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Die Liste Essener Bahnhöfe umfasst alle aktuellen und ehemaligen Bahnhöfe und Haltepunkte für den Eisenbahnpersonenverkehr in Essen.

Auf dem heutigen Gebiet der Stadt Essen entwickelte sich bis Ende des 19. Jahrhunderts das dichteste Eisenbahnnetz des Ruhrgebiets. Die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete 1847 mit einem Teil der Bahnstrecke Duisburg–Dortmund die Anbindung an die damals noch abgelegenen nördlichen Bereiche von Essen mit dem Bahnhof Essen-Altenessen, damals Essen CM genannt. Die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft errichtete 1862 mit der Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg die große Ost-West-Verbindung durch Essen, an der der Hauptbahnhof, damals Essen BM, liegt. Die Rheinische Bahn konkurrierte ab 1866 mit einer weiteren Ost-West-Verbindung und dem Bahnhof Nord an der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd, die nördlich am damaligen Essener Zentrum vorbeiführte. Diese drei Eisenbahntrassen bildeten das Grundgerüst für eine Vielzahl von Querverbindungen und Anschlussgleisen zu den Zechenstandorten und Industriebetrieben zur Zeit der Industrialisierung in Essen.

Bahnhöfe und Haltepunkte in BetriebBearbeiten

Bahnhof / Haltepunkt Kürzel / IBNR Eröffnung Ansicht Strecken Bemerkung
Altenessen
51° 29′ 4″ N, 7° 0′ 25″ O
EEAL / 8001900 1847 Duisburg–Dortmund Nahverkehrshalt der Linie RE3 und der S-Bahn S2
Bergeborbeck
51° 28′ 49″ N, 6° 58′ 37″ O
EEBE / 8001901 1847 Duisburg–Dortmund S-Bahn-Haltepunkt der Linie S2
Borbeck
51° 28′ 16″ N, 6° 56′ 55″ O
EEBB / 8001902 1879 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord Nahverkehrshalt der Linie RE14 und der S-Bahn S9; Empfangsgebäude unter Denkmalschutz[1]
Borbeck Süd
51° 27′ 43″ N, 6° 57′ 14″ O
EEBS / 8005031 1982 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Dellwig
51° 29′ 16″ N, 6° 55′ 17″ O
EEDL / 8001903 1891 Duisburg–Dortmund S-Bahn-Haltepunkt der Linie S2
Dellwig Ost
51° 29′ 16″ N, 6° 55′ 17″ O
EEDO / 8001904 1921 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Eiberg
51° 26′ 30″ N, 7° 6′ 34″ O
EEIB / 8001905 1968/1969 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg S-Bahn-Haltepunkt der Linie S1
Frohnhausen
51° 27′ 18″ N, 6° 57′ 54″ O
EEFO / 8001906 1974 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg S-Bahn-Haltepunkt der Linien S1 und S3
Gerschede
51° 28′ 58″ N, 6° 56′ 35″ O
EEGE / 8001907 1968 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Hauptbahnhof
51° 27′ 5″ N, 7° 0′ 50″ O
EE / 8000098 1862 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg
Essen–Gelsenkirchen
Essen–Essen-Werden
Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehrsknoten
Holthausen
51° 25′ 3″ N, 7° 4′ 24″ O
EEHH / 8006514 1985 Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Horst
51° 25′ 52″ N, 7° 6′ 10″ O
EEHT / 8006194 1986 Essen-Überruhr–Bochum-Langendreer S-Bahn-Haltepunkt der Linie S3
Hügel
51° 24′ 16″ N, 7° 0′ 31″ O
EEHU / 8001908 1890 Essen-Werden–Essen S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6
Kettwig
51° 21′ 48″ N, 6° 57′ 13″ O
EKG / 8000198 1872 Ruhrtalbahn
Untere Ruhrtalbahn (stillgelegt)
S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6, Empfangsgebäude unter Denkmalschutz[2]
Kettwig Stausee
51° 21′ 24″ N, 6° 56′ 21″ O
EKGS / 8003245 1945 Ruhrtalbahn
Untere Ruhrtalbahn (stillgelegt)
S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6, ursprünglich provisorischer Haltepunkt Kettwig-Pusch (da die Ruhrbrücke zerstört war, mussten die Fahrgäste der Strecken E-Kupferdreh/E-Hbf – E-Werden – Düsseldorf/Velbert aussteigen und die Ruhr zu Fuß per Schiffbrücke queren)
Kray Nord
51° 28′ 10″ N, 7° 4′ 52″ O
EEKN / 8001910 1872 Essen–Gelsenkirchen S-Bahn-Haltepunkt der Linie S2, Empfangsgebäude unter Denkmalschutz[3]
Kray Süd
51° 27′ 28″ N, 7° 4′ 29″ O
EEKS / 8001911 1896 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg Nahverkehrshalt der Linie RB40
Kupferdreh
51° 23′ 26″ N, 7° 4′ 50″ O
EEKUB / 8001912 1969 Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Stadtwald
51° 25′ 21″ N, 7° 1′ 24″ O
EESA / 8001896 1877 Essen-Werden–Essen S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6; hieß bis 1910 Rellinghausen West
Steele
51° 27′ 1″ N, 7° 4′ 31″ O
EEST / 8000099 1901 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg S-Bahn-Knotenpunkt der Linien S1, S3 und S9
Steele Ost
51° 26′ 39″ N, 7° 5′ 20″ O
EESO / 8001913 1862 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg
Essen-Überruhr–Bochum-Langendreer
S-Bahn-Knotenpunkt der Linien S1 und S3
Süd
51° 26′ 24″ N, 7° 1′ 23″ O
EESD / 8001897 1914 Essen-Werden–Essen S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6, Empfangsgebäude unter Denkmalschutz[4]
Überruhr
51° 25′ 45″ N, 7° 4′ 9″ O
EEUE / 8001914 1863 Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr S-Bahn-Haltepunkt der Linie S9
Werden
51° 23′ 10″ N, 6° 59′ 51″ O
EEWD / 8001915 1872 Essen-Werden–Essen
Ruhrtalbahn
S-Bahn-Haltepunkt der Linie S6, Haltepunkt heute nördlich versetzt zum ehemaligen Empfangsgebäude
West
51° 27′ 15″ N, 6° 58′ 48″ O
EENW / 8001898 1880 Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg
Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord
S-Bahn-Knotenpunkt der Linien S1, S3 und S9; als Altendorf eröffnet, später Altendorf-Cronenberg und Altendorf Essen-Süd, seit 1901 Essen-West
Zollverein Nord
51° 29′ 37″ N, 7° 2′ 51″ O
EEKB / 8001909 1887 Duisburg–Dortmund hieß bis 2009 Essen-Katernberg Süd, heute S-Bahn-Haltepunkt der Linie S2

Stillgelegte BahnhöfeBearbeiten

Bahnhof / Haltepunkt Kürzel Eröffnung Stilllegung Ansicht Strecken Bemerkung
Altendorf
51° 27′ 51″ N, 6° 58′ 6″ O
EEAT 1874 1960 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord (stillgelegt)
Osterath–Dortmund Süd (stillgelegt)
Stilllegung: 1960 für den Personenverkehr, Trasse 2002 für den Güterverkehr; 2010 Anlage eines Rad- und Fußweges auf der Trasse
Altendorf (Ruhr)
51° 25′ 29″ N, 7° 6′ 54″ O
ALR 1879 1959 Ruhrtalbahn (hier stillgelegt)
Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) (stillgelegt)
Strecke nach Mülheim-Heißen seit 1945, nach Sprengung der Ruhrbrücke, die nicht wieder aufgebaut wurde, unterbrochen;
Anbindung an die Ruhrtalbahn 1959 für den Personenverkehr aufgegeben
Frintrop
51° 29′ 22″ N, 6° 54′ 49″ O
EEFR 1879 1946 Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord
Heisingen
51° 23′ 54″ N, 7° 3′ 29″ O
EEHE 1874 1965 Ruhrtalbahn (hier stillgelegt) Haltepunkt seit 1874; 1895 um eine Güterabfertigung und 1897 um ein Empfangsgebäude erweitert, das 1995 Jahre niederbrannte; Personenverkehr 1964 eingestellt, Streckenstilllegung erfolgte 1973[5]
Katernberg Nord
51° 30′ 0″ N, 7° 1′ 19″ O
EEKD 1880 1969 Bochum–Essen/Oberhausen
Kettwig v. d. Brücke
51° 21′ 24″ N, 6° 55′ 50″ O
KVB 1876 1968 Ruhrtalbahn (hier stillgelegt) Bahnsteig, Stellwerk, diverse Gebäude noch vorhanden
Alter Bahnhof Kupferdreh
51° 23′ 37″ N, 7° 4′ 44″ O
EEKU 1898 1973 Hespertalbahn Empfangsgebäude unter Denkmalschutz[6], heute als Restaurant und Veranstaltungsort genutzt, Bahnsteig dient der Hespertalbahn (Museumsbahn)
Margarethenhöhe
51° 26′ 7″ N, 6° 58′ 43″ O
EEMG 1946 1965 Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) (stillgelegt) abgebrochen, keine Gebäudeteile mehr vorhanden, Trasse zum Rad- und Fußweg umgebaut
Nord (ursprünglich Rheinischer Bahnhof)
51° 27′ 45″ N, 7° 0′ 37″ O
EENN 1866 1959 Osterath–Dortmund Süd (teilweise stillgelegt) 1959: Stilllegung für den Personenverkehr, westlicher Bahnhofsteil abgebrochen, Stellwerk Eno 2015 durch Brand beschädigt und abgerissen, westlicher Bahnhofsteil seit 2011 mit Wohnbebauung neugestaltet, östlich noch Güterverkehr.
Posten 1
51° 26′ 18″ N, 7° 4′ 42″ O
1945 1948 (?) Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr provisorischer Haltepunkt nahe der zerstörten Ruhrbrücke Steele, Fahrgäste mussten aussteigen und zu Fuß per Schiffbrücke nach Steele gehen, Züge aus Richtung Wuppertal/Kupferdreh fuhren weiter Richtung Altendorf (Ruhr)
Rellinghausen
51° 25′ 38″ N, 7° 2′ 37″ O
EERE 1879 1965 Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) (stillgelegt) abgebrochen, an dieser Stelle liegt heute ein Discounter, alter Prellbock mit Gedenktafel erinnert an den Bahnhof, Trasse ist Fuß- und Radweg
Rüttenscheid
51° 25′ 48″ N, 7° 0′ 27″ O
EERU 1879 1965 Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) (stillgelegt) abgebrochen, Gebiet dient heute als Parkplatz der Messe Essen und der Grugahalle
Schlosshotel Hugenpoet
51° 21′ 42″ N, 6° 54′ 54″ O
1968 Ruhrtalbahn (hier stillgelegt)
Segeroth
51° 27′ 51″ N, 7° 0′ 30″ O
ECM 1872 1885 Personenverkehr 1885 zum Bahnhof Essen Nord verlegt, Gebiet mit der Universität Duisburg-Essen überbaut
Steele gegenüber
51° 26′ 17″ N, 7° 4′ 39″ O
1847 1862 Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr (ehemalige Prinz-Wilhelm-Bahn) Bahnhofsgebäude erhalten (heute Wohnhaus Langenberger Str. 109); die nahe Straße Drehscheibe erinnert an ehemaligen Streckenendpunkt; 1862 nach Bau der Ruhrbrücke Steele und Streckenverlängerung bis zum heutigen Bahnhof Essen-Steele Ost aufgegeben
Steele Süd
51° 26′ 38″ N, 7° 6′ 34″ O
EESU 1879 1965 Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) (stillgelegt) nichts mehr vorhanden, Gebiet ist seit den 1980er Jahren Parkanlage
Stoppenberg
51° 28′ 19″ N, 7° 1′ 32″ O
ESO 1901 1969 Osterath–Dortmund Süd (stillgelegt) Bahnhofsgebäude 1984 niedergelegt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhöfe in Essen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Borbeck: Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 710 kB); abgerufen am 5. Januar 2017
  2. Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen; abgerufen am 5. Januar 2017
  3. Kray Nord: Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 639 kB); abgerufen am 5. Januar 2017
  4. Essen Süd: Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 461 kB); abgerufen am 5. Januar 2017
  5. Klaus Dattenberg: Als Heisingen noch einen Bahnhof hatte; Hrsg.: Bergbau- und Heimatmuseum Heisingen, Essen, 2017
  6. Alter Bahnhof Kupferdreh: Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 469 kB); abgerufen am 8. März 2018