nach neun Stunden vergeblicher Rettungsversuche kenterte das Schiff und sank in den Morgenstunden des 15. April 1940.
14. Apr. 1940 Skagerrak 0 Am Vormittag des 14. April stand sie auf einer Trefflinie für die aus Trondheim ins Reich zurücklaufenden Zerstörer, als sie vom britischen Kreuzer Suffolk entdeckt wurde. Um einer drohenden Aufbringung zu entgehen, versenkte die Besatzung ihr Tankschiff Skagerrak (6031 BRT) auf der Position ♁65° 5′ 0″ N, 8° 0′ 0″ OKoordinaten: 65° 5′ 0″ N, 8° 0′ 0″ O | OSM | selbst.
15. Apr. 1940 U 49 1 Das Boot lief am 3. April 1940 um 13.25 Uhr zum Unternehmen Weserübung von Wilhelmshaven aus. Am 15. April 1940 wurde es bei Narvik, Norwegen, durch Wasserbomben der britischen Zerstörer HMS Fearless und HMS Brazen versenkt. Ein Seemann kam dabei ums Leben, die restlichen 41 konnten gerettet werden. Die Position war ♁68° 53′ N, 16° 59′ O im Marine-Planquadrat AG 1116.

Während der Rettung der Überlebenden fanden die Briten unter den auftreibenden Trümmern verschiedene Geheimunterlagen, darunter eine Karte mit den eingezeichneten U-Boot-Positionen in den norwegischen Gewässern.

18. Apr. 1940 HMS Sterlet 39 Das U-Boot HMS Sterlet (768 t) wurde wahrscheinlich am 18. April 1940 im Skagerrak auf der Position ♁58° 55′ N, 10° 10′ O von den deutschen U-Jägern UJ-125, UJ-126 und UJ-128 versenkt. Es gab keine Überlebenden. Möglicherweise ging das U-Boot auch auf dem Rückweg zur Basis durch einen Minentreffer verloren.
26. Apr. 1940 Garm 0 Das Boot wurde am 26. April, in einem Seitenarm des Sognefjords bei Bjordal vor Anker liegend, von fünf deutschen Luftwaffe-Flugzeugen mit rund dreißig Bomben angegriffen. Da es keinerlei wirksame Fliegerabwehrbewaffnung hatte, wurde das Schiff von seiner Besatzung beim Einsetzen des Fliegeralarms verlassen. Das Schwesterschiff Troll überstand den Angriff unbeschadet, aber der in der Nähe ankernde Zerstörer Garm (597 t) erhielt einen Volltreffer unmittelbar hinter dem vorderen Schornstein, wobei auch zwei seiner Torpedos explodierten. Das alte Schiff zerbrach fast in zwei Teile, brannte dann stundenlang und sank schließlich.
22. Apr. 1940 HMS Tarpon 62 Die Royal Navy erklärte das U-Boot HMS Tarpon (1325 t) am 22. April 1940 offiziell als vermisst. Die gesamte Besatzung fand den Tod.

Möglicherweise wurde die Tarpon am 14. April 1940 von dem deutschen Minensucher M 6 mit Wasserbomben versenkt. Eine weitere Erklärung war, dass sie am 10. April 1940 westlich von Jütland bei ♁56° 43′ N, 6° 33′ O von der deutschen U-Boot-Falle Schiff 40 / Schürbek versenkt wurde.

30. Apr. 1940 Leopard 1 Am 29. April 1940 lief das Torpedoboot Leopard (933 t) zu einer Minenunternehmung gemeinsam mit dem Minenschiff Preußen im Skagerrak aus. Hierbei versagte das Ruder des Torpedobootes, das daraufhin dem Minenschiff direkt vor den Bug lief. Beide Schiffe kollidierten um 0.38 Uhr in der Nacht des 30. April. Die Preußen traf die Leopard dabei an der achteren Steuerbordseite, wodurch die Abteilungen III und IV des Torpedobootes voll Wasser liefen. Die Bordwand der Leopard wurde von der Abteilung II bis zur Schiffsmitte aufgerissen. Bei der Kollision starb der Sohn des Flottenchefs Wilhelm Marschall. Die restliche Besatzung des Torpedobootes wurde von der Preußen übernommen. Die Leopard brach um 1.55 Uhr in der Höhe der Abteilung II durch und sank auf Position ♁57° 27′ N, 5° 31′ OKoordinaten: 57° 26′ 30″ N, 5° 31′ 0″ O | OSM | .
01. Mai 1940 Uller 0 In den frühen Morgenstunden des 1. Mai, kurz nachdem die beiden Boote mit dem Minenwerfen begonnen hatten, lief die Uller bei der Insel Losneøy auf Grund. Abschleppversuche der Tyr waren erfolglos. Die Tyr legte danach erst einmal ihre eigenen Minen aus und kehrte dann zur Uller zurück, um einen erneuten Abschleppversuch zu machen. Dabei riss die zum Schleppen benutzte Ankerkette der Uller. Kurz darauf erfolgte ein erneuter Fliegerangriff, diesmal durch eine einzige Heinkel He 115 A-2, die F-58, der norwegischen 2. Marinefliegergruppe, die in zwei Anflügen eine 250-kg und vier 50-kg-Bomben abwarf. Eine davon detonierte unmittelbar neben der Bordwand der Uller und beschädigte diese so sehr, dass das Boot erheblichen Wassereinbruch erlitt. Da weitere Rettungsversuch sinnlos erschienen, übernahm die Tyr die Besatzung des Havaristen und sprengte dann das Boot mitsamt den noch an Bord befindlichen Minen.
01. Mai 1940 Dronning Maud 18 Der Truppentransporter Dronning Maud (1.489 BRT) wurde beim Anlegen in Foldvik bei Gratangen von drei deutschen Jagdbombern bombardiert und unter Maschinengewehrfeuer gestellt. Das Schiff geriet in Brand, driftete ab und sank. An Bord waren neben der Besatzung 119 medizinische und sanitäre Hilfskräfte. Acht Besatzungsmitglieder und zehn Mediziner kamen um, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Dronning Maud war nicht bewaffnet, hatte keine Soldaten an Bord und hatte die Flagge des Roten Kreuzes gehisst.
01. Mai 1940 Bahia Blanca 32 Das Frachtschiff Bahia Blanca (8569 BRT) lief auf ihrer dritten Fahrt nach Norwegen am 1. Mai 1940 mit Teilen des 136. Gebirgsjäger-Regiments der 2. Gebirgsdivision (1000 Mann und 390 Pferde) von Aalborg nach Oslo, als sie südöstlich von Skagen im Kattegat vom britischen Unterseeboot HMS Narwhal torpediert wurde. Durch den Treffer am Heck verlor sie das Ruder und den Propeller. An Bord starben 32 Gebirgsjäger und 60 Pferde.
01. Mai 1940 Bahia Castillo 0 Anfang Mai 1940 wurde der Truppentransporter Bahia Castillo (8579 BRT) im Kattegat vom britischen U-Boot HMS Narwhal torpediert. Die schwer beschädigte Bahia Castillo konnte zwar nach Kiel eingeschleppt werden, war aber ein wirtschaftlicher Totalschaden und wurde abgewrackt.
03. Mai 1940 Bison und HMS Afridi 228 Während der Räumung von Namsos (Nord-Trøndelag) durch die Alliierten wurde der französische Zerstörer Bison (2.436 ts) bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von einer 500-Kilogramm-Bombe getroffen und sank gegen 14.00 Uhr nach einer Munitionskammerexplosion. 136 französische Seeleute gingen mit dem Schiff unter. Nur kurze Zeit später wurde auch der britische Zerstörer HMS Afridi (1.850 ts), der zu Rettungsmaßnahmen herangeeilt war, von zwei Bomben getroffen und kenterte, wobei 62 britische Seeleute und Soldaten sowie 30 zuvor gerettete Crew-Mitglieder der Bison den Tod fanden. Insgesamt starben 228 alliierte Seeleute und Soldaten. Die Bison war der erste französische Zerstörerverlust im Zweiten Weltkrieg, der durch Feindeinwirkung verursachte wurde.
04. Mai 1940 ORP Grom 59 Vor dem Hafen von Narvik versenken deutsche He 111-Bomber des Kampfgeschwaders 100 den polnischen Zerstörer ORP Grom (1.975 ts). Nach einem Volltreffer in einen geladenen Torpedorohrsatz brach das Schiff in zwei Teile und sank. 59 polnische Seeleute kamen ums Leben. Etwa 150 Mann wurden von britischen Schiffen gerettet.
09. Mai 1940 Doris 41 Vor der holländischen Küste wurde die Gruppe von U 9 unter Befehl des Oberleutnants zur See Wolfgang Lüth entdeckt, der ihnen unbemerkt folgte. Gegen ein Uhr morgens am 9. Mai manövrierte Lüth sein Boot in Angriffsposition gegen das U-Boot Doris (626 t), das langsam fahrend und bei Vollmond in einer klaren Nacht ein einfaches Ziel bot. Lüth ließ zwei Torpedos abschießen, nach dem Kriegstagebuch von U 9 explodierte die Doris in einem riesigen Feuerball. Niemand von der Besatzung der Doris überlebte die Versenkung.
10. Mai 1940 Antilla 0 Nachdem dann am 10. Mai tatsächlich die Wehrmacht die Niederlande angriff, befand sich das Schiff nun in feindlichen Gewässern. Die niederländische Regierung verhängte den Kriegszustand und ordnete die Beschlagnahmung aller deutschen Handelsschiffe an, woraufhin um 5 Uhr morgens Ortszeit des gleichen Tages der Frachter Antilla (4.363 BRT) von Marineinfanteristen gestürmt und die verbliebenen 35 Besatzungsmitglieder verhaftet wurden. Ein erster Versuch, das Schiff bereits kurz nach Mitternacht zu besetzen, war jedoch fehlgeschlagen, sodass die deutsche Besatzung noch ausreichend Zeit hatte, durch Öffnen der Seeventile und Brandlegung das Schiff so schwer zu beschädigen, dass es von den Niederländern nicht mehr gerettet werden konnte und im flachen Wasser versank.
10. Mai 1940 Goslar 0 Über einen Kurzwellensender an Bord hatte man in der Nacht vom 9. zum 10. Mai 1940 die Nachricht vom bevorstehenden Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande gehört. Als sich die Barkasse mit dem Polizeikommissar van Beek und einigen Offizieren an Bord dem Frachtschiff Goslar (6.040 BRT) näherte, um die Mannschaft festzunehmen, erfolgten die letzten Handgriffe für das Sinken der Goslar. Man öffnete die Ventile an einer Luke, so dass das Schiff bereits zu sinken begann, als die Polizisten an Bord kamen. Der Kommissar überbrachte die offizielle Botschaft und nahm die 15 deutschen Seeleute fest.
12. Mai 1940 Hr. Ms. Van Galen 1 In der Nähe von Vlaardingen wurde das Schiff von deutschen Kampfbombern des Kampfgeschwaders 4 angegriffen. Wegen technischer Probleme waren die 40-mm-Geschütze nicht einsatzbereit und es konnten nur die 12,7 mm-Maschinengewehre zur Abwehr der Angreifer eingesetzt werden. Obwohl keine der rund 30 Bomben traf, wurde das Schiff schwer beschädigt. Dampfleitungen rissen und Schotten brachen. Ein Besatzungsmitglied starb und mehrere wurden verletzt. Der Kommandant lief am rechten Ufer der Maas Merwehaven in Rotterdam an. Die Überprüfung des Schiffs zeigte, dass das Schiff für die weitere Kriegsführung nicht mehr nutzbar war. So versenkte die Besatzung am 12. Mai die Van Galen.
17. Mai 1940 HMS Effingham 0 Der Kreuzer Effingham (9.750 t) lief mit 22 kn hart auf das Faksen-Riff.

Auf der Effingham wurden schnell alle Kessel- und Maschinenräume überflutet, wodurch sie auch die elektrische Energie verlor. Das Wasser drang auch in andere Abteilungen ein, und das Schiff begann auf ebenem Kiel zu sinken. Die Echo kam längsseits und übernahm ca. 1.300 Mann an Truppen und Besatzung. Ohne Antrieb trieb die Effingham im Bogen Richtung Südosten und lief ca. 4,5 km von Strandungsort im Flachwasser nördlich der Insel Skjoldsholmen endgültig auf Grund, sieben Seemeilen von Bodø. Bei dem Unglück waren keine Verluste an Menschenleben zu beklagen

19. Mai 1940 HMS Whitley 0 Um nicht als Beute durch vorrückende deutsche Bodentruppen zu werden, zerstörte der britische Zerstörer HMS Keith die Whitley mit Schüssen auf Position 51 ° 09'04 "N 002 ° 39'34" E.
23. Mai 1940 ORP Orzeł 60 Am 23. Mai verließ das Boot die Basis in Rosyth mit dem Auftrag, in den Gewässern zwischen Norwegen und Dänemark zu patrouillieren und anschließend nach Norden zu laufen. Seitdem gab es keine Nachricht von dem U-Boot Orzeł (1.110 t) und sowohl das Boot als auch die gesamte Besatzung galten als vermisst. Die wahrscheinlichste Theorie war, dass das Boot auf eine Seemine gelaufen war.
26. Mai 1940 HMS Curlew 9 Im Lavangsfjord nahe Narvik versenkten deutsche Junkers Ju 88-Bomber den britischen Flakkreuzer HMS Curlew (4.190 ts) durch drei Bombentreffer. Neun Crew-Mitglieder kamen dabei ums Leben, etwa 350 Mann konnten gerettet werden. Der Verlust des Schiffes bedeutete eine erhebliche Schwächung der Flugabwehrkapazität der vor Norwegen eingesetzten alliierten Flottenkräfte, da zu diesem Zeitpunkt nur wenige feuerstarke Flakschiffe zur Verfügung standen.
28. Mai 1940 Brazza 379 Das französische Passagier- und Frachtschiff Brazza (10.387 BRT) wurde etwa 100 Seemeilen westlich von Porto (Portugal) auf einer Fahrt von Bordeaux nach Französisch-Westafrika von dem deutschen U-Boot U 37 mit zwei Torpedos versenkt. Von den 576 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kamen 379 ums Leben.
29. Mai 1940 HMS Wakeful 750 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wurde der britische Zerstörer HMS Wakeful (1.100 ts) im Ärmelkanal, auf dem Weg von Dünkirchen nach Dover und mit über 640 alliierten Soldaten an Bord, in den frühen Morgenstunden von dem deutschen Schnellboot S 30 torpediert. Der Zerstörer zerbrach in zwei Teile und sank innerhalb kürzester Zeit. Mit dem Schiff gingen 639 alliierte Soldaten sowie 111 Besatzungsangehörige unter. Nur etwa 25 Mann überlebten und wurden von anderen alliierten Schiffen gerettet.
29. Mai 1940 Crested Eagle ≈ 325 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wurde der zu Evakuierungszwecken eingesetzte britische Raddampfer Crested Eagle (1.110 BRT) vor Dünkirchen von deutschen Flugzeugen mit Bomben in Brand geworfen und lief an der Küste auf Grund. Das Schiff wurde zum Totalverlust. Von etwa 600 zuvor eingeschifften Soldaten und 25 Seeleuten an Bord konnten sich nur etwa 300 retten.
29. Mai 1940 HMS Grafton 16 Am 29. Mai 1940 lief das Schiff voll beladen mit Heeressoldaten aus Dünkirchen nach Dover, wollte dann jedoch dem Zerstörer Wakeful helfen, der kurze Zeit vorher vor Nieuwpoort von einem deutschen Schnellboot torpediert worden war. Nachdem das Schiff längsseits gegangen war, schoss das deutsche U-Boot U 62 einen Torpedo, der den Zerstörer Grafton (1.350 t) am Heck traf. Dabei kam der Kapitän und 15 weitere Besatzungsmitglieder ums Leben. Kleinere Hilfsschiffe begannen, die Soldaten und die Besatzung abzubergen. Als es nicht gelang, den Zerstörer in Schlepp zu nehmen, wurde Grafton angesichts der erheblichen Gefährdung durch deutsche Luft- und Seestreitkräfte durch den Zerstörer Ivanhoe mittels eines Torpedos versenkt.
29. Mai 1940 HMS Grenade 0 Am 29. Mai 1940 lag das Schiff in Dünkirchen, um Truppen an Bord zu nehmen, als es von deutschen Ju-87-Sturzkampfbombern angegriffen und getroffen wurde. Nach mehreren Bombentreffern, von denen einer durch einen der beiden Schornsteine ging, wurde der Zerstörer in den Hafen hinaus geschleppt, damit die Evakuierungen nicht weiter behindert werden würden. Dort sank die Grenade (1.350 t) nach mehreren internen Explosionen. Es gab 14 Tote.
30. Mai 1940 Bourrasque ≈ 190 Während der alliierten Räumung von Dünkirchen wurde der französische Zerstörer Bourrasque (1.298 ts), der bereits zuvor durch einen Minentreffer beschädigt worden war, vor Nieuwpoort von deutschen Küstenbatterien beschossen. Das Schiff, welches rund 600 zuvor aus Dünkirchen evakuierte französische Soldaten an Bord hatte, kenterte nach mehreren Artillerietreffern und sank. Von rund 750 Menschen an Bord (etwa 600 Soldaten und 147 Crew-Angehörige) wurden 559 von Begleit- und Hafenfahrzeugen gerettet. Etwa 190 Personen fanden jedoch den Tod.
31. Mai 1940 U 13 0 Das U-Boot U 13 (279 t) lief am 26. Mai 1940 um 15:00 Uhr von Kiel aus. Am 31. Mai 1940 wurde es östlich von Lowestoft durch Wasserbomben der britischen Sloop HMS Weston beschädigt und zum Auftauchen gezwungen. Das U-Boot wurde dann im Artilleriefeuer der Weston von seiner Besatzung selbstversenkt (♁Lage). Die gesamte Besatzung von 26 Mann wurde von den Briten gerettet.
01. Juni 1940 HMS Basilisk und HMS Havant und HMS Keith 53 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wurden die britischen Zerstörer HMS Basilisk (1.360 ts), HMS Havant (1.340 ts) und HMS Keith (1.400 ts) von deutschen Flugzeugen attackiert und sanken nach Bombentreffern. Insgesamt starben dabei 53 Seeleute, alleine 36 an Bord der HMS Keith; etwa 500 Mann sowie etwa 800 eingeschiffte Soldaten wurden von anderen britischen und französischen Schiffen gerettet.
01. Juni 1940 Scotia 333 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wurde der britische Passagierdampfer Scotia (3.454 BRT), beladen mit rund 2.500 französischen Soldaten und auf dem Weg nach Sheerness, vor dem Hafen von Dünkirchen von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern durch mehrere Bombentreffer versenkt. 33 Crew-Angehörige und 300 französische Soldaten fanden dabei den Tod. Etwa 2.200 Menschen konnten sich ans Ufer retten oder wurden von Wachfahrzeugen aufgenommen.
07. Juni 1940 RMS Carinthia 4 Am 6. Juni 1940 wurde der Hilfskreuzer Carinthia (20.277 BRT), das sich unter dem Kommando von Kapitän J. F. B. Barrett befand, westlich der Galway Bay vor der irischen Küste von dem deutschen U-Boot U 46 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Engelbert Endrass auf der Position ♁53° 13′ N, 10° 40′ W angegriffen. Das U-Boot schoss um 13.13 Uhr einen Torpedo auf den mit acht 152-mm-Geschützen und zwei 76-mm-Geschützen bewaffneten Dampfer, der in Hecknähe einschlug. Zwei Offiziere und zwei Seeleute kamen durch die Explosion ums Leben. Der Maschinenraum und mehrere Laderäume liefen schnell voll.

Obwohl es kaum Chancen gab, das Schiff zu retten, sandte die Mannschaft Signalraketen in den Himmel und eröffnete das Feuer auf das U-Boot. Gegen 14.30 Uhr am 6. Juni wurde ein zweiter Torpedo abgeschossen, der das Ziel verfehlte. Die Carinthia blieb noch 36 Stunden nach dem ersten Angriff schwimmfähig, bis sie am Abend des 7. Juni um 21.40 Uhr 34 Seemeilen westlich von Tory Island kenterte und sank.

08. Juni 1940 Orama 19 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen südsüdwestlich von Narvik, versenkte der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Hipper den einzeln fahrenden und bewaffneten britischen Truppentransporter Orama (19.777 BRT). Das Schiff, das keine Truppen an Bord hatte und auf dem Weg nach Harstad war (um dort Soldaten an Bord zu nehmen), wurde mit Artillerie beschossen und schließlich von einem der Begleitzerstörer der Admiral Hipper durch einen Torpedoschuss versenkt. 19 britische Seeleute fanden dabei den Tod. Etwa 280 Überlebende wurden danach von den Deutschen gerettet.
08. Juni 1940 Glorious und Acasta und Ardent 1.792 + 48 Im Nordatlantik, etwa 190 Seemeilen westlich von Harstad, trafen die deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau, während eines Vorstoßes in den Nordatlantik (Unternehmen Juno), auf einen von Harstad nach Scapa Flow fahrenden britischen Evakuierungsverband, bestehend aus dem Flugzeugträger Glorious (22.360 ts) und den beiden Zerstörern Acasta (1.350 ts) und Ardent (1.350 ts). In einem rund 70 Minuten dauernden Artilleriegefecht werden alle drei britischen Schiffe versenkte, wobei insgesamt 1.792 Seeleute den Tod fanden. Nur 37 Überlebende von allen drei Schiffen konnten gerettet werden. Auf deutscher Seite wurde das Schlachtschiff Scharnhorst durch einen Torpedotreffer eines Zerstörers beschädigt, der 48 Tote fordert.
09. Juni 1940 Prins Olav 1 Das Passagierschiff Prins Olav (1.728 t) wurde beim Fluchtversuch aus dem von Deutschland besetzten Norwegen von deutschen Flugzeugen in der Nähe von Røst auf den Lofoten versenkt. Eine Person starb, die anderen wurden durch den britischen Zerstörer Arrow gerettet.
10. Juni 1940 Umbria 0 Kapitän Lorenzo Muiesan erfuhr am Abend des 10. Juni per Radio, dass Italien in den Krieg eingetreten war. Er beschloss zusammen mit seinem Schiffsingenieur Costa und dem Ersten Offizier Zarli, den italienischen Frachter Umbria zu versenken. Um die Besatzung nicht in Gefahr zu bringen, sprach er den britischen Offizier Stevens an und bat um die Erlaubnis, mit seiner Mannschaft eine Rettungsübung durchführen zu dürfen. Stevens, der noch nichts vom Eintritt Italiens in den Krieg wusste, gestattete dies. Kurz darauf wurde ihm gemeldet, dass in die Laderäume Wasser eindrang. Stevens konnte seine Leute noch von Bord bringen, das Sinken des Schiffes, das sich innerhalb von zwei Stunden vollzog, jedoch nicht mehr verhindern.
11. Juni 1940 Cap Vilano 6 Beim Versuch Zivilisten oder Truppen aus Frankreich zu evakuieren, wurde der Truppentransporter Cap Vilano (9467 BRT) am 11. Juni 1940 durch einen deutschen Bombenangriff auf der Reede von Le Havre in Brand gesetzt und versenkt. Der Angriff forderte wegen der Nähe zur Küste nur wenig Opfer (sechs Tote, zwei Verwundete).
11. Juni 1940 Piriápolis 6 Das Frachtschiff Piriápolis (7.340 BRT) wurde bei Le Havre bei einem Angriff der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg zerstört und versenkt.
12. Juni 1940 Calypso 39 Etwa 50 Seemeilen südlich von Kap Lithinon (Kreta) versenkte das italienische U-Boot R. Smg. Bagnolini den britischen Leichten Kreuzer HMS Calypso (4.120 ts) durch einen Torpedotreffer. 39 Mann gingen mit dem Schiff unter, etwa 320 Überlebende wurden gerettet. Die HMS Calypso war das erste britische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von der italienischen Marine versenkt wurde.
13. Juni 1940 Caledonia 6 Am 13. Juni 1940 befand sich der Hilfskreuzer HMS Scotstoun (Ex-Caledonia) (17.046 BRT) unter dem Kommando von Kapitän Sydney Keith Smyth, OBE, 80 Seemeilen westlich der zu den Äußeren Hebriden gehörenden Insel Barra, als sie um 07.16 Uhr auf der Position 57.00N 09.57W im Heck von einem G7a-Torpedo des deutschen U-Boots U 25 (Kapitänleutnant Heinz Beduhn) getroffen wurde. Drei Minuten später gab U 25 einen Fangschuss ab, der aber daneben ging. Ein zweiter Fangschuss schlug hinter dem dritten Schornstein ein und ließ das Schiff über das Heck sinken.

Sechs Männer kamen durch die Versenkung ums Leben. Die 344 Überlebenden wurden von dem Zerstörer HMS Highlander (Commander William A. Dallmeyer) aufgenommen und nach Schottland gebracht. Die Scotstoun war das größte Schiff, das U 25 im Zweiten Weltkrieg versenkt.

13. Juni 1940 TF2 14 Der Landungsboottransporter TF2 (2.683 BRT) ging am 13. Juni 1940 verloren, als er durch Artilleriefeuer schwer beschädigt von ihrer Besatzung bei Saint-Valery-en-Caux an der Normandieküste auf Strand gesetzt und aufgegeben wurde. 14 Mann ihrer Besatzung verloren ihr Leben.
15. Juni 1940 Samland 0 OSM | , von dem britischen U-Boot HMS Tetrarch torpediert und versenkt.
16. Juni 1940 RMS Andania 0 Etwa 24 Stunden später traf U A erneut auf das Schiff und versuchte einen weiteren Angriff. Eine halbe Stunde nach Mitternacht am 16. Juni 1940 wurde der Hilfskreuzer Andania (13.950 BRT) schließlich von einem Torpedo getroffen. Die Mannschaft der Andania feuerte daraufhin aus allen Geschützen, konnte den Angreifer jedoch wegen Dunkelheit und Sturm nicht sehen. Die Attacke ereignete sich etwa 230 Meilen west-nordwestlich der Färöer auf der Position 62.36N, 15.09W. Das U-Boot gab noch insgesamt drei Fangschüsse ab, die aber alle in der schweren See danebengingen. Gegen 02.00 Uhr morgens brach U A den Angriff ab. Das Schiff sank langsam und die Besatzung wurde von dem isländischen Trawler Skallagrímur an Bord genommen. Es gab zwei Verletzte, aber keine Toten.
16. Juni 1940 Königsberg 0 Vor Vigo wurde das Frachtschiff Königsberg (6.466 BRT) durch den französischen Hilfskreuzer President Houduce (1178 BRT) auf 41° 36´N/10° 37´W entdeckt. Um einer befürchteten Kaperung durch das französische Schiff zu entgehen, versenkten die Deutschen ihr Schiff am 16. Juni 1940 selbst.
17. Juni 1940 R. Smg. Provana 61 Vor Oran wurde das italienische U-Boot R. Smg. Provana (1.060 ts), nach einem erfolglosen Angriff auf einen Konvoi, von der französischen Korvette La Curieuse und dem Minensuchboot Commandant Bory gerammt und versenkt. Mit dem Boot gehen 61 Seeleute unter, nur ein einziges Crew-Mitglied konnte gerettet werden. Es war dies der erste italienische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
17. Juni 1940 RMS Lancastria ≈ 2.000 Der zum Abtransport britischer Truppen aus Frankreich eingesetzte Passagierdampfer RMS Lancastria (16.243 BRT) wurde vor Saint-Nazaire von deutschen Junkers Ju 88-Bombern des Kampfgeschwaders 30 angegriffen und kenterte nach drei oder vier Bombentreffern. An Bord befanden sich über 6.000 britische Soldaten, Zivilisten und Besatzungsangehörige. Ältere Schätzungen gingen von bis zu 5.000 Toten aus, neuere Forschungen haben eine Opferzahl von etwa 2.000 ergeben. Die Versenkung der RMS Lancastria gilt als die schlimmste Schiffskatastrophe der britischen Geschichte. Auf Befehl Winston Churchills wurde der Vorfall lange Zeit geheim gehalten.
19. Juni 1940 RMS Niagara 0 Das Passagierschiff Niagara (13.415 BRT) war bei der Landzunge Bream Head in der Nähe der Stadt Whangarei vor der Nordostküste der neuseeländischen Nordinsel auf eine Seemine gelaufen, die das Schiff auf Höhe des Frachtraums Nr. 2 an der Backbordseite getroffen hatte.

Die Mine war in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni von dem deutschen Hilfskreuzer Orion gelegt worden.

22. Juni 1940 U 122 49 Das Boot gilt seit dem 22. Juni 1940 als zwischen der Nordsee und der Biscaya verschollen. Die letzte Funkmeldung sendete das Boot am 21. Juni 1940. U 122 sollte einen Konvoi angreifen. Ein Dampfer des Konvois, San Felipe, meldete eine Kollision mit einem unbekannten Objekt auf der Position ♁50° 47′ N, 8° 48′ W (Marine-Planquadrat BF 1238). Da kein anderes U-Boot in der Nähe war, wurde angenommen, dass U 122 von dem Dampfer gerammt worden war. Diese Verlustursache konnte jedoch bis heute nicht mit letzter Sicherheit bestätigt werden. Es war ein Totalverlust mit 49 Toten.
23. Juni 1940 HMS Khartoum 1 Am 23. Juni 1940 wurde das italienische U-Boot Torricelli von dem Zerstörer Khartoum (1773 t) zusammen mit den Zerstörern Kingston und Kandahar und der Sloop Shoreham bei Perim zum Auftauchen gezwungen. In dem nachfolgenden Artilleriegefecht, das zur Versenkung des U-Boots führte, erhielt die Khartoum einen Treffer im hinteren Torpedorohrsatz.

Mehrere Stunden später explodierte im hinteren Torpedorohrsatz der Khartoum der Drucklufttank eines Mark-IX-Torpedos. Der weggeschleuderte Gefechtskopf des Torpedos traf den hinteren Geschützturm und löste ein Feuer aus, das die Explosion des Munitionsvorrats verursachte und die Hecksektion hinter dem Maschinenraum unter Wasser setzte. Die Schäden waren so schwerwiegend, dass das Schiff vor Perim im Roten Meer auf Grund gesetzt werden musste. Das Wrack liegt auf der Position ♁12° 38′ N, 43° 24′ OKoordinaten: 12° 38′ 0″ N, 43° 24′ 0″ O | OSM | . Die Besatzung wurde von der Kandahar in Sicherheit gebracht. Ein Mann der Besatzung wurde bei den Folgeexplosionen an Bord getötet, drei wurden schwer verwundet. Die Folgeexplosionen eines Munitionsmagazins und der Wasserbomben an Bord beschädigten das Schiff so schwer, dass eine Bergung und Reparatur nicht vertretbar erschien. Die Khartoum war der erste Verlust eines Zerstörers der J- und K-Klasse im Zweiten Weltkrieg.

25. Juni 1940 HMCS Fraser 47 Beim Rückmarsch kurz vor Inkrafttreten der Kapitulation Frankreichs kollidierte der Zerstörer Fraser (1.375 t) am 25. Juni 1940 in der Gironde bei schlechter Sicht mit dem Kreuzer Calcutta, zerbrach in drei Teile und sank auf ♁45° 44′ 0″ N, 1° 31′ 0″ WKoordinaten: 45° 44′ 0″ N, 1° 31′ 0″ W | OSM | . 47 Mann der Fraser und 19 der Calcutta kamen ums Leben. 150 Mann von der Fraser konnten trotz Dunkelheit und kräftigem Seegang von der Restigouche (117) und der Calcutta (33) aufgenommen werden, welche die Unternehmung abbrechen mussten und nach Plymouth zurückliefen.
30. Juni 1940 Avelona Star 4 Am 30. Juni 1940 wurde das unbewaffnete Schiff, das in der Nähe des Konvois SL-38 fuhr, etwa 220 Seemeilen nordwestlich von Kap Finisterre auf der Position ♁46° 35′ 24″ N, 12° 10′ 12″ W von dem deutschen U-Boot U 43 unter dem Kommando von Wilhelm Ambrosius torpediert. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben. Die Überlebenden wurden vom französischen Schiff Beignon aufgenommen, welches dadurch Anschluss an seinen Konvoi verlor und am 1. Juli vom deutschen U-Boot U 30 ebenfalls versenkt wurde, wobei weitere drei Besatzungsmitglieder der Avelona Star starben. Das Fracht- und Fahrgastschiff Avelona Star (13.376 BRT) ihrerseits sank am 1. Juli auf der Position ♁46° 35′ 24″ N, 11° 23′ 24″ W.
01. Juli 1940 U 26 0 Ein Flugboot des Typs Short Sunderland „H“ des 10. RAF-Geschwaders entdeckte das U-Boot U 26 (862 t) etwa 15 Minuten nach dem Angriff des U-Bootes auf die Zarian beim Wegtauchen. Durch Wasserbomben der britischen Korvette HMS Gladiolus und des Flugboots verursachte Schäden zwangen die Besatzung zur Aufgabe ihres Bootes. Das Boot sank auf Position ♁48° 3′ N, 11° 30′ W im Marine-Planquadrat BE 6339, während die Besatzung durch die Sloop HMS Rochester gerettet wurde. Es gab keine Toten und 48 Überlebende.
01. Juli 1940 U 102 43 Das Boot wurde am 1. Juli 1940 in der Biscaya beim Angriff auf den Konvoi SL-36 von dem britischen Zerstörer HMS Vansittart auf der Position ♁48° 33′ N, 10° 26′ W im Marine-Planquadrat BF 1791 durch Wasserbomben versenkt. Es war ein Totalverlust mit 43 Toten.
02. Juli 1940 Arandora Star 805 Der als Marinetransporter eingesetzte ehemalige britische Luxusdampfer Arandora Star (15.501 BRT) verließ Liverpool mit 1.213 italienischen und deutschen Zivilinternierten sowie rund 460 Crew-Mitgliedern und Soldaten. Er wurde an der Nordwestküste Irlands von dem deutschen U-Boot U 47 torpediert und versenkt, wobei 805 Menschen starben, darunter 713 Internierte. Rund 870 Überlebende wurden von dem kanadischen Zerstörer HMCS St. Laurent gerettet.
03. Juli 1940 Bretagne 977 Während des britischen Angriffs auf den französischen Kriegshafen Mers-el-Kébir (Operation Catapult) wurde das französische Schlachtschiff Bretagne (22.200 ts) von mehreren 38,1-cm-Granaten britischer Schlachtschiffe getroffen, die eine schwere Folgeexplosion in einer achteren Munitionskammer auslösen. Das Schiff kenterte und sank im Hafen. 977 Seeleute gingen mit der Bretagne unter, nur etwa 300 Mann überlebten. Das Wrack wurde in den 1950er Jahren gehoben und verschrottet. Es war das erste Gefecht zwischen britischen und französischen Schiffen seit den Napoleonischen Kriegen.
04. Juli 1940 HMS Foylebank 176 Vor dem Hafen der Isle of Portland versenkten deutsche Junkers Ju 87-Bomber das britische Hilfs-Flugabwehrschiff HMS Foylebank (5.582 BRT), welches zuvor den Konvoi OA-178 eskortiert hatte, durch zahlreiche Bombentreffer. Mit dem Schiff gingen 176 Crew-Angehörige unter. 122 Mann überlebten die Attacke.
04. Juli 1940 Aeneas 19 Am 2. Juli 1940 befand sich das Passagierschiff Aeneas (10.049 BRT) unter dem Kommando von Kapitän D. L. C. Evans als Teil des Konvois OA-1776 auf dem Weg von London nach Glasgow, als sie 21 Seemeilen südöstlich der Landzunge Start Point an der Küste der englischen Grafschaft Devon von deutschen Jagdbombern angegriffen wurde. Als größtes Schiff des Konvois wurde sie gezielt für einen Bombenangriff ausgewählt und zudem unter Maschinengewehrfeuer gesetzt.

Eine der Fliegerbomben zerstörte die Hauptdampfleitung und riss die Steuerbordseite des Schiffs auf. Die Bombe explodierte tief im Schiffsinneren und tötete 19 Maschinisten und Heizer. Kapitän Evans befahl das Verlassen des Schiffs, während die Aeneas Schlagseite annahm. Die Überlebenden wurden von der Worthington aufgenommen. Zwei Tage nach dem Angriff, am 4. Juli 1940, kenterte die Aeneas und ging unter.

06. Juli 1940 HMS Shark (N54) 2 Das U-Boot HMS Shark (768 t) wurde am 5. Juni 1940 während einer Patrouillenfahrt vor Skudesnes von einem deutschen Flugzeug entdeckt. Obwohl das U-Boot sofort abtauchte, konnte das Flugzeug mehrere Bomben in der Nähe des Hecks platzieren. Das U-Boot wurde erheblich beschädigt. Die Ruderanlage und die Tiefenruder fielen aus, wodurch das Boot unkontrolliert auftauchte und mit dem Bug durch die Oberfläche stieß. Weitere Bombenangriffe folgten und die Shark begann, über das Heck zu sinken. Die Ballasttanks konnten mit Druckluft ausgeblasen und das U-Boot vorerst an der Oberfläche stabilisiert werden. Das U-Boot versuchte zu entkommen, indem die beiden Hauptmaschinen zur Steuerung eingesetzt wurden. Sie wurde aber schnell wieder von deutschen Seefliegern entdeckt und erneut angegriffen. Dem Kommandanten Leutnant Peter Noel Buckley blieb keine Wahl, als zu kapitulieren. Die Besatzung ging in deutsche Kriegsgefangenschaft. Bei den Angriffen wurden zwei britische Seeleute getötet und 17 verletzt.

Am folgenden Tag versuchten die deutschen Hilfsminensuchern M-1803, M-1806 und M-1807, das schwer beschädigte U-Boot zu sichern. Die HMS Shark sank beim Abschleppen 25 NM westsüdwestlich vor Egersund auf der Position ♁58° 18′ N, 5° 13′ O.

09. Juli 1940 Bruges 0 Am 9. Juli 1940 wurde das Frachtschiff Bruges (4996 BRT) mit einer Weizenladung auf dem Weg von Montevideo nach Hull etwa 80 Seemeilen südwestlich von Bissau auf der Position 10°59' N/ 23°54' W vom Deutschen Hilfskreuzer Thor versenkt.
11. Juli 1940 HMS Escort 2 Der Zerstörer Escort (1405 t) wurde auf dem Rückmarsch nach dem abgebrochenen Angriff auf Cagliari vom italienischen U-Boot Gugliemo Marconi am 11. Juli 1940 mit einem Torpedo im Kesselraum getroffen. Während der Verband den Rückmarsch nach Gibraltar mit hoher Fahrt fortsetzte, nahm der Zerstörer Forester das schwer beschädigte Schiff in Schlepp und versuchte im Schutz des Flottillenführers Faulknor die Escort einzubringen. Bald war die Escort nicht mehr beherrschbar und sank nach Übernahme der Besatzung. Von dieser kamen nur zwei Mann beim Verlust des Zerstörers ums Leben
13. Juli 1940 HMS Brazen (H80) 1 Der Zerstörer Brazen (1.360 t) verstärkte mit einem U-Jagdtrawler im Kanal den Konvoi CW.7, der bislang schon von den Zerstörern Boreas, Versatile und Windsor gesichert wurde, als am 21. Juli 1940 vor Dover Ju 87 Stukas der II. Gruppe/Sturzkampfgeschwader 1 angriffen. Durch Nahtreffer wurde die Brazen schwer beschädigt und manövrierunfähig. Boreas übernahm die Besatzung des Schwesterschiffs. Ein eintreffender Schlepper nahm den kampfunfähigen Zerstörer auf den Haken. Er sank im Schlepp nach einem direkten Bombentreffer [3] auf ♁51° 1′ N, 1° 17′ OKoordinaten: 51° 1′ 5″ N, 1° 17′ 16″ O | OSM | . Nur ein Besatzungsmitglied kam bei den Luftangriffen auf das Schiff und bei seinem Untergang ums Leben.
16. Juli 1940 HMS Imogen (D44) 19 Bei einem Manöver kam es am 16. Juli 1940 in dichtem Nebel vor dem Pentland Firth nahe Duncansby Head zum Verlust vom Zerstörer Imogen (1.370 t), als der Kreuzer Glasgow den Zerstörer rammte. Die Imogen geriet in Brand und war so schwer beschädigt, dass das Schiff nicht eingebracht werden konnte, sondern aufgegeben werden musste. Die Glasgow konnte 135 Schiffbrüchige aufnehmen, als die Imogen auf ♁58° 34′ N, 2° 54′ WKoordinaten: 58° 34′ 0″ N, 2° 54′ 0″ W | OSM | sank. 19 Mann des Zerstörers verloren bei der Kollision ihr Leben.
16. Juli 1940 HMS Salmon (N65) 39 Das U-Boot HMS Salmon (768 t) wurde am 16. Juli offiziell als vermisst erklärt. Die wahrscheinlichste Erklärung war, dass das britische U-Boot in ein Minenfeld gelaufen war.
19. Juli 1940 Bartolomeo Colleoni 121 Nordwestlich von Kreta wurde der italienische Leichte Kreuzer Bartolomeo Colleoni (5.069 to), gemeinsam mit dem Schwesterschiff Giovanni delle Bande Nere auf dem Weg von Tripolis nach Leros, von dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney und fünf britischen Zerstörern gestellt und im sich daraus entwickelnden Gefecht nahe Kap Spada schwer getroffen. Das Schiff sank nach zahlreichen 15,2-cm-Artillerietreffern und mindestens zwei Torpedotreffern. 121 italienische Seeleute, darunter auch der Kommandant, Capitano di Vascello Umberto Novaro (der zwar von den Briten gerettet wurde, aber zwei Tage später an seinen Verletzungen starb), fanden dabei den Tod. Rund 500 Mann wurden von den Alliierten gerettet.
25. Juli 1940 Meknés 422 Im Ärmelkanal wurde der französische Repatriierungsdampfer Meknés (6.127 BRT), welcher rund 1.100 französische Soldaten nach der französischen Kapitulation im Juni 1940 von Southampton nach Frankreich hätte zurück transportieren sollen, bei einem Angriff deutscher Schnellboote von dem Schnellboot S 27 attackiert und von zwei Torpedos getroffen. Das Schiff sank in nur acht Minuten, wobei 374 Soldaten und 48 Angehörige der Dampferbesatzung den Tod fanden. Die deutsche Seite übernahm später die Verantwortung für den irrtümlichen Angriff, lehnte aber eine Entschuldigung ab, da sie von den Franzosen nicht über die Repatriierungsaufgabe des Schiffes informiert worden war.
26. Juli 1940 Accra 24 320 Seemeilen westlich der irischen Grafschaft County Donegal versenkte das deutsche U-Boot U 43 das in einem Geleitzug fahrende britische Passagierschiff Accra (9337 BRT) mit einem einzigen Torpedo. Die Accra war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von Liverpool nach Freetown. 12 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder starben. Die 465 Überlebenden wurden von zwei britischen Kriegsschiffen zurück nach Liverpool gebracht.
26. Juli 1940 Luchs 102 Das britische U-Boot Thames schoss nach Sichtung des Verbandes in der Gegend um 60° N 4° O einen Torpedo auf die Gneisenau ab, traf jedoch die in derselben Schusslinie fahrende Torpedoboot Luchs (933 t) um 15.47 Uhr in der Höhe ihrer Kesselräume. Die Luchs explodierte und zerbrach in zwei Teile. Das Achterschiff sank binnen einer Minute mit sich noch drehenden Schrauben; das Vorschiff versank zwei Minuten später. Von den 155 Mann Besatzung konnten 53 von Iltis und Jaguar gerettet werden. Das angreifende britische U-Boot wurde ebenfalls versenkt.
27. Juli 1940 HMS Codrington 0 Ende Juli 1940 wurde in Dover bei dem liegende Zerstörer Codrington (1.540 t) eine Kesselreinigung durchgeführt. Bei einem der ersten größeren Luftangriffe der deutschen Luftwaffe auf Großbritannien sank der Zerstörerführer am 27. Juli 1940 im Hafen von Dover nach einem Nahtreffer eines Ju-88-Bombers. Die Explosion zerbrach den Kiel des Schiffes, das im Hafenbecken sank. Da es nicht direkt getroffen wurde, waren nur drei Verletzte zu beklagen.
29. Juli 1940 HMS Delight 18 12 Ju 87-Stukas der III./Sturzkampfgeschwader 2 unter Gruppenkommandeur Walter Enneccerus griffen den Zerstörer Delight (1.375 ts) etwa 30 km vor Portland Bill an. Der Zerstörer erhielt einen Bombentreffer auf dem Vorschiff, der einen Brand auslöste und schließlich zu einer Explosion führte. Das Schiff sank am Abend im Portland Harbour auf ♁50° 34′ N, 2° 26′ WKoordinaten: 50° 34′ 25″ N, 2° 26′ 1″ W | OSM | . Beim Untergang kamen 18 Besatzungsmitglieder ums Leben, weitere 59 wurden zum Teil schwer verletzt.
01. Aug. 1940 HMS Spearfish 38 Am 1. August 1940 entdeckte 'U 34 130 NM nordöstlich von Aberdeen (Schottland) auf der Position ♁58° 7′ N, 1° 32′ O, das aufgetaucht fahrende U-Boot HMS Spearfish (768 t). Das deutsche U-Boot befand sich auf dem Heimweg seiner siebten Feindfahrt und hatte lediglich noch einen Torpedo an Bord. Die U 34 griff mit ihrem letzten Torpedo die Spearfish erfolgreich an. Der Volltreffer vernichtete die HMS Spearfish innerhalb weniger Sekunden. Das deutsche U-Boot konnte lediglich einen einzigen Überlebenden der Spearfish retten. Etwa 38 britische Seemänner wurden getötet.
02. Aug. 1940 U 25 49 Das U-Boot U 25 (862 t) lief am 1. August 1940 um 8:00 Uhr von Wilhelmshaven aus und wurde seitdem vermisst. U 37 hörte am 2. August 1940 um 15:17 Uhr eine entfernte Detonation. Man ging davon aus, dass U 25 nördlich von Terschelling, etwa an der Position ♁54° 14′ N, 5° 7′ O im Marine-Planquadrat AN 6941, auf eine Mine lief und sofort mit allen 49 Besatzungsmitgliedern an Bord sank. Ob es sich hierbei um eine eigene oder eine feindliche Mine handelte, ist bis heute unklar.
10. Aug. 1940 Transylvania 36 Etwa 40 Seemeilen nordwestlich von Malin Head (Irland) versenkte das deutsche U-Boot U 56 den britischen Hilfskreuzer Transylvania (16.923 BRT). Das große Schiff erhielt gegen 01.00 Uhr nachts einen Torpedotreffer von dem U-Boot, blieb aber zunächst noch schwimmfähig und nahm nur wenig Wasser auf, weswegen es in Schlepp genommen wurde. Drei Stunden später musste der Hilfskreuzer aber infolge zunehmender Wassereinbrüche aufgegeben werden und sank schließlich gegen 4.30 Uhr. Durch den Einschlag des Torpedos kamen insgesamt 36 Seeleute ums Leben, etwa 300 Mann wurden von Fischtrawlern und dem britischen Zerstörer Ashanti gerettet.
15. Aug. 1940 Helli 9 Im östlichen Mittelmeer, nahe der Insel Tinos (Kykladen), versenkte das italienische U-Boot R. Smg. Delfino den als Minenleger genutzten griechischen Leichten Kreuzer Helli (2.115 ts). Das aus dem Jahre 1912 stammende Schiff wurde von einem Torpedo mittschiffs getroffen und sank innerhalb von etwa 90 Minuten, wobei neun Mann der Crew den Tod fanden. Rund 230 Mann wurden gerettet. Zum Zeitpunkt des Angriffs herrschte zwischen Italien und Griechenland noch kein Krieg, es wurde aber vermutet, dass die Attacke eine Kriegserklärung Griechenlands an Italien hätte provozieren sollen. In der Folgezeit stritt Italien die Verantwortung für die Torpedierung ab. Der Krieg zwischen Italien und Griechenland brach erst im Oktober 1940 aus.
20. Aug. 1940 U 51 43 Am 16. August 1940 wurde U 51 von einem Flugboot vom Typ Short Sunderland der 210th Squadron, 15th (General Reconnaissance) Group, des Coastal Command der Royal Air Force mit Wasserbomben angegriffen. Öl und Luftblasen stiegen an die Wasseroberfläche und die alliierten Kräfte glaubten, das Boot versenkt zu haben. U 51 überstand den Angriff allerdings, wenn auch schwer beschädigt. Das Boot wurde vier Tage später, auf dem Rückweg zur Basis in Lorient, vom britischen U-Boot HMS Cachalot gesichtet, das sich auf der Rückfahrt von einer Minenunternehmung südlich von Penmarch befand. U 51 wurde westlich von Nantes torpediert und auf der Position ♁47° 6′ N, 4° 51′ W im Marine-Planquadrat BF 5527 versenkt. Alle 43 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod.
23. Aug. 1940 HMS Hostile 5 Am 23. August 1940 befand sich der Zerstörer HMS Hostile (1.340 t) auf dem Marsch von Malta nach Gibraltar, als das Schiff vor Cap Bon auf eine Mine lief, die wenige Tage zuvor von italienischen Zerstörern gelegt worden war. Die Explosion tötete fünf Männer und verletzte drei weitere. Der Zerstörer wurde von seinem Schwesterschiff HMS Hero mit Torpedo versenkt.
26. Aug. 1940 Remuera 0 Vier Heinkel He 115-Torpedobomber von der Küstenfluggruppe 506 mit Basis in Stavanger und acht Junkers Ju 88 vom Kampfgeschwader 30 („Adlergeschwader“) im dänischen Aalborg bombardierten das Passagierschiff Remuera (11.276 BRT) und fügten ihm massive Schäden zu. Ein Lufttorpedo von einer der Heinkel-Maschinen versenkte das Schiff schließlich auf der Position 57.50°N, 1.54°W.
27. Aug. 1940 Dunvegan Castle 27 Etwa 120 Seemeilen südwestlich von Cape Clear Island versenkte das deutsche U-Boot U 46 den zum Konvoi SL-43 gehörenden britischen Hilfskreuzer Dunvegan Castle (15.007 BRT) durch drei Torpedotreffer. Von den 277 Crew-Angehörigen fanden dabei 27 den Tod, 250 Mann überlebten und wurden von einem Zerstörer und einer Korvette gerettet.
31. Aug. 1940 HMS Esk und HMS Ivanhoe 201 In den Abendstunden des 31. August lief die britische 20. Zerstörerflottille mit fünf Schiffen in die Nordsee aus, um eine Minensperre anzulegen. Dabei gerieten die Schiffe auf eine neu ausgelegte und bis dato unbekannte deutsche Minensperre nahe der Insel Texel. Die britischen Zerstörer HMS Esk (1405 t) und HMS Ivanhoe (1.370 t) erlitten dabei mehrere Minentreffer und sanken. Der Zerstörer HMS Express wurde zudem schwer beschädigt. Insgesamt starben 201 britische Seeleute. Weitere 57 Crew-Angehörige der Zerstörer wurden von den Deutschen gerettet und gingen in Kriegsgefangenschaft. Der Zwischenfall wurde in der Royal Navy nur als „Texel-Desaster“ bezeichnet.
01. Sep. 1940 HMS Esk 127 Zuerst geriet die Express nordwestlich Texel auf eine bislang unbekannte deutsche Minensperre und verlor ihren Bug. Die Zerstörer Esk und Ivanhoe wollten dem beschädigten Schwesterschiff zur Hilfe kamen. Dabei liefen beide ebenfalls auf Minen. Die Esk, die vermutlich noch eine zweite Mine zur Explosion brachte, zerbrach und sank dann innerhalb kurzer Zeit. Einige wenige Schiffbrüchige konnten von der Ivanhoe aufgenommen werden. 127 Mann der Esk starben bei deren Untergang.
18. Sep. 1940 City of Benares 248 Der britische Passagierdampfer City of Benares (11.081 BRT), ein Schiff der Ellerman Lines, wurde am 18. September etwa 250 Meilen vor der Rockall-Felseninsel vom deutschen U-Boot U 48 torpediert und versenkt. An Bord waren 90 britische Kinder, die im Rahmen eines nationalen Rettungsprogramms nach Kanada geschickt hätten werden sollen. 77 dieser Kinder kamen bei der Versenkung ums Leben. Zu den geretteten Passagieren zählte Monika Mann. Von 406 Personen an Bord starben insgesamt 248.
20. Sep. 1940 City of Simla 3 52 Seemeilen nördlich von Rathlin (Nordirland) griff das deutsche U-Boot U 138 den Konvoi OB-216 an, der sich auf dem Weg von London über Kapstadt nach Bombay befand. Drei Schiffe wurden getroffen, darunter die City of Simla (10.138 BRT), ein Passagierschiff der britischen Ellerman Lines. Die Passagiere waren hauptsächlich Familienmitglieder von in Indien stationierten Army-Angehörigen. Das Schiff sank am Morgen des 21. September. Ein Besatzungsmitglied und zwei Passagiere kamen um. Die 347 Überlebenden wurden von einem britischen Zerstörer und einem belgischen Trawler gerettet.
20. Sep. 1940 Commissaire Ramel 3 Am 20. September 1940 traf der Truppentransporter Commissaire Ramel (20.323 t) im Indischen Ozean auf den deutschen Hilfskreuzer Atlantis. Als der Dampfer per Funk seine Position mitteilen wollte, eröffnete die Besatzung der Atlantis das Feuer. Drei Besatzungsmitglieder der Commissaire Ramel kamen durch den Beschuss ums Leben. Die übrige Mannschaft konnte das Schiff verlassen, bevor es durch weiteren Beschuss versenkt wurde (Position 28.30S/74.13E).
21. Sep. 1940 Runic 2 Der Torpedo stammte von dem deutschen U-Boot U 138, das sich unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Wolfgang Lüth auf seiner ersten Feindfahrt befand. Das Walfangschiff New Sevilla (Ex-Runic) (12.482 BRT) wurde ins Schlepptau genommen, sank aber am darauf folgenden Tag neun Meilen vor dem Mull of Kintyre auf der Position ♁55° 48′ N, 7° 22′ W. Zwei Menschen kamen ums Leben.
22. Sep. 1940 Palestro 72 Schon am 22. September 1940 versenkte das britische U-Boot Osiris auf der Position 41° 19' Nord/ 18° 34' Ost, etwa 40 sm westlich von Durres die Palestro, die drei leere Transporter nach Brindisi geleiten sollte. Der Zerstörer lief mit einer geringen Geschwindigkeit um sein Geleit, das nur 7 kn lief. Als man drei auf das Schiff zulaufende Torpedos erkannte, versuchte der Zerstörer auszuweichen, wurde jedoch in der Drehung von einem Torpedo kurz hinter der Brücke getroffen. Der Torpedo traf im Bereich des vordersten Kessels und einer Munitionskammer und löste eine erhebliche Explosion aus, die den Zerstörer teilte. Der Bugteil sank sofort, das hintere Teil nach wenigen Minuten. Auf dem Zerstörer starben 72 Mann, die Transporter konnten noch 53 Überlebende retten.
23. Sep. 1940 Persée 0 Im Laufe der Kampfhandlungen wurde das U-Boot Persée (1.570 t) am 23. September 1940 von den beiden Zerstörern HMS Foresight und HMS Inglefield versenkt.
24. Sep. 1940 Ajax 0 Im Laufe der Kampfhandlungen wurde das U-Boot Ajax (1.570 t) am 24. September 1940 von dem britischen Zerstörer Fortune versenkt. Das U-Boot lief aus, um die Invasionsflotte anzugreifen, wurde aber entdeckt, mit Wasserbomben angegriffen, zum Auftauchen gezwungen und letztendlich mit Geschützfeuer versenkt.
24. Sep. 1940 Ostmark 1 Am 24. September wurde das Katapultschiff Ostmark (1.280 BRT) in der Nähe der Insel Île d’Yeu vor der Küste der Vendée, südwestlich von Saint-Nazaire, morgens um 5:42 Uhr von dem britischen U-Boot Tuna torpedierte. Das Schiff sank um 8:10 Uhr auf der Position ♁47° 1′ N, 3° 2′ W. Die Besatzung konnte bis auf einen Mann gerettet werden.
25. Sep. 1940 Kosmos 0 Am 26. September 1940 wurde sie auf dem Weg nach Curaçao in der Nähe des Äquators vom deutschen Hilfskreuzer Thor gestellt, dessen Bordflugzeug das Fabrikschiff entdeckt hatte. Trotz der wertvollen Ladung ließ der Kommandant das Walfang-Mutterschiff Kosmos (17.801 BRT) auf der Position ♁0° 26′ 0″ S, 32° 1′ 0″ WKoordinaten: 0° 26′ 0″ S, 32° 1′ 0″ W | OSM | versenken, da er keine Chance sah, das auffällige Schiff in den deutschen Machtbereich zu verbringen.
15. Okt. 1940 HMS Triad 62 Am 9. Oktober 1940 verließ das U-Boot Triad (1325 t) ihre Basis auf der belagerten Mittelmeerinsel Malta zu ihrer letzten Feindfahrt. Sechs Tage später wurde sie südlich des Golfs von Tarent bei ♁38° 16′ N, 17° 37′ O von dem italienischen U-Boot Enrico Toti torpediert und versenkt. Es gab keine Überlebenden.
18. Okt. 1940 Fritz 17 1940 gehörte das Frachtschiff als Assyrian (Ex-Fritz) (3085 BRT) der Reederei Ellerman & Papayanni & Company in London und wurde auf der Route von New Orleans (Vereinigte Staaten) nach Sydney (Kanada) und Liverpool (Vereinigtes Königreich) mit einer Ladung von 3.700 t Getreide sowie neun Passagieren im Nordatlantik versenkt. Die Assyrian fuhr im Geleitzug SC 7 und befand sich nördlich von Irland, als das U-Boot U 101 mit Fritz Frauenheim als Kommandant das Schiff am 18. Oktober 1940 mit einem Torpedo traf, wodurch die Assyrian in der Mitte durchbrach und sank. 17 Personen starben und 34 Personen überlebten diesen Angriff.
22. Okt. 1940 HMS Diana 141 Am 22. Oktober 1940 kollidierte der Zerstörer Diana (1.375 t) bei rauer See mit dem Motorschiff Port Fairy (1928, 8072 BRT) des Geleits etwa 300 Meilen westlich von Irland. Der Zerstörer sank sehr schnell. Die Port Fairy konnte 34 Schiffbrüchige retten. Der Kommandant und 140 Mann der Besatzung verloren ihr Leben beim Untergang der Margaree auf ♁53° 24′ N, 22° 50′ W.
23. Okt. 1940 Prinsesse Ragnhild 299 Der norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Prinsesse Ragnhild (1.590 BRT) wurde kurz nach dem Ablegen in Bodø vor der Insel Landegode mit 455 Menschen an Bord von einer Explosion erschüttert und sank. Die Ursache ist bis heute unklar; es wurde das Auflaufen auf eine Seemine oder Beschuss durch das britische U-Boot HMS Taku vermutet. Dutzende norwegische Passagiere und Besatzungsmitglieder und zahlreiche deutsche Soldaten kamen ums Leben.
24. Okt. 1940 Adolf Vinnen 6 Das Wetterbeobachtungsschiff Adolf Vinnen (391 BRT) wurde einen Monat später in der Nacht vom 23. zum 24. Oktober von den drei britischen Zerstörern HMS Somali, HMS Punjabi und HMS Matabele etwa 25 Seemeilen nordwestlich der Halbinsel Stadlandet entdeckt und durch Artilleriebeschuss auf der Position ♁62° 29′ 0″ N, 4° 23′ 0″ O[4] versenkt. Nur sieben Mann der Besatzung konnten sich beim Untergang des Schiffes auf ein Rettungsfloß retten, aber zwei von ihnen starben, noch ehe sie am 25. Oktober von dem Trawler Odin gefunden und nach Ålesund gebracht wurden.
28. Okt. 1940 Empress of Britain 45 Das kanadische Passagierschiff Empress of Britain (42.348 BRT) wurde am 26. Oktober an der Nordwestküste Irlands von einer deutschen Focke-Wulf Fw 200 bombardiert und geriet in Brand. Das Schiff blieb zunächst schwimmfähig, Passagiere und Crew gingen von Bord. Das deutsche U-Boot U 32 wurde informiert und torpedierte den Dampfer, der schließlich in der Nacht zum 28. Oktober unterging. 45 Menschen kamen durch den Angriff ums Leben. Mit 42.348 BRT war die Empress of Britain das größte im Zweiten Weltkrieg durch ein deutsches U-Boot versenkte Schiff.
30. Okt. 1940 HMS Sturdy (H28) 5 Gegen 3.00 Uhr morgens lief der Zerstörer Sturdy (1.075 t) vor der Westküste der Insel Tiree, nahe Sandaig, auf Felsen auf. Ein Versuch, mit einem Beiboot das Ufer zu erreichen, scheiterte. Das Boot kenterte im Sturm und wurde auf den Felsen zerschlagen, wobei fünf Seeleute ums Leben kamen. Das Drama konnte von der Küste aus beobachtet werden, woraufhin Einwohner von Sandaig unter großem Risiko acht Besatzungsangehörige mit Hilfe einer Hosenboje von Bord holen konnten, darunter auch zwei Verletzte.
30. Okt. 1940 U 32 9 Am 30. Oktober 1940 wurde U 32 nordwestlich von Irland durch Wasserbomben der britischen Zerstörer HMS Harvester und HMS Highlander auf der Position ♁55° 37′ N, 12° 19′ W im Marine-Planquadrat AM 4374 versenkt. Neun Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, die restlichen 33 wurden von der HMS Harvester aufgenommen und in ein Gefangenenlager nach Oldham/England gebracht. Winston Churchill gab in einer Unterhaussitzung am 5. November bekannt, dass das U-Boot, welches die Empress of Britain versenkt hatte, seinerseits versenkt worden war.
04. Nov. 1940 U 31 60 Am 11. März 1940 gegen 12.00 Uhr wurde U 31 auf der Schillig-Reede in Wilhelmshaven durch vier Fliegerbomben einer Blenheim „O“ der britischen Squadron 82 auf der Position ♁53° 37′ N, 8° 10′ O im Marine-Planquadrat AN 9512 versenkt. Es war ein Totalverlust mit 58 Toten, darunter auch Arbeiter der Werft. Das Boot wurde am 24. März 1940 aus 17 Meter Wassertiefe gehoben, in Wilhelmshaven eingedockt und bis zu seiner Wiederherstellung am 30. Juli 1940 außer Dienst gestellt.

Die zweite und endgültige Versenkung von U 31 erfolgte am 2. November 1940 im Nordatlantik nordwestlich von Irland durch Wasserbomben und Artilleriebeschuss des britischen Zerstörers HMS Antelope. Es gab zwei Tote und 44 Überlebende. Die Position war ♁56° 26′ N, 10° 18′ W im Marine-Planquadrat AM 2999.

03./04. Nov. 1940 Laurentic und Patroclus 105 In den Abendstunden des 3. November 1940 sichtete das deutsche U-Boot U 99 vor der Nordwestküste Irlands die beiden britischen Hilfskreuzer Laurentic (18.724 BRT) und Patroclus (11.314 BRT) und versenkte beide Schiffe in einem rund sieben Stunden dauernden Duell. Das U-Boot verbrauchte dabei zehn Torpedos. Bei diesem Gefecht starben insgesamt 105 britische Seeleute, 56 an Bord der Patroclus und 49 an Bord der Laurentic.
05. Nov. 1940 HMS Jervis Bay 190 Im Nordatlantik, etwa 750 Seemeilen südsüdwestlich von Reykjavík (Island), wurde der britische Hilfskreuzer HMS Jervis Bay (14.164 BRT) von dem deutschen Schweren Kreuzer Admiral Scheer attackiert und durch Artilleriefeuer versenkt. Der Hilfskreuzer bildet die einzige Sicherung des Geleitzugs HX 84, welcher von dem deutschen Schiff angegriffen wurde, und stellt sich dem artilleristisch weit überlegenen Gegner entgegen, um einem Teil der Schiffe des Geleitzuges die Flucht zu ermöglichen. Die HMS Jervis Bay sank nach rund 45 Minuten und ging mit 190 Mann an Bord, darunter auch der Kommandant, Captain Edward S. F. Fegen, unter. Nur 65 Überlebende werden etwa acht Stunden später von dem schwedischen Frachter Stureholm gerettet. Captain Fegen wurde später, da die Masse der Konvoi-Schiffe wegen dieses Gefechtes entkommen konnte, posthum mit dem Victoria Cross ausgezeichnet.
07. Nov. 1940 HMS Swordfish 40 Am 7. November 1940 lief das U-Boot HMS Swordfish (730 t), nun unter dem Kommando von Leutnant M. A. Langley, DSC, aus dem Hafen von Portsmouth aus. Das U-Boot sollte die vor Ushant im Ärmelkanal kreuzende HMS Usk ablösen, erreichte aber sein Ziel nie und verschwand mit seinen 40 Mann Besatzung spurlos. Man vermutete, dass es von einem deutschen Zerstörer versenkt worden sei, fand jedoch lange Zeit keine genauere Hinweise auf sein Schicksal.
11./12. Nov. 1940 Conte di Cavour 17 Während des britischen Luftangriffs auf Tarent wurde das italienische Schlachtschiff Conte di Cavour (28.800 ts) von einem Lufttorpedo getroffen, wobei 17 Crew-Angehörige den Tod fanden. Infolge des falsch konstruierten Pugliese-Schutzsystems erlitt das Schiff schwere Schäden und sank im flachen Hafen auf Grund. Bis zum Ausscheiden von Italien aus dem Zweiten Weltkrieg im September 1943 wurde das Schlachtschiff, obwohl Ende 1941 gehoben, nicht mehr wieder in Dienst genommen. Das gehobene Wrack wurde im Februar 1945 bei einem alliierten Luftangriff erneut versenkt und schließlich 1947 endgültig verschrottet.
12. Nov. 1940 Hinrich Freese 2 Der Leichte Kreuzer HMS Naiad nahm mit hoher Fahrt die Verfolgung des Wetterbeobachtungsschiffs Hinrich Freese (384 BRT) auf, die nach Nordosten um das Südostkap (Søraustkapp) der Insel zu entkommen versuchte und sich dann dort angesichts der Aussichtslosigkeit ihrer Lage auf dem felsigen Ufer auf der ungefähren Position ♁71° 0′ 25,2″ N, 8° 2′ 24″ W auf Grund setzte. Bei dem anschließenden Versuch, das Ufer zu erreichen, ertranken zwei Mann.
15. Nov. 1940 Apapa 26 200 Seemeilen westlich der irischen Grafschaft County Mayo wurde das in einem Geleitzug fahrende britische Passagierschiff Apapa (9333 BRT) von deutschen Focke-Wulf-Langstreckenflugzeugen des Kampfgeschwaders 40 bombardiert und versenkt. Die Apapa war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von Freetown nach Liverpool. 5 Passagiere und 21 Besatzungsmitglieder starben. 229 Menschen überlebten und wurden von Rettungsschiffen geborgen.
19. Nov. 1940 Confienza Durres 0 Am 19. November 1940 verließ das Torpedoboot Confienza Durres (875 t) mit drei leeren Frachtern nach Brindisi, wo sie am Abend eintrafen. Vor dem abgedunkelten Hafen traf gleichzeitig der Hilfskreuzer Capitano A. Cecchi aus Vlora ein, der mit dem Zerstörer kollidierte. Der Hilfskreuzer, der einen Schaden am Bug erlitt, übernahm die Besatzung des schwerbeschädigten Torpedobootes und versuchte es nach Brindisi zu schleppen. Der Rettungsversuch war vergebens: nach etwa einer Stunde und zwanzig Minuten zerbrach und sank die Confienza kurz nach Mitternacht zwei Meilen vor Brindisi.
25. Nov. 1940 Patria 279 Das in britischen Diensten stehende ehemalige französische Passagierschiff Patria (11.885 BRT), mit welchem die britische Mandatsverwaltung in Palästina 1.771 jüdische Flüchtlinge, welche zuvor mit älteren Schiffen aus Rumänien vor dem Holocaust nach Palästina geflohen waren, nach Mauritius transportieren wollte (da ein Aufenthalt verwehrt wurde), wurde im Hafen von Haifa von der jüdischen Untergrundgruppe Hagana mit drei Sprengladungen, die das Schiff lediglich hätten fahruntüchtig machen sollen, um einen Abtransport der Flüchtlinge zu vermeiden, irrtümlich versenkt. Da die Sprengstoffmenge falsch berechnet worden war, werden nicht nur die Maschinen unbrauchbar, sondern zudem große Löcher in den Rumpf gerissen. Die Patria kenterte daraufhin im Hafen und versank im flachen Wasser bis zu den Davits. 279 Flüchtlinge, zumeist in den unteren Schiffsräumen, fanden bei der Tragödie den Tod.
27. Nov. 1940 Rangitane 16 Das neuseeländische Passagierschiff Rangitane (16.733 BRT) wurde etwa 300 Seemeilen östlich von East Cape von den deutschen Hilfskreuzern Komet und Orion versenkt. Acht Besatzungsmitglieder und acht Passagiere starben im Beschuss, darunter fünf Frauen. Ein Großteil der knapp 300 Überlebenden wurde mehrere Wochen lang in einem Internierungslager auf der Insel Emirau gefangen gehalten. Die Rangitane war das größte im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Hilfskreuzer versenkte Passagierschiff.
29. Nov. 1940 U 104 49 Das Boot ist seit dem 28. November 1940 im Nordatlantik westlich von Malin Head (Irland) verschollen. Die letzte Meldung des Bootes ging am 27. November 1940 ein. Am 29. November 1940 wurde das Boot um 11.47 Uhr vom britischen Tanker Charles F. Meyer gesichtet, das im Konvoi HX-87 fuhr. Es war der Konvoi, auf den U 104 zu der Zeit operierte. Die letzte bekannte Position war ♁55° 30′ N, 8° 0′ W im Marine-Planquadrat AM 5610. Das Boot war wahrscheinlich auf eine Mine des britischen Minenfeldes SN 44 gelaufen und gesunken. Das Minenfeld wurde am 8. November 1940 gelegt und war eines von fünf Anti-U-Boot-Feldern, die zwischen dem 11. September 1940 und dem 13. November 1940 gelegt wurden.
01. Dez. 1940 Oslofjord 1 Zwei Seemeilen ost-südöstlich der Mündung des Flusses Tyne in der Nähe der englischen Stadt Tynemouth lief die Oslofjord (18.673 BRT) auf eine vermutlich deutsche Seemine. Ein Besatzungsmitglied starb. Die Oslofjord, ein ehemaliger norwegischer Ozeandampfer, der von der britischen Admiralität als Truppentransporter eingesetzt werden sollte, strandete bei Tynemouth und sank in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1941 in stürmischem Wetter. Ihr Wrack war das größte an der englischen Ostküste.
02. Dez. 1940 HMS Forfar 172 Etwa 500 Seemeilen westlich von Irland versenkte das deutsche U-Boot U 99 den einzeln fahrenden britischen Hilfskreuzer HMS Forfar (16.402 BRT), der sich nur Stunden zuvor von dem Konvoi HX-90 getrennt hatte. Das große Schiff sank nach fünf Torpedotreffern und riss 172 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur 21 Überlebende wurden später von alliierten Geleitfahrzeugen gerettet.
08. Dez. 1940 Calabria 360 295 Seemeilen westlich von Irland wurde der dem Ministry of War Transport angehörende britische Dampfer Calabria (9.475 BRT) von dem deutschen U-Boot U 103 unter Kapitän zur See Viktor Schütz mit drei Torpedos versenkt. Von den 381 Menschen an Bord überlebten nur 21 Besatzungsmitglieder, die von dem britischen Zerstörer Sikh gerettet werden. Die Calabria hatte 230 indische Seemänner als Passagiere an Bord sowie 4.000 Tonnen Eisen, Tee und Presskuchen geladen.
11. Dez. 1940 Rotorua 22 110 Seemeilen westlich von St. Kilda (Äußere Hebriden) wurde der zum Truppentransporter umfunktionierte ehemalige neuseeländische Passagierdampfer Rotorua (10.890 BRT) von dem deutschen U-Boot U 96 unter Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock mit einem Torpedo versenkt. Von den 132 Menschen an Bord kamen 22 ums Leben, darunter der Kapitän und der Konvoi-Kommandant. Zwei Besatzungsmitglieder wurden von der U-Boot-Mannschaft gefangen genommen. Die übrigen Überlebenden wurden von Trawlern nach Stornoway gebracht.
17. Dez. 1940 HMS Acheron 192 Der britische Zerstörer HMS Acheron (1.350 ts) geriet vor der Isle of Wight in ein deutsches Minenfeld und sank. Das Schiff befand sich gerade auf einer Probefahrt nach einem Werftaufenthalt und lief mit hoher Fahrt auf zwei Minen, die das gesamte Vorschiff wegsprengen. Die Acheron sank sehr schnell mit 167 Crew-Angehörigen und 25 Werftarbeitern. Nur 19 Überlebende wurden später von Küstenfahrzeugen geborgen.
18. Dez. 1940 HMS Triton 62 Die Royal Navy erklärte das U-Boot am 18. Dezember offiziell als vermisst und gab als möglichen Grund an, dass es in der Straße von Otranto auf eine Seemine gelaufen sei. Die gesamte Besatzung fand den Tod. Eine weitere mögliche Erklärung war, dass das U-Boot HMS Triton (1330 t) von dem italienischen Torpedoboot Clio versenkte wurde.
18. Dez. 1940 Napier Star 84 Etwa 300 Meilen südlich von Island versenkte bei stürmischem Wetter und starkem Regen das deutsche U-Boot U 100 unter Joachim Schepke das britische Passagier- und Frachtschiff Napier Star (10.116 BRT) durch zwei Torpedos. 84 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben; nur 15 Menschen wurden zwei Tage später von einem schwedischen Handelsschiff gerettet.
18. Dez. 1940 Birkenfels 84 Der Transporter Birkenfels (6288 BRT) war vor der Schelde nach Minentreffer gesunken.
22. Dez. 1940 HMS Hyperion 2 Der Zerstörer Hyperion (1.340 t) lief auf eine Mine in einem von italienischen Zerstörern zwischen Kap Bon und Pantelleria gelegten Minenfeld. Zwei Versuche der Ilex, die schwer beschädigte Hyperion abzuschleppen, scheiterten. Da eine Bergung angesichts der Nähe zu italienischen Luftstützpunkten nicht möglich war, übernahm die Ilex die Besatzung der Hyperion (nur zwei Vermisste) und der Zerstörer Janus versenkte das schwer beschädigte Schiff auf ♁37° 4′ N, 11° 31′ O.
25. Dez. 1940 Jumna 108 Nördlich der Azoren versenkte der Schwere Kreuzer Admiral Hipper unter Wilhelm Meisel das allein fahrende britische Passagier- und Frachtschiff Jumna (6.078 BRT) durch Geschützfeuer. Von den 64 Besatzungsmitgliedern und 44 Passagieren an Bord überlebte niemand.
25. Dez. 1940 Baden 0 Im Dezember 1940 versenkte die Besatzung den Frachter Baden (8204 BRT) selbst, als es, beim Versuch das von den Deutschen besetzte Frankreich zu erreichen, vom britischen Schweren Kreuzer HMS Berwick gestellt wurde.
29. Dez. 1940 Sierra Ventana 0 Als Truppentransporter Sierra Morena (11.430 BRT) vor Valona vom griechischen Unterseeboot Proteus versenkt.

1941Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
08. Jan. 1941 Wolf 45 Auf ihrem Rückmarsch lief das Torpedoboot Wolf bei Dünkirchen um 11:50 Uhr auf eine Mine und sank auf Position 51° 5′ N, 2° 8′ O. Dabei fanden 45 Besatzungsmitglieder den Tod.
11. Jan. 1941 HMS Southampton 81 Im Mittelmeer, etwa 195 Seemeilen südsüdöstlich von Malta, wurde der britische Leichte Kreuzer HMS Southampton (9.100 ts) bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von drei 500-Kilogramm-Bomben getroffen und schwer beschädigt. Das manövrierunfähige Schiff wurde, da ein Abschleppen wegen der eminenten Bedrohung durch Luftangriffe nicht möglich war, nach vier Stunden aufgegeben und von Begleitschiffen mit insgesamt fünf Torpedoschüssen versenkt. Die Crew, die zuvor abgeborgen worden war, hatte insgesamt 81 Tote zu beklagen, darunter 27 Offiziere.
16. Jan. 1941 Oropesa 106 Südöstlich der Rockall-Felseninsel wurde das uneskortiert fahrende britische Passagierschiff Oropesa (14.118 BRT) der Pacific Steam Navigation Company von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock durch drei Torpedotreffer versenkt. Von den 249 Menschen an Bord fanden insgesamt 106 den Tod.
17. Jan. 1941 Almeda Star 360 35 Meilen nordöstlich der Rockall-Felseninsel wurde das britische Passagierschiff Almeda Star (14.936 BRT) der Blue Star Line von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock torpediert und beschossen. Es sank in nur drei Minuten. Alle 360 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Unter den Opfern waren auch 142 Angehörige des Fleet Air Arm.
17. Jan. 1941 Zealandic 73 Der uneskortierte britische Passagierdampfer Zealandic (10.578 BRT) der Shaw, Savill & Albion Steamship Co. wurde nordwestlich von Rockall von dem deutschen U-Boot U 106 (Korvettenkapitän Jürgen Oesten) durch drei Torpedos versenkt. Keiner der 73 Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebte.
17. Jan. 1941 Thonburi und Songkhla und Chonburi 36 Als Repressalie wegen der Übergriffe Thailands auf die französische Kolonie Kambodscha griff das Vichy-französische Fernostgeschwader (Forces Navales d’Extreme Orient), bestehend aus dem Leichten Kreuzer Lamotte-Picquet und vier Kanonenbooten, Teile der Flotte Thailands auf der Reede von Ko Chang an. Die Franzosen versenkten dabei in einem zwei Stunden dauernden Gefecht die beiden thailändischen Torpedoboote Chonburi und Songkhla (je 318 ts) und beschädigten das Küstenpanzerschiff Thonburi (2.265 ts) so schwer, dass es nahe Laem Ngop auf Grund gesetzt werden musste und verloren ging. Insgesamt starben 36 thailändische Seeleute, davon alleine 20 an Bord des Küstenpanzers, darunter auch dessen Kommandant, Commander Luang Phrom Viraphan. Die Franzosen erlitten keine Verluste.
22. Jan. 1941 Oslofjord 0 Am 1. Dezember 1940 lief die Oslofjord etwa zwei Seemeilen ost-südöstlich der Mündung des Flusses Tyne auf eine vermutlich deutsche Seemine. Fast alle Dienst habenden Besatzungsmitglieder auf der Kommandobrücke wurden von der Explosion zu Boden geworfen. Der Leitende Offizier Thorbjørn Thorsen befahl das Stoppen der Maschinen und fand kurz darauf den Rudergänger Yngvar Halvorsen und Kapitän Ole Bull bewusstlos an Deck liegend. Bull kam bald wieder zu Bewusstsein, aber er war verletzt und blutete. Die Oslofjord brach schließlich von der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1941 in stürmischem Wetter entzwei und kenterte.
27. Jan. 1941 Ingo (Schiff, 1926) 0 Am 27. Januar 1941 südlich Pantelleria von einer britischen Fairey Swordfish torpediert und versenkt.
03. Feb. 1941 Empire Citizen 78 OSM | durch U 107 torpediert. Die Besatzung konnte nach dem ersten Treffer das Schiff verlassen. Erst dann versenkte das Unterseeboot das ehemals deutsche Schiff. Die zur Untergangsstelle entsandte Flower-Korvette Clarkia konnte nur fünf Mann retten, 78 Menschen verloren beim Untergang der Empire Citizen ihr Leben, darunter alle 12 Passagiere.
05. Feb. 1941 Politician 0 Die Politician war ein britisches Dampf-Frachtschiff, das am 5. Februar 1941 auf dem Weg in die USA in einem Sturm vor Eriskay, einer Insel der Äußeren Hebriden, auf Grund lief und anschließend durch Sprengung versenkt wurde.
12. Feb. 1941 HMS Snapper 39 Die Snapper und ihre Besatzung gelten seit dem 12. Februar 1941 offiziell als vermisst. Vermutlich lief sie auf eine deutsche Seemine. Eine weitere mögliche Erklärung war, dass das britische U-Boot in der Nacht vom 10. zum 11. Februar von den deutschen Minensuchern M 2, M 13 und M 25 auf der Position ♁47° 52′ N, 5° 47′ W mit Wasserbomben versenkt wurde.
17. Feb. 1941 Gairsoppa 0 Am 17. Februar 1941 wurde das Schiff von einem Torpedo des deutschen U-Bootes U 101 getroffen. Unter dem Maschinengewehrfeuer des U-Bootes verließen 83 Mann Besatzung und zwei Kanoniere das sinkende Schiff. Nur der Zweite Offizier Richard Hamilton Ayres erreichte nach 13 Tagen Fahrt in einem Rettungsboot die Küste.
18. Feb. 1941 Seaforth 59 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Seaforth (5.459 BRT) der Elder Dempster Lines wurde südlich von Island, auf dem Weg von Monrovia nach Liverpool, von dem deutschen U-Boot U 103 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 47 Besatzungsmitgliedern, zwei Kanonieren und zehn Passagieren an Bord überlebte niemand.
23. Feb. 1941 Jonathan Holt 51 U 97 unter Oberleutnant zur See Udo Heilmann, auf seiner ersten Feindfahrt von Kiel nach Lorient (18. Februar bis 7. März 1941), versenkte kurz nach Mitternacht in drei Anläufen die Frachter Mansepool (4.894 BRT) und Jonathan Holt sowie den Tanker British Gunner (6.894 BRT).[2] Von der Mansepool wurden alle 44 Besatzungsmitglieder gerettet, von der British Gunner starben drei von 44. Die Verluste von der Jonathan Holt waren demgegenüber außerordentlich hoch: Es starben 51 Menschen, darunter der Archäologe Joseph Hackin und seine Frau Marie, sowie der britische Reiseschriftsteller Robert Byron.
24. Feb. 1941 HMS Dainty 16 Am 24. Februar 1941 verließen Dainty und Hasty Tobruk zum Rückmarsch. Kurz nach Verlassen des Hafens wurden sie durch deutsche Ju 88-Bomber der II. Gruppe des Lehrgeschwaders 1 angegriffen. Einer der Maschinen gelang ein Bombentreffer auf der Dainty, der die Brücke durchschlug, in einem der Treibstofftanks explodierte und einen Brand auslöste. Es explodierte schließlich das hintere Magazin des Zerstörers. Durch die Wucht der Explosion gingen ausgebrachte Boote (auch der Hasty) verloren. Die Hasty ging danach dennoch längsseits der sinkenden Dainty und übernahm etwa 140 Mann der Besatzung. Auf der Dainty starben 16 Mann, weitere 18 wurden zum Teil schwer verwundet. Der Zerstörer sank schließlich auf ♁32° 4′ N, 24° 4′ OKoordinaten: 32° 4′ 0″ N, 24° 4′ 0″ O | OSM | .
25. Feb. 1941 HMS Exmoor 104 In der Nacht des 25. Februar 1941 eskortierte der von Kapitänleutnant R. T. Lampard kommandierte Zerstörer den Küstenkonvoi FN-417, als dieser etwa 12 Seemeilen nordöstlich von Lowestoft, England, von deutschen Schnellbooten angegriffen wurde. Hierbei erhielt die Exmoor achtern einen Torpedotreffer durch das Schnellboot S 30 (Oblt.z.S. Klaus Feldt) und sank nach einer schweren Explosion fast sofort. 104 Besatzungsmitglieder, darunter der Kommandant, starben. Über 40 Schiffbrüchige konnten von dem Geleitboot Shearwater und einem Trawler gerettet werden.

Von einigen britischen Quellen wurde auch das Überlaufen einer britischen Mine als Ursache des Untergangs angenommen. Die Deutschen behaupteten die Versenkung durch ein S-Boot und zeichneten den Kommandanten Feldt mit dem Ritterkreuz aus.

25. Feb. 1941 Armando Diaz 464 Der italienische Leichte Kreuzer Armando Diaz (5.350 ts), eingesetzt zur Sicherung eines Konvois von Neapel nach Tripolis, wurde vor der Küste Tunesiens, nahe der Kerkenna-Inseln, von dem britischen U-Boot HMS Upright torpediert. Der Torpedo schlug zwischen den vorderen beiden Artillerietürmen ein und brachte eine Munitionskammer zur Explosion. Der Kreuzer sank daraufhin in nur sechs Minuten und riss 464 Crew-Angehörige mit in die Tiefe. Lediglich 147 Mann konnten von anderen Begleitschiffen gerettet werden.
27. Feb. 1941 RAMB I 1 Westlich der Malediven stellte der neuseeländische Leichte Kreuzer HMNZS Leander den als Hilfskreuzer eingesetzten bewaffneten italienischen Frachter Ramb I (3.667 BRT). Nach einem kurzen Gefecht, in welchem der Hilfskreuzer in Brand geschossen wurde, strich dieser die Flagge, worauf die Neuseeländer das Feuer einstellten. Die gesamte Crew der Ramb I konnte infolgedessen von Bord gehen, ehe eine schwere Explosion (Munition?) das Schiff zum Sinken brachte. Alle 114 Crew-Angehörigen wurden von der HMNZS Leander aufgenommen, doch starb der Kommandant des italienischen Schiffes kurze Zeit später an seinen erlittenen Verbrennungen.
28. Feb. 1941 Anchises 15 Am 27. Februar 1941 befand sich die Anchises unter dem Kommando von Kapitän David Warren James mit 182 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord auf einer Fahrt entlang der Nordwestküste Irlands. Etwa 180 Seemeilen west-nordwestlich von Arranmore Island an der Küste der Grafschaft Donegal wurde das Schiff von deutschen Seeaufklärern des Typs Focke-Wulf Fw 200 („Condor“) des Kampfgeschwaders 40 angegriffen. Drei Besatzungsmitglieder kamen bei der Bombardierung ums Leben. Das Schiff wurde durch den Angriff schwer beschädigt und war danach manövrierunfähig. 134 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter fünf Frauen und zwei Kinder, verließen das Schiff in sechs Rettungsbooten.

Es blieb nur eine kleine Restmannschaft von 33 Männern an Bord, die versuchte, das Schiff doch noch nach Liverpool zu steuern. Während die Besatzung an Bord der Anchises (10.046 BRT) auf einen Bergungsschlepper wartete, wurde das Schiff am 28. Februar erneut von deutschen Flugzeugen angegriffen. Kapitän James erkannte, dass die Anchises nicht mehr zu retten war und ordnete das endgültige Verlassen des Schiffs an. Nachdem die Korvette Kingcup am Unglücksort eingetroffen war, sollten die letzten an Bord verbliebenen Crew-Mitglieder im letzten Rettungsboot zur Kingcup übersetzen. Durch die zu dem Zeitpunkt herrschende schwere See wurde der Bug der Korvette gegen die Anchises geschleudert und zerquetsche das Boot. Kapitän James, der Seemann John Sinnott und der Schiffsbäcker Charles Quirk wurden getötet. Kurz darauf sank der schwer angeschlagene Dampfer auf der Position 55.30N/13.17W. Die Überlebenden wurden an Bord der Kingcup genommen.

03. Mär. 1941 Hamburg 0 Am 3. März 1941 wurde die Hamburg während eines britischen Raids auf die Lofoten gegen die deutsche Fischversorgung vom britischen Zerstörer Tartar in Osan, Svolvær versenkt.
04. Mär. 1941 Coburg (Schiff, 1938) 0 Ausgelaufen zu einem Treffen mit dem Hilfskreuzer Atlantis, am 4. März 1941 selbstversenkt, als der australische Schwere Kreuzer HMAS Canberra die Coburg stellte.
07. Mär. 1941 U 47 45 U 47 ging wahrscheinlich beim Angriff auf den Konvoi OB-293 verloren. Seit dem 7. März 1941 wurde nichts mehr von ihm gehört. Lange hieß es, U 47 sei von dem britischen Zerstörer Wolverine versenkt worden, aber es stellte sich dann heraus, dass die Wolverine das U-Boot U A angegriffen hatte, das schwer beschädigt entkommen konnte. Die Vermutungen über die tatsächlichen Umstände reichten von einer Tauchpanne über den Kontakt mit einer Treibmine bis hin zur Vernichtung durch einen von U 47 selbst abgeschossenen Torpedo, der durch eine defekte Steuerung zum Kreisläufer wurde. Letztere Version wurde für die wahrscheinlichste gehalten.
07. Mär. 1941 U 70 20 Am 7. März 1941 wurde U 70 im Nordatlantik südöstlich von Island durch Wasserbomben der britischen Korvetten HMS Camelia und HMS Arbutus nachhaltig beschädigt. Das deutsche U-Boot wurde mit über 50 Wasserbomben attackiert, lief letztlich voll Wasser, konnte von der Besatzung nicht mehr kontrolliert werden und sank auf 200 m Tiefe ab. In dieser Situation entschloss sich Kommandant Matz, U 70 mit dem Einleiten der verbliebenen Druckluft in die Tauchzellen, unkontrolliert auftauchen zu lassen, und das Boot zu evakuieren. Von Bord der Arbutus war das Manöver des deutschen Bootes beobachtet worden, und die britische Korvette hielt in der Absicht, einen Rammstoß auszuführen unter Artilleriefeuer auf U 70 zu. Die HMS Arbutus brach den Angriff aber ab, als bemerkt wurde, dass die deutsche Besatzung ins Wasser sprang. Daraufhin ließ die Korvette Rettungsboote zu Wasser. U 70 sank auf der Position ♁60° 15′ N, 14° 0′ W im Marine-Planquadrat AM 1193. 20 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod, 25 Besatzungsmitglieder wurden von der HMS Arbutus gerettet, darunter der Kommandant Kapitänleutnant Joachim Matz.
07. Mär. 1941 Terje Viken 2 Am 7. März 1941 befand sich die Terje Viken unter Kapitän O. Borchgrevink auf dem Weg von Glasgow nach Curacao innerhalb des Geleitzuges OB-293 südöstlich von Island, als sie um 05.05 Uhr von zwei Torpedos getroffen wurde. Vermutlich kamen sie vom deutschen U-Boot U 47 unter Günther Prien, dessen Verbleib seit diesem Angriff nicht geklärt war. Um 05.50 Uhr schoss U 70 unter Matz einen Dreifachfächer auf das riesige, in Ballast fahrende Schiff. Aber alle drei Torpedos verfehlten ihr Ziel. Kurz darauf traf U 99 unter Otto Kretschmer die Terje Viken an der Backbordseite und die Besatzung verließ das Schiff. Später kehrte ein Teil der Besatzung nochmals an Bord zurück, um das Schiff zu retten. Aber es war zu schwer beschädigt und musste aufgegeben werden.

Um 18.55 Uhr kenterte die Terje Viken auf der Position ♁60° 0′ 0″ N, 12° 50′ 0″ WKoordinaten: 60° 0′ 0″ N, 12° 50′ 0″ W | OSM | . Zwei Mann starben während des Angriffs, die 105 Überlebenden wurden vom Zerstörer Hurricane unter LtCdr H.C. Simms, RN, aufgenommen und nach Greenock zurückgebracht. Das gekenterte Schiff wurde treibend am 14. März von einem britischen Bergungsschlepper durch Geschützfeuer endgültig versenkt.

11. Mär. 1941 Memnon (Schiff, 1931) 5 Am 11. März 1941 durch U 106 vor Kap Blanco, Kapverden torpediert und versenkt, fünf Todesopfer.
14. Mär. 1941 Po 3 In der Nacht zum 14. März 1941 erfolgte ein Luftangriff britischer Torpedobomber des Typs Swordfish. Ziel waren Schiffe der in der Bucht von Valona liegenden italienischen Flotte. Die angreifenden Flugzeuge gehörten der 815 Naval Air Squadron der Fleet Air Arm (FAA) an und waren auf dem RAF Airfield von Paramythia stationiert. Bis heute konnte nur spekuliert werden, ob das verdunkelt in der Bucht liegende Schiff von den Angreifern als Hospitalschiff erkannt wurde oder nicht.

Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich keine Verwundeten an Bord. Die Menschen an Bord sprangen über Bord und retteten sich schwimmend an Land, darunter auch Edda Ciano. Dennoch kamen drei Menschen durch die Attacke ums Leben, die italienischen Krankenschwestern Maria Federici, Vanda Sechi und Ennia Tramontani. Die Leitung des Angriffes wurde von Lieutenant Charles Lamb übernommen. Beim Zielanflug tauchte er mit dem Fahrgestell ins Wasser ein. Es gelang ihm, die Kontrolle über sein Flugzeug zu behalten, den Angriff gegen den von ihm beschriebenen dunklen Schiffskörper weiter zu führen und den Torpedo abzuwerfen. Der ihm nachfolgende Lt. Michael Torrens-Spence erkannte in der Dunkelheit ein großes unbeleuchtetes Passagierschiff, das er mit seinem Torpedo angriff. Die anderen Torpedobomber fanden keine lohnenden Ziele und kehrten mit den Torpedos um. Lt. Charles Lamb führte den Verband sicher wieder nach Paramythia zurück. Später stellte sich heraus, dass bei dem Angriff das Hospitalschiff Po (Position 40.22N/19.28E) sowie der 3539 BRT große Dampfer Santa Maria versenkte worden waren. Die Versenkung der Po wurde von der italienischen Propaganda instrumentalisiert.

16. Mär. 1941 Mangkai 36 Die Mangkai wurde am 16. Mai 1941 vom deutschen Schlachtkreuzer Scharnhorst etwa 450 Meilen vor Kap Race auf der Position ♁43° 25′ 0″ N, 43° 5′ 0″ WKoordinaten: 43° 25′ 0″ N, 43° 5′ 0″ W | OSM | versenkt. Von der 45-köpfigen Besatzung wurden nur neun Mann von der Scharnhorst gerettet und gefangen genommen. Insgesamt versenkten die beiden deutschen Schlachtkreuzer an diesem Tag 13 Schiffe aus dem aufgelösten Geleitzug OB 294 (ursprünglich 42 Schiffe), von denen die Mangkai das größte war.
16. Mär. 1941 Bremen 0 Der große deutsche Luxusliner Bremen (51.656 BRT), der sich in Bremerhaven befand, um dort zu einem bewaffneten Truppentransporter umgebaut zu werden, wurde durch einen Großbrand völlig zerstört. Durch den Brand wurde niemand getötet, aber rund 30 Personen erlitten Verletzungen. Später stellte sich heraus, dass das Feuer absichtlich von einem 17-jährigen Schiffsjungen gelegt worden war, der sich von einem Vorgesetzten schlecht behandelt gefühlt hatte und sich dafür rächen wollte. Es bestehen allerdings bis heute Zweifel, ob der Täter alleine gehandelt hatte. Der Schiffsjunge wurde später zum Tode verurteilt, das Wrack der Bremen musste verschrottet werden. Die Bremen ist bis heute (2010) das mutmaßlich größte Schiff, das jemals durch Brandstiftung zerstört wurde.
17. Mär. 1941 U 99 3 In der Nacht vom 16. auf den 17. März 1941 wurde U 99 im Nordatlantik südöstlich von Island, nach einem erfolgreichen Angriff auf den Konvoi HX-112, von den britischen Zerstörern HMS Walker und HMS Vanoc mit ASDIC geortet und anschließend mit Wasserbomben angegriffen. Das Boot wurde dabei schwer beschädigt, sank bis auf über 210 m ab und kam nach Anblasen aller Tauchzellen an die Oberfläche, da Kretschmer, der keine Torpedos mehr zur Verfügung hatte, entschied, die Flucht an der Wasseroberfläche zu versuchen. Hier stellte sich heraus, dass weder Diesel- noch Elektromotoren mehr funktionierten. Kretschmer ließ eine unverschlüsselte Meldung ("Bomben, Boot versenkt, Heil Hitler! Kretzschmer") senden und befahl der Besatzung auszusteigen. Bei dem Versuch, U 99 durch Entlüften einer Tauchzelle zu versenken, kam der Leitende Ingenieur ums Leben. Es gelang ihm nicht mehr, das Innere des plötzlich wegsackenden Bootes schnell genug zu verlassen. Die Position war ♁61° 10′ N, 11° 48′ W im Marine-Planquadrat AE 8982. Es gab drei Tote und 40 Überlebende.
17. Mär. 1941 U 100 38 In der Nacht vom 16. auf den 17. März 1941 versuchte U 100 südwestlich von Island den Konvoi HX-112 anzugreifen. Die Zerstörer HMS Walker und HMS Vanoc zwangen es zum Tauchen und warfen Wasserbomben. U 100 wurde schwer beschädigt. Schepke ließ auftauchen und wollte bei schlechtem Wetter an der Oberfläche entkommen. Aber die HMS Vanoc ortete das Boot mit Radar und rammte es. Schepke wurde dabei zwischen dem Schanzkleid des Turms und dem Sehrohrsockel eingeklemmt und getötet. Das Boot ging kurz danach auf der Position ♁61° 4′ N, 11° 30′ W im Marine-Planquadrat AE 8986 unter. Es gab 38 Tote und sechs Überlebende.

U 100 war das erste U-Boot überhaupt, das erfolgreich durch Radar geortet und dann versenkt wurde.

23. Mär. 1941 U 551 45 Am 23. März 1941 wurde U 551 südöstlich von Island vom britischen U-Boot-Jäger HMS Visenda, einem bewaffneten Trawler, gestellt und mit Wasserbomben attackiert. Das Boot sank und alle 45 Besatzungsmitglieder einschließlich Kapitänleutnant Karl Schrott kamen dabei ums Leben
24. Mär. 1941 Oder 0 Im Bab al-Mandab selbstversenkt
25. Mär. 1941 Britannia 249 Der deutsche Hilfskreuzer Thor attackierte und versenkte etwa 600 Seemeilen westlich von Dakar das britische Passagierschiff Britannia (8.799 BRT), das mit 484 Menschen an Bord auf dem Weg nach Bombay war. Da die Deutschen mit dem Auftauchen feindlicher Kriegsschiffe rechneten, die Britannia hatte zuvor einen langen Notruf ausgesendet, und zudem die Masse an Schiffbrüchigen nicht aufnehmen konnten, verließ die Thor den Versenkungsort. Zudem rechneten die Deutschen damit, dass alsbald alliierte Schiffe erschienen und die Überlebenden bargen, da die Untergangsposition durch den Notruf bekannt gemacht worden war. Die alliierten Stellen werteten den Funkspruch und die Positionsdaten jedoch tragischerweise falsch aus und so stieß die Suche ins Leere. Erst Ende März wurden erste Überlebende von dem spanischen Frachter Cabo de Hornos zufällig gefunden. Insgesamt überlebten nur 235 von 484 Menschen an Bord, die übrigen 249 Crew-Mitglieder und Passagiere waren ertrunken, verdurstet oder nach und nach an Erschöpfung gestorben.
28./29. Mär. 1941 Fiume und Zara 1.595 Während der Seeschlacht bei Kap Matapan (Peloponnes) wurden die beiden italienischen Schweren Kreuzer Fiume (11.326 ts) und Zara (11.680 ts), die gemeinsam mit mehreren Zerstörern die Bergung des beschädigten italienischen Schweren Kreuzers Pola hätten unterstützen sollen (der später aber ebenfalls sank), vom Gros der britischen Mittelmeerflotte, darunter die Schlachtschiffe HMS Warspite, HMS Barham und HMS Valiant, in den Nachtstunden überrascht und in der Dunkelheit auf eine Entfernung von nur etwa 2.000 Metern mit den radargesteuerten schweren 38,1-cm-Schiffsgeschützen innerhalb von nur drei Minuten zusammengeschossen. Die zerschossenen Wracks beider Schiffe sanken in den frühen Morgenstunden des 29. März. An Bord der beiden Kreuzer starben insgesamt 1.595 Seeleute (813 auf der Fiume, 782 auf der Zara). Nur etwa 300 Überlebende wurden von britischen und italienischen Schiffen oder von deutschen Seeflugzeugen am folgenden Tag gerettet.
29. Mär. 1941 Pola 328 Der italienische Schwere Kreuzer Pola (11.545 ts), der am Vortag während der Seeschlacht bei Kap Matapan durch einen Lufttorpedotreffer eines Fairey Swordfish-Torpedobombers des britischen Flugzeugträgers HMS Formidable schwer beschädigt worden und bewegungsunfähig zurückgeblieben war, wurde in den Morgenstunden des 29. März, etwa gegen 4.00 Uhr, von den britischen Zerstörern HMS Nubian und HMS Jervis entdeckt und durch vier Torpedoschüsse versenkt. 328 Mann gingen mit dem Schiff unter, rund 500 Seeleute wurden gerettet.
31. Mär. 1941 HMS Bonaventure 139 Etwa 100 Seemeilen südsüdwestlich von Kreta wurde der britische Flugabwehrkreuzer HMS Bonaventure (5.620 ts), eingesetzt bei der Überführung von Commonwealth-Truppen von Ägypten nach Griechenland (Operation Lustre) und Teil des britischen Konvois GA-8, von dem italienischen U-Boot R. Smg. Axum torpediert und versenkt. Das Schiff sank in nur sechs Minuten und riss 139 Crew-Angehörige mit in die Tiefe. 310 Mann wurden von britischen und australischen Zerstörern gerettet.
01. Apr. 1941 Hermonthis (Schiff) 75 Die Hermonthis wurde am 1. April 1941 nordwestlich Callao vom kanadischen Hilfskreuzer Prince Henry versenkt, auch die Kombischiffe Leipzig, München und Monserrate gingen am selben Tag unter.
01. Apr. 1941 München (Schiff, 1936) 0 Am 1. April 1941 westlich Callao von der Besatzung in Brand gesteckt, als der kanadische Hilfskreuzer Prince Henry das Schiff stellte.
04. Apr. 1941 Lichtenfels 0 OSM | . In Massaua versenkten sich gleichzeitig die Frauenfels und Liebenfels der DDG „Hansa“, die Frachter Oliva und Gera der Hapag und die Crefeld des NDL, die zum Teil auch noch in Brand gesetzt wurden. Die meisten wurden später gehoben, um den Hafen benutzbar zu machen. Frauenfels, Liebenfels und Gera wurden als Empire Niger, Empire Nile und Empire Indus wieder in Fahrt gebracht [8]. Neben den deutschen Schiffen versenkten sich auch der italienische Truppentransporter Colombo (11.760 BRT, 1917) und weitere italienische Handelsschiffe. Unmittelbar beim Sturm der Stadt durch die britischen Streitkräfte versenkten sich auch die verbliebenen italienischen Marineeinheiten.
04. Apr. 1941 HMS Voltaire 75 Im Mittelatlantik, etwa 900 Seemeilen westlich von Kap Verde, traf der Patrouille fahrende britische Hilfskreuzer HMS Voltaire (13.245 BRT) auf den deutschen Hilfskreuzer Thor und wurde in einem etwa 75 Minuten dauernden Artillerieduell zusammengeschossen und versenkt. Mit dem Schiff gingen 75 Seeleute unter. 197 Überlebende wurden danach von dem deutschen Schiff gerettet.
05. Apr. 1941 U 76 1 Der Zerstörer HMS Wolverine bekam schließlich Sonarkontakt zu U 76, das an der Wasseroberfläche lief, um seine Batterien nachzuladen. Kommandant von Hippel leitete ein Alarmtauchen ein, doch das Boot wurde durch Wasserbomben der Wolverine und der inzwischen zu deren Unterstützung eingetroffenen Sloop HMS Scarborough so nachhaltig beschädigt, dass der Kommandant das Boot wieder auftauchen ließ und seine Besatzung anwies, das Boot zu verlassen und ins Wasser zu springen. Währenddessen hatte sich ein drittes britisches Kriegsschiff genähert: Die Korvette Arbutus ging bei U 76 längsseits, um das deutsche U-Boot zu entern. Drei britische Matrosen gingen unter Führung eines Offiziers an Bord von U 76 und versuchten über den U-Boot-Turm in die Zentrale hinabzusteigen, um die Enigma-Chiffriermaschine des Boote und Geheimunterlagen zu sichern. Da in der Zentrale bereits Salzwasser stand und dieses auch mit der Batteriesäure reagiert hatte, wodurch Chlorgas entstanden war, brachen die britischen Soldaten ihren Versuch ab. U 76 sank in Folge der durch Kommandant von Hippel eingeleiteten Selbstversenkung unter Artilleriebeschuss auf der Position ♁58° 35′ N, 20° 20′ W im Marine-Planquadrat AL 2657. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, die restlichen 42 wurden gerettet.
06. Apr. 1941 Nazario Sauro 0 Selbstversenkung am 6. April 1941 vor der eritreischen Insel Dahlak Kebir.
07. Apr. 1941 Comorin 20 Am 6. April 1941 geriet die Comorin mit 470 Menschen an Bord auf der Position 54.34N, 21.20W vor der Küste von Sierra Leone in Brand. Bis auf 20 konnten alle Personen von dem Motorschiff Glenartney, dem britischen Zerstörer Lincoln und dem Flottillenführer Broke aufgenommen werden. Die Broke ging längsseits der brennenden Comorin, sodass Überlebende hinüber springen konnten. Der Brand konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden. Am 7. April 1941 wurde die Comorin durch Granatfeuer der Lincoln versenkt.
13. Apr. 1941 HMS Rajputana 40 Westlich von Reykjavík (Island) versenkte das deutsche U-Boot U 108 den britischen Hilfskreuzer HMS Rajputana (16.644 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Zuvor hatte das U-Boot den Dampfer fast zwei Tage lang in dichtem Schneetreiben verfolgt und insgesamt fünf Torpedos erfolglos verschossen. Mit dem Schiff gingen 40 Seeleute unter, 283 Überlebende wurden später von dem britischen Zerstörer HMS Legion gerettet.
16. Apr. 1941 HMS Mohawk 43 Der Zerstörer Mohawk wurde von zwei Torpedos der italienischen Luca Tarigo getroffen und sank am 16. April 1941 vor den Kerkenna-Inseln auf der Position ♁34° 56′ 0″ N, 11° 42′ 0″ OKoordinaten: 34° 56′ 0″ N, 11° 42′ 0″ O | OSM | . 43 Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben. Das Vorschiff ragte beim Untergang aus dem Wasser. Nachdem Janus und Nubian die Überlebenden aus dem Wasser geborgen hatte, versenkte Jervis mit Artillerie das Vorschiff. Später konnten italienische Taucher aus dem Wrack noch wertvolle Dokumente bergen.
16. Apr. 1941 Adana (Schiff) 0 Der Frachter Adana (4341 BRT) wurde vor Libyen durch britische Zerstörer versenkt.
16. Apr. 1941 Atto (Schiff) 0 Der Frachter Atto (4176 BRT) wurde vor Libyen durch britische Zerstörer versenkt.
17. Apr. 1941 Zagreb (1938) 0 Der Zerstörer wurde bei Kriegsausbruch durch Luftangriffe beschädigt und anschließend von der eigenen Besatzung in der Bucht von Kotor am 17. April 1941 selbst versenkt.
20. Apr. 1941 Empire Endurance 66 In der Nacht zum 20. April wurde die alleinfahrende Empire Endurance südwestlich von Rockall nach einem nicht erkannten Fehlschuss mittschiffs von einem Torpedo des deutschen U-Boots U 73 getroffen. Nach einem zweiten Torpedotreffer zerbrach Empire Endurance und sank mit 65 Mann der Besatzung und einem Passagier. Am 21. April konnte die HMCS Trillium, eine kanadische Korvette der Flower-Klasse, 20 Besatzungsmitglieder und vier Passagiere aufnehmen. Am 9. Mai rettete das britische Motorschiff Highland Brigade noch fünf weitere Besatzungsmitglieder. Die Toten der Empire Endurance wurden auf dem Tower Hill Memorial in London geehrt.
25. Apr. 1941 Pennland 4 Danach wurde sie vom britischen Ministry of War Transport (MoWT) übernommen und als Truppentransporter genutzt, bis sie am 25. April 1941 in der Souda-Bucht an der Nordwestküste Kretas durch einen deutschen Tiefflieger bombardiert und schwer beschädigt wurde. Dabei kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben. Das nicht mehr zu rettende Schiff wurde von dem Zerstörer Griffin durch Beschuss versenkt.
27. Apr. 1941 Slamat und HMS Diamond und HMS Wryneck ≈ 950 Während der Evakuierung von Commonwealth-Truppen aus Griechenland (Operation Demon), versenkten deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber und Bf 109-Jagdbomber südlich von Nafplio den in britischen Diensten stehenden niederländischen Truppentransporter Slamat (11.636 BRT) und die beiden britischen Zerstörer HMS Diamond (1.375 ts) und HMS Wryneck (1.100 ts). Die Flugzeuge versenkten zunächst den Transporter und dann auch die beiden zu Hilfe heraneilenden Zerstörer. Mit den drei Schiffen gingen schätzungsweise 950 Seeleute und eingeschiffte Soldaten unter. Nur ein Offizier und 49 Mannschaftsdienstgrade konnten später gerettet werden.
28. Apr. 1941 U 65 50 Am 28. April 1941 wurde U 65 im Nordatlantik südöstlich von Island durch Wasserbomben des britischen Flottillenführers Douglas auf der Position ♁59° 51′ N, 15° 30′ W im Marine-Planquadrat AM 1314 versenkt. Alle 50 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Versenkung wurde zunächst der britischen Korvette Gladiolus zugeschrieben und auf den 29. April datiert, aber auf Grund von Nachkriegsrecherchen revidiert
30. Apr. 1941 Nerissa 207 Südöstlich der Felseninsel Rockall wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Nerissa (5.583 BRT), der mit Militärangehörigen wie auch Zivilisten auf dem Weg nach Liverpool war, von dem deutschen U-Boot U 552 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos angegriffen und innerhalb weniger Minuten versenkt. Es gab nur 83 Überlebende.
01. Mai 1941 Leverkusen (Schiff, 1928) 0 Als Transporter am 1. Mai 1941 vor Kerkena durch britisches U-Boot Upholder versenkt.
02. Mai 1941 HMS Jersey 35 Nach einer vergeblichen Suche der Force K nach einem italienischen Geleit konnten am 2. Mai zwar Kelly, Jackal und Kelvin in Maltas Grand Harbour einlaufen, die folgende Jersey löste jedoch eine Mine aus, die ein italienisches Flugzeug abgeworfen hatte, und sank auf der Position ♁35° 54′ N, 14° 30′ O. Der gesunkene Zerstörer blockierte die Einfahrt zum Hafen. Der Befehlshaber der Force K entschied sich, mit seinem Flaggschiff Gloucester und den Zerstörern Kashmir und Kipling, die sich zuvor an der Rettung der Überlebenden der Jersey beteiligt hatten, nach Gibraltar auszuweichen. Bis auf 35 Mann konnte die Besatzung der Jersey von den vielen sich beteiligenden Einheiten gerettet werden.
07. Mai 1941 Pinguin 527 Im Indischen Ozean, nahe der Seychellen, wurde der deutsche Hilfskreuzer Pinguin (7.766 BRT) von dem britischen Schweren Kreuzer HMS Cornwall gestellt und im Artilleriegefecht versenkt. Zuvor war die HMS Cornwall durch den Notruf eines Frachters auf die Position des Hilfskreuzers aufmerksam geworden. Eine 20,3-cm-Granate des britischen Schiffes traf dabei das Seeminen-Lager der Pinguin und verursachte eine massive Explosion, die den Hilfskreuzer innerhalb von zwei Minuten versenkt. Mit dem deutschen Schiff gingen 324 Besatzungsangehörige und 203 alliierte Gefangene, die von zuvor von den Deutschen aufgebrachten Schiffen stammten, unter. Nur 82 Überlebende wurden von den Briten gerettet.
11. Mai 1941 U 110 15 Die britische Korvette HMS Aubretia sichtete das Sehrohr von U 110. Sofort lief sie mit voller Fahrt darauf zu und warf – unterstützt von den Zerstörern HMS Bulldog und HMS Broadway – Wasserbomben. U 110 erreichte nicht rechtzeitig größere Tiefen und wurde so stark beschädigt, dass es auftauchen musste. Infolge einiger gerissener Batteriezellen bildete sich Chlorgas im Boot. Außerdem waren Pressluftleitungen geplatzt und die Tiefen- sowie die Seitenruder stark beschädigt. U 110 trieb manövrierunfähig an der Wasseroberfläche, umgeben von drei gegnerischen Kriegsschiffen.

Als die Bulldog auf Rammkurs ging, befahl Lemp seinen Leuten, das Boot zu verlassen. Da das Heck von U 110 bereits unter Wasser lag, ging er mutmaßlich davon aus, dass es bald sinken werde. Daher erteilte er weder den Befehl zur Selbstversenkung noch zur Vernichtung der Geheimsachen. Lemp sprang als Letzter von Bord. Doch dann merkte er offenbar, dass die Bulldog den Rammversuch abgebrochen hatte und sein Boot nicht sank. Es bestand die Gefahr einer Enterung durch die Briten. Lemp schwamm daher zurück. In diesem Moment verloren die Männer von U 110 ihren Kommandanten aus den Augen. Gerüchteweise wurde behauptet, er wäre vom Enterkommando, im Wasser schwimmend, erschossen worden. David Balme, Sub-Lieutenant auf der HMS Bulldog und Kommandant des Enterkommandos, erklärte aber klar, niemand habe zu irgendeinem Zeitpunkt einen Schuss abgegeben; seine Vermutung sei, der Kapitän habe schließlich im Angesicht des Fehlers einen Tod im Meer vorgezogen – (auch im Rückblick auf seine Versenkung des Passagierschiffes Athenia am ersten Kriegstag). Außer ihm kamen noch 14 weitere Besatzungsmitglieder ums Leben. Die 32 Überlebenden wurden vom Zerstörer HMS Bulldog aufgenommen. Die Briten versuchten U 110 nach Reykjavík (Island) zu schleppen. Doch es sank zwei Tage später östlich von Kap Farewell auf der Position ♁60° 22′ N, 33° 12′ WKoordinaten: 60° 22′ 0″ N, 33° 12′ 0″ W | OSM | im Marine-Planquadrat AK 2149.

21. Mai 1941 HMS Juno 121 Am 21. Mai 1941 wurde der Zerstörer auf dem Weg nach Kreta von fünf italienischen CANT Z.1007-Bombern angegriffen. Die Juno erhielt drei Bombentreffer, die das Schiff in zwei Teile zerbrechen ließen und sank etwa 30 Seemeilen südöstlich der Insel auf der Position ♁34° 35′ N, 26° 34′ OKoordinaten: 34° 35′ 0″ N, 26° 34′ 0″ O | OSM | . 116 Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben, 96 Überlebende wurden von Kingston, Kandahar und Nubian aufgenommen. Fünf von diesen starben später an ihren Verletzungen.
21. Mai 1941 Kybfels (Schiff, 1937) 0 Im Ionischen Meer vor der griechischen Küste nach Minentreffer gesunken.
21. Mai 1941 Marburg (Schiff, 1938) 0 Am 21. Mai 1941 vor Cap Dukato südwestlich der Insel Lefkas nach Minentreffer gesunken.
22. Mai 1941 HMS York 2 Der in der Bucht von Suda (Kreta) liegende britische Schwere Kreuzer HMS York (8.520 ts) wurde am 22. Mai 1941 von der Royal Navy aufgegeben und durch Sprengladungen zerstört. Das Schiff war zuvor bei einem Angriff von italienischen Sprengbooten am 25./26. März und bei deutschen Luftangriffen am 21. April und am 18. Mai schwer beschädigt worden (wobei zwei Crew-Mitglieder den Tod fanden). Da der Kreuzer nicht mehr fahrbereit war, erfolgte der Befehl zur Aufgabe. Das demolierte Wrack blieb zunächst in der Bucht im seichten Wasser liegen und wurde erst ab 1952 abgewrackt.
22. Mai 1941 HMS Gloucester 722 Während der Schlacht um Kreta versenkten deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber nahe Andikythira den britischen Leichten Kreuzer HMS Gloucester (9.400 ts) durch vier Treffer mit 500-Kilogramm-Bomben. Das Schiff kenterte und sank innerhalb von zehn Minuten. 722 Besatzungsangehörige gingen mit dem Kreuzer unter, nur 85 Mann überlebten.
22. Mai 1941 HMS Fiji 241 Während der Schlacht um Kreta versenkten deutsche Messerschmitt Bf 109-Jagdbomber und Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber nahe Andikythira den britischen Leichten Kreuzer HMS Fiji (8.530 ts) durch vier oder fünf Bombentreffer sowie zahlreiche Nahtreffer. Das Schiff sank in den Abendstunden. Die Crew hatte insgesamt 241 Tote zu beklagen. 523 Mann wurden von britischen Zerstörern gerettet.
22. Mai 1941 HMS Greyhound 80 In der Frühphase der Luftlandeschlacht um Kreta gehörte der Zerstörer zu einem Verband um das Schlachtschiff HMS Warspite, der als Deckung für eine Kreuzergruppe ausgelaufen war, die deutsche Landungen auf der Insel von See her verhindern sollte. Am 22. Mai 1941 wurde das Geschwader im Kytherakanal von deutschen Bomberverbänden angegriffen. Dabei wurde HMS Greyhound von Ju-87-Sturzkampfbombern getroffen und versenkt.
23. Mai 1941 HMS Kashmir 83 Am 23. Mai 1941 wurde die Kashmir auf dem Rückmarsch nach Ägypten südlich von Kreta auf der Position ♁34° 40′ N, 24° 10′ O von deutschen Ju-87-Stukas der I./StG.2 angegriffen und versenkt.
23. Mai 1941 HMS Kelly 99 Am frühen Morgen des 23. Mai 1941 wurden Kelly und Kashmir auf dem Rückmarsch nach Ägypten zur Versorgung südlich von Kreta etwa auf der Position ♁34° 40′ N, 24° 10′ O von deutschen Ju 87-Stukas der I./StG.2 unter Hauptmann Hubertus Hitschhold angegriffen und versenkt.

Beim Untergang der Kelly verloren 99 Besatzungsmitglieder ihr Leben.

24. Mai 1941 HMS Hood 1.415 In der Dänemarkstraße versenkten das deutsche Schlachtschiff Bismarck und der Kreuzer Prinz Eugen im Rahmen ihres Vorstoßes in den Nordatlantik (Unternehmen Rheinübung) den britischen Schlachtkreuzer HMS Hood (41.200 ts), welcher gemeinsam mit dem Schlachtschiff HMS Prince of Wales die deutschen Schiffe hätte abfangen sollen. Nach schweren Treffern explodierte eine Hauptmunitionskammer der HMS Hood, der Schlachtkreuzer brach auseinander und sank mit 1.415 Besatzungsangehörigen an Bord. Nur drei Mann überlebten und konnten später von einem Zerstörer gerettet werden.
24. Mai 1941 Conte Rosso 1.291 Der im Konvoi fahrende italienische Truppentransporter Conte Rosso (18.017 BRT), mit 2729 italienischen Soldaten an Bord auf dem Weg von Neapel nach Tripolis und gesichert von fünf Zerstörern und Torpedobooten, wurde südöstlich von Sizilien, etwa neun Seemeilen vor Capo Passero, von dem britischen U-Boot HMS Upholder zweimal torpediert und versenkt. Mit dem schnell sinkenden Schiff gingen 1.212 Soldaten und 79 Crew-Angehörige unter, etwa 1.680 Überlebende wurden von den italienischen Eskortschiffen geborgen.
25. Mai 1941 Franken (Schiff, 1926) 0 Durch U 103 versenkt.
27. Mai 1941 Bismarck 2.092 Im Nordatlantik, etwa 650 Seemeilen westlich von Frankreich, wurde das deutsche Schlachtschiff Bismarck (40.900 ts), das zuvor von Torpedoflugzeugen an der Ruderanlage beschädigt worden war, von weit überlegenen britischen Seestreitkräften, darunter die Schlachtschiffe HMS Rodney und HMS King George V sowie Kreuzer und Zerstörer, gestellt und in einem zwei Stunden dauernden Gefecht zusammengeschossen. Schließlich versenkte die deutsche Crew das brennende und kampfunfähige Wrack selbst. Beim Untergang kamen 2092 Seeleute ums Leben. Nur 116 Mann überlebten und wurden von britischen Schiffen sowie deutschen U-Booten geborgen.
28. Mai 1941 HMS Mashona 46 Etwa 70 Seemeilen westlich von Galway (Irland) versenkten deutsche Junkers Ju 88-Bomber aus einem Zerstörerverband den britischen Zerstörer HMS Mashona (1.854 ts) durch einen Volltreffer mit einer 250-Kilogramm-Bombe in den Maschinenraum. Zuvor hatte sich das Schiff an der Jagd auf das deutsche Schlachtschiff Bismarck beteiligt. 46 Mann gingen mit der HMS Mashona unter. 184 Überlebende wurden von anderen Zerstörern gerettet.
28. Mai 1941 Lech (Schiff, 1939) 0 Am 28. Mai 1941 versenkte sich die Lech auf dem Rückmarsch von Rio de Janeiro selbst, als britische Kriegsschiffe in Sicht kamen.
29. Mai 1941 HMS Hereward 76 Die Hereward wurde schon sehr früh vor der Nordküste Kretas schwer getroffen und konnte den anderen britischen Schiffen nicht folgen. Der allein laufende Zerstörer wurde dann aber auch von den deutschen Angreifern gefunden und von Ju-87-Sturzkampfbombern erneut getroffen und sank auf ♁35° 20′ N, 26° 20′ OKoordinaten: 35° 20′ 0″ N, 26° 20′ 0″ O | OSM | . 76 Mann der Besatzung starben beim Untergang, 89 Mann wurden von italienischen Booten gerettet und wurden Kriegsgefangene.
29. Mai 1941 HMS Imperial 0 Aufgrund dessen wurde der manövrierunfähige Zerstörer Imperial am 29. Mai 1941 nach der Übernahme der Truppen und der Besatzung durch Hotspur nördlich von Kreta auf ♁35° 23′ N, 25° 40′ OKoordinaten: 35° 23′ 0″ N, 25° 40′ 0″ O | OSM | versenkt.
01. Juni 1941 HMS Calcutta 118 Der britische Flugabwehrkreuzer HMS Calcutta (4.190 ts) wurde während der Schlacht um Kreta im östlichen Mittelmeer, rund 100 Seemeilen nordwestlich von Alexandria, von deutschen Junkers Ju 88-Bombern attackiert und von zwei 500-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff kenterte daraufhin und sank. 109 Crew-Angehörige starben beim Untergang des Schiffes, 264 Mann konnten vom Flugabwehrkreuzer HMS Coventry geborgen werden. Neun der Geretteten erlagen aber in den folgenden Tagen ihren Verwundungen. Insgesamt fanden somit 118 von 373 Besatzungsmitgliedern den Tod.
02. Juni 1941 U 147 26 U 147 wurde von dem Zerstörer HMS Wanderer und der Korvette HMS Periwinkle am 2. Juni 1941 versenkt. Alle 26 Mann der Besatzung kamen dabei ums Leben.
06. Juni 1941 Elbe 42 Am 6. Juni 1941 entdeckten Flugzeuge des britischen Flugzeugträgers HMS Eagle auf der Suche nach Versorgern des Schlachtschiffs Bismarck und des Schweren Kreuzers Prinz Eugen die Elbe mit ihrer Kautschuk-Ladung nordwestlich der Kap Verden. Fairey Swordfish der 824 Squadron, Fleet Air Arm, versenkten die Elbe auf 23°30′N 36°09′W. Am 21. Juni 1941 nahm das britische Hilfsschiff HMS Hilary zufällig noch 19 Schiffbrüchige des Blockadebrechers auf.
08. Juni 1941 Adda 10 82 Seemeilen west-südwestlich von Freetown wurde die Adda (7.816 BRT), ein Passagierschiff der britischen Elder Dempster Lines, von dem deutschen U-Boot U 107 mit einem Torpedo versenkt. Das Schiff war als Teil des Konvois OB-323 auf dem Weg nach Lagos und hatte neben Besatzung und Kanonieren den Konvoi-Kommandanten Commodore William H. Kelly und 266 Passagiere an Bord. Commodore Kelly, sieben Crew-Mitglieder und zwei Passagiere starben. Die 425 Überlebenden wurden von einer Korvette aufgenommen und nach Freetown zurückgebracht.
09. Juni 1941 Erfurt (1919) 0 Am 9. Juni 1941 wurde die Erfurt auf dem Weg nach Montreal kurz vor Neufundland durch ein deutsches U-Boot versenkt.
12. Juni 1941 Silverpalm 68 Der einzeln fahrende britische Frachter Silverpalm (6.373 BRT), auf dem Weg von Kalkutta nach Glasgow, wurde im Nordatlantik, etwa 600 Seemeilen westlich von Irland, von dem deutschen U-Boot U 371 in den frühen Morgenstunden zweimal torpediert und versenkt. Da kein Notruf abgesetzt wurde, erfuhren die Alliierten nichts von dem Verlust und meldeten den Dampfer als vermisst. Erst nach Kriegsende wurde das Schicksal des Schiffes bekannt. Von den 68 Menschen an Bord der Silverpalm überlebte niemand.
18. Juni 1941 U 138 0 Unter dem Kommandanten Franz Gramitzky wurde das Boot am 18. Juni 1941 westlich von Cádiz durch einen sechsstündigen Wasserbombenangriff der britischen Zerstörer HMS Faulknor, HMS Fearless, HMS Forester, HMS Foresight und HMS Foxhound zum Auftauchen gezwungen. Das Boot wurde von der Besatzung selbst versenkt. Die Position war ♁36° 4′ N, 7° 29′ W im Marine-Planquadrat CG 9457. Es gab keine Verluste, 28 Überlebende.
21. Juni 1941 Babitonga 0 Auf dem Weg zu einem erneuten Treffen mit der Atlantis wurde sie vom britischen Kreuzer London entdeckt und beschossen. Die Babitonga (ex Osiris) entzog sich am 21. Juni 1941 der Kaperung durch Selbstversenkung auf der Position ♁2° 5′ 0″ S, 27° 42′ 0″ W.
23. Juni 1941 M-78 15 In der Ostsee, etwa neun Seemeilen vor dem Hafen von Windau (Lettland), versenkte das deutsche U-Boot U 144 mit zwei Torpedoschüssen das kleine sowjetische U-Boot M-78 (206 to). Die gesamte Crew von 15 Mann ging mit dem U-Boot unter. Es war dies die erste Versenkung eines sowjetischen U-Bootes durch ein deutsches im Zweiten Weltkrieg und zugleich der erste Verlust der sowjetischen Marine überhaupt im Rahmen des Unternehmens Barbarossa.
27. Juni 1941 U 556 5 U 556 wurde von der britischen Korvette HMS Nasturtium entdeckt, bevor es angreifen konnte, und tauchte zunächst wieder ab. Nachdem das Boot durch Wasserbomben der Nasturtium beschädigt worden war, entschloss sich Kommandant Wohlfahrt erneut aufzutauchen und sich dem Angreifer an der Wasseroberfläche zu stellen. Dort wurde U 556 nicht nur von der einen britischen Korvette, sondern auch von der HMS Celandine und der HMS Gladiolus erwartet, die aus kurzer Distanz das Feuer auf den U-Bootturm eröffneten und einige Besatzungsmitglieder töteten. Bis auf den Leitenden Ingenieur, der die Versenkung des Bootes sicherstellen sollte, gingen alle Besatzungsmitglieder daraufhin von Bord. Ein von der Gladiolus entsandtes Enterkommando gelangte bis in den Turm von U 556, zog sich dann aber zurück, da die Zentrale bereits geflutet war, und das U-Boot sehr schnell sank. Kommandant Wohlfahrt und 39 Männer seiner Besatzung wurden von der Gladiolus aufgenommen. Es gab 5 Tote.
27. Juni 1941 Empire Ability 2 Die aufgebrachte Uhenfels wurde ab 1940 als Empire Ability unter britischer Flagge eingesetzt. Am 27. Juni 1941 wurde sie aus einem Konvoi vom deutschen U 69 torpediert und sank auf ♁23° 50′ 0″ N, 21° 11′ 0″ WKoordinaten: 23° 50′ 0″ N, 21° 11′ 0″ W | OSM | . Die um 2.37 Uhr getroffene Empire Ability geriet in Brand und sank nach 21 Minuten. Zur Ladung des Schiffes gehörten 7725 t Zucker und 238 t Rum. Nur zwei Mann kamen ums Leben. 107 Mann, darunter 17 Militärangehörige und 27 zivile Passagiere wurden von der America (10.218 BRT, 1930) aufgenommen und später an die Korvette HMS Burdock abgegeben. Die Korvette brachte die Schiffbrüchigen nach Milford Haven.
28. Juni 1941 Lauenburg 0 Gegen 19 Uhr am 28. Juni 1941 sichtete ein Ausguck auf der Tartar die Lauenburg etwa 300 Seemeilen nordöstlich von Jan Mayen im deutschen Marineplanquadrat AB 72. Sobald die Tartar auf Artilleriereichweite herangekommen war, eröffnete sie das Feuer. Die Besatzung der Lauenburg ging sofort in zwei Rettungsboote. Die Tartar ging längsseits und schickte ein Prisenkommando an Bord, das eine große Menge an Papieren erbeutete. Dann wurde die Lauenburg versenkt. Unter den erbeuteten Dokumenten befanden sich die neuen Anweisungen für die Steckerverbindungen und die innere Einstellung der Enigma-Maschine. Damit wurde es möglich, die Funksprüche der Kriegsmarine während fast des gesamten Monats Juli 1941 zu entschlüsseln.
29. Juni 1941 U 651 0 U 651 wurde am 29. Juni 1941 durch die britischen Zerstörer HMS Malcolm und HMS Scimitar, die Korvetten HMS Arabis und HMS Violet sowie den Minensucher HMS Speedwell mit Wasserbomben angegriffen. Unter dem Eindruck der effizienten Angriffe entschloss sich Kapitänleutnant Peter Lohmeyer, sein U-Boot auftauchen zu lassen. Sobald U 651 die Wasseroberfläche erreichte, ging der Kommandant mit seiner Besatzung von Bord. Alle 44 Mann wurden von den alliierten Kriegsschiffen gerettet. U 651 sank auf der Position ♁59° 52′ N, 18° 36′ W südlich von Island. Seine gesamte Besatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
30. Juni 1941 HMS Waterhen 0 Auf der 13. Versorgungsfahrt der Waterhen nach Tobruk am 29. Juni 1941 zusammen mit der HMS Defender wurden die Zerstörer von deutschen und italienischen Junkers Ju 87 Sturzkampfbombern angegriffen. Diese erzielten auf der Waterhen keinen direkten Treffer. Aber die sehr nah am Boot explodierenden Bomben setzen die Steuerung außer Gefecht und Verursachten ein großes Leck im Maschinenraum. Die Defender übernahm die Besatzung einschließlich aller Verletzten. Da die Bomber abdrehten und keine weiteren Luftangriffe erfolgten, nahm die Defender bei Hereinbrechen der Dunkelheit die Waterhen in Schlepp. Kurz nach Mitternacht war aber klar, dass eine Rettung des beschädigten Schiffes unmöglich war und die HMS Waterhen sank am 30. Juni 1941 auf der Position ♁32° 15′ N, 25° 20′ OKoordinaten: 32° 15′ 0″ N, 25° 20′ 0″ O | OSM | .
01. Juli 1941 Adjutant 0 Aufgrund der Einstufung des Kommandanten, dass die Maschinen der Adjutant nicht mehr verwendungsfähig waren, wurde der Hilfsminenleger nach einer Rückmontage der Ausrüstung vom Hilfskreuzer Komet noch am 1. Juli 1941 durch 2-cm- und 3,7-cm- sowie drei 15-cm-Granaten und zusätzlicher Öffnung des Bodenventils nahe der Chathaminseln auf ♁41° 36′ 0″ S, 173° 7′ 0″ W versenkt.
04. Juli 1941 Memel (Schiff) 0 Am 4. Juli 1941 im Finnischen Meerbusen durch das finnische U-Boot Vesikko versenkt.
05. Juli 1941 HMT Anselm 254 Der britische Truppentransporter HMT Anselm (5.954 BRT), stark gesichert von drei Korvetten und dem Hilfskreuzer HMS Cathay und auf dem Weg von Gourock (Schottland) nach Freetown, wurde etwa 300 Seemeilen nördlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 96 attackiert und erhielt zwei Torpedotreffer. Das Schiff, mit 1.210 Angehörigen der Royal Air Force und 106 Crew-Mitgliedern an Bord, sank innerhalb von 22 Minuten. 254 Menschen fanden dabei den Tod, 1.062 Überlebende wurden von den Begleitschiffen gerettet.
09. Juli 1941 Hansestadt Danzig 9 Am 9. Juli 1941 fuhr das Minenschiff gemeinsam mit der Preußen und Tannenberg östlich der Südspitze von Öland bei ♁56° 15′ 5″ N, 16° 43′ 5″ OKoordinaten: 56° 15′ 5″ N, 16° 43′ 5″ O | OSM | auf eine schwedische Minensperre und sank in der Nähe der Ortschaft Gräsgård. Die Sperre war durch die schwedische Marine auf deutsche Aufforderung hin angelegt worden, um sowjetischen Schiffen die Durchfahrt bei Öland zu versperren. Die schwedische Marine hatte das Oberkommando der Marine von der Lage der Minensperre informiert, das die Information allerdings nicht weitergab. Ferner hatte die schwedische Marine den eigenen Minensucher Sandön vor der Minensperre stationiert, um ankommende Schiffe zu warnen. Trotz dieser Warnung ließ der deutsche Verbandschef seine Schiffe weiterfahren, die auf diese Weise in die Minensperre gerieten. Auch die Preußen und die Tannenberg liefen auf Minen und sanken. Beim Untergang der Hansestadt Danzig starben neun Besatzungsmitglieder.
09. Juli 1941 Tannenberg 0 Am 9. Juli 1941 geriet das Hilfsminenschiff gemeinsam mit der Preußen und Hansestadt Danzig östlich der Südspitze von Öland auf eine schwedische Minensperre und sank bei ♁56° 15′ 5″ N, 16° 43′ 5″ O.
09. Juli 1941 Preußen 0 Am 9. Juli 1941 geriet das Minenschiff östlich der Südspitze von Öland auf eine Minensperre Schwedens. Nachdem das vordere Schott durch einen Minentreffer im Hilfsmaschinenraum gebrochen war, versenkte die Besatzung ihr Schiff durch Sprengung.
11. Juli 1941 HMS Defender 0 Als der Zerstörer Versorgungsgüter in die belagerte Festung Tobruk bringen sollte, wurde er von einer deutschen Junkers Ju 88 des Lehrgeschwaders 1 unter Gerhard Stamp angegriffen. Die Defender wurde nicht getroffen, aber eine Bombe explodierte unter dem Zerstörer und brach den Kiel. Eintretendes Wasser setzte die Maschine außer Gefecht. Der die Defender begleitende australische Zerstörer Vendetta übernahm die Passagiere und den größten Teil der Besatzung bis auf eine sehr kleine Restbesatzung und versuchte die Defender abzuschleppen. Nach fünf Stunden mussten die Bemühungen vor Sidi Barrani aufgegeben werden, da der beschädigte Zerstörer zu zerbrechen drohte und das Schleppseil riss. Nachdem auch die Restbesatzung abgeborgen war, versenkte Vendetta die Defender auf ♁31° 45′ N, 25° 31′ OKoordinaten: 31° 45′ 0″ N, 25° 31′ 0″ O | OSM | .
20. Juli 1941 Stremitelny 121 Im Kolafjord, nahe Poljarny, versenkten deutsche Junkers Ju 88-Kampfflugzeuge durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben den sowjetischen Zerstörer Stremitelny (1.850 to), der sich gerade auf einer Probefahrt nach einem Werftaufenthalt befand. Das Schiff kenterte und sank in nur fünf Minuten. 121 Menschen, darunter 109 Crew-Angehörige und zwölf Werftarbeiter, fanden dabei den Tod. Etwa 100 Überlebende wurden von Minensuchbooten gerettet.
30. Juli 1941 Shahristan 65 Der britische Frachter Shahristan (6.935 BRT), ein einzeln fahrender Nachzügler des Konvois OS-1, wurde südöstlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 371 gesichtet und durch einen Torpedoschuss versenkt. 65 Seeleute, darunter auch der Kapitän, kamen ums Leben. 76 Überlebende wurden in den folgenden Tagen von einem spanischen Tanker und britischen Kriegsschiffen gerettet.
03. Aug. 1941 U 401 45 Die britische Korvette Hydrangea und der Zerstörer Wanderer sowie der Zerstörer St. Albans, ein Schiff der US-Navy, das unter norwegischer Flagge fuhr, erfassten U 410 mit Sonar und versenkten das U-Boot durch einen koordinierten Wasserbombenangriff. Alle 45 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
10. Aug. 1941 Schemtschug 61 Die sowjetische Korvette Schemtschug (550 to), auf Patrouillenfahrt im Weißen Meer, wurde nahe Kap Kanin Nos von dem deutschen U-Boot U 451 gesichtet und durch einen Torpedoschuss versenkt. Mit der Korvette ging die gesamte Crew von 61 Mann unter.
10. Aug. 1941 U 144 28 Die Versenkung von U 144 auf der Position ♁58° 58′ N, 21° 24′ O im Marineplanquadrat AO 6126 wurde dem sowjetischen U-Boot SC-307 unter Kommandant Petrow zugeschrieben. Die Versenkung gelang infolge eines ungezielten Fächerbeschusses und konnte nicht beobachtet werden, da das sowjetische Boot durch den Gewichtsverlust der abgeschossenen Hecktorpedos zunächst wegsackte. Als SC-307 wieder Sehrohrtiefe erreicht hatte, konnte ein Ölfleck an der Stelle ausgemacht werden, wo sich zuvor das deutsche U-Boot befunden hatte. Untersuchungen eines russischen Tauchklubs nach dem Krieg ergaben, dass U 144 in drei Teile zerborsten auf Grund liegt.
14. Aug. 1941 Adolf von Baeyer (Schiff) 0 Das Kombischiff wurde durch U-Boot S-33 versenkt.
14. Aug. 1941 Peles (Schiff) 0 Das Kombischiff wurde durch das russische U-Boot ShCh-211 mit zwei Torpedos versenkt.
18. Aug. 1941 Werdenfels (Schiff, 1921) 0 Als niederländische Balingkar im Konvoi SL 118 auf der Reise nach Großbritannien nördlich der Azoren durch U 214 auf 41° 34´N, 19° 49´W versenkt.
19. Aug. 1941 Aguila 157 Südwestlich von Fastnet wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Aguila (3.255 BRT), Teil des aus 21 Schiffen bestehenden Konvois OG-71, von dem deutschen U-Boot U 201 versenkt. 58 Besatzungsmitglieder, fünf Artilleristen, fünf Konvoibegleiter und 89 Passagiere starben. Nur 16 Menschen überlebten. Zehn von ihnen wurden von der britischen Korvette Wallflower nach Gibraltar gebracht. Die übrigen sechs wurden von dem Schlepper Empire Oak aus demselben Konvoi aufgenommen, die aber drei Tage später von U 564 versenkt wurde, wobei alle sechs umkamen.
19. Aug. 1941 Bath 85 400 Meilen südwestlich von Irland konnte am frühen Morgen des 19. U 204 die hinter dem Geleitzug laufende Bath mit einem Torpedo mittschiffs treffen. Der Zerstörer kenterte etwa auf der Position ♁49° 0′ N, 17° 0′ WKoordinaten: 49° 0′ 0″ N, 17° 0′ 0″ W | OSM | und sank schnell. Beim Untergang zündeten die Wasserbomben des Zerstörer und töteten etliche Schiffbrüchige im Wasser, darunter den Kommandanten, den norwegischen Lieutenant Commander C. F. T. Melsom. Beim Untergang verloren 71 Norweger und 12 Briten ihr Leben. Die zur Hilfe eilende Korvette Hydrangea konnte 39 Schiffbrüchige bergen, der Zerstörer Wanderer weitere vier. Zwei der Geretteten starben noch auf dem Weg nach Gibraltar.
25. Aug. 1941 Weissenfels (Schiff, 1925) 0 Bei britischer Besetzung des Hafens am 25. August 1941 von der eigenen Besatzung erfolgreich versenkt.
30. Aug. 1941 Bahia Laura (Schiff, 1918) 450+ Der Truppentransporter Bahia Laura wurde am 30. August 1941 auf dem Weg nach Kirkenes durch HMS Trident torpediert und versenkt, über 450 Tote.
03. Sep. 1941 Andrea Gritti 347 Der italienische Frachter Andrea Gritti (6.338 BRT), mit Treibstoff und Truppenverstärkungen an Bord auf dem Weg von Neapel nach Tripolis, wurde etwa 25 Seemeilen südlich von Capo Spartivento von auf Malta stationierten britischen Fairey Swordfish-Torpedobombern attackiert und erhielt einen Lufttorpedotreffer, der die Treibstoff- und Munitionsladung traf. Das Schiff explodierte sofort und riss 347 Seeleute und Soldaten mit in die Tiefe. Nur zwei Überlebende wurden später von italienischen Zerstörern gerettet.
06. Sep. 1941 Bremse 160 Nur fünf Wochen später, am 6. September 1941, wendete sich ihr Kriegsglück auf der Höhe des Mageröy-Fjords in Norwegen. Als Begleitschutz für die zwei Truppentransporter und Nachschubschiffe Trautenfels und Barcelona gelang es der Bremse, die angreifenden britischen Kreuzer HMS Nigeria und HMS Aurora von den Transportern wegzulocken und damit deren Entkommen zu ermöglichen. Das Artillerieschulschiff Bremse selbst wurde aber nach nächtlichem Artillerieduell versenkt. 160 Mann der Besatzung kamen ums Leben.
09. Sep. 1941 Trifels (Schiff, 1922) 0 Am 9. September 1941 auf Reise von dort nach Rotterdam vor Calais durch britisches Motortorpedoboot versenkt.
11. Sep. 1941 U 207 41 Nach dem erfolgreichen Angriff auf Konvoi SC-42 wurde U 207 von einem Flugzeug gefunden. Das Flugzeug gab die Position des Bootes an zwei Eskortzerstörer, die HMS Leamington und die HMS Veteran, durch, welche sich dann an die Fersen von U 207 hefteten. Das Boot wurde bei drei Anläufen mit 21 Wasserbomben versenkt. Alle 41 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
13. Sep. 1941 Barøy 112 Auf einer Überfahrt von Trondheim nach Narvik wurde das kleine unbewaffnete norwegische Passagierschiff Barøy (424 BRT) im Vestfjord vom Torpedo eines britischen Fairey Albacore-Torpedobombers getroffen und sank so schnell, dass keine Rettungsboote zu Wasser gelassen werden können. Die Passagiere mussten in das 7 bis 8 °C kalte Wasser springen. 35 deutsche Soldaten und 77 norwegische Zivilisten, darunter über 30 Frauen und Kinder, starben.
13. Sep. 1941 Richard With 99 Der kleine norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Richard With (905 BRT) wurde vor der Insel Rolvsøy an der Küste der nordnorwegischen Finnmark von dem britischen U-Boot Tigris versenkt. 28 Besatzungsmitglieder und 71 Passagiere (alles norwegische Zivilisten) starben. 31 Menschen konnten von einem Fischerboot gerettet werden.
13. Sep. 1941 Ilmarinen 271 Im Rahmen der deutsch-finnischen Eroberung der Inseln Ösel und Dagö (Unternehmen Beowulf) stieß das finnische Küstenpanzerschiff Ilmarinen (3.900 to), das Flaggschiff der finnischen Flotte, südlich von Ösel mit zwei Treibminen zusammen und sank in nur sieben Minuten. 271 Seeleute fanden dabei den Tod. Nur 132 Mann wurden von Sicherungsfahrzeugen gerettet. Es war der schwerste Verlust der finnischen Marine während des gesamten Zweiten Weltkrieges.
19. Sep. 1941 Rodina 0 Am 19. September sank die Rodina vor Zarewo in der Nähe von Burgas auf einer Minensperre.
23. Sep. 1941 Marat 326 Im Hafen von Kronstadt versenkten deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber des Sturzkampfgeschwaders 2 das sowjetische Schlachtschiff Marat (25.400 ts) durch einen Volltreffer mit einer 1000-Kilogramm-Bombe, welche den vordersten Geschützturm der Hauptartillerie durchschlug und eine darunter liegende Munitionskammer traf. Eine heftige Folgeexplosion der Munition riss der Marat das komplette Vorschiff weg und ließ das Schiff im seichten Hafen auf Grund sinken. 326 Mann der Besatzung wurden dabei getötet. Teile der Artillerie mittschiffs und achtern wurden später, soweit sie aus dem Wasser ragten, reaktiviert und zur Artillerieunterstützung gegen Landziele eingesetzt. Das Schlachtschiff wurde 1950 gehoben, aber bereits 1952 endgültig abgewrackt.
25. Sep. 1941 Königin Luise 40 Nach Verlegung einer weiteren Sperre von 86 EMC-Minen lief das Minenschiff unter Kapitänleutnant Wünning auf dem Rückmarsch nach Entlassung des finnischen Minensuchgeleits in der Nähe von Helsinki am 25. September 1941 auf eine sowjetische Mine und sank auf ♁60° 0′ 50″ N, 24° 59′ 2″ OKoordinaten: 60° 0′ 50″ N, 24° 59′ 2″ O | OSM | innerhalb weniger Minuten. 40 Seeleute kamen dabei ums Leben. Die hohe Zahl der Toten war zum Teil eine Folge des sofortigen Ausfalls der Funkanlage des Schiffes nach dem Minentreffer, wodurch Hilfe nicht sofort herbeigerufen werden konnte.
26. Sep. 1941 Avoceta 123 Nördlich der Azoren wurde der britische Passagier- und Frachtdampfer Avoceta (3.442 BRT), Teil des aus 25 Schiffen bestehenden Konvois HG-73 von Lissabon nach Liverpool, von dem deutschen U-Boot U 203 torpediert und sank innerhalb von zwei Minuten. 43 Besatzungsmitglieder, vier Artilleristen und 76 Passagiere starben. 43 Menschen überlebten, darunter der Kapitän und der Kommandant des Konvois.
03. Okt. 1941 Kota Pinang 0 Die Biskaya wurde ohne Zwischenfall durchquert, aber am 3. Oktober wurde der Versorger auf der Höhe des Kap Finisterre von dem britischen Leichten Kreuzer Kenya überrascht, der plötzlich aus einer Regenfront auftauchte. Der Versuch, den Kreuzer auf das Backbord achtern laufende U-Boot zu ziehen, misslang. Die Kenya beschoss den Versorger mit Artilleriefeuer und versenkte dann das brennende Schiff, dessen Besatzung in die Boote gegangen war, mit einem Torpedo. Die 119 Mann der Besatzung wurden später von U 129 aufgenommen, am 6. Oktober an einen spanischen Marineschlepper abgegeben und nach Ferrol in Spanien gebracht.
03. Okt. 1941 Yalova (Schiff) 0 Am 28. September 1941 vom britischen U-Boot Tetrarch torpediert und bei Agios Georgios auf Strand[1] bei ♁37° 28′ N, 23° 55′ O gesetzt, dort am 3. Oktober 1941 durch Talisman endgültig vernichtet.
04. Okt. 1941 U 111 8 Am 4. Oktober 1941 versuchte das U-Boot im Mittelatlantik, südwestlich der Insel Teneriffa, getaucht den britischen bewaffneten Trawler Lady Shirley anzugreifen. Der Kommandant, KptLt. Wilhelm Kleinschmidt, hatte den kleinen Trawler mit einem großen Frachter verwechselt und deshalb seine Entfernung erheblich überschätzt. Für Kleinschmidt überraschend griff der Trawler, der das U-Boot mit Sonar auf etwa 1500 Meter Entfernung geortet hatte, es auf Sehrohrtiefe mit Wasserbomben an. Das veranlasste Kleinschmidt, einen Überwasser-Artillerieangriff zu befehlen und nicht weit von der Lady Shirley entfernt aufzutauchen. Anschließend verhinderten jedoch Dauerfeuer des Trawlers aus geringer Entfernung die Bemannung der großen 10,5 Zoll-Deckkanone des U-Bootes und stark qualmend ausgefallene Dieselmotoren das erneute Tauchen.

Nach einem 19 Minuten dauernden Überwasser-Feuergefecht aus kürzester Entfernung wurde U 111 von seiner Besatzung auf der Position ♁27° 15′ N, 20° 27′ W im Marine-Planquadrat DH 7952 selbst versenkt. Acht Besatzungsmitglieder des U-Bootes, unter ihnen der Kommandant und alle Offiziere, kamen ums Leben. 44 Seeleute überlebten. Von 14 Mann Besatzung des Trawlers wurden ein Mann getötet und vier verwundet.

06. Okt. 1941 Thistlegorm 9 Der britische bewaffnete Frachter SS Thistlegorm (4.898 BRT), der Nachschub für die britische Armee nach Ägypten bringen sollte, wurde als Teil eines Konvois von 20 Schiffen im Roten Meer von einer Heinkel He 111 der II./KG 26 mit Bomben versenkt. Neun Besatzungsmitglieder starben, 30 wurden gerettet.
08. Okt. 1941 Rosalie Moller 2 Dem Bericht des Kapitäns zufolge wurde der Frachter jedoch am 8. Oktober 1941 um 0.45 Uhr von zwei deutschen Bombern des Typs Heinkel He 111 angegriffen und sank um 1.30 Uhr. Nach dem Untergang wurden zwei Besatzungsmitglieder vermisst.
15. Okt. 1941 Weser (Schiff, 1934) 105 Die Weser wurde in Vancouver Island umbenannt und diente fortan in der kanadischen Handelsmarine. Auf ihrer ersten Transatlantikfahrt von Montreal nach Cardiff mit einer Ladung von 3132 t Stückgut, 983 t Kupfer, 751 t Aluminium, 450 t Zink, 357 t Asbest und 87 t Stahl sowie 30 Passagieren wurde das Schiff in der Nacht zum 15. Oktober 1941 westlich von Irland von U 558 unter Kapitänleutnant Günter Krech torpediert und versenkt, wobei alle 105 Menschen an Bord ihr Leben verloren. Von U 558 wurde beobachtet, das die Besatzung Rettungsboote aussetzte und das Schiff verließ. Zwei Wochen nach der Versenkung fand ein britisches Kriegsschiff zufällig ein Rettungsboot der Vancouver Island mit zwei toten Offizieren des Schiffes.
17. Okt. 1941 Vesterålen 97 Am 17. Oktober 1941 wurde das Schiff südlich der Insel Sørøy von einem Torpedo getroffen und sank darauf. Der Torpedo stammte vermutlich von dem britischen U-Boot HMS Tigris. Beim Untergang des Schiffes starben neben 26 Besatzungsmitgliedern auch 71 Passagiere.
19. Okt. 1941 U 204 46 Am 19. Oktober 1941 um 20.50 Uhr orteten die Sloop HMS Rochester und die Korvette HMS Mallow ein deutsches U-Boot vor Kap Spartel und griffen es mit Wasserbomben an. Die Korvetten HMS Bluebell und HMS Carnation eilten zur Unterstützung herbei, entdeckten in einer aufschwimmenden Öllache aber nur Überreste des gesunkenen deutschen U-Bootes. Anhand der geborgenen Teile – unter anderem ein Torpedoantrieb – wurde das fragliche Boot als U 204 identifiziert. Die gesamte Besatzung von 46 Mann wurde beim Untergang des Bootes getötet.
21. Okt. 1941 Altair 0 Am 20. Oktober 1941 operierte die Altair mit der Aldebaran und der Lupo bei der Insel Kea, am Ausgang des Saronischen Golfs. Dabei geriet sie in ein von dem britischen U-Boot Rorqual am 8. Oktober gelegtes Minenfeld. Die Altair lief auf eine Mine, die ihr das Vorderschiff abriss. Als ihr die Aldebaran zu Hilfe kam, lief auch sie auf eine Mine und sank. Die Lupo nahm die Altair ins Schlepp, um sie nach Piräus zu bringen, aber die Altair sank dabei am 21. Oktober auf ♁37° 22′ 0″ N, 23° 52′ 0″ OKoordinaten: 37° 22′ 0″ N, 23° 52′ 0″ O | OSM | .
25. Okt. 1941 HMS Latona 27 Der britische Minenkreuzer HMS Latona (2.650 ts), eingesetzt zur Versorgung der vom Deutschen Afrikakorps belagerten Festung Tobruk und mit rund 1.000 polnischen Soldaten an Bord, wurde nördlich von Bardia von deutschen Junkers Ju 88-Bombern angegriffen und durch einen Treffer mit einer 500-Kilogramm-Bombe schwer beschädigt. Das Schiff geriet in Brand und musste zwei Stunden nach der Attacke aufgegeben werden. 20 Crew-Angehörige und sieben eingeschiffte polnische Soldaten fanden den Tod, rund 1.200 Seeleute und Soldaten wurden von britischen Zerstörern gerettet.
27. Okt. 1941 HMS Cossack 159 Westlich von Gibraltar torpedierte am 24. Oktober 1941 das deutsche U-Boot U 563 den britischen Zerstörer HMS Cossack (1.854 ts). Der Torpedo schlug unterhalb der Kommandobrücke ein und tötete 159 Seeleute, darunter auch den Kommandanten, Captain Edward L. Berthon. Etwa 80 Mann überlebten und gingen von Bord. Obwohl das Schiff schwer beschädigt wurde, blieb es zunächst schwimmfähig und konnte von einem Bergeschiff abgeschleppt werden. Der langsame Schleppzug geriet aber zwei Tage später westlich von Gibraltar in einen schweren Sturm, der die behelfsmäßige Leckabdichtung beschädigt. Am 27. Oktober kenterte die HMS Cossack und sank.
29. Okt. 1941 Kalev 32 Das U-Boot kehrte von einer Patrouillenfahrt nicht mehr zurück. Es wurde nach dem 29. Oktober 1941 als verschollen bezeichnet.
31. Okt. 1941 Rose Schiaffino 41 Am Morgen des 31. Oktober 1941 wurde die Rose Schiaffino von einem Torpedo, den das von Unno von Fischel kommandierte U 374 abgeschossen hatte, getroffen. Außer dem Kapitän Thomas P. Evans starben noch weitere 36 Besatzungsmitglieder und vier Kanoniere.
31. Okt. 1941 USS Reuben James 115 Im Nordatlantik versenkte das deutsche U-Boot U 552 beim Angriff auf den Konvoi HX-156 den amerikanischen Zerstörer USS Reuben James (1.190 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank mit 115 Mann an Bord. 44 Seeleute überlebten. Die USS Reuben James war das erste amerikanische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkte wurde. Das Ereignis war zudem insofern bemerkenswert, als der Torpedoangriff und der Untergang vor dem eigentlichen Kriegsausbruch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten im Dezember 1941 stattfinden.
02. Nov. 1941 HMS Tetrarch 62 Vermutlich lief das U-Boot in der Straße von Sizilien auf eine Seemine. Es gab keine Überlebenden. HMS Tetrarch wurde am 2. November 1941 offiziell als vermisst erklärt.
04. Nov. 1941 Smetlivy 416 Während der Evakuierung von Hangö geriet der mit rund 300 Heeressoldaten beladene sowjetische Zerstörer Smetlivy (1.850 ts) beim Rückmarsch nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und erlitt zwei Treffer. Das Schiff sank innerhalb von vier Minuten und ging mit 416 Seeleuten und Soldaten unter. Nur etwa 80 Überlebende wurden später von anderen sowjetischen Schiffen, die allerdings wegen der Minen-Gefahr sich kaum nähern konnten, aufgenommen.
07. Nov. 1941 Armenija ≈ 5.000 Vor Jalta wurde das sowjetische Transport- und Lazarettschiff Armenija (4.727 BRT) von mehreren deutschen Heinkel He 111-Bombern angegriffen und durch mindestens einen oder zwei Lufttorpedotreffer versenkt. Das Schiff war unterwegs nach Gurzuf. Offiziell befanden sich etwa 4.000 Verletzte aus dem belagerten Sewastopol und weitere 800 Menschen aus Jalta an Bord. Die wirkliche Anzahl der Passagiere dürfte jedoch deutlich höher gewesen sein. Das Schiff sank mit mindestens 5.000 Personen an Bord. Lediglich acht Personen konnten sich retten.
09. Nov. 1941 Duisburg (Schiff, 1928) 0 Als Transporter in einem italienischen Konvoi am 9. November 1941 durch den britischen Zerstörer Lively der Force K im Mittelmeer versenkt.
13. Nov. 1941 Tscherwona Ukraina 21 Der in der Südbucht von Sewastopol liegende sowjetische Leichte Kreuzer Tscherwona Ukraina (7.480 ts) wurde bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von drei Bomben getroffen und schwer beschädigt. Das Schiff wurde von der Crew aufgegeben und sank langsam auf Grund. 21 Besatzungsangehörige fanden beim Luftangriff den Tod. 1947 wurde das Wrack gehoben.
14. Nov. 1941 HMS Ark Royal 1 Der britische Flugzeugträger HMS Ark Royal (22.000 ts) wurde am 13. November 1941 etwa 150 Seemeilen östlich von Gibraltar von dem deutschen U-Boot U 81 torpediert. Der Träger blieb zunächst schwimmfähig, sank aber am 14. November infolge von mangelhaft ausgeführten Lecksicherungsmaßnahmen. 1.487 Crew-Angehörige konnten gerettet werden, nur ein Seemann kam bei der Torpedoexplosion ums Leben.
14. Nov. 1941 Gordy 103 Der sowjetische Zerstörer Gordy (1.695 ts), eingesetzt bei der Räumung des sowjetischen Stützpunktes Hangö, geriet nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und sank nach zwei Minentreffern. 103 Seeleute gingen mit dem Schiff unter, 88 Mann überlebten und wurden von sowjetischen Minensuchbooten und U-Boot-Jägern gerettet.
16. Nov. 1941 U 433 6 Versenkung am 16. November 1941 durch die Marigold im Mittelmeer mittels Wasserbomben. Sechs Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, 38 wurden gerettet.
19. Nov. 1941 HMS Umpire 22 In der Nacht des 19. November passierte der Konvoi vor der Küste von Norfolk auf der Backbordseite ein anderes, in Richtung Süden laufendes Geleit. Wegen der Gefahr durch deutsche Schnellboote führte keines der Schiffe ein Positionslicht. In dieser Situation erlitt HMS Umpire einen Schaden an einer der Maschinen oder der Steuerung. Dadurch scherte das U-Boot in den Kurs des entgegenkommenden Konvois, wurde durch den zu dessen Eskorte gehörenden, bewaffneten Trawler Peter Hendriks am Steuerbordbug gerammt und sank nach weniger als einer Minute. Von den vier Mann (nach anderen Angaben: drei Mann) auf dem Kommandoturm überlebte nur der Kommandant, Leutnant Wingfield. Das Wrack kam in 18 m Tiefe mit einer Neigung von 30 Grad nach Steuerbord zu liegen. Vier Mann gelang es, ohne Tauchretter aus der Zentrale des U-Boots auszusteigen und die Wasseroberfläche zu erreichen, aber zwei von ihnen starben an einem Lungenriss, weil sie beim Aufstieg die Luft angehalten hatten. Weitere 20 Mann – 17 davon mit Tauchretter – überlebten den Untergang im Maschinenraum. Als erstes verließen von dieser Gruppe sechs Mann das Boot durch die vordere Luke, wobei drei Männer mit Tauchretter versuchten, drei Männer ohne Tauchretter an den Beinen nach oben zu ziehen. Nur einer erreichte jedoch die Wasseroberfläche, die anderen beiden verloren unterwegs den Halt und ertranken. Ein Seemann namens Killan tauchte daraufhin hinaus, um festzustellen, ob im Bereich der Luke gefährliche Hindernisse waren, kehrte in das Boot zurück und schickte die restlichen Männer einer nach dem anderen hinauf. Killan verließ das Wrack als letzter und erhielt nach seiner Rettung die British Empire Medal. Beim Untergang des Boots starben insgesamt 14 (nach anderen Quellen 22) Besatzungsmitglieder.
19. Nov. 1941 HMAS Sydney 645 Vor der Nordwestküste Australiens, etwa 130 Seemeilen westlich der Shark Bay, traf der australische Leichte Kreuzer HMAS Sydney (6.830 ts) auf den getarnten deutschen Hilfskreuzer Kormoran. Bei dem Versuch, das nicht identifizierte Schiff zu kontrollieren, nähert sich die HMAS Sydney zu stark an das deutsche Schiff an und wurde von einem überraschenden Feuerüberfall der Kormoran schwer getroffen. Der australische Kreuzer erhielt mindestens 40 15-cm-Treffer und einen Torpedotreffer im Vorschiff. Die HMAS Sydney geriet darauf in Brand, trieb in die hereinbrechende Nacht hinein und von dem deutschen Schiff weg. Vermutlich war der Leichte Kreuzer, außer Sicht der Deutschen, gegen 23 Uhr nach einer Munitionsexplosion gesunken (?). Mit dem Schiff ging die gesamte Crew von 645 Mann unter. Das Verschwinden des Schiffes blieb lange Jahre ein Mysterium. Erst 2008 wurde das Wrack von einer Expedition gefunden.
19. Nov. 1941 Kormoran 81 Vor der Nordwestküste Australiens, etwa 130 Seemeilen westlich der Shark Bay, sank der deutsche Hilfskreuzer Kormoran (8.736 BRT) nach einem erbitterten Gefecht mit dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney. Die Kormoran konnte den gegnerischen Kreuzer zwar letztlich versenken, erlitt aber selbst so schwere Schäden, dass sie in der Nacht aufgegeben werden musste und sank. Von der 397 Mann starken Crew des Hilfskreuzers fanden 81 den Tod. Die Überlebenden wurden später von alliierten Schiffen geborgen.
22. Nov. 1941 Atlantis 8 Am 22. November 1941 wurde das Schiff bei der Versorgung von U 126, nordwestlich der Insel Ascension, vom britischen Schweren Kreuzer Devonshire gestellt und so schwer beschädigt, dass Rogge die Selbstversenkung auf der Position anordnete. Eine Gegenwehr war nicht möglich, da der britische Kreuzer außerhalb der eigenen Waffenwirkung (14–15 km) blieb. Acht Besatzungsmitglieder starben und 305 überlebten den Beschuss. Die Besatzung wurde von U 126 aufgenommen, teils an Bord selbst und teils in geschleppten Rettungsbooten. Die Männer wurden nach zwei Tagen an den Versorger Python abgegeben.
24. Nov. 1941 HMS Dunedin 419 Im mittleren Atlantik, nordöstlich von Recife, versenkte das deutsche U-Boot U 124 den alleine fahrenden britischen Leichten Kreuzer HMS Dunedin (4.850 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff, auf der Suche nach deutschen Versorgungsschiffen, sank innerhalb von 17 Minuten. Bereits durch die Torpedierung starben etwa 200 Crew-Mitglieder. Rund 280 Seeleute blieben zunächst auf hoher See zurück, starben aber an den nachfolgenden Tagen an Entkräftung oder infolge von Hai-Angriffen. Erst am 27. November konnte der amerikanische Frachter Nishmaha 72 Schiffbrüchige bergen, von denen aber später noch einmal fünf infolge von Verletzungen oder Erschöpfung starben. Insgesamt fanden 419 britische Seeleute den Tod, 67 Crew-Angehörige der HMS Dunedin überlebten.
25. Nov. 1941 HMS Barham 862 Im östlichen Mittelmeer, nördlich von Sidi Barrani, versenkte das deutsche U-Boot U 331 aus einem britischen Flottenverband das Schlachtschiff HMS Barham (31.100 ts) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff kenterte und sank nach einer Munitionskammerexplosion. Mit der HMS Barham gingen 862 Seeleute unter, 449 Besatzungsangehörige konnten gerettet werden. Es war die einzige Versenkung eines britischen Schlachtschiffes auf hoher See durch ein U-Boot.
26./27. Nov. 1941 HMAS Parramatta 138 Die australische Sloop HMAS Parramatta (1.060 ts), eingesetzt zur Sicherung von Frachtern auf der Route von Alexandria nach Tobruk, wurde am 26. November gegen Mitternacht, etwa 25 Seemeilen nördlich von Bardia, von dem deutschen U-Boot U 559 mit drei Torpedos angegriffen. Einer der Torpedos traf mittschiffs und verursachte eine schwere Munitionsexplosion. Die Sloop kenterte und sank innerhalb weniger Minuten. 138 Seeleute gingen mit dem Schiff unter, nur 24 Überlebende wurden später von dem britischen Geleitzerstörer HMS Avon Vale gerettet.
28. Nov. 1941 U 95 35 Am 28. November um 00:50 Uhr wurde U 95 von einem Torpedo des niederländischen U-Boots O 21 im Mittelmeer südwestlich von Almería auf der Position ♁36° 24′ N, 3° 20′ W im Marine-Planquadrat CH 7435 getroffen und versenkt. 35 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, zwölf konnten gerettet werden (darunter Kapitänleutnant Schreiber).
29. Nov. 1941 U 206 46 Es wird angenommen, dass U 206 nicht weit entfernt von Saint Nazaire auf eine britische Seemine lief und sank. Es wird vermutet, dass das Boot beim Tauchen eine Mine des britischen Minenfeldes Beech traf, da an diesem Punkt seit August 1940 Minen gelegt wurden. Zunächst wurde die Versenkung von britischer Seite einem Armstrong Whitworth Whitley-Bomber zugeschrieben und auf den 30. November datiert. Dieser Irrtum wurde nach Kriegsende aufgeklärt. Die deutsche U-Bootführung vermutete hingegen unmittelbar einen Minentreffer und ordnete verstärkte Minenräumungen vor Saint Nazaire an. U 206 war ein Totalverlust mit 46 Toten. Die vermutete Position des Wrackes ist: 47° 05' N - 02° 40' W
01. Dez. 1941 Python 0 Das deutsche Versorgungsschiff wurde bei der Beölung der beiden U-Boote U 68 und U A von dem britischen Schweren Kreuzer Dorsetshire überrascht. Die beiden U-Boote tauchten sofort ab, und U A schoss fünf Torpedos auf die Dorsetshire, die aber ihr Ziel verfehlten. Nachdem der Kreuzer eine Salve vor den Bug der Python geschossen hatte, ging die Besatzung in die Boote und versenkte ihr Schiff mit Sprengladungen auf ♁27° 53′ 0″ S, 3° 55′ 0″ WKoordinaten: 27° 53′ 0″ S, 3° 55′ 0″ W | OSM | .
01. Dez. 1941 Meiningen (1915) 0 Sie wurde im Dezember 1941 als Si Kiang durch japanische Flugzeuge vor Manila bombardiert und brannte aus.
03. Dez. 1941 Iosif Stalin ≈ 1.750 Der sowjetische Truppentransporter Iosif Stalin (7.494 BRT), auf dem Weg von Hangö nach Leningrad und mit 5.589 Soldaten an Bord, geriet nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und erlitt drei Minentreffer. Zudem wurde das Schiff von finnischen Küstenbatterien beschossen und erhielt mindestens einen 30,5-cm-Artillerietreffer, welcher eine schwere Folgeexplosion an Bord (durch mitgeführte Munition?) auslöst. Der Transporter sank darauf im seichten Küstengewässer auf Grund, wobei die Aufbauten noch aus dem Wasser ragen. 1.830 Soldaten wurden von russischen Minensuchbooten abgeborgen, weitere etwa 2.000 Soldaten von später am Untergangsort eintreffenden deutschen Vorpostenbooten gerettet. Insgesamt kamen durch die Minen und den Beschuss sowie die Explosionen an Bord jedoch schätzungsweise 1.750 Soldaten ums Leben.
07. Dez. 1941 USS Arizona 1.177 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wurde das amerikanische Schlachtschiff USS Arizona (33.100 ts) von einer 800-Kilogramm-Bombe getroffen, die eine Munitionskammer zur Explosion brachte. Das Schiff brach auseinander und sank mit 1.177 Mann an Bord. Das Wrack ist heute mit einer Gedenkstätte überbaut.
07. Dez. 1941 USS Oklahoma 415 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wurde das amerikanische Schlachtschiff USS Oklahoma (27.500 ts) von fünf oder sechs Lufttorpedos getroffen und kenterte am Ankerplatz. Mit dem Schiff gingen 415 Offiziere und Mannschaften unter. Das Wrack wurde später wieder gehoben, sank aber auf dem Weg zum Abwracken.
07. Dez. 1941 USS Utah 64 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wurde das als Ausbildungsschiff eingesetzte amerikanische Schlachtschiff USS Utah (21.825 ts) von einem Lufttorpedo getroffen und kenterte am Ankerplatz. Sechs Offiziere und 58 Mannschaftsdienstgrade fanden beim Untergang den Tod. Etwa 480 Mann überlebten.
07. Dez. 1941 USS West Virginia 105 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wurde das amerikanische Schlachtschiff USS West Virginia (32.600 ts) von zwei Bomben und mindestens sechs Lufttorpedos getroffen. Das Schiff sank im flachen Hafengebiet auf Grund und wurde so vor einem Totalverlust bewahrt. 105 Crew-Angehörige kamen allerdings ums Leben. Die USS West Virginia wurde später wieder gehoben und im Juli 1944, nach umfangreichen Reparaturen und Umbauten, wieder in Dienst genommen.
07. Dez. 1941 U 208 45 Ursprünglich wurde angenommen, dass U 208 im Anschluss an den gelungenen Durchbruch am 11. Dezember von der britischen Korvette HMS Bluebell versenkt worden sei. Aktuelle Forschungen ergaben jedoch, dass U 208 bereits am 7. Dezember 1941 durch Wasserbombenangriffe der Zerstörer HMS Harvester und HMS Hesperus versenkte wurde. U 208 war ein Totalverlust mit 45 Toten.
09. Dez. 1941 Madrid 12 Am 9. Dezember 1941 wurde die Madrid bei einem britischen Luftangriff auf einen deutschen Geleitzug von acht Schiffen in der Nähe von Den Helder vor der Küste von Nordholland versenkt. Dabei starben 12 Menschen. Die Madrid hatte vier Bombentreffer erhalten und trieb auf die Küste zu. Sie lief bei der Keizersbult auf. Versuche, das brennende Schiff abzubringen, scheiterten und 1942 sank das ausgebrannte Schiff.
10. Dez. 1941 HMS Prince of Wales 327 Vor der Küste von Malaysia, nahe der Insel Tioman, versenkten japanische Mitsubishi G3M-Bomber das britische Schlachtschiff HMS Prince of Wales (38.000 ts). Das zur sogenannten Force Z gehörende Schiff wurde in mehreren Wellen attackiert und erhielt mindestens sechs Torpedo- und sieben oder acht (?) Bombentreffer. Mit dem Schlachtschiff gingen 327 Besatzungsangehörige unter, darunter auch der Kommandant, Captain John Leach. 1.612 Mann konnten von den Begleitzerstörern gerettet werden.
10. Dez. 1941 HMS Repulse 513 Vor der Küste von Malaysia, nahe der Insel Tioman, versenkten japanische Mitsubishi G3M-Bomber den britischen Schlachtkreuzer HMS Repulse (31.590 ts). Das Schiff, wie die HMS Prince of Wales Teil der Force Z, wurde während der Attacke von mindestens fünf Torpedos sowie ein oder zwei 800-Kilogramm-Bomben getroffen und kenterte. 513 Mann gingen mit dem Schiff unter, 796 Überlebende wurden von Begleitzerstörern geborgen.
11. Dez. 1941 Kisaragi 150 Während der Zerstörer Kisaragi sich von den Kampfhandlungen entfernte, wurde er von vier amerikanischen Grumman F4F angegriffen. Der Pilot Henry T. Elrod schaffte es, das Heck der Kisaragi mit 100-Pfund-Bomben zu treffen, wodurch die dort gelagerten Wasserbomben explodierten. Infolgedessen sank der Zerstörer etwa 48 km südwestlich von Wake bei ♁18° 55′ N, 166° 17′ OKoordinaten: 18° 55′ 0″ N, 166° 17′ 0″ O | OSM | . Die gesamte Besatzung von 150 Mann kam dabei ums Leben.
13. Dez. 1941 Alberto di Giussano und Alberico da Barbiano 817 Die beiden italienischen Leichten Kreuzer Alberto di Giussano und Alberico da Barbiano (je 5.069 ts), eingesetzt als schnelle Nachschubtransporter und mit rund 2.000 Tonnen Treibstoff für die Achsentruppen in Nordafrika an Bord, wurden in den Nachtstunden des 13. Dezember, etwa gegen 3.25 Uhr, vor Cap Bon von den britischen Zerstörern HMS Sikh, HMS Maori und HMS Legion sowie dem holländischen Zerstörer Hr. Ms. Isaac Sweers, die zuvor von der britischen Funkaufklärung (Ultra) über den Transport informiert worden waren, abgefangen und überraschend mit mehreren Torpedofächern angegriffen. Die Alberico da Barbiano wurde von drei Torpedos getroffen, explodierte sofort und sank mit 534 Seeleuten an Bord, darunter auch der italienische Geschwaderchef, Ammiraglio di Divisione Antonino Toscano. Die Alberto di Giussano wurde von zwei Torpedos getroffen, blieb aber zunächst noch schwimmfähig und sank nach etwa 25 Minuten. An Bord dieses Kreuzers starben weitere 283 Seeleute. Etwa 400 Überlebende von beiden Schiffen wurden später von dem italienischen Torpedoboot Cigno gerettet.
15. Dez. 1941 HMS Galatea 470 Etwa 35 Seemeilen westlich von Alexandria wurde der britische Leichte Kreuzer HMS Galatea (5.220 ts) von dem deutschen U-Boot U 557 torpediert und versenkt. Das mit hoher Fahrt laufende Schiff, auf dem Rückweg von einer Suche nach einem italienischen Konvoi, wurde von zwei Torpedos getroffen, kenterte und sank innerhalb von nur drei Minuten. 470 Crew-Angehörige gingen mit dem Schiff unter. Nur 144 Mann konnten von anderen britischen Schiffen gerettet werden.
15. Dez. 1941 U 127 51 Das Boot wurde am 15. Dezember 1941 im Atlantik westlich von Gibraltar durch den australischen Zerstörer HMAS Nestor auf der Position ♁36° 28′ N, 9° 12′ W im Marine-Planquadrat CG 8536 versenkt. Es war ein Totalverlust mit 51 Toten.
16. Dez. 1941 Shinonome 228 Es gelang dem niederländischen Flugboot X-32, Typ Dornier Do 24, das von Tarakan gestartet war, den Zerstörer vor Miri zu versenken. Dazu warf das Flugboot aus einer dichten Wolkendecke fünf 200-kg-Bomben ab, von denen zwei die Shinonome auf dem Achterdeck trafen und eine direkt neben dem Schiff explodierte. Sie brachten das darunterliegende Magazin um 6.50 Uhr Tokio-Zeit zur Explosion. Der Zerstörer sank sofort. Dabei kamen alle 228 Besatzungsmitglieder ums Leben.
16. Dez. 1941 U 557 43 Auf dem Wege zu seinem neuen Stützpunkt Salamis wurde U 557 am späten Abend des 16. Dezember 1941, westlich der Insel Kreta, von dem italienischen Torpedoboot Orione gerammt und versenkt. Der italienische Kommandant gab in seinem Bericht an, dass er keine Signale aus Richtung des U-Bootes bemerkt habe, die ihn davon hätten abhalten können, dieses vermeintlich feindliche Boot zu rammen. Seitens der Orione wurden keine Rettungsversuche unternommen, da man eine Verschlechterung der Witterungsbedingungen befürchtete. Bei diesem Vorfall kam die gesamte Besatzung von 43 Mann ums Leben.
17. Dez. 1941 Corregidor 1200 - + Als die Corregidor in das Minenfeld einfuhr, kam es zu einer großen Explosion an Steuerbord. Das Schiff begann schnell zu sinken, wobei zahlreiche Menschen unter Deck gefangen waren. Überlebende berichteten, der Untergang sei so schnell erfolgt, dass in der Kürze der Zeit keine weitreichende Panik ausbrechen konnte. Suchscheinwerfer von der Insel beleuchteten das Unglücksgebiet, was den Rettungsanstrengungen zugute kam. Seeleute der in Sisiman Cove stationierten Motor Torpedo Boat Squadron Three hörten die Explosion, liefen mit drei PT-Schnellbooten zur Lageerkundung aus und konnten insgesamt 282 (nach anderer Quelle 296) Überlebende retten, von denen allerdings sieben später an ihren Verletzungen starben.

Der Fall wurde, bedingt durch die japanische Invasion, nie untersucht. Später berichteten einige Armee-Offiziere, dass die ferngezündeten Minen unmittelbar nach der Explosion gesichert wurden. Die Gesamtzahl an Opfern war unbekannt, Schätzungen zufolge verloren zwischen 900 und 1200 Menschen ihr Leben. Unter den Toten befanden sich der Kapitän und der größte Teil der Besatzung, zwei der Abgeordneten und einer der amerikanischen Passagiere. Zum Zeitpunkt des Geschehens war die Versenkung der Corregidor der See-Unfall mit der größten Anzahl an Toten auf den Philippinen und gleichzeitig auch einer der größten auf der ganzen Welt. Nach anderer Darstellung wurde die Mine möglicherweise vom japanischen U-Boot I-124 gelegt.

17. Dez. 1941 U 131 0 Das Boot wurde am 17. Dezember 1941 im Atlantik nordöstlich der Insel Madeira von den britischen Zerstörern HMS Stanley, HMS Exmoor und HMS Blankney, der Korvette HMS Pentstemon sowie einem Flugzeug vom Typ Martlet des britischen Geleitträgers HMS Audacity mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen, anschließend von der Besatzung selbst versenkt. Die Position war ♁34° 12′ N, 13° 35′ W im Marine-Planquadrat DH 3349. Es gab keine Verluste, 55 Überlebende.
18. Dez. 1941 U 434 2 Bei der Verfolgung des Geleitzuges HG 76, wurde U 434 am 18. Dezember 1941 auf der Position ♁36° 15′ N, 15° 48′ W (nördlich von der Insel Madeira, Portugal) von den britischen Zerstörern HMS Blankney und HMS Stanley durch Wasserbomben aufgebracht und zerstört. Zwei deutsche Seeleute kamen dabei ums Leben. 42 Seeleute überlebten und gerieten in britische Gefangenschaft.
18. Dez. 1941 Belmonte 0 Das Hilfsschiff sank am 18. Dezember 1941 im Hafen von São Paulo nach der Kollision mit der Norma, über die keine Angaben vorliegen.
19. Dez. 1941 U 574 28 Das Boot griff am 19. Dezember die HMS Stanley an, einen ehemaligen US-amerikanischen Zerstörer, der inzwischen unter britischer Flagge fuhr. Kommandant Gengelbach versenkte das gegnerische Schiff, und wurde seinerseits unmittelbar von der Sloop HMS Stork mit Wasserbomben angegriffen. Dieser Angriff beschädigte U 574 schwer, der Druckkörper des Bootes wurde eingedrückt und in der Zentrale brach ein Feuer aus. Der Leitende Ingenieur von U 574 widersprach dem anschließenden Befehl des Kommandanten, auf Tiefe zu bleiben, und zwischen beiden entspann sich ein Streit, in welchem sich der LI durchsetzte. Als U 574 die Wasseroberfläche durchbrach, drehte die lediglich 200 m entfernt liegende Stork bei und lief auf das U-Boot zu, um es zu rammen. Kommandant Gengelbach ließ zwar ebenfalls beidrehen, konnte aber nicht verhindern, dass die Stork U 574 an der Steuerbordseite rammte. Es gab 28 Tote. Vier Offiziere und 16 Unteroffiziere und Mannschaften wurden von der Stork gerettet. Einige von Ihnen kamen später ums Leben, als die Stork mit einer anderen britischen Sloop, der HMSDeptford, kollidierte. Dietrich Gengelbach wurde nach seinem Tode zum Kapitänleutnant befördert.
19. Dez. 1941 HMS Kandahar 0 Beim Versuch, die nach einem Antriebsausfall treibende Neptune zu unterstützen, lief die Kandahar ebenfalls auf eine Mine. Während Neptune treibend noch drei weitere Minen auslöste und sank, konnte der zur Unterstützung entsandte Zerstörer Jaguar so nah an den getroffenen Zerstörer kamen, dass er 174 Überlebende der Kandahar, die über Bord gesprungen waren, aus dem Wasser bergen konnte. Die Jaguar versenkte dann die Kandahar mit einem Torpedo.
19. Dez. 1941 HMS Neptune 766 Vor der libyschen Küste, etwa 20 Seemeilen nordöstlich von Tripolis, lief der britische Leichte Kreuzer HMS Neptune (7.175 ts), während der Verfolgung eines italienischen Konvois, inmitten eines starken Sturms und mit hoher Fahrt in das bereits sechs Monate zuvor angelegte italienische Minenfeld T. Der Kreuzer erlitt insgesamt vier Minentreffer und sank in nur fünf Minuten. 766 Crew-Angehörige, darunter auch der Kommandant, Captain Rory C. O’Connor, gingen mit der HMS Neptune unter. Wegen der Minengefahr und wegen des Sturms konnten andere britische Schiffe nicht zu Hilfe kamen. Nur ein einziger Überlebender wurde am 24. Dezember von einem italienischen Kriegsschiff gerettet. Es war dies der opferreichste Untergang eines britischen Kreuzers während des Zweiten Weltkrieges. Zugleich war die HMS Neptune auch das größte alliierte Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg durch Minentreffer in Verlust geriet.
21. Dez. 1941 HMS Audacity 73 Während der Geleitzugschlacht um den Konvoi HG-76 versenkte das deutsche U-Boot U 751 den britischen Geleitflugzeugträger HMS Audacity (11.000 ts). Das Schiff wurde rund 500 Seemeilen westlich von Kap Finisterre von drei Torpedos getroffen und sank nach einer schweren Folgeexplosion des Flugzeugtreibstoffs. Mit dem Schiff gingen 73 Seeleute und acht Flugzeuge unter. Die HMS Audacity war der erste britische Geleitträger, der im Zweiten Weltkrieg in Dienst genommen wurde. Zugleich war es auch der erste Verlust eines solchen Schiffes, den die Royal Navy zu beklagen hatte.
23. Dez. 1941 U 79 0 U 79 wurde am 23. Dezember 1941 im Mittelmeer vor Tobruk durch Wasserbomben der britischen Zerstörer HMS Hasty und HMS Hotspur auf der Position ♁32° 15′ N, 25° 19′ O im Marine-Planquadrat CO 6794 zum Auftauchen gezwungen und von der Besatzung selbstversenkt. Alle 44 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
23./24. Dez. 1941 Shuntien und HMS Salvia ≈ 700 Vor der libyschen Küste, nordöstlich von Tobruk, versenkte das deutsche U-Boot U 559 in den Abendstunden des 23. Dezember, etwa gegen 19.00 Uhr, den britischen Frachter Shuntien (3.059 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, Teil des von Tobruk nach Alexandria laufenden Konvois TA-5, hatte 88 Crew-Angehörige und Soldaten sowie etwa 850 deutsche und italienische Kriegsgefangene an Bord. Bereits bei der Torpedierung starben schätzungsweise 300 Menschen. Rund 640 Überlebende wurden von britischen Geleitfahrzeugen geborgen. Eines dieser Eskortschiffe, die Korvette HMS Salvia (925 ts), wurde allerdings nur etwa sechs Stunden später, in den frühen Morgenstunden des 24. Dezember, von dem deutschen U-Boot U 568 torpediert und ebenfalls versenkt. Dabei kamen alle 106 Crew-Mitglieder der Korvette und 290 zuvor gerettete Schiffbrüchige von der Shuntien ums Leben. Insgesamt starben beim Untergang der beiden Schiffe somit rund 700 Menschen, darunter (geschätzt) etwa 550 Kriegsgefangene der Achsenmächte.
24. Dez. 1941 Sagiri 120 Am 24. Dezember 1941 wurde der Zerstörer etwa 35 Seemeilen vor der Stadt Kuching von einem Torpedo getroffen, der vom niederländischen U-Boot K-XVI abgefeuert worden war. Der Treffer brachte die eigenen Torpedos der Sagiri zur Detonation, welche dadurch zerstört wurde und auf der Stelle sank. 121 Besatzungsmitglieder wurden getötet, 120 konnten gerettet werden.
25. Dez. 1941 USS Sealion 5 Die Sealion wurde am 10. Dezember 1941 durch einen japanischen Luftangriff im Cavite Navy Dock in der Bucht von Manila auf den Philippinen schwer beschädigt. Dabei gab es fünf Tote. Da die vorrückenden Japaner kurz davor standen, den Hafen einzunehmen, gab es keine Zeit für Reparaturen. Alle brauchbaren Teile wurden ausgebaut und das U-Boot wurde im Hafen mit offenen Luken versenkt.
28. Dez. 1941 U 75 14 Am 28. Dezember 1941 wurde U 75 im Mittelmeer bei Marsa Matruh durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Kipling auf der Position ♁31° 50′ N, 26° 40′ O im Marine-Planquadrat CO 9238 versenkt. 14 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, 30 konnten gerettet werden.

1942Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
12. Jan. 1942 Cyclops 87 In den frühen Morgenstunden des 12. Januar 1942 torpedierte das deutsche U-Boot U 123 vor der Küste von Nova Scotia, etwa 125 Seemeilen südöstlich von Cape Sable Island, den britischen Frachter Cyclops (9.076 BRT). Das Schiff sank nach zwei Torpedotreffern und riss 87 Menschen mit in die Tiefe. 95 Überlebende wurden später von einem kanadischen Minensuchboot gerettet. Die Cyclops war der erste alliierte Frachter, der im Rahmen der deutschen U-Boot-Offensive gegen den Schiffsverkehr vor der nordamerikanischen Küste (Unternehmen Paukenschlag) versenkt wurde.
17. Jan. 1942 HMS Matabele 198 Im Nordmeer, nahe der Halbinsel Kola, versenkte das deutsche U-Boot U 454 den zum alliierten Nordmeergeleitzug PQ-8 gehörenden britischen Zerstörer HMS Matabele (1.854 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo traf das Wasserbombenlager und verursachte eine verheerende Folgeexplosion. Der Zerstörer zerbrach in zwei Teile und sank mit 198 Mann an Bord, nur zwei Überlebende wurden später gerettet.
18. Jan. 1942 HMS Rosemonde 25 Im Bereich der Azoren verschwand aus ungeklärten Gründen der britische U-Boot-Jäger HMS Rosemonde (364 ts) mit seiner gesamten Besatzung von 25 Mann. Der bewaffnete Trawler hätte nach zwei im Sturm von einem Konvoi abgedrifteten Frachtern suchen sollen, kehrte aber von dieser Mission nie zurück. Eventuell wurde das Schiff in der Nacht des 18./19. Januar von dem deutschen U-Boot U 581 versenkt (?).
19. Jan. 1942 Van Imhoff 466 Westlich von Sumatra versenkte ein japanisches Flugzeug den niederländischen Frachter Van Imhoff (2.980 BRT). Die niederländische Besatzung von 110 Mann ging in die Rettungsboote, 478 deutsche Zivilinternierte indessen wurden an Bord ihrem Schicksal überlassen. Der nahestehende holländische Frachter Boelongan brach einen Rettungsversuch ab, als dessen Kommandant erfuhr, dass es sich bei den im Wasser schwimmenden Menschen um deutsche Internierte handelte. Insgesamt überlebten nur zwölf Deutsche den Untergang, 466 ertranken oder starben auf dem Meer an Entkräftung. Nach Kriegsende wurde bekannt, dass niederländische Marinedienststellen auf Sumatra die Kapitäne von Evakuierungsschiffen angewiesen hatten, deutsche Schiffbrüchige in diesen Gewässern nicht zu retten. Dieses Kriegsverbrechen wurde bis heute nicht aufgearbeitet.
19. Jan. 1942 RMS Lady Hawkins 251 Etwa 150 Seemeilen östlich von Cape Hatteras an der Küste des US-Bundesstaats North Carolina versenkte das deutsche U-Boot U 66 den unbewaffneten kanadischen Passagierdampfer RMS Lady Hawkins (7.988 BRT) mit zwei Torpedos. 251 Menschen starben. Nur 71 Überlebende wurden fünf Tage später gerettet.
24. Jan. 1942 USS S-26 43 Im Golf von Panama sichtete der amerikanische U-Boot-Jäger USS PC-460 in der Abenddämmerung das amerikanische U-Boot USS S-26, identifizierte es irrtümlich als deutsches U-Boot und rammte es mit hoher Fahrt. Das U-Boot sank fast sofort und riss 43 Mann mit in die Tiefe. Nur drei Überlebende wurden gerettet, die den tragischen Irrtum später aufklären konnten.
24. Jan. 1942 Victoria 249 Im Golf von Syrte (Nordküste Libyens) wurde das zum Truppentransporter umgerüstete ehemalige italienische Passagierschiff Victoria (13.098 BRT) während eines britischen Luftangriffs von mindestens zwei Lufttorpedos getroffen und versenkt. 249 Männer kamen ums Leben.
25. Jan. 1942 Bruno Heinemann 93 Der deutsche Zerstörer Bruno Heinemann (2.171 ts), auf einem Überführungsmarsch von Vlissingen nach Brest, geriet vor Calais auf eine neu ausgelegte britische Minensperre und zerbrach nach zwei Minentreffern. Mit dem Schiff gingen 93 Crew-Angehörige unter. 222 Mann wurden von anderen deutschen Zerstörern gerettet.
27. Jan. 1942 I 73 84 Im Zentralpazifik, etwa 240 Seemeilen westlich von Midway, versenkte das amerikanische U-Boot USS Gudgeon das unter Maschinenproblemen leidende und an der Oberfläche in Richtung Japan laufende japanische U-Boot I 73 (1.400 ts) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem Boot ging die gesamte Crew von 84 Mann unter. Es war dies die erste Versenkung eines feindlichen Kriegsschiffes durch ein amerikanisches U-Boot im Zweiten Weltkrieg und in der Seekriegsgeschichte überhaupt.
30./31. Jan. 1942 HMS Culver 126 Im Nordatlantik, etwa 560 Seemeilen südwestlich von Irland, torpedierte das deutsche U-Boot U 105 während eines Nachtangriffs auf den Konvois SL-98 die britische Huff-Duff-Sloop HMS Culver (1.546 ts). Das Schiff wurde von zwei Torpedos getroffen und explodierte. Die gesamte Besatzung von 126 Mann, darunter der Kommandant, Lieutenant Commander Randal T. Gordon-Duff, ging mit dem Schiff unter.
31. Jan. 1942 HMS Belmont 138 Der britische Zerstörer HMS Belmont (1.190 ts), Teil der Sicherung des Konvois NA-2, wurde vor der Küste von Nova Scotia, südöstlich von Cape Sable Island, von dem deutschen U-Boot U 82 torpediert und versenkt. Von der 138 Mann umfassenden Crew konnte niemand gerettet werden.
11. Feb. 1942 USS Shark 59 In der Molukkensee, etwa 140 Seemeilen östlich von Manado, wurde das amerikanische U-Boot USS Shark (1.316 ts) von dem japanischen Zerstörer Yamakaze an der Oberfläche überrascht und durch Geschützfeuer versenkt. Mit dem Boot ging die gesamte Crew von 59 Mann unter. Es war dies der erste durch Feindeinwirkung verursachte amerikanische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
13. Feb. 1942 HMS Giang Bee ≈ 250 Das mit rund 300 Flüchtlingen aus Singapur beladene und mit 30 Besatzungsangehörigen bemannte britische Patrouillenschiff HMS Giang Bee (1.646 BRT), ein bewaffneter Küstendampfer, wurde etwa 160 Seemeilen südlich von Singapur, nahe Berhala Island, von japanischen Bombern attackiert und versenkt. Von den rund 330 Menschen an Bord konnten nur etwa 80 gerettet werden. Schätzungsweise 250 Menschen fanden den Tod.
17./18. Februar 1942 Surcouf 130 In der Nacht des 17./18. Februar 1942 wurde im Golf von Mexiko das aufgetaucht fahrende französische U-Boot Surcouf, mit über 4.300 ts Wasserverdrängung der größte U-Kreuzer der Welt, versehentlich von dem amerikanischen Frachter Thomson Lykes gerammt. Das zur freifranzösischen Marine (FNFL) gehörende U-Boot sank schnell und riss die gesamte Besatzung von 130 Mann mit in die Tiefe. In der Dunkelheit konnte niemand gerettet werden.
24. Feb. 1942 Struma 768 Der unter der Flagge Panamas fahrende kleine bulgarische Dampfer Struma (469 BRT), mit dem sich 763 jüdische Flüchtlinge vor der nationalsozialistischen Judenverfolgung retten wollten, wurde im Schwarzen Meer in der Nähe des Bosporus durch das sowjetische U-Boot ShCh-213 versenkt. Die Besatzung hielt das Schiff offenbar für ein Fahrzeug der Achsenmächte. Insgesamt starben 762 Flüchtlinge und sechs Crew-Angehörige. Es gab nur vier Überlebende (ein Flüchtling und drei Crew-Mitglieder). Die aus Constanța ausgelaufene Struma war zuvor von türkischen Behörden zur Rückkehr in das Schwarze Meer gezwungen worden. Man hatte weder eine Weiterreise noch eine Landung der Flüchtlinge gestattet.
26./27. Feb. 1942 Gneisenau 112 Während eines nächtlichen Angriffs von 178 britischen Bombern auf den Hafen von Kiel wurde das dort im Dock liegende deutsche Schlachtschiff Gneisenau (32.100 ts) von einer 454-Kilogramm-Bombe ins Vorschiff getroffen. Der Treffer verursachte einen schweren Kartuschenbrand, was zu einer völligen Zerstörung des Vorschiffes führte. 112 Mann der Crew kamen dabei ums Leben. Das Schiff ging zwar nicht verloren, war aber so schwer beschädigt, dass es im Juli 1942, nach einem nicht mehr realisierten Umbauplan, außer Dienst gestellt und im März 1945 schließlich in Gotenhafen von der eigenen Mannschaft versenkt wurde.
27. Feb. 1942 USS Langley 16 Vor Tjilatjap (Java) versenkten japanische G4M-Bomber den als Flugzeugtransporter genutzten alten amerikanischen Flugzeugträger USS Langley (13.990 ts). Mit dem Schiff gingen 16 Crew-Mitglieder und 32 transportierte Flugzeuge unter. Die USS Langley war der erste Flugzeugträger der Vereinigten Staaten.
27. Feb. 1942 R. P. Resor 49 Vor der Küste von New Jersey torpedierte das deutsche U-Boot U 578 in den Morgenstunden des 27. Februar 1942 den von Baytown (Texas) nach Fall River (Massachusetts) laufenden amerikanischen Tanker R. P. Resor (7.541 BRT). Das mit über 100.000 Barrel Öl beladene Schiff geriet sofort in Brand. In den Flammen kamen 49 Seeleute um, nur zwei Überlebende wurden später von einem Küstenwachschiff gerettet.
28. Feb. 1942 Hr. Ms. De Ruyter 344 Während der Schlacht in der Javasee versenkte der japanische Schwere Kreuzer Haguro durch zwei Torpedotreffer den holländischen Leichten Kreuzer Hr. Ms. De Ruyter (6.440 ts). Mit dem Schiff gingen Konteradmiral Karel Doorman und 343 Seeleute unter.
28. Feb. 1942 Java 512 Während der Schlacht in der Javasee versenkte der japanische Schwere Kreuzer Nachi den holländischen Leichten Kreuzer Java (6.670 ts) durch einen oder zwei Torpedotreffer (?). Eine nachfolgende Explosion der Munition brachte das Schiff innerhalb weniger Minuten zum Sinken. Mit dem Kreuzer gingen der Kommandant, Kapitän Ph. van Straelen, und 511 Crew-Angehörige unter.
01. Mär. 1942 HMS Exeter 54 In der Javasee, nahe der Insel Bawean, versenkte eine überlegene japanische Kampfgruppe, darunter drei Kreuzer und zwei Zerstörer, den sich nach der Schlacht in der Javasee, in welcher das britische Schiff bereits Schäden im Maschinenraum hatte hinnehmen müssen, zurückziehenden britischen Schweren Kreuzer HMS Exeter (8.520 ts). Das Schiff kenterte nach zahlreichen 20,3-cm-Artillerie- und mindestens zwei Torpedotreffern. 54 Mann gingen mit dem Schiff unter, 651 Überlebende wurden später von den Japanern gerettet.
01. Mär. 1942 HMAS Perth 357 In der Schlacht in der Sundastraße versenkte eine überlegene japanische Kampfgruppe, bestehend aus drei Kreuzern und neun Zerstörern, den australischen Leichten Kreuzer HMAS Perth (6.830 ts) durch vier Torpedotreffer und zahlreiche Artillerietreffer. Die Crew hatte 357 Tote zu beklagen, darunter auch den Kommandanten, Captain H. Waller. Rund 330 Mann wurden gerettet.
01. Mär. 1942 USS Houston 693 In der Schlacht in der Sundastraße versenkte eine überlegene japanische Kampfgruppe, bestehend aus drei Kreuzern und neun Zerstörern, den amerikanischen Schweren Kreuzer USS Houston (9.050 ts) durch zahlreiche Artillerie- und mindestens vier Torpedotreffer. 693 Besatzungsangehörige, darunter auch der Kommandant, Captain A. H. Rooks, fanden den Tod. Nur etwa 370 Mann konnten gerettet werden.
11. Mär. 1942 HMS Naiad 82 Nordwestlich von Marsa Matruh wurde der britische Flugabwehrkreuzer HMS Naiad (5.650 ts), der zuvor zu einem erfolglosen Vorstoß mit zwei weiteren Kreuzern in Richtung Tripolis ausgelaufen war und sich auf dem Rückmarsch nach Alexandria befand, von dem deutschen U-Boot U 565 torpediert. Das Schiff kenterte und sank innerhalb von 35 Minuten. Mit der HMS Naiad gingen 82 Crew-Angehörige unter, 582 Mann wurden gerettet.
29. Mär. 1942 City of New York 24 Östlich von Kap Hatteras an der amerikanischen Ostküste versenkte das deutsche U-Boot U 160 das amerikanische Motorschiff City of New York (7.282 ts), das mit 41 Passagieren und 6612 Tonnen Fracht auf dem Weg von Kapstadt nach New York war. Das Schiff sank 20 Minuten nach dem zweiten Torpedotreffer. 16 Besatzungsmitglieder, ein Kanonier und sieben Passagiere, darunter zwei Frauen, kamen um. Drei Rettungsboote wurden 36 Stunden nach der Versenkung geborgen, aber das vierte wurde erst am 11. April von einem amerikanischen Flugzeug entdeckt.
01. Apr. 1942 Giovanni delle Bande Nere 287 Der von Messina nach La Spezia laufende italienische Leichte Kreuzer Giovanni delle Bande Nere (5.069 ts) wurde etwa elf Seemeilen vor dem Stromboli von dem britischen U-Boot Urge gesichtet und mit zwei Torpedoschüssen versenkt. Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank mit 287 Crew-Angehörigen an Bord. Etwa 300 Mann wurden von zwei Begleitschiffen gerettet.
05. Apr. 1942 Dorsetshire 234 Während des japanischen Vorstoßes in Richtung Ceylon versenkten etwa 50 Aichi D3A-Sturzkampfbomber der japanischen Flugzeugträger Akagi, Sōryū und Hiryū südöstlich von Ceylon den britischen Schweren Kreuzer Dorsetshire (9.975 ts). Das Schiff wurde von mindestens zehn 250-Kilogramm-Bomben getroffen und sank in nur acht Minuten. Mit dem Kreuzer gingen 234 Seeleute unter. Etwa 540 Mann konnten von britischen Schiffen gerettet werden.
05. Apr. 1942 HMS Cornwall 198 Während des japanischen Vorstoßes in Richtung Ceylon wurde der britische Schwere Kreuzer HMS Cornwall (10.900 ts) südöstlich von Ceylon, im Verband mit der HMS Dorsetshire fahrend, von den gleichen japanischen Trägerstreitkräften angegriffen, die auch die HMS Dorsetshire zuvor zum Sinken gebracht hatten. Der Kreuzer wurde dabei von neun 250-Kilogramm-Bomben direkt getroffen und zudem durch sechs Nahtreffer schwer beschädigt. Etwa 30 Minuten nach Beginn der Attacke kenterte das Schiff und sank. 198 Mann fanden dabei den Tod, rund 580 Crew-Angehörige wurden später von britischen Schiffen gerettet.
09. Apr. 1942 Hermes 306 Vor der Küste Ceylons, nahe Batticaloa, versenkten etwa 80 Flugzeuge der japanischen Flugzeugträger Akagi, Sōryū und Hiryū den britischen Flugzeugträger Hermes (10.850 ts). Das Schiff, das zum Zeitpunkt der Attacke selbst keine einsetzbaren Flugzeuge an Bord hatte, wurde von schätzungsweise 40 Bomben getroffen und sank innerhalb von nur zehn Minuten. Mit dem Träger gingen der Kommandant, Captain Richard F. J. Onslow, und 305 Crew-Angehörige unter. Etwa 590 Mann überlebten.
02. Mai 1942 HMS Edinburgh 78 In der Barentssee wurde der zur Sicherung des Nordmeer-Konvois QP-11 gehörende britische Leichte Kreuzer HMS Edinburgh (10.550 ts), der bereits am 30. April von dem deutschen U-Boot U 456 zweimal torpediert und stark beschädigt worden war, bei einem Angriff deutscher Zerstörer von dem Zerstörer Z 24 nochmals mit einem Torpedo getroffen und musste schließlich aufgegeben werden. Nach der Bergung der Crew versenkte der britische Zerstörer HMS Foresight das Wrack. Die Besatzung hatte insgesamt 78 Tote zu beklagen. 790 Mann konnten gerettet werden.
05. Mai 1942 RMS Lady Drake 12 Nördlich von Bermuda wurde das allein fahrende kanadische Passagierschiff RMS Lady Drake (7.985 ts) von dem deutschen U-Boot U 106 mit zwei Torpedos beschossen, von denen einer traf. Das Schiff sank in 25 Minuten. 6 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder starben. Die 256 Überlebenden wurden drei Tage später von einem amerikanischen Minenräumer gerettet.
07. Mai 1942 USS Sims und USS Neosho 297 Der amerikanische Flottentanker USS Neosho (11.335 BRT) und der diesen eskortierende Zerstörer USS Sims (1.764 ts) wurden während der Schlacht im Korallenmeer von Flugzeugen der japanischen Flugzeugträger Shōkaku und Zuikaku angegriffen. Der Zerstörer wurde von drei 250-Kilogramm-Bomben getroffen und sank innerhalb weniger Minuten. Die USS Neosho wurde in Brand bombardiert, blieb aber zunächst noch schwimmfähig. Mit der USS Sims gingen 176 Besatzungsmitglieder unter, nur 14 Mann überlebten und retteten sich später an Bord des Tankers. Das ausgebrannte und treibende Wrack der USS Neosho, dessen Besatzung selbst 121 Tote zu beklagen hatte, wurde am 11. Mai von dem amerikanischen Zerstörer USS Henley gefunden, welcher insgesamt noch 123 Überlebende der beiden Schiffe abbergen konnte und der das Wrack schließlich versenkte.
07. Mai 1942 Shōhō 631 Während der Schlacht im Korallenmeer wurde der japanische Flugzeugträger Shōhō (11.262 ts) von rund 90 Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Lexington und USS Yorktown angegriffen. Das Schiff erhielt mindestens sieben Lufttorpedo- und 13 Bombentreffer und sank innerhalb von rund 23 Minuten. Von der Besatzung konnten nur 132 Mann, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Ishinosuke Izawa, durch den Zerstörer Sazanami gerettet werden. 631 Crew-Angehörige gingen mit der Shōhō unter.
08. Mai 1942 USS Lexington 231 Während der Schlacht im Korallenmeer wurde der amerikanische Flugzeugträger USS Lexington (38.746 ts) von Flugzeugen der japanischen Träger Shōkaku und Zuikaku attackiert und von insgesamt zwei Lufttorpedos und drei 250-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff geriet in Brand und musste etwa sechs Stunden nach dem Angriff aufgegeben werden. Das verlassene Wrack wurde in den Abendstunden des 8. Mai schließlich von einem US-Zerstörer mit zwei Torpedoschüssen versenkt. 231 Crew-Angehörige kamen durch die japanischen Angriffe und das Feuer ums Leben, etwa 2.600 Mann wurden gerettet.
14. Mai 1942 Felix Dscherschinski 288 Während einer Versorgungsfahrt nach der belagerten Festung Sewastopol lief der mit rund 170 Soldaten beladene sowjetische Zerstörer Felix Dscherschinski (1.308 ts) vor dem Hafen von Sewastopol auf eine aus der Luft gelegte deutsche Grundmine, brach auseinander und sank. Mit dem Schiff gingen 288 Crew-Mitglieder und Soldaten unter, nur rund 30 Überlebende wurden später von anderen sowjetischen Schiffen gerettet.
15. Mai 1942 HMS Trinidad 63 Im Nordmeer, etwa 100 Seemeilen nordwestlich des Nordkaps, versenkten deutsche Junkers Ju 88-Bomber durch einen Volltreffer mit einer 500-Kilogramm-Bombe den britischen Leichten Kreuzer HMS Trinidad (8.660 ts). Das Schiff, auf dem Weg von Murmansk nach Großbritannien, war bereits am 29. März 1942 durch einen eigenen Torpedo (Kreisläufer) beschädigt worden und hatte fast sechs Wochen in Murmansk zur Notreparatur gelegen. Der Bombeneinschlag verursachte starke Brände und beschädigte die notdürftigen Leckabdichtungen, worauf das Schiff aufgegeben werden musste. Das treibende Wrack wurde schließlich von britischen Zerstörern versenkt. Insgesamt kamen 63 Seeleute ums Leben.
21. Mai 1942 Faja de Oro 10 Vor Key West versenkte das deutsche U-Boot U 106 den von Marcus Hook (Pennsylvania) nach Tampico laufenden mexikanischen Tanker Faja de Oro (6.067 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Zehn von 37 Besatzungsangehörigen kamen dabei ums Leben. Diese Versenkung (sowie die Versenkung des mexikanischen Tankers Potrero del Llano am 13. Mai 1942 durch U 564) führte schließlich zur Kriegserklärung Mexikos an das Deutsche Reich am 1. Juni 1942.
04. Juni 1942 Sōryū 713 Während der Schlacht um Midway wurde der japanische Flugzeugträger Sōryū (15.900 ts) von Douglas SBD Dauntless-Sturzkampfbombern des amerikanischen Flugzeugträgers Yorktown überraschend attackiert und von drei oder vier 454-Kilogramm-Bomben getroffen. Die Bomben schlugen direkt vor dem vordersten der drei Aufzüge ein. Die auf dem Flugdeck stehenden vollgetankten und bewaffneten Flugzeuge verwandelten das Flugdeck in ein Flammenmeer. Etwa 30 Minuten nach dem Angriff wurde der Befehl gegeben, dass Schiff aufzugeben. Das verlassene Wrack wurde in den Abendstunden des 4. Juni, etwa gegen 19.20 Uhr, vom Zerstörer Isokaze mit drei Torpedoschüssen versenkt. Insgesamt starben an Bord des Trägers 713 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Yanagimoto Ryusaku.
04. Juni 1942 Kaga 814 Während der Schlacht um Midway wurde der japanische Flugzeugträger Kaga (38.200 ts) von Sturzkampfbombern des amerikanischen Trägers Enterprise überraschend angegriffen und erhielt mindestens fünf Bombentreffer. Da Flugzeuge für einen Angriff vollgetankt und bewaffnet im Hangar bereitstanden, kam es zu unkontrollierbaren Feuern und Explosionen. Das Schiff musste nach knapp zwei Stunden aufgegeben werden und sank in den Abendstunden, etwa gegen 19.25 Uhr, nachdem der Zerstörer Hagikaze zwei Torpedos in das brennende Wrack hineingeschossen hatte. An Bord der Kaga starben insgesamt 814 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Okada Jisaku.
05. Juni 1942 Akagi 263 Während der Schlacht um Midway wurde der japanische Flugzeugträger Akagi (36.500 ts) am 4. Juni 1942 von Sturzkampfbombern des amerikanischen Trägers Enterprise attackiert und erhielt mindestens zwei direkte 454-Kilogramm-Bombentreffer und einen Nahtreffer, der das Ruder blockierte. Es entstanden unkontrollierbare Brände. Das Schiff konnte trotz Bemühungen nicht gerettet werden und musste nach rund fünf Stunden aufgegeben werden. In den frühen Morgenstunden des 5. Juni versenkten vier japanische Zerstörer das verlassene und brennende Schiff mit insgesamt vier Torpedoschüssen. An Bord fanden 263 Besatzungsangehörige den Tod, etwa 1.800 Mann wurden gerettet.
05. Juni 1942 Hiryū 383 Während der Schlacht um Midway wurde der japanische Flugzeugträger Hiryū (17.300 ts) gegen 17.00 Uhr am 4. Juni von amerikanischen Sturzkampfbombern der USS Enterprise mit mindestens vier 454-Kilogramm-Bomben schwer getroffen. Das Schiff geriet in Brand und wurde, da die Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden können, durch den japanischen Zerstörer Makigumo mit vier Torpedoschüssen in den Morgenstunden des 5. Juni versenkt. Mit dem Schiff gingen 383 Crew-Angehörige unter, darunter auch der Befehlshaber der japanischen 2. Trägerdivision, Konteradmiral Tamon Yamaguchi, und der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaku Tomeo. Etwa 700 Besatzungsangehörige überlebten und wurden von Zerstörern gerettet.
06. Juni 1942 USS Hammann 80 Etwa 120 Seemeilen westlich von Midway torpedierte und versenkte das japanische U-Boot I-168 den amerikanischen Zerstörer USS Hammann (1.764 ts). Das Schiff lag zum Zeitpunkt des Angriffs längsseits des beschädigten Flugzeugträgers USS Yorktown (der von dem U-Boot ebenfalls torpedierte wurde), um diesen mit Frischluft und Strom zu versorgen. Der Zerstörer brach nach dem Torpedotreffer auseinander und sank mit 80 Mann an Bord. Etwa 170 Seeleute überlebten.
07. Juni 1942 USS Yorktown 91 Der amerikanische Flugzeugträger USS Yorktown (19.800 ts), der bereits am 4. Juni während der Schlacht um Midway von japanischen Trägerflugzeugen durch zwei Lufttorpedo- und drei Bombentreffer stark beschädigt und von der Besatzung weitgehend verlassen worden war, wurde am Nachmittag des 6. Juni, etwa 120 Seemeilen westlich von Midway, vom japanischen U-Boot I-168, während sich das Schiff im Schlepp befand, zwei weitere Male torpediert und musste schließlich aufgegeben werden. Die USS Yorktown sank in den frühen Morgenstunden des 7. Juni. Insgesamt fanden an Bord des Trägers 91 Seeleute den Tod.
15. Juni 1942 Trento 549 Der italienische Schwere Kreuzer Trento (10.511 ts), der nur wenige Stunden zuvor bei einem Angriffsversuch auf den britischen Malta-Konvoi MW-11 (Operation Vigorous) durch den Lufttorpedo eines Bristol Beaufort-Torpedobombers erheblich beschädigt worden war und sich im Schlepp eines Zerstörers befand, wurde in den Mittagsstunden nordöstlich von Malta von dem britischen U-Boot HMS Umbra gesichtet und zwei weitere Mal torpediert. Das Schiff brach daraufhin auseinander und sank. Mit der Trento gingen 549 Seeleute unter, 609 Mann wurden von dem sichernden Zerstörer gerettet.
16. Juni 1942 HMS Hermione 87 im östlichen Mittelmeer, nördlich von Sollum, versenkte das deutsche U-Boot U 205 aus einem Kreuzerverband den britischen Flugabwehrkreuzer HMS Hermione (5.650 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo zerstörte die Maschinenräume, was den Zusammenbruch der Bordstromversorgung und einen Pumpenausfall nach sich zog. Das Schiff sank innerhalb von 21 Minuten und ging mit 87 Besatzungsangehörigen unter. Rund 440 Mann wurden gerettet.
16. Juni 1942 Cherokee 86 Nordöstlich von Cape Cod versenkte das deutsche U-Boot U 87 den amerikanischen Passagierdampfer Cherokee (5.896 ts) durch zwei Torpedotreffer an der Backbordseite. Das in einem Geleitzug fahrende Schiff sank innerhalb von sechs Minuten. 65 Besatzungsmitglieder, ein Angehöriger der Geschützmannschaft und 20 Passagiere (US Army) starben. 83 Menschen wurden von einem Handelsdampfer und einem Schiff der Küstenwache gerettet.
21. Juni 1942 HMS P514 42 Vor der Küste von Neufundland wurde das britische U-Boot HMS P514 (569 ts) von dem kanadischen Minensuchboot HMCS Georgian gesichtet, für ein deutsches U-Boot gehalten und in der Nacht mit hoher Fahrt gerammt. Das Boot sank fast augenblicklich und riss die komplette Crew von 42 Mann mit in die Tiefe. Eine Untersuchung sprach den Kommandanten des Minensuchers später von jeder Verantwortung frei, da das U-Boot auf zuvor gesendete Identifikationsaufrufe nicht reagiert hatte.
26. Juni 1942 Bezuprechny 330 Der mit Nachschubfahrten in die von der Wehrmacht belagerte Festung Sewastopol betraute sowjetische Zerstörer Bezuprechny (1.695 ts) wurde südlich der Halbinsel Krim von deutschen Junkers Ju 88-Bombern angegriffen und durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben versenkt. An Bord des Schiffes befanden sich 220 Crew-Angehörige und 113 verwundete Soldaten, die aus Sewastopol evakuiert worden waren. 330 Menschen gingen mit dem schnell sinkenden Schiff unter, darunter auch der Kommandant. Nur drei Überlebende wurden zwei Tage später von einem Flugboot gerettet.
01. Juli 1942 Montevideo Maru ≈ 1.125 Das japanische Passagier- und Frachtschiff Montevideo Maru (7.266 BRT) lief am 22. Juni 1942 aus Rabaul (Papua-Neuguinea) aus. Es hatte 1.053 überwiegend australische Kriegsgefangene und Zivilinternierte sowie etwa 90 japanische Soldaten und Seeleute an Bord, als es am 1. Juli in der Philippinischen See durch das amerikanische U-Boot USS Sturgeon torpediert und versenkte wurde. Das Schiff war nicht als Gefangenentransporter markiert oder angekündigt. Insgesamt überlebten nur 18 Japaner den Untergang, schätzungsweise 1.125 Personen kamen ums Leben.
02. Juli 1942 Taschkent 76 Der sowjetische Flottillenführer und Zerstörer Taschkent (2.893 ts) sank im Hafen von Noworossijsk infolge erlittener Gefechtsschäden. Bereits am 28. Juni und am 30. Juni war das Schiff, während einer Versorgungsfahrt nach der belagerten Festung Sewastopol, von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern mehrfach attackiert und durch Bordwaffenbeschuss und Bombennahtreffer schwer beschädigt worden. Insgesamt fanden 76 Crew-Angehörige bei den Attacken den Tod, etwa 260 Mann überlebten.
05. Juli 1942 Avila Star 84 Der britische Passagierdampfer Avila Star (14.443 BRT) wurde östlich der Azoren vom deutschen U-Boot U 201 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos versenkt. Das letzte Rettungsboot wurde erst nach 20 Tagen gefunden. 84 Passagiere, Kanoniere und Besatzungsmitglieder starben, 121 Menschen konnten von portugiesischen Kriegsschiffen gerettet werden.
12. Juli 1942 Port Hunter 88 Nordwestlich der Azoren versenkte das deutsche U-Boot U 582 den britischen Frachter Port Hunter (8.826 BRT). Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois OS-33 und mit Munition und Wasserbomben beladen, flog nach einem Torpedotreffer sofort in die Luft und ging mit 88 Crew-Angehörigen unter. Nur drei Überlebende, die vor dem Treffer an Oberdeck geschlafen hatten und ins Wasser geschleudert worden waren, wurden später von der britischen Korvette HMS Rother geborgen.
15. Juli 1942 Empire Attendant 59 Südlich der Kanaren torpedierte das deutsche U-Boot U 582 den britischen Frachter Empire Attendant (7.524 BRT). Der Dampfer, ein Nachzügler des Konvois OS-33 und mit Lastwagen beladen, zerbrach in zwei Teile und sank innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff ging die gesamte Besatzung von 59 Mann unter, es gab keine Überlebenden.
15. Juli 1942 Gloucester Castle 93 Der britische Passagierdampfer Gloucester Castle (7.999 BRT) wurde 1.300 Seemeilen vor Freetown im Südatlantik ohne Vorwarnung von dem deutschen Hilfskreuzer Michel unter Beschuss genommen. Die Rettungsboote wurden größtenteils zerstört. Das Schiff sank in weniger als zehn Minuten. 93 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter Frauen und Kinder, starben. Die 61 Überlebenden verbrachten den Rest des Kriegs in japanischer Kriegsgefangenschaft, in der zwei von ihnen starben. Wegen der warnungslosen Beschießung wurde der Kommandant des Hilfskreuzers, Kapitän zur See Hellmuth von Ruckteschell, nach Kriegsende von einem britischen Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt.
06. Aug. 1942 Mamutu 86 Nördlich von Murray Island wurde der australische Küstendampfer Mamutu (300 BRT), mit 114 Flüchtlingen und Crew-Angehörigen an Bord und auf dem Weg von Port Moresby nach Daru, von dem japanischen U-Boot RO 33 mit dem Deckgeschütz beschossen und versenkt. Anschließend beschossen die Japaner die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen mit Maschinengewehren. Von 114 Menschen an Bord des Schiffes überlebten nur 28 die Versenkung. Das Kriegsverbrechen, Schiffbrüchige beschossen zu haben, blieb ungesühnt, da RO 33 mit der gesamten Crew, darunter auch der für das Massaker verantwortliche Kommandant, Kaigun-Shōsa Kuriyama Shigeshi, Ende August 1942 vor Port Moresby von dem australischen Zerstörer HMAS Arunta versenkte wurde.
09. Aug. 1942 Mendanau 69 Vor der Küste von Sierra Leone versenkte das deutsche U-Boot U 752 den niederländischen Frachter Mendanau (6.047 BRT) durch einen Torpedotreffer. Alleine durch den Einschlag des Torpedos starben bereits 18 Seeleute. Nach dem Untergang des Schiffes weigerten sich allerdings 16 niederländische Seeleute, die in einem Beiboot Schutz gefunden hatten, einen weiteren Teil der Crew, hauptsächlich dunkelhäutige Indonesier, ebenfalls zu retten, wodurch sich die Zahl der Opfer weiter erhöhte. Schätzungsweise 30 bis 35 indonesische Crew-Mitglieder bleiben auf dem Meer zurück und ertranken. Insgesamt überlebten von 85 Menschen an Bord nur die 16 niederländischen Besatzungsangehörigen die Versenkung.
09. Aug. 1942 HMAS Canberra 193 Während der Schlacht bei Savo Island wurde der australische Schwere Kreuzer HMAS Canberra (9.850 ts), etwa ab 1.42 Uhr, von den japanischen Schweren Kreuzern Chōkai und Aoba beschossen und bis 2.20 Uhr rund 30 Mal von 20,3-cm-Granaten getroffen. Das völlig zerschossene Schiff scherte daraufhin aus der Gefechtslinie aus und blieb brennend hinter den beiden gegnerischen Flotten zurück. An Bord starben 193 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain F. Getting. Die ganze Nacht hindurch kämpfte die restliche Crew gegen die Wassereinbrüche und das Feuer, dann wurde gegen 6.30 Uhr morgens der Befehl zum Aufgeben des Schiffes und zur Selbstversenkung gegeben. Die HMAS Canberra sank aber erst, nachdem die beiden Zerstörer USS Selfridge und USS Ellet 263 Granaten auf das zerschlagene Schiff abgefeuert hatten, durch fünf Torpedotreffer.
09. Aug. 1942 USS Astoria 216 Der amerikanische Schwere Kreuzer USS Astoria (9.950 ts) wurde in der Schlacht vor Savo Island, etwa gegen 1.50 Uhr, von den Scheinwerfern der japanischen Schweren Kreuzer Kinugasa, Chōkai und Aoba erfasst und sofort beschossen. Nach mehreren deckenden 20,3-cm-Breitseiten und etwa 30 bis 35 Treffern brannte der Schwere Kreuzer und blieb manövrierunfähig liegen. Insgesamt starben an Bord 216 Seeleute. Die ganze Nacht hindurch und während des folgenden Morgens versuchte die restliche Crew, das zerschossene Schiff noch zu retten, aber in den Mittagsstunden des 9. August 1942, etwa gegen 12.15 Uhr, kenterte der Kreuzer und sank.
09. Aug. 1942 USS Quincy 529 In der Schlacht vor Savo Island wurde der Schwere Kreuzer USS Quincy (10.136 ts) gegen 1.50 Uhr von japanischen Schiffen überraschend angegriffen und erhielt innerhalb von rund 20 Minuten 25 Artillerie- und einen Torpedotreffer. Nach einem weiteren Torpedotreffer gegen 2.25 Uhr, dieser Torpedo stammte vermutlich vom japanischen Leichten Kreuzer Yūbari, kenterte das brennende Schiff und sank um 2.30 Uhr. 529 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain S. Moore, gingen mit dem Schiff unter.
09. Aug. 1942 USS Vincennes 332 Während der Schlacht vor Savo Island wurde der amerikanische Schwere Kreuzer USS Vincennes (10.136 ts) von etwa 40 japanischen Granaten vom Kaliber 14 cm und 20,3 cm getroffen und geriet in Brand. Die Besatzung verließ etwa ab 2.30 Uhr das brennende Schiff, das gegen 2.50 Uhr kenterte und sank. 332 Mann gingen mit dem Schiff unter.
09. Aug. 1942 USS Jarvis 233 Der amerikanische Zerstörer USS Jarvis (1.646 ts), der während der Schlacht vor Savo Island durch einen Torpedotreffer stark beschädigt worden war und sich alleine auf dem Marsch in Richtung der Neuen Hebriden befand, wurde etwa 50 Seemeilen südlich von Guadalcanal von 31 japanischen Torpedobombern attackiert und innerhalb weniger Minuten versenkt. Mit dem Schiff ging die gesamte Crew von 233 Mann unter, es gab keine Überlebenden.
10. Aug. 1942 Kako 34 Nach der Schlacht vor Savo Island wurde der von der Schlacht zurückmarschierende japanische Schwere Kreuzer Kako (7.950 ts), nahe dem sicheren Heimatstützpunkt Rabaul, von dem amerikanischen U-Boot USS S-44 gesichtet und dreimal torpediert. Der Kreuzer sank innerhalb von 25 Minuten. Die übrigen Schiffe des Verbandes konnten in einer gut koordinierten Rettungsaktion über 600 Mann retten, nur 34 Crew-Mitglieder fanden den Tod.
10. Aug. 1942 Sevastopol 924 Nahe Tuapse versenkte das deutsche Schnellboot S 102 während eines nächtlichen Angriffs den sowjetischen Frachtdampfer Sevastopol (1.339 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 924 Passagiere, Soldaten und Besatzungsangehörige unter. Nur etwa 130 Menschen konnten von Küstenfahrzeugen gerettet werden.
11. Aug. 1942 HMS Eagle 160 Im westlichen Mittelmeer, etwa 70 Seemeilen südlich von Mallorca, versenkte das deutsche U-Boot U 73 den britischen Flugzeugträger HMS Eagle (22.200 ts) durch vier Torpedotreffer. Der Träger hätte einen Teil der Luftsicherung der Operation Pedestal stellen sollen. Mit dem Schiff gingen 160 Mann unter, 927 Überlebende wurden von britischen Zerstörern gerettet.
12. Aug. 1942 HMS Cairo 24 Während der Operation Pedestal wurde der britische Flugabwehrkreuzer HMS Cairo (4.190 ts) nordöstlich von Bizerta von dem italienischen U-Boot R. Smg. Axum attackiert und mit zwei Torpedos getroffen. Der Kreuzer blieb trotz weggerissenem Heck zunächst noch schwimmfähig, musste aber in den Abendstunden vom britischen Zerstörer HMS Pathfinder durch Torpedoschuss versenkt werden, da keine Aussichten auf eine erfolgreiche Bergung bestehen. Die Crew hatte 24 Tote zu beklagen, etwa 440 Mann wurden gerettet.
12./13. Aug. 1942 HMS Manchester 11 Während der Operation Pedestal wurde der britische Leichte Kreuzer HMS Manchester (9.100 ts) vor der tunesischen Küste, nahe Cap Bon, von der eigenen Crew versenkt. Zuvor war das Schiff bei einem Nachtangriff von den beiden italienischen Schnellbooten MAS-16 und MAS-22 zweimal torpediert und schwer beschädigt worden. Elf Mann kamen durch die Torpedotreffer ums Leben. 312 Crew-Angehörige wurden von britischen Schiffen gerettet, weitere 400 Seeleute erreichten die Küste und wurden dort später von den vichy-französischen Behörden interniert. Wegen der Selbstversenkung wurde der Kommandant der HMS Manchester, Captain Harold Drew, später vor ein Kriegsgericht gestellt; er erhielt nie wieder ein Kommando in der Royal Navy.
16. Aug. 1942 Araraquara 131 In den frühen Morgenstunden des 16. August 1942 wurde der uneskortierte brasilianische Passagierdampfer Araraquara (4.872 BRT) etwa 20 Seemeilen vor der brasilianischen Küste von dem deutschen U-Boot U 507 mit zwei Torpedos angegriffen und sank innerhalb von fünf Minuten. 65 Besatzungsmitglieder und 66 Passagiere starben, nur elf Menschen überlebten.
16. Aug. 1942 Annibal Benévolo 150 Am Vormittag des 16. August 1942 wurde der uneskortierte brasilianische Passagierdampfer Annibal Benévolo (1.905 BRT) etwa 15 Seemeilen vor der brasilianischen Küste von dem deutschen U-Boot U 507 durch zwei Torpedos versenkt. 67 Besatzungsmitglieder und 83 Passagiere starben, nur vier Besatzungsmitglieder überlebten.
16. Aug. 1942 Baependy 270 Am Abend des 16. August 1942 wurde der brasilianische Passagierdampfer Baependy (4.801 BRT) etwa 20 Seemeilen vor Aracaju von dem deutschen U-Boot U 507 mit zwei Torpedos beschossen und sank in weniger als fünf Minuten. 55 Besatzungsmitglieder und 215 Passagiere starben, nur 36 Menschen überlebten. Die rücksichtslosen Angriffe von U 507 auf den neutralen brasilianischen Schiffsverkehr führten dazu, dass Brasilien am 22. August 1942 dem Deutschen Reich den Krieg erklärt.
24. Aug. 1942 Ryūjō 120 In der Schlacht bei den Ost-Salomonen wurde der japanische Flugzeugträger Ryūjō (12.732 ts) von Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Enterprise und USS Saratoga attackiert und von mindestens vier Bomben und zwei Lufttorpedos getroffen. Das Schiff sank knapp vier Stunden nach dem Angriff. 120 Mann der Crew fanden dabei den Tod, etwa 800 Seeleute konnten gerettet werden, darunter auch der Kommandant.
25. Aug. 1942 Alexander Sibirjakow 103 Der sowjetische Eisbrecher und Frachter Alexander Sibirjakow (1.348 BRT) wurde in der Karasee von dem im Rahmen des Unternehmens Wunderland dort operierenden deutschen Schweren Kreuzer Admiral Scheer gestellt und, nachdem die sowjetische Crew auf Stoppbefehle nicht reagiert und das Feuer eröffnet hatte, von dem artilleristisch weit überlegenen deutschen Schiff versenkt. Von 131 Menschen an Bord der Alexander Sibirjakow konnten die Deutschen später nur 27 retten; ein weiteres Crew-Mitglied erreichte auf einem Floß die Küste und wurde später von sowjetischen Schiffen gerettet.
28. Aug. 1942 Asagiri 122 Der japanische Zerstörer Asagiri (2.050 ts), Teil einer aus acht Schiffen bestehenden und mit Nachschub und Truppenverstärkungen in Richtung Guadalcanal laufenden Flottille, wurde etwa 60 Seemeilen nordnordwestlich von Savo Island von amerikanischen Douglas SBD Dauntless-Sturzkampfbombern angegriffen und durch einen Treffer mit einer 227-Kilogramm-Bombe, der einen geladenen Torpedorohrsatz zur Explosion brachte, versenkt. Mit dem Schiff gingen 62 Crew-Angehörige und 60 Heeressoldaten unter. Etwa 270 Überlebende wurden von anderen japanischen Schiffen gerettet.
12. Sep. 1942 RMS Laconia 1.649 Das britische Passagierschiff RMS Laconia (19.695 BRT) wurde am 12. September von dem deutschen U-Boot U 156 vor der westafrikanischen Küste, nordöstlich von Ascension, torpediert und versenkt. An Bord befanden sich 1.815 italienische Kriegsgefangene, 811 britische Seeleute, Zivilisten und Soldaten sowie 106 polnische Soldaten. Das Schiff war nicht als Gefangenentransporter gekennzeichnet. Als man auf U 156 die Tragweite der Torpedierung erkannte, leiteten die Deutschen Rettungsmaßnahmen ein und erbaten sowohl deutsche und italienische als auch alliierte Hilfe bei der Rettung. Die diesbezüglich abgesetzten offenen Funksprüche wurden jedoch auf alliierter Seite falsch interpretiert und als Täuschungsversuch gedeutet, weswegen U 156 am 16. September von einem amerikanischen Bomber angegriffen und leicht beschädigt wurde. Die Deutschen brachen danach die Rettungsoperation ab und flüchteten. Erst am 17. September wurden 1.083 Überlebende von vichy-französischen Schiffen gerettet. Insgesamt starben 1.649 Menschen, darunter fast 1.300 Italiener. In der Folge erließ die deutsche U-Boot-Führung den sogenannten Laconia-Befehl.
14. Sep. 1942 HMS Sikh ≈ 275 Im Hafen von Tobruk wurde der britische Zerstörer HMS Sikh (1.883 ts), Teil der beim letztlich gescheiterten Commando-Raid gegen den Hafen (Operation Agreement) eingesetzten Flottenkräfte, durch das Feuer einer deutschen 8,8-cm-Flakbatterie schwer getroffen und sank. Mit dem Schiff gingen 175 Crew-Angehörige und rund 100 eingeschiffte Soldaten unter, nur etwa 15 Mann überlebten und erreichten das Ufer.
14. Sep. 1942 HMS Coventry 63 Der britische Flugabwehrkreuzer HMS Coventry (4.190 ts), Teil der beim gescheiterten britischen Kommando-Raid gegen den Hafen von Tobruk (Operation Agreement) eingesetzten Seestreitkräfte, wurde während des Rückmarsches nach Alexandria von deutschen Junkers Ju 88-Bombern nördlich von Marsa Matruh attackiert und durch vier Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben schwer beschädigt. 63 Seeleute fanden dabei den Tod. Das manövier- und fahrunfähige Schiff wurde schließlich vom britischen Zerstörer HMS Zulu durch einen Torpedoschuss versenkt.
14. Sep. 1942 HMCS Ottawa 114 Im Nordatlantik, etwa 350 Seemeilen östlich von St. John’s, wurde der kanadische Zerstörer HMCS Ottawa (1.375 ts), eingesetzt zur Sicherung des alliierten Konvois ON-127, von dem deutschen U-Boot U 91 zweimal torpediert und versenkt. Das Schiff sank schnell und riss 114 Crew-Angehörige mit in die Tiefe, darunter auch den Kommandanten, Lieutenant Commander Clark A. Rutherford. 67 Mann überlebten und wurden von den Konvoischiffen gerettet.
15. Sep. 1942 USS Wasp 193 Südlich von Guadalcanal wurde der amerikanische Flugzeugträger USS Wasp (14.700 ts) vom japanischen U-Boot I-19 torpediert und versenkt. Das Schiff wurde von drei Torpedos getroffen, die die Bordstromversorgung und die Pumpensysteme kollabieren ließen und die Leitungen für das Flugbenzin aufrissen, was verheerende Brände verursachte. Nachdem die Feuer unkontrollierbar wurden, musste das Schiff von der Mannschaft verlassen werden. Der Zerstörer USS Lansdowne versenkte die brennende USS Wasp wenig später. Insgesamt starben 193 Besatzungsangehörige. Etwa 1.600 Mann wurden gerettet.
27. Sep. 1942 Stephen Hopkins und Stier 42 + 3 Der im Südatlantik operierende deutsche Hilfskreuzer Stier (4.778 BRT) traf nahe der Inselgruppe Tristan da Cunha in nebligem Wetter unvermittelt auf den stark bewaffneten amerikanischen Frachter Stephen Hopkins (7.181 BRT). In einem erbitterten Gefecht konnte der besser bewaffnete Hilfskreuzer das US-Schiff zwar niederkämpfen und versenken, die Stier wurde aber selbst schwer beschädigt. Der Hilfskreuzer musste schließlich aufgegeben werden und wurde in den Abendstunden mit Sprengladungen von der eigenen Mannschaft versenkt. Von der 57 Mann starken Crew der Stephen Hopkins überlebten nur 15, sie erreichten nach einer 32 Tage dauernden Irrfahrt in einem Rettungsboot die Küste Brasiliens. Die 343 Mann starke Besatzung der Stier wurde bis auf drei Mann, die ihren während des Gefechtes erlittenen Verletzungen erliegen, später von dem deutschen Blockadebrecher Tannenfels gerettet und nach dem besetzten Frankreich gebracht. Die Stier war auch das erste deutsche Überwasserkriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem amerikanischen Schiff versenkt wurde.
01. Okt. 1942 Lisbon Maru ≈ 900 Der japanische Frachter Lisbon Maru (7.053 BRT) sollte 1.816 britische Kriegsgefangene und 778 japanische Soldaten von Hongkong nach Shanghai transportieren, als er in der südchinesischen See durch das amerikanische U-Boot USS Grouper torpediert und versenkt wurde. Beim Untergang des Schiffs starben 842 Gefangene und etwa 60 japanische Soldaten.
10. Okt. 1942 Duchess of Atholl 5 Die Duchess of Atholl (20.119 BRT), ein Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wurde ohne Geleitschutz fahrend 200 Seemeilen nordöstlich von Ascension im Südatlantik von dem deutschen U-Boot U 178 durch zwei Torpedo versenkt. Nach einem Fangschuss drei Stunden nach dem ersten Treffer sank das getroffene Schiff. Durch den ersten Torpedoeinschlag starben fünf Besatzungsmitglieder. Alle anderen 827 Passagiere, Besatzungsmitglieder und Kanoniere wurden von der Corinthian aufgenommen und nach Freetown (Sierra Leone) gebracht.
10. Okt. 1942 Orcades 48 Der ohne Geleitschutz fahrende britische Truppentransporter Orcades (23.456 BRT), auf dem Weg von Suez nach Großbritannien, wurde im Südatlantik, etwa 280 Seemeilen nordwestlich von Kapstadt, von dem deutschen U-Boot U 172 attackiert und durch insgesamt sieben Torpedotreffer (einer davon ein Blindgänger) versenkt. Von den 1.017 Passagieren, Crew-Mitgliedern und Kanonieren an Bord verloren 48 ihr Leben. Die Überlebenden wurden am 12. Oktober von dem polnischen Frachter Narwik gerettet. Die Orcades war eines der größten alliierten Schiffe, welches im Zweiten Weltkrieg durch Feindeinwirkung in Verlust geriet.
11./12. Okt. 1942 Furutaka 110 Der japanische Schwere Kreuzer Furutaka (8.100 ts) wurde während des Nachtgefechtes bei Cape Esperance (Salomonen) von einer aus vier Kreuzern und fünf Zerstörern bestehenden US-Kampfgruppe beschossen und zwischen 23.50 Uhr und 0.20 Uhr von rund 90 Granaten und einem Torpedo getroffen. Das brennende und zerschossene Schiff musste knapp zwei Stunden später aufgegeben werden und sank um 2.28 Uhr. 110 Crew-Mitglieder kamen ums Leben. 515 Seeleute wurden von japanischen Zerstörern geborgen, weitere 114 Mann wurden von US-Streitkräften aufgefischt.
14. Okt. 1942 Komet 351 Der deutsche Hilfskreuzer Komet (3.287 BRT) wurde während eines Ausbruchsversuchs in den Atlantik im Ärmelkanal, nahe Kap de la Hague, von acht britischen Schnellbooten angegriffen und von dem Schnellboot HMS MTB 236 mit ein oder zwei Torpedos getroffen (?). Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank sehr schnell. Von der Besatzung konnte niemand gerettet werden; 351 Mann, darunter der Kommandant, Kapitän zur See Ulrich Brocksien, gingen mit dem Schiff unter. Die britische Funkaufklärung hatte zuvor von dem Vorhaben der Deutschen erfahren, einen Handelsstörer in den Atlantik ausbrechen zu lassen, weswegen gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden konnten.
14. Okt. 1942 Caribou 136 Die 2.222 BRT große kanadische Fähre Caribou, die an der Küste von Neufundland und Nova Scotia im regelmäßigen Passagierverkehr tätig war, wurde in der Cabotstraße vor Channel Head von dem deutschen U-Boot U 69 torpediert und sank in fünf Minuten. 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben, darunter dutzende Frauen und Kinder. Es handelte sich um eines der größten Desaster Neufundlands während des Zweiten Weltkriegs und das bisher schwerste Schiffsunglück in der Cabotstraße.
21. Okt. 1942 Palatia 954 Der deutsche Frachter Palatia (3.974 BRT), mit 999 sowjetischen Kriegsgefangenen und 135 deutschen Wachsoldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Kristiansand (Norwegen) nach Narvik, wurde etwa acht Seemeilen vor dem Hafen von Kristiansand von einem neuseeländischen Handley Page Hampden-Torpedobomber der 489. Squadron der Royal Air Force angegriffen und sank nach einem Lufttorpedotreffer. Da das Schiff schnell sank und zudem hoher Wellengang herrscht, kamen die meisten Personen an Bord ums Leben. Insgesamt starben 954 Menschen, nur 180 Überlebende wurden von Küstenfahrzeugen gerettet.
27. Okt. 1942 USS Hornet 111 Der amerikanische Flugzeugträger USS Hornet (19.900 ts) wurde während der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln von Flugzeugen der japanischen Träger Shōkaku, Junyō und Zuikaku angegriffen und von drei Bomben getroffen. Zudem stürzen zwei abgeschossene japanische Flugzeuge auf das Schiff und explodierten. Die USS Hornet geriet in Brand und musste kurze Zeit später aufgegeben werden. Das verlassene Wrack wurde in den Morgenstunden des 27. Oktober, nachdem Selbstversenkungsabsichten der Amerikaner ohne Erfolg geblieben waren, von japanischen Zerstörern aufgefunden und mit vier Torpedoschüssen versenkt. Insgesamt kamen 111 Crew-Angehörige durch die Luftangriffe ums Leben, etwa 2.500 Mann konnten gerettet werden.
29. Okt. 1942 Abosso 362 Das uneskortierte britische Motorschiff Abosso (11.330 BRT) wurde, mit 183 Besatzungsmitgliedern und 210 Passagieren an Bord und auf dem Weg nach Liverpool, rund 600 Seemeilen nordwestlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 575 mit mehreren Torpedos angegriffen und versenkt. Nur eines der Rettungsboote entkam. Die 31 Menschen darin waren die einzigen Überlebenden; sie wurden drei Tage nach der Versenkung von einer britischen Korvette geborgen.
29. Okt. 1942 Bic Island 165 Der kanadische Frachter Bic Island (3.921 BRT), ein Nachzügler des von Halifax nach Liverpool laufenden Konvois HX-212, der zuvor insgesamt 121 Überlebende von den ebenfalls von U-Booten versenkten Frachtschiffen Gurney E. Newlin und Sourabaya aufgenommen hatte, wurde südwestlich des Rockall-Felsens von dem deutschen U-Boot U 224 in stürmischem Wetter torpediert und versenkt. Von den 165 Menschen an Bord (36 Crew-Angehörige, acht Kanoniere und 121 Schiffbrüchige) überlebte niemand.
29. Okt. 1942 Kosmos II 33 Während der Schlacht um den Geleitzug HX 212 versenkte das deutsche U-Boot U 624 etwa 600 Seemeilen südöstlich von Kap Farvel das große norwegische Walfangfabrikschiff Kosmos II (16.966 BRT). Das Schiff, ein einzeln fahrender Nachzügler des Konvois, sank nach zwei Torpedotreffern. 33 Seeleute fanden dabei den Tod, 117 Mann überlebten. Die Kosmos II war das größte norwegische Schiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde.
30. Okt. 1942 Président Doumer 260 Nordöstlich von Madeira versenkte das deutsche U-Boot U 604 den in britischen Diensten stehenden freifranzösischen Truppentransporter Président Doumer (11.898 BRT). Das Schiff, beladen mit 345 Soldaten und Seeleuten und Teil des Konvois SL-125, wurde von einem Torpedo getroffen und sank in nur zehn Minuten. Da zum Zeitpunkt des Untergangs ein starker Sturm tobt, konnten nur wenige Rettungsboote zu Wasser gelassen werden. Zudem brach unter den Menschen an Bord Panik aus, was dazu führte, dass viele im Chaos über Bord sprangen und ertranken. Insgesamt starben 260 Seeleute und Soldaten, nur 85 Menschen überlebten und wurden von anderen alliierten Schiffen geborgen.
01. Nov. 1942 Mendoza 150 Der britische Truppentransporter Mendoza (8.285 BRT), ein ehemaliges französisches Passagierschiff, wurde bei Durban von dem deutschen U-Boot U 178 durch zwei Torpedos versenkt. 28 Besatzungsmitglieder und 122 Soldaten kamen ums Leben. 256 Menschen überlebten.
02. Nov. 1942 Zaandam 134 Das Motorschiff Zaandam (10.909 BRT) der niederländischen Holland-America Line wurde, mit 112 Besatzungsmitgliedern, 18 Artilleristen und 169 Passagieren sowie Fracht an Bord auf dem Weg nach New York, etwa 300 Seemeilen vor der brasilianischen Küste ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot U 174 angegriffen und durch zwei Torpedos versenkt. 134 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben, 165 Menschen überlebten. Ein Floß mit drei Überlebenden wurde erst 84 Tage nach der Versenkung entdeckt.
03./04. Nov. 1942 Hatimura und U 132 4 + 47 Im Nordatlantik, etwa 500 Seemeilen südöstlich von Kap Farvel, torpedierte das deutsche U-Boot U 132 in einem Nachtangriff den zum Konvoi SC-107 gehörenden britischen Frachter Hatimura (6.690 BRT), wobei vier Mann der Schiffscrew getötet werden. Die restliche Crew des Dampfers (86 Mann) konnte sich in die Beiboote retten. Das mit 450 Tonnen TNT und Munition beladene Schiff geriet in Brand, sank aber vorerst nicht. Als U 132 zum Schiff aufschloss, um es mit dem Deckgeschütz zu versenken, wurde die Hatimura von einer verheerenden Explosion zerfetzt und sank innerhalb weniger Sekunden. Herumfliegende Trümmer trafen jedoch auch das nahe stehende U-Boot und brachten es zum Sinken. Mit U 132 ging die gesamte Besatzung von 47 Mann unter. Anmerkung: Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich auch im Ersten Weltkrieg, als das deutsche U-Boot SM U 28 vor dem Nordkap den Munitionsfrachter Olive Branch versenkte (s. 2. September 1917).
06. Nov. 1942 City of Cairo 104 Das britische Passagierschiff City of Cairo (8.034 BRT) wurde vor der westafrikanischen Küste von dem deutschen U-Boot U 68 torpediert und versenkt. Die Rettungsboote verloren sich im Atlantik, das letzte wurde erst 51 Tage später gefunden. Von 311 Menschen an Bord starben dabei 104.
08. Nov. 1942 Primauguet 45 Während der alliierten Landung in Nordwestafrika gerieten die alliierten Verbände mit den dort stationierten vichy-französischen Seestreitkräften ins Gefecht. Dabei schossen das amerikanische Schlachtschiff USS Massachusetts und der Schwere Kreuzer USS Augusta vor dem Hafen von Casablanca den vichy-französischen Leichten Kreuzer Primauguet (7.249 ts) zum Wrack. Das Schiff geriet in Brand, strandete und wurde zum Totalverlust. Durch den Beschuss wurden 45 Mann getötet, darunter auch der Kommandant, Capitaine De Vaisseau Leon J. M. Mercier, und etwa 200 Seeleute verwundet. Insgesamt etwa 500 Mann konnten sich ans Ufer retten.
10. Nov. 1942 HMS Martin 161 85 Seemeilen nordöstlich von Algier wurde der britische Zerstörer HMS Martin (1.920 ts) von dem deutschen U-Boot U 431 attackiert und durch einen Fächer aus drei Torpedos versenkt. Das zur Sicherung der alliierten Landungsverbände vor Nordafrika eingesetzte Schiff explodierte sofort und sank innerhalb weniger Minuten. 161 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod, nur 63 Mann überlebten.
11. Nov. 1942 Joseph Hewes ≈ 100 Auf der Reede von Fedala (Marokko) versenkte das deutsche U-Boot U 173 den amerikanischen Truppentransporter USS Joseph Hewes (9.359 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sank innerhalb von 25 Minuten und riss rund 100 Soldaten und Crew-Angehörige mit in die Tiefe. 258 Menschen wurden von Hafenfahrzeugen gerettet.
12. Nov. 1942 USS Edward Rutledge und USS Tasker H. Bliss und USS Hugh L. Scott 74 Das deutsche U-Boot U 130 drang in den frühen Abendstunden des 12. November auf die Reede von Fedala (Marokko) vor und griff die dort liegende alliierte Landungsflotte an. Das U-Boot versenkte durch insgesamt fünf Torpedoschüsse nacheinander die großen amerikanischen Truppentransporter USS Edward Rutledge (9.360 BRT), USS Tasker H. Bliss (12.568 BRT) und USS Hugh L. Scott (12.479 BRT). Da die Transporter bereits zuvor entladen worden waren, kamen nur 74 Soldaten und Seeleute ums Leben. Es waren dies die schwersten Verluste der United States Navy unter Transport- und Landungsschiffen bei einem einzelnen Unternehmen und an einem einzigen Tag während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Ein später deswegen eingesetzter Untersuchungsausschuss der amerikanischen Marine konnte nicht zur Sicherheit erklären, wie es U 130 gelungen war, diesen Angriff letztlich durchzuführen, da die Transporter zum Zeitpunkt der Attacke von rund 20 Zerstörern und Wachschiffen gesichert wurden und zudem die Reede von Fedala nur maximal etwa 25 Meter tief war.
12. Nov. 1942 HMS Hecla 279 Westlich von Gibraltar wurde das große britische Zerstörer-Mutterschiff HMS Hecla (10.850 ts) von dem deutschen U-Boot U 515 durch insgesamt fünf Torpedotreffer versenkt, welche über einen Zeitraum von rund zwei Stunden bei mehreren Angriffen erzielt werden. Das Schiff sank schließlich gegen 2.15 Uhr nachts. In der Dunkelheit und wegen der U-Boot-Bedrohung konnten die Eskortschiffe die Menschen an Bord jedoch nur langsam aufnehmen, weswegen viele mit der HMS Hecla untergingen. Insgesamt starben 279 Seeleute und Techniker. 568 Überlebende wurden von dem britischen Zerstörer HMS Venomous und anderen Begleitfahrzeugen gerettet.
13. Nov. 1942 Hr. Ms. Isaac Sweers 108 Nordwestlich von Algier versenkte das deutsche U-Boot U 431 den holländischen Zerstörer Hr. Ms. Isaac Sweers (1.628 ts). Das zur Sicherung der alliierten Landungsverbände vor Nordafrika eingesetzte Schiff wurde von zwei Torpedos getroffen und sank innerhalb von zehn Minuten. 108 Mann gingen mit dem Zerstörer unter, 86 Überlebende wurden von dem britischen Trawler HMS Loch Oskaig gerettet.
13. Nov. 1942 USS Juneau 683 Der von der Seeschlacht von Guadalcanal zurückkehrende, bereits während des Nachtgefechtes durch einen Torpedotreffer erheblich beschädigte amerikanische Flugabwehrkreuzer USS Juneau (6.718 ts) wurde südöstlich von Savo Island von dem japanischen U-Boot I-26 nochmals torpediert. Der Torpedo traf eine Munitionskammer, deren Explosion den Kreuzer in zwei Teile sprengte. Das Schiff sank innerhalb von 20 Sekunden. Mit dem Schiff gingen 683 Seeleute unter, darunter auch die fünf Sullivan-Brüder. Nur zehn Mann überlebten. Als Folge des Todes der fünf Geschwister rief die US-Regierung die sogenannte Sole Survivor Policy ins Leben.
13. Nov. 1942 Atlanta 172 Der amerikanische Flugabwehrkreuzer Atlanta (6.718 ts) wurde nach der Seeschlacht von Guadalcanal nahe Lunga Point (Guadalcanal) von der eigenen Crew durch Sprengladungen versenkt. Zuvor war der Kreuzer im verworrenen Nachtgefecht durch 35,6-cm-Granaten des japanischen Schlachtschiffes Hiei und einen Torpedotreffer sowie durch irrtümlichen Beschuss mit 20,3-cm-Granaten durch den amerikanischen Schweren Kreuzer San Francisco schwer beschädigt worden. 172 Besatzungsangehörige, darunter auch Konteradmiral Norman Scott, waren während des Nachtgefechtes getötet worden.
13. Nov. 1942 Hiei 188 Das japanische Schlachtschiff Hiei (32.600 ts), im Nachtgefecht bei Guadalcanal durch rund 85 12,7-cm- und 20,3-cm-Granattreffer amerikanischer Kreuzer und Zerstörer erheblich beschädigt, wurde in den Nachmittagsstunden des 13. November, nachdem das Schiff bei amerikanischen Luftangriffen nochmals von drei 454-Kilogramm-Bomben und zwei Lufttorpedos getroffen worden war, von der eigenen Besatzung aufgegeben. Das manövrierunfähige Schiff sank in den Abendstunden vermutlich etwa sieben Seemeilen nordnordöstlich von Savo Island, der genaue Untergangsort wurde allerdings nicht bekannt. 188 Mann waren während des Nachtgefechts und bei den Luftangriffen gefallen. Rund 1.200 Mann wurden gerettet. Wegen der Selbstversenkung musste sich später der Kommandant, Kaigun-Taisa Masao Nishida, vor einem Kriegsgericht verantworten; er erhielt nie wieder ein Kommando.
14. Nov. 1942 Scillin 952 Der italienische Frachter Scillin (1.579 BRT) transportierte 814 alliierte Kriegsgefangene von Nordafrika nach Italien. An Bord waren zudem 201 italienische Seeleute und Soldaten. Das britische U-Boot HMS Sahib torpedierte und versenkte das Schiff nördlich von Sizilien, etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Milazzo. 787 Kriegsgefangene und 165 Italiener fanden dabei den Tod. Das U-Boot konnte lediglich 63 Schiffbrüchige aufnehmen und retten.[1]
14. Nov. 1942 Warwick Castle 114 Etwa 200 Seemeilen nordwestlich der Küste Portugals versenkte das deutsche U-Boot U 413 den großen britischen Truppentransporter Warwick Castle (20.107 BRT) mit drei Torpedotreffern. Der zum Konvoi MKF-1 gehörende ehemalige Luxusliner sank mit 114 Menschen an Bord. 314 Seeleute wurden von Sicherungsschiffen gerettet.
14. Nov. 1942 Narkunda 31 Nach dem Landen alliierter Truppen in Bougie (Algerien) im Rahmen der Operation Torch wurde der Truppentransporter Narkunda (16.227 BRT), ein früheres Passagierschiff der britischen Reederei P&Om von deutschen Flugzeugen bombardiert und versenkt. 31 Männer kamen um.
15. Nov. 1942 Kirishima 212 Während des zweiten Nachtgefechtes bei Guadalcanal wurde das japanische Schlachtschiff Kirishima (32.670 ts) von der Artillerie des amerikanischen Schlachtschiffes Washington schwer getroffen und sank. Die Kirishima erhielt mindestens neun 40,6-cm-Treffer und schätzungsweise 35 bis 40 12,7-cm-Treffer, geriet in Brand und sank etwa drei Stunden nach dem Kampf, gegen 3.25 Uhr. 212 Besatzungsangehörige fanden dabei den Tod, rund 1.100 Mann wurden von Begleitschiffen gerettet.
15. Nov. 1942 HMS Avenger 514 In den frühen Morgenstunden des 15. November attackierte das deutsche U-Boot U 155 etwa 120 Seemeilen nordwestlich von Gibraltar den alliierten Konvoi MKF-1Y. Einer der Torpedos von U 155 traf dabei den britischen Geleitflugzeugträger HMS Avenger (15.120 ts) und brachte dessen Bombenmagazin zur Explosion. Der Träger wurde von einer gewaltigen Explosion zerrissen und sank innerhalb von nur zwei Minuten. Mit dem Schiff gingen der Kommandant, Captain Anthony P. Colthurst, und 513 Seeleute unter. Nur zwölf Mann überlebten und wurden von Sicherungsfahrzeugen gerettet.
23. Nov. 1942 Tilawa 280 Der Passagier- und Frachtdampfer Tilawa (10.006 BRT) der British India Steam Navigation Company wurde etwa 900 Seemeilen nordnordöstlich der Seychellen, auf dem Weg von Bombay (Indien) nach Durban (Südafrika), von dem japanischen U-Boot I 29 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 548 Menschen an Bord kamen 28 Besatzungsmitglieder und 252 Passagiere ums Leben.
28. Nov. 1942 Nova Scotia 858 Der britische Truppentransporter Nova Scotia (6.796 BRT), auf dem Weg von Aden nach Durban und mit rund 780 italienischen Zivilinternierten sowie 270 Soldaten und Crew-Angehörigen an Bord, wurde nordöstlich von Lourenço Marques von dem deutschen U-Boot U 177 mit drei Torpedotreffern versenkt. Als man an Bord von U 177 die Tragweite der Torpedierung erkannte, erbat der Kommandant des U-Bootes, Kapitänleutnant Robert Gysae, in einem Funkspruch an den BdU weitere Instruktionen. Gemäß dem Laconia-Befehl erhielt Gysae aber die Order, seine Feindfahrt ungeachtet der zahlreichen Schiffbrüchigen fortzusetzen und keine Rettungsvorhaben zu unternehmen. Erst einige Tage später konnte die portugiesische NRP Afonso de Albuquerque 192 Überlebende bergen. Zwei Italiener waren von U 117 aufgenommen worden. Insgesamt starben 858 Menschen, darunter schätzungsweise 650 italienische Internierte.
30. Nov. 1942 USS Northampton 50 Während des Nachtgefechtes bei Tassafaronga wurde der amerikanische Schwere Kreuzer USS Northampton (9.050 ts) vom japanischen Zerstörer Oyashio mit zwei Torpedos getroffen und schwer beschädigt. Die Treffer zerstören die Kesselräume und die Bordstromversorgung, weswegen das Schiff langsam voll Wasser lief. Drei Stunden nach dem Gefecht kenterte der Kreuzer und sank. 50 Crew-Angehörige gingen mit dem Schiff unter, etwa 800 Mann konnten von US-Zerstörern gerettet werden.
30. Nov. 1942 Llandaff Castle 3 Südöstlich von Lourenço Marques (heute Maputo) vor der Küste Mosambiks versenkte das deutsche U-Boot U 177 den ohne Geleitschutz fahrenden britischen Passagierdampfer Llandaff Castle (10.799 BRT) der Union-Castle Line mit vier Torpedos. Das Schiff war mit 159 Besatzungsmitgliedern, vier Kanonieren und 150 Passagieren, darunter Frauen und Kinder, auf dem Weg von Daressalem nach Durban. Drei Crew-Mitglieder kamen ums Leben. Der U-Boot-Kommandant fragte die Überlebenden nach dem Namen des Schiffs, was diese mit Hardship und Queen Mary beantworten. Sie wurden zwei Tage später von einem Geleitzerstörer aufgenommen und nach Durban gebracht.
02. Dez. 1942 Coamo 186 Etwa 150 Seemeilen westlich der irischen Südküste versenkte das deutsche U-Boot U 604 den amerikanischen Fracht- und Passagierdampfer Coamo (7.057 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois MKF-3, sank innerhalb von nur fünf Minuten und riss 133 Crew-Angehörige, 16 Passagiere und 37 Kanoniere mit in die Tiefe. Es gab keine Überlebenden. Es war der schwerste Einzelverlust der amerikanischen Handelsmarine, gemessen an der Zahl der umgekommenen Angehörigen der Handelsmarine während des Zweiten Weltkrieges, welcher durch Feindeinwirkung verursachte wurde.
07. Dez. 1942 Ceramic 655 Der britische Passagierdampfer Ceramic (18.713 BRT), ein Nachzügler des Konvois ON-149, wurde westlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 515 mit fünf Torpedos versenkt. Während des Untergangs tobte ein starker Sturm, weswegen alle Rettungsboote kenterten oder nach und nach im Atlantik versanken. Von den 656 Passagieren und Besatzungsmitgliedern, darunter auch 214 Angehörige der Royal Navy und 30 Krankenschwestern des Queen Alexandra’s Imperial Military Nursing Service (QAIMNS), wurde nur ein einziger Überlebender von dem U-Boot gerettet und nach Frankreich gebracht.
20. Dez. 1942 Otina 60 Vor der Westküste Irlands versenkte das deutsche U-Boot U 621 den britischen Tanker Otina (6.217 BRT). Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois ON-153, geriet nach dem Torpedotreffer in Brand und sank innerhalb von etwa 40 Minuten. Alliierte Rettungsschiffe konnten die Position des Havaristen allerdings nicht mehr rechtzeitig erreichen, weswegen die gesamte Crew von 60 Mann mit dem Schiff versank.
22. Dez. 1942 Strathallan 16 Etwa zwölf Seemeilen vor dem Hafen von Oran sank der britische Truppentransporter Strathallan (23.722 BRT). Das ursprünglich zum Konvoi KMF-5 gehörende große Passagierschiff war am Vortag von dem deutschen U-Boot U 562 mit einem Torpedo getroffen und erheblich beschädigt worden und hatte sich im Schlepp eines Zerstörers befunden. Von den 5.122 Besatzungsmitgliedern, Soldaten und Krankenschwestern konnten die meisten von Begleitfahrzeugen gerettet werden. Fünf Royal Air Force-Männer, sechs Besatzungsmitglieder und fünf Krankenschwestern kamen ums Leben. Die Strathallan war nach der Empress of Britain das größte alliierte Schiff, welches im Zweiten Weltkrieg durch einen deutschen U-Boot-Angriff verloren ging.
30. Dez. 1942 HMS Fidelity 369 Nordwestlich der Azoren versenkte das deutsche U-Boot U 435 das ohne Eskorte fahrende britische Special Service Vessel HMS Fidelity (2.456 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Der bewaffnete Frachter, der zudem als Rettungsschiff für die Crews torpedierter Schiffe diente, hatte sich am 28. Dezember wegen Maschinenproblemen von dem Konvoi ON-154 getrennt. Nach der Torpedierung explodierte ein Teil der mitgeführten Munition und das Schiff sank in nur zwei Minuten. Mit der HMS Fidelity gingen 369 britische Seeleute und Soldaten, darunter 51 Royal Marines, sowie die zwei kleinen Landungsboote HMS LCV-752 und HMS LCV-754 unter. Unter den Toten waren auch 44 Crew-Angehörige des am Vortag von U 435 versenkten britischen CAM-Schiffes Empire Shackleton, welche von der HMS Fidelity geborgen worden waren. Nur zehn Überlebende, einer davon von der Empire Shackleton, wurden später von kanadischen Kriegsschiffen gerettet.
31. Dez. 1942 HMS Achates 113 Der britische Zerstörer HMS Achates (1.350 ts) wurde während der Schlacht um den Konvoi JW-51B von deutschen Kreuzern und Zerstörern angegriffen und während der sich daraus entwickelnden Schlacht in der Barentssee durch Artilleriefeuer versenkt. 113 Mann gingen mit dem Schiff unter, rund 80 wurden gerettet.
31. Dez. 1942 HMS Bramble 121 Das britische Hochsee-Minensuchboot HMS Bramble (815 ts) wurde während der Schlacht in der Barentssee von dem deutschen Schweren Kreuzer Admiral Hipper im Schneetreiben überrascht und durch mehrere Salven aus den 20,3-cm-Geschützen innerhalb kurzer Zeit zusammengeschossen und versenkt. Mit der HMS Bramble ging die gesamte Crew von 121 Mann unter. Es gab keine Überlebenden.
31. Dez. 1942 Friedrich Eckoldt 325 Während der Schlacht in der Barentssee versenkte der britische Leichte Kreuzer HMS Sheffield den deutschen Zerstörer Friedrich Eckoldt (2.171 ts). Das Schiff wurde von dem Kreuzer in der hereinbrechenden Dunkelheit überrascht und durch Artilleriebeschuss auf eine Distanz von nur etwa 1.000 Metern innerhalb von fünf Minuten versenkt. Mit dem Zerstörer ging die gesamte Crew von 325 Mann unter.

XXXXX

1943Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1943 Arthur Middleton 78 Vor dem Hafen von Casablanca versenkte das deutsche U-Boot U 73 den zum Konvoi UGS-3 gehörenden amerikanischen Frachter Arthur Middleton (7.176 BRT). Das mit Munition und Sprengstoffen beladene Schiff flog nach zwei Torpedotreffern sofort in die Luft und sank innerhalb von einer Minute. Von den 81 Crew-Angehörigen überlebten nur drei Mann; sie sprangen vom Heck des Schiffes ins Meer und wurden später von einem britischen Zerstörer gerettet.
07. Jan. 1943 HMT Benalbanach 410 Der britische Truppentransporter HMT Benalbanach (7.153 BRT), Teil des von der Clyde-Mündung nach Bône (Algerien) laufenden Konvois KMS-6 und mit 389 Soldaten und 74 Crew-Mitgliedern an Bord, wurde vor Bougie von deutschen Heinkel He 111-Torpedobombern angegriffen. Der Dampfer wurde von zwei Lufttorpedos getroffen und explodierte sofort, da die Torpedos die Munitions- und Treibstoffladung treffen. Mit dem Transporter gingen 353 Soldaten und 57 Seeleute unter, nur 53 Überlebende konnten von Sicherungsfahrzeugen gerettet werden.
26. Jan. 1943 Buyo Maru 282 Vor der Ostküste von Papua-Neuguinea, etwa 90 Seemeilen nördlich von Wewak, versenkte das amerikanische U-Boot USS Wahoo den japanischen Frachter Buyo Maru (5.447 BRT) durch zwei Torpedotreffer. An Bord des Schiffes befanden sich rund 900 indische Kriegsgefangene und etwa 230 japanische Soldaten und Seeleute, von denen etwa 180 bei der Torpedierung umkamen. Nach dem Untergang tauchte das U-Boot auf und beschoss die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen fast eine Stunde lang mit dem Bordgeschütz und Maschinengewehren. Schätzungsweise 100 weitere Personen kamen dadurch zu Tode. Danach lief das U-Boot vom Versenkungsort ab. Am nächsten Tag konnte ein japanisches Schiff noch rund 800 Überlebende retten. Insgesamt kamen 282 Menschen ums Leben. Der Kommandant von USS Wahoo, Commander Dudley Walker Morton, wurde später nicht für das Kriegsverbrechen, Schiffbrüchige beschossen zu haben, zur Rechenschaft gezogen. Er starb im Oktober 1943, als sein U-Boot in der La-Pérouse-Straße versenkt wurde.
30. Jan. 1943 USS Chicago 62 Während des Luft- und Seegefechtes bei Rennell Island versenkten japanische Mitsubishi G4M-Torpedobomber den amerikanischen Schweren Kreuzer USS Chicago (9.300 ts). Das Schiff wurde zunächst am 29. Januar während eines japanischen Nachtangriffs von zwei Lufttorpedos getroffen und stark beschädigt. Am Abend des 30. Januar, der Kreuzer befand sich im Schlepp, erfolgte ein neuerlicher Angriff in der Dämmerung, in dessen Verlauf die Japaner vier weitere Treffer mit Lufttorpedos erzielen konnten. Die USS Chicago sank daraufhin nahe der Insel Rennell, etwa 110 Seemeilen südlich von Guadalcanal. 62 Mann gingen mit dem Kreuzer unter, 1.049 Besatzungsangehörige wurden gerettet.
01. Feb. 1943 HMS Welshman 164 Etwa 35 Seemeilen nordöstlich von Tobruk versenkte das deutsche U-Boot U 617 den von Malta nach Alexandria laufenden britischen Minenkreuzer HMS Welshman (2.650 ts). Das Schiff, welches unter anderem eine nicht genau bekannte Zahl von Zivilisten und rund 40 verwundete alliierte Piloten von Malta nach Ägypten hätte transportieren sollen, wurde gegen 17.45 Uhr von zwei Torpedos getroffen und sank nach einer Folgeexplosion der eigenen Kessel und der mitgeführten Wasserbomben innerhalb von etwa zehn Minuten. Mit dem Kreuzer gingen 155 Crew-Angehörige, zwei Zivilisten und sieben verwundete Angehörige der Royal Air Force unter. 117 Überlebende konnten von dem britischen Geleitzerstörer HMS Belvoir gerettet werden.
03. Feb. 1943 Dorchester 675 Der amerikanische Truppentransporter Dorchester (5.649 BRT), Teil des von St. John’s nach Narsarsuaq (Grönland) laufenden Konvois SG-19 und mit 904 Soldaten, Besatzungsangehörigen und Passagieren an Bord, wurde etwa 150 Seemeilen westlich von Kap Farvel von dem deutschen U-Boot U 223 torpediert und versenkt. Das Schiff wurde von einem Torpedo getroffen und sank innerhalb von etwa 35 Minuten. Obwohl die US-Küstenwachschiffe USS Escanaba und USS Comanche schnell die Position des Havaristen erreichten und Schiffbrüchige aufnahmen, gingen 675 Menschen mit dem Schiff unter. Viele hatten bis zuletzt an Bord ausgeharrt, da sie nicht mit dem Sinken des Transporters gerechnet hatten, und wurden schließlich von der in der letzten Phase des Untergangs schnell sinkenden Dorchester mit in die Tiefe gerissen. Nur 229 Menschen, darunter 135 GI's, überlebten die Katastrophe.
05. Feb. 1943 West Portal 77 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen südlich von Grönland, versenkte das deutsche U-Boot U 413 den amerikanischen Frachter West Portal (5.376 BRT) durch insgesamt drei Torpedotreffer. Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois SC-118, sank innerhalb weniger Minuten. Von der aus 77 Seeleuten und Kanonieren bestehenden Crew überlebte niemand, da von den Rettungsschiffen des Konvois wegen der U-Boot-Gefahr keines umkehrte.
07. Feb. 1943 Henry R. Mallory 272 Etwa 600 Seemeilen südsüdwestlich von Island wurde der amerikanische Truppentransporter Henry R. Mallory (6.063 BRT), Teil des von Halifax nach Reykjavík laufenden Konvois SC-118 und mit 494 Soldaten und Crew-Angehörigen an Bord, von dem deutschen U-Boot U 402 in stürmischem Wetter torpedierte. Das Schiff sank innerhalb von 30 Minuten. Da mehrere Rettungsboote zerstört werden oder in den hohen Wellen kentern und zudem die übrigen Schiffe des Geleitzuges im schlechten Wetter nichts vom Untergang erfuhren, kamen 272 Soldaten und Seeleute ums Leben. Erst vier Stunden nach dem Untergang retteten US-Küstenwachschiffe insgesamt 222 Überlebende.
04. Mär. 1943 City of Pretoria 145 Das uneskortierte britische Passagierschiff City of Pretoria (8.049 BRT) wurde im Nordatlantik, nordwestlich der Azoren, von dem deutschen U-Boot U 172 torpediert und versenkt. Von den 114 Besatzungsmitgliedern, 24 Artilleristen und sieben Passagieren überlebte niemand.
11. Mär. 1943 U 444, Harvester und U 432 41 + 183 + 26 Während der Kämpfe um den Nordatlantik-Konvoi HX-228 rammte der britische Zerstörer Harvester (1.340 ts) in den Morgenstunden des 11. März das deutsche U-Boot U 444 und versenkte es, wobei 41 Mann mit dem U-Boot untergingen; nur fünf Crew-Mitglieder von U 444 überlebten. Der Zerstörer wurde allerdings durch den Rammstoß schwer beschädigt und blieb manövrierunfähig liegen. In diesem Zustand wurde das Schiff nur etwa vier Stunden später von dem deutschen U-Boot U 432 gesichtet und durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Der Zerstörer brach auseinander und sank mit 183 Seeleuten an Bord, nur 60 Mann wurden etwa eine Stunde später von der freifranzösischen Korvette Aconit gerettet. Beim Ablaufen entdeckte die Korvette jedoch mit Radar das noch in der Nähe stehende U-Boot U 432, verfolgte es und versenkte es schließlich ebenfalls durch Rammstoß. Hierbei starben 26 weitere deutsche Seeleute, 20 Mann überlebten und wurden von den Franzosen geborgen.
13. Mär. 1943 Empress of Canada 392 Der britische Truppentransporter Empress of Canada (21.517 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wurde ohne Geleitschutz fahrend 400 Seemeilen südlich von Cape Palmas im Südatlantik von dem italienischen U-Boot R. Smg. Leonardo da Vinci zweimal torpediert und sank innerhalb von 20 Minuten. An Bord waren 1.346 Menschen, darunter 499 italienische Kriegsgefange sowie polnische und griechische Flüchtlinge. 392 Menschen starben, darunter 44 Crew-Angehörige und rund 300 Italiener.
17. Mär. 1943 Harry Luckenbach 80 Der amerikanische Frachter Harry Luckenbach (6.366 BRT), Teil des Geleitzugs HX 229, wurde etwa 400 Seemeilen südsüdöstlich von Kap Farvel von dem deutschen U-Boot U 91 torpediert und versenkt. Die Crew konnte sich zwar in die Beiboote retten, doch werden die Rettungsboote in schlechtem Wetter und infolge von Kommunikationsfehlern von den Begleitschiffen des Konvois nicht gefunden. Die gesamte Besatzung der Harry Luckenbach, 54 Seeleute und 26 Kanoniere und Wachsoldaten, kam in den Weiten des Atlantik um.
18. Mär. 1943 Canadian Star 34 Das amerikanische Passagier- und Frachtschiff Canadian Star (8.293 BRT), Teil des Konvois HX-229 und auf Station 23 fahrend, wurde südöstlich von Kap Farvel von zwei Torpedos des deutschen U-Boots U 221 getroffen und sank innerhalb von 20 Minuten. Die Torpedos waren eigentlich für den auf Station 21 fahrenden Frachter Walter Q. Gresham gedacht gewesen. Die Canadian Star war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von New York nach Liverpool. 34 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben, die 54 Überlebenden wurden von zwei Korvetten geborgen und nach Gourock gebracht.
27. Mär. 1943 City of Guildford 129 Das Passagier- und Frachtschiff City of Guildford (5.157 BRT) der britischen Ellerman Lines, mit Munition und Flugzeugteilen auf dem Weg von Alexandria nach Tripolis, wurde bei Darna von dem deutschen U-Boot U 593 (Kapitänleutnant Gerd Kelbling) mit drei Torpedos versenkt. 70 Besatzungsmitglieder, elf Kanoniere und 48 Passagiere starben. Nur 13 Menschen überlebten, darunter der Kapitän des Schiffs. Sie wurden von dem britischen Geleitzerstörer HMS Exmoor aufgenommen und nach Bengasi gebracht.
02. Apr. 1943 Melbourne Star 114 Etwa 480 Seemeilen südöstlich von Bermuda wurde das britische Motorschiff Melbourne Star (11.076 BRT) der Blue Star Line von zwei Torpedos des deutschen U-Boots U 129 getroffen, explodierte und sank innerhalb von zwei Minuten. Nur vier Besatzungsmitglieder überlebten. 72 Besatzungsmitglieder, alle elf Artilleristen und alle 31 Passagiere kamen ums Leben. Die Überlebenden wurden erst nach 38 Tagen gefunden.
11. Apr. 1943 Edward B. Dudley 69 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen östlich von Neufundland, versenkte das deutsche U-Boot U 615 den amerikanischen Frachter Edward B. Dudley (7.177 BRT) durch vier Torpedotreffer. Das mit Munition beladene Schiff explodierte sofort und sank innerhalb von Sekunden. Von der 69 Mann starken Crew überlebte niemand. Da der Transporter, der sich am 5. April wegen Maschinenproblemen von dem Konvoi HX-232 getrennt hatte, ohne Begleitschiffe fuhr, erfuhr zunächst niemand etwas von seinem Untergang, weswegen er von alliierter Seite als verschollen gemeldet wurde. Erst nach Kriegsende klärte sich das Schicksal des Schiffes auf.
19. Apr. 1943 Francesco Crispi ≈ 800 Etwa 18 Seemeilen westlich der Insel Elba versenkte das britische U-Boot HMS Saracen den italienischen Frachter und Truppentransporter Francesco Crispi (7.464 BRT). Das Schiff, mit rund 1.400 Soldaten und Seeleuten an Bord auf dem Weg von Livorno nach Bastia, wurde von zwei Torpedos getroffen und sank in nur sechs Minuten. Rund 800 Menschen fanden den Tod.
20. Apr. 1943 Sidi Bel Abbès 834 Etwa 60 Seemeilen westlich von Oran (Algerien) versenkte das deutsche U-Boot U 565 den freifranzösischen Truppentransporter Sidi Bel Abbès (4.392 BRT). Der zum alliierten Konvoi UGS-7 gehörende Dampfer, beladen mit 907 französischen Kolonialsoldaten aus dem Senegal und auf dem Weg von Casablanca nach Oran, wurde von zwei Torpedos getroffen und sank in nur acht Minuten. 834 Menschen gingen mit dem Schiff unter. 453 Überlebende wurden von britischen Geleitfahrzeugen gerettet.
22. Apr. 1943 Amerika 86 Das dänische Passagier- und Frachtschiff Amerika (10.218 BRT), das seit 1940 unter britischer Flagge für das Ministry of War Transport (MoWT) fuhr, wurde mit Passagieren, Fracht und Post an Bord südlich von Kap Farvel (Grönland) von dem deutschen U-Boot U 306 mit einem Torpedo versenkt. Es war Teil des Konvois HX-234 und hatte Mitglieder der kanadischen Luftwaffe an Bord. 42 Besatzungsmitglieder, sieben Kanoniere und 37 Passagiere starben. 54 Menschen, darunter der Kapitän, überlebten und wurden von einer britischen Korvette an Land gebracht.
27./28. Apr. 1943 Kamakura Maru 2.205 Der japanische Passagierdampfer Kamakura Maru (17.526 BRT), mit 176 Besatzungsangehörigen und 2.494 Passagieren (darunter rund 1.000 Ölarbeiter) an Bord und auf dem Weg von Manila nach Balikpapan, wurde in der Nacht des 27./28. April 1943 in der Sulusee, etwa 30 Seemeilen südwestlich von Panay, von dem amerikanischen U-Boot USS Gudgeon durch zwei Torpedotreffer versenkt. Das große Schiff sank in nur zwölf Minuten. Da das Schiff allein fuhr, wurde es erst vermisst, als es nicht wie geplant in Balikpapan eintraf. Erst ab dem 2. Mai liefen Suchkräfte aus, welche im Verlauf der folgenden zwei Tage insgesamt nur 28 Besatzungsmitglieder und 437 Passagiere nach und nach von Flößen abbergen konnten. 2.205 Menschen kamen bei der Versenkung ums Leben. Die Kamakura Maru war das größte japanische Passagierschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde.
01. Mai 1943 Erinpura 942 Der britische Truppentransporter Erinpura (5.143 BRT), Teil des von Alexandria nach Malta laufenden alliierten Konvois MW-27, wurde in den Abendstunden des 1. Mai etwa 30 Seemeilen nördlich von Bengasi von deutschen Heinkel He 111-Bombern angegriffen und durch einen Volltreffer mit einer 250-Kilogramm-Bombe versenkt. Das Schiff sank in nur vier Minuten. An Bord befanden sich 179 Crew-Angehörige, elf Kanoniere und 1.025 Soldaten, darunter über 700 Basotho-Soldaten aus Südafrika und 140 jüdische Kriegsfreiwillige aus Palästina. Nur 273 Menschen überlebten den Untergang. Unter den 942 Toten waren 663 schwarzafrikanische Soldaten. Die hohe Opferzahl erklärt sich dadurch, dass den Soldaten bei Beginn des Luftangriffes befohlen worden war, unter Deck zu bleiben, um bei Bordwaffenbeschuss die Verluste gering zu halten. Bedingt durch das sehr schnelle Sinken konnten aber nur wenige Soldaten während des Untergangs das Oberdeck wieder erreichen und wurden mit in die Tiefe gerissen.
07. Mai 1943 ZG 3 Hermes 23 Der deutsche Zerstörer ZG 3 Hermes (1414 ts), der einzige Zerstörer der deutschen Kriegsmarine im Mittelmeer, wurde vor La Goulette (Tunis) von der eigenen Besatzung versenkt, um das Schiff einer Erbeutung durch die in Tunesien siegreichen Alliierten zu entziehen. Zuvor war das Schiff bei alliierten Luftangriffen schwer beschädigt und bewegungsunfähig bombardiert worden, wobei 23 Besatzungsmitglieder den Tod gefunden hatten.
07./08. Mai 1943 Kagerō und Kuroshio und Oyashio 192 Während der Rückkehr von einem Versorgungsmarsch nach Vila (Kolombangara) gerieten die drei japanischen Zerstörer Kagero, Kuroshio und Oyashio (je 2.033 ts) in den Abendstunden des 7. Mai in der Blackett Straße auf eine neu ausgelegte amerikanische Minensperre, die nur etwa 24 Stunden zuvor von vier US-Zerstörern gelegt worden war, und erlitten nacheinander mehrere Treffer. Die Kuroshio sank sofort, die beiden anderen Schiffe blieben schwer beschädigt zunächst noch schwimmfähig, werden aber am 8. Mai von amerikanischen Bombern angegriffen und versenkt. Insgesamt starben 192 japanische Seeleute, alleine 91 an Bord der Oyashio. Etwa 620 Mann wurden von anderen japanischen Zerstörern gerettet.
14. Mai 1943 Centaur 268 Vor der Küste des australischen Bundesstaats Queensland versenkte das japanische U-Boot I-177 das unbewaffnete, nicht eskortierte australische Hospitalschiff AHS Centaur (3.222 BRT) mit einem einzigen Torpedo. Das Schiff ging in Flammen auf und sank in drei Minuten. Von den 332 Besatzungsmitgliedern, Ärzten und Krankenschwestern kamen 268 ums Leben. Die 64 Überlebenden wurden 36 Stunden später von dem amerikanischen Zerstörer Mugford gerettet und nach Brisbane gebracht. Die Versenkung hatte öffentliche Proteste zur Folge, doch Japan wies die Anschuldigungen der australischen und britischen Regierung zurück und lehnte jede Verantwortung dafür ab.
17. Juni 1943 Yoma 484 Nordwestlich von Derna (Libyen) versenkte das deutsche U-Boot U 81 beim Angriff auf den alliierten Konvoi GTX-2 den britischen Truppentransporter Yoma (8.131 BRT). Das Schiff, beladen mit 1.128 britischen und 665 freifranzösischen Soldaten, wurde von zwei Torpedos getroffen und sank innerhalb von 15 Minuten. 33 Crew-Angehörige und 451 Soldaten gingen mit dem Transporter unter. Rund 1.480 Überlebende wurden von zwei britischen Minensuchbooten und dem Frachter Fort Maurepas gerettet.
06. Juli 1943 USS Helena 168 Der amerikanische Leichte Kreuzer USS Helena (10.000 ts) geriet im Nachtgefecht im Kula-Golf (Salomonen) mit einer aus zehn Zerstörern bestehenden japanischen Kampfgruppe ins Gefecht und wurde um 2.00 Uhr nachts innerhalb kurzer Zeit von insgesamt drei Torpedos getroffen. Der Kreuzer zerbrach in zwei Teile und sank innerhalb von etwa 15 Minuten. 168 Mann gingen mit dem Schiff unter. Etwa 900 Besatzungsmitglieder wurden von US-Zerstörern gerettet.
10. Juli 1943 USS Maddox 210 Der amerikanische Zerstörer USS Maddox (1.646 ts) wurde während der alliierten Landung auf Sizilien etwa 16 Seemeilen vor der Küste, nahe Gela, von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern versenkt. Das Schiff wurde von einer 500-Kilogramm-Bombe in die achtere Munitionskammer getroffen, explodierte und sank in zwei Minuten. 210 Mann gingen mit dem Zerstörer unter, 74 Crew-Angehörige überlebten.
11. Juli 1943 Duchess of York 34 Der britische Truppentransporter Duchess of York (20.021 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wurde 300 Seemeilen westlich von Vigo (Nordwestspanien) im Konvoi fahrend von drei Focke-Wulf Fw 200 des Kampfgeschwaders 40 bombardiert. Von den über 600 Mann an Bord starben 34 durch den Angriff. Das schwer beschädigte Schiff war nicht mehr zu retten und wurde am folgenden Tag von dem Zerstörer Douglas durch Torpedos versenkt. Die Duchess of York war eines der größten von den Deutschen versenkten alliierten Schiffen im Zweiten Weltkrieg.
13. Juli 1943 Jintsū 482 Während des Nachtgefechtes bei Kolombangara wurde der japanische Leichte Kreuzer Jintsū (7.100 ts) von drei alliierten Kreuzern durch 15,2-cm-Artilleriefeuer und einen Torpedotreffer stark beschädigt und brach gegen 23.45 Uhr auseinander. Mit dem Schiff gingen 482 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Sato Torajiro. Nur etwa 30 Mann überlebten.
22. Juli 1943 Nisshin 1.085 Der als schneller Truppentransporter eingesetzte japanische Flugzeugtender Nisshin (11.321 ts) wurde, mit 630 Soldaten an Bord und auf dem Weg von Rabaul nach Buin, vor der Südostküste von Bougainville von amerikanischen B-24-Bombern und Douglas SBD-Sturzkampfbombern attackiert. Innerhalb von 14 Minuten erhielt das Schiff mindestens sechs Bombentreffer und sank. Von 1.263 Menschen an Bord (630 Soldaten und 633 Seeleute) fanden 1.085 den Tod. Nur 178 Überlebende konnten von Begleitzerstörern gerettet werden.
02. Aug. 1943 USS PT 109 2 Nahe Kolombangara kam es zu einem Gefecht zwischen japanischen Zerstörern und amerikanischen Schnellbooten (PT boats). Dabei rammte und versenkte der japanische Zerstörer Amagiri das Schnellboot USS PT 109 (56 ts), wobei zwei Mann von dessen Besatzung den Tod fanden. Elf Überlebende, darunter der Kommandant, konnten sich an die Küste der nahegelegenen kleinen Insel Kasolo (später Kennedy Island genannt) retten. Der Kommandant von USS PT 109 war Lieutenant (Junior Grade) John F. Kennedy (1917–1963), der 1961 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten wurde.
27. Aug. 1943 HMS Egret 198 In der Biskaya, rund 30 Seemeilen nordwestlich von Vigo, versenkten deutsche Do 217-Kampfflugzeuge aus einer aus vier Schiffen bestehenden alliierten U-Boot-Jagd-Gruppe die britische Fregatte HMS Egret (1.200 ts). Das Schiff wurde von einer gelenkten Gleitbombe Hs 293 getroffen und explodierte. Mit der Fregatte gingen 198 Mann unter, nur 35 Überlebende konnten später von dem kanadischen Zerstörer HMCS Athabaskan (der bei diesem Angriff schwer beschädigt wurde) geborgen werden. Die HMS Egret war das erste Schiff in der Seekriegsgeschichte, das von einer gelenkten Bombe versenkt wurde.
09. Sep. 1943 Roma 1.352 In der Nähe von Capo Testa (Sardinien) versenkten deutsche Do 217-Kampfflugzeuge des Kampfgeschwaders 100 aus einem italienischen Flottenverband, welcher sich im Rahmen der Kapitulation Italiens auf dem Weg nach Malta befand und dort den Alliierten ergeben sollte, das italienische Schlachtschiff Roma (43.624 ts). Das Schiff wurde von zwei neuartigen 1.570-Kilogramm-Lenkbomben des Typs Fritz X getroffen, welche eine verheerende Folgeexplosion der Munition auslösen. Das Schiff zerbrach darauf in zwei Teile und ging mit 1.352 Seeleuten unter. Unter den Toten befand sich auch der italienische Verbandschef, Admiral Carlo Bergamini. 596 Mann wurden von Begleitschiffen gerettet.
10. Sep. 1943 HMS Abdiel 168 Der britische Minenkreuzer HMS Abdiel (2.650 ts), beladen mit 250 Soldaten der britischen 1. Luftlandedivision, lief vor dem Hafen von Tarent auf zwei Grundminen, die nur wenige Stunden zuvor von den deutschen Schnellbooten S 54 und S 61 gelegt worden waren. Die Minen sprengen den Kreuzer in zwei Teile und versenkten das Schiff in nur drei Minuten. Insgesamt kamen 48 Crew-Angehörige und 120 Soldaten ums Leben. Etwa 300 Mann, 130 davon verwundet, wurden gerettet.
10./11. Sep. 1943 USS Rowan 202 Vor dem alliierten Landekopf bei Salerno versenkten deutsche Schnellboote während eines nächtlichen Angriffs auf die südlichen Sicherungsverbände der Landeflotte den amerikanischen Zerstörer USS Rowan (1.637 ts). Das Schiff wurde von zwei Torpedos der Schnellboote S 158 und S 151 (?) getroffen und sank nach einer schweren Folgeexplosion der eigenen Wasserbomben. Von 273 Besatzungsangehörigen fanden dabei 202 den Tod. Die Überlebenden wurden vom amerikanischen Zerstörer USS Bristol gerettet.
13. Sep. 1943 HMHS Newfoundland 21 Das britische Hospitalschiff HMHS Newfoundland (6.791 BRT) wurde etwa 40 Seemeilen vor der italienischen Hafenstadt Salerno durch einen deutschen Luftangriff so schwer beschädigt, dass es in Flammen aufgeht und am Folgetag von dem amerikanischen Zerstörer USS Plunkett versenkt wurde. Sechs britische Krankenschwestern, vier Besatzungsmitglieder, fünf Ärzte und sechs weitere Angehörige des medizinischen Personals kamen durch den Angriff auf das Schiff ums Leben.
20. Sep. 1943 HMCS St. Croix 148 Der kanadische Zerstörer HMCS St. Croix (1.190 ts), Teil der Sicherung des Geleitzuges ON-202, wurde südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 305 durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Das Schiff sank in nur sechs Minuten und riss 148 Crew-Angehörige mit in die Tiefe. 81 Überlebende wurden am nächsten Tag von der britischen Fregatte HMS Itchen gerettet.
21. Sep. 1943 HMS Polyanthus 85 Die britische Korvette HMS Polyanthus (925 ts) wurde südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 952 in den Nachtstunden des 21. September torpediert und versenkt. Das zum Konvoi ON-202 gehörende Schiff sank in vier Minuten. 85 Crew-Angehörige kamen dabei ums Leben, nur ein Mann überlebte.
23. Sep. 1943 HMS Itchen 227 Die britische Fregatte HMS Itchen (1.370 ts), wie der Zerstörer HMCS St. Croix eingesetzt zur Sicherung des Konvois ON-202, wurde südlich von Island von dem deutschen U-Boot U 666 torpediert. Der Torpedotreffer verursachte eine schwere Folgeexplosion der mitgeführten Wasserbomben und der Munition. Die Fregatte wurde völlig zerfetzt und sank innerhalb von Sekunden. Beim Untergang der HMS Itchen starben 147 Crew-Mitglieder der Fregatte und 80 Schiffbrüchige von der HMCS St. Croix, die am 21. September an Bord genommen worden waren. Nur drei Überlebende, einer davon von der HMCS St. Croix, wurden später gerettet.
23. Sep. 1943 Gaetano Donizetti ≈ 1.800 Der unter deutscher Flagge fahrende ehemalige italienische Frachter Gaetano Donizetti (2.428 BRT), auf der Fahrt von Rhodos nach Piräus und von dem deutschen Torpedoboot TA 10 eskortiert, wurde in den Abendstunden südlich von Rhodos von dem britischen Zerstörer HMS Eclipse gestellt und durch Artilleriefeuer versenkt. An Bord des Frachters befanden sich 1.576 italienische Militärinternierte, die nach der italienischen Kapitulation von den Deutschen entwaffnet worden waren, und rund 220 deutsche Wachsoldaten und Seeleute. Da das eskortierende Torpedoboot schwer beschädigt zur Flucht gezwungen wurde und das britische Schiff nach der Versenkung vom Untergangsort ablief, überlebte von den Personen an Bord der Gaetano Donizetti niemand. Schätzungsweise 1.800 Menschen fanden den Tod.
26./27. Sep. 1943 Vasilissa Olga und HMS Intrepid 86 Während der Kämpfe im Dodekanes attackierten 25 deutsche Junkers Ju 88-Bomber des Lehrgeschwaders 1 in einem Nachtangriff den Hafen der Insel Leros. Dabei versenkten sie den auf Seiten der Alliierten kämpfenden griechischen Zerstörer Vasilissa Olga (1.414 ts) und den britischen Zerstörer HMS Intrepid (1.370 ts) durch mehrere Bombentreffer. Insgesamt kamen 86 Seeleute zu Tode, alleine 71 an Bord des griechischen Schiffes. Etwa 280 Mann konnten sich ans Ufer retten.
30. Sep. 1943 Sanct Svithun 47 Vor der Halbinsel Stadlandet wurde das uneskortierte norwegische Passagierschiff Sanct Svithun (1.367 BRT) von sechs alliierten Bristol Beaufighter-Jagdbombern der Royal Canadian Air Force angegriffen. Maschinengewehr- und Kanonenfeuer setzen den Dampfer in Brand, der vor Buholmen strandete und brennend in der Brandung liegt. 35 norwegische Zivilisten und zwölf deutsche Soldaten kamen um. Die Attacke löst heftige Reaktionen seitens der norwegischen Bevölkerung aus.
06. Okt. 1943 Kharkov und Besposhchadny und Sposobny 780 Im Schwarzen Meer, südöstlich der Halbinsel Krim, versenkten deutsche Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber den sowjetischen Flottillenführer Kharkov (2.150 ts) und die beiden Zerstörer Besposhchadny (1.695 ts) und Sposobny (1.686 ts). Die drei Schiffe hatten zuvor einen Vorstoß gegen den von der Wehrmacht noch gehaltenen Hafen Jalta unternommen und wurden auf dem Rückmarsch von den Sturzkampfbombern in mehreren Wellen angegriffen. Die von drei 250-Kilogramm-Bomben getroffene Besposhchadny sank zuerst, wobei nur 41 Mann der Crew überlebten. Insgesamt starben 780 sowjetische Seeleute, nur 123 Überlebende von allen drei Schiffen konnten später gerettet werden. Nach diesem Desaster verbot Stalin den Einsatz von Überwasserschiffen vom Zerstörer aufwärts ohne seine persönliche Genehmigung.
08. Okt. 1943 ORP Orkan 184 Der polnische Zerstörer ORP Orkan (1.935 ts), Teil der Sicherung des alliierten Konvois SC-143, wurde südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 378 attackiert und mit einem akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo ins Achterschiff getroffen. Eine schwere Folgeexplosion der dort gelagerten Wasserbomben versenkte das Schiff in nur fünf Minuten. 177 polnische Crew-Angehörige und sieben britische Techniker gingen mit dem Schiff unter, nur 44 Mann überlebten und werden kurze Zeit später von dem britischen Zerstörer HMS Musketeer gerettet. Es war bis heute (2010) die opferreichste Versenkung eines polnischen Kriegsschiffes.
09. Okt. 1943 USS Buck 150 Der amerikanische Zerstörer USS Buck (1.646 ts) wurde vor dem alliierten Landekopf bei Salerno (Süditalien) von dem deutschen U-Boot U 616 torpediert und versenkt. Das Schiff, auf Sicherungsposten südlich des Invasionsbereiches, wurde in den Nachmittagsstunden von zwei Torpedos des U-Bootes getroffen und sank in nur vier Minuten. 150 Crew-Mitglieder gingen mit der USS Buck unter, 97 Mann überlebten.
13. Okt. 1943 USS Bristol 52 Der amerikanische Zerstörer USS Bristol (1.646 ts) wurde etwa 70 Seemeilen nordwestlich von Bône (Algerien) von dem deutschen U-Boot U 371 torpediert und zerbrach in zwei Teile. 52 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod, rund 200 Mann überlebten und wurden von anderen US-Zerstörern gerettet.
16./17. Oktober 1943 Michel 263 Vor der Küste von Kantō, etwa 50 Seemeilen östlich von Yokohama, versenkte das amerikanische U-Boot USS Tarpon den nach Yokohama laufenden deutschen Hilfskreuzer Michel (4.740 BRT). Das Schiff, welches seit März 1943 von japanischen Häfen aus operiert hatte, wurde in der Nacht von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen und sank nach einer schweren Folgeexplosion der Munition an Bord. 263 Seeleute gingen mit dem Hilfskreuzer unter, darunter auch der Kommandant, Kapitän zur See Günther Gumprich. 113 Überlebende erreichten nach einer drei Tage dauernden Fahrt in Rettungsbooten die japanische Küste. Es war dies die einzige Versenkung eines deutschen Überwasserkriegsschiffes durch ein amerikanisches U-Boot im Zweiten Weltkrieg.
18./19. Oktober 1943 Sinfra 1.857 Der unter deutscher Flagge laufende ehemalige französische Frachter Sinfra (4.444 BRT) wurde nördlich von Kreta, nur etwa sieben Seemeilen von der Küste entfernt, von amerikanischen B-25 Mitchell-Kampfflugzeugen und britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern in den Abendstunden, etwa gegen 22.00 Uhr, attackiert. An Bord befanden sich 2.389 italienische Militärinternierte und 204 deutsche Wachsoldaten und Seeleute sowie Munition und Bomben. Der Transporter wurde von einem Lufttorpedo und einer 227-Kilogramm-Bombe getroffen und geriet in Brand. Gegen 2.30 Uhr nachts, fast viereinhalb Stunden nach dem Angriff, explodierte die Sinfra und sank. Die nur sehr langsam herankommenden deutschen Sicherungskräfte retteten bevorzugt die Angehörigen der Wehrmacht, weswegen letztlich nur 539 Italiener, aber 197 Deutsche den Untergang überlebten. Insgesamt fanden 1.857 Menschen den Tod.
22./23. Okt. 1943 HMS Charybdis und HMS Limbourne 506 Im Ärmelkanal, nordwestlich der Île de Batz, wurde eine zur Suche nach dem deutschen Blockadebrecher Münsterland eingesetzte britische Kampfgruppe, bestehend aus dem Flugabwehrkreuzer HMS Charybdis (5.450 ts) und acht Geleitzerstörern, von fünf deutschen Torpedobooten, die zur Sicherung des Blockadebrechers gehörten, überraschend attackiert. Während des Nachtgefechtes erhielt die HMS Charybdis zwei Torpedotreffer von den Torpedobooten T 27 und T 23 und sank. Mit dem Schiff gingen 464 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain George A. W. Voelcker, unter. Auch der Geleitzerstörer HMS Limbourne (1.050 ts) wurde von einem Torpedo getroffen, der vermutlich vom Torpedoboot T 22 stammte, und musste aufgegeben werden; an Bord des Schiffes fanden weitere 42 Mann den Tod. Insgesamt starben 506 britische Seeleute, etwa 200 Überlebende von beiden Schiffen konnten gerettet werden. Die Deutschen erlitten keine Verluste.
24. Okt. 1943 HMS Eclipse 253 Der britische Zerstörer HMS Eclipse (1.405 ts), im Rahmen der Kämpfe im Dodekanes mit Truppenverstärkungen auf dem Weg nach Leros, lief südlich der Insel Kalymnos auf eine deutsche Minensperre auf erlitt einen Treffer. Das Schiff brach nach einer durch den Minentreffer verursachten Kesselexplosion auseinander und sank innerhalb von nur fünf Minuten. 119 Crew-Mitglieder und 134 eingeschiffte Soldaten kamen dabei ums Leben. Nur etwa 80 Mann überlebten.
01./02. Nov. 1943 Sendai 185 Während des Nachtgefechtes in der Kaiserin-Augusta-Bucht wurde der japanische Leichte Kreuzer Sendai (5.200 ts) gegen Mitternacht von vier amerikanischen Kreuzern beschossen und von rund zwanzig 15,2-cm-Granaten getroffen. Das Schiff geriet daraufhin in Brand und wurde nach rund dreieinhalb Stunden von der Crew aufgegeben. Die Sendai sank etwa gegen 4.30 Uhr, rund 25 Seemeilen südwestlich von Cape Moltke. 185 Besatzungsangehörige, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Shoji Kiichiro, gingen mit dem Kreuzer unter. Rund 270 Mann wurden gerettet.
24. Nov. 1943 USS Liscome Bay 644 Während der amerikanischen Landung auf den Gilbertinseln gelingt dem japanischen U-Boot I 175 nahe Makin die Torpedierung des amerikanischen Geleitflugzeugträgers USS Liscome Bay (7.800 ts). Der Torpedo traf das Bombenlager des Schiffes und verursachte eine verheerende Folgeexplosion, welche das komplette Heck wegsprengt und die den Träger innerhalb weniger Minuten zum Sinken brachte. Mit der USS Liscome Bay gehen der Kommandant, Captain Irving D. Wiltsie, und der Befehlshaber der Deckungsstreitkräfte, Rear Admiral Henry M. Mulinix, sowie 642 Besatzungsangehörige unter. Nur 272 Mann konnten von Zerstörern gerettet werden.
26. Nov. 1943 Rohna 1.138 Der britische Truppentransporter Rohna (8.602 BRT), beladen mit rund 2.000 amerikanischen Soldaten und Crew-Mitgliedern, wurde im Mittelmeer, nördlich Bougie (Algerien), durch einen deutschen Heinkel He 177-Bomber mit der Fernlenkwaffe Henschel Hs 293 versenkt. Mit dem zum Konvoi KMF-26 gehörenden Transporter gehen 1.015 amerikanische Soldaten und 123 Crew-Angehörige unter. Der begleitende Minensucher Pioneer konnte 606 Überlebende aus dem Wasser retten. Sieben leere Landungsfahrzeuge beteiligen sich nicht an der Rettung, deshalb gab es später ein Kriegsgerichtsverfahren. Der Untergang der Rohna wurde in den Einzelheiten bis 1967 geheim gehalten. Dann setzte man den Opfern in Seale (Alabama) ein Denkmal.
02. Dez. 1943 John Harvey ≈ 200 Während eines schweren deutschen Luftangriffs durch 105 Junkers Ju 88-Bomber auf den Hafen von Bari (Süditalien), der zu diesem Zeitpunkt bereits von den Alliierten erobert war, flog der mit Munition beladene amerikanische Frachter John Harvey (7.176 BRT) nach einem Bombentreffer in die Luft. An Bord des Schiffes befinden sich auch etwa 100 Tonnen M47A1-Senfgas-Bomben (von je 45,5 Kilogramm). Durch die verheerende Explosion werden nicht nur 23 weitere Schiffe zerstört oder beschädigt, sondern wurde auch die hochgiftige Substanz im Hafenbereich verteilt. Durch die Explosion der John Harvey fanden geschätzt 200 Personen den Tod (davon starben 83 indirekt in den nachfolgenden Tagen und Wochen nachdem sie in Kontakt mit dem Kampfstoff gekommen waren), über 550 Menschen erleiden zudem Verätzungen oder erblinden. Der Hafen fiel für fast drei Monate als Umschlagplatz für Nachschub aus.
04. Dez. 1943 Chūyō 1.270 Etwa 180 Seemeilen östlich von Hachijō Jima versenkte das amerikanische U-Boot USS Sailfish aus einem von Truk nach Yokosuka laufenden japanischen Flottenverband den mit etwa 800 Passagieren, Soldaten und Kriegsgefangenen beladenen Geleitflugzeugträger Chūyō (17.800 ts) durch insgesamt vier oder fünf (?) Torpedotreffer, welche bei drei Angriffen über einen Zeitraum von fast neun Stunden erzielt werden. Die Chūyō sank schließlich nach dem letzten Angriff innerhalb von nur sechs Minuten und riss 513 Crew-Angehörige, darunter der Kommandant, Kaigun-Taisa Okura Tomasaborou, und 757 Passagiere und Kriegsgefangene mit in die Tiefe. Unter den Toten waren auch 20 gefangene Crew-Angehörige des amerikanischen U-Bootes USS Sculpin, welches am 19. November 1943 von den Japanern nahe Truk versenkte worden war. Nur 161 Überlebende der Chūyō werden von Begleitschiffen gerettet.
12./13. Dez. 1943 HMS Holcombe und HMS Tynedale und U 593 157 Nordwestlich von Bougie (Algerien) attackiert das deutsche U-Boot U 593 den alliierten Konvoi KMS-34, wurde aber von Teilen der Sicherung, darunter fünf Geleitzerstörer, abgedrängt und 32 Stunden lang gejagt. Während der Verfolgung gelingt es U 593 nacheinander die britischen Geleitzerstörer HMS Holcombe (1.037 ts) und HMS Tynedale (1.000 ts) durch akustisch gesteuerte Zaunkönig-Torpedos zu versenken, wobei insgesamt 157 britische Seeleute den Tod fanden (84 an Bord von HMS Holcombe und 73 an Bord von HMS Tynedale). Etwa 160 Überlebende von beiden Schiffen werden von alliierten Sicherungsfahrzeugen geborgen. Das U-Boot selbst musste nach der 32 Stunden andauernden Verfolgung auftauchen und wurde schließlich von dem amerikanischen Zerstörer USS Wainwright und dem britischen Geleitzerstörer HMS Calpe versenkt. Die komplette Crew von U 593 (51 Mann) konnte das U-Boot rechtzeitig verlassen und wurde von den Alliierten gerettet.
26. Dez. 1943 Scharnhorst 1.932 Während eines Einsatzes gegen den alliierten Nordmeergeleitzug JW-55B (Unternehmen Ostfront) geriet das deutsche Schlachtschiff Scharnhorst (35.540 ts) in ein Gefecht mit mehreren britischen Schiffen, darunter das Schlachtschiff Duke of York, der Schwere Kreuzer Norfolk und zwei Leichte Kreuzer. Einer der ersten Treffer zerstört das vordere Funkmessgerät des deutschen Schiffes, das dadurch aufgrund der herrschenden Polarnacht ohne effektive Feuerleitung war. Nach fast zehn Stunden Kampf sank das Schlachtschiff, welches von dreizehn 35,6-cm-Granaten, 15 Torpedos und zahlreichen leichten und mittleren Granaten getroffen worden war, gegen 19.45 Uhr. 1.932 Crew-Mitglieder gingen mit dem Schiff unter. Nur 32 Überlebende konnten von den Briten aus dem eiskalten Polarmeer gerettet werden.
28. Dez. 1943 Z 27 und T 25 und T 26 401 In der Biskaya, etwa 280 Seemeilen westlich von Südfrankreich, versenken die beiden britischen Leichten Kreuzer HMS Enterprise und HMS Glasgow den deutschen Zerstörer Z 27 (2.543 ts) und die beiden Torpedoboote T 25 und T 26 (je 1.294 ts) im Artilleriegefecht. Alle drei Schiffe gehören zu einem aus insgesamt fünf Zerstörern und sechs Torpedobooten bestehenden Verband, welcher den aus Asien kommenden deutschen Blockadebrecher Alsterufer hätte aufnehmen und nach der Gironde einbringen sollen (Operation Trave). Insgesamt 401 deutsche Seeleute, darunter 220 an Bord des Zerstörers, fanden den Tod. 293 Überlebende werden von den britischen Kreuzern oder von spanischen und irischen Schiffen sowie von deutschen U-Booten gerettet.

1944Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
11. Jan. 1944 Kuma 138 Der japanische Leichte Kreuzer Kuma (5.100 ts) wurde etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Penang (Malaysia) von dem britischen U-Boot Tally-Ho zweimal torpedierte. Das Schiff geriet in Brand und sank innerhalb von 30 Minuten. 138 Crew-Angehörige gingen mit dem Schiff unter, etwa 350 Mann, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Sugino Shuichi, werden von einem Begleitzerstörer gerettet.
23. Jan. 1944 HMS Janus 162 Während der alliierten Landung bei Anzio (Mittelitalien) versenken deutsche Heinkel-He-111-Torpedobomber den vor dem Landekopf liegenden britischen Zerstörer HMS Janus (1.690 ts) durch einen Lufttorpedo. Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank mit 162 Crew-Angehörigen an Bord. Nur etwa 80 Überlebende werden von zwei anderen britischen Zerstörern gerettet.
29. Jan. 1944 HMS Spartan 46 Während der alliierten Landung bei Anzio (Mittelitalien) versenken deutsche Do-217-Kampfflugzeuge den vor dem Landekopf liegenden britischen Flugabwehrkreuzer HMS Spartan (5.950 ts) durch eine Gleitbombe vom Typ Henschel Hs 293. Der Kreuzer wurde nahe dem achteren Schornstein getroffen und sank etwa eine Stunde nach dem Einschlag. 46 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod. Etwa 530 Mann werden von Zerstörern abgeborgen.
08. Feb. 1944 Petrella ≈ 2.670 Der in deutschen Diensten stehende Dampfer Petrella (4.785 BRT) transportierte 3.173 italienische Kriegsgefangene, als er bei Kreta von dem britischen U-Boot HMS Sportsman torpediert und versenkte wurde. Das Schiff war zum Zeitpunkt des Angriffs deutlich als Gefangenentransporter gekennzeichnet und trug die Kennungen POW (prisoners of war) auf den Rumpfseiten, wurde aber dennoch attackiert. Schätzungsweise 2.670 Gefangene fanden dabei den Tod. Die hohen Verlustzahlen waren auch darauf zurückzuführen, dass die deutschen Wachmannschaften die eingesperrten Italiener teils nicht frei ließen und sogar auf sie schossen.[2]
12. Feb. 1944 Khedive Ismail und I 27 1.297 + 99 Der zu dem Geleitzug KR-8 gehörende britische Truppentransporter Khedive Ismail (7.290 BRT) wurde im Indischen Ozean, in der Nähe der Malediven, durch das japanische U-Boot I 27 torpediert und versenkt. Von den 1.511 Menschen an Bord überlebten nur 208 Männer und sechs Frauen, 1.297 Menschen fanden den Tod. Ein Teil der Opfer wurde durch Wasserbomben der Geleitschiffe getötet, da die Geleitsicherung das U-Boot unterhalb der im Wasser treibenden Schiffbrüchigen vermutete und dennoch ohne Rücksicht Angriffe mit Wasserbomben fuhr. I 27 wurde schließlich zum Auftauchen gezwungen und durch den britischen Zerstörer HMS Petard versenkt. Von den 100 Mann Besatzung überlebt nur einer.[3]
13. Feb. 1944 Irma 61 In der Bucht von Hustadvika vor den Toren von Kristiansund wurde der norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Irma (1.322 BRT) durch zwei Torpedotreffer und massives Maschinengewehrfeuer versenkt. 61 norwegische Zivilisten starben. Die Schuld wurde zunächst der Royal Navy gegeben. Erst nach Kriegsende kam heraus, dass die Irma von zwei Motortorpedobooten der norwegischen Marine angegriffen worden war.
17. Feb. 1944 Naka 240 Der japanische Leichte Kreuzer Naka (5.113 ts), der dem beschädigten Leichten Kreuzer Agano hätte zu Hilfe kamen sollen (s. unten), wurde etwa 35 Seemeilen nordwestlich des Truk-Atolls von einem US-Großangriff auf das Atoll (Operation Hailstone) überrascht und von Flugzeugen der amerikanischen Flugzeugträger Bunker Hill und Cowpens attackiert. Der Kreuzer sank nach einem Lufttorpedo- und einem Bombentreffer. Mit dem Schiff gingen 240 Seeleute unter, rund 210 Mann überlebten.
17./18. Februar 1944 Agano und Oite 898 Der von zwei Begleitschiffen gesicherte japanische Leichte Kreuzer Agano (6.652 ts) wurde in den Nachmittagsstunden des 16. Februar 1944 etwa 160 Seemeilen nördlich des Truk-Atolls von dem amerikanischen U-Boot Skate zweimal torpedierte und schwer beschädigt. Das Schiff sank schließlich in den Morgenstunden des 17. Februar, etwa gegen 5.20 Uhr. Der den Kreuzer begleitende Zerstörer Oite (1.400 ts) konnte insgesamt 523 Überlebende an Bord nehmen und lief in Richtung Truk ab. 203 Mann der Kreuzercrew kamen bei dem U-Boot-Angriff ums Leben. Kurz bevor der Zerstörer die Schiffbrüchigen auf Truk anlanden konnte, geriet er jedoch am 18. Februar in einen US-Großangriff auf Truk (Operation Hailstone) und wurde von einem Lufttorpedo eines Grumman TBF-Torpedobombers getroffen. Der Zerstörer brach auseinander und sank mit allen 523 Überlebenden der Agano und 172 Crew-Mitgliedern an Bord. Insgesamt starben beim Untergang der beiden Schiffe 898 japanische Seeleute. Nur 20 Mann der Zerstörerbesatzung erreichen später die Küste von Truk.
18. Feb. 1944 HMS Penelope 415 Vor der italienischen Westküste, etwa 35 Seemeilen westlich von Neapel, versenkte das deutsche U-Boot U 410 den in Richtung des alliierten Landekopfes bei Anzio laufenden britischen Leichten Kreuzer HMS Penelope (5.220 ts) durch zwei Torpedotreffer. Eine verheerende Folgeexplosion der Munition brachte den Kreuzer innerhalb von etwa zehn Minuten zum Sinken. Mit dem Schiff gingen 415 Seeleute unter, 206 Mann konnten von Begleitschiffen gerettet werden. Bemerkenswert an dieser Versenkung war, dass dem U-Boot die Torpedierung gelang, obwohl die HMS Penelope zum Zeitpunkt des Angriffs 26 Knoten lief. Es war kein anderer Fall im Zweiten Weltkrieg bekannt, bei welchem einem U-Boot ein Torpedotreffer auf einem so schnell laufenden Überwasserkriegsschiff gelang.
25. Feb. 1944 HMS Mahratta 220 Im Nordmeer, etwa 280 Seemeilen nördlich des Nordkaps, versenkte das deutsche U-Boot U 990 den zum alliierten Nordmeer-Geleitzug JW-57 gehörenden britischen Zerstörer HMS Mahratta (1.920 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Der Zerstörer explodierte sofort und sank in nur zwei Minuten. 220 Crew-Angehörige, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander Eric A. F. Drought, gingen mit dem Schiff unter oder erfrieren im eiskalten Wasser. Nur 16 Überlebende werden später von dem britischen Zerstörer HMS Impulsive gerettet.
01. Mär. 1944 HMS Gould und U 358 123 + 50 Nordnordöstlich der Azoren entdeckt am 28. Februar 1944 eine aus vier Fregatten bestehende britische U-Jagd-Gruppe das deutsche U-Boot U 358. Während einer 38 Stunden dauernden Verfolgung gelingt es dem U-Boot am 1. März, die britische Fregatte HMS Gould (1.192 ts) zu torpedieren und zu versenken, wobei 123 Seeleute ums Leben kamen (und nur 14 Mann der Crew der Fregatte überlebten). Schließlich wurde U 358 aber von der britischen Fregatte HMS Affleck zum Auftauchen gezwungen und durch Geschützfeuer versenkte, wobei 50 deutsche Seeleute starben. Lediglich ein Crew-Mitglied des U-Bootes wurde gerettet.
09. Mär. 1944 USS Leopold 171 Südlich von Island versenkte das deutsche U-Boot U 255 den zum Konvoi CU-16 gehörenden amerikanischen Geleitzerstörer USS Leopold (1.253 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Der Torpedotreffer verursachte eine schwere Folgeexplosion der Wasserbomben, die das Schiff innerhalb von fünf Minuten versenkt. 171 Mann der USS Leopold fanden dabei den Tod, nur 28 Überlebende konnten von dem Geleitzerstörer USS Joyce später geborgen werden.
13. Mär. 1944 Tatsuta 26 Der japanische Leichte Kreuzer Tatsuta (3.950 ts), eingesetzt als Geleitsicherungsfahrzeug zwischen dem japanischen Mutterland und den Marianen, wurde etwa 40 Seemeilen nordnordöstlich von Hachijō Jima von dem amerikanischen U-Boot USS Sand Lance während eines Nachtangriffs zweimal torpedierte. Obwohl die Crew fast zwölf Stunden lang die Wassereinbrüche bekämpft, sank das Schiff in den Nachmittagsstunden des 13. März dennoch. 26 Seeleute kamen durch die Torpedotreffer ums Leben, die restlich Crew von rund 300 Mann wurde von Zerstörern gerettet.
13. Mär. 1944 Peleus 32 Im Mittelatlantik, etwa 500 Seemeilen nördlich von Ascension, versenkte das deutsche U-Boot U 852 den einzeln fahrenden griechischen Frachter Peleus (4.695 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Nach dem Untergang des Schiffes lässt der Kommandant des U-Bootes, Kapitänleutnant Heinz-Wilhelm Eck, Trümmerstücke und Rettungsflöße mit Maschinengewehren und Flak beschießen, um Spuren der Versenkung zu beseitigen. Der Tod von Schiffbrüchigen wurde dabei billigend in Kauf genommen. Insgesamt überlebten nur drei von 35 Crew-Mitgliedern der Peleus die Versenkung. Es war der einzige Fall im Zweiten Weltkrieg, dass Schiffbrüchige von einem deutschen U-Boot aus beschossen und getötet wurden. Nach Kriegsende werden Eck und zwei weitere Besatzungsangehörige von U 852 deswegen von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt (Eck-Prozess) und im November 1945 hingerichtet.
16. Mär. 1944 El Madina 380 Der in britischen Diensten stehende indische Truppentransporter El Madina (3.962 BRT), Teil des von Kalkutta nach Colombo laufenden Konvois HC-44 und mit 32 Crew-Angehörigen und 1.161 indischen und afrikanischen Kolonialsoldaten an Bord, wurde im Golf von Bengalen von dem japanischen U-Boot RO 111 torpediert und versenkt. Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank in nur vier Minuten. 380 Seeleute und Soldaten gehen mit dem Transporter unter, 813 Überlebende werden später von dem norwegischen Frachter Lovstad gerettet.
30. Mär. 1944 HMS Laforey und U 223 189 + 23 Nördlich von Palermo entdeckt eine aus fünf Zerstörern bestehende britische U-Jagd-Gruppe am 29. März das deutsche U-Boot U 223. Nach einer 16 Stunden andauernden Verfolgung mit Wasserbomben wurde U 223 in den frühen Morgenstunden des 30. März zum Auftauchen gezwungen. Bevor die sich nähernden Zerstörer das U-Boot allerdings versenken konnten, feuert U 223 einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo ab, der den britischen Zerstörer HMS Laforey (1.920 ts) traf und diesen innerhalb von zehn Minuten zum Sinken brachte. Mit dem Zerstörer gehen 189 Besatzungsmitglieder, darunter auch der Kommandant, Captain Harold T. Armstrong, unter. Nur 65 Angehörige der Zerstörercrew werden geborgen. An Bord von U 223 starben insgesamt 23 Seeleute, 27 Mann überlebten und werden von den vier verbleibenden britischen Schiffen gerettet.
20. Apr. 1944 Paul Hamilton 580 Der amerikanische Truppentransporter und Munitionsfrachter Paul Hamilton (7.176 BRT), Teil des alliierten Konvois UGS-38 und mit 504 Soldaten, 29 Kanonieren und 47 Crew-Angehörigen an Bord, wurde etwa 30 Seemeilen nordöstlich von Algier von deutschen Junkers Ju 88-Torpedobombern angegriffen und von einem Lufttorpedo getroffen. Der Torpedotreffer verursachte eine verheerende Folgeexplosion der Munitionsladung, die das Schiff zerfetzt und innerhalb von Sekunden versenkt. Von den 580 Menschen an Bord überlebt niemand. Nur eine einzige Leiche wurde später von Begleitschiffen geborgen. Von den anderen Personen an Bord wurde keine Spur mehr gefunden.
27./28. Apr. 1944 USS LST 507 und USS LST 531 639 Ein zur Vorbereitung auf den D-Day abgehaltenes großangelegtes alliiertes Landemanöver in der Lyme Bay (Exercise Tiger) wurde in der Nacht des 27./28. April Ziel eines überraschenden Angriffs von neun deutschen Schnellbooten. Diese versenken mit Torpedoschüssen die beiden mit je rund 700 Soldaten beladenen amerikanischen Landungsschiffe USS LST 507 und USS LST 531 (je 1.625 ts). Das Landungsschiff USS LST 289 wurde zudem durch einen Torpedo schwer beschädigt, konnte aber die Küste erreichen. Im Chaos und in der Dunkelheit sprangen viele Soldaten über Bord und ertranken, da sie von ihrer Ausrüstung unter Wasser gezogen werden. Insgesamt starben 441 amerikanische Soldaten und 198 Angehörige der United States Navy.
28./29. Apr. 1944 HMCS Athabaskan und T 27 129 + 11 Während eines Verlegungsmarsches von Saint-Malo nach Brest treffen die beiden deutschen Torpedoboote T 24 und T 27 vor Saint-Brieuc auf die beiden kanadischen Zerstörer HMCS Athabaskan und HMCS Haida. In einem verworrenen Nachtgefecht wurde zunächst der Zerstörer HMCS Athabaskan (1.927 ts) von zwei Torpedos von T 24 getroffen, explodierte und sank mit 129 Mann an Bord, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander John H. Stubbs. 83 Seeleute überlebten und werden später gerettet. Im Gegenzug schießen die Kanadier das Torpedoboot T 27 (1.294 ts) in Brand, welches an der Küste auf Grund gesetzt werden musste und dort zum Totalverlust wurde. An Bord von T 27 starben elf Seeleute, etwa 190 Mann retten sich ans Ufer.
07. Mai 1944 HMCS Valleyfield 125 Die kanadische Fregatte HMCS Valleyfield (1.445 ts), eingesetzt zur Sicherung des Konvois ONM-234, wurde etwa 50 Seemeilen östlich von Cape Race von dem deutschen U-Boot U 548 attackiert und durch einen Torpedotreffer versenkt. Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank in nur vier Minuten. 125 Seeleute gehen mit der Fregatte unter, nur 38 Mann überlebten.
29. Mai 1944 USS Block Island 6 Im Mittelatlantik, nahe der Kanarischen Inseln, versenkte das deutsche U-Boot U 549 den amerikanischen Geleitträger USS Block Island (7.800 ts) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff sank langsam, weswegen fast die komplette Crew gerettet werden konnte, nur sechs Mann fanden den Tod. Die USS Block Island war der einzige amerikanische Flugzeugträger-Verlust im Atlantik und zugleich auch der einzige, welcher von einem deutschen U-Boot verursachte wurde.
01. Juni 1944 USS Herring 84 Vor der Insel Matua (Kurilen), etwa eine Seemeile vor der Küste, wurde das amerikanische U-Boot USS Herring (1.525 ts) von japanischen Küstenbatterien getroffen und durch mindestens zwei direkte 14-cm-Treffer versenkt. Die gesamte Besatzung von 84 Mann fand dabei den Tod. Es war mutmaßlich die einzige Versenkung eines U-Bootes durch Küstengeschütze in der Seekriegsgeschichte.
06. Juni 1944 Svenner 33 Während des Beginns der alliierten Landung in der Normandie greifen vier deutsche Torpedoboote die alliierte Landeflotte an und versenken dabei den norwegischen Zerstörer Svenner (1.710 ts) durch zwei Torpedotreffer. 33 Mann gingen mit dem Schiff unter, etwa 170 Seeleute wurden gerettet. Die Svenner war der einzige alliierte Schiffsverlust am ersten Invasionstag, der durch deutsche Seestreitkräfte verursachte wurde.
06. Juni 1944 USS Corry 24 Während der alliierten Landung in der Normandie wurde der zur Artillerieunterstützung vor der Küste liegende amerikanische Zerstörer USS Corry (1.830 ts) von der deutschen schweren Marine-Küstenbatterie St. Marcouf beschossen und erhielt mindestens drei 21-cm-Treffer, die den Kiel des Schiffes brechen und starke Wassereinbrüche verursachen. Zudem fiel die gesamte Stromversorgung aus, weswegen auch die Pumpen versagen. Die USS Corry sank etwa drei Seemeilen von der Küste entfernt. 24 Mann der Crew werden dabei getötet.
09. Juni 1944 USS Meredith 35 Der auf der Seine ankernde amerikanische Zerstörer USS Meredith (2.200 ts) brach nach einem Bombentreffer während eines deutschen Luftangriffs in zwei Teile und sank innerhalb kurzer Zeit. Zwei Tage zuvor war der Zerstörer vor der Seinemündung auf eine Mine gelaufen und dabei schwer beschädigt worden.
09. Juni 1944 Tanais ≈ 520 Nördlich von Kreta, etwa 30 Seemeilen nordöstlich von Iraklio, versenkte das britische U-Boot HMS Vivid den deutschen Frachter Tanais (1.545 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 263 aus Kreta stammende Juden, die von den Deutschen auf das Festland hätten deportiert werden sollen, und rund 230 italienische Kriegsgefangene sowie 26 deutsche Crew-Angehörige unter. Schätzungsweise 520 Menschen kamen ums Leben. Ob und inwieweit es Überlebende gegeben hatte, war unklar.
13. Juni 1944 HMS Boadicea 174 Der zum Schutz der alliierten Invasionsstreitkräfte vor der Normandie-Küste eingesetzte britische Zerstörer HMS Boadicea (1.360 ts) wurde etwa zwölf Seemeilen südwestlich des Portland Bill Lighthouse von deutschen Do 217-Kampfflugzeugen mit Henschel Hs 293-Gleitbomben angegriffen und sank nach zwei Volltreffern. Mit dem Schiff gingen 174 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander Frederick W. Hawkins. Nur zwölf Mann überlebten.
15. Juni 1944 HMS Mourne 110 Im Ärmelkanal versenkte das deutsche U-Boot U 767 die zum Schutz der alliierten Invasionsstreitkräfte eingesetzte britische Fregatte HMS Mourne (1.370 ts). Das Schiff wurde von einem akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo getroffen und von einer Folgeexplosion der eigenen Wasserbomben zerfetzt. 110 Crew-Angehörige gehen mit der Fregatte unter, nur drei Mann überlebten.
19. Juni 1944 Taihō 660 Während der Schlacht in der Philippinensee wurde japanische Flugzeugträger Taihō (29.770 ts), zum Zeitpunkt der Schlacht der modernste Träger der japanischen Marine, vom amerikanischen U-Boot Albacore gegen 8.10 Uhr morgens torpedierte. Der Torpedotreffer verursachte zwar keine schweren Schäden, doch strömt aus einem beschädigten Treibstofftank unbemerkt Benzin aus und bewirkt die Ansammlung eines hochexplosiven Gasgemisches in den unteren Schiffsräumen. Knapp sieben Stunden später explodieren die Benzindämpfe und verwüsten die Taihō völlig. Der Träger musste aufgegeben werden und sank gegen 16.30 Uhr. 660 Mann gingen mit dem Schiff unter, etwa 1.100 Seeleute konnten gerettet werden.
19. Juni 1944 Shōkaku 1.272 Während der Schlacht in der Philippinensee wurde der japanische Flugzeugträger Shōkaku (25.675 ts) vom amerikanischen U-Boot USS Cavalla attackiert und gegen 11.20 Uhr von drei Torpedos getroffen. Knapp 50 Minuten lang kämpft die Crew gegen die Wassereinbrüche und die im Inneren tobenden Brände, dann explodierte in der Hitze ein Bombenlager, was wiederum einen zusätzlichen starken Treibstoffbrand verursachte. Noch ehe die Crew den brennenden Träger verlassen und der Order zum Aufgeben des Schiffes nachkommen konnte, sank die Shōkaku plötzlich sehr schnell über den Bug und riss 1.272 Seeleute mit in die Tiefe. Nur 570 Überlebende konnten vom Leichten Kreuzer Yahagi und zwei Zerstörern gerettet werden.
20. Juni 1944 Hiyō 247 Während der Schlacht in der Philippinensee wurde der japanische Flugzeugträger Hiyō (26.949 ts) von Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Enterprise und USS Belleau Wood angegriffen und von zwei Bomben und einem Lufttorpedo getroffen, was starke Brände an Bord verursachte. Knapp zwei Stunden nach dem Angriff zerstört eine Folgeexplosion der eigenen Munition das Schiff, das daraufhin aufgegeben werden musste und sank. 247 Crew-Angehörige fanden dabei den Tod, etwa 1.000 Überlebende werden von Begleitzerstörern geborgen.
24. Juni 1944 HMT Derrycunihy 214 Der britische Truppentransporter HMT Derrycunihy (7.176 BRT), beladen mit rund 600 Soldaten, Munition und Fahrzeugen, geriet vor den alliierten Landeabschnitten in der Normandie, etwa auf halber Strecke zwischen Juno Beach und Sword Beach, auf eine deutsche akustisch gezündete Seemine, die das Schiff in zwei Teile sprengt und versenkt. Brennender Treibstoff und explodierende Munition verursachen zudem schwere Opfer unter den Soldaten an Bord. Insgesamt kamen 189 Soldaten und 25 Crew-Angehörige ums Leben, etwa 150 Mann werden verwundet. Es war dies der schwerwiegendste britische Schiffsverlust vor den Invasionsstränden der Normandie.
25. Juni 1944 Tango Maru und Ryusei Maru ≈ 8.000 Aufgrund entschlüsselter Funksprüche greift das amerikanische U-Boot USS Rasher bei Lombok (Indonesien) einen japanischen Konvoi an und versenkte erst den Frachter Tango Maru (6.200 BRT) mit 3.500 Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen an Bord sowie später auch den Truppentransporter Ryusei Maru, auf dem sich 6.600 Soldaten befinden. An Bord der Tango Maru starben etwa 3.000 Menschen, mit Ryusei Maru gehen 4.998 Soldaten und Besatzungsmitglieder unter.
29. Juni 1944 H. G. Blasdel 76 Etwa 30 Seemeilen südlich der Isle of Wight torpedierte das deutsche U-Boot U 984 den zum Konvoi ECM-17 gehörenden amerikanischen Transporter H. G. Blasdel (7.176 BRT). Das Schiff, beladen mit Panzern, Lastwagen und 436 Soldaten, welche in Richtung der Invasionsstrände an der Normandieküste hätten transportiert werden sollen, wurde schwer beschädigt und brach knapp sechs Stunden später auseinander. Die Masse der insgesamt 508 Personen an Bord (436 Soldaten und 72 Crew-Angehörige) konnte von Landungsschiffen gerettet werden, aber 76 Soldaten starben durch die Torpedierung. Etwa 180 Soldaten werden zudem verwundet.
29. Juni 1944 Toyama Maru ≈ 5.600 Auf dem total überladenen japanischen Truppentransporter Toyama Maru (7.089 BRT) befinden sich 6.000 Soldaten einer Infanteriebrigade, die von Kyushu (Japan) nach Okinawa gebracht werden sollen, als er von dem amerikanischen U-Boot USS Sturgeon torpedierte wurde. Etwa 5.600 Soldaten werden durch die Torpedoexplosionen getötet, ertranken oder verbrennen, als die ebenfalls an Bord befindliche Ladung Benzinfässer in Brand geriet.
02. Juli 1944 Jean Nicolet 77 Südwestlich von Indien, nahe dem Chagos-Archipel, versenkte das japanische U-Boot I 8 den amerikanischen Frachter Jean Nicolet (7.176 BRT) durch Torpedotreffer. Die 100 Mann starke Besatzung wurde danach an Bord des U-Bootes geholt, wo die Japaner 77 Schiffbrüchige mit Bajonetten und Pistolenschüssen ermorden. Nach zwei Stunden taucht das U-Boot und lässt 23 noch lebende Crew-Angehörige der Jean Nicolet auf dem Meer zurück, welche einige Stunden später von einem indischen Schiff geborgen werden. Der Kommandant des U-Bootes I 8, Kaigun-Taisa Ariizumi Tatsunosuke, begeht 1945 Selbstmord und konnte später nicht mehr für das Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht werden.
08. Juli 1944 ORP Dragon 23 Vor der Küste der Normandie wurde der polnische Leichte Kreuzer ORP Dragon (4.276 ts), während einer Operation zur Beschießung deutscher Stellungen nahe Caen, von deutschen Kleinst-U-Booten vom Typ Neger angegriffen und von einem Torpedo getroffen. Das Schiff wurde schwer beschädigt und musste an der Küste auf Grund gesetzt werden. 23 polnische Seeleute fanden dabei den Tod. Da eine Bergung als nicht mehr lohnend angesehen wurde, wurde der Kreuzer am 10. Juli 1944 schließlich aufgegeben und später vor dem Landeabschnitt Juno Beach als künstlicher Wellenbrecher von der eigenen Mannschaft versenkt.
20. Juli 1944 HMS Isis 155 Der britische Zerstörer HMS Isis (1.370 ts) wurde vor der Küste der Normandie, etwa fünf Seemeilen nordöstlich des Landeabschnitts Juno Beach, von deutschen Kleinst-U-Booten vom Typ Neger torpedierte, brach auseinander und sank innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff gingen 154 Crew-Angehörige sowie der Kommandant, Lieutenant Henry D. Durell, unter. Nur 44 Mann überlebten und werden von einem britischen Minensuchboot und US-Küstenwachschiffen gerettet.
20. Juli 1944 Vital de Oliveira 100 Vor der Südostküste Brasiliens, etwa 25 Seemeilen südlich São Sebastião, versenkte das deutsche U-Boot U 861 den brasilianischen Truppentransporter Vital de Oliveira (1.737 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Das ältere Schiff sank in nur sechs Minuten. 100 Soldaten und Seeleute fanden dabei den Tod, 175 Überlebende werden von dem brasilianischen U-Boot-Jäger Javarí und einem Fischerboot gerettet.
03. Aug. 1944 Koshu Maru 1.540 Der japanische Transporter Koshu Maru (2.295 BRT) transportierte 1.513 indonesische Zwangsarbeiter, Rüstungsmaterial und 540 andere Passagiere nach Makassar auf Celebes, als er in der Meeresstraße zwischen Borneo und Celebes von dem amerikanischen U-Boot USS Ray torpediert und versenkte wurde. Beim Untergang des Schiffs starben 273 Passagiere, 28 Besatzungsmitglieder und 1.239 der Arbeiter.
05. Aug. 1944 Mefkure 305 Der kleine türkische Motorsegler Mefkure (52 BRT) wurde im Schwarzen Meer, etwa 25 Seemeilen nordöstlich von İğneada, von dem sowjetischen U-Boot ShCh-215 (unter dem Kommando von Kapitän 3. Ranges A. I. Strizhak) mit dem Deckgeschütz beschossen und innerhalb von 30 Minuten versenkt. An Bord des kleinen Schiffes befinden sich 310 jüdische Flüchtlinge, die von Constanța (Rumänien) aus nach Istanbul fliehen wollten, um dem Holocaust zu entgehen, sowie sechs türkische Seeleute. Bei der Beschießung und beim Untergang starben 305 Menschen (darunter 37 Kinder), nur elf Überlebende werden am nächsten Tag von dem ebenfalls mit jüdischen Flüchtlingen beladenen und nach Istanbul laufenden türkischen Motorsegler Bulbul gerettet.
12. Aug. 1944 Marina Raskowa und T 114 und T 118 373 Der von Archangelsk nach Port Dikson laufende sowjetische Kleinkonvoi BD-5 wurde in der Karasee, nahe der Insel Bely, von dem deutschen U-Boot U 365 angegriffen, welches innerhalb von fünf Stunden sowohl den Frachter Marina Raskowa (5.685 BRT), das einzige Frachtschiff des Geleitzuges, als auch die beiden zur Sicherung eingesetzten sowjetischen Minensuchboote T 114 (625 ts) und T 118 (625 ts) durch insgesamt sieben Torpedoschüsse versenken konnte. 373 Menschen gehen mit den drei Schiffen unter. 259 Überlebende werden am nächsten Tag von einem Minensuchboot und sowjetischen Berijew MBR-2-Seenot-Flugbooten gerettet.
21. Aug. 1944 HMS Kite 217 In der Barentssee versenkte das deutsche U-Boot U 344 die zum alliierten Geleitzug JW-59 gehörende britische Sloop HMS Kite (1.350 ts) durch zwei Treffer mit neuartigen sogenannten Flächen-Absuch-Torpedos (FAT). Das Schiff zerbrach in zwei Teile und sank innerhalb weniger Minuten. 212 Mann gingen mit dem Schiff unter oder erfrieren im eiskalten Wasser. Nur 14 Mann werden etwa 40 Minuten nach dem Untergang von dem britischen Zerstörer HMS Keppel gerettet. Von den Geretteten starben aber später noch einmal fünf an Bord des Zerstörers, so dass von insgesamt 226 Crew-Angehörigen 217 den Tod fanden.
22. Aug. 1944 Tsushima Maru 1.529 Der japanische Frachter Tsushima Maru (6.754 BRT), Teil des Geleitzuges NAMO-103, sollte 1.788 japanische Zivilisten, darunter viele Schulkinder mit ihren Lehrern, von Okinawa nach Kagoshima in Sicherheit zu bringen, wurde aber kurz nach der Abfahrt nahe Akuseki Jima von dem amerikanischen U-Boot USS Bowfin torpediert und versenkt. 1.529 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben, von den 741 Kindern an Bord überlebten nur 59. Die Überlebenden werden erst nach drei Tagen von Küstenfahrzeugen gerettet.
30. Aug. 1944 Jacksonville 76 Etwa 50 Seemeilen nördlich von Londonderry torpediert und versenkte das deutsche U-Boot U 482 den zum alliierten Konvoi CU-36 gehörenden amerikanischen Tanker Jacksonville (10.448 BRT). Das Schiff, beladen mit über 140.000 Barrel Benzin, explodierte sofort in einer über 150 Meter hohen Stichflamme. In der Feuersbrunst kamen 76 von 78 Crew-Angehörigen des Schiffes ums Leben. Der amerikanische Geleitzerstörer USS Poole konnte später nur zwei verletzte Überlebende aufnehmen.
08. Sep. 1944 Rex 0 Der italienische Luxusliner Rex (51.062 BRT), das größte jemals in Italien gebaute Passagierschiff, das nach der italienischen Kapitulation 1943 an die Deutschen gefallen und als Stations- und Lazarettschiff genutzt worden war, wurde nahe Triest von britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern mit Raketen in Brand geschossen. Der große Dampfer brennt vier Tage lang und kenterte schließlich im flachen Küstengewässer nahe der Insel Koper. Zuvor hatten die Alliierten befürchtet, dass die Deutschen das Schiff als Blockschiff im Hafen von Triest versenken wollten, weswegen der Luftangriff angeordnet worden war. Das Wrack wurde ab 1947 abgebrochen.
08. Sep. 1944 Empire Heritage 112 Der große britische Tanker Empire Heritage (15.702 BRT), Teil des alliierten Konvois HX-305, wurde etwa 25 Seemeilen westnordwestlich von Malin Head von dem deutschen U-Boot U 482 zweimal torpedierte. Das Schiff kenterte und sank innerhalb von 17 Minuten, wobei 112 Menschen den Tod fanden (50 Crew-Angehörige, acht Kanoniere, ein Armeeangehöriger und 53 Passagiere). Nur 51 Überlebende werden später von dem britischen U-Jagd-Trawler HMS Northern Wave gerettet.
09. Sep. 1944 San Marco ≈ 150 Der kleine italienische Passagier- und Küstendampfer San Marco (276 BRT) fiel in der nördlichen Adria zwischen Savudrija (Kroatien) und Piran (Slowenien) einem deutschen Fliegerangriff zum Opfer. Etwa 150 zivile Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter viele Frauen und Kinder, kamen ums Leben.
12. Sep. 1944 Rakuyo Maru 1.018 Das japanische Fracht- und Passagierschiff Rakuyo Maru (9.500 BRT) soll 1.318 überwiegend britische und australische Kriegsgefangene, die den Bau des Death Railway zwischen Burma und Thailand überlebt haben, von Singapur nach Japan bringen. Der Konvoi wurde jedoch südlich von Taiwan von amerikanischen U-Booten angegriffen. Hierbei versenkte die USS Sealion die Rakuyo Maru. Fast alle Gefangenen konnten sich aus dem Schiff retten, doch die japanischen Eskortschiffe nehmen lediglich 157 Schiffbrüchige an Bord und überlassen den Rest seinem Schicksal. 159 Männer, von denen sieben nach ihrer Rettung starben, werden von amerikanischen U-Booten gerettet, 1.009 Kriegsgefangene und 9 japanischer Besatzungsmitglieder starben.
17. Sep. 1944 Unyō ≈ 240 Der japanische Geleitflugzeugträger Unyō (17.830 ts), auf dem Weg von Singapur nach Fukuoka und Teil der Eskorte des Konvois HI-74, wurde in den Nachtstunden südöstlich von Hongkong von zwei Torpedos des amerikanischen U-Bootes USS Barb getroffen und schwer beschädigt. An Bord befinden sich rund 800 Crew-Angehörige und etwa 200 Werftarbeiter und Passagiere. Sieben Stunden lang kämpft die Crew gegen die Wassereinbrüche, dann sank das Schiff in den Morgenstunden über den Bug. Mit dem Träger gehen rund 240 Seeleute und Passagiere unter, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kimura Ikuzo. 761 Mann werden von Geleitschiffen gerettet.
18. Sep. 1944 Junyo Maru ≈ 5.620 Der japanische Frachter Junyo Maru (5.065 BRT), mit 4.200 indonesischen Zwangsarbeitern und 1.449 alliierten Kriegsgefangenen (darunter 1.377 Holländer) sowie rund 700 japanischen Soldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Batavia (Java) nach Padang (Sumatra), wurde kurz vor seiner Ankunft durch das britische U-Boot HMS Tradewind torpedierte. Das völlig überladene Schiff erhielt einen Torpedotreffer und sank etwa 18 Seemeilen südwestlich von Mukomuko (Sumatra). Beim Untergang des Schiffs starben etwa 5.620 Menschen. 723 Überlebende werden von zwei japanischen Begleitschiffen gerettet. Es war dies die schlimmste und opferreichste Schiffsversenkung während des gesamten Pazifikkrieges.
22. Sep. 1944 Hofuku Maru 1.047 Der japanische Transporter Hofuku Maru (5.825 BRT) mit 1.289 britischen und holländischen Kriegsgefangenen an Bord war Teil des Konvois MATA-27, der von Manila nach Japan fahren soll, aber vor der Küste von Luzon von amerikanischen Kampfflugzeugen angegriffen wurde. 40 Maschinen attackieren die Hofuku Maru und versenken das Schiff, wobei 1.047 der Gefangenen starben.
22. Sep. 1944 Moero 655 Während der Räumung von Reval durch die Wehrmacht wurde der mit 1.273 Flüchtlingen, Soldaten und Verwundeten beladene deutsche Frachter Moero (5.272 BRT) nahe Windau von sowjetischen Douglas A-20-Bombern angegriffen und durch einen Lufttorpedo versenkt. 655 Menschen gingen mit dem Schiff unter. 618 Überlebende werden von Minensuchbooten gerettet.
23./24. Sep. 1944 Brillant 64 In der Karasee, nahe den Mohn-Inseln, versenkte das deutsche U-Boot U 957 die sowjetische Korvette Brilliant (550 ts). Das Schiff, eingesetzt zur Sicherung des von der Laptewsee in Richtung Port Dikson laufenden sowjetischen Konvois VD-1, wurde gegen Mitternacht torpedierte und sank innerhalb weniger Minuten. Von den 64 Besatzungsangehörigen konnte niemand gerettet werden.
25. Sep. 1944 USS Miantonomah 58 Der amerikanische Minenleger USS Miantonomah (3.110 ts), eingesetzt zur Unterstützung der alliierten Minenräumkräfte vor den kurz zuvor von den Alliierten befreiten Häfen in Nordwestfrankreich, geriet vor dem Hafen von Le Havre auf eine deutsche Grundmine. Die Explosion der Mine zertrümmert den Kiel und lässt auch die Kessel des Schiffes platzen, welches daraufhin kenterte und innerhalb von 20 Minuten sank. 58 von 202 Crew-Angehörigen fanden dabei den Tod.
27. Sep. 1944 Ural Maru ≈ 2.000 Der japanische Frachter Ural Maru (6.374 BRT), Teil des von Miri (Borneo) nach Manila laufenden Konvois MIMA-11 und mit (geschätzt) 6.000 Menschen an Bord (darunter japanische Verwundete, Krankenschwestern und sogenannte Trostfrauen), wurde westlich von Luzon von dem amerikanischen U-Boot USS Flasher durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Das Schiff war nicht als Verwundetentransporter gekennzeichnet. Die Anzahl der Todesopfer war nicht ganz gesichert, es wurde aber geschätzt, dass rund 2.000 Menschen beim Untergang ums Leben gekommen waren. Etwa 4.000 Überlebende sollen von japanischen Eskortschiffen gerettet worden sein.
23. Okt. 1944 Atago 359 In der Palawanstraße (Philippinen) versenkte das amerikanische U-Boot Darter den japanischen Schweren Kreuzer Atago (13.140 ts) durch vier Torpedotreffer. Das Schiff, Teil der an der Leyte-Schlacht teilnehmenden japanischen Seestreitkräfte, sank innerhalb von 20 Minuten. 359 Seeleute kamen ums Leben, 529 Mann werden von japanischen Zerstörern gerettet, darunter auch der Kommandant.
23. Okt. 1944 Maya 336 In der Palawanstraße (Philippinen) versenkte das amerikanische U-Boot USS Dace aus einem japanischen Flottenverband den Schweren Kreuzer Maya (13.140 ts) durch vier Torpedotreffer. Das Schiff kenterte und sank in nur acht Minuten. Die Amerikaner hatten zuvor durch ihre Funkaufklärung von der Route des Verbandes, der Teil der an der Leyte-Schlacht teilnehmenden japanischen Seestreitkräfte war, erfahren. Mit dem Schiff gingen 336 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Ooe Ranji, unter. Etwa 770 Mann werden vom Zerstörer Akishimo gerettet.
24. Okt. 1944 Arisan Maru ≈ 1.890 Der japanische Transporter Arisan Maru (6.886 BRT), auf dem Weg von Manila nach Japan, hatte knapp 1.800 amerikanische Kriegsgefangene sowie rund 100 philippinische Zivilinternierte an Bord, als er etwa 200 Seemeilen nordwestlich von Luzon durch das amerikanische U-Boot USS Snook dreimal torpediert und versenkte wurde. Da die Geleitschiffe nur die japanische Besatzung retten, überlebten nur acht (oder neun?) Kriegsgefangene. Schätzungsweise 1.890 Menschen starben, darunter 1.782 amerikanische Kriegsgefangene. Es war dies die höchste Zahl an amerikanischen Todesopfern bei einer einzigen Schiffsversenkung bis heute (2010).
24. Okt. 1944 Musashi 1.023 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte wurde das japanische Schlachtschiff Musashi (69.646 ts) in der Sibuyan-See von über 250 amerikanischen Trägerflugzeugen der Task Force 38 in mehreren Wellen angegriffen und versenkt. Die Attacken ziehen sich über einen Zeitraum von fast sechs Stunden hin. Nach mindestens 19 Lufttorpedo- und 17 Bombentreffern kenterte das Schiff in den Abendstunden und sank. Von 2.399 Besatzungsangehörigen kamen 1.023 ums Leben, darunter auch der Kommandant, Konteradmiral Inoguchi Toshihira. Die Überlebenden werden von japanischen Zerstörern gerettet.
24. Okt. 1944 Princeton 193 Der amerikanische Flugzeugträger Princeton (11.000 ts) wurde während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte etwa 100 Seemeilen nordöstlich von Luzon von einem japanischen Flugzeug mit einer 250-Kilogramm-Bombe getroffen und geriet in Brand. Knapp sechs Stunden später verwüstet eine verheerende Folgeexplosion der Munition und des Treibstoffs das Schiff, das kurz darauf sank. Die schwere Explosion verursachte auch starke Schäden an Bord des zu Hilfeleistungen längsseits liegenden amerikanischen Leichten Kreuzers USS Birmingham. Insgesamt starben 108 Seeleute an Bord der USS Princeton und 85 an Bord des Kreuzers. 1.361 Mann der Crew des Trägers konnten gerettet werden.
25. Okt. 1944 USS Gambier Bay 130 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte versenken japanische Schlachtschiffe und Kreuzer vor Samar den amerikanischen Geleitträger USS Gambier Bay (7.800 ts). Das Schiff wurde von zahlreichen 20,3-cm- und 40,6-cm-Granaten getroffen und sank etwa 90 Minuten nach Beginn des Gefechts. Mit dem Schiff gingen 130 Seeleute unter, etwa 800 Mann wurden gerettet.
25. Okt. 1944 USS St. Lo 126 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte versenkte ein japanischer Kamikaze-Bomber vor Samar den amerikanischen Geleitträger USS St. Lo (7.800 ts). Das Flugzeug traf das Achterschiff, worauf dort ein starker Brand ausbricht, welcher nicht mehr gelöscht werden konnte. Eine schwere Folgeexplosion des Treibstoffs und der eigenen Munition verwüstet den Träger kurze Zeit später. Etwa 30 Minuten nach dem Treffer sank die USS St. Lo. 126 Mann der Crew kamen ums Leben. Etwa 800 Seeleute werden von Begleitschiffen abgeborgen.
25. Okt. 1944 USS Hoel 253 Der amerikanische Zerstörer USS Hoel (2.050 ts) wurde während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte von einer aus Schlachtschiffen und Kreuzern bestehenden japanischen Kampfgruppe vor Samar durch Artilleriefeuer schwer getroffen und sank nach etwa 40 Treffern gegen 8.55 Uhr. 253 Mann gingen mit dem Schiff unter. Nur 86 Seeleute überlebten.
25. Okt. 1944 Chiyoda ≈ 800 Der japanische Flugzeugträger Chiyoda (11.200 ts) wurde während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen attackiert und von vier 454-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff blieb manövrierunfähig liegen und wurde, da die übrigen japanischen Schiffe sich nach erfolglosen Schleppversuchen zurückziehen und die Crew nicht abbergen, von einer aus vier Kreuzern und neun Zerstörern bestehenden US-Kampfgruppe gesichtet und durch Artilleriefeuer versenkt. Da zuvor niemand abgeborgen wurde, ging die gesamte Besatzung mit dem Träger unter; schätzungsweise 800 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Jyo Eiichiro, fanden den Tod.
25. Okt. 1944 Zuikaku 843 Der japanische Flugzeugträger Zuikaku (25.675 ts) wurde während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen gegen 13.45 Uhr attackiert und von sieben Lufttorpedos und neun Bomben getroffen. Das Schiff sank daraufhin innerhalb von etwa 30 Minuten. 843 Crew-Angehörige, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaizuka Takeo, gehen mit dem Träger unter. 862 Mann werden von japanischen Zerstörern gerettet.
25. Okt. 1944 Chitose 904 Der japanische Flugzeugträger Chitose (11.200 ts) wurde während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen angegriffen und von drei Lufttorpedos getroffen. Etwa eine Stunde nach dem Angriff kenterte der Träger und sank. Mit der Chitose gehen der Kommandant, Kaigun-Taisa Kishi Yoshiyuki, und 903 Besatzungsmitglieder unter. 601 Überlebende werden vom Leichten Kreuzer Isuzu und einem Zerstörer geborgen.
25. Okt. 1944 Fusō ≈ 1.400 Während der Seeschlacht in der Straße von Surigao versenken amerikanische Schnellboote und Zerstörer im Nachtangriff mit drei oder vier Torpedotreffern (?) das japanische Schlachtschiff Fusō (34.700 ts). Das Schiff kenterte in den frühen Morgenstunden, etwa gegen 3.45 Uhr, und ging mit der gesamten Crew von rund 1.400 Mann unter. Es war nicht bekannt, ob Besatzungsangehörige überlebt haben. Die Fusō war damit mutmaßlich das größte Kriegsschiff, welches im Zweiten Weltkrieg mit der gesamten Besatzung in Verlust geriet.
25. Okt. 1944 Yamashiro 1.636 Während der Seeschlacht in der Straße von Surigao wurde das japanische Schlachtschiff Yamashiro (34.700 ts) von weit überlegenen amerikanischen Seestreitkräften, darunter sechs Schlachtschiffe, im Nachtgefecht zusammengeschossen. Das Schiff sank gegen 4.10 Uhr nach zahlreichen schweren 35,6-cm- und 40,6-cm-Artillerie- und mindestens zwei Torpedotreffern. Mit der Yamashiro gehen 1.636 Seeleute unter, darunter auch der Befehlshaber der japanischen Kampfgruppe, Vizeadmiral Shōji Nishimura. Nur zehn Mann der Crew überlebten.
31. Okt. 1944 Bremerhaven 376 Das deutsche Lazarettschiff Bremerhaven (5.355 BRT), mit 1.671 Verwundeten, 680 Flüchtlingen, 711 Soldaten und Arbeitskräften und 109 Crew-Angehörigen (darunter 42 Angehörige des medizinischen Personals) an Bord auf dem Weg von Windau nach Gotenhafen, wurde in der Danziger Bucht von fünf sowjetischen Flugzeugen attackiert. Das Schiff wurde von einem Lufttorpedo und zwei Bomben getroffen und geriet in Brand. Knapp zehn Stunden nach dem Angriff kenterte das Schiff und sank. Von den 3.171 Menschen an Bord konnten 2.795 von heraneilenden Schleppern und Hafenbooten gerettet werden, aber 376 Verwundete kamen in den Flammen um.
05. Nov. 1944 Nachi 881 In der Manilabucht, südlich von Corregidor, versenken rund 70 Flugzeuge der amerikanischen Flugzeugträger Lexington und Ticonderoga den japanischen Schweren Kreuzer Nachi (10.000 ts). Das Schiff wurde von sieben oder acht Lufttorpedos, 20 Bomben und zahlreichen Raketen getroffen und wurde von mehreren schweren Folgeexplosionen in mehrere Teile zerrissen. 881 Crew-Mitglieder, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Enpei Kanooka, und Stabsangehörige der japanischen 5. Flotte, gehen mit dem Kreuzer unter. Nur etwa 220 Mann überlebten.
12. Nov. 1944 Tirpitz 1.204 Das deutsche Schlachtschiff Tirpitz (45.474 ts), das letzte einsatzbereite Schlachtschiff der Kriegsmarine, sank nach einem britischen Bomberangriff etwa drei Seemeilen vor Tromsø an der norwegischen Küste. Das Schiff wurde von Avro Lancaster-Bombern mit rund 5.400 Kilogramm schweren Tallboy-Bomben angegriffen und erhielt mindestens zwei direkte Treffer und zwei Nahtreffer, welche die Tirpitz zum Kentern bringen. 1.204 Mann der Besatzung kamen dabei ums Leben, 890 Mann konnten gerettet werden, einige werden in tagelanger Arbeit aus dem Rumpf des gekenterten Wracks mit Schweißgeräten herausgeschnitten.
18. Nov. 1944 Tübingen 9 Das deutsche Lazarettschiff Tübingen (3.509 BRT) wurde vor Pola, nahe Kap Promontore, trotz sichtbarer Rot-Kreuz-Markierungen von britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern attackiert, mit Raketen und Bordwaffen in Brand geschossen und schließlich versenkt. Neun Besatzungsangehörige werden dabei getötet. Die zuständigen britischen Dienststellen waren zuvor vorschriftsmäßig von der deutschen Seite über die Fahrtroute der Tübingen, die verwundete Soldaten aus Jugoslawien hätte abholen sollen, informiert worden. Das Kriegsverbrechen blieb ungesühnt.[4]
20. Nov. 1944 USS Mississinewa 63 Der amerikanische Flottentanker USS Mississinewa (11.316 BRT) wurde, während das Schiff im Ulithi-Atoll vor Anker liegt, von einem neu entwickelten bemannten japanischen Selbstmord-Torpedo vom Typ Kaiten getroffen, welcher zuvor außerhalb des Atolls von dem großen Träger-U-Boot I 47 abgesetzt worden war. Der Tanker explodierte sofort und sank innerhalb von drei Stunden. 63 Seeleute kamen in dem Inferno um, etwa 180 Mann konnten sich retten.
21. Nov. 1944 Kongō 1.250 In der Formosastraße versenkte das amerikanische U-Boot Sealion aus einem japanischen Flottenverband das Schlachtschiff Kongō (32.600 ts). Das Schlachtschiff erhielt zwei Torpedotreffer und kenterte etwa vier Stunden nach den Treffern, vermutlich infolge von fehlerhaft ausgeführten Lecksicherungsmaßnahmen. Mit dem Schiff gingen 1.250 Seeleute unter, nur 237 Mann überlebten. Die Rettungsmaßnahmen der Begleitschiffe werden dabei durch dichten Nebel stark erschwert. Es war dies die einzige Versenkung eines japanischen Schlachtschiffes auf offener See durch ein U-Boot.
24. Nov. 1944 Hansa 84 Das unbewaffnete kleine schwedische Passagierschiff Hansa (563 BRT) wurde vor der Insel Gotland ohne Vorwarnung von dem sowjetischen U-Boot L-21 angegriffen und versenkt. Die Detonation des Torpedos war so heftig, dass sie den Bug vom Rest des Schiffs riss und die Hansa innerhalb weniger Minuten zum Sinken brachte. Nur zwei Menschen überlebten das Unglück.
27. Nov. 1944 Rigel 2.571 Der unter deutscher Flagge fahrende ehemalige norwegische Frachter Rigel (3.828 BRT), im Konvoi fahrend und auf dem Weg von Bodø nach Trondheim, wurde nördlich von Namsos, nahe Mosjøen, von Fairey Barracuda-Bombern des britischen Flugzeugträgers HMS Implacable attackiert. An Bord des völlig überladenen Schiffes befinden sich 2.248 sowjetische Kriegsgefangene, 103 norwegische und deutsche Gefangene (desertierte Wehrmachtssoldaten), 29 Crew-Mitglieder und 458 Angehörige der Wehrmacht. Nach mehreren Bombentreffern geriet der Frachter in Brand und strandete an der Felsenküste. Zahlreiche Schiffbrüchige werden im Wasser treibend von den Flugzeugen mit Bordwaffen beschossen, wodurch sich die Zahl der Opfer noch erhöht. Von insgesamt 2.838 Menschen an Bord kamen letztlich 2.571 ums Leben. Nur 267 Überlebende erreichen später das Ufer. Das halb versunkene Wrack der Rigel wurde erst 1969 verschrottet.
29. Nov. 1944 Shinano 1.435 Der japanische Flugzeugträger Shinano (64.800 ts), zum damaligen Zeitpunkt der größte Flugzeugträger der Welt, wurde etwa 180 Seemeilen südöstlich von Kap Muroto von dem amerikanischen U-Boot Archerfish gesichtet und viermal torpedierte. Das große Schiff, das sich noch in der Ausrüstungsphase befand und gerade eine Probefahrt absolviert, sank schließlich sieben Stunden nach der Torpedierung, da es der noch unerfahrenen Crew nicht gelingt, die Wassereinbrüche einzudämmen. Beim Untergang starben 1.435 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Toshio Abe. 1.080 Mann (darunter 32 zivile Werftarbeiter) werden von japanischen Zerstörern gerettet. Die Shinano war das größte Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem U-Boot versenkte wurde.
03. Dez. 1944 USS Cooper 191 Der amerikanische Zerstörer USS Cooper (2.610 ts) wurde während eines Gefechts in der Bucht von Ormoc vom japanischen Zerstörer Kuwa torpedierte und sank nach einer heftigen Folgeexplosion der eigenen Munition. 191 Mann gingen mit dem Schiff unter, etwa 140 Seeleute konnten gerettet werden.
12. Dez. 1944 Z 35 und Z 36 550 Während eines offensiven Minenvorstoßes in den Finnischen Meerbusen (Operation Nil), geraten die beiden deutschen Zerstörer Z 35 und Z 36 (je 2.519 ts) nordöstlich von Reval versehentlich auf die eigene Nashorn-Minensperre und sinken nach mehreren Minentreffern sowie nach Folgeexplosionen der eigenen Minenladung. Im eiskalten Wasser starben die meisten Überlebenden innerhalb weniger Minuten. Nur 67 Seeleute von Z 35 konnten später von deutschen Schiffen oder sowjetischen U-Booten geborgen werden. 550 Mann, darunter die gesamte Crew des Zerstörers Z 36, fanden den Tod.
15./16. Dez. 1944 Oryoku Maru ≈ 330 Der japanische Passagierdampfer Oryoku Maru (7.363 BRT), beladen mit 1.619 amerikanischen Kriegsgefangenen und auf dem Weg von Manila nach Japan, wurde vor Olongapo von Flugzeugen des amerikanischen Flugzeugträgers USS Hornet angegriffen und nach Bombenschäden an der Küste auf Grund gesetzt, um ein Sinken zu vermeiden. Der gestrandete Transporter wurde zwei Tage lang von Flugzeugen attackiert und mit Bordwaffen beschossen, ehe die halb verdursteten Gefangenen von den Japanern an den Strand gelassen werden. Insgesamt kamen 286 Kriegsgefangene und etwa 45 japanische Soldaten und Seeleute ums Leben.
19. Dez. 1944 Unryū 1.241 Der japanische Flugzeugträger Unryū (17.150 ts), eingesetzt als Nachschub- und Flugzeugtransporter und auf der Fahrt von Kure nach Manila, wurde in den Nachmittagsstunden des 19. Dezember im Ostchinesischen Meer von dem amerikanischen U-Boot USS Redfish zweimal torpedierte. Einer der Torpedos traf dabei eine Sektion im Vorschiff, in welcher 30 Ohka-Kamikaze-Flugbomben zuvor für den Transport eingelagert worden waren. Die daraus resultierende Folgeexplosion verwüstet den Träger völlig und brachte das Schiff in nur sieben Minuten zum Sinken. 1.241 Mann der Crew, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaname Konishi, gehen mit der Unryū unter, nur 147 Seeleute konnten von dem sichernden Zerstörer Shigure geborgen werden. Die Unryū war der letzte japanische Flugzeugträger, der im Zweiten Weltkrieg auf offener See versenkte wurde.
24. Dez. 1944 Robert J. Walker 2 Das amerikanische Liberty-Schiff Robert J. Walker (7.180 BRT) wurde im Südwestpazifik, etwa 170 Seemeilen östlich von Sydney, von dem deutschen U-Boot U 862 zweimal torpediert und versenkt. Zwei Mann der Crew kamen dabei ums Leben, 67 Seeleute retten sich in die Beiboote und werden einen Tag später von dem australischen Zerstörer HMAS Quickmatch geborgen. Die Robert J. Walker war das einzige jemals von einem deutschen U-Boot im Pazifik versenkte Schiff.
24. Dez. 1944 Léopoldville 819 Vor dem Hafen von Cherbourg torpedierte am Weihnachtsabend das deutsche U-Boot U 486 den in britischen Diensten stehenden belgischen Truppentransporter Léopoldville (11.509 BRT). Das Schiff, beladen mit über 2.200 amerikanischen Soldaten, wurde kurz vor 18.00 Uhr getroffen und sank knapp drei Stunden nach dem Torpedotreffer. Da die aus Belgiern und Kongolesen bestehende Crew in den ersten Minuten nach der Torpedierung überhastet die Beiboote stürmt und die GIs ferner sowohl vom belgischen Kapitän als auch von ihren Vorgesetzten keine genaueren Befehle erhalten und zudem nicht über den drohenden Untergang informiert werden, verbleiben viele Soldaten bis zum Zeitpunkt des Sinkens an Bord und gingen mit dem Schiff unter. In der Dunkelheit konnten aus Cherbourg ausgelaufene Rettungskräfte nur langsam die zahlreichen im Wasser treibenden Schiffbrüchigen aufnehmen. Insgesamt starben bei der Tragödie 802 amerikanische Soldaten und 17 Crew-Mitglieder, darunter auch der Kommandant der Léopoldville, Captain Charles Limbor.
28. Dez. 1944 John Burke 68 Der zur Task Group TG 77.11 gehörende amerikanische Frachter John Burke (7.180 BRT), beladen mit Munition und Bomben, wurde vor Mindoro von japanischen Kamikaze-Flugzeugen angegriffen und flog nach einem Volltreffer sofort in die Luft. Von den 68 Menschen an Bord (40 Crew-Angehörige und 28 Kanoniere und Wachsoldaten) überlebt niemand. Durch die Explosion werden auch zwei weitere Schiffe stark beschädigt.

1945Bearbeiten

Datum Name Opfer Beschreibung
04. Jan. 1945 USS Ommaney Bay 95 In der Sulusee wurde der amerikanische Geleitträger USS Ommaney Bay (7.800 ts) bei einem japanischen Luftangriff von einem Kamikaze-Flugzeug und von einer 250-Kilogramm-Bombe getroffen, was starke Folgeexplosionen des Flugbenzins auslöst. Der brennende Träger musste alsbald aufgegeben werden und wurde in den Abendstunden durch einen Torpedoschuss des US-Zerstörers USS Burns versenkt. Insgesamt starben 93 Seeleute an Bord des Trägers und zwei Crew-Angehörige an Bord eines zeitweilig längsseits des Trägers liegenden Geleitzerstörers, die von herumfliegenden Trümmern getroffen worden waren.
09. Jan. 1945 Hisagawa Maru ≈ 2300 Der japanische Konvoi Mo-Ta-30 von Moji (Kyūshū) nach Takao (Formosa) wurde am 8. Januar in der Formosastraße von USS Barb, USS Picuda und USS Queenfish angegriffen und erlitt schwere Verluste. Der Großteil der verbliebenen Schiffe wurde am nächsten Tag von Flugzeugen der Task Force 38 versenkt. Allein beim Untergang des Truppentransporters Hisagawa Maru starben um die 2300 Mann.
16. Jan. 1945 Dejatelnyj 117 In der Karasee, etwa 40 Seemeilen östlich von Kap Tereberski, versenkte das deutsche U-Boot U 956 den zum Konvoi KB-1 gehörenden sowjetischen Zerstörer Dejatelnyj (1.215 ts) durch einen neuartigen sogenannten Flächen-Absuch-Torpedo (FAT). Der Zerstörer brach auseinander und sank mit 117 Mann an Bord. Nur sieben Seeleute überlebten und konnten vom sowjetischen Zerstörer Derzkij gerettet werden.
30. Jan. 1945 Wilhelm Gustloff ≈ 9.300 Das deutsche ehemalige KdF-Passagierschiff Wilhelm Gustloff (25.484 BRT), beladen mit (vermutlich) weit über 10.580 Menschen, darunter 8.800 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und 1.500 Soldaten, wurde von dem sowjetischen U-Boot S-13 in der Ostsee, nahe Stolpmünde, mit drei Torpedotreffern versenkt. Das Schiff sank innerhalb von knapp einer Stunde. Herbeieilende kleinere deutsche Kriegsschiffe konnten nur rund 1.240 Menschen in der Finsternis bergen. Schätzungsweise 9.340 Menschen kamen ums Leben. Der Untergang der Wilhelm Gustloff war bis heute (2015) der verlustreichste Schiffsuntergang der Weltgeschichte bezogen auf ein einzelnes Schiff.
09. Feb. 1945 U 864 73 Vor der norwegischen Südküste, etwa fünf Seemeilen westlich von Fedje, versenkte das britische U-Boot HMS Venturer das deutsche U-Boot U 864 durch einen Torpedotreffer. Mit dem deutschen U-Boot gehen 70 Crew-Angehörige und drei mitreisende Wissenschaftler unter. Zudem hatte U 864 Baupläne des Düsenjägers Messerschmitt Me 262 und rund 61 Tonnen Quecksilber an Bord, die nach Japan hätten verbracht werden sollen. Bemerkenswert an dieser Versenkung war, dass beide U-Boote zum Zeitpunkt des Angriffs getaucht waren; bis heute war dies der einzige Fall in der Seekriegsgeschichte, dass ein getauchtes U-Boot ein anderes getauchtes U-Boot versenken konnte. Die Quecksilber-Ladung von U 864 stellt heute eine ernstzunehmende Umweltbedrohung dar, weswegen die norwegische Regierung Pläne dahingehend verfolgt, das Wrack entweder heben oder unter einer Stein- und Betonschicht versiegeln zu lassen.
10. Feb. 1945 Steuben ≈ 3.500 Der als Flüchtlings- und Verwundetentransporter eingesetzte deutsche Passagierdampfer Steuben (13.325 BRT), beladen mit rund 2.800 Verwundeten, 900 Flüchtlingen und etwa 400 Besatzungsangehörigen und Lazarettpersonal, wurde nahe Stolpmünde von dem sowjetischen U-Boot S-13 mit zwei Torpedoschüssen versenkt. Von den rund 4.200 Menschen an Bord konnten in der Dunkelheit nur 661 von einem kleinen Begleitschiff gerettet werden. Schätzungsweise 3.500 Menschen kamen ums Leben.
21. Feb. 1945 USS Bismarck Sea 318 Während der Schlacht um Iwo Jima greifen japanische Kamikaze-Flugzeuge die nahe der Ogasawara-Inseln aufgestellten amerikanischen Deckungsstreitkräfte an. Dabei treffen zwei Maschinen den Geleitflugzeugträger USS Bismarck Sea (7.800 ts), der darauf in Brand geriet. Da die Feuer nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnten und sich zudem mehrere Folgeexplosionen der Munition ereignen, wurde das Schiff aufgegeben. Der Träger sank etwa 45 Minuten nach den Treffern. 318 Mann gehen mit der USS Bismarck Sea unter.
06. Mär. 1945 Robert Möhring 353 Das deutsche Lazarettschiff Robert Möhring (3.344 BRT) wurde auf der Reede vor Sassnitz (Rügen) von sowjetischen Bombern angegriffen und sank nach einem Volltreffer durch eine 250-Kilogramm-Bombe innerhalb von elf Minuten. An Bord befinden sich 737 Verwundete, 20 Flüchtlinge und 59 Crew-Angehörige. Beim Untergang starben 353 Menschen, zumeist Verwundete. 463 Menschen werden von Küstenfahrzeugen gerettet.
12. Mär. 1945 Andros ≈ 570 Der mit etwa 2.000 Flüchtlingen beladene und aus Pillau kommende deutsche Frachter Andros (2.995 BRT) geriet im Hafen von Swinemünde in einen schweren Luftangriff von 671 amerikanischen Bombern. Dabei treffen zwei 454-Kilogramm-Bomben das Schiff und bringen es innerhalb von sieben Minuten zum Sinken. Rund 570 Menschen kamen durch die Bombentreffer ums Leben oder ertranken. Etwa 1.450 Menschen konnten sich ans Ufer retten.
20. Mär. 1945 HMS Lapwing 168 Vor der Halbinsel Kola versenkte das deutsche U-Boot U 968 die zum alliierten Nordmeergeleitzug JW-65 gehörende britische Sloop HMS Lapwing (1.350 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Das Schiff sank innerhalb von 20 Minuten. 168 Seeleute fanden dabei den Tod, 61 Überlebende werden später vom britischen Zerstörer HMS Savage gerettet.
26. Mär. 1945 USS Halligan 162 Der amerikanische Zerstörer USS Halligan (2.325 ts) lief während der Schlacht um Okinawa, etwa auf halbem Weg zwischen Okinawa und Kerama Retto, auf eine japanische Mine auf. Die Explosion zerstört das komplette Vorschiff und tötet 162 Crew-Angehörige, darunter 19 von 21 Offizieren an Bord. Das noch schwimmfähige Wrack strandete später nahe der Insel Tokashiki und wurde zum Totalverlust. Etwa 130 Seeleute konnten von amerikanischen Wach- und Landungsbooten gerettet werden.
28. Mär. 1945 Oklahoma 50 Im Mittelatlantik, etwa 700 Seemeilen nordöstlich von Brasilien, wurde der einzeln fahrende amerikanische Tanker Oklahoma (9.298 BRT) von dem deutschen U-Boot U 532 torpedierte. Das mit über 100.000 Barrel Kerosin beladene Schiff explodierte sofort und sank mit 50 Crew-Angehörigen an Bord. 22 Überlebende werden erst am 14. April von dem US-Tanker Delaware gerettet.
01. Apr. 1945 Awa Maru 2.002 In der Formosastraße versenkte das amerikanische U-Boot USS Queenfish in stürmischem Wetter das japanische Repatriierungsschiff Awa Maru (11.249 BRT) mit vier Torpedotreffern. Von den 2.003 Menschen an Bord, zumeist japanische Zivilisten, konnte nur ein einziger Überlebender gerettet werden. Die Versenkung verursachte eine starke Kontroverse, da nach einer Vereinbarung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten solchen Schiffen, die auch Güter des Roten Kreuzes für Kriegsgefangene transportierten, gegenseitig freies Geleit eingeräumt worden war. Der Kommandant der USS Queenfish, Commander Charles E. Loughlin, wurde später wegen dieser Versenkung vor ein Kriegsgericht gestellt und abgemahnt. Zugleich entschuldigen sich die USA bei Japan auch für diese Torpedierung. Nachdem allerdings später bekannt wurde, dass die Awa Maru auch kriegswichtige Güter, unter anderem Zinn und Gummi, an Bord gehabt hatte, ziehen die Vereinigten Staaten die Entschuldigung wieder zurück.