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Leonor von Spanien

spanische Infantin, Fürstin von Asturien
Leonor von Spanien (2018)

Leonor von Spanien (Leonor de Todos los Santos de Borbón y Ortiz,[1] * 31. Oktober 2005 in Madrid, Spanien) ist das erste Kind des spanischen Königs Felipe VI. und dessen Frau Letizia. Leonor steht auf dem ersten Platz in der spanischen Thronfolge vor ihrer jüngeren Schwester, der Infantin Sofía. Als Tochter des Königs wird sie als Königliche Hoheit, Infantin von Spanien, angesprochen.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Spanische Königsfamilie

S.M. el Rey Don Felipe VI.
S.M. la Reina Doña Letizia


S.M. el Rey Don Juan Carlos
S.M. la Reina Doña Sophia

TaufeBearbeiten

Die Infantin wurde am 14. Januar 2006 im Zarzuela-Palast durch den Erzbischof von Madrid Antonio Rouco Varela getauft. Wie bei ihrem Vater 1968 wurde gemäß der Familientradition Wasser des Jordan verwendet. Ihrem Vornamen wurde nach Tradition der Bourbonen de Todos los Santos (von Allen Heiligen) hinzugesetzt. Taufpaten waren ihre Großeltern väterlicherseits, König Juan Carlos von Spanien und Königin Sophia von Spanien.

SchulbesuchBearbeiten

Infanta Leonor begann ihre Schulausbildung am 15. September 2008 an der Schule Santa María de los Rosales im Madrider Stadtteil Aravaca. Auch ihr Vater hatte diese Schule besucht.[2] 2018 verlieh ihr ihr Vater den „Orden vom Goldenen Vlies“[3] und belehrte sie, sie müsse fortan „die Verfassung verteidigen“.[4]

Titel und ThronfolgeBearbeiten

Die Geburt Leonors löste eine Diskussion darüber aus, ob die spanische Verfassung zu ändern sei, um den Vorrang männlicher Erben vor ihren älteren Schwestern abzuschaffen. Eine vergleichbare Diskussion fand in Schweden nach der Geburt von Prinzessin Victoria statt und führte dort zu einer Änderung der Thronfolgeregelung. Im Falle einer solchen Verfassungsänderung in Spanien bliebe Leonor Kronprinzessin, selbst wenn sie einen Bruder bekäme. Sowohl das Königshaus als auch die führenden Parteien sind für eine solche Verfassungsänderung, konnten sich aber bisher nicht darauf einigen, sie in Angriff zu nehmen.[5] Eine Änderung der Verfassung in Bezug auf die Thronfolge (und andere wesentliche Grundsätze) ist recht umständlich: Zunächst müssen beide Kammern des Parlaments diese mit Zweidrittelmehrheit beschließen, anschließend wird das Parlament aufgelöst. Nach der Neuwahl muss das neugewählte Parlament den Beschluss wieder mit Zweidrittelmehrheit ratifizieren, anschließend wird eine Volksabstimmung notwendig, damit die Verfassungsänderung in Kraft tritt.[6]

Obwohl sie theoretisch immer noch von einem jüngeren Bruder von der ersten Stelle der Thronfolge verdrängt werden kann, trägt sie (entsprechend der spanischen Verfassung) seit der Amtsübernahme ihres Vaters am 19. Juni 2014 die offiziellen Titel der spanischen Thronerben: Fürstin von Asturien (span. Princesa de Asturias), Fürstin von Girona (Princesa de Girona) und Fürstin von Viana (Princesa de Viana), Erbin des Königreichs Kastilien, der Krone von Aragón und des Königreichs Navarra, Herzogin von Montblanc (Duquesa de Montblanc), Gräfin von Cervera (Condesa de Cervera) und Herrin von Balaguer (Señora de Balaguer).

Als Königin würde sie für Spanien als Ganzes die erste mit dem Namen Leonor sein. Sie könnte jedoch auch den Namen Leonor II. annehmen, da Navarra im 15. Jahrhundert eine Königin Eleonore (spanischer Name: Leonor, Reina de Navarra) besaß.

HoheitszeichenBearbeiten

VorfahrenBearbeiten

Ahnentafel Infantin Leonor de Todos los Santos de Borbón Ortiz
Ururgroßeltern

 
König Alfons XIII.
(1886–1941)
⚭ 1906
Prinzessin
Victoria Eugénie von Battenberg
(1887–1969)

Prinz
Karl Maria von Neapel-Sizilien
(1870–1949)
⚭ 1907
Prinzessin
Luise Franziska von Orléans
(1882–1958)

König
Konstantin I. von Griechenland
(1868–1923)
⚭ 1889
Prinzessin
Sophie von Preußen
(1870–1932)

Prinz
Ernst August von Hannover,
Herzog von Braunschweig
(1887–1953)
⚭ 1913
Prinzessin
Viktoria Luise von Preußen
(1892–1980)

José Ortiz Pool (1889–1977)
⚭1912
Carmen Velasco Gutiérrez (1900–1987)

Eulalio Álvarez de la Fuente (1891–1969)
⚭1930
Plácida del Valle Arribas (1900–1993)

Miguel Rocasolano Cebrián (1860–1941)
⚭ 1901
María Camacho Rodríguez (1869–1950)

Enrique Rodríguez (1867–1936)
⚭1899
María Paloma Figueredo (1884–1978)

Urgroßeltern

Prinz Johann von Spanien, Graf von Barcelona (1913–1993)
⚭ 1935
Prinzessin María de las Mercedes von Neapel-Sizilien (1910–2000)

König Paul von Griechenland
(1901–1964)
⚭ 1938
Prinzessin Friederike von Hannover
(1917–1981)

José Luis Ortiz Velasco (1923–2005)
⚭ 1949
María del Carmen Álvarez del Valle
(* 1928)

Francisco Julio Rocasolano Camacho
(1918–2015)
⚭ 1950
Enriqueta Rodríguez Figueredo
(1919–2008)

Großeltern

 
König Juan Carlos I. (* 1938)
⚭ 1962
Prinzessin Sophia von Griechenland (* 1938)

Jesús José Ortiz Álvarez (* 1949)
⚭ 1971
María Paloma Rocasolano Rodríguez (* 1952)

Eltern

 
König Felipe VI. (* 1968)
⚭ 2004
Letizia Ortiz Rocasolano (* 1972)

 
Leonor, Fürstin von Asturien (* 2005)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Internetpräsenz des Königshauses
  2. Kleine-Zeitung-Artikel zur Einschulung von Prinzessin Leonor (Memento vom 29. Oktober 2008 im Internet Archive), abgerufen 27. August 2013
  3. König Felipe verleiht Tochter Leonor Ritterorden (ndr.de, 30. Januar 2018) (Memento vom 28. Februar 2018 im Internet Archive)
  4. Thomas Urban Brückenbauer gesucht, sz.de, 11. Februar 2018.
  5. Focus-Artikel zur Geburt von Infantin Sofia, abgerufen am 29. Juli 2010.
  6. Spanische Verfassung, Artikel 168 (Memento des Originals vom 25. September 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boe.es (Seite 50 des PDF-Dokuments), abgerufen 29. Juli 2010
VorgängerAmtNachfolger
Philipp von Bourbon und Griechenland
(Felipe VI.)
Fürstin von Asturien
seit 2014
./.
./.Spanische Thronfolge
Nr. 1
Infantin Sofia von Spanien