Leichtmotorrad

Als Leichtmotorrad im juristischen Sinn gilt in Österreich ein Motorrad oder ein Motorrad mit Beiwagen mit einer Motorleistung von nicht mehr als 35 kW und einem Verhältnis von Leistung zu Leergewicht von nicht mehr als 0,2 kW/kg.[1][Anm. 1][Anm. 2][2]

Leichtmotorräder dürfen ab vollendetem 18. Lebensjahr mit einem Führerschein der Klasse A2 gelenkt werden.[3][4]

Weitere Bedeutung in ÖsterreichBearbeiten

Umgangssprachlich wird die Bezeichnung (analog zum Leichtkraftrad in Deutschland) häufig speziell für Motorräder verwendet, die maximal 125 cm³ Hubraum, eine maximale Leistung von 11 kW und ein maximales Verhältnis von Leistung zu Leergewicht von 0,1 kW/kg aufweisen. Motorräder dieses Typs dürfen seit 1997 ab vollendetem 16. Lebensjahr mit dem Führerschein der Klasse A1[5][6] oder der Klasse B mit Zusatzcode 111[7] gelenkt werden.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Das zusätzlich Limit von 0,2 kW/kg Leistung pro Masse besagt, dass Motorräder mit weniger als 175 kg Leermasse weniger als 35 kW Leistung haben müssen. Typische Leichtmotorräder wiegen heute beispielsweise 125 oder 140 kg, was die Motorleistung in diesen Beispielen auf 25 bzw. 28 kW limitiert.
  2. Diese Definition wurde 2016 aus dem Kraftfahrgesetz gestrichen, der Begriff wird aber (Stand 2020) nach wie vor im Führerscheingesetz sowie der Führerscheingesetz-Durchführungsverordnung verwendet

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kraftfahrgesetz 1967, §2, lit. 15b
  2. BGBl. I Nr. 40/2016
  3. Führerscheingesetz, §2, lit. 2
  4. Führerscheingesetz, §6, lit. 2
  5. Führerscheingesetz, §2, lit. 3
  6. Führerscheingesetz, §6, lit. 2
  7. Führerscheingesetz, §2, lit. 5