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Der Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen (Leuchtturm-Preis) ist eine Auszeichnung des Verbandes Netzwerk Recherche e. V. in Hamburg. Er wird seit 2002 einmal jährlich für besondere Leistungen im Bereich des investigativen Journalismus vergeben.

PreisträgerBearbeiten

2019

Juan Moreno für die Aufdeckung der Fälschungen von Claas Relotius

2018

Jana Simon, Annabel Wahba und Christian Fuchs (Journalist) stellvertretend für das Recherche-Team von Die Zeit für ihre Enthüllungen im Fall Dieter Wedel, die die deutsche #MeeToo-Debatte ausgelöst haben.

2017

Armin Wolf „für seine klare Haltung, seine Kompetenz und seinen permanenten Dialog in den sozialen Medien“.

2016

Can Dündar „für seine mutigen Recherchen für seine Zeitung sowie für seinen Kampf für die Pressefreiheit in der Türkei“. Die Laudatio hielt Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments.

2015

Ulrich Chaussy fűr seine Recherche zum Oktoberfest-Attentat.

2014

Bastian Obermayer und Uwe Ritzer von der Süddeutschen Zeitung für ihre Recherchen über die Manipulationen bei der Vergabe des Autopreises „Gelber Engel“ und weitere Missstände beim ADAC.

2013

Der Journalist Michael Obert und der Fotograf Moises Saman erhalten den Preis für eine im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschienene Reportage über von Beduinenstämmen betriebene Foltercamps auf der Sinai-Halbinsel. Ein Sonderpreis geht an den freien Journalisten Jochen Wagner, der nach langjähriger Tätigkeit für den Bonner General-Anzeiger diesen auf angemessene Vergütung hierfür verklagt hat.

2012

Für ihre herausragenden Leistungen im Lokaljournalismus werden René Wappler (Spremberger Rundschau) und Wolfgang Kaes (Bonner General-Anzeiger) mit dem Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen ausgezeichnet.

2011

Für ihre Berichterstattung in der Guttenberg-Affäre wird die Frankfurter Allgemeine Zeitung / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit dem Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen ausgezeichnet.

2010

Für ihre aufklärenden Analysen zu Stuttgart 21 werden Heiner Geißler, Andreas Zielcke (Süddeutsche Zeitung) und Arno Luik (Stern) ausgezeichnet.

2009

Das Reporterpool von NDR Info erhielt den Leuchtturm für seine bemerkenswerten Rechercheleistungen. Die Laudatio hielt Georg Mascolo, Chefredakteur des Spiegel.

2008

Der Journalist Peter Merseburger erhielt den Preis für seine 2007 erschienene Biografie über Rudolf Augstein und für sein journalistisches Lebenswerk. Die Laudatio hielt Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung.[1]

2007

Für ihre „ausdauernden und intensiven Recherchen im Bereich Rechtsextremismus“ wurden Andrea Röpke, Anton Maegerle und Thomas Kuban mit dem Leuchtturm-Preis ausgezeichnet.

2006

Der Sportjournalist Hans-Joachim Seppelt wurde für seine Recherchen zum Thema Doping in der ARD ausgezeichnet. Die Redaktion von Hintergrund Politik im Deutschlandfunk (DLF) erhielt den Preis für „kontinuierlichen kritischen, hintergründigen Journalismus.“

2005

Für ihren WDR-Beitrag Milliarden-Monopoly – Die verschwiegenen Geschäfte der Oppenheim-Esch-Holding über den Korruptionsskandal rund um den Bau der Kölner Messehallen wurden die Autoren Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann mit dem Leuchtturm-Preis ausgezeichnet.

Erstmals wurde auch ein Sonderpreis vergeben, der an das Watchblog Bildblog von Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis ging.

2004

Volker Lilienthal, Redakteur des Fachmagazins epd medien, erhielt den Preis wegen seiner nachhaltigen Recherchen zur Offenlegung von Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

2003

Jürgen Dahlkamp, Redakteur des Spiegel, wurde für seine Reportage über den Tod des Asylbewerbers Aamir Ageeb und den mit diesem Fall verbundenen Justizskandal ausgezeichnet.

2002

Christoph Lütgert, NDR-Chefreporter, für seine TV-Dokumentation über das Lipobay-Desaster.

LiteraturBearbeiten

  • Thomas Leif (Hrsg.): Mehr Leidenschaft Recherche. Skandal-Geschichten und Enthüllungsberichte. Ein Handbuch zur Recherche und Informationsbeschaffung. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-14126-0, S. 24.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. sueddeutsche.de GmbH, Munich, Germany: "Leuchtturm" für Peter Merseburger - Glückwunsch! - Kultur. sueddeutsche.de. 2. Dezember 2008. Archiviert vom Original am 3. September 2009.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sueddeutsche.de Abgerufen am 18. Juni 2010.