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Leif Garrett

US-amerikanischer Schauspieler und Popsänger
Leif Garrett (2016)

Leif Garrett (* 8. November 1961 in Hollywood, Kalifornien als Leif Per Nervik) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Popsänger, der Ende der 1970er Jahre vor allem in den USA erfolgreich war, aber auch in Europa mehrere Hits verbuchen konnte. Am populärsten wurde das Lied I Was Made for Dancin’.

BiografieBearbeiten

KindheitBearbeiten

Leif Garrett ist der Sohn von Kameramann, Stuntman und Schauspieler Rik Nervik und der Schauspielerin und Kostümbildnerin Carolyn Stellar. Auch seine jüngere Schwester Dawn Lyn ist Schauspielerin.

KarriereBearbeiten

Garrett begann seine Karriere als Schauspieler im Alter von fünf Jahren und stand seit Ende der 1960er-Jahre vor der Kamera. Seine Karriere als Teenager-Idol begann 1975 mit einer der Hauptrollen in der Miniserie Three for the Road, die ihm zahlreiche Zuschriften von Fans einbrachte. Er hatte Rollen in den Filmen Peter Lundy and the Medicine Head Stallion und Skateboard sowie und als Teenager in Fernsehserien wie Eine amerikanische Familie, CHiPs oder Wonder Woman.

Sein erstes Album Leif Garrett wurde 1977 zu einem großen Erfolg: Das Lied Surfin’ U.S.A., das bereits 1963 in der Version der Beach Boys bekannt wurde und auf der Melodie des Chuck-Berry-Hits Sweet Little Sixteen basiert, war erfolgreich; in Deutschland erreichte die Single Platz 6. Garretts größter Erfolg war die erste Singleauskopplung aus seinem zweiten Album Feel the Need: I Was Made for Dancin’. Sie erreichte in Deutschland und den USA Platz 10 der Charts, in Großbritannien Platz 4. Seine Markenzeichen waren die langen blonden Haare und bis zum Bauchnabel aufgeknöpfte Hemden. Die nachfolgenden Singles hatten weniger Erfolg.

Kurz vor seinem 18. Geburtstag ging Garrett als Fahrer aus einem Autounfall unverletzt hervor, sein bester Freund Roland Winkler erlitt jedoch eine Querschnittlähmung. 1983 spielte er im erfolgreichen Film Die Outsider von Francis Ford Coppola, die dauerhafte Popularität stellte sich allerdings anschließend nicht wieder ein. In der Folgezeit konnte er weder als Schauspieler noch als Musiker größere Aufmerksverzeichnen.

Häufiger machte Garrett dagegen mit seinem Privatleben Schlagzeilen. 1999 erregte er mit einer Folge von Behind the Music des amerikanischen Senders VH1 erneut die Aufmerksamkeit der Medien, indem er sich bei der Versöhnung mit seinem gelähmten ehemaligen Freund Roland Winkler filmen ließ. Anfang 2006 wurde er wegen Drogenbesitzes in Los Angeles verhaftet und zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt. Garrett wurde Anfang Februar 2010 erneut wegen Heroinbesitzes festgenommen und musste am 24. Februar vor den Richter. Er nahm an der vierten Staffel der Reality-TV-Show Celebrity Rehab with Dr. Drew teil und ließ sich von dieser während eines Drogenentzuges begleiten.

2007 versuchte er sein Comeback, zunächst mit den Original Idols, einer Retroshow ehemaliger Größen der 1970er Jahre wie Ian Mitchell von den Bay City Rollers, Merrill Osmond, Rex Smith, Danny Bonaduce, Bo Donaldson and the Heywoods, The Cowsills usw., von denen er sich aber Ende 2007 wieder trennte. 2007 erschien das Album Three Sides of…. In der Zwischenzeit sind zwei weitere – kommerziell nicht erfolgreiche – Singles von Garrett erschienen: The Final Countdown (eine Coverversion des Hits der schwedischen Band Europe) sowie Hot Blooded (eine Coverversion des gleichnamigen Hits der Band Foreigner). Heute tritt Garrett immer noch in kleineren Hallen mit seinen alten Hits aus den 1970er-Jahren auf.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2][3] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1977 Leif Garrett
300! 300! 300! 300! 37
 Gold

(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1977
Arrangeur: John D’Andrea
1979 Feel the Need
300! 300! 300! 300! 34
 Gold

(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1978
Produzent: Michael Lloyd
1980 Same Goes for You
300! 300! 300! 300! 129
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1979
Produzent: Michael Lloyd
1981 My Movie of You
300! 300! 300! 300! 185
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1981
Produzenten: John D’Andrea, Shun Tokura

Weitere Alben

  • 1980: Can’t Explain
  • 1981: The Very Best of Leif Garrett
  • 1998: The Leif Garrett Collection (Kompilation)
  • 2007: Three Sides of …

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][3] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1977 Surfin’ U.S.A.
Leif Garrett
6
(14 Wo.)
20
(4 Wo.)
4
(10 Wo.)
300! 20
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1977
Autor: Chuck Berry
Original: Chuck Berry – Sweet Little Sixteen, 1963
Runaround Sue
Leif Garrett
19
(11 Wo.)
300! 300! 300! 13
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1977
Autoren: Dion DiMucci, Ernie Maresca
Original: Dion, 1961
1978 Put Your Head on My Shoulder
Leif Garrett
300! 300! 300! 300! 58
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1978
Autor und Original: Paul Anka, 1959
The Wanderer
Leif Garrett
300! 300! 300! 300! 49
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1978
Autor: Ernie Maresca
Original: Dion, 1961
I Was Made for Dancin’
Feel the Need
10
(10 Wo.)
300! 300! 4
 Silber

(10 Wo.)
10
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1978
Autor: Michael Lloyd
1979 Feel the Need
Feel the Need
43
(4 Wo.)
300! 300! 38
(4 Wo.)
57
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1979
Autor: Abrim Tilmon
Original: Detroit Emeralds, 1971
When I Think of You
Feel the Need
300! 300! 300! 300! 78
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
Autor: James Williams
Memorize Your Number
Same Goes for You
300! 300! 300! 300! 60
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
Autor: Billy Kirkland
1980 I Was Looking for Someone to Love
Same Goes for You
300! 300! 300! 300! 78
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1980
Autoren: Howard Greenfield, Michael Lloyd
1981 Uptown Girl
My Movie of You
74
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: November 1981
Autoren: Shunichi Tokura, Jeff Harrington, Jeff Pennig
Runaway Rita
My Movie of You
300! 300! 300! 300! 84
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1981
Autoren: Shunichi Tokura, Jeff Harrington, Jeff Pennig

Weitere Singles

  • 1977: Come Back When You Grow Up
  • 1978: Johnny B. Goode
  • 1978: I Wanna Share a Dream with You
  • 1979: Moonlight Dancin’
  • 1979: New York City Nights
  • 1980: You Had to Go and Change on Me
  • 1980: Bits and Pieces
  • 1981: Just Like a Brother
  • 1981: I’m a Rebel
  • 1982: Santa Monica Bay
  • 1986: The Way to Happiness (mit Gayle Moran)
  • 1987: Der Weg zum Glücklichsein (mit Julia Migenes)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Silber   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 2 0! P 1.000.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 1 0! G 0! P 250.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 2

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

KünstlerauszeichnungenBearbeiten

  • 1977 Silberner Bravo Otto Kategorie Schauspieler
  • 1978, 1979 und 1980 Goldener Bravo Otto Kategorie Sänger

QuellenBearbeiten

  1. a b Chartquellen: Singles UK US1 US2
  2. Top Pop Singles 1955-2006 von Joel Whitburn, Record Research 2007, ISBN 978-0-89820-172-7
  3. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

WeblinksBearbeiten