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Lesothische Botschaft in Berlin

diplomatische Vertretung Lesothos in Deutschland
LesothoLesotho Botschaft des Königreichs Lesotho in der Bundesrepublik Deutschland
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Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Außenministerium
Bestehen seit 1979
Hauptsitz DeutschlandDeutschland Berlin
Botschafter Retselisitsoe Calvin Masenyetse
(seit 15. Dezember 2017)
Website lesothoembassy.de
Lesothische Botschaft in Berlin-Tiergarten

Die Lesothische Botschaft in Berlin ist die diplomatische Vertretung Lesothos in Deutschland. Das Botschaftsgebäude befindet sich in der Kurfürstenstraße 84 im Berliner Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte. Botschafter ist seit Dezember 2017 Retselisitsoe Calvin Masenyetse.

GeschichteBearbeiten

Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit nahm Lesotho 1968 bilaterale Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland auf. Im März 1976 wurden auch Kontakte zur Deutschen Demokratischen Republik aufgenommen. Für beide Länder lag die Botschaft ursprünglich nicht auf deutschem Hoheitsgebiet. Erst 1979 eröffnete Lesotho an der Godesberger Allee 50 in Bonn eine Botschaft. Ab dem Jahr 2000 mietete die Regierung von Lesotho Räumlichkeiten im zweiten Stockwerks des Gebäudes Dessauer Straße 28–29 in Berlin. Heute hat die Botschaft ihren Sitz in der Kurfürstenstraße 84.

BaugeschichteBearbeiten

Die Botschaft liegt in einem Bürogebäude, das in den Jahren 1964 und 1965 nach Plänen von Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller errichtet wurde. Es entstand innerhalb der Großwohnanlage an der Ecke Burggrafen- und Kurfürstenstraße. Damals stand nicht die Ausgestaltung im Vordergrund, sondern vielmehr die Funktionalität unter Berücksichtigung sozialer und ökonomischer Verhältnisse. In den Jahren 1993–1996 erfolgt ein Umbau durch die Berliner Architekten Kammann & Hummel.

ArchitekturBearbeiten

Das bebaute Grundstück ist spitzwinklig. Die beiden Architekten stellten zwei Bürogebäude so auf, dass sie zueinander im rechten Winkel stehen. Ein neungeschossiges Scheibenhaus wurde daneben quer in die Ecke eingepasst, dass der sechsgeschossige Bauteil diagonal zur Kurfürstenstraße steht. Die beiden Bauteile sind durch einen Treppenturm miteinander verbunden. Diese Ecklösung führte dazu, dass an der Kurfürstenstraße zwei dreieckige Freiflächen entstanden, die als Grünanlage genutzt werden. Der Bürokomplex hatte ursprünglich eine streng flächige Gestaltung. Die Geschäftsflächen im Erdgeschoss werden durch ein umlaufendes Vordach optisch von den restlichen Stockwerken getrennt. In den übrigen Etagen wechseln sich Fensterbänder mit verkleideten Fassadenelementen ab. Dadurch ergibt sich eine horizontale Fassadengliederung. Der Treppenturm war ursprünglich zur Kurfürstenstraße hin vollständig mit Kunststeinplatten verkleidet. Nur ein Okuli und vertikale Fensterbänder durchbrachen die Flächen. Diesem wurde bei der Umgestaltung des Bauwerkes ein gläserner Gebäudeteil mit Spiraltreppenhaus vorgelagert. Der Eingangsbereich und eine Fassadenseite wurden mit Schieferplatten verkleidet. Auch an den niedrigeren Bauteil wurde ein Glasanbau angebaut. Er wirkt durch Lamellen und schmale Säulen sehr filigran gebaut. Die Scheibenhäuser wurden im Rahmen des Umbaues schmal umrahmt.

LiteraturBearbeiten

  • Kerstin Englert, Jürgen Tietz: Botschaften in Berlin. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-7861-2472-8, S. 228.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Botschaft von Lesotho in Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 30′ 17″ N, 13° 20′ 39″ O