Lil’ Kim

US-amerikanische Rapperin, Sängerin und Schauspielerin
Lil’ Kim (2012)

Lil’ Kim (* 11. Juli 1974, 1975 oder 1976 in New York; bürgerlicher Name Kimberly Denise Jones) ist eine US-amerikanische Rapperin, Sängerin und Schauspielerin.

LebenBearbeiten

 
Lil’ Kim (2014)

Sie wurde in Bedford–Stuyvesant (Bezirk Brooklyn) geboren und wuchs nach der Scheidung ihrer Eltern in einem Kinderheim auf. Durch die Bekanntschaft mit ihrem späteren Mentor und Liebhaber, The Notorious B.I.G., entdeckte sie ihre musikalische Begabung. 1996 erschien ihr Debütalbum Hard Core. Ihren Durchbruch in Europa schaffte Lil’ Kim 2001 mit dem Phil-Collins-Cover In the Air Tonight. Zusammen mit Mýa, Pink und Christina Aguilera hatte sie mit der Coverversion von Lady Marmalade ihren größten Erfolg, da das Lied sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten und Großbritannien die Charts anführte. Für diesen Song gewannen die Sängerinnen 2002 einen Grammy, die höchste Auszeichnung im Musikgeschäft.[1]

Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie 2002 in Deutschland durch ihren Song Kimnotyze, der ein Cover von Notorious B.I.G.s Lied Hypnotize ist. Nach dem Tod des Rappers nahm sie Kimnotyze zusammen mit dem Rapper Trooper Da Don und dem Produzenten DJ Tomekk auf und rappte dabei teilweise in deutscher Sprache („Gib’s mir richtig, ganz egal wo“).

Im Juli 2005 wurde Lil’ Kim wegen Meineids zu einer Haftstrafe von einem Jahr und einem Tag und einer Geldstrafe von 50.000 Dollar verurteilt. Sie hatte 2003 unter Eid ausgesagt, nicht bei einer Schießerei vor dem Studio des Radiosenders Hot 97 anwesend gewesen zu sein. Damit wollte sie zwei beteiligte Freunde, zu denen auch ihr Manager gehörte, schützen. Später wurde sie mit Hilfe von Videoaufnahmen überführt. Am 19. September 2005 trat Lil’ Kim die Haftstrafe an. Eine Woche vor ihrem 32. Geburtstag, am 4. Juli 2006, wurde sie vorzeitig wegen guter Führung aus der Haft entlassen.

In Südkorea wurde sie 2009 mit dem Song Girls in einem Featuring mit dem dort erfolgreichen Sänger Se7en bekannt. Lil' Kim veröffentlichte ihr drittes Mixtape am 11. September 2014. Es heißt „Hard Core 2k14“. Sie trat am 28. Juni 2015 zusammen mit P. Diddy bei den BET-Awards mit einem Medley auf.

2014 brachte Lil Kim eine Tochter zur Welt.[2] Am 2. November 2017 veröffentlichte sie ihre Comeback-Single Took Us A Break.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1996 Hard Core US11
 
×2
Doppelplatin

(47 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. November 1996
Verkäufe: + 2.000.000
2000 The Notorious K.I.M. DE76
(6 Wo.)DE
CH100
(1 Wo.)CH
UK67
(1 Wo.)UK
US4
 
Platin

(37 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2000
Verkäufe: + 3.200.000
2003 La Bella Mafia DE82
(2 Wo.)DE
CH81
(3 Wo.)CH
UK80
(1 Wo.)UK
US5
 
Platin

(29 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. März 2003
Verkäufe: + 2.000.000
2005 The Naked Truth US6
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. September 2005
2019 9
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2019

KollaborationenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1995 Conspiracy US8
 
Gold

(31 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. August 1995
mit Junior M.A.F.I.A.; Verkäufe: + 500.000

Weitere Alben

  • 2006: The Dance Remixes (Remixalbum)
  • 2008: Ms. G.O.A.T (Mixtape)
  • 2011: Black Friday (Mixtape)
  • 2014: Hard Core 2K14 (Mixtape)
  • 2016: Lil’ Kim Season (Mixtape)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1996 No Time
Hard Core
UK45
(2 Wo.)UK
US18
 
Gold

(20 Wo.)US
feat. Puff Daddy
1997 Crush on You
Hard Core
UK23
(5 Wo.)UK
Not Tonight
Hard Core
DE99
(1 Wo.)DE
UK11
(5 Wo.)UK
US6
 
Platin

(21 Wo.)US
2000 No Matter What They Say
The Notorious K.I.M.
UK35
(2 Wo.)UK
US60
(10 Wo.)US
How Many Licks
The Notorious K.I.M.
DE58
(8 Wo.)DE
US75
(9 Wo.)US
feat. Sisqó
2001 Lady Marmalade
Moulin Rouge (Soundtrack)
DE1
(19 Wo.)DE
AT3
 
Gold

(28 Wo.)AT
CH1
 
Gold

(30 Wo.)CH
UK1
 
Platin

(19 Wo.)UK
US1
(20 Wo.)US
feat. Mýa, P!nk, Christina Aguilera & Missy Elliott
2003 The Jump Off
La Bella Mafia
DE78
(5 Wo.)DE
UK16
(8 Wo.)UK
US17
(20 Wo.)US
feat. Mr. Cheeks
Magic Sticks
La Bella Mafia
US2
(24 Wo.)US
feat. 50 Cent
2005 Lighters Up
The Naked Truth
DE67
(6 Wo.)DE
UK12
(12 Wo.)UK
US31
(13 Wo.)US
2006 Whoa
The Naked Truth
UK43
(3 Wo.)UK
2009 Download
Vintage
2016 #Mine
Lil’ Kim Season

Beiträge als GastmusikerinBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1995 Player’s Anthem
Conspiracy
US13
 
Gold

(20 Wo.)US
I Need You Tonight
Conspiracy
UK77
(2 Wo.)UK
mit Junior M.A.F.I.A. feat. Aaliyah
Get Money
Conspiracy
UK63
(2 Wo.)UK
US17
 
Platin

(20 Wo.)US
mit Junior M.A.F.I.A.
1997 Hit Them Wit Tha Hee
Supa Dupa Fly
UK25
(3 Wo.)UK
Missy Elliott feat. Lil’ Kim
1998 It’s All About The Benjamins
No Way Out
UK18
(3 Wo.)UK
US42
(1 Wo.)US
Money, Power & Respect
Money, Power & Respect
US17
 
Gold

(20 Wo.)US
The LOX & DMX feat. Lil’ Kim
1999 Notorious B.I.G.
Born Again
DE56
(8 Wo.)DE
CH68
(8 Wo.)CH
UK16
(7 Wo.)UK
US82
(7 Wo.)US
The Notorious B.I.G. feat. Lil’ Kim & Puff Daddy
Quiet Strom
Murda Muzik
Mobb Deep feat. Lil’ Kim
Get Naked
Methods of Mayhem
Methods of Mayhem feat. Lil’ Kim
2001 In the Air Tonite
Urban Renewal
DE3
 
Gold

(15 Wo.)DE
AT8
(16 Wo.)AT
CH11
(15 Wo.)CH
UK26
(2 Wo.)UK
Phil Collins feat. Lil’ Kim
Kimnotyze
Beat Of Life Vol. 1
DE6
(17 Wo.)DE
AT31
(16 Wo.)AT
CH43
(12 Wo.)CH
DJ Tomekk feat. Lil’ Kim & Trooper Da Don
Wait a Minute
This Ain’t a Game
DE76
(5 Wo.)DE
CH80
(4 Wo.)CH
UK54
(2 Wo.)UK
US30
(17 Wo.)US
Ray J feat. Lil’ Kim
2003 Can’t Hold Us Down
Stripped
DE9
(15 Wo.)DE
AT13
(17 Wo.)AT
CH11
(26 Wo.)CH
UK6
(10 Wo.)UK
US12
(20 Wo.)US
Christina Aguilera feat. Lil’ Kim
2004 Get Down on It
The Best of Blue/The Hits: Reloaded
DE29
(9 Wo.)DE
AT41
(5 Wo.)AT
CH35
(7 Wo.)CH
Blue & Kool & The Gang feat. Lil’ Kim
2005 Sugar (Gimme Some)
Thug Matrimony
UK61
(1 Wo.)UK
US20
 
Gold

(26 Wo.)US
Trick Daddy feat. Lil’ Kim, Ludacris & Cee-Lo
2007 Let It Go
Just Like You
DE72
(4 Wo.)DE
US7
 
Platin

(23 Wo.)US
Keyshia Cole feat. Lil’ Kim & Missy Elliott
2017 Wake Me Up
Single-track
Remy Ma feat. Lil’ Kim
Nummer-eins-Singles DE1DE ATAT CH1CH UK1UK US1US
Top-10-Singles DE4DE AT2AT CH1CH UK2UK US4US
Singles in den Charts DE12DE AT5AT CH7CH UK17UK US18US

FilmografieBearbeiten

  • 1999: Eine wie keine (She’s all that)
  • 2001: Zoolander (Cameo-Auftritt)
  • 2002: Juwanna Mann
  • 2003: Those Who Walk in Darkness (Animiert)
  • 2003: Gang of Roses
  • 2004: Nora’s Hair Salon
  • 2004: Street Style
  • 2005: Lil’ Pimp (Stimme)
  • 2005: There’s a God on the Mic (Dokumentarfilm)
  • 2008: Superhero Movie

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Deutschland (BVMI)   Gold1 0! P 250.000 musikindustrie.de
  Österreich (IFPI)   Gold1 0! P 20.000 ifpi.at
  Schweiz (IFPI)   Gold1 0! P 20.000 hitparade.ch
  Vereinigte Staaten (RIAA)   5× Gold5   7× Platin7 9.500.000 riaa.com
  Vereinigtes Königreich (BPI) 0! G   Platin1 600.000 bpi.co.uk
Insgesamt   8× Gold8   8× Platin8

QuellenBearbeiten

  1. Interview Bandportrait von Lil’ Kim bei musik-base.de
  2. [1]
  3. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  4. Charthistorie Junior Mafia

WeblinksBearbeiten

 Commons: Lil' Kim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien