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Lichtenau (Sachsen)

Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lichtenau
Lichtenau (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lichtenau hervorgehoben
Koordinaten: 50° 54′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Höhe: 349 m ü. NHN
Fläche: 49,15 km2
Einwohner: 7114 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09244
Vorwahlen: 037206, 037208
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 330
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Auerswalder
Hauptstraße 2
09244 Lichtenau
Website: www.gemeinde-lichtenau.de
Bürgermeister: Andreas Graf (CDU)
Lage der Gemeinde Lichtenau im Landkreis Mittelsachsen
AltmittweidaAugustusburgBobritzsch-HilbersdorfBrand-ErbisdorfBurgstädtClaußnitzDöbelnDorfchemnitzEppendorfErlau (Sachsen)FlöhaFrankenberg/Sa.Frauenstein (Erzgebirge)FreibergGeringswaldeGroßhartmannsdorfGroßschirmaGroßweitzschenHainichenHalsbrückeHarthaHartmannsdorf (bei Chemnitz)Königsfeld (Sachsen)Königshain-WiederauKriebsteinLeisnigLeubsdorf (Sachsen)Lichtenau (Sachsen)Lichtenberg/Erzgeb.LunzenauMittweidaMühlau (Sachsen)Mulda/Sa.Neuhausen/Erzgeb.NiederwiesaOberschönaOederanOstrau (Sachsen)PenigRechenberg-BienenmühleReinsberg (Sachsen)RochlitzRossau (Sachsen)RoßweinSaydaSeelitzStriegistalTauraWaldheimWechselburgWeißenborn/Erzgeb.ZettlitzZschaitz-OttewigSachsenKarte
Über dieses Bild

Lichtenau ist eine Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen (Sachsen).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Im Süden grenzt Lichtenau an die Stadt Chemnitz. Im Westen stellt der Fluss Chemnitz und im Osten die Zschopau die Gemeindegrenze dar.

OrtsgliederungBearbeiten

Die Gemeinde umfasst insgesamt acht Ortsteile:

GeschichteBearbeiten

 
Rathaus der Gemeinde Lichtenau in Auerswalde

Die nach Lichtenau eingemeindeten Dörfer tragen deutsche Ortsnamen. Dies und die allen gemeinsame Einteilung der Fluren in Hufenstreifen legen die Vermutung nahe, dass die Dörfer im 12. Jahrhundert im Verlauf der mittelalterlichen Ostsiedlung gegründet worden sind.

Geschichte des OrtsnamensBearbeiten

Namensgebend sind die ursprünglich selbständigen Gemeinden Nieder- und Oberlichtenau. Beide Dörfer wurden 1350 erstmals im Urkundenbuch Friedrich des Strengen erwähnt.[2]

EingemeindungenBearbeiten

Im Zuge einer Gemeindegebietsreform schlossen sich die vormals selbstständigen Orte Auerswalde, Lichtenau und Ottendorf am 1. Januar 1999 zu einer neuen Gemeinde, die zunächst den Namen Auerswalde trug, zusammen. Am 11. September 2000 wurde Auerswalde in Lichtenau umbenannt.

Ehemalige Gemeinde bzw. Gutsbezirk Datum Anmerkung
Auerswalde 1. Januar 1999
11. September 2000[3]
Zusammenschluss mit Lichtenau und Ottendorf zu Auerswalde,
Umbenennung in Lichtenau
Biensdorf vor 1875[4] Eingemeindung nach Krumbach
Garnsdorf 1. Januar 1994[3] Eingemeindung nach Auerswalde
Krumbach 1. Oktober 1994[3] Eingemeindung nach Ottendorf
Lichtenau 1. Januar 1999[3] Zusammenschluss mit Auerswalde und Ottendorf zu Auerswalde
Merzdorf 1. Januar 1967[5] Eingemeindung nach Niederlichtenau
Niederlichtenau 1. Januar 1994[3] Zusammenschluss mit Oberlichtenau zu Lichtenau
Oberlichtenau 1. Januar 1994[3] Zusammenschluss mit Niederlichtenau zu Lichtenau
Ottendorf 1. Januar 1999[3] Zusammenschluss mit Auerswalde und Lichtenau zu Auerswalde
Staatsforstrevier Frankenberg, Gutsbezirk 11. Dezember 1948[6] Teileingliederung nach Krumbach
Staatsforstrevier Frankenberg, Gutsbezirk 12. Juni 1948[6] Teileingliederung nach Merzdorf im Zuge der Bodenreform

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 56 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,4 %
38,9 %
16,7 %
n. k.
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,5 %p
+17,3 %p
+0,2 %p
-5,3 %p
-3,6 %p

Bürgermeister der Gemeinde ist seit dem 3. November 2014 Andreas Graf.

Der 2014 gewählte Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen[7]:

Partei Sitze
CDU 8
Freie Wähler 7
DIE LINKE 3

Mit der bayerischen Stadt Neustadt am Kulm besteht eine Städtepartnerschaft.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Lichtenau liegt direkt an der Autobahn Chemnitz–Dresden (A 4) und besitzt eine Anschlussstelle ("Chemnitz-Ost") sowie die Autobahnraststätte „Auerswalder Blick“. Südlich des Orts verläuft die Bundesstraße 169.

Die Gemeinde ist über die Bahnstrecke Riesa–Chemnitz an das Eisenbahnnetz angeschlossen und besitzt Bahnhöfe in den Ortsteilen Oberlichtenau und Ottendorf, von denen aus die ChemnitzBahn nach Mittweida und in die Chemnitzer Innenstadt fährt. In Tagesrandlagen halten auch die Regionalbahnen der Mitteldeutschen Regiobahn. Ein dritter Bahnhof (Auerswalde-Köthensdorf) liegt an der stillgelegten Chemnitztalbahn von Chemnitz nach Wechselburg.

Ortsansässige UnternehmenBearbeiten

ReligionBearbeiten

In Niederlichtenau, Ottendorf und Auerswalde gibt es je eine evangelisch-lutherische Kirche, die jede zu einem anderen Kirchenbezirk (Marienberg, Glauchau-Rochlitz bzw. Chemnitz) der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gehört. Dazu gibt es in Auerswalde und in Merzdorf eine Landeskirchliche Gemeinschaft.

BildungBearbeiten

 
Oberschule Lichtenau in Oberlichtenau

Die Gemeinde Lichtenau besitzt drei Grundschulen in Niederlichtenau, Ottendorf und Auerswalde, sowie eine Oberschule in Oberlichtenau.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Sonnenlandpark Lichtenau, Riesenrad
  • Sonnenland- Erlebnispark Lichtenau, u. a. mit Riesenrad, Indoor-Spielplatz, Deutschlands höchstem Rutschenturm, Wellenflieger, Kletterparadies und Streichelzoo

PersönlichkeitenBearbeiten

  • David Hoyer (1667–1720), Maler, geboren in Auerswalde
  • Carl Gottlieb Haubold (1783–1856), Unternehmer, gilt als „Vater des Chemnitzer Maschinenbaus“, geboren in Auerswalde
  • Kurt Barthel (1914–1967), Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Dramaturg, geboren in Garnsdorf
  • Angelika Klein (* 1951), Politikerin (Die Linke), geboren in Garnsdorf

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lichtenau (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, Band I, S. 591, ISBN 3-05-003728-8.
  3. a b c d e f g Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  4. Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  5. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  6. a b Ministerium des Innern des Landes Sachsen (Hrsg.): Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere. 1952.
  7. a b Gemeinderatswahl 2014: Bürgermeister und Gemeinderat. Abgerufen am 11. Februar 2015.